Mit dem Rennvelo durchs Graubünden ins Tessin

verfasst am 19.5.2012

Letzten Sonntag starteten ich (Tabea) und Danä (gute Kollegin) wie jedes Jahr auf eine RV-Tour durch die Schweiz. Dieses Jahr hatten wir endlich einmal Glück mit dem Wetter. Denn die letzten Jahren durften wir meistens bei Regen fahren.

Da wir am Vortag am GP starteten und nicht so fit waren, entschieden wir uns, den Zug nach Landquart zu nehmen und von dort zu starten. Ausserdem langweilte uns die Strecke "Bern-Zürich" ziemlich an.

Geplant war, dass wir die ersten 2 Nächten irgendwo in einem Hotel übernachteten. Wir hatten einen kleinen Rucksack dabei mit dem Minimum darin. Weiteres Gepäck liesen wir uns nach Lugano schicken, welches unser Reiseziel war.

Unsere ersten beiden Etappen waren noch ziemlich easy:

1. Tag: Landquart-Savognin ca. 80km und 1500hm

2. Tag: Savognin-Julierpass-Malojapass-Chiavenna ca. 85km 1600hm

Der 3. Tag kennzeichnete sich durch viele Höhenmeter und wunderschöne Gegenden. So fuhren wir an diesem Tag von Chiavenna über den Splügenpass. Dies waren bereits 1800hm auf 30km-es ging also nur einmal rauf. Dafür hatte dieser Pass x Kurven. War echt Hammer zum fahren. Die Grenze Italien/Schweiz befand sich auf dem Pass. Die Abfahrt war auch traumhaft, wunderschöne Serpentinen fanden wir vor. Nun ist klar, dass ich diesen Pass unbedingt einmal von Norden her befahren muss. Von Splügen nach Hinterrhein zog es sich recht hin. Wir waren auch nicht mehr so fit. Nach ca. 12km kamen die nächsten schönen Serpentinen, welche uns auf den San Bernardinopass brachten. Dies waren zum Glück nur noch ca. 700hm bis zum Pass. Oben angekommen war es bitter kalt. Die Sonne schien leider nicht mehr. Dies war der Grund, dass unser Fotohalt nur kurz ausfiel und wir uns schnell auf die Abfahrt nach Bellinzona machten. Eine Abfahrt von 54km!!!!!! In Bellinzona nahmen wir dann den Zug nach Lugano.

Nach ca. 8h Unterwegssein (inkl. Fotohalt, etc.), 2700hm und 120km kamen wir total erschöpft aber Happy in Lugano an.

Am 4. Tag war joggen angesagt und den Rest des Tages genossen wir in der schönen Stadt Lugano.

5. Tag: Fahrt nach Ponte-Tresa nach Varese, Como, Chiasso, Mendriso-Lugano. ca. 90km und 1000hm. Dies war mit Abstand die schlechteste Tour. Denn es war Auffahrt und ganz Italien hatte frei und war mit dem Auto unterwegs. Somit war das Fahren extrem mühsam und gefährlich. Wir kamen zimlich genervt wieder in der CH an. Highlight des Tages war dann noch den Sprung ins Kühle nass. 17 Grad hatte der See-sehr erfrischend. 

Und dann gings leider schon wieder nach Hause-mit dem Zug wohlverstanden. Natürlich haben wir die Pläne für unsere nächste Tour schon geschmiedet. Diese wird uns über den Wolfgangpass nach Davos führen, dann über den Flüelapass, Ofenpass ins Tirol. Weiter werden wir dann sehen. Die Bilder von unserer Velotour findet Ihr wie immer in unserer Galerie.

Jetz spinne mer total - oder Schwimmtraining, GP Bern, lange Inlinetouren und Velotouren an einem Wochenende

 

verfasst am 14.5.2012

Das letzte Wochenende wies ein dicht gedrängtes Programm auf. Am Samstag waren wir von 12:00 bis 13:00 im Schwimmtraining des Triathlonclubs, danach gings los zum GP, wo wir den Start von Chrigu (Tabeas Bruder), kurz darauf von Heiner (Tabeas Vater) und Andrea (die Freundin von Chrigu, dem Bruder von...) sehen wollten. Danach so schnell wie möglich zum Zieleinlauf um die drei (und viele weitere) beim Schlussspurt des Altstadt GPs anzufeuern, dann gratulieren, ab zum Auto, umziehen, Fototermin von Tabea (Ihr Arbeitsgeber unterstütz die Mitarbeiter mit einem T-Shirt und einem Gratisstartplatz) und Dinu (die Privatklinik Wyss übernimmt das Startgeld), ab auf die Toilette, nochmals zum Auto und dann ab zum Start.Churz vorem Start vom Chrigu

Dass unsere Form stimmt hatten wir ja am Sonntag zuvor in Winterthur herausgefunden. Aber ob wir die Zeit vom letzten GP unterbieten könnten, waren wir doch nicht sicher. Und ob das Schwimmtraining zuvor förderlich war, konnten wir ja auch noch nicht beurteilen.

Auf der Strecke fühlten wir uns wohl. Die Temperaturen waren angenehm kühl und auch der Regen war nicht so schlimm wie befürchtet. Rasch merkten wir, dass wir schneller unterwegs waren wie im Jahr zuvor.

Doch dass wir die Zeit um 5 Minuten verbessern würden, hatten wir nicht erhofft! Wir waren beide überglücklich, hatten aber kurz nach dem Zieleinlauf SEHR kalt und flohen an die Wärme.
Beim anschließenden Risottoessen mit der Laufgruppe (danke Chrigu fürs leckere Kochen) liessen wir den Tag ausklingen.

Am Sonntag gings gleich weiter: Dinu besichtigte mit dem Inlineclub Mittelland die 50km lange Inline-Gigathlonstrecke zwischen Olten und Altreu. Bei prächtigem Sonnenschein und Rückenwind wars ein Genuss. Danach bei Gegenwind zurück nach Solothurn war dann deutlich anstrengender. Tabea startete mit Dane zu ihren Rennveloferien. Die beiden wollen diverse Pässe im Bündnerland, in Italien und im Tessin überqueren und kommen am Freitag zurück, gerade rechtzeitig zum Inlinerennen vom 19.5. in Niederbipp.

 

Winterthurer Halbmarathon vom 6.5.2012

Verfasst am 7.5.2012

Am Start des Winterthurer Halbmarathons vom letzten Sonntag war alles irgendwie anders:

Da war Danä, die den Lauf ausgewählt hatte, die an dem Tag den 30. Geburtstag feierte! Da war der Muskelkater, da wir am Donnerstag seit langem wieder im Sypoba-Training waren und eigentlich nicht erwartet hatten, dass der Kater am Sonntag noch nicht abgeklungen sein wird. Und da war die Ungewissheit, wie fit sind wir eigentlich? Haben sich die langen Verletzungspausen von Tabea stark ausgewirkt? Zieliilouf

Und vor allem war da das Ziel, wieder einmal einen Halbmarathon zusammen zu laufen und meine Aufgabe, Tabea zu bremsen. Denn bei den letzten Veranstaltungen war Tabea auf den ersten paar Kilometern immer schneller als ich (sie lief die ersten Kilometer jeweils in ca. 4min 30sek pro Kilometer), kam aber immer deutlich später im Ziel an als ich, da ihr immer irgendwo die Luft ausging.

Das Unterfangen startete schon recht schwierig, denn bereits auf den ersten Metern schlug Tabea ein viel zu hohes Tempo an. Ich musste sie dauernd bremsen, zweimal lief sie mir sogar kurz davon.

Nach dem ersten Kilometer, den wir nach 5 Minuten und 25 Sekunden passiert hatte, meinte Tabea, dass das ja recht locker gewesen sei.

So gings auf den ersten Kilometern stets weiter: Tabea versuchte das Tempo zu erhöhen, ich bremste sie und so erreichten wir ein recht konstantes Tempo.

Die Strecke führt wunderschön der Töss entlang. Das Wetter war perfekt (kein Regen aber bewölkt und dadurch war die Temperatur sehr angenehm) und das Läuferfeld verteilte sich immer wie besser.

Ab Kilometer 12 gelang es mir nicht mehr so gut, Tabea zu bremsen und so wurden unsere Kilometerzeiten nun ca 15 Sekunden schneller. Aber zum Glück waren keine mehr unter 5 Minuten dabei.

Ab Kilometer 16 begannen sich bei Tabea die Beine wieder stärker zu melden (vom Muskelkater her) und ich hatte Mühe mit den Armen – das 1,5stündige Schwimmtraining vom Vortag mit dem Triathlonclub machte sich bemerkbar.

Bald darauf kamen 2 kurze aber etwas steilere Anstiege, welche Tabea zu schaffen machten. Da war sie stark an ihrer Grenze und sehr reizbar. Glücklicherweise gings ab Kilometer 18 dann wieder bergab, wo wir unser Tempo gut erhöhen konnten.
700m vor dem Ziel begann ich, das Tempo zu erhöhen und merkte, dass Tabea nicht folgen konnte. Aber ich weiss ja, dass sie das derart ärgern wird, dass sie auf den letzen 200 Metern noch einen gewaltigen Spurt hinlegen wird, um mich einzuholen. Was dann auch tatsächlich geschah.

Nach einer Stunde, 50 Minuten und 52 Sekunden waren wir dann im Ziel. Und was war Tabeas erste Reaktion? Vor dem Start hatte sie noch gesagt: Ich befürchte, dass ich die Strecke nicht unter 2 Stunden bewältigen kann. Und nun sagte sie: Sch..... dass es nicht für eine Zeit unter 1h 50min gereicht hat. Dass sie aber ihre bisherige Halbmarathonbestzeit um 2 Minuten verbessert hat, freute sie dann später doch noch.

Wir warteten auf das Geburtstagskind, duschten, die Mädels besuchten die Massage, wir reisten nach Zürich, wo wir mit Töbu abgemacht hatten, um den Tag in Zürich ausklingen zu lassen und mit einer „Schlacht am Buffet“ (Essen à Discrétion im Restaurant Hiltl) Dane's 30. so richtig zu feiern.

Fotos gibts in der Galerie.

Vom Tüfusschluchtlouf bis zum Slowup in Murten

Verfasst am 30.4.12

Eigentlich wollten wir von diesem Wochenende keinen Bericht online stellen. Wir fanden, es muss ja nicht wöchentlich etwas Neues auf die Homepage, sonst kommt man ja kaum nach mit lesen nach.
Nun haben uns aber unsere „Slow-Up-Begleiter“ dazu motiviert (tönt doch schön), doch was zu veröffentlichen und ein paar Bilder in die Galerie zu laden.

Aber schön von vorne:

 

Am Freitagabend fuhren wir nach dem Feierabend nach Hägendorf an den Tüfelschlucht-Berglauf. Da wir ja im Herbst am Jungfraumarathon starten wollen, müssen wir ein paar Bergläufe als Tests absolvieren.
Bei besten Voraussetzungen (angenehme Temperaturen) starteten wir zum ersten Mal an diesem wirklich perfekt organisierten Anlass.

Tabea, die sehr gerne bergauf rennt, war dann auch schneller oben im Ziel als ich. Und dies ohne körperlichen Beschwerden, was für ein toller Erfolg.

Am Samstag war dann ein etwas mühsamer Tag. Die Sonne bescherte uns herrliche Temperaturen und wir besuchten das Schwimmtraining im Hallenbad L Was sein muss, muss sein. Tabea stieg danach aber noch aufs Rennvelo, um die Sonne noch zu geniessen.

Für den Sonntag war dann aber schlechteres Wetter angesagt. Trotzdem besammelten wir uns mit einigen Kollegen und Verwandten, um am Slow-Up um den Murtensee teilzunehmen. Wie immer in den letzten Jahren (seit wohl 6 Jahren?) blieb aber Petrus gnädig. So konnten wir diesen herrlichen Event bei Sonnenschein geniessen. Auf abgesperrten Strassen skaten, plaudern, die Sonne geniessen, lecker essen (Stichwort: Gateau du Vully) und danach bei einem Apéro bei uns zu Hause den schönen Tag ausklingen lassen – Frühling fägt!

Trainingscamp Cambrils

Verfasst am 24.April 2012

Nach unserer verkorksten Wintersaison (dem Ermüdungsbruch und dem Unfall von Tabea, den Trainingspausen und dem Trainingslager mit dem Triathlonclub, welches Tabea absagen musste) wars nun endlich soweit: Am Freitag Abend (Freitag der 13.) stiegen wir in unseren Reisecar in Richtung Cambrils. Dort wurden wir von Sonnenschein und den Organisatoren bereits erwartet.
Am Samstag erkundeten wir joggend die Umgebung unseres Hotels, einer Tabea in Actionwunderschönen Strandpromenade entlang. Von Sonntag an gings Schlag auf Schlag: Meist wurde bereits um 7:00 ein erstes Training angeboten (Footing, Schwimmen, Inline-Trockenübungen), nach dem Frühstück gings dann aufs Bike (bei Tabea auch 2x aufs Rennvelo) und wir erkundeten in geführten Trainings die schöne Umgebung im Hinterland. Morgens waren die Temperaturen meistens ehr kühl, im Verlauf des Tages stiegen sie aber jeweils auf über 20 Grad an. Der kühle, recht starke Wind war etwas mühsam, aber auch daran gewöhnt mDinu im Neoan sich.
Unsere Biketouren waren jeweils so gegen 15:00 zu Ende, danach gabs Anschlussprogramm: Intensive Schwimmtrainings, Inline-Techniktrainings oder auch Koppelläufe. Zwei kurze Abstecher ins Meer (14 Grad Wassertemperaur), natürlich ohne Neopren, durften auch nicht fehlen.
Im Camp herrschte eine tolle Stimmung. Wir lernten viele neue Gesichter kennen und hörten diverse News.

Wir konnten in unserem Gigathlon-Trainingscamp sehr viel lernen. Wir konnten auch feststellen, dass wir, trotz all den Hindernissen, besser „zwäg“ sind, als wir angenommen hatten. Nun trainieren wir fleissig weiter, denn sooo weit weg ist der Gigathlon auch nicht mehr.......

Fotos findet Ihr wie immer in unserer Galerie.

Ok Rollserie

Verfasst am 12. April 2012

Ende 2011 erhielt ich einen Anruf von Manuela. Für die Rollserie in Niederbipp würden noch Mitglieder gesucht, welche im OK mithelfen würden.

Da ich das 10jährige Jubiläum organisiert hatte, wollte ich mich eigentlich etwas zurücknehmen. Manuela motivierte mich aber und sagte mir, dass es keine all zu grosse Aufgabe werden würde. Ich könne den Posten als Rennchef übernehmen. Da viele Aufgaben von der Swiss-Skate-Tour (SST) übernommen würden (Anmeldung, Organisation und Koordination der Schiedsrichter, Zeitmessung etc.), sei mein Posten sehr entlastet. Ich müsse sicher nicht an allen OK-Sitzungen dabei sein, meine Aufgabe bestünde „nur“ aus der Koordination zwischen SST und unserem Vorstand.
Nach einem Tag Bedenkfrist hatte ich noch ein paar Fragen, die wir telefonisch klärten: Ich wollte wissen, ob ich denn am Bikerennen am Sonntag nach der Rollserie starten könne (das sei kein Problem). Zudem stellte ich klar, dass ich meinen Posten nur ein Jahr lang besetzen würde, da ich im 2013 am 7tägigen Gigathlon teilnehmen wolle und möglichst wenig andere Projekte verfolgen wolle.

Dies sei auch kein Problem und so sagte ich zu.

Kurz darauf fand die erste OK-Sitzung statt. Bei gutem Apéro und Russenzopf bei Nelly zu Hause wurde ich aufdatiert und merkte: Das gesamte OK um Manfred Schär wirkt sehr motiviert, tatkräftig und will einiges erreichen. Das spornt an und macht Spass.
Zugleich merkte ich schon bei der ersten Sitzung: Eine ruhige Kugel schieben kann ich nicht. Hier wartet einiges an Arbeit auf mich.
Mitlerweilen war ich an 5 OK-Sitzungen (nun immer bei der Familie Gyr, wo man kulinarisch herrlich verwöhnt wird), habe 4 Mal die Strecke besichtigen, hatte 4 weitere Treffen ausserhalb des OK's (Besprechung mit Schiedsrichter Andi Friedli, mit dem Streckenchef und dem Verantwortlichen für den Verkehr), diverse Telefonate und eine Besichtigung des „Festgeländes“. Zusätzlich hunderte Mails bearbeitet, habe Pläne erstellt, Berichte gegengelesen und habe auch immer ein Auge nach möglichen Sponsoren offen.

Als Teilnehmer warte ich oft ab, ob das Wetter mitspielt oder nicht und melde mich oft sehr kurzfristig an. Nun, wo ich im OK bin, merke ich, wie wichtig eine frühzeitige Anmeldung ist. Einiges hängt von den Teilnehmern ab: Wie gross soll das Festzelt sein? Wie sieht es mit der Getränke- und der Essensbestellung aus? Und wie sieht es mit dem Budget aus? Das alles hängt von der Teilnehmerzahl ab, und wie früher sich die Teilnehmer anmelden, umso besser lässt sich das alles kalkulieren. Gehen wir ein Risiko ein, wenn wir für die Gewinner grosse Preise organisieren? Müssen wir das Startgeld höher haben, weniger Getränke kaufen etc. Darum: Bitte meldet Euch doch für den 19.5. an. Das Wetter macht sicher mit. Hier gehts zur Anmeldung!
Ich habe mitlerweilen auch meine Einstellung geändert. Es macht Spass, etwas auf die Beine zu stellen, in der Inlineszene etwas zu verändern. Wir sind ein tolles OK, das einiges bewegt und in dem alle mitanpacken. So macht das Arbeiten Spass und so gehe ich gerne an all die Sitzungen. Dass ich das Bikerennen am Sonntag nach dem Inlinerennen abgesagt habe, ist ja wohl klar. Und mitlerweilen rede ich schon davon, was ich nächstes Jahr alles anders oder besser machen werde....
Weitere Fotos gibts in der Galerie.

Trainingsweekend im Tessin

Verfasst am 4. April 2012

Ein Gutschein für 2 Übernachtungen im Tessin inklusive einem 5-Gang-Menu, einem Eintritt im Lido Locarno und einer Wellnessbehandlung – das nutzten wir natürlich als kleines „Trainingslager“.
Nach der Anreise und dem 5-Gänger am Freitag ging‘s am Samstag los mit einer Abfahrt, da unser Hotel ca. 300m oberhalb von Locarno lag. Hier war zu merken, dass Tabea noch sehr zurückhaltend fährt – Ihr Sturz Ende Februar hat sie etwas vorsichtiger werden lassen. Bald darauf stieg die Strasse aber gleichmässig an. Wir wollten durchs wunderschöne Centovalli nach Domodossola fahren, dabei lagen doch ein paar Höhenmeter vor uns. Bis Domodossola liefs rund, danach mussten wir etwas beissen. Zu schaffen machten uns der Gegenwind, die langen, monotonen Geraden, unsere Ortsunkundigkeit (wir mussten mehrfach nach dem Weg zum Lago Maggiore fragen) und unser Begleiter. Wir hatten einen älteren Herrn (siehe auf dem Bild rechts)nach dem Weg gefragt. Er bot sich an, uns zu begleiten und den Weg zu zeigen, wir müssten einfach etwas Rücksicht nehmen. So übernahm Dinu die Führungsarbeit und gab ein gemächliches Tempo vor. Irgendwann übernahm unser Begleiter die Führung – Fertig lustig. Der nette Mann legte ein Tempo vor, das uns an unsere Grenzen brachte. Besonders wenn die Strasse etwas anstieg, war von Tabea nur noch ein leises Ächzen zu hören. Wir waren froh, als der Herr dann irgendwann abbog und wir „nur“ noch dem See entlang nach Locarno fahren mussten. Auch das waren nochmals etliche Kilometer. Der Schlussanstieg zum Hotel hatte es dann auch noch in sich, bevor wir uns auf unserem Balkon die Beine hochlagern und die Sonne geniessen konnten. 140 km und über 1200 Höhenmeter – die erste „längere“ Tour in diesem Jahr, ein tolles Gefühl.
Am Sonntag radelten wir noch auf einen der Hausberge (den Monte Bre) und absolvierten nochmals einige Höhenmeter. Anschliessend besuchten wir das Lido in Locarno und genossen das Sprudelbad. In den See durften wir leider nicht, der Bademeister blieb streng. Eine Woche vorher waren wir ja bereits kurz in Bern in der Aare, hier blieb uns der kühle Badespass aber verwehrt.
Danach ging wieder ab in Richtung Norden, mit der Gewissheit: Doch doch, die Grundkondition ist vorhanden.

 

Auf dem Weg der Besserung

Verfasst am 24. März 2012

Es geht vorwärts.In der Woche nach dem Unfall durfte Tabea nur "spazieren" - wir machten Spaziergänge auf den Bantiger, den Weissenstein,... 

Eine Woche nach dem Unfall durfte Tabea wieder beginnen, leicht zu Steit jo im Hingergrund, wo das esch.joggen - immer mit der montierten Schiene. Mitlerweilen rennt sie schon wieder auf diverse Hügel, in der Galerie findet hr Fotos aus der Region Oensingen und vom Chasseral.  

Auch Spinning, ohne sich abzustützen, war ab der 2. Woche erlaubt. Bald darauf durfte sie auch auf die Inlines - vorsichtig und gut geschützt. 

Am letzten Wochenende war sie dann das erste Mal wieder auf dem Rennvelo. Auch da nur mit der montierten Schiene und der nötigen Vorsicht.

In der aktuellen Woche hat sie einen Kontrolltermin in Münsingen. Da wird sie erfahren, wie weit das Handgelenk zusammengewachsen ist und wieder belastet werden darf. Wahrscheinlich kann sie danach wieder mit dem Schwimmtraining beginnen. Und sie wird erfahren, ob sie im Trainingslager kurz nach Ostern biken darf oder aufs Rennvelo wechseln muss. 

Der 29.2.2012 - ein denkwürdiges Datum

Verfasst am 5.3.2012

Der 29.2. – ein seltenes Datum. Und in diesem Jahr für Tabea ein unglückliches Datum. Aber alles schön der Reihe nach.
Herrlicher Sonnenschein, für im Februar sehr warme Temperaturen und ein paar Stunden Zeit. Also los aufs Rennvelo, eine ca. 2stündige Tour war geplant am 29.2., irgendwo in der Region Grosshöchstetten. Wir kommen flott vorwärts, auch wenn die Strecke ansteigt treten wir kräftig in die Pedale. Eingangs Grosshöchstetten beschliessen wir, rechts ab zu biegen und fahren in Richtung Schlosswil. Da es abwärts geht sind die Temperaturen etwas kälter – ich fahre etwas voraus, halte an und ziehe meine Handschuhe wieder an. Tabea erledigt das direkt auf dem Velo und fährt dann etwa 4-5 Meter vor mir durch das Dorf, vor ihr fährt ein Lieferwagen. Sie fährt um eine Kurve und rückt an Ihren Handschuhen noch etwas zurecht. Dass der Lieferwagen vor einem Engpass anhalten muss, weil ein Traktor entgegen kommt, sieht sie nicht, da die Bremslichter im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne nicht zu sehen sind.
Ich komme ein paar Sekunden nach ihr um die Kurve und kann nur noch zuschauen, wie sie mit etwa 25 km/h in den stehenden Lieferwagen knallt. Sofort bin ich bei Ihr, sie sagt zuerst nichts, versucht aber, aufzustehen. Auch der Bauer und der Lieferwagenfahrer sind sofort bei ihr. Sie steht auf, etwas benommen und sagt, dass es ihr eigentlich gut gehe, sie spüre etwas Schmerzen am Arm aber nichts Schlimmes.
Wir räumen die Unfallstelle und begleiten Tabea an ein sonniges Plätzchen. Ihre Schmerzen nehmen zu, das Handgelenk schwillt an. Sie will aber nach Hause fahren (mit dem Rennvelo!) und versucht telefonisch einen Termin bei Ihrem Arzt zu vereinbaren. Der nimmt nicht ab, seine Vertretung meint: Nach einem Velounfall: Ab ins Spital! Ein Spitalauto kommt für Tabea aber nicht in Frage, der Bauer bietet aber an, uns nach Münsingen ins Spital zu fahren, die Fahrräder lädt er dazu in einem Anhänger ein.
Um ca. 11:30 sind wir im Spital Münsingen und melden uns auf dem Notfall. Tabea wird in einen Raum gebracht, erhält ein Schmerzmedi und die Ärztin wird informiert. Ich suche in der Zwischenzeit ein Plätzchen für unsere Rennvelos, gebe am Empfang Tabeas Daten durch und informiere Tabeas Eltern per Telefon.
Es dauert eine ganze Weile, bis wir wissen, wies weitergeht: Man vermutet einen Bruch des Handgelenks, wir warten auf das Röntgen. Nach einer langen Zeit wird Tabea abgeholt, bald darauf ist sie wieder zurück. Nun warten wir wieder, dieses Mal auf die Resultate des Röntgens. Dieses bringt und auch nicht viel weiter, das Handgelenk sei sicher gebrochen. Ob es aber „nur“ gegipst oder sogar operiert werden muss ist unklar. Dazu soll ein CT (Computertomographie) gemacht werden, dies ergebe ein deutlicheres Bild. Nun warten wir wieder eine Weile bis auch dies erledigt werden kann. Gegen 15:00 ist klar: Das Handgelenk muss operiert werden. Dazu gibt es verschiedene Szenarios: Variante 1: Sie bekommt eine Schiene, wird nach ca. einer Woche operiert und kann dann am selben Tag wieder nach Hause. V2: Sie wird am selben Tag noch operiert und kann das Spital noch vor Mitternacht verlassen. V3: Sie kann das Spital nicht vor Mitternacht verlassen – dann muss sie aus unverständlichen Gründen (DRG) 2 Nächte im Spital bleiben. Da Tabea nicht noch eine Woche warten will und man ihr Hoffnung macht, dass sie noch am gleichen Tag nach Hause kann, entscheidet sie sich für die Operation am Unfalltag. Sie Im Spitalkäme am Schluss des Operationstages an die Reihe – ca. 19:00.
Weiteres Warten beginnt, während dieser Zeit erhält Tabea eine provisorische Schiene, ein Bett in einem Zweierzimmer, Besuch vom Operateur und nach einem Fehlversuch eines Pflegers (statt der Vene wurde die Arterie getroffen, ihr könnt euch das Blutbad sicher vorstellen) dann auch eine Infusion (schliesslich durfte sie seit 15:00 nichts mehr trinken, gegessen hatte sie um 10:00 zum letzten Mal). Oft warten wir einfach, Informationen erhalten wir nur spärlich. Irgendwann erfahren wir, dass eine notfallmässige Bauchoperation durchgeführt worden sei und sich darum Tabeas Termin verschiebe. Mitlerweilen ist bereits 21:00, wir warten immer noch. So gegen 21:30 wird Tabea dann endlich abgeholt, eine Stunde später ist sie zurück. Völlig aufgedreht erzählt sie, dass die Operation gut verlaufen sei und dass man das Handgelenk mit nur einer Schraube habe fixieren können. Nun trägt sie eine Schiene.
Es ist aber klar, dass sie von Mittwoch bis Freitag im Spital bleiben muss. Bis am Mittwoch (also eine Woche) darf sie keinen Sport treiben, danach darf sie langsam beginnen, aber nur Sportarten ohne Belastung des Handgelenks (kein Velo/Bike oder Schwimmen) und nur mit der Schiene. Nach 4-6 Wochen kann sie das Handgelenk wieder voll belasten. Das Trainingslager in Giverola muss sie somit absagen, bis zum gemeinsamen Lager in Cambrills ist sie aber wieder fit.
Dass Tabea sich im Spital nicht still halten konnte, ist ja wohl klar. Sie war dauernd unterwegs und erkundete ganz Münsingen. Kaum war sie am Freitag entlassen, spazierte sie am Samstag bereits auf den Bantiger und am Sonntag von Oberdorf auf den Weissenstein.

Schlitteltour "Faulhorn"

Verfasst am 28.2.2012 scho fasch gschafft

 

Bei strahlendem Sonnenschein auf der Aussichtsplattform des Faulhorns liegen, die wunderbare Fernsicht und das tolle Panorama geniessen, stolz sein, den Anstieg mit unseren Schlitten bewältigt zu haben und das hart erarbeitete Mittagessen geniessen. Das war der Plan für unsere Tour vom Sonntag 26.2. Die Wetterfrösche hatten gemeldet: Der Sonntag wird deutlich schöner wie der Samstag – und der war ja schon ganz in Ordnung. Der Moderator im Radio berichtete von stahlblauem Himmel beim Riesenslalom in Crans Montana, nur der Blick nach draussen war ernüchternd: Grau und kalt sahs aus. Wir machten uns dennoch auf den Weg: Ab Thun regnete es, in Grindelwald fiel sogar Schnee. Dafür mussten wir für die Gondelbahn überhaupt nicht anstehen – auch ein Vorteil.

Der anderthalbstündige Aufstieg von der First zum Faulhorn war abwechslungsreich: Mal sahen wir in der Nähe ca. 15 Gämsen (siehe Foto in der Galerie), mal überholten wir ganze Wandertruppen mit Schlitten, mal war Schneefall, zwischendurch riss der Himmel auf und die Sonne zeigte sich aber immer war vor uns Nebel zu sehen. Das machte den Anstieg psychologisch einfacher: Man sah nie, wie weit weg das Ziel noch war. Und so stapften wir durch den pulvrigen Schnee dem unsichtbaren Ziel entgegen.

Wir hatten unseren Gigathlon-Betreuer Guggi mitgenommen und wollten seine Ausdauer testen. Schliesslich brauchen wir ja fitte Supporter. Aber der Plan, dass er alle drei Schlitten nach oben ziehen wurde, konnten wir leider nicht in die Tat umsetzen.

Der Anstieg war aber trotz der ganzen Abwechslung hart. Am Beginn der Abfahrt zur Busalp war klar: Den Abstecher zur Aussichtsplattform lassen wir sein, wir geniessen hier unser Mittagessen. Danach gings auf die Talfahrt. Zu Beginn schien der Schnee pulvrig und weich, das Tempo war noch nicht so hoch. Doch nach ein paar Kurven war der Boden eisig und schnell, wir genossen den rasanten Schlittelspass.

Im Restaurant der Busalp machten wir eine längere Pause, um unsere verschwitzten Kleider etwas trocknen zu lassen.

Danach gings ein erstes Stück noch rassig weiter, doch nach ein paar Kurven wurde der tolle Spass etwas getrübt. Das Wetter war zu warm, die Unterlage war matschig, sulzig und zum Teil flossen kleine Bächlein dem Tal entgegen. Man konnte zwar schon noch etwas schlitteln, es war aber viel langsamer und man wurde ordentlich nass.

Auf dem letzten Stück war nochmals Bein- und Armarbeit gefordert, wir musste die Schlitten ins Tal tragen.

Alles in allem wars aber ein wundervoller und erlebnisreicher Ausflug, den wir gerne wiederholen werden. Auch wenn sich unsere Muskulatur am Tag darauf etwas gerädert anfühlte.

 

Langlaufweekend mit HotWheels

Verfasst am 13.2.

 

Nach der Gurtenclassic im Herbst 2011 plauderten wir noch eine Weile mit Brigitte Padrock. Sie erzählte, dass Sie für die HotWheels (einem Inlineverein aus Biel) ein Langlaufwochenende in Kandersteg organisieren würde. Da wir ab und zu mit den HotWheels trainieren, werde Brigitte uns auch zu dem Anlass einladen – was uns natürlich sehr freute. So sagten wir sofort zu, als die Anmeldung in die Mailbox „flatterte“.

Nach viel Organisation von Brigittes Seite her, trafen wir alle am Samstag 11.2. um 10:00 in Kandersteg ein. Mit eigenen oder gemieteten Skis gings bald auf die Loipe. Unser Langlauflehrer Stefan Ogi war der perfekte Lehrer für uns. Da er selber ein aktiver Inliner und Gigathlet ist, wusste er genau, worauf wir Inliner besonders achten müssen. Bereits auf dem Weg zum Übungsplatz wurde sofort klar, dass Jonas und Monika zwei routinierte Langlaufcracks sind. Stefan hatte die Gruppe aber im Griff, so dass die völligen Langlaufneulinge wie auch die Cracks vom Kurs profitieren konnten.

Nach Übungen zum Aufwärmen, fürs Gleichgewicht, zum Gleiten und zum Abstossen durften wir dann auch die Stöcke zu Hilfe nehmen.

Die Temperaturen waren eisig, zum Glück war aber kein starker Wind zu spüren. Trotzdem freuten wir uns alle, als gegen 11:30 endlich die ersten Sonnenstrahlen sichtbar wurden. Bei einigen Übungen kamen wir zwar schon ins Schwitzen, da es aber auch immer wieder einiges zu Erklären gab, kühlten wir uns immer wieder ab.

Zwischendurch rauschte es kurz. Das war immer das Zeichen, dass Reto Moser auf seinen Rennskis bei uns durch raste.

Gegen 12:00 stürmten wir das Restaurant. Hier tauchte dann auch die Familie Fankhauser auf, welche direkt aus der Lenk noch zu uns stiessen.

Gestärkt durch eine leckere Gemüsesuppe und einem schönen Teller Teigwaren gings am Nachmittag so richtig los. Weg vom Übungsplatz ab auf eine grosse Tour. Immer wieder mit Stops und Theorie-Inputs, die wir direkt im Gelände anwenden konnten. Zusätzlich drehten wir eine Runde im Funpark.

Spätestens nach dem steilen Anstieg zur „Schanze“ und der darauf folgenden Abfahrt waren alle zufrieden aber völlig erschöpft. Alle? Nein, Brigitte kam so langsam in Fahrt und war am Schluss kaum mehr zu bremsen.

Nach den Strapazen hatten wir einen Stärkungstrunk verdient, bevor wir dann in unserem „Hotel“ die Zimmer beziehen konnten.

Das Abendessen genossen wir in der Pizzeria, die wir bereits vom Mittag kannten. Es wurde fleissig geplaudert, diskutiert und gefachsimpelt. Den Tag liess der grösste Teil der 11köpfigen Gruppe noch an der Bar ausklingen. Als seriöse Sportler waren wir aber alle weit vor Mitternacht im Bett.

Der Sonntag wurde individuell gestaltet. Die einen zogs nach Adelboden auf die Alpinskis. Die meisten aber wandten das Gelernte vom Vortag nochmals in der Praxis an und machten die Loipen unsicher. Auch hier zeigte sich Brigitte wieder unermüdlich: Während alle Anderen gemütlich in einer Beiz sassen, drehte sie noch extra Runden. Schliesslich will sie im Sommer fit für den Gigathlon sein.

Uns hat das Wochenende sehr gefallen. Langlauf wäre sicher ein optimales Wintertraining – die müden Muskeln heute Morgen sind ein deutliches Zeichen. Wenns es doch nur nicht so kalt und die Technik nicht so kompliziert wäreJ

Intensiv gearbeitet wurde nicht nur an Technik, Kraft und Ausdauer sondern auch wir beide wurden intensiv bearbeitet. Und wer weiss, vielleicht werden wir ja tatsächlich auch noch Mitglieder bei den HotWheels?

 

Winter-Biketour

Verfasst am 9.2.12

 

Eisige Temperaturen? Die kältesten Nächte seit Neunzehnhundertsowieso? Leichter Schneefall am Morgen? Das alles lässt uns „kalt“! 

So stiegen Tabea und ich an unserem freien Mittwoch gegen Mittag auf unsere Bikes. Dick eingepackt, mit Mütze, Halstuch, mehreren Lagen Kleidern und Regenhosen als Windstopper gings los, ab in den verschneiten Wald.   

Zuerst mal den Berg hoch – kein Problem in Ittigen. So bekommt man schnell mal warm. Das Hinauffahren entpuppt sich als wahre Herausforderung – die Hinterräder finden wenig Halt und drehen schnell mal durch.

Oben angekommen, scheint auch die Sonne und „wärmt“ uns etwas auf. Bei Temperaturen um –10Grad sind wir froh über jeden Sonnenstrahl.

Wir hoffen, einen bekannten Singeltrail befahren zu können. Tatsächlich finden wir den Start, der Weg wurde von Fussgängern bereits etwas ausgetreten.

Auch hier macht der Schnee das Ganze etwas schwieriger – die Wege sind deutlich schmaler als sonst, man rutscht mehr aus, das Gleichgewicht zu finden ist schwieriger. Dafür sind schwierige Wurzelpassage nun topfeben und problemlos befahrbar.

Die Landschaft ist wunderschön, all die verschneiten Bäume und Sträucher in der Sonne, zwischendurch ein paar Schneeflocken – schon fast kitschig.

Der Weg führt zu unserem Lieblingsübungsplatz, wo wir uns auch heute unsere Zähne beim Üben ausbeissen.

Danach machen wir uns, theoretisch zumindest, auf den Heimweg. Auf einem Feldweg ist das Vorwärtskommen recht mühsam, wir rutschen immer wieder aus. So weichen wir auf das verschneite Feld aus, das direkt daneben liegt. Das "fägt", so durch den Pulverschnee zu düsen. Wir drehen noch ein paar Extrarunden, bevor wir nach 1.5 Stunde zurück sind. Wir haben mitlerweilen auch etwas kalte Füsse und sind froh, wieder zu Hause zu sein!

Biken im Schnee – sehr empfehlenswert!

Ende gut, fast alles gut

Verfasst am 30.1.12

 

Seit letzten Samstag bin ich nun meine Krücken wieder los. 6 Wochen waren sie meine ständigen Begleiter und ich sehnte mich nach dem Tag, der mein letzter Krücken-Tag sein würde.

6 Wochen ohne joggen, ja das war hart. Oft musste ich von anderen hören: 6 Wochen keinen Sport treiben, überlebst du das??? Meine Überlegung dazu war: Warum meinen alle bloss, dass man nur mit Joggen Sport treiben kann? In dieser Zeit schwamm ich 3-4x pro Woche über einer Stunde, machte Krafttraining und durfte nach den ersten 4 Wochen auch schon wieder ins Spinning und Indoorvelo fahren. Somit erklärt sich von selbst, dass auch ich in dieser 6 wöchigen Krückenzeit nicht passiv auf der Couch gelegen bin:-).

 

Jetzt bin ich zwar die Krücken los, darf aber noch nicht Joggen gehen. 2 Wochen normales Gehen ist angesagt. Danach darf ich in der ersten Woche wieder 3x 5min Laufen. Es erklärt sich also von selbst, dass ich nicht von 0 auf 100 steigern kann, sonst riskiere ich einen erneuten Bruch und das kann ich im Moment absolut nicht gebrauchen.

 

Ich bin gespannt, wenn ich in ca. 2-3 Wochen wieder etwas Laufen darf, wie sich das anfühlt. Ich hoffe natürlich, dass ich nicht alles verlernt habe.

Trainingslager Sedrun

Verfasst am 16.1.12 

Am Sonntag 8. Januar reisten wir beide mit einem vollgepackten Auto nach Sedrun. Zum Glück hatten wir uns Schneeketten organisiert, ohne wären wir wohl nicht in Sedrun angekommen. Das letzte Stück bis zu unserem Lagerhaus konnten wir dann sogar mit Ketten nicht befahren - eine unserer Schneeketten zerriss sogar bei dem Versuch.

Wir räumten unseren Kofferraum leer und die Küche im schönen Lagerhaus ein - wir waren die nächsten 5 Tage zuständig für das Essen von 40 Jugendlichen und 9 hungrigen Leitern.

Das Zubereiten all der Speisen war recht stressig und anstrengend. Die Tatsache, dass Tabea mit Krücken (siehe Text vom 19.12.) unterwegs war, machte es nicht viel einfacher.

Trotzdem bezeichnen wir das Lager hier als "Trainingslager". Einerseits müssen wir ja unsere Konkurrenz etwas einschüchtern und gross auftragen - die psychologische Kriegsführung hat begonnen :-)

Andererseits waren wir im Höhentraining (Schlafen und Bewegen auf ca. 1400müM), mussten unter Extrembedingungen (eine Woche lang meistens nur 5-6 Stunden Schlaf) viel leisten (optimale Vorbereitung für den Gigathlon) und mussten als Team funktionieren. Zusätzlich trainierten wir beim schrubben, putzen, schälen und herumtragen unsere Oberarme. Und zwischendurch reichte es sogar für einen Besuch im Schwimmbad oder für Dinu für eine kurze Joggingtour.

Ihr seht also, wir nutzen jede Gelegenheit :-)

Wir genossen diese Woche mit viel Sonnenschein und starten nun wieder in den Arbeitsalltag.

Fotos findet Ihr übrigens in unserer Galerie.

An Krücken gehen will gelernt sein....

Verfasst am 19.12.11

 

Endlich hat der Winter Einzug gehalten und alles scheint langsamer vorwärts zu gehen. Auch bei mir gehts momentan langsam vorwärts. Und das sicherlich für die nächsten 6 Wochen. Denn ich erlitt einen Ermüdungsbruch am 3. Mittelfussknochen.

Für alle die nicht wissen was ein Ermüdungsbruch ist, hier die Erklärung dazu:

 

Ermüdungsbrüche, auch Stressfrakturen genannt, ereignen sich auf Grund immer wiederkehrender Belastungen, wie sie häufig bei Leistungssportlern vorkommen.

Die Schmerzen sind meist unspezifisch und werden über eine längere Zeit nicht als Bruch erkannt. Nur die Knochen des Fußskeletts, der Ober- und Unterschenkelknochen sowie in seltenen Fällen das Becken und die Arme sind von einer Stressfraktur betroffen.

Ermüdungsbrüche machen zwei Prozent der Knochenbrüche aus und sind daher im Vergleich zu anderen Frakturen recht selten. Grundsätzlich sind Sportlerinnen eher betroffen als Sportler.

 

Somit bin ich für die nächsten knapp 6 Wochen ausser Gefecht gesetzt und die Krücken sind meine ständigen Begleiter.

Glücklicherweise darf ich bereits ab dieser Woche 3x schwimmen gehen, aber leider ohne Beinschlag. Ab Anfang Januar stehen dann schon wieder ein paar Trainings im Kraftraum/beim Physio auf dem Programm bevors dann hoffentlich ab mitte Januar wieder auf den Füssen und auf den Fahrrädern weiter gehen wird:-).

Jetzt aber heisst es vorerst, wenig Belastung und schonen, wo es nur geht.

 

Dafür habe ich meinen Vorsatz fürs neue Jahr bereits gefällt:

Ich will (wieder) laufen lernen:-)))


Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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