S2 Challenge 2012

verfasst von Dinu am 27.8.12

Der da, ja genau, der da auf der rechten Seite, mit dem hatten wir des öfteren zu tun dieses Wochenende.

Am Donnerstag haben wir den „Schweinehund“ selbst gebastelt, am Freitag jemandem verschenkt und am Samstag hat er uns doch noch etwas begleitet. Doch schön der Reihe nach:

Samstagmorgen kurz nach 6 waren wir mit unseren beiden Supportern auf dem Weg nach Langnau, die S2-Challenge stand auf dem Programm.
Der letzte Multisport Event des Jahres. Wir waren sehr gespannt, wie der Anlass den verlaufen würde. Im Jahr zuvor hatte ich Tabea, die mit den anderen Singelfrauen 15 Minuten vor uns gestartet war, bereits auf der Rennvelostrecke eingeholt, auf der Laufstrecke leicht distanziert und dann auf der Bikestrecke abgehängt. Die S2 schien mir also zu liegen. In diesem Jahr hatte ich noch bessere Inlines und ein leichteres Rennvelo, gute Aussichten also. Allerdings hat mich Tabea in diesem Jahr bei den meisten Wettkämpfen deutlich geschlagen, das sprach also gegen mich. Aber keiner war so lang wie die S2 – je länger, desto Dinu?

Tabea hatte Rückenschmerzen seit unserem Krafttraining am Donnerstag, und fragte sich, ob sie die Strecken überhaupt absolvieren könnte.
Das Schwimmen war, zum Glück für mich, zum Nachteil von Tabea, nur 350m im Schwimmbecken. Man startete einzeln. Ich zerriss mir kurz vor dem Start (beim Bücken) den Neopren, schwamm aber dann doch damit. Von Aussen habe man deutlich gesehen, wie ich von Meter zu Meter langsamer wurde und sich meine Wasserlage verändert habe. Ich selber hatte das Gefühl, ich sei schön gleichmässig geschwommen.
Zwischen dem Schwimmen und dem Massenstart auf den Inlines war noch genügend Zeit, so dass wir die Regenräder abmontierten und doch noch auf Trockenräder wechselten, da die Strasse abzutrocknen schien. 15 Minuten nach Tabea konnte dann auch ich auf die 22km lange Inlinestrecke gehen, meiner Lieblingsdisziplin. Es lief mir auch sehr gut und ich konnte meine Kräfte gut einteilen. Nach einem rassigen Wechsel ging’s via Moosegg und viele weitere kurze Anstiege und Abfahrten in Richtung Niederscherli. Ich traute meinen Augen kaum, als ich Tabea wieder in der selben Kurve wie im letzten Jahr einholte. „Zuefäll gets“.
Nach einigen, gemeinsamen Kilometern fuhr ich ihr wieder davon, sie fand dann aber einen anderen Windschatten und holte mich bald darauf wieder ein, so dass wir gemeinsam in die Wechselzone kamen. Da ich dort etwas länger brauchte, ging sie sogar mit Vorsprung auf die Laufstrecke. Ihre Rückenschmerzen schienen ihr, trotz Schmerzmittel, aber stark zu zusetzen, ihr Laufstil sah auf jeden Fall erbärmlich aus. Als ich sie einholte, begannen wir zusammen zu plaudern (auch über den inneren Schweinehund, der uns zwischendurch nur noch gehen und nicht mehr rennen liess), ihre Schmerzen verschwanden mit der Zeit etwas und wir absolvierten die Strecke gemeinsam.
Auf der abschliessenden Bikestrecke ging’s schon Mal zu Beginn steil aufwärts, da war ich etwas vor Tabea unterwegs und sah sie ab dann bis ins Ziel nicht mehr. Ich merkte schon, dass ich nun um die 10 Stunden bereits wach und über 7 Stunden am Sport treiben war – die Kräfte liessen nach. Die Bikestrecke hatte es aber in sich, es galt, über 1000 Höhenmeter auf 44km zu bewältigen. Es war ein stetiges auf und ab, wobei das ab meistens sehr rassig durchging, die Anstiege schier unendlich schienen. Da die Sonne schien, musste ich bei einem Bauernhof sogar einen Zwischenstopp einlegen, um meine Wasserflasche aufzufüllen.
Auf einer der letzten Abfahrten auf einem schlammigen Waldboden rutschte ich sogar kurz aus und landete am Boden, zum Glück aber unverletzt.
Bald darauf war ich überglücklich im Ziel, etwas schneller wie vor einem Jahr, etwas so schnell, wie ich zuvor geplant hatte. Etwa 20 Minuten nach mir erreichte auch Tabea das Ziel und wir stürzten uns unter die eiskalte Dusche – brrrrrr.

Und dann ging’s los, mit unseren Supportern zum Pizzaessen, was für ein Genuss.
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, am Sonntag noch in Thun am Inlinerennen (Swiss Skate Tour) zu starten, der Kollege rechts oben fand aber, ich soll gemütlich zu Hause bleiben (gemütlich?? Fahrräder putzen und ölen, Inlinekugellager wechseln, regeneratives Schwimmen) und mir die Reise nach Thun sparen – Vielleicht dann im nächsten Jahr?

Ein heisses Wochenende

verfasst von Dinu am 18.8.

Das heisseste Wochenende im 2012. Sogar im Horoskop hiess es: WowMässige Bewegung draussen in der Natur sei empfohlen. Mäsig kann man ja zum Glück individuell anpassen :-))
An diesem Wochenende steht und standen bei uns folgende Highlits auf dem Programm: Einen "Ausflug" mit der Laufgruppe des TVs Bolligen auf den Niesen (mit Pastabuffet mit einmaliger Aussicht) am Freitag, einen Longjogg am Samstag im Jura (Start in Biel, Ziel war der Chasseral, 1700 Höhenmeter auf 20km) mit anschliessendem Baden im Bielersee und Madonnakonzert in Zürich (das war gigantisch) und eine Biketour rund um Ittigen am Sonntag mit anschliessendem Baden in der Aare und im Thunersee. Und danach gehen wir am Thunersee lecker essen.
Bilder schalten wir jeweils in unsere Galerie hoch, einen Bericht darüber werden wir aber nicht schreiben, erst wieder von der S2-Challenge, die dann am kommenden Wochenende auf dem Programm steht.

Sierre-Zinal Berglauf 2012

verfasst von Tabea am 14. August 2012 

2200hm Aufstieg, 800hm Abstieg auf 31km - das sind die Eckdaten eines der schönsten Bergläufe der Welt. Er wird auch "Lauf der Fünf Viertausender" genannt (Weisshorn, Obergabelhorn, Zinalrothorn, Matterhorn und Dent Blanche).

 

So befand ich mich letzten Sonntag um 8:00h im Startgelände des Sierre-Zinal Laufes. Eine Stunde zu früh. Ich war schon recht nervös, da ich wusste, dass ein harter Brocken auf mich warten würde. Ich setzte mich an einem schönen Ort hin, um den anderen Läufern beim Aufwärmen zu zuschauen. Mir machte das fast etwas Angst, denn alle sahen top trainiert aus. Richtige Bergläufer. Irgendwie war ich da etwas fehl am Platz. Auch kannte ich niemanden, mit welchem ich ein paar Worte wechseln konnte. Hauptsächlich waren französisch sprechende Personen am Start und da ich kein französisch spreche , versuchte ich auch nicht, mit irgend jemandem in Kontakt zu kommen. Meine Kollegin Daniela war um diese Zeit schon 3h unterwegs. Denn es gab die Kategorie "Tourists", welche ohne Rangierung und mit mehr Zeitkapazität bereits um 5h morgens starten konnten. Nicht wenige nutzen diese Gelegenheit - ca. 1300 Personen. Aber auch bei unserem Start waren 1000 Männer und 300 Frauen am Start, wohlbemerkt ohne Blockstart!!!

Punkt 9:00 fiel der Startschuss und es ging die ersten und auch letzen 1000m auf einer Teerstrasse mit einer angenehmen Steigung hinauf.

Dann bog man in den ersten sehr schmalen Wanderweg ein. 

Obwohl der Wanderweg bereits von Beginn an steil wirkte, war dies nur ein lauer Vorgeschmack auf das, was folgte. Kurz darauf wurde die Strecke enger, und nun gab es tatsächlich einen Stau. Man musste immer wieder ein paar Sekunden warten, ehe man weiterlaufen konnte.

Das war recht mühsam und ich hatte schon etwas Sorge, dass es so ewigs weiter gehen würde. Doch noch etwas einem Kilometer  wurde aus den Staus eine Massenwanderung den Berg hinauf.

Es wurde immer steiler. Und dann noch steiler. Und sogar noch steiler! Zwischendurch stiegen wir auch über Treppenstufen aufwärts, die steiler als in jedem Wohnhaus sind.

Oft war es so steil, dass nur die Fußspitzen den Boden berühren. Von Stein zu Stein, von Wurzel zu Wurzel kämpften wir uns aufwärts. Trail-Schuhe mit gutem Profil waren hier sehr hilfreich. Immer wieder hörte ich Flüche, wenn jemand über eine Wurzel stolperte oder auf losem Erdboden rutschte. Meinen Kilometerschnitte auf den ersten 8 Kilometern waren zw. 15-20min. Für die ersten 10km brauchte ich ca. 2h10min. Das war nicht sehr motivierend, denn 10km waren ja erst einen Drittel der Gesamtstrecke und ich fühlte mich schon zu dieser Zeit ausgelaugt. Auch fingen zu dieser Zeit bereits Bauchkrämpfe an. Zum guten Glück hatte es genügend Bäume und Büsche um mich herum. So konnte ich immer kurz verschwinden. Ab Km 10 gings etwas flacher/coupiert, aber keinesfalles einfacher vorwärts. Die Wege verlangten immer noch höchste Konzentration. Ich konnte nicht oft die Gegend und die 4tausender anschauen, immer schaute ich auf den Weg, damit ich mich nicht auf einer Wurzel oder einem Stein vertrat. Ab Kilometer 20 und ca. 2200 m.ü.M. merkte man gut, dass die Luft viel dünner wurde und das Atem schwerer viel.  Auch hatte ich immer noch mit Bauchkrämpfen zu kämpfen. Das dumme war aber, dass es dort oben keine Büsche und Bäume mehr gSierre-Zinal 2009ab. Ein steiniger Wanderweg führte einem durch kargere Landschaft. So musste ich nach ca. jedem Kilometer, wenn die Krämpfe wieder einsetzten, kurz inne halten und warten, bis sich der Krampf löste und ich wieder etwas normal weiterlaufen konnte. Ich hoffte so sehr, dass bald wieder Wald und Büsche kommen würden, aber ich wusste auch, dass das sicherlich vor km 24 nicht der Fall sein würde. Bis dann befand man sich hoch oben in kargem Gelände. Ich wünschte mir so sehr ein Toi Toi. Aber realistisch war das überhaupt nicht. Bei Kilometer 24 hatte ich den höchsten Punkt des Laufes erreicht. Ab dann gings "nur" noch runter. Das auf den ersten Blick sehr bequeme Streckenprofil täuschte über die Anforderungen, die auch hier manche Abschnitte stellten. Man musste beim Laufen ständig aufpassen, dass man nicht über Steine oder Wurzeln stolperte, ausrutschte, mit einem Fuß umknickte... Ich wurde runter immer und immer wieder überholt. Ich war höchst konzentriert mit meinen Füssen an den richtigen Stellen zu landen. Und endlich, ab km 26 sah ich wieder Bäume. Ich liebte diese Bäume. Denn so konnte ich wieder dahinter verschwinden. Danach gings meinem Bauch blendend. Ich hatte keine Beschwerden mehr. So konnte ich die letzten Kilometer viel besser in Angriff nehmen. Aber einfacher wurde das Terrain nicht. Ich war unendlich froh, hatte ich Trailschuhe. So konnte ich ultrasteile, sandige Hänge (Skipisten)  langsam runter laufen. Langsam heisst: pro Km 7-9min. Meine OberschenkSierre-Zinal 2009el schmerzten unheimlich. Jeder weitere bremsende Schritt war ein Schlag mehr für den Muskel. Von Weitem hörte man bereits den Speaker. Also konnte es nicht mehr weit sein. Aber leider sind unter diesen Bedingungen auch 2km noch sehr lang und schmerzhaft. 800m vor dem Ziel sah ich wieder einen breiten Teerweg, welchen wir passieren durften. Kaum zu glauben, dass es das noch gab. Und unheimlich freute ich mich auch über Dinu und Danä, welche dort am Streckenrand auf mich warteten - ich hätte sie fast übersehen, denn ich war immer noch sehr konzentriert auf meine Beine, schaute weder links und nicht rechts. Und dann kam ich ins Ziel. Völlig entkräftet und mit sehr schmerzenden Beinen, aber dennoch Happy!

 

Jetzt 2 Tage später muss ich schon sagen, dass das eine echte Herausforderung war. Ich bin stolz ohne grosse Krise ins Ziel gekommen zu sein und das trotz meinen immer wiederkehrenden Bauchkrämpfen. Ich fand diesen Lauf einiges härter wie der Glacier 3000 Lauf, welchen ich schon einige Male gemacht habe. Vor allem liegt dies daran, dass der Sierre-Zinal Lauf viel steiler ist und vor allem einen langen, harten Abstieg inklusive hat, welcher so richtig schön und deftig in die Beine geht. Wer das liebt, muss diesen Lauf unbedingt mal gemacht haben:-).

Auch 2 Tage später habe ich immer noch am ganzen Körper Muskelkater - sogar die Arme sind verkatert.

 

Eine abwechslungsreiche Woche

verfasst am 9. August 2012 

Das ist ja mal wieder eine abwechslungsreiche Woche.Uf em Gurte
Am Montag feierten wir Tabeas Geburtstag. Mit feinem Essen auf dem Gurten, leckerer Beerentorte zu Hause, mit Überraschungsgästen, vielen Geschenken und weiteren Überraschungen feierten wir den Tag.
Am Dienstag gings weiter mit Geschenken. Wir starteten am Bipper Laufcup, einem tollen Laufanlass im kleinen Rahmen - super organisiert! Wir spürten unsere schweren Beine vom Laufweekend und hatten auch Mühe mit den hohen Temperaturen. So konnten wir unseren eigenen Streckenrekord nicht unterbieten und waren etwas enttäuscht darüber.
Nach dem Lauf wurden, unter allen Teilnehmern, die an allen 3 Ausgaben des Cups 2012 dabei waren, Preise verlost, wobei jeder Läufer einen Preis zugelost bekam. Zuerst gab es aber einen Spezialpreis, der tausendste Läufer, der das Ziel (in den 5 Austragungsjahren) erreichte, sollte einen Münzensatz „2012“ erhalten. Als er las, dass Martin Ruegge den Preis bekomme, war ich doch etwas überrascht.

Danach erklärte er, dass unter den Preisen, die er verlose, zwei „Hauptpreise“ seien. Einen Gutschein für ein Paar Laufschuhe nach Wahl würde er gerade als erstes ziehen, ein Goldvreneli würde er als 21. Preis verlosen. Und das Paar Laufschuhe ging an Tabea Zimmermann. Was für ein Glückstag, oder ein verspätetes Geburtstagsgeschenk?
Und das Goldvreneli geht an: Martin Ruegge. Ich traute meinen Ohren nicht und traute mich ja fast nicht, schon wieder einen Preis abzuholen. Unglaublich, das Glück, das wir an dem Abend hatten.
Am Mittwoch stand dann ein Biketraining (Biennathlonstrecke) und ein Neoprenschwimmen mit dem 3athlon-Club auf dem Programm.

Danach beklebten wir unser Auto mit der neuen Beschriftung: www.Tab-Di.com

Die nächsten Tage werden etwas ruhiger, bevor Tabea am Sonntag am Berglauf Sierre-Zinal starten wird.

Laufweekend im Schwarzwald

Verfasst von Dinu am 6.8.2012

Ein wettkampffreies Wochenende? Genau, so was gibt es auch bei uns ab und zu. Und so nutzten wir das letzte Wochenende zum trainieren. Mitglieder des 3athlon Clubs Bern (wir also auch) konnten am Laufwochenende des STBs im Schwarzwald teilnehmen.

Konkret hiess das: Am Freitag bis 11:00 arbeiten, dann losfahren (inkl. 2x verfahren), das Zimmer auf der Saigerhöhe beziehen und um 14:00 an der Besammlung vor Ort zu sein.

Nach allen wichtigen Infos über das Lager gings gleich los auf eine Joggingtour mit Intervallen rund um den Titisee. Für einige (vorwiegend aus den Reihen der Triathleten) reichte es danach auch noch für einen Sprung in den See.

Danach war etwas freie Zeit vorhanden, welche Tabea und ich am See und in der Touristenstadt (überfüllt mit Touristen, alles sieht aus, wie im Europapark – sogar der riesige Parkplatz vor der Ortschaft) verbrachten.
Nach der grossen Schlacht am Buffet und einem abschliessenden Schlummertrunk gings ab ins Bett.

Der Samstag startete mit Laufschulung, danach kamen Übungen zur Kräftigung der Rumpfstabilität und danach verschwanden alle vor dem TV – der Olympia-Triathlon der Damen wurde verfolgt.
Tabea und ich fuhren wieder an den Titisee, assen dort das Mittagessen, hüpften in den See, bevor es mit einem anstrengenden Teil weiterging: ca. 400m mussten gerannt werden, danach gab es eine Wurfübung und je nach Treffsicherheit mussten danach noch 0-3 Strafrunden absolviert werden. Das immer wechselweise (Staffel) bis jeder 8 Einsätze gehabt hatte! Intervall pur.
Nach einem weiteren Hupf in den Titisee und köstlichem Eis gings wieder ans Abendessen. Vor allem der Apfelstrudel, welcher als Dessert selber vom Buffet geholt werden konnte, sollte dem einen oder anderen noch etwas länger aufliegen. Nach Schlummertrunk und kurzer Nacht standen am Sonntag Morgen das Frühstück, Zimmerräumen, Gruppenfoto und Abfahrt an den Schluchsee auf dem Programm. Hier stand ein Longjogg auf dem Programm, in knappen zwei Stunden liefen wir 18km rund um den See.

Danach etwas Erholung im Hotel-Schwimmbad, Lagerschlussbesprechung und wieder ab nach Titisee.

Bilder vom Schwarzwald findet ihr in unserer Galerie.

Ein sensationeller Megathlon

Verfasst von Tabea am 31. Juli 2012

Regen, Regen, Regen - so lauteten die Prognosen für den bevorstehenden Megathlon. Ich zerbrach mir schon mehrere Tage zuvor darüber den Kopf, wie ich wohl die Inline- und Bikestrecke bei Regen bewältigen würde. Denn in beiden Disziplinen bin ich bei Nässe nicht sonderlich stark. Aber irgendwo hatte ich immer noch Hoffnung, dass der Wetterfrosch vollkommen falsch liegen würde.

 

Sonntagmorgen: Bereits um 5:30 Uhr (1h vor dem Wecktermin) in der Früh konnte ich nicht mehr schlafen. So entschieden wir uns, aufzustehen und uns auf den Weg zum Start zu machen. Natürlich regnete es  bereits.

Punkt 8 Uhr fiel der Startschuss zum Schwimmen. Ich stand fast zuvorderst und konnte dementsprechend gut starten. Das Schwimmen lief mir, vom Gefühl her, sehr gut. Keine Wellen waren vorhanden - eine Woche zuvor waren wir ja an der Murtenseedurchquerung mit extrem vielen Wellen - so war das Schwimmen eine richtige Wohltat. Nach 26min kam ich aus dem Wasser und war sehr enttäuscht über diese Zeit. Gerechnet hätte ich mit 24min oder weniger, aber sicher nicht mit 26min. Deprimiert stieg ich aufs Rad, im Wissen, dass dies wohl ein schlechter Wettkampftag werden würde. Auf dem Rad wurde ich sogleich von vielen schnellen Radfahrern überholt. Irgendwo im Windschatten anhängen war unmöglich. So pedalte ich die ersten 12km alleine vor mich hin. Dann kam der erste (heftige) Anstieg. Immer hatte ich das Gefühl, ich sei sehr langsam unterwegs. Endlich erwischte ich eine Gruppe, welche mein Niveau fuhr, und so kam ich doch noch schneller wie letztes Jahr ins Ziel. Der Regen war glücklicherweise nicht mehr vorhanden und die Strassen trockneten teilweise sogar ab. Perfekt für die Inlinestrecke wo es mir recht gut lief. Sobald die Strassen nass waren, fuhr ich extrem langsam und unsicher, aber bei trockenen Strassen gings sehr gut. Zu dieser Zeit war ich immer mit 2 weiteren Singlefrauen unterwegs. Dies nahm ich nur so nebenbei wahr und war mir auch völlig egal. Als wir dann in die Wechselzone kamen, meinte der Speaker, dass nun die ersten 5 Frauen vom Inlinen zurück gekommen seien und sehr nahe aufeinanderliegen würden. Ich fand das toll, machte mir aber keine Hoffnung, dass ich irgendwie aufs Podest kommen würde. Denn nun stand Biken auf dem Program -nicht meine Paradedisziplin.

Das Biken ging mir gut. Die 2 Singlefrauen begleiteten mich immer noch. Mal war die Eine schneller, mal die Andere. Doch gegen Ende konnte ich nicht mehr mithalten und die beiden fuhren mir davon, Richtung Wechselzone.

Auf der abschliessenden Laufstrecke dachte ich, dass ich nun an fünfter Position liegen würde. Ich startete eher gemächlich. Die Laufstrecke bestand aus 2 Runden. Die erste Runde hatte ich in 22 min absolviert, was mich stutzig machte. Denn für 5km habe ich, unter solchen Bedingungen, nie eine so schnelle Zeit. Nach 6km sah ich eine der Singlefrauen wieder. Das motivierte mich und ich wurde etwas schneller. Auf den letzten 1.5km sah ich plötzlich eine weitere Singlefrau und ich merke, dass ich ihr immer näher kam. Und dann hatte ich sie tatsächlich eingeholt. Sie liess sich das nicht gefallen, wurde einiges schneller und ich versuchte,mein Tempo auch zu erhöhen. Ich hatte keine Ahnung, ob ich diese Pace bis ins Ziel durchziehen könnte, wollte es aber versuchen. Langsam merkte ich, dass sie nicht mehr wirklich mit mochte und abriss. Mich motivierte das umso mehr und beschleunigte nochmals. Pulsbereich: extrem anaerob. Ich wusste aber, dass ich das auch noch auf den letzten 400m weiterziehen konnte. Ich schaute immer wieder nach hinten, ob sie denn wirklich nicht mehr kam. Und sie kam nicht. Langsam freundete ich mich mit dem Gedanken an, einen Podestplatz zu erlange. Konnte das aber nicht glauben. Der Zieleinlauf war herrlich. Der Speaker sagte: Hier kommt die 2. Singlefrau. Ich glaubte ihm nicht, denn ich meinte, ich sei 3. Aber 2.? Das konnte ich fast nicht wahrhaben. Noch nie in meinem Leben war ich bei einem Ausdauerevent auf dem Podest. Und jetzt, plötzlich war ichs, ohne dass ich jemals damit gerechnet hatte. Ich war so was von Happy. Im Ziel erfuhr ich auch, dass die Schwimmstrecke um ca. 200m länger war und die Laufstrecke 1km kürzer. Dies erkärte mir einiges und ich war auch mit dem Schwimmen sehr zufrieden.

 

Die Rangverkündigung war dann sehr speziell und irgendwie auch schön. Ich genoss es sehr, obwohl ich vor der Siegerehrung fast nervöser war wie vor dem Start. Die Freude über diesen tollen Event hält bis heute noch an und ich bin sicher, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Ob Podest oder nicht, ist mir egal. Ich will einfach Spass dabei haben und wenn wieder alles so passt, wie dieses Jahr, dann nehme ich auch wieder einen Podestplatz :-)

 

Bilder von diesem tollen Event findet Ihr wie immer in der Galerie.

Stockhornhalbmarathon und Murtenseedurchquerung

Verfasst am 23.7.2012

Im letzten Jahr kam Tabea völlig begeistert vom Stockhornhalbmarathon retour. Trotz Nebel, Regen, Kälte und rutschigen Wegen fand sie den Lauf super. Aber sie wolle ihn schon noch einmal bei gutem Wetter laufen. Und so meldeten wir uns für die diesjährige Ausgabe an.

Das Hoffen auf gutes Wetter war nutzlos und so standen wir am Samstag kurz vor 10:00 hinter der Startlinie im Regen parat. Die ersten Kilometer waren etwas wellig aber auf dem Höhenprofil noch eher flach. Schliesslich liegt das Ziel ja über 2100m.ü.m, da musste noch ordentlich was kommen. Über Asphalt-, Kies- und richtige Wanderwege führte uns der Weg ab Kilometer 7 stetig aufwärts. Tabea legte da ein recht hohes Tempo vor. Da mir dieses Terrain nicht so liegt, konnte Sie mich oft abzuschütteln.Churz vor em Ziel

Unterwegs ging die Strecke auch mehrfach abwärts, das letzte Mal sogar auf rutschigen und doch noch trickreichen Wegen. Kurz nach Kilometer 18 kam der Schlussanstieg, nochmals ein richtig steiler Wanderweg. Zum Glück konnte man im Nebel das Ziel nicht sehen, die Motivation wäre sonst wohl bald verflogen. So gingen wir Schritt für Schritt vorwärts, der Stimme mit dem Mikrofon entgegen, welche man schon lange vor dem Ziel hörte.

Da mir diese sehr steilen Anstiege besser liegen als Tabea, konnte ich auf den letzten Metern wieder zu ihr aufschliessen und wir kamen gemeinsam im Ziel an. Dort wurde einem das Finisher-Shirt, etwas zur Stärkung (wie bereits auf der Strecke - an diesem toll organisierten Lauf waren unzählige Verpflegungsposten) und das Gepäck mit trockener Kleidung gereicht. Abgetrocknet und umgezogen sassen wir kurz darauf eine Stärkung im Gipfelrestaurant (die herrliche Aussicht (min. 2 Meter) und die hohen Preise raubten uns den Atem) und waren glücklich über das erreichte. Schliesslich war Tabea über 20min schneller als vor einem Jahr und auch alle anderen an unserem Tisch waren mit ihren Leistungen zufrieden. Und wir freuten uns auf ein erholsames Wochenende: Abends grillieren, Sonntag ausschlafen und dann vorbreiten auf den Besuch, den wir zum Abendessen eingeladen hatten. Den Sportteil hatten wir ja hinter uns. So dachte ich zumindest, bis jemand am Tisch (sitze NIE mit anderen berglaufenden Multisportlern an den Tisch!!) erzählte, dass am Sonntagmorgen noch die Murtenseedurchquerung stattfinden würde. Für mich tönte das nach Anstrengung und viel Wasser – von dem hatte ich ja am Stockhorn gerade genug bekommen. Tabea war sofort Feuer und Flamme und kaum zu bremsen.

Am nächsten Morgen standen wir, kurz vor halb 10, am Murtensee, bestaunten Fachsimple vorem Schwimmstartdie Wellen, liessen uns die Schwimmstrecke erklären und bereiteten uns vor. Um halb 10 wurde erklärt, dass man erst 10 Minuten vor dem Start entscheiden könne, ob gestartet wird oder nicht. Das hänge vom Wind und den Wellen ab und ob genügend Boote zur Sicherheit anwesend seien. Im Moment seien 10 statt 25 vor Ort. Wenigstens der Speaker war toll. Er erklärte, dass diejenigen, welche mit mehr als 2 Stunden für 3km Schwimmen rechnen würden, bei dem Wetter nicht starten sollen. Und dass sich auch die guten Schwimmer, welche im Normalfall 1h bis 1h 30min für 3km bräuchten, wohl bei diesen Bedingungen auch deutlich mehr Zeit einberechnen müssten. Wow, war das ein Gefühl. In Trainings mit dem 3athlon Club bin ich immer der Langsamste. Mit meiner Schwimmzeit am Gigathlon (3,2km in etwas weniger als 1h 20min) war ich im hinteren Teil der Rangliste. Neben Tabea, die weniger als 50 Minuten für 3km braucht, komme ich mir immer brutal langsam vor. Und nun sagt da tatsächlich einer: „die guten Schwimmer, welche im Normalfall 1h bis 1h 30min für 3km bräuchten....“. Wow!!

Wir zogen nun unsere Neoprens an, gaben das Gepäck auf und erfuhren, dass der Anlass tatsächlich stattfinden würde. Knappe 5 Minuten später erfolgte auch schon der Start und wir schwammen alle unserem Ziel, dem Kirchturm am anderen Ufer des Murtensees entgegen. Die hohen Wellen und die Tatsache, dass die Strecke nur mit 3 Bojen signalisiert war, machte das Ganze etwas schwieriger. Und doch kamen wir alle (wir beide plus unser Begleiter Michael) in zufriedenstellenden Zeiten auf der anderen Seeseite an. Mit dem Kursschiff gings zurück nach Murten, wo wir uns im Gartenrestaurant mit Pommes, Apfelkuchen, Coup Dänemark und/oder einem Panaché unsere leeren Speicher auffüllten und uns auf den Rest des Sonntags freuten.

Bilder vom Wochenende gibt es in unserer Galerie .

Pässefahrt Susten-Furka-Grimsel

Verasst am 19.7.2012

 

Kurzes Intro von Dinu, bevor dann Tabea's Text startet:

 

Vor dem unten beschrieben Ausflug war Tabea recht nervös. Eine Tour mit 3 Passüberquerungen hatten wir beide noch nie absolviert. Am letzten Samstag fuhren wir zwar eine ähnlich lange Strecke, die aber etwa 1200 Höhenmetern weniger aufwies. Da kamen wir bereits recht an die Grenzen, und nun noch eine so viel längere Strecke. Würden wir die schaffen? Was tun, wenn uns am Furka die Kraft ausgeht? Würden 8 Stunden Fahrzeit reichen oder würden wir länger benötign? Mit diesen Fragen plagte sich Tabea herum und machte auch mich etwas nervös. Und nun: Viel Vergnügen bei Tabeas Text:

 

Bei schönstem Wetter konnten wir endlich unsere schon längst geplante 3

Pässefahrt durchführen. Für dieses Tour rechneten wir um die 8h

Fahrzeit, dementsprechend früh starteten wir.

 

Der Sustenpass hat uns von der Steigung her sehr entsprochen, so waren

die Steigungen selten über 10%. Auch landschaftlich war dieser Pass wunderschön. Die Abfahrt nach Wasen war genial, da die Strassen sehr übersichtlich waren und so ein hohes Tempo gefahren werden konnte. Dann kam ein eher ungemütliches Stück - die Schöllenenschlucht. Die ist immer sehr verkehrslastig und man will einfach so schnell wie möglich nach Andermatt kommen. Uns gings zu diesem Zeitpunkt noch sehr gut. Dass wir bereits einen Pass hinter uns hatten, merkte man uns kaum an. Richtung Realp wurde es mühsamer, da wir mit Gegenwind zu kämpfen hatten. Vor uns lag nun der Furkapass mit seinen vielen Serpentinen. Dies schien sehr motivierend, da man schnell an Höhe gewann. Leider gings nach den Serpentinen etwas mühsamer weiter, da es viele lange Geraden und oft auch steile Stücke darin hatte. Das Ziel Passhöhe war aber zum Glück nur noch 4km und 400Höhenmeter entfernt. Auf dem Furkapass genossen wir kurz die Aussicht.

Man sah bereits den letzten Pass, welchen wir erklimmen wollten. Viele Serpentinen führten uns nach Gletsch runter, wo dann auch gerade der Grimselpass begann. Auf uns warteten „nur“ noch 400hm und schon hatten wir das Tagesziel erreicht. Auf dem Grimsel genossen wir noch was Kühles im Restaurant, bevor wir uns dann auf die letzte lange Abfahrt begaben.

Nach ca. 5 von 20km Abfahrt fing plötzlich mein Hinterrad an zu eiern. Der Pneu hatte einen Riss und somit drückte der Schlauch raus. Da ich ein solches Problem noch nie hatte und nicht wusste, ob der Schlauch nun bald platzen würde, fuhr ich nur noch mit 30km/h hinunter. Dies ging noch 2km gut, dann gabs einen riesigen Knall und ich bremste sofort runter. Meine Radtour war somit beendet. Dinu fuhr noch ganz runter und ich kam per Autostopp auch noch nach Innertkirch.

 

Diese 3 Pässetour hat uns sehr gefallen. Wir hatten an diesem Tag beide

viel Kraft und Energie und brachten die 3600hm und 119km erstaunlich gut und schnell hinter uns. Von den zuvor geplanten 8h wurde nichts. Denn wir hatten die Tour nach 6h beendet. Auch die Gegenden waren wunderschön. Jeder Pass ist einzigartig.

Lediglich die vielen Töff- und Autofahrer waren teilweise etwas mühsam.

Fotos von dieser Tour sind wie immer in der  Galerie ersichtlich.

Wochenende im Tessin

Verfasst am 17.7.2012

Am Freitag war frühes Feierabend machen angesagt,  um direkt los zu fahren- ab in den Süden. Am Gotthard hatten wir „Glück“ (45 Minuten Wartezeit) und so konnten wir gut in Ascona in unserem Hotel einchecken bevor wir mit unseren Fahrrädern nach Locarno fuhren. Wir genossen ein leckeres Sandwich/einen leckeren Brezel und kurz darauf standen wir, ohne gross drängeln zu müssen, in der 6. Reihe am Moon and Stars, als Herbert Grönemeyer spielte. Naja, Moon and Stars ist allerdings übertrieben, passender wäre wohl „Gewitterwolken und Regentropfen“, das fast 3stündige Konzert war aber trotzdem der Hammer.

Am Samstag stand dann eine längere Rennvelotour auf dem Programm. Durchs schöne Maggiatal, durch zahlreiche, wunderschöne Tessinerdörfchen, zuerst auf eher flachen, dann auf immer wie steileren Strassen hoch zu einem Stausee (Lago del Naret auf 2310 müM), der knappe 3 km Luftlinie von Airolo entfernt liegt, aber nicht mit Airolo verbunden ist.
Die Aussicht von da oben sei wunderschön - nur lagen die Bergzüge rundum in Nebel. Wenigstens bei uns schien die Sonne ab und zu mal. Das Wetter war ein stetiger Wechsel zwischen Sonne und Wolken, aber immer trocken. Optimal für uns, denn dank dem waren die Strassen im unteren Maggaital nur wenig befahren – niemand wollte in die Maggia baden gehen.

Auf der langen Rückfahrt machten wir Halt in einem der unzähligen und wunderschönen Grottos. Es gefiel uns so gut, dass wir uns entschlossen, am Sonntag hier Abendessen zu gehen. Zuerst raAsconadelten wir aber zurück zum Hotel, um dann, frisch geduscht und bereits wieder etwas gestärkt, Ascona unsicher zu machen. Bei herrlicher Pizza und hausgemachter Lasagne (nach Salat mit Focaccia, den Damen und Herren am Nachbartisch fielen fast die Augen aus dem Kopf) planten wir den Sonntag. Nach einem Spaziergang der Front entlang, einem Schlummertrunk, einer schönen Portion hausgemachter, köstlicher Gelati ging’s dann zurück ins Hotel ins wohlverdiente Bett.

Am Sonntag fuhren wir mit dem Auto ein Stück der Maggia entlang hoch in dasselbe Tal. Wir suchten einen Parkplatz, luden die Rennräder aus und los gings in Richtung Bosco Gurin. Dies ist das höchstgelegene Tessinerdorf (1510 müM), welches das ganze Jahr bewohnt sei und eignete sich ideal als Tagesziel für uns. Wunderschöne Strassen mit Serpentinen, oft im Wald, verkehrsarm, lange Zeit einem schönen Flüsschen folgend und fast nur auf Strassen, welche auf sehr imposanten Steinmauern gebaut wurde, machen diese Auffahrt zu einem tollen Erlebnis. Das Dörfchen selber sei über 700 Jahre alt und besteht aus mehreren dieser wunderschönen Steinhäusern. 2 Hotels mit Restaurant luden zum verweilen ein, wir genossen eine kühle Erfrischung und liessen die Beine etwas hängen.

Danach ging’s rassig runter, wir verluden die Velos wieder ins Auto und suchten uns ein schönes Plätzchen an der Maggia zum Picknicken und uns im kalten Flüsschen zu erfrischen.

Auf der Fahrt nach Locarno hielten wir beim Grotto vom Vortag und genossen dort ein leckeres Abendessen.

Danach ging’s ab auf die Piazza Grande. Als „Special Gust“ spielten zuerst Sunrise Avenue, welche vor allem Dinu wieder einmal sehr gefallen haben. Und als Hauptact waren dann „Unheilig“ der letzte Höhepunkt (vor allem Tabea ist immer noch begeistert) dieses tollen Wochenendes.

Nach der Heimfahrt fielen wir, kurz nach 3:00 zurück in Ittigen, erschöpft ins Bett. Allerdings Dinu nur kurz, da er am Montag wieder zur Arbeit musste.

Das Leben kann manchmal etwas hart sein....

verfasst von Taba am 28. Juni 2012

 

Schon lange freuen wir uns auf den Gigathlon. Und morgen ist's endlich soweit - der Gigathlon ist da! Wäre da nicht dieser Muskelkater, welchen ich mir gestern Abend am Firmenlauf eingefangen habe. Aber jetzt mal von vorne.

Gestern starteten wir als Team "Insitut für Physiologie" am Firmenlauf in Bern. Natürlich wollte ich mir diesen Anlass nicht entgehen lassen, auch wenn dieser sehr ungeschickt vor dem Gigathlon gelegen war. "Nur 6.2km sind ja nichts", dachte ich mir. Man kann sich aber täuschen. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, obwohl ich das nicht so empfand. Es war sehr, sehr heiss.

Der Start verlief sehr mühsam. Viel zu viele Leute waren vor mir. Mit Stop and Go versuchte ich mich durch die Menschenmasse durchzukämpfen. Die ersten beiden Kilometer hatte ich dennoch in einem Kilometerschnitt von 4:30/4:15er Schnitt absolviert. Leider gings so nicht weiter, denn ab Km 3 machten sich meine Oberschenkel stark bemerkbar. Normalerweise habe ich diese Schmerzen nach 28km, aber nicht nach 3km. Ich überlegte mir kurz, aufzugeben, fand das aber dann doch etwas doof dem Institut gegenüber. So rannte ich weiter, wurde immer langsamer und die Schmerzen waren sehr stark. Und ich wusste schon dann, was das bedeuten würde: Muskelkater in den nächsten Tagen. Im Ziel war ich total k.o. Trotzdem hatte ich einen Kilometerdurchschnitt vom 4:42. "Immerhin" sagte ich mir.

Aber heute sieht die Welt etwas anders aus. Ich kann momentan kaum die Treppe runter laufen und hoffe trotzdem sehr fest, dass der Kater spätestens übermorgen verschwunden sein wird-auch wenn ich weiss, dass das nicht sehr realistisch ist.

Dennoch, wir hoffen das Beste und wir geben alles, damit wir diesen Anlass unfallfrei und gut überstehen werden:-)

Eine abwechslungsreiche Trainingswoche

Verfasst am 25.06.2012

Die letzte Woche war von abwechslungsrichen Trainings geprägt.

So zum Beispiel gestern: Wir hatten abgemacht für einen gemütlichen Ausflug. Tabea und ich mit den Rennvelos, Tabeas Eltern mit den Flyern. Einen Teil der Herzroute wollten wir abfahren. Wir fuhren zu zweit mit unseren Rennvelos nach Burgdorf, ab da gings zu viert weiter. Schon kurz nach dem Start gings bergauf - die Lueg sollte erklummen werden. Tabea spürte rasch, dass sie am Vortag bereits eine längere Rennvelotour inkl. Sprints und ein Schwimmtraining absolviert hatte, während Dinu pausiert hatte und darum etwas frischer war. Die beidem Flyerfahrer hatten ein rechts Tempo drauf und so kamen wir rasch ins Schwitzen. Zum Glück machten wir einige Pausen (Batteriewechsel bei den Flyern, eis go zieh, Mittagsrast) so konnten wir uns zwischendurch etwas erholen.

So kam uns die Strecke (Burgdorf - Lueg - Affoltern - Madiswil und zurück) auch nicht all zu weit vor. Zu Hause entdeckten wir aber, dass wir etwa 96 km und über 1000 Höhenmeter absolviert hatten. Dementsprechend müde waren wir dann auch am Abend :-)

Het gfägt - gerne wieder.

 

Angefangen hatte aber unsere Trainingswoche bereits am Dienstag Abend mit der Bikeausfahrt von Velovirus. 8 Männer und 1 Frau (Tabea) gingen auf eine 50km Biketour. X wunderschöne, oft auch technische Singletrails in der Region Burgdorf wurden abgefahren. In den knapp 3h Training hatten wir div. Bikeproblem: Es fing harmlos mit einer Platte an, gefolgt von einem abgerissenen Schaltkabel, welches dann angebunden wurde und am Schluss noch einen Kettenriss. Leider hatte niemand Kettenwerkzeug dabei, so blieb nichts anderes übrig, als den Biker auf dem Velo von Burgdorf nach Münchenbuchsee zu schieben.  Ziemlich müde und erschöpft kamen wir kurz nach 22.30h nach Hause.

Am Mittwoch war dann ursprünglich die 3 Pässefahrt "Susten-Furka-Grimsel" geplant. Infolge schlechten Wetters mussten wir diese tolle Tour umplanen und daraus ergab sich, dass wir mit René und Danä die RV Strecke vom Samstag des diesjährigen Gigathlon abfuhren. Wir fuhren mit dem Auto auf Olten und starteten dort mit unseren Rennern nach Welschenrohr, Scheltenpass, Passwang bis nach Sissach. Wetterglück hatten wir wahrsten Sinn des Wortes. Bis zum Fusse des Scheltenpasses wurden wir leicht verregnet, danach besserte sich das Wetter erheblich und wir konnten bei angenehmen Temperaturen (und zwischendurch sogar etwas Sonnenschein) die restliche Strecke abfahren. Die Strecke ist wirklich sehr schön zu befahren. Vor allem der erste Teil über den Scheltenpass ist sehr idylisch und kurzweilig. Der Passwang könnte bei starker Sonneneinstrahlung etwas hart werden. Auf dem Passwang dachten wir: "Jetzt haben wirs ja schon fast geschafft. Jetzt gehts nur noch runter und dann sind wir bald in Sissach". Aber das stimmte leider nicht! Wir empfanden den 2. Teil der Strecke von Beinwil bis Sissach härter als den ersten Teil über den Scheltenpass und Passwang. Immer wieder gabs eine Gegensteigung. Die steilste Steigung aber wartet am Schluss kurz vor Sissach auf. Es lohnt sich also die Kräfte gut einzuteilen, damit man auch auf dem letzten Stück noch kräftig in die Pedale treten kann.

Wir alle freuen uns enorm auf den Gigathlon 2012!!!!!

Bilder der Trainings (Gigathlonstrecke und Flyerausflug) findet ihr wie immer in unserer Galerie.

Biennathlon, oder: Die Wette

Verfasst am 18.6.2012

„Was meinsch, wievel besch Du am Biennathlon schnäuer wie eg? Über 30 Minute?“ fragte mich Tabea am Freitag Abend. Meine Antwort war klar: „Du wersch 5 Minute schnöuer si!“ „Überlegg mou realistisch, Du besch schnöuer uf de Inlines u VÖU schnäuer bim Bike u am Schluss man i eh nümme seckle. U bis eg i däm Neopren inne be, do vergeit e Ewigkeit!“ erwiderte Tabea. Wir korrigierten noch etwas und wetteten um ein Getränk. Ich sagte, Tabea sei 10 Minuten schneller, Tabea sagte, ich sei 20min schneller.

Am Samstag ging Tabea's Schwarzmalerei dann weiter, sie habe schlecht geschlafen, die Temperatur sei zu hoch, der See zu warm, sie befürchte, den Neo nicht anziehen zu können und sie sei so nervös wie noch nie vor einem Wettkampf.

Die Wechselzone hatten wir eingerichtet, etwas Letztes, Kleines gegessen und rollten dann zum Inlinestart. Tabeas Nervosität wurde dabei nicht kleiner.

Mit wenig Verspätung ging es dann los. Kurz nach dem Inlinestart wurde ich in einer Kurve rasch von der Piste gedrängt, ansonsten liefs aber auf der ersten Teilstrecke wie geschmiert. Die kurze Pause (zwischen Zieldurchfahrt und Wechselzone wurde die Zeit neutralisiert) nutzten wir zur Verpflegung, und schon gings ab in den Neo. Kurz bevor ich zum Schwimmstart rannte, war auch Tabea bereits in der Wechselzone angelangt und sprang nur kurz nach mir ins kühle Wasser. Als ich von der Schwimmstrecke zurück kam, war Tabea's Bike schon nicht mehr in der Wechselzone, sie hatte also bereits einen beträchtlichen Vorsprung auf mich.

Die attraktive aber auch sehr anspruchsvolle Bikestrecke verlangte von uns beiden alles ab.Tabea konnte aber Ihren Vorsprung um weitere anderthalb Minuten ausbauen. Da ich in der Wechselzone noch mehr Zeit verlor, war jetzt schon recht klar, dass ich die Wette gewinnen würde.

Die Laufstrecke begann schön angenehm flach, bevor sie dann, nach ein paar Kilometern, ordentlich zu steigen begann. Auch hier schien die Sonne noch sehr stark und brachte uns ins Schwitzen. Tabea holte hier noch weitere 1,5 Minuten Vorsprung heraus und war dann insgesamt 12 Minuten schneller wie ich.

Danach hatte sie noch genügend Kraft um nochmals in den See zu hüpfen, den Handstand zu üben und noch bis weit in die Nacht zu planen, was sie in den nächsten Tagen alles anstellen wird.

Im Vergleich zu früheren Jahren waren wir an diesem Biennathlon beide deutlich besser unterwegs. Das motiviert uns sehr.

Die letzte Hauptprobe vor dem Gigathlon ist nun also geglückt, es kann los gehen.

Bilder vom Biennathlon sind in der Galerie zu besichtigen.

Doppelstart

Verfasst am 12. Juni 2012

Freitagabend, los geht’s nach Biel. Der schon fast „traditionelle“ Doppelstart steht auf dem Programm. Als erstes deponieren wir unser Auto in Aarberg und fahren mit dem ÖV nach Biel.

Dort holen wir zuerst die Startnummer für das Certina-Inline-Race und danach diejenige für den Lauf über 21,1 km, welcher im Rahmen der „Bieler-Lauftage“ stattfindet.

Danach gibt’s leckere Pasta mit viel Sauce (Merci Laura), die Inlines werden montiert und wir drehen eine Aufwärmrunde.
Kurz nach 20:00 starten wir dann zu unserem Rennen über die Langdistanz. Dinu läuft es ausgezeichnet, er ist danach sehr zufrieden mit der erreichten Zeit und dem Rang. Auch Tabea ist zufrieden, konnte sie doch all ihre Ziele (nicht Letzte zu werden, nicht die ganze Distanz alleine fahren zu müssen, Spass am skaten zu haben und Sturzfrei ins Ziel zu kommen) erreichen.

Die Rangliste vom Inlinerennen findet ihr hier: http://my2.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=9718&lang=de

Nach dem Rennen wird noch überall das Rennen analysiert, darüber diskutiert und erzählt, dann heisst es aber: Umziehen und parat machen. Um 22:00 schauen wir dem Start des 100km Laufes von Biel zu. Es ist sehr eindrücklich, wie viele Leute da teilnehmen.

Nach ein paar Übungen zum warm werden, meint Dinu: „Das wird heute wohl nichts, meine Oberschenkel brennen noch vom Inlinerennen“. Tabea spürt weniger Nachwehen (Rückenschmerzen und etwas müde Beine) vom Inlinerennen, das Rennen in der Nacht macht aber auch ihr etwas Angst. „Das schaffe ich doch nie, wie habe ich das früher nur überstanden?“ hört man sie mehrfach klagen. Aber nach einem Koffein-shot plus einem Cola zero ist Tabea wieder parat. Um 22:15 fällt dann der Startschuss. Leider ist der Platz etwas knapp, denn die Startenden aus min. 4 Kategorien (Halbmarathon, Marathon, Walker, Nordic-Walker) starten gleichzeitig und bunt gemischt.

Auf den ersten Kilometern durch das Stadtzentrum von Biel zieht sich das Feld aber bereits etwas auseinander. Die Atmosphäre in der Stadt ist toll und so startet Tabea, völlig beflügelt von den Zuschauern, mit einem hohen Tempo. Nach ca. 11km erreichen wir dann einen ersten und einzigen, längeren Anstieg. Hier machen sich Dinu‘s schwere Beine bemerkbar und Tabea muss ihr hohes Tempo alleine weiterziehen. Das gelingt ihr dann auch wahnsinnig gut. Sie ist über 3 Minuten schneller als bei ihrer bisherigen Bestzeit über die Halbmarathon Distanz – und die hatte sie doch erst kürzlich in Winterthur aufgestellt.
Dinu verliert fast eine Minute pro Kilometer auf Tabea und kommt dann deutlich später und erschöpfter im Ziel an.

Nach einer kurzen Nacht (spät ins Bett, aufgrund des Adrenalins (oder des Koffeins?) fallen die Augen auch nicht gerade zu) geht’s mit Programm am Samstag weiter. Und auch in der Nacht auf Sonntag gibt’s nur wenig Schlaf, denn wir stehen um 8:45 wieder im Einsatz. Diesmal als Streckenposten am Slow-Up in Zuchwil. Nach unserem Einsatz absolvieren wir die Runde durch den „Buechibärg“ dann auch noch. Bei all den Hügeln im Buechibärg zeigt sich unser Muskelkater immer mal wieder und wir waren immr froh, wenn es eine Verschnaufpause gab.

Slow-Ups sind einfach tolle Veranstaltungen, welche wir immer wieder gerne besuchen.

Fotos gibt es in unserer Galerie zu sehen. Nun hoffen wir, dass wir uns möglichst gut von den Strapazen erholen können, damit wir am nächsten Samstag am Biennathlon auch Vollgas geben können.

Wochenende?

Verfasst am 4. Juni 2012

Eigentlich wollten wir heute nur kurz berichten, was für ein abwechslungsreiches, tolles aber auch anstrengendes Wochenende wir hinter uns haben. Doch wo beginnt das Wochenende? Beim arbeitsintensiven (obwohl frei) Mittwoch? Am Donnerstag mit dem Personalfest bis weit in die Nacht? Wohl doch eher mit dem Freitag, der uns sehr glücklich machte. Unsere Homepage ist noch nicht ganz sieben Monate alt und doch hatten wir am Freitag bereits unseren tausendsten Besucher. Vielen Dank Euch allen, dass Ihr so regelmässig vorbei schaut!

Am Freitag Abend besuchten wir noch kurz Erika (Konzert von Erika und the Bitterlins – „Künstlername“ von Patent Ochsner).

Am Samstag stand dann (bereits früh am Morgen) der Bantiger Triathlon auf dem Programm. Ein kleiner aber feiner Anlass direkt vor unserer Haustüre, an welchem gleichzeitig auch die Clubmeisterschaft des 3athlonclubs Bern durchgeführt wird.

Dass Tabea im Moment eine gute Form hat, hat sie in der letzten Zeit ja mehrfach bewiesen. Und auch am Bantiger zeigte sie dies wieder eindrücklich: Fast 5 Minuten schneller wie vor einem Jahr oder 11 Minuten schneller wie bei ihrer ersten Teilnahme im 2009. Oder auch über eine Minute schneller als ich es war – ich bin beeindruckt. 

Der Rest des Samstags war dann wirklich wohltuend: Zum Grillieren eingeladen bei meinem „Gottemeitli“ und den 3. Geburtstag feiern – das het gfägt. Und Abends noch an die Raiffeisen GV, gut essen und sich von Fabian Unteregger unterhalten lassen.
Am Sonntag gings gleich weiter. Um 7:30 musste ich auf dem Gurten sein, da ich mich als Streckenposten bei der Swiss-Bike-Trophy gemeldet hatte. Das war eindrücklich zu sehen, wie die Profis auf der Strecke unterwegs waren, wow. Und im nächsten Jahr soll auf derselben Strecke dann die Europameisterschaft ausgetragen werden.

Eindrücklich war aber auch, wie viel Geld im Bikesport noch zu fliessen scheint. Es waren weniger als 150 Teilnehmende insgesamt am Start. Dafür wurde seit mindestens am Dienstag ein riesiger Parcours aufgestellt, haufenweise Infrastruktur, Leinwände, ein riesiges Festzelt, etc. Zuschauer gabs nicht sehr viele, Festwirtschaft nur eine kleine und doch war alles richtig pompös. Ich bin ja Mal gespannt, ob das in ein paar Jahren immer noch so sein wird?

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

40'000 Besucher vom 11.11.11-31.12.16

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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