Zürcher Silvesterlauf

Verfasst am 12.12. von Dinu

Sonntag 11. Dezember, mitten in Zürich. Ich stehe etwas hinter der Startlinie und warte auf den Startschuss zur Kategorie Sie&Er. Ein Staffellauf über 5 kleine Runden à je 1,3 km, insgesamt über 6,3km. Wir hatten uns genügend Zeit genommen zum Warmlaufen (ca. eine halbe Stunde), hatten gut geschlafen, waren entspannt angereist und hatten uns gut verpflegt. Es konnte also losgehen.

 

Wir hatten uns, wie bereits vor einem Jahr, für den vorderen der beiden Startblöcke (schneller als 30min) angemeldet. Dementsprechend gings nach dem Startschuss auch zu und her: Es wurde gerempelt und mit den Ellbogen gearbeitet, kein fröhliches, vorweihnachtliches miteinander.

Die Runde war recht anspruchsvoll und beinhaltete einen kurzen aber heftigen Anstieg. Als ich nach einer Runde den Staffelstab an Tabea überreichen durfte, war ich völlig ausser Atem.

Nach knappen 5 Minuten Verschnaufpause durfte ich zu meinem zweiten Einsatz starten. Frustrierend war ja, dass nach einer halben Runde das Spitzenmotorrad von hinten angefahren kam. Ich resignierte aber nicht und konnte bald darauf Tabea den Stab wieder überreichen.

Mein letzter Einsatz lief ähnlich ab, wie diejenigen zuvor. Ich startete auf meine Runde, wurde von ca. 7 Läuferinnen und Läufern überholt, steigerte nach und nach mein Tempo, konnte einen grossen Teil am Anstieg wieder überholen, die Restlichen konnte ich dann auf der langen Gerade kurz vor Schluss auch wieder ein- und überholen. Auf der Zielgerade wartete Tabea auf mich und sollte mich beim Zielsprint begleiten – sie war aber zu schnell für mich.

Der Blick auf die Resultate zeigte: Wir waren etwa 30 Sekunden schneller als vor einem Jahr, was uns sehr erfreute. Der Kilometerschnitt war mit 4 Minuten und 4 Sekunden für unsere Verhältnisse sehr schnell.

Nun hatten wir fast eineinhalb Stunden Zeit bis zum zweiten Start, welcher auf dem Programm stand: die „Langdistanz“ über 8,6 km. Wir wärmten uns in einem Schulhaus etwas auf und verpflegten uns. Hier trafen auch Daniela und Marcel ein, welche auch extra für diesen Lauf aus Bern angereist waren.

Am Start um 15:45 nahmen wir uns fest vor, nicht zu schnell zu starten. Schliesslich brannten unsere Beine bereits vom Staffellauf. Wir hatten abgesprochen, dass wir diesen Lauf zusammen absolvieren wollten.

Das Vorhaben gelang gut und wir konnten jede Runde noch etwas schneller laufen wie die vorherige. Dies war recht erstaunlich, da die ganze Zeit extrem viele Läufer unterwegs waren. Ein regelmässiges Laufen war fast unmöglich, das Überholen recht schwierig.

Auf der letzten Runde musste dann abgebogen und noch ein langer Zielsprint durchgezogen werden. Dies ergab dann die längere Rundenzeit auf der letzten Runde. Auch hier waren wir wieder schneller wie vor einem Jahr – um fast 2 Minuten und 30 Sekunden hatten wir uns verbessert.

Kurz nach uns kamen auch Daniela und Marcel sehr zufrieden im Ziel an.

Nun machten wir uns auf den Rückweg in Richtung Auto und Garderobe. Wir liefen dabei einem Nebenarm der Limmat (dem Schanzengraben) entlang. In der Sichtweite der Garderobe waren nasse Fussabdrücke zu erkennen. Ich hörte, wie eine Stimme sagte: „Das sind nasse Fussabdrücke von Menschen. Da waren so Spinner im kalten Wasser“. Ich befürchte sogar, dass dies meine Stimme war, die dies sagte. Sogleich war mir klar: „Oops, das war ein Fehler“. Und schon meinte Tabea: Ou, das ist eine tolle Idee, ich will auch ins Wasser. Wir können ja danach warm duschen – wer kommt mit?“. 5 Minuten später standen Tabea und ich prompt in der Unterwäsche am Ufer des Schanzengrabens während Marcel die Szene fotografierte. Wir tauchten tatsächlich kurz in das kalte Wasser, hielten es aber nicht lange aus. Ausserhalb des Wassers empfanden wir die Temperatur als angenehm warm, nur der kalte Boden war unangenehm. Darum rannten wir, so schnell wir noch konnten, ab unter die warme Dusche. So was nennt man wohl Winterduathlon?

Ich hoffe nur, dass es nächsten Winter nicht schneien wird – sonst wird der ganze Spass noch unangenehmer.

Blick Langlaufplausch

Verfasst am 5.12.2011

 

Vom Mittwoch 30.11. an waren wir in Davos. Wir hatten schon so viel über den „Blick-Langlaufplausch“ gehört, dass wir in diesem Jahr unbedingt mit dabei sein wollten. Zusätzlich hatte Manfred Schär vom Inline Club Mittelland einen Aufruf an alle Mitglieder versandt: Kommt doch mit nach Davos.

Wir kamen ja mit gemischten Gefühlen nach Davos. Eigentlich wollten wir die Langlauftechnik von Grund auf so richtig erlernen um in diesem Winter ein paar Trainings auf den langen Skiern zu absolvieren. Das Wetter (oder die Klimaerwärmung) schien uns aber einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Von Schnee war in Davos weit und breit nichts zu sehen. So kam dann auch wenige Tage vor dem Start ein Mail: Unbedingt Turnschuhe, Walkingstöcke und Badhosen einpacken!

Die Organisatoren hatten ein tolles Ersatzprogramm organisiert und sogar 3 kleinere Loipen mit Kunstschnee präpariert.

So konnten jeweils am Morgen in kleinen Gruppen ein Lauftraining absolvieren und am Nachmittag ab 15:00 durften wir die knapp 700m lange Loipe selber befahren. Da hatten wir das Glück, dass uns Manfred und sein Kollege Dani gute Tipps geben konnten.

Die geführten Joggingtouren führten uns am Donnerstag von Klosters via Wolfgangpass nach Davos, am Freitag von Davos nach Sertig, jeweils auf kleinen Waldwegen und Singeltrails durch herrliche Landschaften. Die Fotos findet Ihr in unserer Galerie.

Am Samstag war’s dann soweit, von 11:00 bis 13:30 hatten wir ein geführtes Training. Naja, statt täglich einen halben Tag Training nun nur einmal 1,5 Stunden. Dafür waren diese sehr lehrreich und wir konnten weitere Fortschritte erkennen.

Am Sonntag drehten wir noch die letzten paar Runden auf der Loipe, absolvierten einen Berglauf auf die Schatzalp (auch da: Weit und breit kein Schnee), besuchten das Hallenbad und schauten zum Abschluss der Woche ein Heimspiel des HCDs.

Auch ohne Schnee verbrachten wir eine herrliche und sehr abwechslungsreiche Woche.

Wir sind überzeugt: Wir kommen wieder! Hoffentlich dann mit Schnee.

Langenthaler Stadtlauf

verfasst am 21.11.2011

 

Am Samstag 19. November stand der Langenthaler Stadtlauf auf unserem Programm. Wir hatten schon viel über den Lauf durchs schöne Städtchen bei weihnachtlicher Beleuchtung gehört, hatten aber bisher beide noch nie teilgenommen.

Die Temperaturen waren zwar für einen November recht mild (es seien zu dem Zeitpunkt auch schon Temperaturen von 8 Grad MINUS gemessen worden), trotzdem hatten wir recht kalt, als wir uns vor dem Start mit Danä, Marcel und Tobias trafen. Wir verstauten unser Gepäck und starteten zum gemeinsamen Warmlaufen. Bald darauf standen die Damen bereits am Start zu Ihrem Rennen. 6,25 km standen auf dem Programm – für uns Ausdauerfreaks nicht gerade die bevorzugte Rennstrecke.

Tabea und Danä starteten gut in Ihr Rennen und genossen die Laufstrecke, die sie auf 5 Runden durch das Stadtzentrum führte. Die Stimmung war gut, zu welcher auch die 3 Männer ordentlich beitrugen.

Gute Photos zu schiessen war aber eine Kunst, die wir nicht so im Griff hatten. Schliesslich wars dunkel, die Beleuchtung störte und die Läuferinnen waren sehr schnell unterwegs.

Im Ziel waren Tabea und Danä sehr zufrieden mit ihren Leistungen. Tabea hatte ja über ein Jahr mit Schmerzen im hinteren Oberschenkel zu kämpfen. Dass Sie nun wieder einen schnellen Lauf (Schnitt von 4:37 pro km) ohne Schmerzen absolvieren kann, freute sie ausserordentlich.

10 Minuten später standen die 3 Männer (mit 150 weiteren) am Start für Ihre 7,5km. Marcel, als schneller Läufer bekannt, verschwand mit der Spitze, während Tobias und Dinu im hinteren Teil unterwegs waren. Beide schafften es, ein regelmässiges Tempo zu finden. Während Dinu gegen Schluss das Tempo noch steigern konnte, kämpfte Tobias mit Bauchkrämpfen und wurde dadurch leider gebremst. Dass die beiden bereits nach etwas mehr als 3 Runden von der Spitze überrundet wurden, warf sie nicht aus der Bahn.

Schlussendlich erreichten alle 3 zufrieden das Ziel.

Nach der obligatorischen kalten Dusche ging’s zum gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria in der Nähe. Die perfekte Belohnung nach dieser Anstrengung.

12.11.11

Gurtenclassic

 

Am Sonntag 6.11.11 fand wieder einmal die Gurtenclassic statt. Im letzten Jahr starteten  wir in NY am gleichzeitig stattfindenden Marathon, in diesem Jahr wollten wir aber wiederum an diesem tollen Rennen in unserer Nähe dabei sein.

Das Moto dieser Veranstaltung heisst immer "Höhenpunkt", unter anderem, weil der Start des Laufes unten in Wabern liegt und das Ziel oben auf dem Gurten ist.

 

Ich (Dinu)  hatte mir jeweils vor den Austragungen der letzten Gurtenclassics überlegt, ob ich denn einen Doppelstart (Bikerennen, Start 10:00, 16,8km und Lauf, Start 11:45, 15km) wagen sollte. Da wir die Bikestrecke nicht kannten, war es unsicher, ob die Zeit reichen sollte. In den letzten Jahren startete ich dann jeweils doch "nur" am Lauf, vor allem auch wetterbedingt. In diesem Jahr wagte ich nun den Doppelstart!

 

Kurz vor 9:00 machte ich mich mit meinem Bike auf den Weg Richtung Wabern während Tabea noch am träumen war. Auf dem Anfahrtsweg hatte es schon ein paar erste Anstiege, die mich bereits ins Schwitzen brachten. "Ob das wohl gut kommen wird?" fragte ich mich.

Vor Ort holte ich meine Startnummern, gab mein Gepäck auf (das wurde zum Ziel transportiert) und machte mir einen Wechselplatz parat. Das heisst, ich legte mir meine Laufschuhe (mit Schnellverschluss), den Trinkgurt, etwas zu Essen und die Startnummer parat, so dass ich nach dem Bikerennen keine Zeit verlieren würde. Nach dem letzten üblichen Toilettengang reihte ich mich am Start unter die 311 Bikerinnen und Biker.

Nach dem Start ging es rassig los. Von Wabern via Spiegel in die Höhe, dann wieder runter ins Gurtentäli und an den gegenüberliegenden Lölisberg. Alle Streckenpläne findet Ihr übrigens unter diesem Link.

Es gab imer wieder einige Höhenmeter zu überwinden. Die Abfahrten waren alle auf breiten Kieswegen, also technisch nicht anspruchsvoll und gut fahrbar. Da ich aber ein schlechter Abfahrer bin, haben mich immer alle in den Abfahrten überholt, die ich zuvor an den Anstiegen selber überholt hatte. Aber zum Glück war das Ziel ja oben :-)

Nach 1:04.57,2 erreichte ich das Ziel. So blieben mir noch knappe 40 Minuten Zeit  bis zum Laufstart.

Ich machte mich sofort auf die Talfahrt, die aber leider auch immer wieder kleine Anstiege enthielt. 

Unten angelangt, hatte ich noch knappe 30min Zeit. Somit begann ich mit meinem Tenuewechsel. Als ich die Turnschuhe bereits angezogen hatte, merkte ich, dass ich noch die Beinlinge trug. Da die Temperaturen seit dem Morgen deutlich gestiegen waren, wollte ich jetzt in den kurzen Hosen starten.  Es reichte, um mich  zu verpflegen und mich parat zu machen. Ich war dabei sehr froh um meine Triathlonhosen, mit denen ich das Bike- wie auch das Laufrennen bestreiten konnte. Ich entschied mich dafür,  kurzärmlig zu starten und trug nun meine neue am Vortag gekaufte Sonnenbrille mit Korrekturgläsern.

In der Zwischenzeit war auch Tabea angelangt, die schon recht nervös war. Auch sah ich immer wieder bekannte Gesichter und konnte noch mit Einigen kurz sprechen.

Nach dem Start ging es recht rasant los. Ich konnte aber Tabea mit Müh und Not knapp folgen und sie auch etwas bremsen. Wir hatten abgemacht, dass ich Sie etwas bremse, da Sie oft zu schnell startet und dann etwas einbricht. 

Meinen Beinen fehlte doch etwas die Kraft, und so musste ich Tabea am zweiten Anstieg ziehen lassen und verlor sie aus den Augen. Als es bald darauf wieder abwärts ging, wartete sie auf mich und ich konnte sie so wieder einholen. Ab da ging es mir immer wie besser und ich konnte ihr hohes Tempo mitlaufen. Somit war ich sehr glücklich, als ich mit ihr das Ziel erreichen konnte. mein Plan war aufgegangen.

Am besten erzählt Tabea nun selber ihre Eindrücke vom Lauf:

 

Wie schon gesagt, träumte ich unter der Bettdecke noch weiter, währenddessen Dinu sich auf dem Bike abgkrampfte. Punkt 11h war ich aber auch im Startgelände und wartete nervös auf meinen Start, welcher erst um 11.45h war. Da um 11.15h noch die Kurzdistanz startete, ging ich natürlich den Start zuschauen. Es war ziemlich amüsant, die Leute in der vordesten Reihe zu beobachten. Die einen waren hyper nervös, die anderen ruhig und einige sprachen miteinander. Der Speaker erklärte kurz, wer letztes Jahr gewann-jedoch nur bei den Männer. Die Frauen vergass er leider:-((. Er sprach soviel, dass er um 11.17h gebremst werden musste, weil er den Startschuss verschlafen hatte. Das war ihm wohl recht peinlich. In einer Eile fiel dann der Startschuss und die Athleten starteten durch- so schnell sollte man laufen können.....
Nun war ich gespannt, ob Dinu bereits retour war. Ich hoffte es so sehr, dass er pünktlich retour war. Und siehe da, er war retour. Er sah schon etwas abgeschlagen aus, aber ich wusste, dass er sich schon noch erholen würde um ein gutes Rennen zu laufen. Toll fand ich, dass er meinen Pace Maker spielte, da ich das mit dem Tempo nie so richtig drauf habe. Meistens starte ich zu schnell und büsse es dann bald... 
Dieses mal aber nicht. Der Startschuss fiel und wir liefen los und zwar gemütlich, obwohl ich immer das Gefühl hatte, ich sollte schneller rennen. Ich hielt mich aber an ihn, ab und zu lief ich ihm etwas weg, aber dann reduzierte ich das Tempo wieder. So lief und lief das Rennen und ich fühlte mich immer gut dabei, was ich etwas erstaunlich fand. Denn die letzten Rennen waren immer anders, ich lief immer am Limit. Dinu forcierte das Tempo ab km 12, jedoch konnte ich nicht immer mithalten. Aber für einen Zielsprint reichte es doch noch. Im Ziel angekommen, umarmte ich natürlich Dinu und dankte ihm für seinen super Einsatz. Wir holten unser Gepäck und setzten uns ins Restaurant auf dem Gurten und genossen ein feines Dessert:-).
Dass wir, trotz dem für mich "gemütlichen" Start, über 2 Minuten schneller waren als bei meiner bisherigen Bestzeit, stellte mich sehr zufrieden.

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Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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