Herzlich Willkommen auf unserer Homepage

Willkommen auf der Homepage von Tabea und Martin "Dinu" Ruegge. Wir sind ein sportliche Paar, das immer unterwegs ist. Mehr über uns findet ihr in den verschiedenen Menupunkten - einfach links darauf los klicken!

 

Hier auf der Frontseite präsentieren wir Euch immer den aktuellsten Bericht über unsere sportlichen Herausforderungen und zeigen Euch neue Fotos.

Etwas ältere Artikel (etwa 2-3 Monate alt) findet Ihr jeweils unter Aktuelles. Aber auch ein Blick in unser Archiv lohnt sich immer.

Es gibt auch einen Facebookaccount von Tab-di. Über diesen möchten wir in Zukunft sportliche Infos verbreiten oder auch Liveticker während Sportevents betreiben. Wer so auf dem Laufenden gehalten werden will, darf entweder auf Facebook unseren Account liken oder direkt hier auf der Homepage auf der rechten Seite auf «gefällt mir» drücken (dazu muss man aber auf Facebook eingeloggt sein).

 

Der Gigathlon war in jedem Jahr einer der Saisonhöhepunkte. Aus diesem Grund haben wir Ihm auch etwas mehr Platz auf unserer Seite gewidmet: Unter Gigathlon  findet Ihr alle  Berichte rund um den Anlass.

 

Martin "Dinu" Ruegge arbeitet als dipl. Ernährungsberater HF. Seine berufliche Homepage findet Ihr unter www.erb-monbijou.ch

Einige Fotos unserer Hochzeit findet Ihr als Präsentation hier: http://chris-herzog.ch/galleries/hochzeit_td/ .
Es lohnt sich, wenn Ihr Euch ein paar Minuten Zeit nehmt, es hat viele wunderschöne Fotos, hoffentlich auch eines von Euch? Zuerst die vom First-Look, aber auch von der Kirche, dem Apéro,....... Fotos zum anschauen als Galerie findet Ihr auch in unserer Rubrik "21.5.2016-Hochzeit".

Chlouseässä u Chnüweh

verfasst von uns Beiden am 10.12.2018

Im Moment sind wir ja wieder fleissiger am Trainieren. Mit «wir» meine ich ja vor allem Tabea, die bereits jetzt deutlich mehr Stunden trainiert wie ich. Das heisst aber nicht, dass ich auf der faulen Haut liegen würde.
Am Dienstag waren wir wieder einmal im Training von Indurance. Um 12:00 trifft man sich jeweils im Hirschengraben für ein Training, welches es in sich hat. Nach einem Einlaufen gabs im Wysshölzli dann Lauf-ABC, Kräftigungsübungen und dann noch 10x100m schnell! In einer Gruppe sind die schnellen 100m dann richtig schnell, so dass die Beine beim zurückjoggen so richtig brennen!
Am Abend und am Tag danach schmerzte Tabeas Knie. Treppensteigen hoch wie runter und auch sonstige Biegungen taten ihr höllisch weh. Laut Google war sofort klar: Arthrose, Laufsport per sofort beenden!
Somit hatte Tabea am Dienstagabend, am Mittwoch und Donnerstagvormittag nun Arthrose und wollte sterben – kein Laufen = kein Fun mehr! Sie massierte und dehnte dann viel und am Donnerstag waren die Schmerzen halbiert. Am Freitag fand dann aber der Arzt, dass es keine Arthrose sein könne – ein verhärteter Muskel, den man mit Physiotherapie lösen wird. In der Tat ab Freitag hatte sie kaum mehr Beschwerden…..
Donnerstagabend hatten wir wieder einmal einen kleinen Kücheneinsatz – wir hatten, wie jedes Jahr, Tabeas Familie zum «Bänzeässe am Chlousetag» eingeladen.
Samstags: Zuerst 40min joggen, danach ins Schwimmtraining. Wow, war das cool! Also nicht, dass ich diesmal nicht wie immer der Langsamste gewesen oder nicht andauernd überwunden worden wäre! Aber meine optische Erscheinung muss beeindruckend gewesen sein! Wie immer stand ich zuhinterst auf der Schwimmbahn, wenn die neuen Übungen erklärt wurden. 3x kam eine Vereinskollegin (ja, sie kamen alle später ins Training wie ich) und fand: «Ich schwimme hinter Dir, ich bin heute nicht so fit wie Du!» Naja, 100m später schwammen sie dann doch vor mir aber man – ich muss brutal fit aussehen 😊 Immerhin etwas!
Sonntag = Kraftraumtag! Echt, ja! Stundenlang, Tabea hatte ein 3stündiges Training im Kraftraum vor! Wir hatten aber Wetterglück und so starteten wir mit 30min joggen draussen. Danach gabs 5x12 Kniebeugen – die Beine brannten etwas! Tabea ging dann in den Kraftraum: 30min auf dem Indoor-Rad mit Zusatzaufgaben während ich noch auf der 400m Bahn blieb und dort Laufübungen und etwas schnellere Einheiten trainierte. Anschliessend ging ich auch in den Kraftraum, wo ca. 10min gemeinsames Rumpfkrafttraining auf dem Programm waren. Danach hatte Tabea wieder 30min Fahrrad mit Zusatzaufgaben (1x musste sie mehrfach sehr schnell treten, einmal sehr langsam mit viel Widerstand,….) während dem ich mit Gleichgewichtsübungen trainierte. 5x12 Kniebeugen später sass Tabea wieder auf dem Rad, ich wechselte zwischen Laufband und Fahrrad ab. Danach gabs schwimmspezifische Kräftigungsübungen (damit ich im Schwimmbad noch schneller aussehe 😉) , ausfahren, dehnen, duschen und ab ins Mittagessen.
Tabea fand hinterher: «E ha das jetz gar ned so schlimm gfunge, e hätt guet no 3h lenger chönne». Ich fand, dass es sicher Leute gebe, welche nach 40min ihres Programms völlig fertig gewesen wären, das konnte sie sich aber nicht vorstellen!
Danach wurde Tabea noch gefoltert! Fast 90min stillsitzen und Musik hören! Wir besuchten ein Konzert der Harmonie Gerlafingen in der Kirche, denn mein Göttimeitli spielte, zusammen mit anderen Kindern der Musikschule, in den ersten 2 Stücken mit! Ohne Natel hätte Tabea diese Herausforderung wohl nicht durchgestanden und ein DNF (aufgegeben) kassiert…..

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

verfasst am 2.12.2018 von uns Beiden

Vor 6 Jahren waren wir das letzte Mal in der Blick-Langlaufwoche in Davos. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Nun wars wiedermal so weit und wir reisten am Mittwochnachmittag nach Davos. Es gab 2 verschiedene Loipen, eine in Davos selbst und die andere etwas ausserhalb. Am Vormittag fand Langlaufunterricht für Anfänger, am Nachmittag für Fortgeschrittene statt. Die freie Zeit rundum benutzten wir für ein andere Trainings:eine schöne Biketour im Schnee ins traumhafte Dischma-Tal, zwei Mal waren wir auf den Laufschuhen und einmal im Schwimmbad.
Tabea tat sich etwas schwer mit dem Langlaufunterricht. Sie fand, nach 2h Techniktraining: "Wenn wir heute nicht noch was Ausdauerndes machen, war das heute ein Ruhetag!" Dinus Arme drohten allerdings nach dem "Techniktraining" abzufallen! Tabea behauptete sie mache keine Fortschritte, während Dinu fand, sie stand Ende der Woche viel besser auf den Skiern. Also: Alles wie immer bei uns :-)
Spass hats trotzdem gemacht, wir gehen immer wieder gerne nach Davos.

Bilder gibts in der Galerie.

 

Ende der Trainingspause

Verfasst von uns beiden am 25.11.2018

Auch während der Trainingspause gabs immer wieder Highlights. Eines davon war als wir unserem Sponsor Olo Marzipan ein Mail schrieben und fragten, ob wir wieder einmal gesalzene Mandeln und ein paar Haselnusslebkuchen haben dürften. 2 Tage später lag ein grosses Packet im Briefkasten. Das Resultat sah so aus:

Tausend Dank für die tolle Überraschung. Da waren haufenweise weitere Köstlichkeiten im Päckli drin!
Apropos Päckli/Post: Für 2019 wollte Tabea etwas weniger weit für ihre Wettkämpfe reisen - Klagenfurt statt Schottland tönte etwas vernünftiger! Dinu freute es, der Knacker möchte länger wie mehr seinen Schaukelstuhl und das traute Heim nicht mehr verlassen......

Doch letzte Woche kam eine Nachricht aus Kanada. Darin stand, dass man den besten Xtremetriathleten einen Startplatz am Canadaman anbiete - Tabea könne, wenn sie wolle, einen Gratisstartplatz für diesen Xtremetriathlon haben! So fliegen wir das nächste Jahr halt noch etwas weiter.....
In der vergangenen Woche begannen wir langsam das Training wieder aufzunehmen. Die ersten Schwimmstunden standen auf dem Programm – Für Tabea 2 für Dinu 3. Daneben leiteten wir je eine Stunde Spinning. Und am Sonntag schnürrten wir die Laufschuhe und drehten eine kleine, langsame Runde. Etwas ungewohnt und mühsam, aber, es funktioniert noch…
Beim Schwimmtraining am Samstag standen wir am Beckenrand und tauchten die Füsse ins Becken. Wir fanden es unangenehm kühl und fragten uns, wie soll das Morgen erst beim Ziebeleschwimmen funktionieren. Denn wie in den letzten Jahren hatten wir uns für diesen Anlass angemeldet. Beim Ziebeleschwimmen werden immer am Tag vor dem Ziebelemärit 350m in der Aare geschwommen. Dieses Jahr hatte die Aare ungewöhnlich wenig Wasser, was die Schwimmzeit etwas verlängerte. Dies machte das Ganze zusätzlich schwierig, wie auch die Tatsache, dass wir in diesem Jahr nie dafür geübt hatten. Wir haben es aber überstanden und sind somit wieder back on track.

 

Dinu's Diabeteswoche

verfasst von uns beiden am 18.11.201

Nun ist die 3. Woche ohne Sport vorbei – und wir leben beide immer noch. Tabea «durfte» am Montag wieder arbeiten gehen, sie spürt keine Nachwirkungen der OP mehr.
Ich hatte eine diabetesspezifische Woche. Am Dienstag war ich an einem Anlass von «Mein-blutzucker.ch»: Nach einem leckeren Abendessen und viel Austausch mit anderen Diabetikern verfolgten wir das Eishockey-Spiel zwischen Langnau und Biel. Erstaunlicherweise war das ein Spiel zwischen dem aktuellen Erst- und Zweitplatzierten der laufenden Saison! Nach dem Spiel trafen wir Jan Neuenschwander, der zuvor für den EHC Biel auf dem Eis gestanden war und nun mit uns über seinen Diabetes im Zusammenhang mit Spitzensport plauderte. Echt sympathisch.
Am Mittwoch war der Nationale Diabetikertag und am Donnerstag besuchte ich eine Weiterbildung zum Thema Diabetes. Am Freitag hatte ich nur mit meinem eigenen Diabetes zu kämpfen. Ansonsten gabs keine Diabetesbezogenen-Themen. Dafür besuchten wir zum ersten Mal die Mühle Hunziken. Nach den ersten Liedern hörte ich links von mir eine Stimme, welche sagte: «I cha mir gar nid vorsteue dass die «Dream on» und «Love hurts» chöi spiele»…. Ich drehte mich um und erklärte der Dame links von mir, dass ich nicht denke, dass Luke Gasser mit seiner Band «Dream on» spielen würden. Sie solle doch einfach warten bis «Nazareth» als Hauptband auf die Bühne komme. Mit grossen und erstaunten Augen schaute sie mich an und fragte: «Das ist nicht Nazareth?»
Das Konzert war dann ein weiteres Highlight. Am Samstag stand ich dann selbst auf der Bühne und berichtete am Deutschschweizer Diabetikertag vor etwas über 200 Zuschauern, wie ich Sport und Diabetes unter einen Hut bringe. Nach einem Besuch einer Kollegin im Oberland liessen wir den Abend mit Sportskollegen und einem feinen Wildessen ausklingen.
Am Sonntag stand ein Spaziergang bei eisigen Temperaturen auf dem Programm. Zuerst gings per Fahrrad ins Nachbarsdorf, dann zu Fuss weiter auf den Chutzeturm. Auf dem Fahrrad (Alltagsvelo) hatte ich persönlich ja das Gefühl, ich sei zügiger unterwegs wie teilweise im Sommer auf dem Rennrad – Tabea war aber bereits weit voraus…..
Beim Spazieren überholten wir immer wieder Fussgänger. Als wir gerade eine Truppe überholt hatten und wir die innert kürzester Zeit deutlich abgehängt hatten, machte ich Tabea, welche immer behauptet wir würden extrem langsam spazieren, auf diesen Umstand aufmerksam.  Sie meinte nur: «E weiss ou ned was die aui mache! Mer loufe sooo extrem langsam, e gloube, die blibe au 2 Schritt stoh!»
Zurück zu Hause dauerte es eine ganze Weile, bis Tabea wieder aufgetaut war!
Es gibt ja Leute, die behaupten, wir würden zu wenig Zeit auf unserem Sofa verbringen, wir könnten dies gut aus der Wohnung entfernen! Das haben wir am Sonntag grundlegend wiederlegt! Danach waren wir beide aber nass geschwitzt - ob dies gemeint war mit der Aussage, dass wir mehr auf Sofa sollten? Denn im Moment zwickt es Tabea ab und zu etwas im hinteren Oberschenkel, darum durfte ich sie auf dem Sofa massieren. Sie meinte, ich dürfe Vollgas reindrücke! Ich lag dann fast mit meinem ganzen Gewicht auf dem Igelball, welchen ich in ihr Bein drückte, da meinte sie: «Jo, jetz gschpüri öppis!» Wie meine Hand danach (volles Gewicht auf den Igelball) aussah, das seht ihr in der Galerie! Ich musste so fest drücken, ich war hinterher bachnass!

Spaziergänge

verfasst am 12.11.2019 von uns Beiden

Wir haben das schöne Herbstwetter dieses Weekend in vollen Zügen genossen. Unsere Spaziergänge werden im Moment immer länger, dies wohl weil wir mitten in der Trainingspause stecken und uns doch etwas an der frischen Luft aufhalten wollen. So waren wir gestern über 2h draussen unterwegs. Dinu jammerte zwar, dass das Spaziertempo für ihn zu hoch sei -  er behauptete sogar, am Bieler 100er könnte er in dem Tempo seine Bestzeit verbessern! Tabea hingegen fand, dass sie allein schneller laufen würde und sie das Tempo extra für Dinu gedrosselt habe. Naja, wir kommen halt aus verschiedenen Haushalten. Dinu's Eltern sind eher gemächlich unterwegs, Tabea's Familie hat einen zügigen Schritt drauf! Das färbt halt ab🙂.
Tabea geht es auch wieder recht gut. Die OP war ja nun von 2 Wochen und die Fäden sind gezogen. Und heute ist ihr erster Arbeitstag nach 2 Wochen krankgeschrieben...

Nichts tun und Flohmi

verfasst von uns Beiden am 04. November 2018

Eine ziemlich klassische Frage, welche uns während der Trainingspause oft begegnet, lautet: Haltet ihr das tatsächlich aus? Was macht ihr alles mit der freien Zeit? Macht ihr wirklich keinen Sport? Tabea auch?

Also, noch einmal: JA, Dinu UND Tabea machen in diesen knapp 4 Wochen keinen Sport, keine Laufschuhe werden geschnürrt, kein Rennrad oder Bike wird benutzt und die Schwimmbrille bleibt auch im Schrank. Auch dem Kraftraum bleiben wir gerne fern. Klar, etwas Bewegung in Form von Spaziergängen, ev. dann auch mal eine Wanderung, und der Arbeitsweg mit dem Rad, ist erlaubt. Aber mehr nicht! Tabea muss sich nach der Operation noch sehr stark schonen und ist darum sehr passiv. Und was machen wir nun mit der freien Zeit? Wir besuchen Kollegen, oder laden Leute zu uns ein, wir gehen ausswärts Essen oder stellen unseren Haushalt auf dem Kopf und suchen Dinge, die wir nicht mehr benötigen. Mit all dem "Krempel" fuhren wir dann am Sonntag nach Bern zur Reithalle. Dort finden allmonatlich ein Flohmarkt statt.Bereits etwas mehr als vor einem Jahr waren wir am Flohmarkt und fanden dies noch spannend. Darum haben wirs jetzt wiederholt. Es ist eindrücklich zu sehen, was da alles angeboten und verkauft wird. Bei uns kam auf jedenfall einiges weg. Wir sind mit unserem Erfolg mehr als zufrieden.

OP

verfasst von Dinu am 29.10.2018

 

Habt Ihr schon einmal eine Nachricht erhalten, in welcher stand: «Hey Schatz, faus i das hüt ned überläbe, chasch Du im Fau mis Gäud erbe! Aber bitte due e chli truure um me, gang ned scho am Zischtig weder go schaffe, gäu!»? Nein? Dachte ich es mir doch, dass einem so etwas nur passiert, wenn man mit Tabea verheiratet ist? Aber ganz von vorne:

 

Nach dem Trailmarathon fuhren wir unsere Trainings massiv zurück – das heisst, dass ich noch ein einziges Mal (Biketraining mit Tabea) trainiert habe, während Tabea nur noch 2 weitere Spinningstunden geben musste. Wir wollten noch nicht ganz in die Trainingspause, einerseits um das schöne Wetter noch etwas ausnutzen zu können und andererseits, weil es einfach besser war, unsere alljährlichen 4 trainingsfreien Wochen erst dieses Wochenende zu beginnen. Denn eigentlich wären wir diesen Freitag per Zug nach Frankfurt (wie im letzten Jahr) um dort mit einem Kollegenpäärchen die Stadt zu geniessen und gleichzeitig als Funprojekt an der Marathon-Staffel teilzunehmen. Vor 3 Wochen erfuhr Tabea aber, dass sie eine routinemässige Operation durchführen lassen muss und hatte die Auswahl zwischen diesem Freitag und einem Termin Ende November. Sie wählte diesen Freitag und wir liessen Frankfurt sein (wobei Tabea ja noch meinte, sie könne ja am Samstag noch rausreisen und dann schauen……). Am Freitag stand nun der kleine Eingriff bevor, ein Routineeingriff aber unter Vollnarkose. Tabea hatte richtig panische Angst vor der Narkose, der Eingriff selbst machte ihr keine Sorgen. So kam es dann, dass sie aus dem Spitalzimmer am Freitagvormittag auf die Operation wartete und solche Nachrichten versendete. Sie habe am ganzen Körper gezittert vor Angst, den armen Narkosearzt mit Fragen gelöchert und sei so nervös gewesen wie vor keinem ihrer Anlässe (und da ist sie schon sehr nervös!). Es ging aber alles gut, schon am Freitagabend war sie wieder auf den Beinen und beschwerte sich über das mickrige Abendessen (es gab nur CafeComplet, die Fachleute meinten, sie werde nach der Narkose keinen Hunger haben – denkste….) und war schon im halben Spital unterwegs. Am Samstagmorgen konnte sie das Spital um 7:30 verlassen (ursprünglich war 9:00 geplant, zum Glück war der Taxiservice «Dinu» schon wach), verbrachte aber tatsächlich den grössten Teil des Tages sitzend oder liegend! Tabea live: Sie erklärte mir auf der Heimfahrt vom Spital, dass sie nur 1kg heben dürfe im Moment, beim Aussteigen aus dem Auto hob sie aber ihren Rucksack hoch, welcher sicher 7kg wog…… Sie ist nun 2 Wochen krankgeschrieben und wird sich schonen. Danach kann sie wieder zur Arbeit, wird sicher auch wieder erste Spaziergänge machen. Trainiert wird aber sowieso erst nach der Saisonpause in 4 Wochen wieder! Bis dahin werden wir Euch aber sicher jede Woche ein paar Zeilen schreiben, wies uns so geht 😉

Transruinaulta Marathon

 

verfasst von uns Beiden am 22.10.2018

Das letzte Highlight in diesem Jahr war der Transruinaulta-Trailmarathon vom letzten Samstag.

 

Bereits am Freitagabend fuhren wir mit dem Auto nach Chur, um mit Kollegen Pizza essen zu gehen. Wir übernachteten dann gerade bei ihnen und am nächsten Tag führten sie uns an den Marathon-Start in Illanz. Der Start war um 9.30. Die Sonne schien, es war aber trotzdem eisig kalt. Wir starteten beide an diesem wunderschönen Trailmarathon, welcher knackige 1800hm beinhaltete. Gestartet wurde einzeln, da es sehr schnell eng wurde auf dem Weg.

 

Kurzbericht Tabea:

Ich fühlte mich nicht ganz so gut, ja, das ist ja nichts Neues… In der letzten Zeit hatte ich immer wieder mit Verhärtungen der hinteren Oberschenkelmuskulatur zu kämpfen. Ich war regelmässig in der Massage und trainierte natürlich fleissig weiter. Dieser Lauf war für mich eine reine Wundertüte. Konditionell fühlte ich mich sehr gut, aber ich konnte nicht abschätzen, was meine Hamstrings dazu meinen würden. Es war eisig kalt um 9.30! Ich startete mit Ärmlingen und kurzen Hosen/Shirt. Dinu startete kurz vor mir, also genau genommen: 4 Sekunden vor mir. Somit war mein erstes Ziel, ihn aufzuholen und ich überholte ihn dann auch. Auf den ersten Kilometern kämpfte ich vor allem mit der Kälte. Meine Hände fielen mir fast ab. Nach ca. 5km besserte es aber schlagartig, es wurde wärmer. Auf den ersten 12km begann dann leider schon das leidige Hamstring-Thema. Ich war sehr oft damit beschäftigt, so locker wie möglich zu laufen. Gleichzeitig hatte ich mental recht Mühe, weil ich wusste, dass ich noch nicht weit war und die richtigen Probleme ja normalerweise erst nach 30km kommen würden. Bei km 12 gabs eine Neutralisation, welche ich zum Dehnen und WC-Halt nutzte. Bald danach gings in den ersten längeren Anstieg. Auf meinen Beinen kam nicht sehr viel. Sie taten weh. Normalerweise wäre das meine Stärke gewesen, aber an diesem Samstag lief einfach nichts! Danach gings wieder runter und wieder hoch usw. Es war ein richtiger Kampf, dass ich das Tempo trotzdem halten konnte. Bis km 20 bin ich dann schon etwas eingebrochen – es tat zu fest weh. Ich ärgerte mich, weil ich nicht das zeigen konnte, was ich eigentlich könnte. Der Puls ging auch nicht mehr sehr weit hinauf, die Muskeln liessen es nicht zu. Ab km 25 lockerte es sich ein wenig und ich konnte wieder etwas mehr Tempo machen. 2 x hatte ich Bauchkrämpfe. Man könnte ja meinen, es gibt genügend Möglichkeiten kurz hinter dem Busch zu verschwinden. Leider war das nicht so. Kilometerlang gab e keine Möglichkeit vom Trail abzuweichen um da Geschäft zu erledigen. So musste ich halt auf dem Trail…. Ging nicht anders…. Und beim 2. Mal genau dasselbe Problem... Zum Glück war ich jeweils kurz alleine unterwegs😊. Die letzten Kilometer hatten es dann nochmals so richtig in sich. 3 ganz steile Anstiege durfte man noch hochlaufen, ehe man dann endlich das Ziel sah in Thusis. Nach 4h30min kam ich erleichtert im Ziel an. Mit dieser Zeit wurde ich 12. Frau von 133 gestarteten, was mich sehr erfreute. Den Lauf konnte ich nicht geniessen, zu viele Probleme hatte ich unterwegs. Aber schön wäre es gewesen… Jetzt steht dann die Trainingspause an. Mitte nächste Woche wird damit gestartet. 4 Wochen trainingsfreie Zeit! Ich freue mich sehr darauf. Mein Körper auch😊

 

Dinu’s Notizen:

- Gespräch vor dem Start: „Mir schmerzen heute die Knie!“ „Dir hat letzte Woche auch etwas geschmerzt, Du bist aber trotzdem aufs Podest gerannt“ „Ja, aber heute ist es anders, meine ganze Muskulatur ist verkrampft!“.

 

- Man startet in 4 Sekundenabständen, Tabea 4 Sekunden hinter mir. Nach gefühlten 3 Sekunden ist Tabea bereits neben mir und stöhnt „Jetz hani Vougas gäh zum di iizhole, jetz mani nümme!“ 5 Sekunden später ist sie weg, 20 Sekunden später sehe ich sie nicht mehr.

 

- Nach 5km ruft Jemand am Streckenrand: „Gsesch super us Dinu, d Tabea housch no i“ Ich rufe: „Sie ist hinter mir gestartet!“ „Ou, de no vöu Glück….“.

 

- Neutralisationspause bei km 11, Bahnhof Versan: Super, ich habe mir Zeit für einen WC-Stopp genommen, die Schuhe nachgebunden und meine Trinkfläschchen aufgefüllt! Tabea war da schon über alle Berge, als ich zur Neutralisation wieder rausrannte.

 

- Unterwegs ruft irgendwer irgendwo: „Noch 500m, dann kannst Du Dich erholen!“ Ich war gespannt, konnte man da einen Sessellift nehmen? Wartete ein Postauto? Nein, die Strecke ging steil abwärts – das abwärtsrennen war für die Beine fast härter wie das hochrennen, sowas nennt man im Bündnerland „Erholung?????“ Ich gehe somit besser nie in ein „Wellnessweekend“ ins Bündnerland!

 

- Insgesamt wurde ich 99er von 328 rangierten Männern – ein Rang im ersten Drittel ist für mich eher ungewohnt weit vorne. Ich hatte aber eine sehr gute Saison, in der ich für meine Verhältnisse gut trainieren konnte – das hat sich hier wieder gezeigt!

 

- Es gab Zwischenzeiten, an denen man auf der Rangliste sehen konnte, auf welchem Rang man dort gewesen wäre. Ich wäre bei der ersten Zwischenzeit 176er gewesen, die zweite Teilstrecke legte ich als 102 zurück und auf dem letzten Teilstück war meine Zeit sogar die 80schnellste Zeit gewesen! Schade ging das Rennen nicht noch etwa 20km weiter ;-)

 

- Im Vergleich zu Tabea siehts dann allerdings etwas anders aus: Auf dem ersten Teilstück verlor ich auf sie 2min 14 Sek., auf dem 2. Teilstück war ich tatsächlich 1min 15sek schneller, auf dem letzten Teilstück nahm sie mir dann noch 9min und 10sek ab! Insgesamt kam ich 10min nach ihr ins Ziel, was für mich eigentlich ein recht gutes Resultat wäre. Wenn da nicht zum Voraus jemand mehrfach betont hätte: „E Marathon esch z läng für mini Bei, Du wirsch garantiert schnöuer si……“

 

- Wir hatten uns für den Transrunaulta angemeldet, weil es so eine wunderschöne Strecke sei. Vor Ort haben wir dann aber erfahren, dass der Lauf am Sonntag, der Transviamala über 17km, der viel schönere sei! Egal, auch der Marathon führt durch wunderschöne Gegenden, entlang beider Rheinschluchten, über schöne Singletrails, Alpwiesen, technisch anspruchsvolle Weg hoch und auch wieder runter – echt toll!

 

- Das war mein erster Wettkampf, an welchem es schön angerichtete Platten mit Bündnerfleisch, Käse und Brot an den Verpflegungsposten gab! 

 

- Nachdem Tabea letztes Wochenende eine jurassische Trockenwurst gewonnen hatte, gabs an diesem Wochenende als Finisherpreis für Alle eine Salsiz! Ich bin ja schön froh, dass meine Frau Vegetarierin ist!

 

- Wobei, das mit dem technisch anspruchsvollen, das hiess es zuvor ja in der Ausschreibung! Ich bin aber schon Teilstrecken von xtreme -Triathlons in Schottland und Norwegen abgelaufen, DIE waren technisch weitaus anspruchsvoller! Ich war jedenfalls mit meinen normalen Strassenlaufschuhen völlig wohl! Aber die Trails waren definitiv nicht einfach!

 

- Das Niveau an der Frauenspitze war brutal hoch! Einige von Euch kennen z.B. Jasmin Nunige? Sie ist 6fache Siegerin des K78 in Davos (ja, ein Berglauf über 78km) und war vor Jahren als Langläuferin an den olympischen Spielen. Ihr reichte es gerade noch auf Rang 3! Im letzten Jahr brauchte die 3. Platzierte Dame 4: 16:49, in diesem Jahr hätte das für Rang 6 gereicht, 11 Sekunden vor der 7ten! Dafür hätte Tabeas Zeit im Vorjahr für Rang 7 gereicht! Umso stärker ist Tabeas Rang in den vorderen 10% einzuordnen!

 

- Der Transruinalta war, trotz seiner 1800 Höhenmeter, einer meiner schnellsten Maratnons (Marathone?)! Ich war viel schneller wie am Napfmarathon, am Jungfrau aber auch schneller als bei den flachen Städtemarathons in New York (bei der ersten Teilnahme) und Barcelona! Vielleicht sollte ich wieder einmal an einem Marathon starten?

 

- Sonntags gabs für mich einen Ausflug mit langem Spaziergang/Wanderung. Meine Beine fühlten sich dabei echt gut an – sie haben ja Erfahrungen mit 100km, was sind da 42km ;-)

 

- Ich liebe das Herbstgetränk „Sauser“, ich konnte dieses Wochenende eine kleine Studie durchführen! Im Bündnerland waren wir in einem Restaurant, da kosteten 2,5dl stolze 9.60, am günstigsten sah ich 2dl. Sauser für 4.80!

Ein paar Fotos gibts in der Galerie.

 

Trail du Jura bernoise und Velosturz

 

verfasst von uns Beiden am 15.10.2018

 

Der „Trail du Jura bernoise“ wurde in dem Jahr zum ersten Mal ausgetragen. So kannten wir zwar die Eckdaten (13km/650hm) aber wussten nicht, wie das Gelände aussehen würde. Kommt man mit Laufschuhen durch oder wären Traillaufschuhe angebracht. In der Ausschreibung hiess es auch, man MÜSSE 5dl mit sich tragen, zusätzlich seien warme Kleider, eine Mütze und etwas zu Essen empfehlenswert. Ich startete somit mit einem Traillrucksack und der entsprechenden Ausrüstung aber mit den normalen Laufschuhen, Tabea nahm einfach 5dl Wasser mit, sonst nichts und lief auch in den Laufschuhen. Darum wurde sie nervöser, da die meisten anderen vor Ort mit Rucksäcken, Trailschuhen und oft auch Stöcken vor Ort waren. Da sie recht müde war und Muskelkater hatte, dachte sie, nicht genügend fit zu sein. Zusätzlich dachte sie, es habe viele starke regionale Läuferinnen am Start (insgesamt immerhin 68 Frauen!), darum rechnete sie nicht damit, einen Podestrang erlaufen zu können. Als ich mich etwas weiter nach hinten im Startblock begab meinte Tabea: „Bis spöter, Du housch mi jo de eh uf“!

Die Strecke war echt wunderschön, sie verlief sehr selten auf Kies- oder gar Teerstrassen, mehrheitlich auf Trail oder einfach quer über frühlingshaft grüne Jurawiesen! So typisch, wie man sich den Jura vorstellt, vorbei an Pferdekoppeln und immer mal wieder hoch und runter. Ich habe Euch beim aufwärtsmarschieren sogar ein paar Fotos gemacht!

Teilweise waren die Wege matschig/rutschig, da wären Trailschuhe nicht schlecht gewesen, an den meisten Orten ging es aber sehr gut mit unserer Ausrüstung. Da es recht warm wurde, konnten wir die mitgetragene Flüssigkeit auch gebrauchen!

Im Ziel meinte Tabea dann: „Du bist nur 3min langsamer wie ich gelaufen, das überrascht mich jetzt! Stark!“. Normalerweise hast du ja bei solchem Gelände mehr Mühe, echt super von dir!!!“ Nun weiss ich etwa, was sie gedacht hat, als sie am Start meinte mit: „Du housch mi jo de eh uf!“.

Auf der Rangliste stand dann, dass Tabea 2. geworden war, ich lag auf dem 33 Rang von 95 Männern, also fast im vordersten Drittel. Das ist für mich ungewohnt weit vorne, was mich doch sehr freut. Da Tabea an die Rangverkündigung durfte (welche etwa 2h später stattfinden sollte), wollte Tabea baden gehen, googelte kurz und meinte: „Da ist ein See in der Nähe, der Etang de la Gruyère“! Ich war da mal mit der Schule und fand: „Das ist so ein Moossee, nicht so sauber und wohl ein Naturschutzgebiet“. Googel meinte, baden sei möglich aber nur der einheimischen Bevölkerung erlaubt. Da das dann aber vor Ort nicht angeschrieben war, konnten wir das ja nicht wissen und gingen baden! Ich hatte recht, der See war nicht nur kalt (auf über 900m.ü.M.) sondern bräunlich – aber Spass gemacht hats trotzdem! Sicherheitshalber sind wir dann aber auf dem Heimweg, nach der Rangverkündigung, uns im Bielersee noch abwaschen gegangen.

Kurzbericht Tabea: Ich war echt gespannt auf den Lauf. Vor allem war ich gespannt auf meine hinteren Oberschenkel (Hamstrings), welche seit mehr als einer Woche etwas Probleme bereiteten. Ich hoffte einfach, dass die Muskultur einigermassen mitmachen würde. Dann war der Start und ich ging nicht zu schnell los. Bald aber staute es, so dass ich auf mühsamem Weg überholen musste. Dann gings steil hoch. Es war rutschig, nass und ich wünschte mir, Trailschuhe anzuhaben. Alle rund um mich herum trugen solche! Oben angekommen gings über Wiesen, was ich als sehr schwierig empfand. Fussgelenkstabi lässt grüssen…. Dann wieder steil runter. Wie immer wurde ich beim runterlaufen überholt, beim Flachen blieb es in etwas gleich, bergauf konnte ich wieder überholen. Nach km 7 rief mir ein Zuschauer, dass ich 2. Frau sei, was ich nicht glaubte. Ich lief in meinem Tempo weiter, versuchte das Tempo aber sicher eher ungemütlich zu halten. Falls die Aussage stimmen sollte, wär es ja schade, wenn ich zu viel herumplämperle. Nach 1h18min kam ich dann in der Tat als 2. Frau im Ziel an. Ich war ziemlich überrascht über das Resultat. Die Hamstrings spürte ich stets etwas, aber gross behindert haben sie mich wohl nicht. Ich dachte dann, dass Dinu wohl bei diesem Gelände mehr Mühe haben würde wie ich und sicherlich viel später kommen würde. Als er dann nach 3min kam, war ich sehr überrascht und fand es super!

 

Am Abend waren wir an einer tollen Geburtstagsparty eingeladen, blieben aber nicht so lange, da wir nach dem Tag recht müde waren. Allerdings hat uns die Liveübertragung des Ironmans Hawai doch noch an den Bildschirm gefesselt, dass wir dann doch nicht soo früh im Bett waren. Völlig ungewohnt war dann aber, dass ich irgendwann ins Bett ging und Tabea das Rennen weiterverfolgte - ob das ein Zeichen ist???

Sonntags brachen wir mit den Rädern auf eine Tour um den Murtensee auf. Eingangs Kerzers fällt die Strecke leicht ab – all diejenigen, welche schon mal am Kerzerslauf waren, kennen die Strasse. Da erreicht man ohne viel Aufwand ein hohes Tempo – wir hatten etwa 46km/h. Da sehe ich, wie von links ein Fussball auf die Strasse rollt und hinterher ein Junge angerannt kommt. Ich sehe, wie Tabea vor mir nebendurch fährt und dann – zäckbumm – fliege ich die Luft und lande auf meiner linken Seite und drehe auf den Rücken. Mit Schmerzen liege ich da, schaue mich um und höre Tabea schreien und laut fluchen, sie hat die Kinder so richtig zusammen geschissen…. Einfach einen Fussball auf die Strasse werfen…. So gefährlich. Sie war richtig aufgebracht und ich beschäftigte mich mehr damit, Tabea zu beruhigen als mich um mich zu kümmern. Noch Streit mit den Eltern der Kinder wollte ich vermeiden!

Das Beste war dann, als die Mutter meinte: Es seien Kinder, das könne passieren, sie würden sicher nichts für Schäden am Velo bezahlen! Keine Entschuldigung, nichts – uns war ja auch klar, dass es Kinder sind und die so was machen können, trotzdem haften dann halt die Eltern! Tabea zögerte keine Minute und rief die Polizei. Da lenkte die Mutter dann doch ein und wir konnten das Ganze so regeln. Ich hatte Schürfungen an der ganzen linken Seite – Ellbogen, Schulter, Hüfte, Knie. Zusätzlich schmerzte das rechte Hangelenk, da hatte ich mich wohl auch abgestützt. Das neue Fahrrad wies viele Kratzer auf, das Vorderrad schliff irgendwo und der Lenker war links verbogen. Ich probierte, weiter zu fahren, zu Beginn mit Mühe, dann immer besser.

Am Murtensee entlang wollte Tabea Intervall machen – es wurde aber nur zu einem Intervall für sie aus! Das sah so aus! Tabea auf ihrem Triathlonrad gibt vorne Vollgas, ich sollte mich im Windschatten erholen. Das habe ich falsch verstanden und habe auch Vollgas gegeben, naja, sonst hätte ich nicht im Windschatten bleiben können! Nach ihrem Einsatz wechselte sie nach hinten, ich musste nun Vollgas geben und sie erholte sich hinten – ich fuhr also non Stopp Vollgas und sie machte Intervall J

In Murten genossen wir eine Stärkung, badeten im See (traumhaft, Mitte Oktober! Wobei das in meinen Wunden recht brannte!) und radelten heim.

Die Schürfwunden sind oberflächlich und unproblematisch, meine linke Schulter, die ich vor Jahren einmal angerissen hatte und immer noch etwas unbeweglich war, schmerzt heute bei gewissen Bewegungen – oder sie blockiert. Ansonsten ist alles i.O., ich hatte also Glück im Unglück!

Ein paar Fotos gibts in der Galerie

 

Viel Training und Ausflug nach Berlin

verfasst von uns beiden am 08.10.2018

Tabea versuchte letzte Woche ihren Muskelkater mit Training weg zu bringen. Am Sonntag hatte sie diesen beim Juratoptour-Berglauf aufgelesen.

 

Am Mittwoch gabs für Dinu ein hartes Intervall beim TV Bolligen. Tabea rannte ihre Bestzeit am Niesen (Bericht siehe weiterunten). Am Freitag waren wir zu einem Hochzeit eingeladen (nochmals herzlichen Glückwunsch und Merci), am Abend schauten wir “Der Läufer” im Kino.

Samstags trennten sich unsere Wege wieder – Dinu besuchte die Herbstversammlung des Inline Clubs Mittelland. Da merkte er, dass er wohl ein talentierter Kubb-Spieler wäre – vielleicht sucht er sich nun dort neue Herausforderungen? Allerdings scheint das Talent genetisch verankert zu sein, auch sein Bruder ist ein talentierter Kubb-Spieler.

Tabea fuhr nochmals eine so richtig lange und harte Velotour. Sie hat da einen Kollegen, der macht solche Sachen immer sehr gerne mit. Geplant war mit den Rennrädern über den Balmberg/Weissenstein/Grenchenberg/Mont Crosin/Chasseral also ca. 170km und 4000hm. Wer den Jura kennt, weiss wie steil teilweise die Aufstiege sind. Nach km 80 stiess noch Daniela dazu. Sie fuhr mit uns den Grenchenberg und Mont Crosin. In St-Imier wollten wir uns entscheiden, ob wir den Chasseral noch anhängen würden, oder auf direktem Weg via Soncebonz nach Biel zu fahren. Wir waren alle ziemlich müde und kaputt. Tabea wollte dann aber doch die Tour bis zum Schluss durchziehen und entschied sich für den Chasseral. Ihr Kollege entschied sich dann auch dafür. Und so rollten wir in sehr gemütlichem Tempo (das war bei den letzten Pässen nicht immer der Fall) den Chass hoch.

Sonntags: Ausflug ins Wallis. Bei traumhaftem Wetter rannten wir mit Nelly eine 17km lange Tour. Diese führte von Ausserberg ins Baltschiedertal, dort auf einen Berg mit toller Aussicht, wieder runter ins Tal und dann den Suonen entlang via Eggerberg nach Visp. Ursprünglich war als Traillaufausflug für den Inline Club Mittelland geplant, da sich aber nur ein Mitglied angemeldet hatte waren wir zu dritt unterwegs. Landschaft: Genial, in den herbstlichen Farben sowieso! Anstrengung: Human, das allerdings mehr runter wie hoch geht, brennen die Beine heute schon etwas….. Typisch Frauen: Tabea meinte, sie sei vom Vortag zu müde und sei nicht fit – und rannte dann immer weit voraus, Nelly meinte, sie sei nicht fit und keine gute Läuferin und wisse nicht, ob sie die ganze Tour schaffen würde – und legte dann ein Tempo hin…… Unglaublich! Wetter: Am Freitag zeigten die Prognosen ein Regenrisiko für 80% im Wallis, wir genossen traumhaften Sonnenschein!

Bilder gibts in der Galerie.
Doch der Text geht gleich weiter:

 

Dinu wurde von der Firma Roche, für welche er ab und zu Blogbeiträge verfasst, an den EASD (European Association for the Study of Diabetes) nach Berlin eingeladen. Dort verbrachte er von Sonntag bis Dienstag 3 eindrückliche Tage. Der Sonntag war Anreisetag, am Montag hatte er am Vormittag noch Zeit für eine Joggingtour durch den Park – 12km bei einem lockeren Tempo mit diversen Fotostopps. Am Nachmittag war er an einem Workshop für Blogger. Er durfte aktiv lernen, wie die Idee für eine neue App entwickelt wird. Dabei wurden sehr kreative Ideen von all den Bloggern entwickelt! Eigentlich wäre es nun spannend, diese Ideen weiterzuentwickeln und die Apps auf den Markt zu bringen, denn schließlich sind das ja Ideen der User und entsprechen unseren Bedürfnissen. Nur leider wurde angetönt, dass man die Ideen zwar aufnehmen würde, aber dass wir keine Angst haben müssten, dass man unsere Ideen kopieren, auf den Markt bringen und vermarkten würde.

Am Dienstag reichte es nochmals für eine Laufeinheit, 9km in deutlich zügigerem Tempo der Spree entlang, Schloss Charlottenburg und zurück. Unterwegs kam er am Zoo entlang und hatte Freude an den beiden Weisskopfseeadlern, welche er aus recht kurzer Distanz sehen konnte.

Danach gings aufs Messegelände, wo diverse Vorträge gehört werden konnten, Poster präsentiert wurden und haufenweise Hersteller ihre Produkte und Produkteneuheiten präsentierten. Der Tag reichte nur um diese Stände und 2 kurze Präsentationen zu besuchen. Das Ganze war aber sehr lehrreich und informativ für ihn. Es sei sehr eindrücklich zu sehen und zu hören, was die vielen Blogger alles so kreatives Schreiben und tun und machen - so ist Dinu überzeugt, dass im Bereich Diabetes noch allerlei Spannendes auf den Markt kommen wird. Dinu hörte auch ein kurzes Referat einer amerikanischen Radrennfahrerin (16 Jahre jung, welche Typ1 Diabetikerin ist. Ihr grosses Ziel sind die olympischen Spiele 2020, was durchaus realistisch für sie ist, da sie schon mehrfach amerikanische Meisterin geworden ist!

Die Messe zeigte, dass alle Geräte immer wie besser vernetzt, näher an die natürliche Art (Stichwort Closed Loop) und immer wie kleiner und handlicher werden. Es gibt immer wie mehr Hersteller auf dem Markt! Vor allem asiatische Produzenten, welche auch ein recht grosses Know-How verfügen, allerdings mit dem Kundenservice in Europa (noch?) grosse Mühe haben. In der Schweiz haben die meisten davon gar keine Vertretung, in Deutschland noch eine sehr kleine. Und da der Service doch ein sehr wichtiger Anteil ist, sieht Dinu da leider eher wenig Chancen - aber Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt neue Ideen.

Die grössten Hürden bringt aber die Politik mit sich! An mehreren Ständen hiess es: "Ja, das und das könnten wir technisch tatsächlich machen, aber....". Die Zulassung würde fehlen oder man dürfe nicht (Datenschutz, etc.). Auf der einen Seite beruhigt uns dies etwas, man achtet gut auf den Schutz von uns Patienten, verhindert damit aber auch Innovationen. Und da sind die Patienten aktiv. Man verbindet sich, entwickelt selber, hackt Geräte (was ich auf keinen Fall weiterempfehlen würde), bringt Ideen, geht auf die Firmen zu, denkt mit - da scheint sich sehr viel zu bewegen, auf eine positive Art und Weise.

Dinu hat eine App, die zwar eher bei Frühentdeckungen von Typ 2 Diabetikern hilfreich sein wird, fasziniert. Die wurde am Rochestand vorgestellt. Das ist etwas, das er in seinem Alltag als Ernährungsberater gerne einsetzen würde!

Dinu wurde mehrfach gefragt, ob er auch Diabetesblogger sei und wo er denn schreiben würde. Er verfasst ja ab und zu Artikel über seinen Diabetes auf „meine-Blutzucker.ch“ wie denjenigen kürzlich über den 100er. Hier erwähnt er den Diabetes ab und zu, aber selten. Dabei wären in Tab-Di ja viele Buchstaben enthalten, die in DIABeTes auch enthalten sind….

Ach ja, was Dinu gelernt hat in Berlin: Wir müssen erwähnen: Ein wichtiger Hinweis: Die Reise-, Hotelkosten und Eintrittskarten für den EASD hat Roche Diabetes Care uns Diabetes Bloggern spendiert. Riesigen Dank dafür! Das heißt jetzt natürlich nicht, dass wir auf unseren Blogs nicht unsere freie Meinung äußern dürfen.

 

DER NIESEN!!!!! Die schönste Pyramide der Welt;-)

verfasst am 05.10.2018

Vom Niesen kann ich behaupten das es mein Lieblingsberg ist! x-Mal bin ich schon hochgelaufen, Mal besser, mal weniger. Ja, der Niesen hat es mir angetan. Immer wieder versuche ich eine neue Bestzeit aufzustellen. Nicht immer klappt dies – Mal ist es zu heiss, ich bin zu müde, es ist zu rutschig – viele Faktoren beeinflussen diesen Lauf auf den Niesen.

 

Mein Kollege Michael und ich wollten am Mittwoch wieder einmal so schnell wie möglich auf den Niesen laufen. Vor 2 Jahren haben wir das auch schon gemacht. Natürlich bin ich dazwischen x Mal noch hoch, aber nie mit der Absicht, heute meine Bestzeit zu laufen. Jedoch standen die Sterne nicht gut um diesen Mittwoch.

 

Kurze Vorgeschichte:

 

  • Letzten Sonntag: Berglauf Juratoptour-Wettkampf, wo es mir beim bergablaufen die Muskeln zerschlagen hat – Resultat: übler Muskelkater während den nächsten Tagen. Danach lockere Rennradfahrt über den Chasseral (85km/1300hm)

  • Montag: Ruhetag

  • Dienstag: Lauftraining mit Indurance – dummerweise gabs dort ein Treppentraining, was ich eigentlich liebe…., aber an diesem Tag und in Anbetracht des Niesenlauf-Projektes vom nächsten Tag, als nicht sinnvoll einstufte.

  • Mittwoch: Muskelkater immer noch vorhanden – egal, ich wollte es trotzdem unter diesen Voraussetzungen versuchen.

 

 

 

So fuhren wir mit dem Auto nach Mühlenen. Beide sichtlich nervös. Wir mussten selber über uns lachen, denn was hätten wir zu verlieren? Es ist ja kein Wettkampf! Dennoch waren wir innerlich gestresst. Bei der Niesenbahn gaben wir noch unsere Kleider auf, dann wollte Michael noch einjoggen! Ich habe ausnahmsweise mitgemacht. Wir schauten uns an und fragten einander ein letztes Mal: «Bisch nervös? Oh ja, mi Puls isch richtig höch! Mischt, was mache mir hie! Mir spinnä! Äs geit doch um nüd…. Mir wöi doch nur dr Niese ufäjogge….» So standen wir noch eine knappe Minute bei unserem Startpunkt, klatschten ab und wünschten uns einen guten Lauf. Ab dann war jeder in seiner Welt. Michael rannte voraus, ich blieb an seinen Fersen. Ich joggte in kleinen Schritten hoch und war völlig konzentriert darauf. Dann wurde es noch steiler. Ich überholte Michael, nahm das aber nur so am Rande war, zu konzentriert war ich. Dann wurde es flacher, Michael überholte mich wieder, wie fast immer in flachen Passagen. Und dann wurde es wieder steil und das für eine längere Zeit. Ich überholte ihn wieder und sah ihn ab da nie mehr. Ich schaute nie auf meine Pulsuhr, nie auf die Zeit. Ich joggte vor mich hin. Ich wollte so viel wie möglich joggen, alles in kleinen Schritten, wenn es flacher wurde, nahm ich etwas Tempo raus, sobald es steiler wurde, drückte ich hoch, das war meine Taktik und so viel joggen wie möglich. Mittelstation erreicht! Auch da, ich schaute nicht auf die Uhr, ich wollte nicht wissen, wie schnell/langsam ich war. Die 2. Hälfte ist die steilere. Daher errechnete ich mir, dass ich ab dort viel gehen werde – so wie fast immer bei den letzten Malen. Komischerweise konnte ich aber auch auf diesen Stücken sehr viel joggen und ich fragte mich, was ich denn da früher gemacht habe? Warum ich da gegangen bin? Man kann ja joggen, alles in kleinen Schritten, das geht gut. Puls war hoch. Manchmal kam er etwas runter, aber dann ging er schnell wieder hoch. Dann kam die Treppe, die so steil ist, dass wirklich nur ein langsames hochziehen möglich ist. Danach wird es wieder flacher. Ich jogge wieder und weiter und weiter. Nun sah ich bereits das Ziel. Dran bleiben, dachte ich. Vom Gefühl her müsste das eine super Zeit ergeben. Also, ja nicht nachlassen. Nur noch 1km bis oben. Ich konzentrierte mich auf den Weg, auf meine Schritte, auf die beste Linienwahl. Nebel stieg auf. Das Ziel war nicht mehr ersichtlich. Und dann, endlich, die letzten Meter. Vollgas. Alles was ich hatte, gab ich nun von mir. Und STOPP. Keuchen, husten, am Geländer haltend, schaute ich ängstlich auf die Uhr. Was wird sie mir sagen? 1h34min! Okay dachte ich. Das ist wohl nicht so schlecht. Ich wusste aber meine PB (persönliche Bestzeit) nicht mehr. Sofort lud ich die Aktivität auf Strava, schaute mir das Segment an und YES! PB!!! 5min schneller!!! Und in der Frauenrangliste auf Strava war ich sogar ERSTE. Und, 4 Pulsschläge (im Durchschnitt) tiefer wie letztes Mal! Wau, was für ein Resultat! Und ich bin wohl bis auf 1km alles gejoggt! Michael kam ein paar Minuten später auch sehr glücklich oben an. Die Touristen um uns schauten uns ungläubig an, konnten es kaum glauben, dass wir das hochgerannt sind! Und wir waren überglücklich, ging das Niesen-Projekt so gut auf! Vermicelles und Älpermacaronen folgten dann zur Stärkung!

 

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

40'000 Besucher vom 11.11.11-31.12.16

Besucher ab 4.1.2017:

Besucherzaehler
Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf