Herzlich Willkommen auf unserer Homepage

Willkommen auf der Homepage von Tabea und Martin "Dinu" Ruegge. Wir sind ein sportliche Paar, das immer unterwegs ist. Mehr über uns findet ihr in den verschiedenen Menupunkten - einfach links darauf los klicken!

 

Hier auf der Frontseite präsentieren wir Euch immer den aktuellsten Bericht über unsere sportlichen Herausforderungen und zeigen Euch neue Fotos.

Etwas ältere Artikel (etwa 2-3 Monate alt) findet Ihr jeweils unter Aktuelles. Aber auch ein Blick in unser Archiv lohnt sich immer.

Es gibt auch einen Facebookaccount von Tab-di. Über diesen möchten wir in Zukunft sportliche Infos verbreiten oder auch Liveticker während Sportevents betreiben. Wer so auf dem Laufenden gehalten werden will, darf entweder auf Facebook unseren Account liken oder direkt hier auf der Homepage auf der rechten Seite auf «gefällt mir» drücken (dazu muss man aber auf Facebook eingeloggt sein).

 

Der Gigathlon war in jedem Jahr einer der Saisonhöhepunkte. Aus diesem Grund haben wir Ihm auch etwas mehr Platz auf unserer Seite gewidmet: Unter Gigathlon  findet Ihr alle  Berichte rund um den Anlass.

 

Martin "Dinu" Ruegge arbeitet als dipl. Ernährungsberater HF. Seine berufliche Homepage findet Ihr unter www.erb-monbijou.ch

Einige Fotos unserer Hochzeit findet Ihr als Präsentation hier: http://chris-herzog.ch/galleries/hochzeit_td/ .
Es lohnt sich, wenn Ihr Euch ein paar Minuten Zeit nehmt, es hat viele wunderschöne Fotos, hoffentlich auch eines von Euch? Zuerst die vom First-Look, aber auch von der Kirche, dem Apéro,....... Fotos zum anschauen als Galerie findet Ihr auch in unserer Rubrik "21.5.2016-Hochzeit".

Spaziergänge

verfasst am 12.11.2019 von uns Beiden

Wir haben das schöne Herbstwetter dieses Weekend in vollen Zügen genossen. Unsere Spaziergänge werden im Moment immer länger, dies wohl weil wir mitten in der Trainingspause stecken und uns doch etwas an der frischen Luft aufhalten wollen. So waren wir gestern über 2h draussen unterwegs. Dinu jammerte zwar, dass das Spaziertempo für ihn zu hoch sei -  er behauptete sogar, am Bieler 100er könnte er in dem Tempo seine Bestzeit verbessern! Tabea hingegen fand, dass sie allein schneller laufen würde und sie das Tempo extra für Dinu gedrosselt habe. Naja, wir kommen halt aus verschiedenen Haushalten. Dinu's Eltern sind eher gemächlich unterwegs, Tabea's Familie hat einen zügigen Schritt drauf! Das färbt halt ab🙂.
Tabea geht es auch wieder recht gut. Die OP war ja nun von 2 Wochen und die Fäden sind gezogen. Und heute ist ihr erster Arbeitstag nach 2 Wochen krankgeschrieben...

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Nichts tun und Flohmi

verfasst von uns Beiden am 04. November 2018

Eine ziemlich klassische Frage, welche uns während der Trainingspause oft begegnet, lautet: Haltet ihr das tatsächlich aus? Was macht ihr alles mit der freien Zeit? Macht ihr wirklich keinen Sport? Tabea auch?

Also, noch einmal: JA, Dinu UND Tabea machen in diesen knapp 4 Wochen keinen Sport, keine Laufschuhe werden geschnürrt, kein Rennrad oder Bike wird benutzt und die Schwimmbrille bleibt auch im Schrank. Auch dem Kraftraum bleiben wir gerne fern. Klar, etwas Bewegung in Form von Spaziergängen, ev. dann auch mal eine Wanderung, und der Arbeitsweg mit dem Rad, ist erlaubt. Aber mehr nicht! Tabea muss sich nach der Operation noch sehr stark schonen und ist darum sehr passiv. Und was machen wir nun mit der freien Zeit? Wir besuchen Kollegen, oder laden Leute zu uns ein, wir gehen ausswärts Essen oder stellen unseren Haushalt auf dem Kopf und suchen Dinge, die wir nicht mehr benötigen. Mit all dem "Krempel" fuhren wir dann am Sonntag nach Bern zur Reithalle. Dort finden allmonatlich ein Flohmarkt statt.Bereits etwas mehr als vor einem Jahr waren wir am Flohmarkt und fanden dies noch spannend. Darum haben wirs jetzt wiederholt. Es ist eindrücklich zu sehen, was da alles angeboten und verkauft wird. Bei uns kam auf jedenfall einiges weg. Wir sind mit unserem Erfolg mehr als zufrieden.

OP

verfasst von Dinu am 29.10.2018

 

Habt Ihr schon einmal eine Nachricht erhalten, in welcher stand: «Hey Schatz, faus i das hüt ned überläbe, chasch Du im Fau mis Gäud erbe! Aber bitte due e chli truure um me, gang ned scho am Zischtig weder go schaffe, gäu!»? Nein? Dachte ich es mir doch, dass einem so etwas nur passiert, wenn man mit Tabea verheiratet ist? Aber ganz von vorne:

 

Nach dem Trailmarathon fuhren wir unsere Trainings massiv zurück – das heisst, dass ich noch ein einziges Mal (Biketraining mit Tabea) trainiert habe, während Tabea nur noch 2 weitere Spinningstunden geben musste. Wir wollten noch nicht ganz in die Trainingspause, einerseits um das schöne Wetter noch etwas ausnutzen zu können und andererseits, weil es einfach besser war, unsere alljährlichen 4 trainingsfreien Wochen erst dieses Wochenende zu beginnen. Denn eigentlich wären wir diesen Freitag per Zug nach Frankfurt (wie im letzten Jahr) um dort mit einem Kollegenpäärchen die Stadt zu geniessen und gleichzeitig als Funprojekt an der Marathon-Staffel teilzunehmen. Vor 3 Wochen erfuhr Tabea aber, dass sie eine routinemässige Operation durchführen lassen muss und hatte die Auswahl zwischen diesem Freitag und einem Termin Ende November. Sie wählte diesen Freitag und wir liessen Frankfurt sein (wobei Tabea ja noch meinte, sie könne ja am Samstag noch rausreisen und dann schauen……). Am Freitag stand nun der kleine Eingriff bevor, ein Routineeingriff aber unter Vollnarkose. Tabea hatte richtig panische Angst vor der Narkose, der Eingriff selbst machte ihr keine Sorgen. So kam es dann, dass sie aus dem Spitalzimmer am Freitagvormittag auf die Operation wartete und solche Nachrichten versendete. Sie habe am ganzen Körper gezittert vor Angst, den armen Narkosearzt mit Fragen gelöchert und sei so nervös gewesen wie vor keinem ihrer Anlässe (und da ist sie schon sehr nervös!). Es ging aber alles gut, schon am Freitagabend war sie wieder auf den Beinen und beschwerte sich über das mickrige Abendessen (es gab nur CafeComplet, die Fachleute meinten, sie werde nach der Narkose keinen Hunger haben – denkste….) und war schon im halben Spital unterwegs. Am Samstagmorgen konnte sie das Spital um 7:30 verlassen (ursprünglich war 9:00 geplant, zum Glück war der Taxiservice «Dinu» schon wach), verbrachte aber tatsächlich den grössten Teil des Tages sitzend oder liegend! Tabea live: Sie erklärte mir auf der Heimfahrt vom Spital, dass sie nur 1kg heben dürfe im Moment, beim Aussteigen aus dem Auto hob sie aber ihren Rucksack hoch, welcher sicher 7kg wog…… Sie ist nun 2 Wochen krankgeschrieben und wird sich schonen. Danach kann sie wieder zur Arbeit, wird sicher auch wieder erste Spaziergänge machen. Trainiert wird aber sowieso erst nach der Saisonpause in 4 Wochen wieder! Bis dahin werden wir Euch aber sicher jede Woche ein paar Zeilen schreiben, wies uns so geht 😉

Transruinaulta Marathon

 

verfasst von uns Beiden am 22.10.2018

Das letzte Highlight in diesem Jahr war der Transruinaulta-Trailmarathon vom letzten Samstag.

 

Bereits am Freitagabend fuhren wir mit dem Auto nach Chur, um mit Kollegen Pizza essen zu gehen. Wir übernachteten dann gerade bei ihnen und am nächsten Tag führten sie uns an den Marathon-Start in Illanz. Der Start war um 9.30. Die Sonne schien, es war aber trotzdem eisig kalt. Wir starteten beide an diesem wunderschönen Trailmarathon, welcher knackige 1800hm beinhaltete. Gestartet wurde einzeln, da es sehr schnell eng wurde auf dem Weg.

 

Kurzbericht Tabea:

Ich fühlte mich nicht ganz so gut, ja, das ist ja nichts Neues… In der letzten Zeit hatte ich immer wieder mit Verhärtungen der hinteren Oberschenkelmuskulatur zu kämpfen. Ich war regelmässig in der Massage und trainierte natürlich fleissig weiter. Dieser Lauf war für mich eine reine Wundertüte. Konditionell fühlte ich mich sehr gut, aber ich konnte nicht abschätzen, was meine Hamstrings dazu meinen würden. Es war eisig kalt um 9.30! Ich startete mit Ärmlingen und kurzen Hosen/Shirt. Dinu startete kurz vor mir, also genau genommen: 4 Sekunden vor mir. Somit war mein erstes Ziel, ihn aufzuholen und ich überholte ihn dann auch. Auf den ersten Kilometern kämpfte ich vor allem mit der Kälte. Meine Hände fielen mir fast ab. Nach ca. 5km besserte es aber schlagartig, es wurde wärmer. Auf den ersten 12km begann dann leider schon das leidige Hamstring-Thema. Ich war sehr oft damit beschäftigt, so locker wie möglich zu laufen. Gleichzeitig hatte ich mental recht Mühe, weil ich wusste, dass ich noch nicht weit war und die richtigen Probleme ja normalerweise erst nach 30km kommen würden. Bei km 12 gabs eine Neutralisation, welche ich zum Dehnen und WC-Halt nutzte. Bald danach gings in den ersten längeren Anstieg. Auf meinen Beinen kam nicht sehr viel. Sie taten weh. Normalerweise wäre das meine Stärke gewesen, aber an diesem Samstag lief einfach nichts! Danach gings wieder runter und wieder hoch usw. Es war ein richtiger Kampf, dass ich das Tempo trotzdem halten konnte. Bis km 20 bin ich dann schon etwas eingebrochen – es tat zu fest weh. Ich ärgerte mich, weil ich nicht das zeigen konnte, was ich eigentlich könnte. Der Puls ging auch nicht mehr sehr weit hinauf, die Muskeln liessen es nicht zu. Ab km 25 lockerte es sich ein wenig und ich konnte wieder etwas mehr Tempo machen. 2 x hatte ich Bauchkrämpfe. Man könnte ja meinen, es gibt genügend Möglichkeiten kurz hinter dem Busch zu verschwinden. Leider war das nicht so. Kilometerlang gab e keine Möglichkeit vom Trail abzuweichen um da Geschäft zu erledigen. So musste ich halt auf dem Trail…. Ging nicht anders…. Und beim 2. Mal genau dasselbe Problem... Zum Glück war ich jeweils kurz alleine unterwegs😊. Die letzten Kilometer hatten es dann nochmals so richtig in sich. 3 ganz steile Anstiege durfte man noch hochlaufen, ehe man dann endlich das Ziel sah in Thusis. Nach 4h30min kam ich erleichtert im Ziel an. Mit dieser Zeit wurde ich 12. Frau von 133 gestarteten, was mich sehr erfreute. Den Lauf konnte ich nicht geniessen, zu viele Probleme hatte ich unterwegs. Aber schön wäre es gewesen… Jetzt steht dann die Trainingspause an. Mitte nächste Woche wird damit gestartet. 4 Wochen trainingsfreie Zeit! Ich freue mich sehr darauf. Mein Körper auch😊

 

Dinu’s Notizen:

- Gespräch vor dem Start: „Mir schmerzen heute die Knie!“ „Dir hat letzte Woche auch etwas geschmerzt, Du bist aber trotzdem aufs Podest gerannt“ „Ja, aber heute ist es anders, meine ganze Muskulatur ist verkrampft!“.

 

- Man startet in 4 Sekundenabständen, Tabea 4 Sekunden hinter mir. Nach gefühlten 3 Sekunden ist Tabea bereits neben mir und stöhnt „Jetz hani Vougas gäh zum di iizhole, jetz mani nümme!“ 5 Sekunden später ist sie weg, 20 Sekunden später sehe ich sie nicht mehr.

 

- Nach 5km ruft Jemand am Streckenrand: „Gsesch super us Dinu, d Tabea housch no i“ Ich rufe: „Sie ist hinter mir gestartet!“ „Ou, de no vöu Glück….“.

 

- Neutralisationspause bei km 11, Bahnhof Versan: Super, ich habe mir Zeit für einen WC-Stopp genommen, die Schuhe nachgebunden und meine Trinkfläschchen aufgefüllt! Tabea war da schon über alle Berge, als ich zur Neutralisation wieder rausrannte.

 

- Unterwegs ruft irgendwer irgendwo: „Noch 500m, dann kannst Du Dich erholen!“ Ich war gespannt, konnte man da einen Sessellift nehmen? Wartete ein Postauto? Nein, die Strecke ging steil abwärts – das abwärtsrennen war für die Beine fast härter wie das hochrennen, sowas nennt man im Bündnerland „Erholung?????“ Ich gehe somit besser nie in ein „Wellnessweekend“ ins Bündnerland!

 

- Insgesamt wurde ich 99er von 328 rangierten Männern – ein Rang im ersten Drittel ist für mich eher ungewohnt weit vorne. Ich hatte aber eine sehr gute Saison, in der ich für meine Verhältnisse gut trainieren konnte – das hat sich hier wieder gezeigt!

 

- Es gab Zwischenzeiten, an denen man auf der Rangliste sehen konnte, auf welchem Rang man dort gewesen wäre. Ich wäre bei der ersten Zwischenzeit 176er gewesen, die zweite Teilstrecke legte ich als 102 zurück und auf dem letzten Teilstück war meine Zeit sogar die 80schnellste Zeit gewesen! Schade ging das Rennen nicht noch etwa 20km weiter ;-)

 

- Im Vergleich zu Tabea siehts dann allerdings etwas anders aus: Auf dem ersten Teilstück verlor ich auf sie 2min 14 Sek., auf dem 2. Teilstück war ich tatsächlich 1min 15sek schneller, auf dem letzten Teilstück nahm sie mir dann noch 9min und 10sek ab! Insgesamt kam ich 10min nach ihr ins Ziel, was für mich eigentlich ein recht gutes Resultat wäre. Wenn da nicht zum Voraus jemand mehrfach betont hätte: „E Marathon esch z läng für mini Bei, Du wirsch garantiert schnöuer si……“

 

- Wir hatten uns für den Transrunaulta angemeldet, weil es so eine wunderschöne Strecke sei. Vor Ort haben wir dann aber erfahren, dass der Lauf am Sonntag, der Transviamala über 17km, der viel schönere sei! Egal, auch der Marathon führt durch wunderschöne Gegenden, entlang beider Rheinschluchten, über schöne Singletrails, Alpwiesen, technisch anspruchsvolle Weg hoch und auch wieder runter – echt toll!

 

- Das war mein erster Wettkampf, an welchem es schön angerichtete Platten mit Bündnerfleisch, Käse und Brot an den Verpflegungsposten gab! 

 

- Nachdem Tabea letztes Wochenende eine jurassische Trockenwurst gewonnen hatte, gabs an diesem Wochenende als Finisherpreis für Alle eine Salsiz! Ich bin ja schön froh, dass meine Frau Vegetarierin ist!

 

- Wobei, das mit dem technisch anspruchsvollen, das hiess es zuvor ja in der Ausschreibung! Ich bin aber schon Teilstrecken von xtreme -Triathlons in Schottland und Norwegen abgelaufen, DIE waren technisch weitaus anspruchsvoller! Ich war jedenfalls mit meinen normalen Strassenlaufschuhen völlig wohl! Aber die Trails waren definitiv nicht einfach!

 

- Das Niveau an der Frauenspitze war brutal hoch! Einige von Euch kennen z.B. Jasmin Nunige? Sie ist 6fache Siegerin des K78 in Davos (ja, ein Berglauf über 78km) und war vor Jahren als Langläuferin an den olympischen Spielen. Ihr reichte es gerade noch auf Rang 3! Im letzten Jahr brauchte die 3. Platzierte Dame 4: 16:49, in diesem Jahr hätte das für Rang 6 gereicht, 11 Sekunden vor der 7ten! Dafür hätte Tabeas Zeit im Vorjahr für Rang 7 gereicht! Umso stärker ist Tabeas Rang in den vorderen 10% einzuordnen!

 

- Der Transruinalta war, trotz seiner 1800 Höhenmeter, einer meiner schnellsten Maratnons (Marathone?)! Ich war viel schneller wie am Napfmarathon, am Jungfrau aber auch schneller als bei den flachen Städtemarathons in New York (bei der ersten Teilnahme) und Barcelona! Vielleicht sollte ich wieder einmal an einem Marathon starten?

 

- Sonntags gabs für mich einen Ausflug mit langem Spaziergang/Wanderung. Meine Beine fühlten sich dabei echt gut an – sie haben ja Erfahrungen mit 100km, was sind da 42km ;-)

 

- Ich liebe das Herbstgetränk „Sauser“, ich konnte dieses Wochenende eine kleine Studie durchführen! Im Bündnerland waren wir in einem Restaurant, da kosteten 2,5dl stolze 9.60, am günstigsten sah ich 2dl. Sauser für 4.80!

Ein paar Fotos gibts in der Galerie.

 

Trail du Jura bernoise und Velosturz

 

verfasst von uns Beiden am 15.10.2018

 

Der „Trail du Jura bernoise“ wurde in dem Jahr zum ersten Mal ausgetragen. So kannten wir zwar die Eckdaten (13km/650hm) aber wussten nicht, wie das Gelände aussehen würde. Kommt man mit Laufschuhen durch oder wären Traillaufschuhe angebracht. In der Ausschreibung hiess es auch, man MÜSSE 5dl mit sich tragen, zusätzlich seien warme Kleider, eine Mütze und etwas zu Essen empfehlenswert. Ich startete somit mit einem Traillrucksack und der entsprechenden Ausrüstung aber mit den normalen Laufschuhen, Tabea nahm einfach 5dl Wasser mit, sonst nichts und lief auch in den Laufschuhen. Darum wurde sie nervöser, da die meisten anderen vor Ort mit Rucksäcken, Trailschuhen und oft auch Stöcken vor Ort waren. Da sie recht müde war und Muskelkater hatte, dachte sie, nicht genügend fit zu sein. Zusätzlich dachte sie, es habe viele starke regionale Läuferinnen am Start (insgesamt immerhin 68 Frauen!), darum rechnete sie nicht damit, einen Podestrang erlaufen zu können. Als ich mich etwas weiter nach hinten im Startblock begab meinte Tabea: „Bis spöter, Du housch mi jo de eh uf“!

Die Strecke war echt wunderschön, sie verlief sehr selten auf Kies- oder gar Teerstrassen, mehrheitlich auf Trail oder einfach quer über frühlingshaft grüne Jurawiesen! So typisch, wie man sich den Jura vorstellt, vorbei an Pferdekoppeln und immer mal wieder hoch und runter. Ich habe Euch beim aufwärtsmarschieren sogar ein paar Fotos gemacht!

Teilweise waren die Wege matschig/rutschig, da wären Trailschuhe nicht schlecht gewesen, an den meisten Orten ging es aber sehr gut mit unserer Ausrüstung. Da es recht warm wurde, konnten wir die mitgetragene Flüssigkeit auch gebrauchen!

Im Ziel meinte Tabea dann: „Du bist nur 3min langsamer wie ich gelaufen, das überrascht mich jetzt! Stark!“. Normalerweise hast du ja bei solchem Gelände mehr Mühe, echt super von dir!!!“ Nun weiss ich etwa, was sie gedacht hat, als sie am Start meinte mit: „Du housch mi jo de eh uf!“.

Auf der Rangliste stand dann, dass Tabea 2. geworden war, ich lag auf dem 33 Rang von 95 Männern, also fast im vordersten Drittel. Das ist für mich ungewohnt weit vorne, was mich doch sehr freut. Da Tabea an die Rangverkündigung durfte (welche etwa 2h später stattfinden sollte), wollte Tabea baden gehen, googelte kurz und meinte: „Da ist ein See in der Nähe, der Etang de la Gruyère“! Ich war da mal mit der Schule und fand: „Das ist so ein Moossee, nicht so sauber und wohl ein Naturschutzgebiet“. Googel meinte, baden sei möglich aber nur der einheimischen Bevölkerung erlaubt. Da das dann aber vor Ort nicht angeschrieben war, konnten wir das ja nicht wissen und gingen baden! Ich hatte recht, der See war nicht nur kalt (auf über 900m.ü.M.) sondern bräunlich – aber Spass gemacht hats trotzdem! Sicherheitshalber sind wir dann aber auf dem Heimweg, nach der Rangverkündigung, uns im Bielersee noch abwaschen gegangen.

Kurzbericht Tabea: Ich war echt gespannt auf den Lauf. Vor allem war ich gespannt auf meine hinteren Oberschenkel (Hamstrings), welche seit mehr als einer Woche etwas Probleme bereiteten. Ich hoffte einfach, dass die Muskultur einigermassen mitmachen würde. Dann war der Start und ich ging nicht zu schnell los. Bald aber staute es, so dass ich auf mühsamem Weg überholen musste. Dann gings steil hoch. Es war rutschig, nass und ich wünschte mir, Trailschuhe anzuhaben. Alle rund um mich herum trugen solche! Oben angekommen gings über Wiesen, was ich als sehr schwierig empfand. Fussgelenkstabi lässt grüssen…. Dann wieder steil runter. Wie immer wurde ich beim runterlaufen überholt, beim Flachen blieb es in etwas gleich, bergauf konnte ich wieder überholen. Nach km 7 rief mir ein Zuschauer, dass ich 2. Frau sei, was ich nicht glaubte. Ich lief in meinem Tempo weiter, versuchte das Tempo aber sicher eher ungemütlich zu halten. Falls die Aussage stimmen sollte, wär es ja schade, wenn ich zu viel herumplämperle. Nach 1h18min kam ich dann in der Tat als 2. Frau im Ziel an. Ich war ziemlich überrascht über das Resultat. Die Hamstrings spürte ich stets etwas, aber gross behindert haben sie mich wohl nicht. Ich dachte dann, dass Dinu wohl bei diesem Gelände mehr Mühe haben würde wie ich und sicherlich viel später kommen würde. Als er dann nach 3min kam, war ich sehr überrascht und fand es super!

 

Am Abend waren wir an einer tollen Geburtstagsparty eingeladen, blieben aber nicht so lange, da wir nach dem Tag recht müde waren. Allerdings hat uns die Liveübertragung des Ironmans Hawai doch noch an den Bildschirm gefesselt, dass wir dann doch nicht soo früh im Bett waren. Völlig ungewohnt war dann aber, dass ich irgendwann ins Bett ging und Tabea das Rennen weiterverfolgte - ob das ein Zeichen ist???

Sonntags brachen wir mit den Rädern auf eine Tour um den Murtensee auf. Eingangs Kerzers fällt die Strecke leicht ab – all diejenigen, welche schon mal am Kerzerslauf waren, kennen die Strasse. Da erreicht man ohne viel Aufwand ein hohes Tempo – wir hatten etwa 46km/h. Da sehe ich, wie von links ein Fussball auf die Strasse rollt und hinterher ein Junge angerannt kommt. Ich sehe, wie Tabea vor mir nebendurch fährt und dann – zäckbumm – fliege ich die Luft und lande auf meiner linken Seite und drehe auf den Rücken. Mit Schmerzen liege ich da, schaue mich um und höre Tabea schreien und laut fluchen, sie hat die Kinder so richtig zusammen geschissen…. Einfach einen Fussball auf die Strasse werfen…. So gefährlich. Sie war richtig aufgebracht und ich beschäftigte mich mehr damit, Tabea zu beruhigen als mich um mich zu kümmern. Noch Streit mit den Eltern der Kinder wollte ich vermeiden!

Das Beste war dann, als die Mutter meinte: Es seien Kinder, das könne passieren, sie würden sicher nichts für Schäden am Velo bezahlen! Keine Entschuldigung, nichts – uns war ja auch klar, dass es Kinder sind und die so was machen können, trotzdem haften dann halt die Eltern! Tabea zögerte keine Minute und rief die Polizei. Da lenkte die Mutter dann doch ein und wir konnten das Ganze so regeln. Ich hatte Schürfungen an der ganzen linken Seite – Ellbogen, Schulter, Hüfte, Knie. Zusätzlich schmerzte das rechte Hangelenk, da hatte ich mich wohl auch abgestützt. Das neue Fahrrad wies viele Kratzer auf, das Vorderrad schliff irgendwo und der Lenker war links verbogen. Ich probierte, weiter zu fahren, zu Beginn mit Mühe, dann immer besser.

Am Murtensee entlang wollte Tabea Intervall machen – es wurde aber nur zu einem Intervall für sie aus! Das sah so aus! Tabea auf ihrem Triathlonrad gibt vorne Vollgas, ich sollte mich im Windschatten erholen. Das habe ich falsch verstanden und habe auch Vollgas gegeben, naja, sonst hätte ich nicht im Windschatten bleiben können! Nach ihrem Einsatz wechselte sie nach hinten, ich musste nun Vollgas geben und sie erholte sich hinten – ich fuhr also non Stopp Vollgas und sie machte Intervall J

In Murten genossen wir eine Stärkung, badeten im See (traumhaft, Mitte Oktober! Wobei das in meinen Wunden recht brannte!) und radelten heim.

Die Schürfwunden sind oberflächlich und unproblematisch, meine linke Schulter, die ich vor Jahren einmal angerissen hatte und immer noch etwas unbeweglich war, schmerzt heute bei gewissen Bewegungen – oder sie blockiert. Ansonsten ist alles i.O., ich hatte also Glück im Unglück!

Ein paar Fotos gibts in der Galerie

 

Viel Training und Ausflug nach Berlin

verfasst von uns beiden am 08.10.2018

Tabea versuchte letzte Woche ihren Muskelkater mit Training weg zu bringen. Am Sonntag hatte sie diesen beim Juratoptour-Berglauf aufgelesen.

 

Am Mittwoch gabs für Dinu ein hartes Intervall beim TV Bolligen. Tabea rannte ihre Bestzeit am Niesen (Bericht siehe weiterunten). Am Freitag waren wir zu einem Hochzeit eingeladen (nochmals herzlichen Glückwunsch und Merci), am Abend schauten wir “Der Läufer” im Kino.

Samstags trennten sich unsere Wege wieder – Dinu besuchte die Herbstversammlung des Inline Clubs Mittelland. Da merkte er, dass er wohl ein talentierter Kubb-Spieler wäre – vielleicht sucht er sich nun dort neue Herausforderungen? Allerdings scheint das Talent genetisch verankert zu sein, auch sein Bruder ist ein talentierter Kubb-Spieler.

Tabea fuhr nochmals eine so richtig lange und harte Velotour. Sie hat da einen Kollegen, der macht solche Sachen immer sehr gerne mit. Geplant war mit den Rennrädern über den Balmberg/Weissenstein/Grenchenberg/Mont Crosin/Chasseral also ca. 170km und 4000hm. Wer den Jura kennt, weiss wie steil teilweise die Aufstiege sind. Nach km 80 stiess noch Daniela dazu. Sie fuhr mit uns den Grenchenberg und Mont Crosin. In St-Imier wollten wir uns entscheiden, ob wir den Chasseral noch anhängen würden, oder auf direktem Weg via Soncebonz nach Biel zu fahren. Wir waren alle ziemlich müde und kaputt. Tabea wollte dann aber doch die Tour bis zum Schluss durchziehen und entschied sich für den Chasseral. Ihr Kollege entschied sich dann auch dafür. Und so rollten wir in sehr gemütlichem Tempo (das war bei den letzten Pässen nicht immer der Fall) den Chass hoch.

Sonntags: Ausflug ins Wallis. Bei traumhaftem Wetter rannten wir mit Nelly eine 17km lange Tour. Diese führte von Ausserberg ins Baltschiedertal, dort auf einen Berg mit toller Aussicht, wieder runter ins Tal und dann den Suonen entlang via Eggerberg nach Visp. Ursprünglich war als Traillaufausflug für den Inline Club Mittelland geplant, da sich aber nur ein Mitglied angemeldet hatte waren wir zu dritt unterwegs. Landschaft: Genial, in den herbstlichen Farben sowieso! Anstrengung: Human, das allerdings mehr runter wie hoch geht, brennen die Beine heute schon etwas….. Typisch Frauen: Tabea meinte, sie sei vom Vortag zu müde und sei nicht fit – und rannte dann immer weit voraus, Nelly meinte, sie sei nicht fit und keine gute Läuferin und wisse nicht, ob sie die ganze Tour schaffen würde – und legte dann ein Tempo hin…… Unglaublich! Wetter: Am Freitag zeigten die Prognosen ein Regenrisiko für 80% im Wallis, wir genossen traumhaften Sonnenschein!

Bilder gibts in der Galerie.
Doch der Text geht gleich weiter:

 

Dinu wurde von der Firma Roche, für welche er ab und zu Blogbeiträge verfasst, an den EASD (European Association for the Study of Diabetes) nach Berlin eingeladen. Dort verbrachte er von Sonntag bis Dienstag 3 eindrückliche Tage. Der Sonntag war Anreisetag, am Montag hatte er am Vormittag noch Zeit für eine Joggingtour durch den Park – 12km bei einem lockeren Tempo mit diversen Fotostopps. Am Nachmittag war er an einem Workshop für Blogger. Er durfte aktiv lernen, wie die Idee für eine neue App entwickelt wird. Dabei wurden sehr kreative Ideen von all den Bloggern entwickelt! Eigentlich wäre es nun spannend, diese Ideen weiterzuentwickeln und die Apps auf den Markt zu bringen, denn schließlich sind das ja Ideen der User und entsprechen unseren Bedürfnissen. Nur leider wurde angetönt, dass man die Ideen zwar aufnehmen würde, aber dass wir keine Angst haben müssten, dass man unsere Ideen kopieren, auf den Markt bringen und vermarkten würde.

Am Dienstag reichte es nochmals für eine Laufeinheit, 9km in deutlich zügigerem Tempo der Spree entlang, Schloss Charlottenburg und zurück. Unterwegs kam er am Zoo entlang und hatte Freude an den beiden Weisskopfseeadlern, welche er aus recht kurzer Distanz sehen konnte.

Danach gings aufs Messegelände, wo diverse Vorträge gehört werden konnten, Poster präsentiert wurden und haufenweise Hersteller ihre Produkte und Produkteneuheiten präsentierten. Der Tag reichte nur um diese Stände und 2 kurze Präsentationen zu besuchen. Das Ganze war aber sehr lehrreich und informativ für ihn. Es sei sehr eindrücklich zu sehen und zu hören, was die vielen Blogger alles so kreatives Schreiben und tun und machen - so ist Dinu überzeugt, dass im Bereich Diabetes noch allerlei Spannendes auf den Markt kommen wird. Dinu hörte auch ein kurzes Referat einer amerikanischen Radrennfahrerin (16 Jahre jung, welche Typ1 Diabetikerin ist. Ihr grosses Ziel sind die olympischen Spiele 2020, was durchaus realistisch für sie ist, da sie schon mehrfach amerikanische Meisterin geworden ist!

Die Messe zeigte, dass alle Geräte immer wie besser vernetzt, näher an die natürliche Art (Stichwort Closed Loop) und immer wie kleiner und handlicher werden. Es gibt immer wie mehr Hersteller auf dem Markt! Vor allem asiatische Produzenten, welche auch ein recht grosses Know-How verfügen, allerdings mit dem Kundenservice in Europa (noch?) grosse Mühe haben. In der Schweiz haben die meisten davon gar keine Vertretung, in Deutschland noch eine sehr kleine. Und da der Service doch ein sehr wichtiger Anteil ist, sieht Dinu da leider eher wenig Chancen - aber Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt neue Ideen.

Die grössten Hürden bringt aber die Politik mit sich! An mehreren Ständen hiess es: "Ja, das und das könnten wir technisch tatsächlich machen, aber....". Die Zulassung würde fehlen oder man dürfe nicht (Datenschutz, etc.). Auf der einen Seite beruhigt uns dies etwas, man achtet gut auf den Schutz von uns Patienten, verhindert damit aber auch Innovationen. Und da sind die Patienten aktiv. Man verbindet sich, entwickelt selber, hackt Geräte (was ich auf keinen Fall weiterempfehlen würde), bringt Ideen, geht auf die Firmen zu, denkt mit - da scheint sich sehr viel zu bewegen, auf eine positive Art und Weise.

Dinu hat eine App, die zwar eher bei Frühentdeckungen von Typ 2 Diabetikern hilfreich sein wird, fasziniert. Die wurde am Rochestand vorgestellt. Das ist etwas, das er in seinem Alltag als Ernährungsberater gerne einsetzen würde!

Dinu wurde mehrfach gefragt, ob er auch Diabetesblogger sei und wo er denn schreiben würde. Er verfasst ja ab und zu Artikel über seinen Diabetes auf „meine-Blutzucker.ch“ wie denjenigen kürzlich über den 100er. Hier erwähnt er den Diabetes ab und zu, aber selten. Dabei wären in Tab-Di ja viele Buchstaben enthalten, die in DIABeTes auch enthalten sind….

Ach ja, was Dinu gelernt hat in Berlin: Wir müssen erwähnen: Ein wichtiger Hinweis: Die Reise-, Hotelkosten und Eintrittskarten für den EASD hat Roche Diabetes Care uns Diabetes Bloggern spendiert. Riesigen Dank dafür! Das heißt jetzt natürlich nicht, dass wir auf unseren Blogs nicht unsere freie Meinung äußern dürfen.

 

DER NIESEN!!!!! Die schönste Pyramide der Welt;-)

verfasst am 05.10.2018

Vom Niesen kann ich behaupten das es mein Lieblingsberg ist! x-Mal bin ich schon hochgelaufen, Mal besser, mal weniger. Ja, der Niesen hat es mir angetan. Immer wieder versuche ich eine neue Bestzeit aufzustellen. Nicht immer klappt dies – Mal ist es zu heiss, ich bin zu müde, es ist zu rutschig – viele Faktoren beeinflussen diesen Lauf auf den Niesen.

 

Mein Kollege Michael und ich wollten am Mittwoch wieder einmal so schnell wie möglich auf den Niesen laufen. Vor 2 Jahren haben wir das auch schon gemacht. Natürlich bin ich dazwischen x Mal noch hoch, aber nie mit der Absicht, heute meine Bestzeit zu laufen. Jedoch standen die Sterne nicht gut um diesen Mittwoch.

 

Kurze Vorgeschichte:

 

  • Letzten Sonntag: Berglauf Juratoptour-Wettkampf, wo es mir beim bergablaufen die Muskeln zerschlagen hat – Resultat: übler Muskelkater während den nächsten Tagen. Danach lockere Rennradfahrt über den Chasseral (85km/1300hm)

  • Montag: Ruhetag

  • Dienstag: Lauftraining mit Indurance – dummerweise gabs dort ein Treppentraining, was ich eigentlich liebe…., aber an diesem Tag und in Anbetracht des Niesenlauf-Projektes vom nächsten Tag, als nicht sinnvoll einstufte.

  • Mittwoch: Muskelkater immer noch vorhanden – egal, ich wollte es trotzdem unter diesen Voraussetzungen versuchen.

 

 

 

So fuhren wir mit dem Auto nach Mühlenen. Beide sichtlich nervös. Wir mussten selber über uns lachen, denn was hätten wir zu verlieren? Es ist ja kein Wettkampf! Dennoch waren wir innerlich gestresst. Bei der Niesenbahn gaben wir noch unsere Kleider auf, dann wollte Michael noch einjoggen! Ich habe ausnahmsweise mitgemacht. Wir schauten uns an und fragten einander ein letztes Mal: «Bisch nervös? Oh ja, mi Puls isch richtig höch! Mischt, was mache mir hie! Mir spinnä! Äs geit doch um nüd…. Mir wöi doch nur dr Niese ufäjogge….» So standen wir noch eine knappe Minute bei unserem Startpunkt, klatschten ab und wünschten uns einen guten Lauf. Ab dann war jeder in seiner Welt. Michael rannte voraus, ich blieb an seinen Fersen. Ich joggte in kleinen Schritten hoch und war völlig konzentriert darauf. Dann wurde es noch steiler. Ich überholte Michael, nahm das aber nur so am Rande war, zu konzentriert war ich. Dann wurde es flacher, Michael überholte mich wieder, wie fast immer in flachen Passagen. Und dann wurde es wieder steil und das für eine längere Zeit. Ich überholte ihn wieder und sah ihn ab da nie mehr. Ich schaute nie auf meine Pulsuhr, nie auf die Zeit. Ich joggte vor mich hin. Ich wollte so viel wie möglich joggen, alles in kleinen Schritten, wenn es flacher wurde, nahm ich etwas Tempo raus, sobald es steiler wurde, drückte ich hoch, das war meine Taktik und so viel joggen wie möglich. Mittelstation erreicht! Auch da, ich schaute nicht auf die Uhr, ich wollte nicht wissen, wie schnell/langsam ich war. Die 2. Hälfte ist die steilere. Daher errechnete ich mir, dass ich ab dort viel gehen werde – so wie fast immer bei den letzten Malen. Komischerweise konnte ich aber auch auf diesen Stücken sehr viel joggen und ich fragte mich, was ich denn da früher gemacht habe? Warum ich da gegangen bin? Man kann ja joggen, alles in kleinen Schritten, das geht gut. Puls war hoch. Manchmal kam er etwas runter, aber dann ging er schnell wieder hoch. Dann kam die Treppe, die so steil ist, dass wirklich nur ein langsames hochziehen möglich ist. Danach wird es wieder flacher. Ich jogge wieder und weiter und weiter. Nun sah ich bereits das Ziel. Dran bleiben, dachte ich. Vom Gefühl her müsste das eine super Zeit ergeben. Also, ja nicht nachlassen. Nur noch 1km bis oben. Ich konzentrierte mich auf den Weg, auf meine Schritte, auf die beste Linienwahl. Nebel stieg auf. Das Ziel war nicht mehr ersichtlich. Und dann, endlich, die letzten Meter. Vollgas. Alles was ich hatte, gab ich nun von mir. Und STOPP. Keuchen, husten, am Geländer haltend, schaute ich ängstlich auf die Uhr. Was wird sie mir sagen? 1h34min! Okay dachte ich. Das ist wohl nicht so schlecht. Ich wusste aber meine PB (persönliche Bestzeit) nicht mehr. Sofort lud ich die Aktivität auf Strava, schaute mir das Segment an und YES! PB!!! 5min schneller!!! Und in der Frauenrangliste auf Strava war ich sogar ERSTE. Und, 4 Pulsschläge (im Durchschnitt) tiefer wie letztes Mal! Wau, was für ein Resultat! Und ich bin wohl bis auf 1km alles gejoggt! Michael kam ein paar Minuten später auch sehr glücklich oben an. Die Touristen um uns schauten uns ungläubig an, konnten es kaum glauben, dass wir das hochgerannt sind! Und wir waren überglücklich, ging das Niesen-Projekt so gut auf! Vermicelles und Älpermacaronen folgten dann zur Stärkung!

 

3 Wettkämpfe in einer Woche - stecken wir mitten in der Wettkampfsaison?

verfasst von uns beiden am 30.09.2018

 

Im Herbst sollte es doch einmal etwas ruhiger werden? Könnte es, aber nicht bei Tab-Di! Dinu z.B. trainierte am Montag mit einem Kollegen wieder einmal auf den Inlines (nachdem die Inlinesaison abgeschlossen ist) und am Dienstag besuchten wir am Abend die allwöchentlichen Bikerunde mit Velovirus. In der Dunkelheit wurde es deutlich kühler wie am Nachmittag – Tabea begann zu frieren – die kalten Temperaturen sind wir uns noch nicht ganz so gewohnt. Und das Biken in der Nacht macht uns irgendwie nicht so Spass. Am Mittwoch stand die Gurtengredi auf dem Programm. Tabea startete und konnte ihre Bestzeit um über 45 Sekunden verbessern. Sie war damit sehr zufrieden, denn während des Laufes hatte sie das Gefühl, eine sehr schlechte Zeit zu laufen… Nach 11min42sek war sie oben – ziemlich totkaputt. Dieser Anlass können wir wärmstens weiterempfehlen! Oben gabs wie immer Kuchen, denn der Slogan heisst ja auch: «Ufe zum Chueche». Dinu ging stattdessen an den Match. Nicht etwa Hockey, nein, Fussballmatch! Er ist allerdings nicht plötzlich Fussball- oder YB-Fan geworden, nein, er war als Serviceaushilfe engagiert worden und absolvierte dort wohl mehrere Kilometer. Er fand hinterher, dass es immer wieder frustrierend sei, zu sehen, wie viele Lebensmittel an solchen Abenden weggeworfen werden!

 

Donnerstag: Tabea fuhr mit Daniela über den Chasseral und den Chaumont. Nach dem Lauf am Wochenende über den Weissenstein und die Röti am Donnertsag dann der Chasseral – und das sollte nicht der letzte Berg im Jura gewesen sein für diese Woche.

Am Freitag war das Wetter immer noch gut, daher konnte es Tabea nicht lassen, in der Mittagspause mit einem Kollege kurz um den Murtensee zu fahren. 85km/800hm/Schnitt 30km/h. Am Abend war dann das grosse Fest des 3athlon-Clubs angesagt. Dinu war aktiv beim Musikquizz und brachte dank dem 2. Platz einen Preis nach Hause – er sollte mehr Musikhören und weniger trainieren. Er fand allerdings, er sei wohl nun Hiphopper geworden – gepunktet hatte er beim Interpreten und Songtitelraten mit Fanta4 mit Troy und Jan Delay (und dann noch Liquido……).

Samstag: Zuerst leitete Dinu eine Spinninglektion, dabei machte er mit der Gruppe eine virtuelle Ausfahrt über den Weissenstein – zum Glück nur virtuell. Denn danach radelten wir bei starkem Gegenwind ins Limpachtal. In Messen wollten wir an einem Paarzeitfahren starten. Den Unterschied zwischen Triathleten und den Zeitfahrspezialisten war nicht nur bei den Fahrrädern ersichtlich. Es hiess: Startnummer rechts montieren. Unsere waren am rechten Oberschenkel vorne, die Radfahrer hatten die Nr. hinten montiert. Für uns kein Problem, wir hatten die Nummer an einem Startnummernband montiert während die Zeitfahrer die Nummer am Trikot befestigt hatten – aerodynamischer.

Ein Paar meinte: «mer fahre nume zum Spass, mer wärde sicher letscht» – Tabea antwortete dann, dass wir das erste Mal sowas machen und auch nur zum Spass starten würden. Nach einem Viertel der Strecke hatten wir die beiden, sie waren eine Minute vor uns gestartet, dann überholt…… Wir mussten 2 Runden a 12,5km fahren, ein starker Wind wehte! Tabea wollte jede Minute wechseln und meinte noch, dass bei dem starken Wind Dinu sicher schneller sein würde und mehr führen sollte. Also übernahm Dinu am Anfang etwas mehr Führungsarbeit. Nach ca. einem Viertel der Strecke wurde Tabea aber immer wie schneller, Dinu musste immer wieder nach vorne rufen «langsamer». Einmal war sie sicher 10m voraus – Paarzeitfahren wurde beinahe zum Wettkampf gegeneinander. Dinu war schlussendlich fix und fertig, seine Beine brannten stark und die Heimfahrt wurde zur Tortour – Tabea baute einen Umweg mit etwas mehr Höhenmetern ein….. Im Rennen führte Tabea wohl etwa 80% der Strecke, Dinu den Rest. Tabea behauptete danach, das liege NUR am Velo, Dinu fand, das liege auch am Trainingszustand. Dinu hatte sein normales Rennrad dabei! (Anmerkung Tabea: Ich war mit dem Triathlonrad am Start, welches natürlich viel aerodynamischer als das Rennvelo von Dinu ist… Aus diesem Grund war ich auch schneller und hatte den Vorteil der Aerodynamik)

Mit den Aussagen vor und nach dem Rennen zeigt Tabea wieder, dass sie nicht daran glaubt, wie fit sie im Moment ist! Trotz all ihrer Erfolge, sie zweifelt immer wieder einmal etwas an ihren Fähigkeiten – wir arbeiten daran. Schlussendlich landeten wir auf dem 5. Rang der 11 gestarteten Paare! Wir konnten zwar etwas davon profitieren, dass bei den Paaren pro Frau, die im Team ist, 10% der Zeit abgezogen werden (bei einem reinen Frauen Paar also 20%, bei uns 10%). Obwohl ja bei uns der Mann der schwächere Part war

Am Sonntag trennten sich unsere Wege – Dinu flog für 3 Tage an einen Diabetes-Kongress in Berlin, Tabea startete an der Juratop-Tour und wollte nochmals auf einen weiteren Juragipfel rennen. Da sie Chancen hatte, in der Jahreswertung aufs Podest zu kommen, war der Lauf doch noch recht wichtig für sie. So wichtig, dass sie sich am Vortag ja geschont hatte.

 

Bericht Tabea Sonntag:

 

Ich konnte es mir nicht nehmen lassen mein Rennrad mit zum letzten Juratoptourlauf zu nehmen. Dank eines Kollegen konnte ich das Rad im Auto mitnehmen. Der Start war mitten im Jura in Malleray. Gelaufen wurde auf den Moron 11.8km und 850hm. Der Start erfolgte um 9.30 und es ging gerade richtig zur Sache. Die ersten 3km gingen nämlich ordentlich hoch. Dann folgten 3km abwärts/coupiert und da hat es mir dummerweise die vordere Oberschenkelmuskulatur zerschlagen. Es fühlte sich an, wie wenn ich einen Marathon gelaufen wäre. Ich hatte keine Ahnung, warum mir das jetzt passierte… Ich versuchte dann so gut es ging, die 3 eher flacheren Kilometer hinter mich zu bringen. Danach gings nochmals 6km hoch. Diese waren vorwiegend auf Kies-/Waldwegen. Selten wurde es flacher. Irgendwie lösten sich dann die Oberschenkel wieder und ich konnte einigermassen normal laufen und mich so richtig ausquetschen. Mit 1h13 kam ich dann völlig kaputt oben an und war äusserst zufrieden mit der Zeit! Es reichte dann auf den 5. Platz. Dies war der letzte Lauf der Juratoptour und ich bin in der Jahreswertung auf Platz 1 meiner Altersklasse gelandet! Ich bin damit mehr als zufrieden! Im Moment läuft es bei mir echt gut und dies Ende Saison. Vielleicht liegt es einfach auch daran, dass ich entspannt an all die Sachen herangehe. Ich habe ja nichts mehr zu verlieren. Die Pause naht😊. Nach einer etwas längeren Pause oben gings dann joggend wieder runter auf dem direktesten Weg. 4km können die Hölle sein, wenn jeder Schritt der vorderen Oberschenkelmuskulatur weh tut! Ich konnte mir kaum vorstellen, noch mit dem Rad nach Hause zu fahren. Zuvor habe ich mir 3 Varianten überlegt fürs nach Hause fahren. Die kürzeste würde direkt via Soncebonz nach Biel gehen. Die mittlere Distanz wäre über den Grenchenberg gegangen und die längste Variante über den Chasseral. Natürlich entschied ich mich für den Chasseral und so fuhr ich im Grundlagenbereich auf den Berg und nach Hause. So kamen nochmals 85km und 1300hm zusammen.
3 Wettkämpfe in einer Woche und jeder lief fantastisch! Ich bin mehr als zufrieden damit!

 

Dinu schreibt ja immer wieder über seine Abenteuer mit Diabetes. So wurde gerade ein Bericht über seinen 100km-Lauf in Zusammenhang mit Diabetes veröffentlicht, den ihr hier nachlesen könnt.

Ein paar Bilder gibts in der Galerie.

 

Mehr geht immer....

verfasst von uns beiden am 23.09.2018

In der letzten Woche hat Tabea wie immer viel trainiert. Aktuell hört sie oft die Frage, warum sie noch so viel trainiere. Sie schmunzelt da jeweils, denn der Hauptgrund lautet: weils Spass macht! Braucht es immer Wettkämpfe, damit man trainiert?! Für Tabea auf jedenfall nicht.

Dinu hatte eine etwas ruhigere Sportwoche, da er viel arbeitete. Bei ihm kamen gerade 45min Lauftraining zusammen. Tabea's Highlight war eine mehrstündige Radtour, welche über den Grenchenberg, Scheltenpass und dann über den Hauenstein nach Olten führte. Wobei Highlight vielleicht etwas der falsche Ausdruck ist. Denn es war mal wieder so ein Training, wo die Beine einfach nicht in Schwung kommen wollten:-).

Am Samstagmorgen stand ein Lauftraining im Solothurner Jura auf dem Programm. Eine Woche zuvor fand Tabea: Du kennst dich dort gut aus, heck du eine Route aus. Am Donnerstag warf dann Tabea Dinus Pläne über den Haufen. Wahrscheinlich hatte sie Angst, dass das Training zu kurz oder zu soft werden würde. Denn Tabea's Tour hatte es ordentlich in sich. Die Wege waren richtig steil und hatten mehrere Passagen in sich, welche man auf allen vieren hochklettern musste. Der Weg war auch sehr verlassen, teilweise sah man den Weg kaum, dafür wars wunderschön. Nach etwas mehr als 3h hatten wir die Route via Weissenstein und Röti beendet und sprangen kurz darauf nochmals in die Aare.
Am Sonntagmorgen hatten wir beide ordentlich Muskelkater. Wahrscheinlich vom ungewohnten runterlaufen. Kurz vor 10 Uhr wurden wir von 2 Kollegen auf eine 120km Velotour abgeholt. Via Moosegg gings los. Doch kurz vor dem Schallenberg mussten wir unsere Route anpassen, wegen einem Töffrennen, radelten wir via Eriz nach Sigriswil. Dort gings weiter via Beatenberg, Interlaken und dann nach Bern. Der starke Gegenwind machte uns ordentlich zu schaffen. Doch dank einem starken Fahrer, welcher die meiste Führungsarbeit übernahm, hatten wir auf dieser Strecke einen Schnitt von knapp 27km/h. Die Strecke wurde dann doch etwas länger: 167km und 2400hm.

 

Belpathlon

verfasst von uns Beiden am 16. und 17. September 2018
Bericht Tabea

Zum xten-Mal war ich am Belpathlon als Single am Start. Ich fühlte mich komischerweise nicht wirklich gut, hatte wiederum Bauchstechen und sonstige Magen-Darmprobleme und das bereits seit 2 Tagen. Ich fühlte mich aber eigentlich nicht angespannt oder nervös, denn was hätte ich auch zu verlieren bei diesem Wettkampf. Es waren nur 3 Frauen

gemeldet. Bei Barbara Bracher wusste ich, dass sie schneller sein würde und die

andere Frau kannte ich nicht. Somit war bereits klar, dass ich zweite oder dritte werden würde. Eigentlich schade, waren nicht mehr vor Ort. Ich denke, mich hätte das mehr gepusht noch mehr zu geben. Beim Inlinen gings dann gerade richtig zur Sache. Ich kam aber für meine Verhältnisse recht gut in der Wechselzone an. Beim Biken litt ich bedeutend mehr. Die Aufstiege waren länger wie erwartet, da die Strecke seit meiner letzten Teilnahme stark abgeändert worden war. Die Singletrails waren alle gut fahrbar. Dass ich Dinu bereits auf dem Bike überholen würde, mit dem hätte ich nicht gerechnet. Aber man muss auch sagen, dass er noch ein MTB mit 26 Zollrädern hat, also deutlich kleinere, wie ich sie fahre..…Fast gleichzeitig wie Barbara Bracher (Singlefrau) kam ich in

der Wechselzone an. Das erstaunte mich wirklich. Dann kam die Rennraddisziplin.

Eigentlich hatte ich im Vorfeld entschieden, mit dem Rennrad zu fahren. In der

Nacht auf Samstag muss ich wohl einen Traum gehabt habe, jedenfalls packte ich

spontan das Triathlonrad ein. Ob es mir einen Vorteil bringen würde, wusste ich

nicht sicher. No risk no fun, ich hatte ja nichts zu verlieren. Und Tri-Rad fahren muss ich definitiv noch üben, warum also nicht auch gerade am Belpathlon. Bis auf die 2 Belpbergsteigungen hatte ich bestimmt einen Vorteil auf meinem „Ferrari“. Ab Gerzensee geht es praktisch nur noch runter und flach, jedoch gab es viel Wind. Und ich hatte Pech und musste alles alleine fahren.

Daher war ich sehr froh, mich fürs Trirad entschieden zu haben, da dieses viel

aerodynamischer ist. Aber ob ich wirklich schneller war auf dem Trirad im Vergleich zu Rennvelofahrern, weiss ich bis heute nicht. Die meisten fuhren Rennrad…. Beim Laufen litt ich nur einmal. Es war heiss, meine Beine schwer und mein Puls entgleiste mir nach oben. Nach gut einer Stunde und 11km kam ich dann im Ziel an und wurde 2. Frau. Barbara war 6min schneller und dies vorallem auf dem Rennrad. Bei allen anderen Disziplinen waren wir praktisch gleich schnell….

Naja, Rennrad trainiere ich am meisten, es ist aber noch immer nicht meine beste Disziplin….leider.

Dennoch bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. Ich hatte dieses Jahr viele tolle Wettkämpfe gemacht und es ist nicht selbstverständlich, konnte ich auch jetzt noch ein solch gutes Resultat abliefern.

Dinus Ergänzungen:

  • Mein neues Rennvelo ist brutal schnell! So schnell, dass selbst die Murmeltiere überrascht waren! Am Julierpass am letzten Dienstag sahen sie mich von weitem kommen, dachten: «Dr Dinu chunt weder, mer hei no gnue Zyt» und tatsächlich sah ich 2x ein Murmeltier aus knapp einem Meter Entfernung! Mein Velo ist aber auch so schnell, dass Tabea vor dem Belpathlon fand: Auso mit däm neue Velo wird i ke Chance ha, e wirde di sicher ned ihole! Ich behaupte aber, die Murmelis sind aussagekräftiger wie Tabeas Einschätzung…..

  • Nach ca 9km auf der Bikestrecke hörte ich jemand hinter mir sagen: Aha, ok, doch, hätti ned dänkt… Tabea, die mich eingeholt hatte!

  • Ich habe gehört, dass ein Powernap (kurzesHinlegen) leistungssteigernd sein – darum habe ich mich auf der Bikestrecke(schwammige Abfahrt mit Überholmanöver) und auf der Laufstrecke (Anhängen am eigenen Schuhbändel….) jeweils kurz hingelegt. Ich fands aber nicht leistungssteigern und die Hand tut mir jetzt noch weh...

  • Auf der Laufstrecke, ich muss noch ca. 6 km laufen,Tabea kommt mir entgegen und muss noch ca 4,5 km laufen. Sie meint: «Jetz housch mi de grad uf!» Logo, ich hole noch 1,5 km Rückstand auf……

  • Tabea am Morgen: «Ich habe seit gestern Bauchweh und Durchfall». Ich habe nachgefragt, obs an der Nervosität liege, sie meint: «Nei, esch irgend öppis angers». «Ok, auso ou öppis angers, glich wies am Celtman,Norseman, Inferno und vorem Inlinerönnen ou ööpis angers esch gse?». «Jo, eg be emu ned nervös! E ha äuä gester öppis fausches gässe»

  • Gebt mir Inlines, dann kanns los gehen! Nach dem Inlineskaten war ich auf Rang 4 aller Singles, bei den Couples waren 5 Skater schneller, bei den Teams war niemand schneller. Ab da gings nur noch bergab……. Allerdings muss auch gesagt werden, dass alle schnellen Inliner in Berlin am Inlinemarathon am Start waren!

  • Wir waren bei der Rangverkündigung, die ersten 10 Herren wurden prämiert, echt grosszügig! Ich war auf Rang 13 klassiert, also nicht preisberechtigt. Nach diesen ersten 10 (werden als «Elite» klassiert) kamen die Alterskategorien – allerdings sind da die schnellsten 10 nicht mehr dabei! Dadurch wurde ich als 2. in meiner AK auch noch aufs Podest gerufen, ich war völlig perplex!

  • Auf der Herrenstartliste standen 26 Singles,gestartet sind 23, ins Ziel kamen 21, da war ich mit meinem 13 Rang fast im Mittelfeld. Ähnlich wie Tabea, sie wurde ja auch von 3 Frauen 2. 😊. Allerdings wäre sie bei den Männern auf Rang 8 gelandet, eine Wahnsinnsleistung wieder einmal von ihr!

  • Es wimmelte nur so von Vereinskollegen am Belpathlon. Das liegt aber auch daran, dass ich im Inlineclub Mittelland, bei den Hotwheels, den Emmenskaters und dem 3athlonclub Bern Mitglied bin – und von allen Vereinen hatte es Leute am Start!

  • Der Belpathlon hat kommuniziert, dass im nächsten Jahr doch mehr Teilnehmende erhofft werden, ansonsten lohne sich die Durchführung nicht mehr. Es wäre sehr schade für diesen tollen Event, einer der wenigsten Multisportanlässen mit Inlineskating als Disziplin.

 

Engadin Inline Marathon

verfasst am 11.09.2018 von Tabea

Am Samstag fuhren wir ins Engadin. Denn zum x.ten Mal fand dort der Inline Marathon statt. Auch wenn Tabea das letzte Mal im Januar auf den Inlines stand, wollte sie auch starten. Denn es lohnt sich. Die Strecke führt von Maloja via Pontresina nach S-Chanf. Die Strecke ist recht schnell da derer Belag sehr gut ist und das Ziel deutlich tiefer wie der Start liegt.

Am Vorabend fand noch der Sprint in St-Moritz statt. Wir schauten dem gespannt zu. Unglaublich, was dort für Geschwindigkeiten gefahren wurden. Danach gings in eine Pizzeria, wo wir mit dem Klub uns noch etwas stärkten.

 

Wie in den letzten Jahren hatten wir auch dieses Jahr eine Unterkunft in Maloja. So sparten wir uns das frühe Aufstehen am Sonntagmorgen. Wir konnten sozusagen direkt vom Bett an den Start hüpfen. Der Start erfolgte um 09:10 und wir hatten gehofft, etwa 10min zuvor aus dem Haus rollen zu müssen. Nichts da, 50min vor unserem Start musste das Gepäck für im Ziel abgegeben werden!

Tabea war recht nervös, denn sie hatte immer sehr viel Respekt vor den längeren Abfahrten in der Gruppe, in denen Tempis von über 60km/h auf den Inlines erreicht werden könne. Dinu freute sich dafür wie ein kleines Kind auf dieses Rennen.

Dann erfolgte der Startschuss. Da geht es jeweils richtig zur Sache! Tabea hatte wiederum Mühe, weg zu kommen. Das Tempo von 0 auf 100 zu erhöhen ist nicht ihre Stärke. Und so sah sie x Gruppen davonziehen und sie ärgerte sich! Zum Glück war noch Dinu bei ihr. So fuhren sie eine Weile zu zweit weiter. Das war wirklich sehr frustrierend, wenn man ein paar Meter vor sich die grosse Gruppe sah, das wäre viel kraftsparender gewesen.... Dann endlich kam eine weitere Gruppe, welcher wir kurz anhängen konnten. In der nächsten Abfahrt hatte Tabea aber zu stark Angst und so verloren wir noch 2 weitere Gruppen. Irgendwann erwischten wir dann doch eine Gruppe und so kamen wir endlich schneller vorwärts. Langsam überholten wir sogar noch Gruppen vor uns. Das Tempo war insbesondere für Tabea eher hoch und leider nicht konstant. Mal musste man fast bremsen, dann musste man wieder Gas geben. Das ging eigentlich die ganze Zeit so. Die Abfahrt von St-Moritz nach Celerina runter ging dann erstaunlich gut. Dies war ja Tabea's Sorgenkind. Dinu fuhr voraus, lies es "sausen" mit ca. 65km/h. Tabea kam kurze Zeit später auch heil unten an ohne gebremst zu haben. Dinu war sehr erstaunt, dass Tabea bereits auftauchte, denn letztes Jahr wartete er unten eine recht lange Zeit. Dann gings hoch nach Pontresina - Tabea's Stärke. Sie überholte Gruppen um Gruppen, dies obwohl der Belag sehr schlecht war. 800m vor der Wende in Pontresina waren wir zusammen wieder in einer Gruppe. Plötzlich stach Tabea aus der Gruppe raus und überholte. Dinu fragte sich nur, was dies denn bringen sollte..... Tabea nahm der Gruppe einige Meter ab. Aber nach der Wende, als es runter ging, wurde sie natürlich wieder eingeholt. Die letzten 15km waren dann schnell, unrhythmisch und hart. Wir waren in einem riesen Feld, leider aber waren wir etwas weit hingen eingereiht. Daher spürten wir den Handorgeleffekt sehr gut. Etwa 5km vor dem Ziel wurde die Gruppe sehr unruhig. Sie verteilte sich auf der ganzen Strassenbreite. Man merkte gut, dass es aufs Ziel hinzuging und jeder angreifen wollte. Es war derart unübersichtlich und man fühlte sich alles andere als wohl. Kein Wunder passierte in diesem Moment einen Sturz. Ca 3 Personen küssten den Boden. Wir konnten beide knapp ausweichen. Ab dann fuhr Tabea und auch Dinu mit Abstand zur Gruppe ins Ziel. Nach 1h20min erreichten wir zufrieden das Ziel. Es war ein sehr schönes, schnelles, hartes Rennen. Vor allem empfand es Tabea als hart, weil sie sich ein konstantes Tempo gewöhnt ist und das gabs an diesem Tag definitiv nicht.

Wir bedauern es sehr, dass vorerst Schluss ist mit dem Inline-Rennen in Engadin. Es war immer super toll, daran teilzunehmen.

 

Nach der Siegerehrung und gestärkten Mägen joggten wir von St.Moritz retour nach Maloja. Da kamen nochmals 17km zusammen. Die Beine waren nicht mehr frisch. Doch wir kamen vorwärts und es war sehr schön an all den Seen vorbei zu joggen.

 

Da das Wetter so schön war, haben wir noch eine Nacht mehr im Engadin angehängt. So fuhren wir am Montag mit den Rennrädern via Julierpass nach Tiefencastel und dann hoch via Albulapass wieder nach Silvaplana. Die Beine waren nicht mehr frisch. Aber wir kamen nach ca. 4h45 wieder dort an, wo wir gestartet waren. Knapp über 100km und einige Höhenmeter kamen zusammen. Dinu durfte dabei sein neues Rennrad einweihen. Aber auch auf dem musste er leider auch "trampen".

 

Ein paar Bilder gibts in der Galerie.

Locarnotriathlon und Tour du Lac

verfasst von uns Beiden am 3.9.2018

Wenn Dinu eine Gelegenheit zum Inlineskaten bekommt, ist er meistens dabei. So hatten wir beide uns schon früh für den alljährlichen Herbstanlass «Tour du Lac» des Inlineclubs "HotWheels" am Sonntag angemeldet. Als Tabea sich zu überlegen begann, am gleichen Tag in Locarno am Triathlon zu starten und ihn fragte, ob er mitkommen würde, war für ihn klar: «Nein!». So blieb er das Wochenende nun zu Hause. Am Freitag-Abend gabs bei seinem Arbeitsgeber einen «Sommeranlass» mit Konzert und am Samstag konnte er sich zu Hause austoben! Er reinigte den Kühlschrank, putzte das halbe Haus (als wir damals in unserer Wohnung Laminat verlegten, hiess es, der sei pflegeleicht, man müsse ihn nur 1x pro Monat «nebelfeucht» aufwischen.  Dinu schätzt, dass er das, seit wir dort wohnen, max. 6x gemacht hat, bei Tabea dürften es weniger sein – diesen Samstag wars aber wieder mal soweit), ging einkaufen, rüstete und blanchiert 1,5 kg Bohnen, absolvierte ein Laufintervall an einem Anstieg, bügelte,….. Er blühte so richtig auf. Am Abend lag er todmüde im Bett, sein Rücken schmerzte (vom Bodenschrubben), seine Beine brannten (vom Intervall) und der freute sich auf den Sonntag. Da hiess es: Um 8:50 am Bahnhof in Münchenbuchsee sein, ab da hatte er ein Taxi. Sein Auto war ja auch nicht zu Hause…. Auf der Velofahrt nach Buchsi merkte er: Die Beine fühlten sich nicht ganz frisch an. Doch als er in Biel auf den Inlines stand, fühlte er sich pudelwohl. 15-20 Inliner standen dort und machten sich los auf die Ausfahrt. Es ging zuerst dem Bielersee entlang, dann ins Seelend in Richtung Kerzers. Die erste Zeit fuhr man mehrheitlich zusammen oder wartete ab und zu aufeinander. Wir hatten genialen Rückenwind, wir flogen nur so vorwärts. Nach einer gewissen zeit wurden 2 Gruppen gebildet, die einen drehten die kürzere Runde und fuhren in Richtung Bielersee, auf der grossen Runde wurde zuerst der Murtensee anvisiert. Neinein, nicht zum Umrunden, nur, um einen «Gateau du Vully» Zwischenstopp machen zu können! Dies liess sich Dinu nicht nehmen und fuhr die lange Tour! Unterwegs wurde teilweise sehr zügig gefahren, es gab aber auch ruhigere Momente, wo man über den inlinesport als solches, den Gigathlon (wo 2019 wieder geskatet werden kann) oder sonstiges gefachsimpelt werden konnte. Und dann am einer der Höhepunkte der Tour! Nach etwa 50-60km erreichten wir Schaffis, wo die Familie Andrey, Mitglieder des Inlineclubs HotWheeels, Weinbau und eine kleine Gastwirtschaft betreiben. Dort wurden wir mit hofeigenem Wein, leckerem Essen (Suppe, Salat, Fisch aus dem Bielersee, Pommes, Bratkartoffeln, Gemüse und einem Dessertbuffet verwöhnt – und süssen Trauben) verwöhnt, bevor es danach noch auf die letzten Kilometer bis nach Biel ging! Dinu war happy, seine Beine und der Rücken fühlten sich besser an wie am Morgen – Glückshormone? Danach gings ab nach Hause. Tabea hatte am Mittwoch noch gesagt: «Ich gehe davon aus, dass Du etwas kochst am Sonntag?». Sie käme wohl hungrig und spät nach Hause und wolle sicher nicht nur Cafecomplet essen.  Tabea schrieb dann von unterwegs: «Muesch vöu choche, e ha e RIESIGE Kohldampf!» Ob 1,5kg Bohnen reichen würden? Sicherheitshalber gabs, neben Quorn in Safransauce und dunklem Reis, einen riesigen Salat! Es reichte jedenfalls, doch dass Tabea die Safransauce über die frischen Bohnen schüttete, ärgerte ihn schon etwas. Er fand: Das nächste Mal kaufe ich Dir tiefgekühlte Bohnen und mache nur für mich frische 😊

Tabea überlegte sich seit einer Woche am Triathlon in Locarno zu starten. Denn dort wird jeweils eine Halbdistanz durchgeführt und Tabea hat noch nie an einem solchen Format teilgenommen. Darauf aufmerksam wurde sie aber durch einen Triathlonkollegne, welcher sie fast etwas dazu überredete. Tabea zögerte, weil sie nicht wusste, wie fit sie 1 Woche nach dem Weissensteinlauf sein würde. Denn nach dem Weissensteinlauf war sie erkältet und fühlte sich nicht fit. Am Dienstag startete sie aber mit ihrem Vater, welcher sie auf dem E-Bike über den Grimsel- und Furkapass nach Küssnacht begleitete, auf eine Velotour. Dort kamen insgesamt 140km und 2800hm zusammen. Weil sie dabei ein gutes Gefühl hatte, meldete sie sich am Tag darauf für Locarno an. Die Erkältung war zwar noch voll da, aber die Hoffnung, dass es bis am Sonntag wieder besser sein würde, bestand. Tabea konnte von Galliker Autogarage ein grösseres Auto ausleihen und so fuhr sie bereits am Donnerstagabend nach Zürich. Denn am folgenden Tag hatte sie einen Termin in ZH. Sie übernachtete die folgenden 3 Nächte im Auto. Am Donnerstag irgendwo in der Stadt Zürich an einem Waldrand, die nächsten 2 Tage dann in Locarno. Sie hatte es gemütlich im Auto, denn sie nahm die Matratze vom Gästezimmer mit. Am Samstag kam dann ihr Triathlonkollege in Locarno an. Da Tabea seit Dienstag keinen Sport mehr gemacht hatte, wollte sie noch kurz aufs Triathlonrad. Eine 1.5h Ausfahrt gabs ins Verzascatal. Am Sonntag um 9 Uhr war dann der Start zum Triathlon. Zuerst wurde 1.9km geschwommen. Mit der Zeit war sie mässig zufrieden. Danach gings aufs Rad, wo 90km und 500hm bewältigt werden mussten. Nach 2h27min und einem Schnitt von 35.7 km/h kam sie extrem glücklich zurück. Mit so einem Schnitt hätte sie nie gerechnet – und dies nach dieser harten Saison! Danach folgte 21km laufen, auf 4 Runden verteilt, mehrheitlich an der Sonne. Es war höllisch. Sie litt von A-Z unter den heissen Temperaturen. Erstaunt war sie dennoch, dass sie nach 1h50min retour kam und insgesamt 4h54min für den Wettkampf benötigt hatte. Dass sie damit den 4. Rang in ihrer AK belegte, erstaunte sie dann doch etwas. Sie dachte, mit dieser Zeit würde es für einen besseren Rang reichen.... Aber die Frauen waren alle sehr stark. 

 

Anastacia, Amy Macdonald, Toten Hosen, Weissensteinlauf, Mittelland-Rollt-Inlinerennen - alles an einem Weekend

 

verfasst am 25.08.2018 von uns Beiden

 

Nach dem anstrengenden Inferno –Triathlon stand vor allem Erholung auf dem Programm. Dafür waren wir kulturell aktiv und besuchten am Freitag am Seasidefestival in Spiez Konzerte von Anastacia und Amy Mac Donald. Am Samstagabend gings im gleichen Stil weiter. Die Toten Hosen spielten in Luzern auf der Allmend und wir waren mittendrin. Wie schon am Freitagabend kamen wir auch am Samstag einiges nach Mitternacht ins Bett. Darum fiel das Aufstehen am Sonntagmorgen recht schwer. Wir wollten aber früh los, denn Tabea startete am Weissensteinlauf. Sie musste dort 15km/1050hm absolvieren und erkämpfte sich den 3. Platz. Laut Tabea’s Aussage war das Rennen extrem hart und zwar von Anfang an. Die Beine wären gut gewesen, aber der Puls ging mit ihr durch. Ziemlich kaputt erreichte sie das Ziel nach 1h29min auf dem Weissenstein.

Dinu’s Programm bestand aus Helfereinsätzen beim Mittelland-rollt. Am Inline-Rennen selber nahm er auch teil und konnte seine Bestzeit von 2016 deutlich verbessern. Am Sonntagabend liessen wir das Weekend beim Bogen 17 am Wohlensee ausklingen. Fotos gibts in der Galerie.
Da sonst nicht so viel spektakuläres lief in der letzten Woche, hat Dinu einen nicht ganz ernstgemeinten Rückblick auf unsere Ferien (schon viel zu lange her) verfasst:

 

 

Es begann bereits am Check-In. Der Fahrradkoffer wurde gewogen (Beim Flug nach Schottland wurde das Rad nicht gewogen, deswegen hatten wir in den Koffer auch noch Essen, Kleidung, Neopren etc geladen – sie polstern ja das Rad!) und als um 5kg zu schwer befunden. Und nun, umladen? Aber wohin, die Koffer waren ja auch voll und schwer. Die Dame am Check-in meinte, man könne auch Handgepäck aufgeben (das war uns völlig neu?) und sei im Preis inbegriffen. Wir würden es in Norwegen wiedererhalten. Also nahmen wir eine Tasche aus dem Radkoffer raus. Tabea lud noch etwas hin und her (Nei Dinu, muesch mer ned häufe, es chunt besser, wenn i s elei mache!) und wir gaben zusätzlich ein weiteres Handgepäck auf.

 

Bei den Sicherheitskontrollen kam dann aus, dass die Umpackerei doch nicht ganz optimal abgelaufen war, die Sonnencreme und die Vaseline, welche eigentlich in der Neoprentasche drin waren, hatte Tabea nun dabei und sollten ihr abgenommen werden. Etwa 3 Frauen des Security-Teams redeten auf Tabea ein (Am Airport-Basel natürlich auf Französisch und Englisch), denn Tabea versuchte nun, Vaseline in ein Plasticksäklein umzufüllen - so viel dürfe sie ja mitnehmen. Die Damen erklärten ihr, dass es in einem Gefäss sein müsse, also füllte sie etwa 2 Esslöffel voll in eine leere Petflasche - auch das gefiel dem Security-Team nicht. Tabea mittlerweile ziemlich verärgert erklärte, sie brauche ja nur so viel um sich vor dem Schwimmen einzureiben und sie könne ja nichts dafür, dass sie habe umpacken müssen und die Frauen sollen sich nicht so wichtig nehmen und...... Auf jeden Fall leben noch alle und wir haben nun Vaseline und Sonnencreme aus Norwegen bei uns zu Hause. Aber das war Action! -

 

  • Tag 1: Wir rennen am Morgen auf einen Berg in Bergen, Tag 2 wir rennen wieder auf einen Berg - und ich hatte mich auf Ferien und Sightseeing gefreut.

 

  • Zwei Tage vor der Abreise hatten wir ja an der Aare eine riesige Portion frische Brombeeren gesammelt, in Norwegen fanden wir überall wildwachsende Himbeeren. Auf jedem Spaziergang und bei jeder Laufeinheit - überall wuchsen Himbi, ein Traum! Tabea fands zwar mit der Zeit mühsam (mit dir chunt me jo niene häre, immer bisch am Beeri sammle u ässe). Irgendwann fand sie: Das grösste Risiko am Norseman das Ziel nicht zu erreichen ist wohl, dass Dinu irgendwo Himbeeren entdeckt und das Supporten vergisst….

 

  • Wir waren an einem Weltrekord mit beteiligt! Ja, Stavanger mass an einem unserer Ferientage 32,5 Grad Celsius - so heiss war es noch überhaupt nie dort! Ein Einheimischer fand, der Fluss an dem wir gerade standen sei VIEL zu warm – 17 Grad sei viel zu viel. Berner finden oft ab 20 Grad würden sie langsam in die Aare gehen, Norweger finden 17 Grad zu warm!

 

  • Wenn Du Poulet essen willst in Norwegen musst Du tatsächlich Kylling bestellen - das heisst dort so! Im Idealfall wohl totes Poulet - killed Kylling ;-)

 

  • Tabea machte eine Radausfahrt zum Testen, ob das Rad noch funktionierte. Von unterwegs schickte sie mir ein Foto mit Rentieren (ich war nun schon 2x in Norwegen und habe noch kein einziges Rentier oder einen Elch gesehen, weder freilebend noch gezüchtet ☹ ) und meinte, sie habe gerade so komische Hirsche gesehen……

 

  • Apropos Tiere, es können einem ja allerlei Tiere vors Auto springen (was man möglichst nicht will), aber ein Eichhörnchen zu erwischen…..

 

  • Auch wenn es unglaublich tönt - Tabea hatte tatsächlich bis etwa km 25 der Laufstrecke Angst, den Rang unter den ersten 160 nicht erreichen zu können! Ich glaube, da war sie etwa die Einzige!

 

  • Beim Anstieg auf den Berg, fast zuoberst, stand eine Hütte. Da rannte man um eine Ecke und da standen ca. 15 Leute mit Kuhglocken, welche uns anfeuerten. Wir dachten, wir seien im Ziel. Es hiess aber, wir sollten weiter hoch. Bei der nächsten Hütte klatschten ein paar, es hatte noch mehr Leute dort und ein paar Fahnen. Jemand drückte Tabea eine Wasserflasche in die Finger, aber sonst wars ruhig. Also rannten wir weiter hoch! Doch jemand schrie uns nach und wir realisierten: Das war also das Ziel des Norsemans. So unspektakulär, fast etwas ernüchternd!

 

  • Diejenigen, welche nicht unter den ersten 160 waren bei km 32, die mussten ein paar Kilometer flach rennen und danach in einem Zentrum (Mischung aus Hotel, Eventanlage, Bergdorf) noch 7 Runden drehen. Da durfte die ganze Familie, alle Betreuer etc. mitrennen – ich traf z.B. einen Sportler mit 6 Begleitpersonen! Da war richtig viel los, ein Helfer des OKs fragte die Sportler kurz vor dem Ziel, wo sie herkommen und dann wurde die entsprechende Nationalhymne gespielt! Wahnsinnsstimmung – also falls ich irgendwann einmal (was ich aller schwerstens bezweifle) auf die blödsinnige Idee kommen sollte, am Norseman starten zu wollen, dann werde ich also lieber unten ins Ziel rennen und dann halt nur ein weisses T-Shirt erhalten!

 

  • 8 Tage Mietautos, immer Automaten, mal als ich das Auto zu Hause starten wollte, hatte ich einen Fuss auf der Bremse und den anderen leider nicht mehr auf der Kupplung…

 

  • Norwegen ist teuer! Wir haben die 2 Wochen ziemlich auf unser Geld schauen müssen. In den Restaurants haben wir immer das günstigste bestellt. Wir sind auch nie einfach so „eis go ziä“, was wir sonst noch häufig machen. Am letzten Tag, an Tabea’s Geburtstag, hat sie aber den Vogel abgeschossen. In Bergen fand sie eine Salatbar. Sie dachte, dass man einen Fixpreis für die Schale bezahlt. Sie durfte der Verkäuferin sagen, welche Salate sie alles haben möchte. Tabea voll im Element: vo däm no chli, no chli meh Mais, no äs paar Rüebli meh, Poulet o no chli meh…. Tabea war erstaunt, wie nett die Dame ist und ihr von allem mehr gibt. Als Tabea fertig bestellt hatte, nahm die Verkäuferin die Schüssel und stellte sie auf die Waage. 35 Fr kostete die Schale!!! Tabea fielen fast die Augen aus dem Kopf! Der teuerste Salat ever…. Dabei war die Schüssel nicht mal so gross!!!

 

  • Retourflug: 45min hatten wir in Amsterdam zum Flugzeug wechseln. Da aber der Flug von Bergen 30min Verspätung hatte, blieben uns noch genau 15min. Mit einem Sprint (Tabea in Pullover und Jacke bei angenehmen 28 Grad) schafften wir es aber noch aufs Flugzeug. Doch das Flugzeug musste noch 1h am Boden warten, allerdings wurden die Türen pünktlich verschlossen…. Um unser Gepäck machten wir uns dennoch Sorgen…. Das würde sicherlich in Amsterdam stranden… Bei der Gepäckausgabe in Basel: Das Velo kam ausnahmsweise pünktlich an. Die beiden Koffer strandeten aber im Amserdam. Dafür war der Velokoffer beschädigt und der Rahmen des Triathlon-Rades bekam ein „Näggi“, was nun eine teure Nachgeschichte mit sich bringen könnte.
  •  Es hiess, in Norwegen habe es viele Mücken und die gängigen Sprays würden nicht nützen. 2 Wochen Norwegen – kein einziger Mückenspray. Die erste Nacht zu Hause: 6 Stiche hatte ich nach knapp 45min!

 

  • Samstags früh los, Support am Norseman inkl. rennen, spät ins Bett, Sonntag Finisherzeremonie, 6h Autofahrt, spät ins Bett. Montag Rückflug mit 1h Verspätung, am Schalter lange warten und dann melden wegen defektem Radkoffer und 2 gestrandeten Koffern – wir kamen erst am Di. gegen 2:00Uhr ins Bett, Di. normal arbeiten, Mi. Arbeit plus Grosseinkauf, Donnerstag Fahrt auf den Hasliberg, kochen fürs Hochzeit bis am andern Morgen gegen 1:00, Wecker klingelt am Fr. um 5:30, weiter kochen, ins Bett am Sa. Morgen gegen 1:00, Sa. früh auf, Frühstücksbuffet, danach Radtour über Scheidegg und wieder zurück hoch auf den Hasliberg, So. früh auf, Frühstücksbuffet, danach aufräumen und Küche putzen, 90min joggen, baden, auswärts Nachtessen (Nachfeiern von Tabeas Geburtstag) – und dann sitze ich am Mo. in einer Beratung, wo mir Jemand erklärt, sie sei nach der Arbeit im Büro immer so müde, da möge sie keinen Sport mehr treiben und die 3 Wochen in Italien hätte sie zum Erholen und viel schlafen benötigt – da sei Bewegung wirklich nicht drin gelegen! Und da muss ich dann verständnisvoll reagieren – zum Glück ist das mein Job und nicht derjenige von Tabea ;-)


  • Wenn Ihr euch schon lange fragt, woher Tabea immer wieder ihre Energie her nimmt für all die Anlässe, kommt hier die Auflösung. Ich habe immer ein Foto gemacht, wenn sie sich irgendwo (ausserhalb des Bettes) hingelegt oder geschlafen hat. All die Fotos stammen aus den 14 Tagen Ferien in Norwegen:

 

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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