Herzlich Willkommen auf unserer Homepage

Willkommen auf der Homepage von Tabea und Martin "Dinu" Ruegge. Wir sind ein sportliche Paar, das immer unterwegs ist. Mehr über uns findet ihr in den verschiedenen Menupunkten - einfach links darauf los klicken!

 

Hier auf der Frontseite präsentieren wir Euch immer den aktuellsten Bericht über unsere sportlichen Herausforderungen und zeigen Euch neue Fotos.

Etwas ältere Artikel (etwa 2-3 Monate alt) findet Ihr jeweils unter Aktuelles. Aber auch ein Blick in unser Archiv lohnt sich immer.

Es gibt auch einen Facebookaccount von Tab-di. Über diesen möchten wir in Zukunft sportliche Infos verbreiten oder auch Liveticker während Sportevents betreiben. Wer so auf dem Laufenden gehalten werden will, darf entweder auf Facebook unseren Account liken oder direkt hier auf der Homepage auf der rechten Seite auf «gefällt mir» drücken (dazu muss man aber auf Facebook eingeloggt sein).

 

Der Gigathlon war in jedem Jahr einer der Saisonhöhepunkte. Aus diesem Grund haben wir Ihm auch etwas mehr Platz auf unserer Seite gewidmet: Unter Gigathlon  findet Ihr alle  Berichte rund um den Anlass.

 

Martin "Dinu" Ruegge arbeitet als dipl. Ernährungsberater HF. Seine berufliche Homepage findet Ihr unter www.erb-monbijou.ch

Einige Fotos unserer Hochzeit findet Ihr als Präsentation hier: http://chris-herzog.ch/galleries/hochzeit_td/ .
Es lohnt sich, wenn Ihr Euch ein paar Minuten Zeit nehmt, es hat viele wunderschöne Fotos, hoffentlich auch eines von Euch? Zuerst die vom First-Look, aber auch von der Kirche, dem Apéro,....... Fotos zum anschauen als Galerie findet Ihr auch in unserer Rubrik "21.5.2016-Hochzeit".

GP-Bern

Verfasst von uns Beiden am 21.5.
Die Woche begann bereits sportlich – am Montagabend hatten wir Franziska, Dinus Betreuerin vom Bieler 100er, eingeladen. Wir joggten eine Runde, danach gabs Abendessen und Planung des diesjährigen 100ers. Es gab aber nicht viel zu besprechen, schliesslich sind die Beiden ein eingespieltes Team. Aber der Startschuss nähert sich rasant!
Ein weiteres Highlight waren 2 Päckli von unseren Sponsoren – herzlichen Dank an Chiefs für all die Drinks und das Proteinpulver für die optimale Regeneration nach all unseren Trainings und auch ein riesiges Dankeschön geht an olo marzipan, welche uns mit haufenweise Leckereien (feinstes Marzipan, Haselnusslebkuchen und gesalzene Mandeln) für Trainings und Wettkämpfe unterstützt.
Danach wurde fleissig weiter trainiert – Dinu hatte 4 Lauftrainings diese Woche, das letzte am Freitagmittag. Aber klar war auch Tabea sehr aktiv unterwegs!
Freitagabend stand dann die Pastaparty vor dem GP auf dem Programm. Während einem Interview mit Viktor Röthlin geht der Interviewer ins Publikum und befragt eine Zuschauerin nach ihren Zielen für den GP. Diese meint:"Mou e gueti Renniiteilig härebecho, e wett dr 2. Teil chönne schnöuer loufe wie dr 1. U drmit mini Beschtzyt ungerbiete! Aber eg be ned schnäu!" «Was heisst de das?» "Eg be würklech uhu..... langsam, knapp unger 1h 15min wär mis Ziel.......". So eine Antwort bringt nur eine hin, oder?
Am Tag darauf war dann GP-Tag. Vor allem war aber Tenuewechseltag! Morgens in der Alltagsbekleidung Haushalt, Einkäufe etc erledigen, danach sportlich-elegant in die Kirche nach Burgdorf, wo wir zu einer Hochzeit eingeladen waren, aus der Kirche raus, das 1. Sportdress montieren zum Spalierstehen, fürs Apero wieder elegant, dann wieder sportlich für den GP, welchen wir rechtzeitig erreichten. Dann kamen die Diskussionen. In diesem Jahr gabs viel grössere Startblocks wie in den Jahren zuvor, dafür waren es viel weniger aber mit grösserem Abstand. Das brachte es mit sich, dass wir im gleichen Block starten durften. Wer startet wo? Für Dinu war klar, dass er zuhinterst starten wollte. Tabea wollte eigentlich auch hinten starten, aber dann doch lieber nicht bei Dinu. Schlussendlich startete sie fast zuvorderst während Dinu hinten begann.
Tabeas Plan ging nicht so schlecht auf, sie startete tatsächlich langsamer wie in den Jahren zuvor! Allerdings war sie, laut Analyse der Pulsuhren, nach ein paar Kilometern doch fast eine Minute schneller als Dinu. Im mittleren Teil drehte Dinu dann auf, so hatte es Viktor Röthlin am Vorabend empfohlen. Tabea sagte sich aber immer: «Nicht zu schnell, nicht zu schnell!». Das zog sie durch und konnte tatsächlich so ihre bisherige Bestzeit verbessern! Ihre Strategie war also voll aufgegangen, sie war langsamer gestartet wie in den letzten 2 Jahren, aber ihre Bestzeit hatte sie unterboten. Und das mit dem «uhu….» langsam, naja, mit ihrer Zeit rangierte sie sich in den vordersten 3,5% aller Frauen – ein Rang in den ersten 150 von weit mehr als 4'000 rangierten Frauen!
Dinu gelang sein Steigerungslauf perfekt, er konnte seine persönliche Bestzeit (seine stammte noch aus dem 2016) sogar um 5min verbessern und war sehr zufrieden damit. Tabea war dann aber doch rasch am Zweifeln, vor allem als sie merkte, wie fit sich ihre Beine im Ziel anfühlten. Hätte sie doch noch etwas schneller laufen können?
Tags darauf ein ähnliches Bild. Dinu schmerzen die Beine, Tabea fühlt sich fit. Wir radeln nach Worb, wo Dinus Eltern den 40. Hochzeitstag feiern. Tabea erzählte Dinu, dass wir danach eine lockere Ausfahrt mit Dänu und Anita unternehmen würden, lockern nach dem GP! Schlussendlich fuhren wir aber in Begleitung von Michael in Richtung Schallenberg. Tabea fand hinterher, das Tempo, welches sie anschlug, als sehr gemütlich während Dinu überlegte, in Grosshöchstetten abzubiegen, weil seine Beine derart brannten. Er fuhr die Tour dann aber mit. Wir mussten allerdings den Schallenberg links stehen lassen, weil sich darüber dunkle Wolken auftürmten und es zu donnern begann. Wir machten trotzdem noch über 1000 Höhenmeter und kamen bei Sonnenschein zu Hause an.
Das sollte doch die ideale Vorbereitung sein für unseren Hochzeitstag am Pfingsmontag - eine 180km Rennradtour?
Bilder gibts wie immer in der Galerie.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Viele Kilometer...

verfasst am 14.5. von uns Beiden

Bericht Dinu

Montagabend im Velodrome Grenchen, ich stehe auf der Bahn, wo ich gleich meine Runden drehen werde mit ordentlich Muskelkater vom Vortag (Inlinerennen und 16km joggen). Alle berichten, wie sie etwas Angst gehabt haben, als sie das erste Mal auf der Bahn gestanden seien. Ich schaue mich um und denke: Das sieht doch toll aus, ich freue mich darauf! 5min später drehe ich hinter dem Guide meine erste Runde und möchte am liebsten vom Fahrrad steigen! Ohne Bremsen, Starrlauf, ganz anders zu lenken und hohe Tempis werden gefahren – und das noch ganz zuunterst auf der Bahn. Als es das erste Mal etwas in die Höhe geht (wohl 5-10 cm….) habe ich ein mehr als ungutes Gefühl! Und wir werden immer wie schneller und es soll noch viel höher gehen. Der Guide fordert mich immer wieder auf, näher in seinem Windschatten zu bleiben – können vor Lachen.
Ich stehe ordentliche Ängste durch und denke mehrfach daran vom Fahrrad zu steigen. Und ich denke an ein Gespräch, als die Einladung zu dem Teamanlass der Emmenskaters ins Haus geflattert war:  «Hey, Dinu, hesch gse, do gö mer?» «Nei, e gloub, das esch nüt für me, gang doch Du elei» «Nei, chum jetz, das wird sicher mega lustig». Ja, nun bin ich da auf der Bahn, während diejenige, welche es als «mega lustig» beschrieben hatte, nun im Bündnerland unterwegs war und ich sie innerlich ordentlich verfluchen konnte…..
Doch wie länger der Abend wurde um so mehr liess die Angst nach und ich drehte immer wie schnellere Runden und fuhr immer wie weiter oben – sturzfrei und teilweise schon fast übermütig.
Meine Trainingswoche ging am Di. weiter – 16km lockeres Lauftraining als Vorbereitung für den GP, Mittwoch Pause, Donnerstags mussten wir die geplante Fahrradtour um den Neuenburgersee absagen – stattdessen rannten wir 26km (fast 3h) durch den Regen. Nicht etwa flach, nein, von Aarberg über den Chutzeturm nach Hause. Und mit ein paar kurzen Intervallteilen.
Freitag = Erholung, samstags «eine längere Radtour». Zu dritt in die Region Solothurn, mit 3 weiteren Kollegen eine Runde im solothurnischen und nach 93 km in genau 3h (also einem «gemütlichen» 31km/h Schnitt) standen wir unterhalb des Balmbergs. Da ich im Moment das Gefühl habe, ich sei so fit wie noch nie in meinem Leben, hatte ich die Hoffnung, nicht allzu viel Zeit auf Tabea zu verlieren. Erst recht, da sie meinte, sie sei erstens im Moment nicht so fit und zweitens sei sie bergauf mit ihrem Triathlon-Flitzer viel langsamer wie mit einem normalen Rad. Das Tri-Velo sei schwerer, die kleinen Gänge würden fehlen und bergauf sei die Kraftübertragung schlechter. Oben angekommen hatte ich das Gefühl, ich habe noch nie so viel Zeit auf Tabea verloren wie an dem Tag. Naja, vielleicht ist meine Form nicht ganz so gut, wie ich gedacht habe oder Tabeas Form ist doch ein Spürchen besser, wie sie denkt…… Was glaubt ihr?
Naja, nach dem Balmberg kamen dann noch zwei weitere Berge – der Grenchenberg war steiler und länger als der Balmberg, happig, happig. Insgesamt kamen dann 170 km zusammen, etwa 2600 Höhemeter welche wir laut meiner Uhr in einem 24,1km/h Schnitt absolviert haben und laut Tabeas Uhr in 25,1km/h. Ich denke aber nicht, dass eine der Uhren falsch ist sondern einfach, dass meine Uhr etwas langsamer den Berg hochgetragen wurde….. Danach gabs logischerweise noch einen Koppellauf (knapp 15km) und am Sonntag ein hartes Intervall-Lauftraining. Wir durften 10 x 1min einen Berg hochsprinten, so schnell wir konnten! Mannmannmann, war ich kaputt danach…..

 

 

Bericht Tabea:

 

Nachdem ihr Dinus Bericht gelesen habt, interessiert es Euch sicher, warum ich ihn alleine zu dem Bahnevent geschickt habe. Natürlich hatte ich ein leicht schlechtes Gewissen, weil ich wusste, dass ich ihn dazu überredet hatte! Ich musste aber kurzfristig den Event absagen, weil ich zu einer Kollegin nach Chur wollte. Dies war eigentlich schon lange geplant. Leider habe ich den Bahn-Event-Termin übersehen. Tja…so kanns gehen…. Dass Dinu mich verflucht hatte, spürte ich;-). Denn ich hatte unterwegs ordentlich Gegenwind!
Ganz spontan bin ich am Freitag Mittag mit dem Triathlonrad nach Waldhut (DE) gefahren. Das waren ca. 110km. Dort suchte ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit, was nicht so einfach war. Denn das Städtchen Waldhut hatte es mir ziemlich angetan. So süss war es. Aber es gab dort nur ein einziges Hotel und natürlich war das nicht bezahlbar. Somit musste ich 7 km weiter fahren nach Tiengen. Dort fand ich dann ein Hotelzimmer. Ein gemütliches Abendessen beim Inder und anschliessend eine leckere Gelati rundeten den tollen Tag ab. Am nächsten Tag stand ich fröhlich auf und freute mich auf die nächste Etappe, welche mich via Schaffhausen – Singen nach Friedrichshafen bringen sollte. Ich dachte, dass es heute sicherlich weniger Wind haben würde, wie am Vortag. Denkste…. Der Wind war noch stärker und wiederum praktisch nur gegen mich. Ich kam nur schleppend vorwärts. Das Gepäck am Rücken drückte mich noch mehr auf den Sattel. Folglich waren die Po-Schmerzen grösser. Der Spassfaktor war daduch gering. Ziemlich müde kam ich dann gegen Abend in Friedrichshafen nach ca. 120km an. Ein Hotelzimmer leicht ausserhalb hatte ich recht schnell gefunden. Daher schnürrte ich die Laufschuhe und machte noch einen 30 min Koppellauf, um kurz Friedrichshafen zu erkunden. Danach gabs einen Sprung in den Bodensee. Den späteren Nachmittag und Abend verbrachte ich dann in gemütlichen Kaffees und einem tollen italienischen Restaurant.
Am folgenden Tag gings dann nach  Bregenz. Der Wind war nicht mehr gegen mich, was mich sehr erfreute. In Bregenz hängte ich noch eine Schlaufe über den Pfänder an. Das ist ein kleiner Berg mit einem recht steilen Aufstieg. Es geht ca. 5km hoch mit Steigungsprozenten um die 13%! Und das relativ kontstant. Mit dem Triathlonrad sind solche Steigungen etwas mühsamer zu fahren, da die Übersetzung ein wenig zu schwer ist. Dennoch kam ich recht gut oben an und es war eine tolle Abwechslung zu den flachen Etappen in den letzten zwei Tagen.
In Bregenz wollte ich dann unbedingt einen Kaiserschmarrn essen. Ich freute mich schon seit Tagen auf diesen Moment und nun war es so weit. Es ist immer wieder schön, wie ich ab Kleinigkeiten Freude haben kann.
Gestärkt gings dann weiter durchs Rheintal. Und ich kam sehr schnell vorwärts, da ich für einmal Rückenwind hatte. Nach 130km kam ich dann in Landquart an, wo ich meine Kollegin traf. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto auf 1500 m.ü.M. Wir planten einen Traillauf auf 2100 m.ü.M. Bereits nach 100 Höhenmetern standen wir im Schnee. Wir waren beide irgendwie überrascht, dass dieser Trail nicht schneefrei war…. Wir überquerten die riesigen Schneefelder. Irgendwann konnten wir nicht mal mehr den Trail sehen. So entschieden wir uns, den Hang direkt hoch zu stampfen. Denn wir wussten ungefähr, wo der höchste Punkt war. Dies forderte Einiges von uns ab. Es war ein koordinatives, kräfteraubendes Training, welches viel Konzentration benötigte. Der Schnee war sehr weich. So kam es immer wieder vor, dass jemand von uns bis zur Hüfte im Schnee einsank. Wir fanden das jeweils lustig, aber kalt wars allemal. Denn wir waren nicht für diese winterlichen Wetterverhältnisse gekleidet sondern waren sommerlich angezogen.
Nach über 2h kamen wir dann wieder beim Auto an und wir fuhren in die Badi in Chur. Dort führten wir noch ein gemeinsames Schwimmtraining durch.
Ja, dies war mein langes Wochenende letzte Woche. Ich war schon sehr lange nicht mehr ganz alleine unterwegs. Dies war ein spezielles Erlebnis. Natürlich ist es schöner zu zweit so was erleben zu können. Aber phasenweise schadet es auch nicht, mal ganz alleine unterwegs zu sein und die Zeit einfach mit sich selbst zu verbringen.
Die vergangene Woche war ich dann auch wieder sehr aktiv - das Meiste davon hat Dinu ja bereits berichtet.

Fotos gibts in der Galerie.

 

Spinnerei à la Tabea

Verfasst von Dinu am 6.5.2018
Heute berichte ich nur von mir – Tabea ist wieder einmal auf Achse. Allerdings ist sie erst am Freitag ausgeflogen, am Montag waren wir noch zusammen unterwegs. Nach dem Slowup am Sonntag durfte es etwas Strengeres sein, einen Longjogg mit ab und zu einem schnelleren Kilometer stand auf dem Programm. 23km gabs dann schlussendlich!
Nach zwei Lauftrainings am Dienstag (mit 2 verschiedenen Gruppen aber ohne Tabea) wechselte ich am Mittwoch das Sportgerät aus und besuchte ein Inlinetraining der Emmenskaters. Donnerstag und Freitag waren Ruhetage, wobei der Freitag sonst streng war. Früh los, Weiterbildung in Olten, da früher raus, mit dem Auto nach Entlebuch ans Weekend der Fachgruppe Ernährung und Sport. Da wiederum ging ich am Samstag früher los um mit einem Kollegen ein Mittelalterfestival in Weil am Rhein zu besuchen. Das war echt toll, ich hatte nicht viel erwartet aber kam begeistert zurück.
Ich rechnete, dass der Abend lang werden könnte. Wir übernachteten in Weil, was sicher schlau war. Ich spielte mit dem Gedanken, am Sonntag in Basel an der Etappe der Swisskatertour zu starten. Ob ich allerdings so früh aufstehen könne, um dann um 10:00 am Rennen zu starten, war ich mir zuvor nicht sicher. Ich hatte mich nicht angemeldet, nahm aber einfach einmal die Skates mit.
Als wir am Sonntagmorgen ins Bett gingen, stellte ich den Wecker für den anderen Morgen. Um 6:00 erwachte ich kurz und fand: Ich bin noch sooo müde, ich werde nicht um 7:45 aufstehen – und habe kurzerhand den Wecker abgestellt. Doch was passiert? Um 7:40 liege ich wach im Bett und denke: Ich könnte nun doch los – und kurz darauf stand ich auf den Rollen am Start. In den ersten Runden hatte ich Mühe, in Gang zu kommen, nach und nach gings besser und in den letzten 2 Runden übernahm ich sehr viel Führungsarbeit in meiner Gruppe und war im Sprint trotzdem noch einer der Schnellsten meiner Gruppe. Da es mir immer wie besser gegangen war, beschloss ich, noch eine Runde in Basel joggen zu gehen – 16km kamen noch zusammen. Beim abschliessenden Bad im Rhein dachte ich: Diese Spinnerei könnte von Tabea stammen – dann hätte ich sicherlich reklamiert und gejammert….
Apropos Tabea: Die schwang sich am Freitagmorgen auf ihr Triathlonrad und wird am Montagabend wieder zurückkommen.
Bilder gibts wie immer in der Galerie.

 

Von Wettkampf zu Wettkampf

verfasst von uns Beiden am 29.4.18

Da sass nun Dinu letzten Sonntag völlig erschöpft im Ziel des Duathlons. Er hatte alles gegeben und war zufrieden. Plötzlich begann er aber zu realisieren, dass das Schlimmste wohl noch gar nicht vorbei war. Denn die Heimfahrt mit den Fahrrädern stand noch bevor! Mit Tabea, die nach ihrem Podestrang völlig im Hoch war, und nur so über die Strassen heimwärts fliegen würde - und genau so kam es dann auch raus. Die Heimfahrt war alles andere als ein gemütliches Ausrollen.
Danach verlief für Dinu die darauffolgende Woche eher ruhig, während Tabea haufenweise Projekte vor sich hatte. Neben den üblichen Trainings im Spinning und Schwimmen fuhr sie mit ihrem Triathlonrad noch über den Chasseral. Diese Tour absolvierte sie am Mittwoch mit ihrer Kollegin. So gab es schnell mal um die 120 km/1900 hm. Am Donnerstag standen wir beide im Inlinetraining auf den Rollen - ungewohnt und streng! Am Freitag stand dann für Tabea der Tüfelsschluchtlauf auf dem Programm. Dies ist ein Lauf mit 490hm über 9km. Natürlich fuhr sie von Bern zum Start nach Hägendorf. Mit einem Schnitt von 34km/h traf sie vor Ort ein. Natürlich genoss sie etwas Rückenwind. 45 min später fiel der Startschuss zum Lauf. Nach 51min war sie im Ziel und erfreute sich über den 3. Platz in ihrer Altersklasse und insgesamt war sie 30 Sekunden pro Kilometer schneller wie vor 3 Jahren. Am Samstag verschwand Tabea ins Schwimmtraining, während sich Dinu im Haushalt austobte. Danach stand eine längere Velotour auf dem Programm. Tabea hatte sich noch nicht vom Vortag erholt, daher ging es in Tabeas Augen eher schleppend zu und her. Für Dinu war das Tempo angenehmer wie eine Woche zuvor. Am Sonntag rundeten wir die tolle Woche mit einem Ausflug an den Slowup in Murten ab. Anschliessend grillierten wir mit Tabea's Bruder und seiner Frau bei uns zu Hause.

Gürbetal-Duathlon und Weiteres

Kaum war Tabea letzten Sonntag aus dem Bus ausgestiegen (um 05.30), lag sie kurze Zeit später wieder im Bett. Dafür hatte Dinu umso mehr Programm. Er räumte Tabea’s Koffer aus, wusch einige Kleider und fuhr danach nach  Bern, wo er eine Running-Gruppe leitete. Danach gings an den offiziellen GP Trainingsday, wo er einen Ernährungsvortrag bestreiten durfte. Danach kam der gemütliche Teil, wo sich Tabea und Dinu endlich über die 3 vergangenen Wochen austauschen konnten. Auf dem Heimweg stellten wir das Rennrad zum Velomech. Denn dies wollte das Team vom Velovirus am Montag wieder rennfit machen, nach den 3 intensiven Wochen in Spanien. Am Montag war dann der Schock gross, als Tabea bei Velovirus anrief, um zu fragen, wann sie ihr Velo abholen könne. Ihr wurde mitgeteilt, dass da kein Rennvelo sei….. Obwohl wir das Rennrad mit einem starken Schloss geschlossen hatten wurde das Rennrad direkt vor den Türen zum Velogeschäft geklaut!! Dies hatten wir in den letzten 10 Jahren immer so gemacht, nun ging es das das erste Mal in die Hose. Ärgerlich ist natürlich, dass das Rennrad erst 1 Jahr alt war und somit noch äusserst gut erhalten….
Dann kam der Ärger mit der Versicherung. Denn die fragte natürlich streng nach. Einerseits hatten wir die Versicherungssumme kurz vor dem Trainingslager verdoppelt, da unsere Räder unterversichert waren (und das schon seit Jahren!!!!). Da sie aber ein Triathlonrad kaufte, welches sehr teuer war, klärte sie das mit der Versicherung einfach mal ab und erfuhr dann das. Anderseits wurde Dinu’s Alltagsrad 2 Wochen zuvor direkt vor seiner Praxistür geklaut. 2 Velodiebstähle innert 3 Wochen nach dem Erhöhen der Schadenssumme, das war natürlich sehr verdächtig!
Am Montag gabs dann bereits wieder etwas Training für sie. Sie ging mit ihrem Bruder in einen Skillspark Trampolinspringen. Nach 60min kam sie mit hochrotem Kopf und Übelkeit zurück. Sie war es sich nicht mehr gewohnt, so lange und so intensiv zu springen.
In dieser Woche gabs dann für Tabea noch folgende Trainings: DI und MI: je 2h Rad, Do: 1.25h Spinning und 1h Schwimmen, FR: 1h Schwimmen. Dinu absolvierte am Donnerstag ein 100km Special. Es sah so aus, dass er im Krafttraining die Beinpresse ordentlich zum Glühen brachte, danach 2 min auf dem Laufband schnell rannte und das ganze 3x wiederholte. Danach gings ins Spinning und anschliessend lief er auf der Bahn noch einen Kilometer so schnell es ging.
Am Samstag gabs dann eine „gemütliche“ Rennrad-Ausfahrt um den Murtensee. Wenn Tabea gemütlich meint, fährt sie vorne in ihrem Triathlonlenker, während Dinu versucht hinten nach zu hächeln. Irgendwann fragte er: „Du, auf der Fläche 40km/h, ist das für dich jetzt gemütlich.“ Tabea meinte dann: „Ja, so einigermassen, dass Triathlonrad fährt so schnell, nicht ich“. Gemütlich war eher der Teil, wo wir leckere und teure Gelati assen und danach noch im Murten-See (laut Tabea: 16 Grad warm) baden gingen mit anschliessendem Sonnenbaden auf der Wiese. Nach einem Abstecher zu einer Kollegin gelangten wir wieder nach Hause.
Am Sonntagmorgen stand auf Facebook, dass heute „Tag der Welt“ sei und die Frage:„was tust du heute für die Welt?“. Also beschlossen wir nicht mit dem Auto an den Gürbetal-Duathlon zu reisen, sondern mit unseren Rädern.

 

Der  Gürbentaler Duathlon ist ein Anlass der Swiss Duathon Serie und von Kollegen von uns organisiert wird aber wir leider noch nie teilnehmen konnten. Zurück gelegt werden müssen 26.3km Rad und 7.8km Laufen. Wobei es zwischen dem Rad und Laufen 2h Pausen gibt, da das Rad als Einzelzeitfahren abgehandelt wird. Bei der Startnummerausgabe bekam bereits jeder Teilnehmer einen Sack voller toller Produkte mit Teigwaren, Tomatensosse, Shampoo und vielem mehr. Doch wie sollten wir das alles mit unseren Rennrädern wieder nach Hause transportieren?

 

Dinu startete in der Volkskategorie, währendem Tabea in der Hauptklasse startete. So waren unsere Starts ca. 30min auseinander.

 

Hier nun zu den beiden Erlebnisberichten:

 

Dinu:

Für mich war es das 1. Mal von einem Startpodest mit dem Rennrad loszudüsen und auch mein erster klassische Duathlon. Ich stand zwar schon 3 x auf so einem Start-Podest, aber jeweils mit den Inlines. Dementsprechend wackelig war es dort oben und ich klickte mit einem Schuh erst zu spät ein. Ich versuchte, so gut es ging bis zum 1. Anstieg Tempo zu machen. Beim 1. Anstieg überholten mich bereits die ersten, welche 15min vor mir gestartet waren. Ich drückte den Anstieg hoch, wobei der recht lang war. Bei der Abfahrt zeigte sich, dass ich doch noch recht unsicher bin und zu stark bremste. Kurz darauf war die 1. Runde bereits durch und ich konnte Tabea winken. Ich merkte, dass ich in den folgenden 2 Runden etwas langsamer wurde, was auch auf der Rangliste klar ersichtlich ist. Schliesslich hatte ich am Morgen noch etwas Muskelkater vom „gemütlichen“ Vortag. Nach meiner Zielankunft radelte ich noch etwas weiter, um ein paar Fotos von Tabea machen zu können, die ja noch auf der Strecke war. Als sie dann auch im Ziel war, ging es darum, sich zu verpflegen. Es gab 2h Pause bis zum Lauf. Einerseits war das zwar etwas mühsam, so lange zu warten ohne schläfrig zu werden, anderseits hatte man genügend Zeit, sich zu verpflegen und mit diversen Leuten zu sprechen. Irgendwann kamen wir noch auf die Idee, in die Gürbebadi zu gehen. Die Gürbe war noch Kälter wie am Vortag der Murtensee, wir sprangen ca 20min vor dem Laufstart ins Wasser und standen dann mit nassen Kleidern (ich schlotternd)  am  Start. Es gab 3 Runden zu absolvieren. Die Strecke war recht anspruchsvoll. 2 steile Anstiege, enge Kurven, enge Gässchen, aber mit einem tollen Panorama. Tabea und ich starteten etwa ähnlich schnell. Beim 1. Anstieg war dann aber Tabea recht rasch aus meinem Blickfeld verschwunden. In der Fläche drehte ich jeweils auf und kam Tabea wieder näher bis es wieder steiler wurde. In der 2. Runde verlor ich deutlich mehr auf Tabea. Auf der 3. Runde versuchte ich mein Tempo nochmals stark zu steigern und tatsächlich konnte ich sie irgendwann näher sehen. Tabea war schlussendlich ca. 15 Sekunden schneller. Dies zeigte aber doch, dass meine Laufform im Moment für meine Verhältnisse recht gut ist und der Plan mit dem 100km Lauf von Biel gut aufgehen sollte!

 

Tabea:

Mit müden Beinen stand ich an diesem Sonntagmorgen auf.  Die Rennradtour am Samstag hatte doch Spuren hinterlassen. Wir entschieden uns aber dennoch, mit dem Rad nach Mühleturnen zu fahren. Dies waren ca. 26km bis zum Startgelände – also ein perfektes Warm up. Ich studierte im vornherein natürlich kurz die Startliste und war erstaunt, wie viele starke Leute sich angemeldet habe. Darum räumte ich mir keine Chance auf eine gute Rangierung ein, auch wenn Dinu anderes behauptete. Ich fühlte mich ausserdem zu wenig erholt von den vergangenen 3 Wochen im Trainingslager. Daher war mein Ziel, den Wettkampf zu geniessen und das Ganze als schnelles Training anzusehen. Ich war daher überhaupt nicht nervös (was sogar Dinu mit Erstaunen bestätigen konnte!) und startete um 12:17 auf die 1. Runde der Radstrecke. 3 Runden mussten absolviert werden. Auf jeder Runde gab es 80hm zu erklimmen. Mir lag die Runde recht gut. Berghoch konnte ich gut raufdrücken und auch auf der Fläche kam ich zügig vorwärts. Meine Rundenzeiten waren alle praktisch gleichschnell, was zeigt, dass ich mein Rennen äusserst gut eingeteilt habe. Ich fuhr die 44min aber mehrheitlich im Schwellen- und anaeroben Bereich – aber ich fühlte mich gut dabei. Auf den letzten Metern gab ich noch alles, was ich an Kraft übrig hatte. Ich nahm null Rücksicht auf den Lauf am Nachmittag. Im Ziel erfuhr ich dann, dass ich im Moment 1. Frau sei. Da war ich dann schon sehr überrascht, denn ich konnte meine Leistung definitiv nicht einschätzen. Danach kamen aber noch 2 Frauen mit einer besseren Zeit ins Ziel – eine davon war Melanie Maurer (Duathlon Schweizermeisterin). Danach gabs fast 2h Pause bis zum Laufstart.
Es war so richtig heiss, so dass wir entschieden, in die Gürbe baden zu gehen. So sassen wir ca. 15min in der Gürbe und kühlten unsere Beine, danach gings noch ganz rein. Kurze Zeit später standen wir an der Startlinie zum 7.8km Lauf. Auch diese Runde war alles andere als Flach. Denn sie war mit 60 hm pro Runde (3 Runden) gespickt.  Es war heiss, trotz precooling und nassen Kleidern. Die erste Runde fühlte sich mühsam und sehr lang an. 2.7km können sich extrem ziehen. Vor allem spurteten die Meisten schnell los. Ich trottete hinten nach. Ich lief praktisch alles über dem Schwellenbereich, aber ich wusste, dass ich das ohne Probleme aushalten würde. Einzig die Hitze machte mir zu schaffen und so wurde meine letzte Laufrunde dann auch die Langsamste. Der letzte Kilometer war übel. Die Beine glühten, mein Kopf redete mir die ganze Zeit „Bullshit“ zu, welche ich versuchte mit guten Gedanken zu eliminieren. Das ist aber echt schwierig, finde ich. Hier einen kleinen Auschnitt aus meinen Gedanken auf den letzten 1000m: äs isch no so wit, i mag nümä, i reduziere iz z’Tempo/Nei, das chasch nid mache, du wirsch äs im Ziel bereue, jedi Sekunde/Äs ich ja nümä wit, was si scho 1000m/äs isch heiss, i cha nümä/sicher chasch no, äs si nur no 1000m/äs isch no so wit, äs si immer no 500m/Tabea dänk eifach mau nüd/due eifach seckle/Tabea dänk nüd/I dänkä nüd/I dänkä nüd/I dänkä nüd/immer no 300m – i cha nümä, i mag nümä, i sitze iz de grad ab/Tabea hör uf, Tabea dänk nüd/I dänk nüd/I loufe nur/I dänkä nüd/i wärtä nüd/no 200m bis zum Ziel/Shit i verrecke/Huere sch…./I muess drane bliebe/chum mach vorwärts/JEHHH Gschafft! Was für ein KampfJ

 

Es war ein Kampf, ein Kampf der sich aber sehr gelohnt hat. Als ich erfuhr, dass ich in meiner Altersklasse von 8 Frauen 1. wurde, freute ich mich natürlich sehr. Als ich aber dann noch erfuhr, dass ich sogar 2. schnellste Frau von allen 23 gefinishten Frauen war, war ich nur noch überrascht. So was hätte ich nie erwartet. Umso schöner ist es natürlich, wenn dann das Rennen so verläuft. Denn ich ging ohne Druck an den Start. Ich gab mein bestes und es ging auf, ohne eine Absicht gehabt zu haben, etwas zu gewinnen. Was mich aber dann doch erstaunte, dass ein paar meiner Kollegen im Vorfeld doch recht gehabt haben. Die meinten nämlich, dass ich Chancen fürs Podest hätte. Geglaubt habe ich das natürlich nicht, ich verwies sie auf die Startliste und liess sie schweigen!
Bilder gibts in der Galerie

3 Wochen Trainingsleitereinsatz in Cambrils

Verfasst von Tabea, im Bus auf der Retourfahrt in die Schweiz

Vor 4 Wochen wartete ich noch voller Vorfreude auf meinen 3-wöchigen Guideinsatz in Cambrils. Natürlich war ich etwas nervös, denn mein letzter Einsatz als Guide lag bereits 1 Jahr zurück. Und am meisten zu schaffen machte mir, dass Dinu in diesem Jahr nicht mitkommen konnte. 3 Wochen getrennt zu sein empfand ich als sehr unangenehm und es tat mir so leid, dass ich nun 3 tolle Ferienwochen haben kann und er in der Schweiz bleiben muss um zu arbeiten. Und jetzt 3 Wochen später sitze ich bereits im Car retour in die Schweiz und schreibe diesen Text. Ich habe sehr vieles erlebt! Viele tolle Momente mit Gästen erlebt, viele Rennradkilometer in den Beinen, bin gejoggt und geschwommen, habe 2 Neoprenanzüge kaputt gemacht, Sonne getankt, viel Gelati gegessen und es mir sonst gut gehen lassen. Ich lasse nun die 3 Wochen etwas Revue passieren und erzähle ein paar Sachen daraus:

 

In der ersten Woche waren nur 13 Gäste in Cambrils bei Eitzinger Sports. Darum gab es auch nur 4 Rennradstärkegruppen. Ich hatte die 2. schnellste Gruppe, wobei die schnellste Gruppe ohne Teilnehmende blieb.

In der 1. Woche wurde ich ziemlich gefordert. Ich hatte 4 schnelle Männer in meiner Gruppe, welche von Anfang an Tempo machten. Ich war das schwächste Glied, konnte aber der Gruppe immer folgen. Jedenfalls gabs für mich in den ersten 2 Tagen Trainings im Wettkampftempo. Ich fragte mich selber, ob das schlau war, jetzt schon so am Anschlag zu fahren. 3 Wochen standen ja noch vor mir … Kann ich das Tempo halten? Oder breche ich dann irgendwann mal ein? Tag 3 war dann Ruhetag. Da das Wetter gut war, musste ich natürlich auch dann aufs Rad. Ich besuchte einer meiner Lieblingsorte - Siurana. Der Aufstieg nach Siruana ist verhältnismässig steil für spanische Verhältnisse. Da gibt’s eine ca. 3km lange Steigung von über 15%. Insgesamt kamen an dem Tag noch 96km/1600hm zusammen. Und das vor der Königsetappe am Tag 4. Die Königetappe war dann 140km/2400hm lang. Natürlich war ich wiederum mit den schnellen Männern unterwegs! Und siehe da, das Tempo wurde gedrosselt. Dies aber nicht wegen mir, sondern weil es auch ihnen zu schnell war in den ersten 2 Tagen. Einige klagten bereits über Knieschmerzen.

Die Gruppe war super, wir hatten viel Spass zusammen. Bei Steigungen oder Berghoch wurde gerne mal in die Pedale gedrückt und bergrunter konnten die Männer natürlich sehr gut Gas geben. Für mich war die 1. Woche wirklich ein Highlight, vor allem wegen der Gruppe, welche sehr gut funktionierte. Dass ich so gefordert wurde, hat mir auch gefallen. Aber nicht nur Rad bin ich gefahren, nein, natürlich gabs einige Koppelläufe und ein paar kurze Schwimmeinheiten. Das Wasser war zu Beginn bei 12 Grad. Und nach meinem 2. Neopreneinsatz hatte ich auch keinen Neo mehr, weil er mir gerissen ist. Zum Glück hatte der bereits 8 Jahre auf dem Buckel. Meinen neuen Neopren hatte ich bewusst zu Hause gelassen. Zum Glück konnte Dinu den Neopren Daniela mitgeben, welche in der 3. Woche nach Cambrils kam. So musste ich nur 1 Woche ohne Neo im kalten Wasser schwimmen. In der 2. Woche gabs dann massiv mehr Gäste. 130 Gäste hatten wir ab Ostern. Die Gruppen wurden grösser. Ich durfte auch in der 2. Woche die 2. schnellste Gruppe übernehmen, was mir viel Spass bereitete. Auch dort waren die Gäste oft sehr zackig unterwegs. Es ist aber immer das Gleiche. Am ersten Tag überpacen die Gäste oft! Sie sind alle voll fit, spüren sich schlecht oder wollen einander zeigen, wie stark sie fahren. Am 2. Tag ist dann meistens alles gesitteter. So hatte ich als Guide in der 2. Woche am ersten Tag Mühe, die Gruppe beisammen zu halten. Wenn ich vorne fuhr, gabs immer wieder solche, die mich überholten, weil es ihnen zu langsam war. Ich liess sie dann vorne fahren, aber dann kam ich mir vor, wie wenn ich die Gäste an der Leine halten und ihnen immer mal wieder sagen musste: «bitte etwas langsamer». Nach dem Mittagshalt war das Ganze meistens viel ruhiger, oft brachen genau die Leute ein, welche am Anfang zogen – ja, wirklich, immer das gleiche Szenario😊.

In der 3. Woche wechselte ich dann zum Gigathloncamp. Ich durfte mit Eva Hürlimann das Camp leiten. Das Training sah ab dann viel multisportiver aus. Am Sonntag begann das Training mit Intervallen auf den Laufschuhen. 5 x 4min Vollgas stand auf dem Programm. Meine Beine waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so fit, aber dennoch war ich überrascht, dass ich doch noch eine schnelle Zeit unter 4:00 min/km hinlegen konnte. Am Nachmittag gings dann auf eine kleine Radrunde. Am Montag gabs zuerst eine Schwimmeinheit mit einem super Schwimmlehrer. Dieser hatte einiges an meiner Technik zu beanstanden. Ich werde nun meinen Schwimmstil etwas ändern müssen. Mal schauen, ob mir das gelingt und ob ich dadurch schneller werde. Leider ging dann auch mein 2. Neopren kaputt. Als ich ihn ausziehen wollte riss er mir an der Naht. Ihr könnte euch vorstellen, wie verärgert ich war! So was ist mir noch nie passiert bei einem NEUEN Anzug! Ich hoffe, dass dies noch auf Garantie geht, denn so ein Neopren kostet schnell mal um die 700 Franken. Am Nachmittag gabs dann Intervalle am Berg auf dem Rad. 5 x 6 min mussten wir einen Berg hochfahren ehe wir dann wieder zum Ausgangspunkt zurückmussten. Das war irre hart. Meine Beine glühten. Denn meine Beine waren vom Vortag bereits verkatert (vom Laufintervall) und nun kam noch diese harte Belastung hinzu. Ich versuchte einfach im Moment zu leben und nicht zu überlegen, wie ich die restlichen Tage noch überstehen würde. Anschliessend hängten wir noch 50km mit einigen Höhenmetern an. So kaputt kam ich das letzte Mal an meinem ersten Cambrilstag zurück.

Tags darauf fand dann bereits die Königsetappe statt. Da ein Guide bei den Eitzingerradgruppen ausfiel durfte ich wiederum die Gruppe mit Pace 24-26 übernehmen. Dies machte einen riesen Spass. Die Gruppe war sehr homogen und gut unterwegs. Wir kamen mit einem Schnitt von über 26 zurück. Danach hängte ich natürlich wieder einen Koppellauf an. Im Allgemeinen gelangen mir die Koppelläufe immer sehr gut. Ich konnte oft eine gute und für mich schnelle Pace laufen, was mich immer wieder freute. Am Mittwoch wechselte ich wieder zur Gigathlongruppe. Da es regnete gab es am Morgen einen Berglauf. Mit müden und schweren Beinen schleppte ich mich auf den Berg. Es ging aber besser wie erwartet.

Am Donnerstag stand der Gigathlontag auf dem Programm. Der sah folgendermassen aus: 30min Laufen, 28km Rad, 1h Laufen (sehr zügig), 58km Rad, anschliessend gabs Gelati.

Am Freitag war leider nicht schönes Wetter. Bei Regen wollte ich im Pool schwimmen. Nach 5min wurde ich aber aus dem Wasser gepfiffen denn es blitzte und donnerte fast zeitgleich. Am Mittag boten wir dann ein Kraft-Zirkel-Training an, wovon ich natürlich Muskelkater davontrug. Am Nachmittag riss es dann doch noch auf, so dass ich mit Daniela noch eine 60km Radrunde drehen konnte. Und am Samstag, am Abreisetag, konnten wir noch 70km, leider bei Regen, abspulen und natürlich hängte ich danach noch einen 10km Koppelsteigerungslauf an. Insgesamt kamen .......km/h etc. zusammen.

 

Rückblickend muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden bin mit diesen 3 Wochen. Ich wurde sehr stark gefordert, im Vergleich zum letzten Jahr hatte ich auch viel schnellere Gruppen. Wir waren oft mit Schnitten von 25-27km/h unterwegs. Teilweise wusste ich nicht, wie ich den nächsten Tag nochmals auf ein Rad steigen sollte, aber ich war sehr oft war überrascht, dass es dann doch besser ging, wie erwartet. Ich erholte mich jeweils sehr rasch und konnte immer wieder die Gruppen gut anführen. Ich war meist selber erstaunt, wo ich die Energie hernahm. Denn am Abend war ich manchmal wirklich extrem müde.

Es gab aber auch Tage, da ging das Radfahren nur schwerfällig. Die Beine waren schwer wie Blei und müde. Da war dann vor allem mein Kopf gefragt, dass ich dennoch den erwarteten Schnitt drücken konnte oder ich liess einfach auch mal die Gäste vermehrt im Wind fahren. Natürlich hatte ich noch andere Guidejobs, ich durfte an Sitzungen teilnehmen oder andere Kleinigkeiten erledigen. Oft blieb mir sehr wenig Zeit für Privates. Natürlich nahm ich mir täglich Zeit, um mich mit Dinu auszutauschen. Es war mir da egal, ob es dann halt Mitternacht wurde. Ja, ich habe wirklich sehr viel erlebt. Es war toll, es war teilweise hart, aber mein Körper hat alles souverän mitgemacht. Es hat riesig Spass gemacht. Wäre Dinu dabei gewesen, dann wäre dieser Aufenthalt noch perfekter gewesen. In diesen 3 Wochen merkte ich stark, was mir alles fehlte und ich freute mich unglaublich, ihn wieder in die Arme zu schliessen. So ziemlich romantisch war das Wiedersehen.... schöne weisse Rosen übergab er mir und er kochte ein unglaublich tolles Essen für mich, mein Lieblingsessen.

Für mich steht nun eine Regenerationswoche an - vielleicht auch 2 Wochen…. Bilder gibts in der Galerie.

Folgende Trainingsstunden kamen zusammen:

 

Woche zwei "Dinu allein zu Haus"

Verfasst von Dinu am 8.4.

Tabea trainiert ja fleissig in Spanien. Da kann ich ja nicht gut zu Hause rumsitzen und schwang mich am Ostermontag aufs Rad. Ich düste aber nur bis nach Kiesen, wo ich als Streckenposten an einem Radrennen im Einsatz war. Das war echt krass! Es mussten 20 Runden (etwas über 100km) gefahren werden, in der ersten Runde brauste das ganze Feld an mir vorbei, es gab einen starken Windstoss!
Ich war so froh, dass ich am Streckenrand stand und nicht mitfahren musste.
Während der Arbeitswoche so das übliche Programm – dienstags am Mittag Lauftraining und am Abend durfte ich ein Training leiten. Mittwochabend durfte ich nochmals leiten.
Am Freitagabend konnte ich einen Vortrag halten. Eine Erfahrungsgruppe von Eltern von diabetischen Kindern hatte mich eingeladen und ich versuchte, aufzuzeigen, was alles möglich ist. Trotz oder eben gerade mit Diabetes. Es benötigt zwar immer viel Aufwand und eine gute Organisation aber sportlich kann man als Diabetiker (fast?) alles erreichen. Eindrucksvoll zeigte das in der noch gerade aktuellen Hockeysaison Jan Neuenschwander! Jan ist seit Kindheit Diabetiker Typ 1 (also insulinpflichtig so wie ich auch) und ist beim EHC-Biel als Spieler mitverantwortlich für die tolle Saison 17/18. Er hat viele entscheidende Tore erzielt und wurde ein echter Schlüsselspieler.
Es freut mich immer, wenn ich Leute motivieren kann! Mein Diabetes hat mir auch einiges gebracht. Man lernt früh, Verantwortung zu übernehmen, den Kopf bei der Sache zu haben, zu improvisieren und auch zu organisieren.
Am Samstag war im Haushalt und auch sonst viel zu erledigen. Am späten Nachmittag zog ich dann noch meine Laufschuhe an und machte einen Steigerungslauf. 5km im Schnitt von 5:30 – 5:45/km, 4km im 5:20er, 3km in einem 5:00/km Schnitt, 2 in je 4:45min und dann noch einen km so schnell ich konnte. Das war recht hart, entsprechend müde war ich dann am Abend.
Sonntags startete ich ab Solothurn mit einer 6er-Gruppe auf eine Fahrt rund um den Bielersee. Bei 2 gemütlichen Kaffee-Stopps genossen wir die Sonne. Wenn wir aber radelten gings ziemlich zügig vorwärts, wir legten die 90km in einem 28,8km/h-Schnitt zurück. Anschliessend joggte ich noch 3km – Koppellauf halt.
Garmin zeigte mir dann freundlicherweise, dass ich letzte Woche nur einen Bruchteil von Tabeas Radkilometern zurückgelegt habe – klar doch, ich musste ja noch arbeiten…….

 

 

Laufen und Radfahren - in 2 verschiedenen Ländern...

Verfasst am 2. April
Da war aber eine laufintensive Woche für Dinu. Letzten Samstag: Training mit Töbu, einem Kollegen aus dem solothurnischen. Normalerweise joggen wir ja etwa eine Stunde locker, letzten Sa. fand Töbu aber: «Mer chöi gärn e chli witer Jogge». Es wurden dann etwa 11km. Am Sonntag war Dinu dann am offiziellen GP-Training, wo er je einen Teil des Hin- und Retourweges joggte. Es ergaben sich 25km. Montags: Mit der Arbeitskollegin schn lange für einen Mittagslauf abgemacht, dienstags Lauftraining mit Indurance, welches sehr intensiv war, und abends dann noch eine Laufeinheit mit einer Gruppe. Das sind Mitglieder eines Fitnesscenters (Bodygym Bern), welche Dinu leitet und fit für den GP zu machen versucht.
Mittwochs wäre das Training mit dem TV Bolligen geplant, dieses wurde aber abgesagt. Stattdessen drehte Dinu dann ein paar Runden auf der 400m-Bahn im Neufeld, welche er sich auch anstrengend gestaltete.
Das waren 6 Lauftrainings in 5 Tagen, so oft und viel ist er wohl noch nie gerannt!
donnerstags durfte er die Spinninglektion von Tabea übernehmen und war zuvor doch etwas nervös. Aber von den Laufschuhen nahm er etwas Abstand. Am Freitag war er im Raum Solothurn unterwegs – Besuch bei den Eltern, eis go zieh mit einem guten Kollegen, Znacht beim Göttimeitli. Samstags schon wieder ein Lauftraining über etwa 14km.
Ansonsten wars nicht die optimale Woche für Dinu. Am Dienstagabend kam er aus seiner Praxis und wollte zum Training radeln aber sein Velo war weg – geklaut! Er rannte zurück in die Praxis, packte um und rannte dabei los. Nach dem Training halt mit dem Postauto nach Hause.
Am anderen Morgen durchsuchte er erfolglos die halbe Wohnung nach seinem Praxisschlüssel. Wo hatte er ihn bloss hingelegt? Ob er noch im Fitnesscenter liegen könnte? Normalerweise ist ja Dinu derjenige, welcher vermisste Gegenstände eher findet, nicht sucht. Doch wie sollte er bloss in die Praxis kommen? Die Zeit drängte, bald sollte der erste Patient auftauchen! Endlich erreichte er eine Arbeitskollegin, welche ihm ihren Schlüssel ausleihen konnte. In der Praxis angekommen fand er dann auch den Schlüssel – im Stress und Ärger am Vorabend hatte er ihn stecken gelassen……
Am Mittag desselben Tages musste er rasch in die Stadt und düste mit Tabeas Fahrrad los. An einer Stelle entschied er sich für eine Abkürzung übers Trottoir – in seiner Pechsträhne kostete ihn das 40 Franken und ein längeres Gespräch mit einem Polizisten…. Naja, nichts gespart.
Am Ostersonntag hatte er geplant, am Flohmarkt in der Reitschule Gegenstände aus dem Haushalt zu verkaufen. Wir hatten 4 Kisten voller Material, welches wir nicht mehr benötigen, parat. Alles war organisiert, ein Präsentierständer organisiert, der Platz reserviert und sicherheitshalber hatte Dinu beim OK abgeklärt, ob der Flohmi am Ostersonntag tatsächlich durchgeführt würde oder ob es ein 1. Aprilscherz sei. Am Vorabend kam dann aber ein Mail: Flohmarkt abgesagt, weil eine Gruppierung die Reithalle besetzt hat! Ja, tatsächlich, heutzutage besetzt man die Reithalle um zu protestieren……
So wie Dinu viel auf den Laufschuhen unterwegs war sass Tabea die ganze letzte Woche auf dem Fahrrad. Als Rennveloleiterin führt sie Gruppen durch die Umgebung und Anstiege rund um Cambrils in Spanien. Mit Durchschnittstempos von bis zu 28,5 km/h (auf Touren teilweise über 100km) war sie unterwegs – sie leitet eine der schnellsten Gruppen. Sie geniesst das Radfahren, die warmen Temperaturen und die Sonne. Dass sie zusätzlich immer wieder schwimmend und rennend unterwegs ist, versteht sich ja wohl fast von alleine 😉

 

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

40'000 Besucher vom 11.11.11-31.12.16

Besucher ab 4.1.2017:

Besucherzaehler
Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf