Herzlich Willkommen auf unserer Homepage

Willkommen auf der Homepage von Tabea und Martin "Dinu" Ruegge. Wir sind ein sportliche Paar, das immer unterwegs ist. Mehr über uns findet ihr in den verschiedenen Menupunkten - einfach links darauf los klicken!

 

Hier auf der Frontseite präsentieren wir Euch immer den aktuellsten Bericht über unsere sportlichen Herausforderungen und zeigen Euch neue Fotos.

Etwas ältere Artikel (etwa 2-3 Monate alt) findet Ihr jeweils unter Aktuelles. Aber auch ein Blick in unser Archiv lohnt sich immer.

Es gibt auch einen Facebookaccount von Tab-di. Über diesen möchten wir in Zukunft sportliche Infos verbreiten oder auch Liveticker während Sportevents betreiben. Wer so auf dem Laufenden gehalten werden will, darf entweder auf Facebook unseren Account liken oder direkt hier auf der Homepage auf der rechten Seite auf «gefällt mir» drücken (dazu muss man aber auf Facebook eingeloggt sein).

 

Der Gigathlon war in jedem Jahr einer der Saisonhöhepunkte. Aus diesem Grund haben wir Ihm auch etwas mehr Platz auf unserer Seite gewidmet: Unter Gigathlon  findet Ihr alle  Berichte rund um den Anlass.

 

Martin "Dinu" Ruegge arbeitet als dipl. Ernährungsberater HF. Seine berufliche Homepage findet Ihr unter www.erb-monbijou.ch

Einige Fotos unserer Hochzeit findet Ihr als Präsentation hier: http://chris-herzog.ch/galleries/hochzeit_td/ .
Es lohnt sich, wenn Ihr Euch ein paar Minuten Zeit nehmt, es hat viele wunderschöne Fotos, hoffentlich auch eines von Euch? Zuerst die vom First-Look, aber auch von der Kirche, dem Apéro,....... Fotos zum anschauen als Galerie findet Ihr auch in unserer Rubrik "21.5.2016-Hochzeit".

Abwechslungsreiche Woche

verfasst von uns Beiden am 19.11.17

 

Auch in der letzten Woche war für Abwechslung gesorgt. So drehte die Laufgruppe des TV Bolligens ihre Runden in der Region Burgdorf mit anschliessendem Abendessen bei einer unser Läuferinnen. Am Donnerstagabend stand etwas Kultur auf dem Programm: Bei uns Uettligen besuchten wir ein Theater inkl. Konzert der Musikgesellschaft. Am Freitag stand eine lange Autofahrt auf dem Programm. Denn in Winterthur besuchten wir zum 3. Mal «Clowns und Kalorien». Ein herrlicher Abend mit einem 4-Gänger und dazu lustiger Unterhaltung. Folglich kamen wir erst um 02:00 Uhr morgens ins Bett und mussten dummerweise am Samstagmorgen früh raus. Tabea hatte eine Weiterbildung im Spinning und am Abend ein Klassentreffen. Dinu hatte sturmfrei und konnte sich um seine Stärken kümmern. Am Sonntag leitete Tabea eine Doppelstunde Indoor Cycling und so konnte sie das Gelernte gerade umsetzen. Anschliessend joggten wir zusammen eine grössere Runde im Könizerwald umher. Zum Abschluss dieser abwechslungsreichen Woche düsten wir am Sonntagabend noch nach Zürich um ein Konzert von Texas zu besuchen. Konzerte von Texas sind immer wieder genial. Wir sind ja regelmässige Konzertbesucher, aber die Energie und die Ausstrahlung, welche die Frontfrau von Texas hat, ist einfach unglaublich! Dass Texas aus Schottland kommen, passt so richtig ins Ganze hinein! Leider waren es alles Sitzplätze - allerdings hatten Texas die Zuschauer bereits nach wenigen Sekunden des ersten Liedes soweit, dass so gut wie niemand mehr auf seinem Stuhl sass! Wir waren ein weiteres Mal begeistert von dieser Band! 

Viele Autokilometer und haufenweise Abwechslung

Verfasst von uns Beiden am 12.11.2017

 Nach dem Gurtenduathlon gings bei uns eher ruhig zu und her. Klar standen ein paar

Trainings an, aber keine extrem speziellen.

Am Freitag freuten wir uns auf einen gemütlichen Abend zu Hause. Bis Tabea am

Freitagmorgen merkte (dank Facebook), dass an diesem Tag das Toten Hosen

Konzert war und wir für das Tickets hatten. Leider hatten wir vergessen, dies

in der Agenda einzutragen. Statt dem gemütlichen Abend zu Hause verbrachten wir

den Abend zuerst im Auto (Die Hinfahrt dauerte wegen des Staus recht lange) und

danach am Konzert.

Allerdings war das Konzert mit einigen Adrenalinstössen verbunden. Der 1. kam

bei den Eingangskontrollen. Die waren in diesem Jahr sehr streng, darum war

eine wirklich lange Schlange vor dem Stadium – so lange hatten wir noch selten

vor einem Konzert eine gesehen. Es wurde sehr viel genauer kontrolliert, jeder

wurde abgetastet und die Taschen wurde durchsucht. Flüssigkeiten durften keine

mitgenommen werden. Tabea hat selbstverständlich wie immer versucht, eine Cola

zero mithinein zu schmuggeln, was ihr erstaunlicherweise wieder einmal gelang.

Aber wie gesagt, Adrenalin war da ordentlich mit dabei.

Dann kam die nächste Challenge. Wir hatten Sitzplatztickets, da damals die

Stehplätze ausverkauft waren. Aber wer bitte bleibt bei einem Toten Hosen

Konzert sitzen? Deshalb wollten wir versuchen, uns in den Stehplatzbereich rein

zu schmuggeln. Aber auch dort war bei der Eingangskontrolle (man musste

nochmals das Ticket zeigen – es wurde streng kontrolliert, ob man ein Ticket

für den Innenraum hat oder nicht!!) eine lange Schlange. Wir sind zusammen auf

die Kontrollen zugegangen. Tabea hatte sich dann in der Mengen der Leute

durchgedrückt. Die Kontrolleuren bekamen das zwar mit, konnten aber nichts

machen, weil sie sonst die anderen Leuten nicht mehr kontrollieren hätten

können. Dinu versuchte natürlich das Gleiche. Aber weil die Kontrolleure sich

bereits nach Tabea umgedreht hatten, wurde er erwischt und nicht hineingelassen.

Dinu versuchte es noch zweimal vergeblich.

Somit gabs keine andere Möglichkeit, als zu den Sitzplätzen zu gehen.

Tabea verzichtete natürlich auf ihren Stehplatz und gesellte sich zu Dinu. So

ein Konzert ist definitiv weniger toll, wenn man sitzt. Man ist viel weiter

weg, die Stimmung ist nicht dieselbe.

Im Hallenstadion sind die Sitzplätze erhöht – aber eigentlich nicht so hoch –

was uns dann irgendwie auf die Idee brachte, noch einen Versuch zu wagen. Wir

sind also zuvorderst bei den Sitzplätzen ans Gitter gestanden, haben geschaut,

wann welche Kontrolleure in welche Richtung blickte. Und bei einer guten Chance

kletterte Dinu übers Gitter und sprang die ca 2m runter ins Innenfeld und lief

schnell in die Massen. Dies war also geregelt. Nun musste nur noch Tabea

folgen. Sie zögerte etwas länger, war etwas nervöser, aber auch ihr gelang den

Sprung runter in die Masse bestens. So konnten wir die letzte Stunde noch

stehend geniessen, was echt toll war. Zusätzlich waren wir wie gesagt, sehr

weit mit dem Auto unterwegs. Dinu sagt immer, dass er sich bald eignen würde,

für ein Autorennen zu fahren. Bei den Trainingskilometern……

Am Samstag warens dann etwas weniger Autokilometer. Wir mussten nur via

Solothurn nach Langenthal. Dort stand der Langenthalerstadtlauf auf dem

Programm. Zuerst starteten die Damen. 45min später, als die Frauen im Ziel waren, kamen die Männer an die Reihe.
Tabeas Bericht:
Ich war recht nervös beim Start, obwohl es eigentlich um nichts ging, ausser schneller

zu sein wie letztes Jahr. Diese Mission habe ich für einmal aber nicht erfüllt.

Ich startete zu schnell in die 1. Runde. 10 Sekunden schneller war ich wie im

Vorjahr. Die nächsten beiden Runden waren dann etwas langsamer, aber noch

völlig in Ordnung. Ab Km 3 brach ich ein und wurde massiv langsamer. Ein fieser

Gegenwind blies mir bei jeder Runde entgegen. Rückenwind nahm ich aber nie war.

Schlussendlich war ich 25 Sekunden langsamer. Zuerst war ich etwas frustriert.

Aber dies nicht, weil ich langsamer war, sondern weil ich zu schnell gestartete

war und das Tempo nicht halten konnte.
Dinus Bericht:

Nachdem ich Tabea im Ziel empfangen hatte und sie etwas aufgemuntert hatte, weil sie im ersten Moment nicht so zufrieden war, kam ich an die Reihe. Ich hatte zu diesem

Zeitpunkt noch ordentlich viele lange Kleider an. Ich zog diese ab und startete

mit ¾ Hosen und einer dünnen Regenjacke. Ich war mir aber nicht sicher, ob ich

die Brille anbehalten sollte. Nach dem Startschuss versuchte ich eher nicht zu

schnell zu starten und wurde noch von Einigen überholt, obwohl ich recht weit

hinten gestartet war. Mit der Zeit fand ich den Rhythmus, was okay war, aber

doch eher anstrengend. Ich lief irgendwann an eine 6er Gruppe ran, wo ich

versuchte das Tempo mit zu laufen. Bis in die Mitte der 2. Runde waren in

dieser Gruppe nur noch 2 Leute dabei, die anderen konnten das Tempo nicht

mithalten und wurden langsamer. Ich merkte aber doch, dass es sehr anstrengend

war. Die KM Zeiten auf der Uhr verrieten, dass ich langsamer war wie im

Vorjahr. Ab der 2. Runde konnte ich immer wie mehr Läufer überholen. Auf der 3.

Runde wurde ich das erste Mal von den schnellsten überrundet, was auch immer

wieder erstaunlich ist.

Stimmung war an diesem Tag sehr wenig, wahrscheinlich wegen des schlechten

Wetters. Auch Läufer waren viel weniger am Start wie im Vorjahr. In der 4.

Runde wurde ich langsamer. Meine Beine wurden schwerer. Ich hatte Mühe, das

Tempo aufrecht zu halten. Vom Gefühl her, war ich in der 5. Runde wieder

schneller, wobei der Blick in die Rangliste das Gegenteil sagt – die 5. war die

langsamste Runde. In der 6. Runde gab ich nochmals ordentlich Gas. Ich konnte

einen Mann überrunden, welcher mich beim Start abgehängt hatte! Einen Endspurt

lag auch noch drin. Erstaunlicherweise war ich dann doch 15sek schneller wie im

Vorjahr. Allerdings hatte ich im Vorjahr nach unseren Peruferien nicht viel

trainiert und somit wars auch einfacher, dieses Jahr die letztjährige Zeit zu

toppen. Nach einem leckeren Abendessen in Langenthal gings dann mit dem Auto

wieder nach Hause.

Am Sonntag testeten wir unsere neue Foltermaschine. Tabea hatte von einem Kollegen 2 TRX Bänder erhalten und mit ihm diese in unserem Dachstock befestigt. Es ist ein sehr gutes Krafttraining, welches für die Stütz- und Haltemuskulatur gut ist und viele Muskelgruppe anspricht. Wir fanden es beide recht anstrengend und

waren froh, als nach 1h20min das Training fertig war. Der Muskelkater plagt uns

heute recht stark. Am späteren Nachmittag hatten wir bei Kollegen abgemacht.

Sie heiraten nächstes Jahr und sie haben uns angefragt, ob wir für ihr Fest

kochen würden. Wir haben am Sonntag das erste Mal besprochen, wie das Ganze aussehen könnte. Natürlich kam Dinu wieder zu seinem Autotraining. Denn die beiden

wohnen in der Nähe von Liestal. Er konnte also 3 Tage lang Autofahren dürfen

und wäre nun ready für sein 1. Autorennen :-)

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Gurtenclassic

verfasst von Tabea am 5.11.2017

 

Die neue Saison ist für mich gestartet. Für viele andere geht sie zu Ende, aber für mich geht’s jetzt wieder los.
Seit ca. 2 Wochen trainiere ich nun wieder. Ich habe das Training ziemlich rapide gesteigert. Daran «schuld» war das Wetter – bei solch herrlichem Herbstwetter kann man doch nicht zu Hause sitzen? Auch diese Woche war ich täglich aktiv. Spinning, kurze Lauftrainings, TRX und sonstige Krafttrainings standen auf dem Programm. Das Highlight fand am Mittwochabend bei Dunkelheit statt: Dinu und ich fuhren ein Velorennen gegeneinander mit Start und Ziel vor unserer Haustüre! Die Runde führte nach Aarberg und retour über den Frienisberg. Knackige 28km und 500hm gabs zu bewältigen und das alles über der anaeroben Schwelle. Ja, wir haben alles gegeben. Gewonnen hat dann niemand, weil ich in Meikirch fragte, ob wir nicht hier das Rennen beenden können, weil wir gerade gleich auf waren…
Am Samstag startete ich dann auch wieder mit Schwimtrainings. Über 2 Monaten pausierte ich da, ich hätte es aber problemlos länger ohne ausgehalten. Im Training gings dann schon wieder recht zur Sache und es wurden 3.7km abgespult mit diversen Technikübungen, Ausdauerblock und ein paar Sprints. Dinu fand, es sei alles noch beim Alten. Er sei, wie beim letzten Schwimmtraining (das müsste bei ihm etwa im April gewesen sein) mit Abstand der Letze auf der langsamen Bahn und setze wohl eher mehr Energie dafür ein, nicht unter zu gehen als in die Vorwärtsbewegung.
Am Sonntag war ich dann definitiv parat für den Gurtenduathlon. Ich entschied mich erst am Dienstag für den Start, denn das Laufen bereitete mir etwas Sorge, weil meine Fussprobleme leider immer noch vorhanden sind und auch sonst einiges gezwickt hat in der letzten Zeit. Und so hatte ich gar kein Gefühl für die Laufstrecke. Wird was weh tun? Wie gehe ich damit um, falls dies eintrifft? Durchhalten oder Aufhören?
Die Wetterprognosen waren alles andere als gut, was mich allerdings nicht störte. Ich fands sogar gut, bei Regen zu starten. Seit dem Icon in Livigno erschüttert mich solches Wetter nicht mehr wirklich.

 

Von Datasport erhielt man im Vorfeld eine SMS mit der Startzeit. Bei mir hiess es: Bike-Start um 9.47. Um 9:41 hörte ich den Speaker sagen, jetzt startet der Duathlon und die Biker. Ich war zu dieser Zeit irgendwo weiter weg und fragte jemanden: «Starten wir Duathleten jetzt?! Meine Startzeit ist aber 9:47». Niemand konnte mir Auskunft geben. Ein Kollege, welcher auch am Duathlon startete, hatte das gleiche Problem. Jedoch meinte er, dass wir wirklich erst um 9:47 starten. So fuhren wir zusammen gemütlich zum Startbereich, wo kein Knochen mehr war. Der Speaker meinte: «Ihr müsst starten»! Wir dann: «Nein, wir starten erst 9:47». Wahrscheinlich hat sich der Speaker ziemlich gefragt ab unserer Antwort, warum wir um 9:47 starten wollen und nicht mit den anderen. Somit liessen wir uns überzeugen und starteten um 9.46. Natürlich waren wir alleine unterwegs und mussten das Feld von hinten aufrollen. Wir kamen somit nicht in den Genuss des Massenstartes, wo man auf den ersten Metern ziemlich profitieren kann, wenn man im Sog mitfährt. Und auch sonst ist man mehr geforderte oder geht mehr ans Limit, wenn man viele andere um sich hat. Wir aber räumten das Feld von hinten auf. Dies gelang uns gut. Irgendwann hängte ich meinen Kollegen auch ab (wenn auch nur ein paar Meter) und ich war alleine unterwegs. Es regnete recht stark, die Strecke war matschig und teilweise auch rutschig. Nach 1h06min kam ich im Ziel an. Etwas über 3min langsamer wie beim letzten Mal. Jedoch war ich damit zufrieden, weil die Bedingungen widriger waren wie letztes Mal.  Schnell fuhr ich runter, um mich von den nassen Klamotten zu befreien und in die sauberen Laufkleider zu steigen. Der Start zum 15km Lauf auf den Gurten erfolgte um 12Uhr. Ich zitterte am ganzen Leibe. Wahrscheinlich wars eine Mischung als Nervosität und Kälte. Die ersten Kilometer waren mühsam. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich Steine in den Schuhen hätte oder sich meine Socken mit Falten übergezogen hätten. Nach km 5 waren aber meine Füsse aufgetaut und das Gefühl mit den Steinen war weg. Ich war sehr erstaunt, dass dies nur an meinen eiskalten/gefühlslosen Füssen lag. Ich versuchte das Tempo mehr oder weniger durchzuziehen. Es fühlte sich fast die ganze Zeit sehr anstrengend an. Ein schönes Laufgefühl hatte ich nie. Dies war aber auch nicht anders zu erwarten, mit den wenigen Laufkilometern im Vorfeld. Schmerzen hatte ich keine. Mir wurde das immer wieder bewusst, dass ich schmerzfrei laufen kann und wie schön, dass das ist. Jetzt hatte ich einfach die Probleme, welche auch die anderen hatten…  Dinu schaute bei km 12 zu, was mich nochmals anspornte. Und nach 1h22min kam ich insgesamt 2.5min schneller wie vor zwei Jahren im Ziel an. Damit war ich mehr als zufrieden. Nie hätte ich damit gerechnet, schneller zu sein.
Dinu war am Morgen zu Hause geblieben. Er investiert im Moment recht viel Zeit ins Englischlernen. Denn er hat vor, im Januar eine Weiterbildung zu starten, wo er gute Englischkenntnisse benötigen wird. Naja, «Englischlernen» wird wohl das neue Synonym statt "zu den Stärken schauen"….. Denn während vom Laptop Englischwörter mit der deutschen Übersetzung erschallten, war er daran, zuerst Wäsche zu bügeln und danach weitere Dinge im Haushalt zu erledigen. Aber er radelte dann doch auch noch nach Wabern (gemütlich) um mich am Streckenrand anzufeuern.
Fotos gibt es wie immer in der Galerie. Übrigens auch von einem Ausflug nach Aarau, wo wir am Mittwoch mit meinen Eltern den Rüeblimäret besucht haben. Zuvor hatten wir in der Nähe übernachtet, das war ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk von uns an meine Eltern.

 

Frankfurt

verfasst von uns beiden am 30.10.2017

Wir verbrachten das letzte Weekend in Frankfurt bei Kollegen. Das haben wirklich ohne Sport genossen, denn wir waren fürs Sightseeing nach Frankfurt gereist. Dass genau an diesem Wochenende auch der Marathon sein sollte, wussten wir bei der Planung nicht und haben dies erst kurz vor dem Ausflug erfahren.
Wir reisten zu dritt (mit einem Kollegen) am Freitag Nachmittag an. Eine erste Runde mit Apero im 22. Stock eines Towers liess uns erste Eindrücke sammeln.
Im Hotel waren wir Beide völlig überfordert. Es hatte 2 Einzelbetten im Hotelzimmer - Tabea hatte in dem Einzebett VIEL weniger Platz als im Doppelbett zu Hause wärend Dinu nicht wusste, was er mit so viel Platz anstellen sollte.....

Am Samstag liessen wir uns durch die Stadt führen - denn die Partnerin des Kollegen kommt aus Frankfurt und wohnt auch da. Immer mal wieder gabs eine Pause in einem Kaffee oder ein leckeres Mittagessen im Restaurant.
So ganz unsportlich waren wir allerdings auch nicht unterwegs. Denn die U-Bahnen waren für uns tabu - wir wollten ja sehen, was es oberhalb so alles zu entdecken gibt. Wir erkundeten die Stadt zu Fuss. So kamen wir auf ca. 16-20km, was ja auch nicht gerade nichts ist. Das Tempo war eher ein zügiges Marschtempo, so dass wir phasenweise den Kilometer gut in 10min abspulten. Dies wohl weil wir alle Ausdauersportler sind und es nicht mögen, zu langsam unterwegs zu sein. Vor allem wenn man weiss, dass wir noch 4km bis zum Restaurant gehen müssen. Am Samstag-Morgen waren wir auf einem hohen Turm und schauten uns die Stadt von oben an - und es gab etwas Shopping (Nein, ausnahmsweise kein neues Bikini für Tabea - aber neue Schuhe ;-).
Am Nachmittag machten wir eine 50-Minütige-Schiffstour, wo Tabea kurz ein Power-Napp einlegte. Am Sonntag war dann der Marathon. Wir schauten, wie schnell die Spitzenläufer unterwegs waren. Es war äussert eindrücklich. Auch Zuschauen gab Hunger, so dass wir bald einmal in einer typischen Frankfurter-Kneipe sassen und Dinu endlich mal lokale Spezialitäten probieren konnte. Danach applaudierten wir weiteren Läufern, welche immer noch unterwegs waren. Schliesslich wissen wir ja, wie gut so Applaus tut!
So verging das Weekend viel zu schnell, aber mit haufenweise tollen Eindrücken und Erlebnissen starten wir in die neue Woche.
Fotos gibts in der Galerie.

Herrliches Herbstwetter

verfasst am 23.10. von uns Beiden

Wir sind wieder im Trainingsmodus angelangt – mehr oder weniger. Natürlich ist dabei auch schon wieder Einiges beim Alten. Aber nicht alles……

Tabea ist natürlich bereits wieder sehr aktiv. Neben 2, bewusst kurz und locker gestalteten, Lauftrainings und dazu Krafteinheiten und Spinnings war sie oft auf dem Fahrrad anzutreffen. Am Montag, 16.10. fuhr sie mit ihrem Vater mit dem Zug nach Brig. Ihr Vater war mit dem E-Bike unterwegs. Er nahm das Postauto bis auf die Passhöhe des Simplonpasses. Tabea fuhr selbstverständlich mit dem Rad hoch bei ca. 7 Grad. Oben angekommen wars doch schon viel wärmer. Dann ging es gemeinsam weiter. Sie fuhren den Pass runter bis fast nach Domodossola und dann durchs Centovalli nach Locarno. Rennrad gegen E-Bike, das ist ein schwieriges Unterfangen. Selten waren sie gleichschnell unterwegs. Berghoch musste ihr Vater immer warten, bergab und flach war dann aber wieder Tabea schneller.

Am Mittwoch war sie auf einer längeren Biketour – 2x Gurten und 2x Ulmizberg standen auf dem Programm.

Am Donnerstag besuchte Dinu das erste Mal in diesem Jahr ein Training des Inline Clubs Mittelland – und war danach richtig happy. Nur die Hinfahrt war der Horror – in den Verkehrsnachrichten hiess es, dass man von Bern Betlehem bis nach Schönbühl etwa 50 Minuten mehr einrechnen müsse!!!!!! Mini Närve….. Tabea war da entspannter unterwegs – sie radelte nach Niederbipp, wo Dinu am skaten war. Allerdings wurde sie etwas von der Dunkelheit überrascht – ohne Licht, etwas langsamer wie geplant kam sie an und hatte natürlich kalt.

Am Samstag hatte Dinu einen Geschäftsanlass – man wanderte von Belp nach Bern – also die Hälfte einer Mittagsjoggingsrunde :-).Tabea sass schon wieder auf dem Rad. Sie fuhr mit Danä eine schöne Runde im Jura. Neuenburg – Le Locle – Vue des Alpes – Neuenburg: 86km und knapp 2000hm.

Am Sonntag gabs dann wieder etwas „Klassisches“ bezüglich „Natürlich ist dabei auch schon wieder einiges beim Alten“. Tabea: Esch guet, wenn mer am Sunntig is Krafttraining gö? Dinu: Jo. Krafttraining bisher: 10min aufwärmen, 40min Training, 10min Cool down.

Sonntagmorgen: Esch guet, wenn mer zuvor 30min gö go jogge? Dinu: Jo.

30min = 45min, wen überrascht es. Somit fällt ja das Einlaufen weg – logischerweise dauert ja dann das Krafttraining nun 50 statt 40min, da man ja das Einlaufen eingespart hat – logo :- )

Tabea fand dann am Sonntag selber, sie hätte wohl über 17h trainiert in der letzten Woche, das sei wohl zu viel, nach der Pause – aber bei dem Prachtswetter kann man doch gar nicht anders! Zum Glück ist dieses blöde sonnige Herbstwetter nun endlich vorbei….. ;-)

Wir bewegen uns wieder

Erstellt am 16.10.2017

Aus der herrlichen Trainingspause mussten wir nun wieder in den Trainingsalltag zurückfinden. Wobei das für Tabea keinerlei Probleme darstellte. Wir haben versucht, möglichst sanft einzusteigen. Da gehörten für Tabea eine Radtour mit vielen Umwegen und Höhenmetern nach Solothurn dazu, Spinning, Krafttraining und TRX. Vom zuletzt genannten hatte sie noch 2 Tage später Muskelkater!

Am Samstag stand dann ein Wanderausflug mit Michael im Wallis auf dem Programm. Ursprünglich wollten wir von Ausserberg (Nähe Goppenstein) durch einen alten Stollen wandern. Das war dann aber nicht so attraktiv, darum haben wir die Strecke spontan angepasst. Wir „wanderten“ in ein enges Tal auf einem schmalen Wanderweg. Zum Teil ging es recht fast senkrecht hinunter – die Aussicht aber war phänomenal! Obwohl der Zug ins Wallis völlig überfüllt war, trafen wir hier hinten so gut wie keine Leute an!

Irgendwo führte eine Brücke über das Flüsschen auf die andere Talseite. Dort teilten wir uns auf: Michael wollte auf die Alp hoch laufen, welche wir von weiter unten gesehen hatten. Tabea wollte einfach ca. 30min hochlaufen, so weit, wie sie in der Zeit halt einfach kam. Dinu wollte auch ein wenig hochwandern, Fotos schiessen und vielleicht irgendwo einen Mittagsrast einlegen.

Nach der Stärkung gings wieder runter, nun auf der anderen Talseite entlang einer Suonen, welche friedlich vor sich hin plätscherte. Irgendwo kamen wir an ein Auffang- oder Überlaufbecken mit einen Gitter rundum. Irgendjemand (Anmerkung Dinu: Ich wars nicht, als ich bei der Stelle ankam, waren die anderen Beiden schon fast im Wasser) kam auf die Idee, dass man da doch baden könnte! Beinahe Quellwasser, höchstens 8 Grad……. Traumhaft, Tabea bezeichnet das jetzt noch als Höhepunkt des Ausfluges! Allerdings erzählt sie dann auch immer, wir hätten in einem Bergseelein gebadet – tönt schöner wie ein Überlaufbecken J

Danach führte uns der Weg hinunter nach Visp, wo wir uns stärkten und dann per Zug heimfuhren – um auch noch in der Aare baden zu gehen!

Sonntags stand eine Biketour (2h rund um Uettligen) auf dem Programm. Wir waren beide schon länger nicht mehr auf dem Bike, trotzdem waren wir recht zügig unterwegs. Ok, Dinu hatte 2 leichtere Absteiger, landete aber jeweils auf den Füssen und trug nur einen kleinen Kratzer davon.

Eine Stelle sind wir bereits mehrfach gefahren, da kommt man von einem Zick-zack-Kurs direkt zu einer Steilwand. Tabea hatte da bisher immer Angst, da nicht hochzukommen und umzufallen und hats die Passage noch nie ohne Hilfe geschafft. Dinu hatte noch nie Probleme – bis zu diesem Mal, wo er tatsächlich nicht hochkam und ausrutschte. Was passierte darauf? Tabea, die sich bis zu dem Zeitpunkt noch nie getraut hatte, holte Anlauf und meisterte das Ganze souverän!

Nach einem Bad im Wohlensee gings nach Hause, wo wir den Abend mit liebem Besuch verbrachten.

Bilder gibt’s in der Galerie.

Ach ja, letzte Woche haben wir wohl den Rekord im Wildessen geknackt! Mittwoch: Feiern eines Geburtstags im Restaurant mit einem Wildmenu, Freitag Ausflug in den Solothurner Jura, da führt ein Schulkollege von Dinu ein Bergrestaurant – wir assen Wild (Tabea einen Beilagen-Teller), samstags hatten wir mit Kollegen zum Wildessen abgemacht und am Sonntag bereiteten wir selber Spätzli zu und servierten gefüllte Kürbisse und Hirsch! Nun sollte es ruhiger werden, wobei, in der Kantine bei Dinus Arbeit gibt’s heute Wildwürstli an Maroniknöpfli und Rotkraut…..

Trainingspause

verfasst von Dinu am 08.10.2017

Immer im Herbst steht bei uns die Trainingspause auf dem Programm, welche meistens ca. 4 Wochen dauert. Wir erholen uns dann jeweils von der vergangenen Saison und sammeln Kräfte für kommende Herausforderungen. Jedes Jahr glaubt man uns das aber nicht wirklich, was wir nachvollziehen können J Aber wir haben bisher immer gute Erfahrungen gemacht.
Klar, es ist nicht so, dass wir uns nicht bewegen würden, aber nicht Training im Sinn, wie wir es sonst praktizieren! Von 8-fast 20h Sport pro Woche auf null, aber doch etwas Bewegung. Klar fahren wir mit dem Fahrrad zur Arbeit – aber im Alltagstenue mit den Stadtvelos!
In dem Jahr wars allerdings etwas anders wie in den früheren Jahren. Denn wir hatte eigentlich vor, im Herbst noch an ein paar Läufen zu starten. Da Tabea aber zuletzt wieder vermehrt Schmerzen an den Füssen hatte, haben wir die Pause vorgezogen – mit Erfolg, die Schmerzen haben nachgelassen.
Aber dadurch waren halt noch so ein paar sportliche Events im Plan, die wir nicht absagen wollten und konnten!
Aber der Reihe nach, nach Livignio (1.9.) haben wir das Training bereits. Dann folgte das Inlinerennen im Engadin (10.9.), am 14.9. noch die Gurtegredi und am Wochenende danach für Dinu noch der Belpathlon und für uns beide die Inlineausfahrt um den Bielersee am 17.9. Zwischen diesen Anlässen hatten wir aber bereits auf Trainings verzichtet, ab dem 17.9. war dann ganz „Sportpouse“! Also mitlerweilen über 3 Wochen ganze Pause plus noch 2 Pausen mit stark reduziertem Trainingsbetrieb.
Oft waren wir an den Wochenenden spazieren – mehrfach rund um Uettligen. Wir nutzten das herrliche Wetter auch immer wieder, um in der Aare schwimmen zu gehen – schliesslich wollen wir Ende November wieder ans Zibeleschwimmen.
Aber bei 13-15,5 Grad crawlen wir nicht mehr und sind auch nach etwa 5min wieder draussen.
Das Querrennen in Bern haben wir uns auch nicht nehmen lassen – als Zuschauer! Das war auch sehr eindrücklich!

 

Es gab auch Ausflüge auf den Niesen – für Tabea 2x, für Dinu 1x.
Kommunikation vor dem gemeinsamen Ausflug, zusammen mit 2 Kollegen: „Hey, Dinu, wir gehen WIRKLICH gemütlich auf den Niesen, wir passen uns auch Martinas (die Kollegin) Tempo an!“ Somit war alles klar, oder? Am Tag des Ausfluges: „Dinu, willst Du wirklich mit den Jeans auf den Niesen? Wir werden schon zügig laufen und ins Schwitzen kommen“ Hmm, was nun? Gemütlich oder zügig?
Es endete so, dass Tabea und die anderen 2 nach 2h15min (also viel gemütlicher wie sonst, denn Tabeas Bestzeit liegt bei 1h 38min) oben ankamen während Dinu nach ca 2h und 50min oben war – gemütlich.
Am vergangenen Freitag war dann noch der Höhepunkt der Pausenzeit – die Hochzeit von Tabeas Bruder und unserer neuen Schwägerin. Auch da wars alles andere als langweilig:
5.15 Wecker läuten, Ofen vorheizen, duschen, packen, Zopf backen, Zmörgele, los, einkaufen, arbeiten (Dinu), mit dem Fahrrad nach Urtenen wo Tabea bereits frisiert wurde, sich in Schale werfen, die Wohnung dekorieren (Schöggeli, Härzli, Bändeli,….), ab zum Zivilstandsamt, Fotosession, die Trauung mit Jawort (Glück gha ;-)), etwas früher raus, da wir Apero mitgebracht hatte, anstossen und feiern, aufräumen, zur Gurtentalstation düsen, MIT DER BAHN HOCHFAHREN!!!!! (das gabs wohl nur sehr selten bisher!!), fötele, dann die Örtlichkeiten auskundschaften, da wir die Aufgabe hatten, eine Gitarre heimlich (die Braut durfte nichts wissen) an der Bahnstation abzuholen und in den Raum zu schmuggeln, Text üben, da wir ein „Gschichtli“ erzählten, nervös werden, Gschichtli erzählen, Apero essen, Fototermin, danach 80 Ballone mit Helium füllen, eine Idee kreieren, was man auf den Zettel des Ballons schreiben will, danach Ballone steigen lassen, helfen die Geschenke zur Bahn und unten zu den Autos zu bringen, danach weiterfahrt und danach GEMÜTLICH einen wahnsinnig leckeren Mehrgänger geniessen! Es war der absolute Hit J
In der kommenden Woche steht ein Spinning, am Samstag eine zügige (nicht mehr gemütlich!) Wanderung und am Sonntag evtl. eine erste Mini-Biketour auf dem Programm – also langsames herantasten……
Bilder gibt’s in der Galerie 

Druck?!

verfasst von Dinu am 1.10.2017
Der Druck! Ja, das ist so eine Sache mit dem Druck! Schon beim Fahrrad ist es nicht immer klar – 8 oder doch 9 bar Druck pumpen beim Rennvelo? Oder doch nur 7,5? Und beim Bike? 1,7 bar? 2? 2,5? Klar, je nach Untergrund und überhaupt.
Was sich beim Rennrad unsicher gestaltet wird bei uns Menschen noch schwieriger. Wie viel Druck ist gut? Wann und für wen? Wie lange?
Bei Tabea ist es meistens recht klar – sobald sie irgendwo vorne liegt, bekommt sie Mühe! Beim Swissman wie auch am Bodenseemegathlon hatte sie extreme Mühe damit, nun die Erste zu sein aber diesen Platz evtl. abgeben zu müssen. Sie zerbrach fast an dem Druck, hat es aber schlussendlich erfolgreich gemeistert!
Am Icon-Extremetriathlon wars dann aber ein Dauerthema, das mich dazu gebracht hat, heute zu schreiben. Als 6. Person kam Tabea zum kalten Wasser raus – allerdings war die erste Frau in dem Moment schon auf dem Fahrrad. Auf den ersten 2 Pässen, dem Forcola di Livigno und dem Bernina und dann auch im Engadin hatte sie immer wieder 2-3 Frauen um sich herum. Tabea sagte dann auch einmal zu mir: «Die Froue do se cheibe starch!» Ich merkte, dass sie dies beschäftigte. Mit einer der Frauen fuhr sie dann über den Ova Spin und auch den ersten Teil des Ofenpasses hoch – einmal lag Tabea vorne, ein anderes Mal die Andere. Doch auf einmal zündete die andere Sportlerin die Rakete und gab Gas – Tabea hatte sie nicht mehr im Blickfeld. Prompt berichtete Tabea: «E ma nümme, e chume nume no wie ne Schnägg vorwärts, aui angere se schnöuer» - und überholte kurz darauf einen männlichen Teilnehmer….. Es war deutlich zu merken, dass ihr Wille gebrochen war, die Motivation schien weg zu sein. Ab da ging es nicht mehr lange, bis sie (vor allem weil sie unterkühlt war durch den nonstopp Regen) vom Velo stieg und aufgeben wollte. Ich konnte sie zwar zum Weitermachen motivieren, aber es war immer zu spüren – «Eg be sowieso wit hinge, jetz spöuts ou nümme e so ne Roue». Sie gab sich zwar noch Mühe, aber, so hatte ich das Gefühl, nicht mehr ganz alles, was drin gelegen wäre. Sie hatte innerlich bereits aufgehört, fand ich.
Ich weiss es bis jetzt nicht, sie hat es mir nie verraten – ob sie sich vor dem Wettkampf zu viel Druck gemacht hatte? Als Siegerin des Swissmans vielleicht zu hohe Erwartungen gehabt hatte? Es wurde ja in unserem Umfeld auch ein bisschen damit gerechnet, dass sie wieder «zuschlägt». Was auch nicht erstaunlich ist, nach ihren Resultaten!
Am Tag darauf war sie frustriert. Sie sei langsam gewesen und zu schlecht! Das, an einem Rennen, wo es heisst, dass alle Finisher «Icons», also Ikonen, Helden sind! Wo noch alle, denen es nicht reichte ins Ziel auf dem Berg zu rennen, geehrt und gefeiert wurden. An so einem Rennen kann man nicht «zu schwach» oder «zu untrainiert» sein! War sie an dem Rennen am Druck zerbrochen? Ich weiss es nicht, aber ich vermute es etwas.
Denn ich kenne das Ganze auch von mir früher. Allerdings nicht auf dem Niveau. Ich weiss noch, wie es war, als ich recht aktiv an Inlinerennen teilnahm. An ein Rennen kann ich mich besonders gut erinnern. Wir fuhren etwa zu 4. im selben Auto hin. Unterwegs wurde diskutiert. Einer fand, er sei nicht so fit, da er in der Vorwoche zu viel Stress hatte und nicht trainieren konnte, ein zweiter fühlte sich nicht fit, weil er in der Vorwoche krank war, etc. Ich fand, ich sei fit und gab das auch offen zu. Im Rennen war ich aktiv, führte viel und gab Windschatten, am Schluss aber konnte ich nicht mithalten, als ein Teil meiner Gruppe, inkl. meiner 3 Kollegen, nach vorne ausbrach.
Auf dem Rückweg fand ich dann, ich sei ein gutes Rennen gefahren, sei aktiv gewesen, habe geführt, etc. während meine Kollegen alle unzufrieden waren! Obwohl ja alle vor mir im Ziel waren! In den Wochen danach begann ich mit demselben, war immer unzufrieden und unwohl – ich verlor aber den Spass am Ganzen! Das war der Punkt, wo mir klar wurde: So geht’s nicht weiter! Seither starte ich an Anlässen, wo es vor allem ums dabei sein geht! Wo ich Freude habe unterwegs. Wo das Resultat zweitrangig ist und ich unterwegs auch einmal anhalten und Jemanden begrüssen kann, ohne dann ein schlechtes Gefühl zu haben! So kam ich zu all den langen Wettkämpfen, zu welchen ich ja auch Tabea motiviert hatte. An den Inlinerennen hatte ich bald schon den Ruf, derjenige zu sein, der noch singt und pfeift und plaudert, während alle anderen am Anschlag seien – ich genoss meine Rennen!
Ich habe so meinen Weg gefunden, mit dem Druck umzugehen. Tabea hatte auch lange ihren Weg. Sie ist zwar auch Weltmeisterin im sich zuvor schlecht zu reden, kann dann aber die Wettkämpfe doch geniessen! Nur in dem Jahr hats so ein wenig gekippt – ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Aber was für uns Beide zählt: Wir haben wahnsinnig Freude an dem, was wir tun! So macht Tabea auch ab und zu ein Training, von dem sie zwar weiss, dass es überhaupt keinen Sinn macht – aber brutal viel Spass! Und das zählt. Sie könnte da noch viel mehr herausholen, aber die Freude verlieren und darum befürworte ich meistens auch all ihre Spinnereien, und wenn sie von aussen noch so unvernünftig wirken können!
Sie weiss auch, dass sie im mentalen sicher noch Einiges an Potential hätte – sie macht sich natürlich auch da so ihre Gedanken.
Nun sind wir gespannt: Wie sieht es bei Euch aus mit dem Druck? Habt ihr welchen? Macht ihr Euch den selber oder kommt der von aussen? Welche Strategien habt ihr, um damit umzugehen? Einfach hier unten im Feld einen Kommentar hinterlassen.

 

Rückblick, Ausblick

verfasst am 25.9.2017

 

Nun ist Ruhe im Trainingsbetrieb eingekehrt. Ich befinde mich in der alljährlichen Trainingspause. Ich habe mir diese wirklich verdient. Denn diese Saison war sehr hart. Ich schaue nun kurz auf meine vergangene Saison zurück und mache danach einen kurzen Ausblick auf die Saison 2018:

 

Im April durfte ich 3 Wochen als Guide bei Eitzinger in Cambrils Velogruppen leiten. In diesen 3 Wochen habe ich extrem viel trainiert, so dass ich mich erst nach satten 4 Wochen wieder gut gefühlt habe. Der GP fiel genau in diese 4 Wochen und ging somit völlig in die Hose. Anfangs Juni gings dann mit dem ersten Triathlon los, dem Bantiger Triathlon. Ich belegte den 2. Rang in meiner Altersklasse (AK). Mitte Juni stand dann mein 1. Saisonhighlight an: Der Swissman. Geplant war ein zufriedenstellendes Finishen was ich mehr als übertroffen habe. Ich gewann diesen xtreme Triathlon und schwebte auf Wolke 7. Zwei Wochen drauf entschied ich mich relativ spontan den Gigathlon im Couple mit einem Partner, den ich an der Sportlerbörse fand, zu absolvieren. Die Erholungszeit war kurz aber ich fühlte mich am Gigathlon dennoch recht gut und wir finishten sehr zufrieden.
1 Woche später wäre ich mit einer Kollegin über diverse Pässe gefahren. Bereits am 1. Tag wurde ich krank und wir mussten unsere Pässeferien absagen. Mitte Juli startete ich wiederum spontan am Stockhornhalbmarathon, welcher leider auch in die Hose ging. Ich hätte dies besser sein lassen, im Nachhinein ist man immer schlauer.
Ende Juli startet ich am Alp d’Huez Triathlon über die Halbdistanz. Schwimmen und Laufen gingen gut, aber fürs Radfahren fehlte mir die Kraft. 1 Woche später war dann bereits der Glacier 3000 angesagt. Meine Ferse schmerzte leider wieder vermehrt und so waren die letzten Kilometer eine Tortour. Dennoch konnte ich den 3. Rang in meiner AK ergattern. Den anschliessenden Berner Berglaufcup konnte ich dann leider nicht ganz laufen, da ich meinen Fuss schonen musste. Immerhin an 2 Läufen war ich am Start. Mitte August stand dann das 2. Saisonhighlight auf dem Programm: die Tortour, welche ich mit einer guten Kollegin fuhr. Ein Rennradrennen um die ganze Schweiz mit über 1000km und 13000hm nonstop. Souverän fuhren wir nach ca. 41h ins Ziel. Für mich war dies etwas vom Härtesten, das ich bis zu dem Zeitpunkt gemacht hatte. Die Distanz war noch das eine, aber das Schlafmanko war das viel grössere Problem für mich.
Nach der Tortour hatte ich wiederum 2 Wochen zum Erholen bis zu meinem letzten Saisonhöhepunkt: dem ICON-xtreme-Triathlon! Und ja, der Icon war noch härter wie die Tortour! Noch nie kam ich körperlich derart an meine Grenzen wie an diesem Icon xtreme Triathon in Livigno! Dauerregen und Kälte begleiteten mich fast während den gesamten 17h45min. Die Kälte hat mir so viel Energie entzogen und hat zu einem längeren Zwischenhalt gezwungen. Mental wars äusserst schwierig, diesen Wettkampf zu finishen. Dank meinem Mann und Supporter in Personalunion konnte ich den Icon aber finishen, wenn auch nicht so schnell, wie ich gewollt hätte. Eine Woche später gings weiter mit Regen. Wir starteten am Engadin Inline Marathon bei Regen und Schnee. Mittlerweile wusste ich, wie man sich gut und regen- und kältesicher anzieht. Mit diesem Wettkampf (und der Gurtegredi) schloss ich dann meine Wettkampfsaison ab.
Ich bin recht zufrieden mit meiner Saison, auch wenn nicht immer alles nach Plan gelaufen ist. Ich habe auch Einiges gelernt und weiss, was ich nächste Saison anders machen werde.
Die Planung für nächste Saison ist bereits voll im Gange. Stand heute: Ich werde nächstes Jahr nicht am Gigathlon starten. Ein Grund dafür ist, dass der Gigathlon auch nächstes Jahr nur 4 Disziplinen haben wird, also kein Gigathlon sondern nur noch ein erweiterter Triathlon ist. Auf Grund dessen werde ich mich nächstes Jahr nochmals den xtreme-Triathlons widmen. Im Juni möchte ich den Celtman (Schottland) und im August den Norseman (Norwegen) machen. Dazwischen werde ich nicht mehr so viele Wettkämpfe wie dieses Jahr absolvieren.  Nach dem Norseman gibt’s noch 2 weitere Optionen: Inferno oder das Alpenbrevet (Platin-Tour).

 

Aber nun ist zuerst einmal die Trainingspause angesagt. Ich finde diese Pause sehr wichtig. Ich trainiere in diesen 3-4 Wochen fast nichts (2-3 Wochen=nichts bis fast nichts; 1 Woche= 2x Spinning). Also, ich fahre kein Rennrad, kein Bike, renne, skate und schwimme nicht. Ich fahre lediglich mit dem Rad zur Arbeit, spaziere umher oder gehe wandern. Ich weiss, die meisten trauen mir das nicht zu. Aber ich weiss für mich, dass ich das kann und es mir sogar noch Spass bereitet, mal «nichts» zu machen und Zeit für alles andere zu haben. Aber keine Angst – wir werden Euch hier trotzdem immer wieder mit hoffentlich spannenden Texten versorgen!

 

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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