Herzlich Willkommen auf unserer Homepage

Willkommen auf der Homepage von Tabea und Martin "Dinu" Ruegge. Wir sind ein sportliche Paar, das immer unterwegs ist. Mehr über uns findet ihr in den verschiedenen Menupunkten - einfach links darauf los klicken!

 

Hier auf der Frontseite präsentieren wir Euch immer den aktuellsten Bericht über unsere sportlichen Herausforderungen und zeigen Euch neue Fotos.

Etwas ältere Artikel (etwa 2-3 Monate alt) findet Ihr jeweils unter Aktuelles. Aber auch ein Blick in unser Archiv lohnt sich immer.

Es gibt auch einen Facebookaccount von Tab-di. Über diesen möchten wir in Zukunft sportliche Infos verbreiten oder auch Liveticker während Sportevents betreiben. Wer so auf dem Laufenden gehalten werden will, darf entweder auf Facebook unseren Account liken oder direkt hier auf der Homepage auf der rechten Seite auf «gefällt mir» drücken (dazu muss man aber auf Facebook eingeloggt sein).

 

Der Gigathlon war in jedem Jahr einer der Saisonhöhepunkte. Aus diesem Grund haben wir Ihm auch etwas mehr Platz auf unserer Seite gewidmet: Unter Gigathlon  findet Ihr alle  Berichte rund um den Anlass.

 

Martin "Dinu" Ruegge arbeitet als dipl. Ernährungsberater HF. Seine berufliche Homepage findet Ihr unter www.erb-monbijou.ch

Einige Fotos unserer Hochzeit findet Ihr als Präsentation hier: http://chris-herzog.ch/galleries/hochzeit_td/ .
Es lohnt sich, wenn Ihr Euch ein paar Minuten Zeit nehmt, es hat viele wunderschöne Fotos, hoffentlich auch eines von Euch? Zuerst die vom First-Look, aber auch von der Kirche, dem Apéro,....... Fotos zum anschauen als Galerie findet Ihr auch in unserer Rubrik "21.5.2016-Hochzeit".

Celtman xtreme Triathlon

verfasst von Tabea am 17. Juni 2018

Irgendwie wollte Schottland nicht, dass ich am Celtman starte....

Schon die Anreise gestaltete sich schwierig. Wir flogen über London und mussten dort umsteigen. Das Gepäck wurde automatisch weiter geleitet. Als wir dann in Inverness landeten und ich mein Natel wieder startete, sah ich die SMS: We are sorry to report that 1 checket bag/s did nod reacht your flight..... Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie geschockt ich mein Natel in den Finger hielt! Ein riesiger Klumpen bildete sich in meiner Magengegend... Äusserst genervt stieg ich aus dem Flugzeug und suchte den Infopoint auf. Dort wurde mir gut geholfen und sie versicherten mir, dass das Gepäck am nächsten Tag da sein werde. Welches Gepäckstück hat es eigentlich getroffen? Natürlich mein Triathlon-Rad mit sämtlichen Kleidern, Neopren und den Laufschuhen im Transportkoffer!!! Ich zweifelte zu diesem Zeitpunkt am Start am Celtman... wie frustriert ich war, könnt ihr Euch sicher vorstellen. Am Donnerstag morgen kam dann tatsächlich mein Rad im Hotel an. Das Rad war noch ganz. Ich baute es zusammen und testete es. Draussen regnete es wie wild und der Wind wehte übel. Das sei typisches schottisches Wetter! Ich fragte mich kurz, warum ich mich damals für diesen Wettkampf angemeldet habe, wenn die Wetterbedingungen hier oft sehr schlecht sind.... Wahrscheinlich weil es ein schöner Wettkamp sei.... Das wollte ich jetzt sehen. Am Freitag fand das Briefing statt. 230 andere Spinner aus 41 Nationen (ja sogar einer aus Indien war dabei, Jemand aus Barbaidos, jemand aus dem Iran und aus vielen anderen Nationen) waren dabei. Die Wettervorhersagen waren so wie man es erwartet in Schottland: Regen, phasenweise kurze Regenpausen, ca. 12 Grad. Die Wassertemperatur sei unter 12 Grad. Das konnte ja heiter werden. Und dann bekam ich am Donnerstag ein Bauch/Magenstechen. Es fühlte sich so an, als ob ich bald krank werden würde. Teilweise musste ich gebückt gehen, weil es so weh tat. Essen ging aber zum Glück noch. Aber ich machte mir riesige Sorgen für den Celtmanstart.

Am Samstag um 02:30 ging dann der Wecker. Um 03:15 hatten wir bereits den Chip abgeholt. Mein Bauchstechen begleitet mich immer noch. Wenn ich was ass oder mich zu fest bewegte, tat es höllisch weh. Warum, warum, warum jetzt zu diesem Zeitpunkt, exakt auf den Wettkampf hin?!! Warum jetzt! Das ist doch nicht fair! Wäre ich doch so parat gewesen... aber nein, wollte mir jetzt die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung machen? Demotiviert stieg ich um 04.15 in den Bus, wo alle Athleten zum Schwimmstart geführt wurden. Dort angekommen hatten wir noch 30min Zeit bis zum Start. Es gab noch ein Gruppefotos, Dudelsack-Spieler musizierten, es brannten Feuer – eine wirklich sehr misteriöse Stimmung. Nur ich war nicht in Stimmung. Ich rechnete nicht damit, lange auf dem Rad zu fahren.... Ja, vielleicht müsste ich bereits im Wasser rausgefischt werden, weil mein Magen/Bauch irgendwas macht, was er nicht sollte.... Egal, ich stieg ins Wasser. Ca. 11 Grad waren es. Genau konnte es niemand sagen. Die Genauigkeit ist den Schotten sowieso abhanden gekommen.... Ungefähr 204km, ungefährt 12 Grad, ungefähr.... meistens waren es weniger;-).

Es war kalt!Kälter wie damals in Livigno. Und dann ertönte das „Horn“, nun ging es los. Habe ichs schon erwähnt, dass es kalt war? Ich versuchte einen Rhythmus zu finden. Und die berühmten Quallen sah und spürte ich auch!!!! Das war wirklich sehr speziell in diesen Quallen zu schwimmen. Nach einem KM wurde meine Armen immer wie träger. Richtig warm wurde mir auch nicht. Und so stieg ich nach 55mi und 3.1km aus dem Wasser. Das ist für mich eine sehr enttäuschende Schwimmzeit! Denn eigentlich hätte es noch Strömungen gehabt, so dass die meisten Leute schneller waren wie gewohnt!!!! Aber ich schwamm ca. 8min langsamer wie sonst... Tja.... Schlotternd kam ich aus dem Wasser. Ich konnte mich kaum bewegen. Dinu führte mich zum Wechselplatz und er zog mich komplett um. Schon nur die Handschuhe überzustreifen war eine riesige Herausforderung und brauchte locker 5min. Nach fast 15min Wechselzeit ging ich dann aufs Rad. Übrigens habe ich beim Schwimmen meinen Bauch nicht gespürt!!!!! Und das Wetter war trocken während der ganzen Schwimmzeit. Auf dem Rad versuchte ich einen Rhythmus zu finden und warm zu bekommen! Das gelang mir einigermassen. Nach 1h war dann fertig lustig. Es begann zu nieseln. Ich zog keine Regenjacke an, da ich dachte, dass es sicherlich wieder aufhören würde, so wie es ja in Schottland normal sei – mal regnet es, mal ist es wieder trocken, es wechselt sehr schnell, aber diesmal wurde es immer schlimmer. Nach knapp 3h zog ich dann doch die Regenjacke an...etwas spät... es schüttete aus Kübeln. Dinu, welcher mich während des Rennens begleitete, sah ich das 1. Mal bei km 70. Danach hielt er auch immer mal wieder an und gab mir zu trinken, Essen oder was auch immer. Nach km 110 war ich ziemlich demotiviert. Ich war nicht so schnell unterwegs wie geplant. Ich war die ganze Zeit auf dem Rad müde. Meinen Puls hoch zu halten ging irgendwie nicht. Und dann kam ab km 130 noch ein fieser Gegenwind dazu - und es schüttete wie aus Kübeln! Mehrmals überlegte ich mir, aufzuhören! Die Strassen waren übrigens auch sehr schlecht. Wir sind halt sehr verwöhnt von der Schweiz her. Nach km 160 nahm ich einen Koffeinshot und der zündete. Mit voller Kraft überholte ich Triathleten, welche mich kurz zuvor abgehängt hatten... Die Kraft wäre also da gewesen.... Nur die Müdigkeit war das Hindernis. Nach 200km kam ich dann in der Wechselzone an. Meine Bauchbeschwerden kamen auf dem Rad wieder, nach km 50 waren sie aber definitiv weg. Unglaublich!!!!!!!! Als ich auf die Laufschuhe wechselte, regnete es nicht mehr. Das stimmte mich optimistisch. Ich hatte nun 2h20min Zeit bis km 18, damit ich noch über den Berg gelassen würde. Wenn ich danach eintreffen würde, dann darf man nur noch die Low-Route machen. Aber ich wollte unbedingt über den Berg! Das war mein Ziel! Ausserdem bekommt man das blaue Shirt, wenn man oben drüber kann. Wenn man unten durch muss, gibts nur das weisse Shirt. Die Zeitlimite liegt also bei 11h – bei 18km auf der Laufstrecke - und dies nach 200km Rad/2400hm und 3.3km Schwimmen. Viel „Spatzig“ bleibt einem da definitiv nicht!

 

Aus diesem Grund gab ich recht Gas beim Laufen. Ich wollte unbedingt über den Berg! Die ersten Kilometer führten übern einen Pass. Anspruchsvolle Singletrails gabs zu bewältigen und die Aussicht war genial. Ich hatte super Beine und noch viel Energie! Wahrscheinlich lag das daran, dass ich beim Rad nicht alles geben konnte wegen der Müdigkeit. Dafür hatte ich nun die Energie noch. Ich überholte viele Männer und auch 2 Frauen. Somit war ich dann auf Rang 3. Ziemlich unter 2h kam ich dann beim KM 18 an. Ich hätte über 30min Reserve gehabt... Aber just 5min bevor ich dort eintraf begann es wieder zu regnen. Und mir wurde schonend beigebracht, dass wir ab jetzt nicht mehr über den Berg gehen dürften und wir der Lowroute folgen müssten. Das blaue Shirt bekommen wir aber trotzdem, da wir die Zeitlimite erfüllten! Immerhin das! Aber ich war frustriert. Für mich war diese Etappe der Leckerbissen! Zudem waren die beiden Frauen noch vor mir. Ev.hätte es ja noch geklappt mit einholen? Wenigstens die Nummer 2..... Aber jetzt war das Rennen gelaufen. Ich konnte also nur noch Dritte werden oder noch weiter nach hinten abfallen. Dinu musste mich ab km 18 begleiten. Die Route führte uns auf ca. 10Km über einen kleinen Pass mit vielen anspruchsvollen Singltrails! Es ging über Stock und Stein, ein Flussbett und schottische Moore mussten durchquert werden und die müden Muskeln wurden ordentlich gefordert. Ein joggen war teilweise unmöglich! Es forderte uns einiges ab. Auch wenn die Route „low-route“heisst, heisst es nicht, dass die nicht auch schwierig ist. Sie geht einfach nicht ganz so hoch rauf wie die Bergetappe! Der arme Dinu, mit seinen müden Beinen und Füssen mit Blasen vom 100km Lauf, musste ordentlich kämpfen um mir folgen zu können! Und dann endlich kam ich nach 13h07min im Ziel an! Ich war überglücklich diesen harten Wettkampf geschafft zu haben. Mit Rang aller Frauen bin ich zufrieden. Von den 250 Startenden wurden 173 rangiert, das zeigt, wie hart das Rennen war. Über den Berg durften 41 Teilnehmende, ich wurde dahinter auf Rang 44 gewertet, auch wenn ich überzeugt bin, dass ich noch ein paar eingeholt hätte....
Mental hatte er mir einiges abverlangt. Ich war ein paar Mal kurz davor, aufzugeben. Den Celtman kann ich dennoch weiterempfehlen. Wenn das Wetter schön ist, dann wäre die Gegend ein Traum. Einzig die Strassenverhältnisse lassen zu wünschen übrig. Die Laufstrecke ist aber genial.

 

Fotos folgen später...

Bieler 100km Lauf - Wiederholungstäter Dinu

verfasst von Dinu am 11.06.2018

Irgendwann hatte ich mich dazu entschlossen, den Bieler 100er nochmals zu laufen. Denn irgendwie hatte ich noch eine Rechnung offen! Einerseits hatte ich mich im letzten Jahr wegen meinen Schienbeinproblemen nicht richtig vorbereiten können (2 Wochen zuvor sahen meine Trainings ja so aus, dass ich während 30 Minuten 2min zügig Gehen und 1min locker joggen durfte) und andererseits hatte ich ja kurz nach Kilometer 70 eine so riesige Krise, dass ich fast gehend eingeschlafen wäre und eine lange Pause einlegen musste!
Ich erzählte dann auch, ich sei noch nie an einem Rennen gestartet, wo ich hoffen könne, meine Bestzeit um ca. 1h zu verbessern. Auch in diesem Jahr war meine längste Trainingseinheit um die 28km! Eine längere Einheit, so denke ich, schadet meinem Körper zu stark, ich würde eine zu lange Erholungszeit benötigen.
Ich konnte mich in diesem Jahr sehr gut vorbereiten. Mein Schienbein machte mit und in allen Vorbereitungsläufen war ich besser unterwegs als in den Vorjahren. Es zwickte zwar ab und zu leicht im Fussgelenk, dies war aber nur ein Bruchteil von den Schmerzen des Vorjahres. Insgesamt war ich deutlich fitter, aber der 100er ist nicht berechenbar! Eine längere Krise und Schwupps ist eine Stunde weg!
Die unmittelbare Vorbereitung war dann aber deutlich schlechter wie im Vorjahr. Wegen Auffahrt, Pfingsten und dem verlängerten Trainingsweekend war ich eher selten in der Praxis. Deshalb gabs in der 100er Woche sehr viel Arbeit. Ich stand mehrfach vor 6 Uhr auf, donnerstags verliess ich die Praxis nach 20:30! Ich war dementsprechend in der Woche oft müde . Am Freitag ging ich am Vormittag, wie im Vorjahr, auch noch zur Arbeit. Danach gings ums packen und gegen 16:30 düsten meine Supporterin Franziska (sie war ja im Vorjahr schon mit dabei) und ich nach Biel. Dort regnete es so stark, man sah nicht mehr zum Fenster raus. Und die Prognosen meinten, es würde bis nach Mitternacht weiterregnen, dann um 3:00 nochmals kurz und evtl. am Folgetag um 10:00.
Startnummer abholen, Velo beladen, Tabea treffen (die war am Vormittag zum Niesen geradelt, hochgerannt, zurückgeradelt und nun per Auto nach Biel gereist), Abendessen geniessen (Kohlenhydrate pur), Muskeln nochmals lockern, alles parat machen, Supporterin verabschieden (die musste um 21:30 im Konvoi nach Lyss radeln) und einen letzten Toilettengang absolvieren. Ich meinte hinterher: «Es fühlt sich so an, als müsste ich aber es kommt nichts! Ich hoffe nicht, dass irgendwann eine Explosion kommt…..».
Dann, 21:59,  haufenweise Leute stehen im Startblock (1090 Einzel-Startende für den 100er, dann alle Ultraläufer (56km), Partnerläufer, Militärler,…), es läuft ein Countdown und ich warte gespannt. Mit «Tage wie diese» von den Toten Hosen wurden wir auf die Strecke geschickt. Die ersten paar Kilometer rannte man gemeinsam durch Biel. Es waren so viele Leute, es war nicht an Überholen zu denken. Obwohl ich das Gefühl hatte, gerne etwas schneller zu rennen – aber es blieb ja noch etwas Zeit…. Nach und nach erhöhte ich das Tempo ganz leicht und den ersten Anstieg kurz nach Biel konnte ich in diesem Jahr hoch «jöggerle». Abwärts marschierte ich aber, um keine Schläge auf die Muskulatur zu riskieren. Im Feld gegen Aarberg überholten mich 3 Läufer, die etwas schneller unterwegs waren. Ich hängte mich an und wir rannten die Kilometer nun so zwischen 5:55 und 6:10 pro Minute. Ob das zu schnell sei, konnte ich nicht einschätzen, ich hoffte, dass es aufgehen würde. In Aarberg war ich früher wie geplant und auch in Lyss war ich zu früh. Ich weiss aber noch, dass mir die Beine im 2017 in Lyss bereits recht gebrannt hatten, in diesem Jahr gings ihnen recht gut. Nach Lyss gehts wellig weiter – aufwärts hatte ich jeweils ein super Tempo und überholte fleissig, runter marschierte ich sicherheitshalber!
Im Flachen konnte ich mit den Tempi der Läufer um mich rum mithalten, was mich motivierte! Allerdings hatte ich ein Stechen (keine Krämpfe) im Magen, wenn die Strecke flach war. Etwas „furzen“ brachte jeweils ein paar Minuten Erleichterung, das Stechen kam aber rasch zurück.
Den Marathon legte ich in 4h 48min zurück – ich bin wohl erst 2x im Leben einen Marathon schneller gerannt – allerdings habe ich auch noch nicht sooo viele absolviert! Kurz nach Oberramsern hatte ich dann das erste Mal starke Magenkrämpfe, obwohl ich beim der Verpflegungsposten aus meinem Proviant noch ein Medikament zum Magenberuhigen geschluckt hatte! Da die Strecke aber ab da zu steigen beginnt, hat sich meine Verdauung schnell beruhigt. Aufwärts gings sowieso immer gut und diesmal lief eine andere Läuferin neben mir, mit welcher ich zu plaudern begann. Wir liefen und schwatzten über die nächste Kuppe und dann hinunter in Richtung Grafenried. Das war wohl das erste Stück wo ich abwärts auch gejoggt war – was meiner Verdauung gar nicht gefiel. Ich verabschiedete mich von der Läuferin und verschwand hinter dem nächsten Gebüsch. Naja, nicht optimal…. Aber vielleicht würde es ja jetzt besser gehen? Zuerst musste ich aber meine Betreuerin suchen, die hatte kurz zuvor angehalten um Fotos zu schiessen und wusste ja nicht, wo ich steckte. Telefon sei Dank war das aber kein Problem.
Nun fehlte etwas Energie und auch mental hatte dieser Abstecher Spuren hinterlassen. Denn nun rannte ich mit Leuten, die ich vor 15km einmal abgehängt hatte – und meine Verdauung war immer noch nicht ruhiger.
In Jegenstorf warteten Freunde, mit denen ich kurz schwatzte. Auch das Toitoi vor Ort besuchte ich kurz, danach gings der Verdauung deutlich wohler. Ich joggte weiter und fand einen gleichmässigen Trott. In Jegenstorf lag ich immer noch etwa 15min vor dem Zeitplan, welchen Tabea erstellt hatte, das motivierte. Kurz nach Jegenstorf, irgendwo in der Dunkelheit, da standen am A. der Welt 2 Jung mit einer Musikanlage. Da lief ein Song aus meiner Jugend (Wheatus mit Teenage dirtbag) – mir liefs kalt den Rücken hinunter! Wir näherten uns Kirchberg bei km 56. Ab dort müssen die Läufer ca 10km alleine über den Emmendamm rennen während die Supporter einen anderen Weg nehmen müssen. Zusätzlich hatten wir Material nach Kirchberg geschickt und konnten auch Material retour nach Biel senden (Während ich das so schreibe, fällt mir auf, dass wir das Material in Biel abholen hätten sollen…… Es müsste also noch in Biel sein…….). Nun schauten wir kurz, was ich auf die nächsten 10km mitnehme, was an Gepäck wir beim Velo behalten und was wir nach Biel retour senden. Danach wollte ich nochmals aufs Toitoi – ich musste etwa 5min anstehen L
Am Emmendamm fand ich rasch einen guten Tritt und konnte immer noch gut joggen. Im letzten Jahr war ich hier ohne Stirnlampe unterwegs, da war ich aber später dran. In diesem Jahr brauchte ich sie zu Beginn noch! Das motivierte natürlich sehr! Die Stimmung am Damm war sehr speziell. Einerseits wurde es langsam heller (die Sonne war aber nicht zu sehen), die Emme dampfte (das sah herrlich an, man fühlte sich aber wie im Dschungel, so richtig feucht), es waren plötzlich weniger Läufer unterwegs (bei km 56 hört der Ultralauf auf) und man war ja ohne Supporter unterwegs.
Dieses Mal nahm ich in der Mitte des Emmendamms etwas Koffein zu mir denn ich wusste noch vom Vorjahr, dass kurz nach dem Damm meine Krise begonnen hatte! Während man alleine unterwegs ist freut man sich richtig darauf, seine Supporterin wieder zu sehen. Es tut gut, jemanden an seiner Seite zu haben!
Ab dem Moment, wo ich sie wieder bei mir hatte, begann ich nun auch Cola zu trinken und nahm etwas Trockenfleisch zu mir. Das nächste Highlight stand schon bevor! Mein Götti und seine Frau wollten, wie im letzten Jahr, in Lohn bei km 70 auf mich warten! Sie waren extra so früh aufgestanden, von Etziken angereist und hatten für Franziska einen Kaffee mitgebracht! Ich hielt auch hier ganz kurz an und nutze die kurze Pause um mein Tenue zu wechseln. Genau hier begann im 2017 meine Krise. Dieses Mal konnte ich noch einigermassen joggen. An der “Schitterbiigi“, wo ich letztes Jahr kurz stehend einschlafen wollte, musste ich grinsen – dieses Mal nicht!
In Bibern war ich immer noch deutlich vor Tabeas Zeitplan, nach welchem ich 1 ¾ h schneller sein sollte wie im Vorjahr! Ich hatte schon länger zu rechnen begonnen und  hoffte, sogar eine Zeit unter 13h laufen zu können – dazu müsste ich ja nur 8min schneller sein als Tabeas Plan. Und ich war in den letzten Zwischenzeiten meistens 20min vor der Marschtabelle! In Bibern überlegte ich aber, wie schnell ich noch rennen müsste, um unter 13h laufen zu können und merkte: Das ist ja gar nicht realistisch. Das demotivierte mich kurz etwas. Nun gings aber nochmals eine knackige Steigung hoch, was mir keine riesige Mühe bereitete. Danach gings aber etwa 3km auf Asphalt runter. Immer, wenn ich rennen wollte, schmerzte das in meinen müden Oberschenkeln derart, dass ich wieder zu gehen begann. Ich war also abwärts fast langsamer wie zuvor aufwärts!
Endlich in Arch angelangt brauchte ich einen Brunnen. Denn ich wollte meinen Blutzucker messen, dazu benötigte ich saubere Hände. Der Zucker war leicht erhöht aber stabil, was mich freute. Meine Verdauung war seit Kirchberg ruhig, das Wetter blieb oben trocken (aber unten doch schwül) aber weniger heiss wie im Vorjahr. Und nun wartete ein weiterer Höhepunkt – Ausgangs Arch wartete Tabea, welche ich in Lyss das letzte Mal gesehen hatte. Doch irgendwie war etwas die Luft draussen. Meine Oberschenkel brannten und obwohl ich bereits über 5dl Cola getrunken hatte, wurde ich müder. Ich ging nun häufiger als dass ich rannte, obwohl die Strecke topfeben der Aare entlang verlief. Im letzten Jahr hatte ich haufenweise Mitstreiter um mich, die auch marschierten, da ich nun aber über eine Stunde früher dran war, hatte ich lauter Jogger um mich rum! Als ich merkte, dass ich die Augen beim Gehen kurzfristig zu schliessen begann, nahm ich einen Koffeinshot zu mir. Der wirkte rasch einmal, die Augen blieben offen und ich konnte mich häufiger zum Joggen motivieren – obwohl die Beine weiter brannten. Aber der Kick reichte nicht weit, knapp 6km später brauchte ich schon wieder den nächsten!
Während ca. 15km wechselten sich Gehen und Joggen stetig ab. Joggen tat weh, Gehen war aber eher demotivierend – dann dauert es zu lange…..  Aber irgendwie kam ich doch dem Ziel stetig näher. Unterwegs trafen wir noch auf Chrigu, Tabeas Bruder. Er filmte mich eine Weile mit seiner Drohne, die Aufnahmen wurden echt toll. Man sieht, wie sich alle nur mit Mühe vorwärts schleppten – es wirkt wie „Elefantenrennen“ auf der Autobahn, einmal ist der eine minim schneller, dann der andere……
Irgendwann erreichten wir die Ausläufer von Biel, was mich doch freute. Immer wieder rannte ich ein paar Meter, bis zum Ziel sogar eine längere Strecke am Stück! Und da war er, der Moment, auf den ich mich so gefreut hatte: Der Zieleinlauf! Ein wahnsinnig emotionales Erlebnis. Mit Hühnerhaut und Tränen in den Augen rannte ich, die Arme weit nach oben, ins Ziel! Wow! Ich hatte es geschafft! Laut Rangliste sogar mehr als 1h 30min schneller wie im Vorjahr! In 13h und etwas über 20min, im Schnitt hatte ich genau 8min pro Kilometer gebraucht! Ich erhielt die Medaille, ein alkoholfreies Bier und setzte mich in ein Festzelt. Erschöpft, müde aber so etwas von überglücklich. Um mich herum haufenweise Leute, welche mich begleitet und angefeuert hatten! Wow, einfach nur ein wahnsinniges Gefühl!
Irgendwann kämpfte ich mich hoch und durfte Tabeas Bike benutzen um zur Garderobe zu fahren. Die Treppen runter zur Dusche und wieder hoch waren eine Tortour, das Essen danach in einer Pizzeria (Ich war ja kurz nach 11:00 im Ziel angekommen, rechtzeitig zum Zmittag ;-) eine Wohltat!


Der 2. Teil ist nun auch online:

Ich hatte Schmerzen beim Gehen, schlief beim Sitzen fast ein und trotzdem war das Gefühl wahnsinnig toll! Eine Mischung aus Freude, Stolz, Glück und was auch immer sonst noch!
Irgendwann gings dann nach Hause, wo wir von Franziska und ihrem Mann abgeladen wurden. Tabea musste nochmals weg und ich räumte all meine Taschen (also ausser diejenige, die noch in Biel liegt) aus, unterbrochen von mehreren Schlafpausen! Auch ab und zu ein Blick auf mein Smartphone – ich war überwältigt von all den Nachrichten! Gegen Abend fuhren wir an den Wohlensee, wo ich meine Beine kühlen konnte. Nun war mein Körper aber langsam am Ende, sobald ich mich mehr als 30 Sekunden bewegte bekam ich Schüttelfrost! Nach einem leckeren Abendessen (während dem ich fast einschlief) lag ich gegen 22:00 überglücklich im Bett. Tabea berichtete, ich sei vollausgestreckt gelegen, ich hätte wohl unbewusst versucht, möglichst Druck zwischen meinen Beinen und anderen Körperteilen zu vermeiden.
Am Sonntag, nach 11h Schlaf, war ich zu Fuss deutlich zügiger unterwegs wie im Vorjahr, auch wenn jeder Schritt schmerzte. Ich verbrachte den Tag mehrheitlich zu Hause (PC, packen, aufräumen) und den Abend nochmals am und im Wohlensee. Am Montag begann die Arbeitswoche wieder, der Wecker klingelte kurz nach 6:00. Meine Füsse schmerzen etwas (ich habe zwischen 2 Zehen ZWEI Monsterblasen und unten ein paar Druckstellen), die Oberschenkel sind noch sehr sperrig und etwas schmerzhaft – aber ich bin schon viel zügiger unterwegs wie gestern!

 

Noch ein paar Facts: Angemeldet waren 894 Männer, davon kamen 673 ins Ziel, und 196 Frauen, von ihnen kamen 147 ins Ziel! Ich war etwas mehr als 90 min schneller wie im Vorjahr und landete auf dem 369. Rang. In diesem Jahr hatte ich deutlich mehr Mitstreiter um mich herum da ich weiter vorne im Feld war. Das harte Training hat sich ausbezahlt. Mein Durchschnittspuls betrug 125 Schläge pro Minute, der höchste Puls lag bei 147! Ich hatte mich auf den ersten Kilometern also sicher nicht verausgabt.
Ab Kilometer 20 spürte ich erste Blasen, die habe ich jetzt noch! Trotz schlechten Wetterprognosen regnete es nie wirklich – 10min tröpfelte es, kurz vor Aarberg. Meine Beine begannen deutlich später zu schmerzen wie im letzten Jahr. Wir hatten Musik dabei, welche wir so zwischen Kilometer 75 und 90 abspielten, was Gold wert war! Ernährt habe ich mich von isotonischen Getränken, Sirup, Weggli, Brot, Salzstängeli, Haselnusslebküchlein (danke Olo Marzipan), Banane, einem Sandwich, viel Cola, Koffeinshots und Trockenfleisch, zusätzlich Traubenzucker und Salztabletten. Meine Verdauung blieb ab Kirchberg ruhig – zum Glück! Und der schlimmste Fact: Gestern kam mir beim Aufräumen ein Blatt in die Finger mit einem Brainstorming. Dort hatten wir zuvor wichtige Punkte und Strategien zusammen getragen. Und als es mir in die Finger kam habe ich Notizen darauf hinterlassen! Fürs nächste Mal? Eigentlich habe ich das Gefühl, dass ich es nicht noch viel besser hinkriegen kann. Auch wenn mir meine Verdauung ein paar Minuten geklaut hat – insgesamt war ich eigentlich sehr gut unterwegs!
Rückblickend danke ich Euch allen, die mich angefeuert, motiviert, an mich gedacht, mir geschrieben oder sonst irgendwo beteiligt waren. Ich bedanke mich bei meiner Supporterin – ich verstehe bis jetzt nicht, wie sie so lange immer fröhlich sein konnte, mir immer alles organisiert und vorbereitet hat, mich motiviert, aufgebaut, nebenbei Euch per Whatsapp und Facebook informiert hat und dabei ein schwer beladenes und dadurch schwer manövrierbares Fahrrad beinahe im Schritttempo 100km vorwärts bewegt hat! MERCI Franziska. Und natürlich ein riesiges Dankeschön an Tabea, die mich bei all den Trainings immer motiviert und oft begleitet hat und an der Nacht der Nächte auch viele Stunden mitgelitten hat!

 

 
Bilder gibts in der Galerie.
Hier folgt noch das Video von Dinu's Lauf. Herzlichen Dank Chrigu Zimmermann für das tolle Video und den Drohneneinsatz!

 

Training und Podestplätze

Verfasst von uns Beiden am 3.Juni

Nach dem Velo-Rennen auf den Sustenpass und der langen Radtour über Brünig/Glaubenbühlen etc. waren ja zwei weitere Tage in der Region Interlaken geplant. Am Montag entschieden wir uns für einen längeren Lauf. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Postauto nach Habkern um dort zu starten. Zuerst stieg die Strecke leicht an und wurde immer wie steiler bis zum Grünenbergpass. Dort hofften wir ja, dass es nach dem Pass nun abwärts gehen würde. Doch leider nein, die Strecke stieg weiter an. Eine Region hiess «Seefeld» - ihr könnt Euch vorstellen, wie die Wege und der Untergrund Ende Mai dort oben ausgesehen hat… Ordentlich matschig! Teilweise mussten wir auch grössere Schneefelder überqueren. Dabei waren wir froh, den Routenvorschlag von Thomas gewählt und nicht auf Tabea gehört zu haben, denn auf dem Faulhorn oder dem Augstmathorn wäre garantiert deutlich schneereicher gewesen.
Irgendwann gings dann runter zum Justistal und dieses entlang bis zur Strasse, wo die Strecke bis nach Beatenberg wieder anstieg. Den ursprünglichen Gedanken, noch aufs Niederhorn hoch zu rennen, gaben wir nach den zurückgelegten 23 km spontan auf.
Am letzten Tag radelten wir von Anfang an aufwärts, via Grindelwald gings auf die grosse Scheidegg, danach hinten runter und weiter bis nach Innertkirchen. Wieder führte die Strecke, wie am Samstag, in Richtung Sustenpass, um aber nach ein paar Kilometern links in Richtung Engstlensee abzubiegen. Dort folgten wir einem wunderschönen Weg, welcher autofrei in Richtung Hasliberg führte. Die Aussicht war himmlisch. Wir kamen von oben hinunter auf den Hasliberg, was echt toll war! Oben auf dem Hasliberg konnten wir einem Haslikuchen nicht widerstehen. Die Abfahrt via Brünig nach Interlaken ging dann schnell von statten. Allerdings war ein Teil der Abfahrt gesperrt und wir wurden nach Meiringen umgeleitet. Das gab zusätzliche Velokilometer, welche sich eher mühsam anfühlten. Dinu machte noch einen Koppellauf, während dem Tabea mit dem Rad weiter nach Spiez fuhr, wo Dinu sie ins Auto einlud. So kamen an diesem Tag 130km/2500hm zusammen. Der Rest der Woche trainierten wir nur noch wenig und locker.

 

Am Samstag starteten wir am Bantiger Triathlon und zwar in mehreren Kategorien. Wie es dazu kam, lest ihr nun hier: Eine sehr gute Kollegin fragte uns an, ob wir mit ihr nicht in der Staffel beim Triathlon starten wollten. Sie wollte ihr Comeback geben, denn es war ihr erster Wettkampf nach der Babypause. Und da wir dies eine gute Idee fanden, willigten mir ein. Dinu wollte sowieso nur am Bikerennen starten (also, er wurde dazu «motiviert»), so gabs für ihn dann doch noch einen Triathlonstart – in der Staffel auf dem Rennvelo.
Für Tabea war das natürlich nicht genug. Sie startete am Triathlon, Bikerennen und in der Staffel, jedoch musste sie dort nur schwimmen. Um 8 Uhr kamen wir vor Ort an. Wir dachten, wir werden sicherlich die ersten Leute sein. Doch leider war der Parkplatz bereits fast voll. Beim Bantiger-Triathlon kann man selber entscheiden, wann man starten will. Aus Erfahrung wussten wir, dass man früh starten musste, weil sonst die Schlange zum Starten enorm lang werden würde. Tabea begab sich darum sofort ins Hallenbad. Um 8:35 gings dann für sie los mit 300m Schwimmen, 17km Rennrad und 4.5km Laufen. Beim Schwimmen war sie genau gleich schnell wie letztes Jahr, beim Rennrad war sie 2.5min schneller (sie behauptet, das liege nur am schnellen Triathlonrad!) und beim Laufen waren es immerhin 15 Sekunden. Bei den Wechseln waren es auch einige Sekunden, wo sie schneller war, wobei sie dafür Blasen in Kauf nahm (sie zog keine Socken an). Dank all dem war sie dann nach 55:36 min/sekSekunden insgesamt 3min schneller wie im Vorjahr im Ziel, was doch eine beachtliche Leistung ist. Es gibt aber noch klar Verbesserungspotenzial bei der Wechselzone – vor allem auch bei der Überlegung, wo man sein Rennrad am optimalsten hin parkiert, damit man am wenigsten Zeit verliert. Mit dieser Zeit landete sie auf dem 1. Platz ihrer Alterskategorie (von 21 Frauen) und Overall reichte es für den 2. Platz von (ca. 65 Frauen). Im Ziel angekommen gings direkt wieder zum Schwimmstart. Dinu stand bereits in der nun elend langen Schlange. Er war bereits fast 1h im Hallenbad am Warten. Sie übernahm dann seinen Platz und bald darauf startete die Staffel. Die 300m schwamm Tabea genau gleich schnell wie bei ihrem eigenen Triathlon. Der Wechsel aufs Rennrad ging dann schnell von statten, da Dinu gerade starten konnte. Dinu legte eine gute Zeit hin auf dem Rennrad und übergab dann Priska, welche ihre Wettkampfsaison startete. Glücklich kam sie nach den 4.6km im Ziel an. Wir erreichten in der Staffel den 1. Platz. Danach folgte eine lange Pause. Denn um 14.30 gings erst los mit dem Bikerennen. Tabea fiel in ein richtiges Müdigkeitsloch, Dinu war etwas aktiver, da er mit dem Auto nach Hause ging die Bikes holen. Pünktlich um 14.30 starteten wir dann aber aufs Bikerennen. 3 Runden a 7 km und ca. 220hm mussten überwunden werden. 4 Frauen waren am Start. Männer gabs einige mehr. Tabea konnte lang die führende Frau im Blickwinkel halten, aber zum Einholen wars dann doch zu weit. Ladina Buss war eine Klasse für sich und Tabea verlor 45 Sekunden auf sie. Mit ihrer Zeit von 55:32 war sie dann insgesamt 1:45 min/sek schneller wie im Vorjahr und sie war damit sehr zufrieden. Es war ein unglaublich hartes Bikerennen im aneroben Bereich und brennenden Beinen. Auch Dinu erging es sehr gut. Er startete aber bewusst vorischtig, weil er in einer Woche am 100 km Lauf starten wird.
Somit durfte Tabea tatsächlich, wie Priska «das Orakel» weise vorausgesagt hatte, 3x an einem Tag das Podest besteigen.

 

Am Sonntag startete Tabea am Blüemlisalplauf. Immerhin 45 Sekunden schneller war sie wie im Vorjahr und das nach dem harten Samstag. Sie landete auf dem 21. Rang von 196 gestarteten Frauen. Dinu half in Niederbipp an einem Inlinerennen (Nachwuchscup) und am Nachmittag war er bei seinem Göttimeitli zum Geburtstagsfest eingeladen.
Fotos gibts wie immer in der Galerie.

 

Podestwoche und viele Trainings

verfasst von uns beiden am 27.5.18

In der vergangenen Woche gabs (nach dem GP am Samstag und der zügigen Fahrradtour am Sonntag) einige Stunden an Training. Denn wir hatten nach Pfingstmontag noch 2 Tage frei genommen. Eigentlich wollten wir einen Ausflug mit auswärts Übernachtungen machen, blieben aber aufgrund der Wetterprognose zu Hause.

Am 21. Mai war unser Hochzeitstag. Wir liessen es so richtig krachen... Wir umrundeten den Neuenburgersee mit unseren Renn- bzw. Triathlonrad mit 3 Kollegen. Das Tempo war ziemlich flott. Nach km 110 legten wir wie gewohnt einen kurzen Kuchenstopp ein. Danach gings retour, der Kilometer-Schnitt zeigte am Schluss erstaunliche 31.1 km/h über 1200hm/163km. Wir waren also nur etwas mehr als 5h unterwegs. Als ob das nicht schon genug gewesen wäre, schnürten wir noch die Laufschuhe und drehten eine knackige Runde von 6km in einem ordentlichen Tempo. Danach waren wir schon etwas müde. Tabea meinte dann, dass es eigentlich schon recht viel ist - so "hurti gschwing" 160km auf dem Rad hingelegt zu haben - also eine Distanz wie von Bern nach Winterthur oder noch weiter und danach noch kurz laufen....

Für uns ist das mittlerweile leider nicht mehr so aussergewöhnlich, ja, so eine Distanz ist schon „fast“ normal (schrieb Tabea hier, Dinu ist da nicht derselben Meinung….). Würde man das jemandem bei der Arbeit oder Leuten erzählen, die 2 x die Woche ins Fitness gehen, würden die sich nur an den Kopf reichen und sagen: „Die spinnen...“ Völlig unverständlich würden wir angeschaut werden, würden wir von dieser Tour, diesem Schnitt erzählen. Zum Glück gibt es da Strava (Onlineplattform, wo Tabea ihre Trainings hoch lädt). Dort fühlen sich Tabea verstanden. Dort sind solche Aktivitäten völlig normal. 160km wäre sozusagen nichts, denn andere sind am gleichen Tag 200km Rad gefahren, oder 50km gelaufen oder haben sonst irgendwelche langen Einheiten gemacht. Unter seinesgleichen fühlt man sich wohl, zum Glück gibts Strava – findet Tabea.

Den Hochzeitsabend verbrachten wir dann noch in einem feinen Restaurant, wo wir unsere hungrigen Bäuche gut stopfen konnten. Am folgenden Tag fuhren wir mit dem Auto nach Biel, um dort in der Region Magglingen zu biken. 2h waren wir unterwegs, also praktisch nichts im Vergleich zum Vortag. Dafür war die Strecke recht technisch und forderte uns auch einiges ab. An diesem Abend verschlug es uns ins Gaskesselareal. Dort gibts im Moment noch das Brodway Variéte Ess-Theater. Herrliche 3 Gänge genossen wir inkl. lustiger Unterhaltung.

Am Mittwoch musste Tabea noch bis kurz nach Mittag arbeiten ehe wir dann nach Dornach losdüsten. Dieses Mal waren wir aber mit dem Auto unterwegs. Aber die Fahrräder waren natürlich im Kofferraum. In Dornach fuhren wir auf den Gempenberg, luden unsere Räder aus und radelten eine 60km Runde mit ein paar knackigen Höhenmetern. Wieder auf dem Gempen angekommen, verluden wir unsere Räder und per Autostopp gings runter nach Dornach. Ja, ihr seht, unsere Logistik ist immer spitze. Wir sind wirklich recht stark darin. Wo wir das gelernt haben? Ihr könnt 3 x raten.... Natürlich beim Gigathlon:-).

In Dornach starteten wir dann am Gempenlauf. Das ist ein Lauf der Juratoptour. Er führt von Dornach auf den Gempenpass und man legt dabei 7.8km und rund 400hm zurück. Um 19.10 fiel der Startschuss und Dinu lief los. 19.20 kam dann Tabea an die Reihe. Beide hatten im Vorfeld recht müde Beine, warum auch immer... Der Startschuss war dann sozusagen die Erlösung und man musste sich nicht mehr den Kopf über die müden Beine zerbrechen. Tabea kam oben mit einer Zeit von 40:59 an, was einem Kilometerschnitt von 05:20 entspricht. Dinu kam nur wenig langsamer oben an. Beide waren happy, dass der Lauf trotz schwabbligen Beinen, so gut verlaufen ist. Tabea ergatterte sich den 2. Platz in ihrer AK (von 17 Frauen) was sie sehr erfreute!

Am Donnerstag gabs dann bei Tabea ein Schwimmen mit 10x 100m Vollgas und einer Spinningeinheit, welche sie locker absolvierte. Dinu legte einen Ruhetag ein. Am Freitag gabs für beide Ruhetag. Tabea konnte endlich ihr neues Rennrad abholen, nachdem ihr altes ja gestohlen worden war. Gerade rechtzeitig ist es angekommen, denn am Samstag stand das Velorennen auf den Sustenpass (Highway to Sky) auf dem Programm. Sie wäre das Rennen sonst mit dem Triathlonrad gefahren, was natürlich eher ein Nachteil gewesen wäre. Jetzt konnte sie ihre 1. Ausfahrt mit dem Rad gerade an diesem Velorennen machen.

Dazu mussten wir am Samstag bereits kurz nach 8:00 losfahren. Die Fahrräder hatten wir hinten in Kleinbus, den wir von unserem Sponsor „Galliker Carplanet“ ausleihen durften, verladen. Mit einem Kollegen (Thomas) fuhren wir nach Innertkirchen, wo das Rennen startete. Wir hatten aber vor, bis und mit Dienstag in der Region oben zu bleiben und weitere Rad- und Laufeinheiten zu dritt zu unternehmen.

Um 10:30 startete Dinu dann in Richtung Sustenpass, Tabea ca 40min später. Dass sie mit ihrem neuen Rennrad gleich über 6min schneller war wie im Vorjahr, überraschte sie doch sehr. Sie fuhr auf den 3. Rang ihrer Alterskategorie (von 22 gestarteten Frauen) und durfte somit aufs Podest. Beim Gempen hatte sie noch gesagt, dass sie diesen Podestrang geniessen müsse, da sie so selten aufs Podest kann. Und jetzt, ein paar Tage später, stand sie schon wieder auf dem Treppchen. Es gibt Stimmen, die sagen, dass sie es eventuell einmal schaffen könnte, an einem Tag 3 x aufs Podest zu steigen – gäu Priska😊.
Dinu war mässig zufrieden. Er hatte eigentlich ein gutes Gefühl, doch dass seine Zeit langsamer war wie im Vorjahr, verunsicherte ihn etwas. Danach fuhren wir nicht nach Hause, sondern übernachteten in Interlaken, von wo aus wir während 3 Tagen mit Tom Dobrocky diverse Touren unternehmen möchten. Am Sonntag starteten wir mit einem gemütlichen Einrollen dem See entlang bis nach Brienz. Wobei das gemütliche Einrollen mit Tempos um die 40km/h stattfand. Danach gings den Brünig hoch, anschliessend den Glaubenbielenpass und danach hoch zum Schallenberg. Dort legten wir eine kurze Esspause ein, um dann die letzten Höhenmeter via Eriz auf den Beatenberg unter die Beine zu nehmen. Insgesamt kamen an diesem Tag 160km und 3450hm zusammen. In der Galerie gibt es ein paar Bilder.

GP-Bern

Verfasst von uns Beiden am 21.5.
Die Woche begann bereits sportlich – am Montagabend hatten wir Franziska, Dinus Betreuerin vom Bieler 100er, eingeladen. Wir joggten eine Runde, danach gabs Abendessen und Planung des diesjährigen 100ers. Es gab aber nicht viel zu besprechen, schliesslich sind die Beiden ein eingespieltes Team. Aber der Startschuss nähert sich rasant!
Ein weiteres Highlight waren 2 Päckli von unseren Sponsoren – herzlichen Dank an Chiefs für all die Drinks und das Proteinpulver für die optimale Regeneration nach all unseren Trainings und auch ein riesiges Dankeschön geht an olo marzipan, welche uns mit haufenweise Leckereien (feinstes Marzipan, Haselnusslebkuchen und gesalzene Mandeln) für Trainings und Wettkämpfe unterstützt.
Danach wurde fleissig weiter trainiert – Dinu hatte 4 Lauftrainings diese Woche, das letzte am Freitagmittag. Aber klar war auch Tabea sehr aktiv unterwegs!
Freitagabend stand dann die Pastaparty vor dem GP auf dem Programm. Während einem Interview mit Viktor Röthlin geht der Interviewer ins Publikum und befragt eine Zuschauerin nach ihren Zielen für den GP. Diese meint:"Mou e gueti Renniiteilig härebecho, e wett dr 2. Teil chönne schnöuer loufe wie dr 1. U drmit mini Beschtzyt ungerbiete! Aber eg be ned schnäu!" «Was heisst de das?» "Eg be würklech uhu..... langsam, knapp unger 1h 15min wär mis Ziel.......". So eine Antwort bringt nur eine hin, oder?
Am Tag darauf war dann GP-Tag. Vor allem war aber Tenuewechseltag! Morgens in der Alltagsbekleidung Haushalt, Einkäufe etc erledigen, danach sportlich-elegant in die Kirche nach Burgdorf, wo wir zu einer Hochzeit eingeladen waren, aus der Kirche raus, das 1. Sportdress montieren zum Spalierstehen, fürs Apero wieder elegant, dann wieder sportlich für den GP, welchen wir rechtzeitig erreichten. Dann kamen die Diskussionen. In diesem Jahr gabs viel grössere Startblocks wie in den Jahren zuvor, dafür waren es viel weniger aber mit grösserem Abstand. Das brachte es mit sich, dass wir im gleichen Block starten durften. Wer startet wo? Für Dinu war klar, dass er zuhinterst starten wollte. Tabea wollte eigentlich auch hinten starten, aber dann doch lieber nicht bei Dinu. Schlussendlich startete sie fast zuvorderst während Dinu hinten begann.
Tabeas Plan ging nicht so schlecht auf, sie startete tatsächlich langsamer wie in den Jahren zuvor! Allerdings war sie, laut Analyse der Pulsuhren, nach ein paar Kilometern doch fast eine Minute schneller als Dinu. Im mittleren Teil drehte Dinu dann auf, so hatte es Viktor Röthlin am Vorabend empfohlen. Tabea sagte sich aber immer: «Nicht zu schnell, nicht zu schnell!». Das zog sie durch und konnte tatsächlich so ihre bisherige Bestzeit verbessern! Ihre Strategie war also voll aufgegangen, sie war langsamer gestartet wie in den letzten 2 Jahren, aber ihre Bestzeit hatte sie unterboten. Und das mit dem «uhu….» langsam, naja, mit ihrer Zeit rangierte sie sich in den vordersten 3,5% aller Frauen – ein Rang in den ersten 150 von weit mehr als 4'000 rangierten Frauen!
Dinu gelang sein Steigerungslauf perfekt, er konnte seine persönliche Bestzeit (seine stammte noch aus dem 2016) sogar um 5min verbessern und war sehr zufrieden damit. Tabea war dann aber doch rasch am Zweifeln, vor allem als sie merkte, wie fit sich ihre Beine im Ziel anfühlten. Hätte sie doch noch etwas schneller laufen können?
Tags darauf ein ähnliches Bild. Dinu schmerzen die Beine, Tabea fühlt sich fit. Wir radeln nach Worb, wo Dinus Eltern den 40. Hochzeitstag feiern. Tabea erzählte Dinu, dass wir danach eine lockere Ausfahrt mit Dänu und Anita unternehmen würden, lockern nach dem GP! Schlussendlich fuhren wir aber in Begleitung von Michael in Richtung Schallenberg. Tabea fand hinterher, das Tempo, welches sie anschlug, als sehr gemütlich während Dinu überlegte, in Grosshöchstetten abzubiegen, weil seine Beine derart brannten. Er fuhr die Tour dann aber mit. Wir mussten allerdings den Schallenberg links stehen lassen, weil sich darüber dunkle Wolken auftürmten und es zu donnern begann. Wir machten trotzdem noch über 1000 Höhenmeter und kamen bei Sonnenschein zu Hause an.
Das sollte doch die ideale Vorbereitung sein für unseren Hochzeitstag am Pfingsmontag - eine 180km Rennradtour?
Bilder gibts wie immer in der Galerie.

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Viele Kilometer...

verfasst am 14.5. von uns Beiden

Bericht Dinu

Montagabend im Velodrome Grenchen, ich stehe auf der Bahn, wo ich gleich meine Runden drehen werde mit ordentlich Muskelkater vom Vortag (Inlinerennen und 16km joggen). Alle berichten, wie sie etwas Angst gehabt haben, als sie das erste Mal auf der Bahn gestanden seien. Ich schaue mich um und denke: Das sieht doch toll aus, ich freue mich darauf! 5min später drehe ich hinter dem Guide meine erste Runde und möchte am liebsten vom Fahrrad steigen! Ohne Bremsen, Starrlauf, ganz anders zu lenken und hohe Tempis werden gefahren – und das noch ganz zuunterst auf der Bahn. Als es das erste Mal etwas in die Höhe geht (wohl 5-10 cm….) habe ich ein mehr als ungutes Gefühl! Und wir werden immer wie schneller und es soll noch viel höher gehen. Der Guide fordert mich immer wieder auf, näher in seinem Windschatten zu bleiben – können vor Lachen.
Ich stehe ordentliche Ängste durch und denke mehrfach daran vom Fahrrad zu steigen. Und ich denke an ein Gespräch, als die Einladung zu dem Teamanlass der Emmenskaters ins Haus geflattert war:  «Hey, Dinu, hesch gse, do gö mer?» «Nei, e gloub, das esch nüt für me, gang doch Du elei» «Nei, chum jetz, das wird sicher mega lustig». Ja, nun bin ich da auf der Bahn, während diejenige, welche es als «mega lustig» beschrieben hatte, nun im Bündnerland unterwegs war und ich sie innerlich ordentlich verfluchen konnte…..
Doch wie länger der Abend wurde um so mehr liess die Angst nach und ich drehte immer wie schnellere Runden und fuhr immer wie weiter oben – sturzfrei und teilweise schon fast übermütig.
Meine Trainingswoche ging am Di. weiter – 16km lockeres Lauftraining als Vorbereitung für den GP, Mittwoch Pause, Donnerstags mussten wir die geplante Fahrradtour um den Neuenburgersee absagen – stattdessen rannten wir 26km (fast 3h) durch den Regen. Nicht etwa flach, nein, von Aarberg über den Chutzeturm nach Hause. Und mit ein paar kurzen Intervallteilen.
Freitag = Erholung, samstags «eine längere Radtour». Zu dritt in die Region Solothurn, mit 3 weiteren Kollegen eine Runde im solothurnischen und nach 93 km in genau 3h (also einem «gemütlichen» 31km/h Schnitt) standen wir unterhalb des Balmbergs. Da ich im Moment das Gefühl habe, ich sei so fit wie noch nie in meinem Leben, hatte ich die Hoffnung, nicht allzu viel Zeit auf Tabea zu verlieren. Erst recht, da sie meinte, sie sei erstens im Moment nicht so fit und zweitens sei sie bergauf mit ihrem Triathlon-Flitzer viel langsamer wie mit einem normalen Rad. Das Tri-Velo sei schwerer, die kleinen Gänge würden fehlen und bergauf sei die Kraftübertragung schlechter. Oben angekommen hatte ich das Gefühl, ich habe noch nie so viel Zeit auf Tabea verloren wie an dem Tag. Naja, vielleicht ist meine Form nicht ganz so gut, wie ich gedacht habe oder Tabeas Form ist doch ein Spürchen besser, wie sie denkt…… Was glaubt ihr?
Naja, nach dem Balmberg kamen dann noch zwei weitere Berge – der Grenchenberg war steiler und länger als der Balmberg, happig, happig. Insgesamt kamen dann 170 km zusammen, etwa 2600 Höhemeter welche wir laut meiner Uhr in einem 24,1km/h Schnitt absolviert haben und laut Tabeas Uhr in 25,1km/h. Ich denke aber nicht, dass eine der Uhren falsch ist sondern einfach, dass meine Uhr etwas langsamer den Berg hochgetragen wurde….. Danach gabs logischerweise noch einen Koppellauf (knapp 15km) und am Sonntag ein hartes Intervall-Lauftraining. Wir durften 10 x 1min einen Berg hochsprinten, so schnell wir konnten! Mannmannmann, war ich kaputt danach…..

 

 

Bericht Tabea:

 

Nachdem ihr Dinus Bericht gelesen habt, interessiert es Euch sicher, warum ich ihn alleine zu dem Bahnevent geschickt habe. Natürlich hatte ich ein leicht schlechtes Gewissen, weil ich wusste, dass ich ihn dazu überredet hatte! Ich musste aber kurzfristig den Event absagen, weil ich zu einer Kollegin nach Chur wollte. Dies war eigentlich schon lange geplant. Leider habe ich den Bahn-Event-Termin übersehen. Tja…so kanns gehen…. Dass Dinu mich verflucht hatte, spürte ich;-). Denn ich hatte unterwegs ordentlich Gegenwind!
Ganz spontan bin ich am Freitag Mittag mit dem Triathlonrad nach Waldhut (DE) gefahren. Das waren ca. 110km. Dort suchte ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit, was nicht so einfach war. Denn das Städtchen Waldhut hatte es mir ziemlich angetan. So süss war es. Aber es gab dort nur ein einziges Hotel und natürlich war das nicht bezahlbar. Somit musste ich 7 km weiter fahren nach Tiengen. Dort fand ich dann ein Hotelzimmer. Ein gemütliches Abendessen beim Inder und anschliessend eine leckere Gelati rundeten den tollen Tag ab. Am nächsten Tag stand ich fröhlich auf und freute mich auf die nächste Etappe, welche mich via Schaffhausen – Singen nach Friedrichshafen bringen sollte. Ich dachte, dass es heute sicherlich weniger Wind haben würde, wie am Vortag. Denkste…. Der Wind war noch stärker und wiederum praktisch nur gegen mich. Ich kam nur schleppend vorwärts. Das Gepäck am Rücken drückte mich noch mehr auf den Sattel. Folglich waren die Po-Schmerzen grösser. Der Spassfaktor war daduch gering. Ziemlich müde kam ich dann gegen Abend in Friedrichshafen nach ca. 120km an. Ein Hotelzimmer leicht ausserhalb hatte ich recht schnell gefunden. Daher schnürrte ich die Laufschuhe und machte noch einen 30 min Koppellauf, um kurz Friedrichshafen zu erkunden. Danach gabs einen Sprung in den Bodensee. Den späteren Nachmittag und Abend verbrachte ich dann in gemütlichen Kaffees und einem tollen italienischen Restaurant.
Am folgenden Tag gings dann nach  Bregenz. Der Wind war nicht mehr gegen mich, was mich sehr erfreute. In Bregenz hängte ich noch eine Schlaufe über den Pfänder an. Das ist ein kleiner Berg mit einem recht steilen Aufstieg. Es geht ca. 5km hoch mit Steigungsprozenten um die 13%! Und das relativ kontstant. Mit dem Triathlonrad sind solche Steigungen etwas mühsamer zu fahren, da die Übersetzung ein wenig zu schwer ist. Dennoch kam ich recht gut oben an und es war eine tolle Abwechslung zu den flachen Etappen in den letzten zwei Tagen.
In Bregenz wollte ich dann unbedingt einen Kaiserschmarrn essen. Ich freute mich schon seit Tagen auf diesen Moment und nun war es so weit. Es ist immer wieder schön, wie ich ab Kleinigkeiten Freude haben kann.
Gestärkt gings dann weiter durchs Rheintal. Und ich kam sehr schnell vorwärts, da ich für einmal Rückenwind hatte. Nach 130km kam ich dann in Landquart an, wo ich meine Kollegin traf. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto auf 1500 m.ü.M. Wir planten einen Traillauf auf 2100 m.ü.M. Bereits nach 100 Höhenmetern standen wir im Schnee. Wir waren beide irgendwie überrascht, dass dieser Trail nicht schneefrei war…. Wir überquerten die riesigen Schneefelder. Irgendwann konnten wir nicht mal mehr den Trail sehen. So entschieden wir uns, den Hang direkt hoch zu stampfen. Denn wir wussten ungefähr, wo der höchste Punkt war. Dies forderte Einiges von uns ab. Es war ein koordinatives, kräfteraubendes Training, welches viel Konzentration benötigte. Der Schnee war sehr weich. So kam es immer wieder vor, dass jemand von uns bis zur Hüfte im Schnee einsank. Wir fanden das jeweils lustig, aber kalt wars allemal. Denn wir waren nicht für diese winterlichen Wetterverhältnisse gekleidet sondern waren sommerlich angezogen.
Nach über 2h kamen wir dann wieder beim Auto an und wir fuhren in die Badi in Chur. Dort führten wir noch ein gemeinsames Schwimmtraining durch.
Ja, dies war mein langes Wochenende letzte Woche. Ich war schon sehr lange nicht mehr ganz alleine unterwegs. Dies war ein spezielles Erlebnis. Natürlich ist es schöner zu zweit so was erleben zu können. Aber phasenweise schadet es auch nicht, mal ganz alleine unterwegs zu sein und die Zeit einfach mit sich selbst zu verbringen.
Die vergangene Woche war ich dann auch wieder sehr aktiv - das Meiste davon hat Dinu ja bereits berichtet.

Fotos gibts in der Galerie.

 

Spinnerei à la Tabea

Verfasst von Dinu am 6.5.2018
Heute berichte ich nur von mir – Tabea ist wieder einmal auf Achse. Allerdings ist sie erst am Freitag ausgeflogen, am Montag waren wir noch zusammen unterwegs. Nach dem Slowup am Sonntag durfte es etwas Strengeres sein, einen Longjogg mit ab und zu einem schnelleren Kilometer stand auf dem Programm. 23km gabs dann schlussendlich!
Nach zwei Lauftrainings am Dienstag (mit 2 verschiedenen Gruppen aber ohne Tabea) wechselte ich am Mittwoch das Sportgerät aus und besuchte ein Inlinetraining der Emmenskaters. Donnerstag und Freitag waren Ruhetage, wobei der Freitag sonst streng war. Früh los, Weiterbildung in Olten, da früher raus, mit dem Auto nach Entlebuch ans Weekend der Fachgruppe Ernährung und Sport. Da wiederum ging ich am Samstag früher los um mit einem Kollegen ein Mittelalterfestival in Weil am Rhein zu besuchen. Das war echt toll, ich hatte nicht viel erwartet aber kam begeistert zurück.
Ich rechnete, dass der Abend lang werden könnte. Wir übernachteten in Weil, was sicher schlau war. Ich spielte mit dem Gedanken, am Sonntag in Basel an der Etappe der Swisskatertour zu starten. Ob ich allerdings so früh aufstehen könne, um dann um 10:00 am Rennen zu starten, war ich mir zuvor nicht sicher. Ich hatte mich nicht angemeldet, nahm aber einfach einmal die Skates mit.
Als wir am Sonntagmorgen ins Bett gingen, stellte ich den Wecker für den anderen Morgen. Um 6:00 erwachte ich kurz und fand: Ich bin noch sooo müde, ich werde nicht um 7:45 aufstehen – und habe kurzerhand den Wecker abgestellt. Doch was passiert? Um 7:40 liege ich wach im Bett und denke: Ich könnte nun doch los – und kurz darauf stand ich auf den Rollen am Start. In den ersten Runden hatte ich Mühe, in Gang zu kommen, nach und nach gings besser und in den letzten 2 Runden übernahm ich sehr viel Führungsarbeit in meiner Gruppe und war im Sprint trotzdem noch einer der Schnellsten meiner Gruppe. Da es mir immer wie besser gegangen war, beschloss ich, noch eine Runde in Basel joggen zu gehen – 16km kamen noch zusammen. Beim abschliessenden Bad im Rhein dachte ich: Diese Spinnerei könnte von Tabea stammen – dann hätte ich sicherlich reklamiert und gejammert….
Apropos Tabea: Die schwang sich am Freitagmorgen auf ihr Triathlonrad und wird am Montagabend wieder zurückkommen.
Bilder gibts wie immer in der Galerie.

 

Von Wettkampf zu Wettkampf

verfasst von uns Beiden am 29.4.18

Da sass nun Dinu letzten Sonntag völlig erschöpft im Ziel des Duathlons. Er hatte alles gegeben und war zufrieden. Plötzlich begann er aber zu realisieren, dass das Schlimmste wohl noch gar nicht vorbei war. Denn die Heimfahrt mit den Fahrrädern stand noch bevor! Mit Tabea, die nach ihrem Podestrang völlig im Hoch war, und nur so über die Strassen heimwärts fliegen würde - und genau so kam es dann auch raus. Die Heimfahrt war alles andere als ein gemütliches Ausrollen.
Danach verlief für Dinu die darauffolgende Woche eher ruhig, während Tabea haufenweise Projekte vor sich hatte. Neben den üblichen Trainings im Spinning und Schwimmen fuhr sie mit ihrem Triathlonrad noch über den Chasseral. Diese Tour absolvierte sie am Mittwoch mit ihrer Kollegin. So gab es schnell mal um die 120 km/1900 hm. Am Donnerstag standen wir beide im Inlinetraining auf den Rollen - ungewohnt und streng! Am Freitag stand dann für Tabea der Tüfelsschluchtlauf auf dem Programm. Dies ist ein Lauf mit 490hm über 9km. Natürlich fuhr sie von Bern zum Start nach Hägendorf. Mit einem Schnitt von 34km/h traf sie vor Ort ein. Natürlich genoss sie etwas Rückenwind. 45 min später fiel der Startschuss zum Lauf. Nach 51min war sie im Ziel und erfreute sich über den 3. Platz in ihrer Altersklasse und insgesamt war sie 30 Sekunden pro Kilometer schneller wie vor 3 Jahren. Am Samstag verschwand Tabea ins Schwimmtraining, während sich Dinu im Haushalt austobte. Danach stand eine längere Velotour auf dem Programm. Tabea hatte sich noch nicht vom Vortag erholt, daher ging es in Tabeas Augen eher schleppend zu und her. Für Dinu war das Tempo angenehmer wie eine Woche zuvor. Am Sonntag rundeten wir die tolle Woche mit einem Ausflug an den Slowup in Murten ab. Anschliessend grillierten wir mit Tabea's Bruder und seiner Frau bei uns zu Hause.

Gürbetal-Duathlon und Weiteres

Kaum war Tabea letzten Sonntag aus dem Bus ausgestiegen (um 05.30), lag sie kurze Zeit später wieder im Bett. Dafür hatte Dinu umso mehr Programm. Er räumte Tabea’s Koffer aus, wusch einige Kleider und fuhr danach nach  Bern, wo er eine Running-Gruppe leitete. Danach gings an den offiziellen GP Trainingsday, wo er einen Ernährungsvortrag bestreiten durfte. Danach kam der gemütliche Teil, wo sich Tabea und Dinu endlich über die 3 vergangenen Wochen austauschen konnten. Auf dem Heimweg stellten wir das Rennrad zum Velomech. Denn dies wollte das Team vom Velovirus am Montag wieder rennfit machen, nach den 3 intensiven Wochen in Spanien. Am Montag war dann der Schock gross, als Tabea bei Velovirus anrief, um zu fragen, wann sie ihr Velo abholen könne. Ihr wurde mitgeteilt, dass da kein Rennvelo sei….. Obwohl wir das Rennrad mit einem starken Schloss geschlossen hatten wurde das Rennrad direkt vor den Türen zum Velogeschäft geklaut!! Dies hatten wir in den letzten 10 Jahren immer so gemacht, nun ging es das das erste Mal in die Hose. Ärgerlich ist natürlich, dass das Rennrad erst 1 Jahr alt war und somit noch äusserst gut erhalten….
Dann kam der Ärger mit der Versicherung. Denn die fragte natürlich streng nach. Einerseits hatten wir die Versicherungssumme kurz vor dem Trainingslager verdoppelt, da unsere Räder unterversichert waren (und das schon seit Jahren!!!!). Da sie aber ein Triathlonrad kaufte, welches sehr teuer war, klärte sie das mit der Versicherung einfach mal ab und erfuhr dann das. Anderseits wurde Dinu’s Alltagsrad 2 Wochen zuvor direkt vor seiner Praxistür geklaut. 2 Velodiebstähle innert 3 Wochen nach dem Erhöhen der Schadenssumme, das war natürlich sehr verdächtig!
Am Montag gabs dann bereits wieder etwas Training für sie. Sie ging mit ihrem Bruder in einen Skillspark Trampolinspringen. Nach 60min kam sie mit hochrotem Kopf und Übelkeit zurück. Sie war es sich nicht mehr gewohnt, so lange und so intensiv zu springen.
In dieser Woche gabs dann für Tabea noch folgende Trainings: DI und MI: je 2h Rad, Do: 1.25h Spinning und 1h Schwimmen, FR: 1h Schwimmen. Dinu absolvierte am Donnerstag ein 100km Special. Es sah so aus, dass er im Krafttraining die Beinpresse ordentlich zum Glühen brachte, danach 2 min auf dem Laufband schnell rannte und das ganze 3x wiederholte. Danach gings ins Spinning und anschliessend lief er auf der Bahn noch einen Kilometer so schnell es ging.
Am Samstag gabs dann eine „gemütliche“ Rennrad-Ausfahrt um den Murtensee. Wenn Tabea gemütlich meint, fährt sie vorne in ihrem Triathlonlenker, während Dinu versucht hinten nach zu hächeln. Irgendwann fragte er: „Du, auf der Fläche 40km/h, ist das für dich jetzt gemütlich.“ Tabea meinte dann: „Ja, so einigermassen, dass Triathlonrad fährt so schnell, nicht ich“. Gemütlich war eher der Teil, wo wir leckere und teure Gelati assen und danach noch im Murten-See (laut Tabea: 16 Grad warm) baden gingen mit anschliessendem Sonnenbaden auf der Wiese. Nach einem Abstecher zu einer Kollegin gelangten wir wieder nach Hause.
Am Sonntagmorgen stand auf Facebook, dass heute „Tag der Welt“ sei und die Frage:„was tust du heute für die Welt?“. Also beschlossen wir nicht mit dem Auto an den Gürbetal-Duathlon zu reisen, sondern mit unseren Rädern.

 

Der  Gürbentaler Duathlon ist ein Anlass der Swiss Duathon Serie und von Kollegen von uns organisiert wird aber wir leider noch nie teilnehmen konnten. Zurück gelegt werden müssen 26.3km Rad und 7.8km Laufen. Wobei es zwischen dem Rad und Laufen 2h Pausen gibt, da das Rad als Einzelzeitfahren abgehandelt wird. Bei der Startnummerausgabe bekam bereits jeder Teilnehmer einen Sack voller toller Produkte mit Teigwaren, Tomatensosse, Shampoo und vielem mehr. Doch wie sollten wir das alles mit unseren Rennrädern wieder nach Hause transportieren?

 

Dinu startete in der Volkskategorie, währendem Tabea in der Hauptklasse startete. So waren unsere Starts ca. 30min auseinander.

 

Hier nun zu den beiden Erlebnisberichten:

 

Dinu:

Für mich war es das 1. Mal von einem Startpodest mit dem Rennrad loszudüsen und auch mein erster klassische Duathlon. Ich stand zwar schon 3 x auf so einem Start-Podest, aber jeweils mit den Inlines. Dementsprechend wackelig war es dort oben und ich klickte mit einem Schuh erst zu spät ein. Ich versuchte, so gut es ging bis zum 1. Anstieg Tempo zu machen. Beim 1. Anstieg überholten mich bereits die ersten, welche 15min vor mir gestartet waren. Ich drückte den Anstieg hoch, wobei der recht lang war. Bei der Abfahrt zeigte sich, dass ich doch noch recht unsicher bin und zu stark bremste. Kurz darauf war die 1. Runde bereits durch und ich konnte Tabea winken. Ich merkte, dass ich in den folgenden 2 Runden etwas langsamer wurde, was auch auf der Rangliste klar ersichtlich ist. Schliesslich hatte ich am Morgen noch etwas Muskelkater vom „gemütlichen“ Vortag. Nach meiner Zielankunft radelte ich noch etwas weiter, um ein paar Fotos von Tabea machen zu können, die ja noch auf der Strecke war. Als sie dann auch im Ziel war, ging es darum, sich zu verpflegen. Es gab 2h Pause bis zum Lauf. Einerseits war das zwar etwas mühsam, so lange zu warten ohne schläfrig zu werden, anderseits hatte man genügend Zeit, sich zu verpflegen und mit diversen Leuten zu sprechen. Irgendwann kamen wir noch auf die Idee, in die Gürbebadi zu gehen. Die Gürbe war noch Kälter wie am Vortag der Murtensee, wir sprangen ca 20min vor dem Laufstart ins Wasser und standen dann mit nassen Kleidern (ich schlotternd)  am  Start. Es gab 3 Runden zu absolvieren. Die Strecke war recht anspruchsvoll. 2 steile Anstiege, enge Kurven, enge Gässchen, aber mit einem tollen Panorama. Tabea und ich starteten etwa ähnlich schnell. Beim 1. Anstieg war dann aber Tabea recht rasch aus meinem Blickfeld verschwunden. In der Fläche drehte ich jeweils auf und kam Tabea wieder näher bis es wieder steiler wurde. In der 2. Runde verlor ich deutlich mehr auf Tabea. Auf der 3. Runde versuchte ich mein Tempo nochmals stark zu steigern und tatsächlich konnte ich sie irgendwann näher sehen. Tabea war schlussendlich ca. 15 Sekunden schneller. Dies zeigte aber doch, dass meine Laufform im Moment für meine Verhältnisse recht gut ist und der Plan mit dem 100km Lauf von Biel gut aufgehen sollte!

 

Tabea:

Mit müden Beinen stand ich an diesem Sonntagmorgen auf.  Die Rennradtour am Samstag hatte doch Spuren hinterlassen. Wir entschieden uns aber dennoch, mit dem Rad nach Mühleturnen zu fahren. Dies waren ca. 26km bis zum Startgelände – also ein perfektes Warm up. Ich studierte im vornherein natürlich kurz die Startliste und war erstaunt, wie viele starke Leute sich angemeldet habe. Darum räumte ich mir keine Chance auf eine gute Rangierung ein, auch wenn Dinu anderes behauptete. Ich fühlte mich ausserdem zu wenig erholt von den vergangenen 3 Wochen im Trainingslager. Daher war mein Ziel, den Wettkampf zu geniessen und das Ganze als schnelles Training anzusehen. Ich war daher überhaupt nicht nervös (was sogar Dinu mit Erstaunen bestätigen konnte!) und startete um 12:17 auf die 1. Runde der Radstrecke. 3 Runden mussten absolviert werden. Auf jeder Runde gab es 80hm zu erklimmen. Mir lag die Runde recht gut. Berghoch konnte ich gut raufdrücken und auch auf der Fläche kam ich zügig vorwärts. Meine Rundenzeiten waren alle praktisch gleichschnell, was zeigt, dass ich mein Rennen äusserst gut eingeteilt habe. Ich fuhr die 44min aber mehrheitlich im Schwellen- und anaeroben Bereich – aber ich fühlte mich gut dabei. Auf den letzten Metern gab ich noch alles, was ich an Kraft übrig hatte. Ich nahm null Rücksicht auf den Lauf am Nachmittag. Im Ziel erfuhr ich dann, dass ich im Moment 1. Frau sei. Da war ich dann schon sehr überrascht, denn ich konnte meine Leistung definitiv nicht einschätzen. Danach kamen aber noch 2 Frauen mit einer besseren Zeit ins Ziel – eine davon war Melanie Maurer (Duathlon Schweizermeisterin). Danach gabs fast 2h Pause bis zum Laufstart.
Es war so richtig heiss, so dass wir entschieden, in die Gürbe baden zu gehen. So sassen wir ca. 15min in der Gürbe und kühlten unsere Beine, danach gings noch ganz rein. Kurze Zeit später standen wir an der Startlinie zum 7.8km Lauf. Auch diese Runde war alles andere als Flach. Denn sie war mit 60 hm pro Runde (3 Runden) gespickt.  Es war heiss, trotz precooling und nassen Kleidern. Die erste Runde fühlte sich mühsam und sehr lang an. 2.7km können sich extrem ziehen. Vor allem spurteten die Meisten schnell los. Ich trottete hinten nach. Ich lief praktisch alles über dem Schwellenbereich, aber ich wusste, dass ich das ohne Probleme aushalten würde. Einzig die Hitze machte mir zu schaffen und so wurde meine letzte Laufrunde dann auch die Langsamste. Der letzte Kilometer war übel. Die Beine glühten, mein Kopf redete mir die ganze Zeit „Bullshit“ zu, welche ich versuchte mit guten Gedanken zu eliminieren. Das ist aber echt schwierig, finde ich. Hier einen kleinen Auschnitt aus meinen Gedanken auf den letzten 1000m: äs isch no so wit, i mag nümä, i reduziere iz z’Tempo/Nei, das chasch nid mache, du wirsch äs im Ziel bereue, jedi Sekunde/Äs ich ja nümä wit, was si scho 1000m/äs isch heiss, i cha nümä/sicher chasch no, äs si nur no 1000m/äs isch no so wit, äs si immer no 500m/Tabea dänk eifach mau nüd/due eifach seckle/Tabea dänk nüd/I dänkä nüd/I dänkä nüd/I dänkä nüd/immer no 300m – i cha nümä, i mag nümä, i sitze iz de grad ab/Tabea hör uf, Tabea dänk nüd/I dänk nüd/I loufe nur/I dänkä nüd/i wärtä nüd/no 200m bis zum Ziel/Shit i verrecke/Huere sch…./I muess drane bliebe/chum mach vorwärts/JEHHH Gschafft! Was für ein KampfJ

 

Es war ein Kampf, ein Kampf der sich aber sehr gelohnt hat. Als ich erfuhr, dass ich in meiner Altersklasse von 8 Frauen 1. wurde, freute ich mich natürlich sehr. Als ich aber dann noch erfuhr, dass ich sogar 2. schnellste Frau von allen 23 gefinishten Frauen war, war ich nur noch überrascht. So was hätte ich nie erwartet. Umso schöner ist es natürlich, wenn dann das Rennen so verläuft. Denn ich ging ohne Druck an den Start. Ich gab mein bestes und es ging auf, ohne eine Absicht gehabt zu haben, etwas zu gewinnen. Was mich aber dann doch erstaunte, dass ein paar meiner Kollegen im Vorfeld doch recht gehabt haben. Die meinten nämlich, dass ich Chancen fürs Podest hätte. Geglaubt habe ich das natürlich nicht, ich verwies sie auf die Startliste und liess sie schweigen!
Bilder gibts in der Galerie

3 Wochen Trainingsleitereinsatz in Cambrils

Verfasst von Tabea, im Bus auf der Retourfahrt in die Schweiz

Vor 4 Wochen wartete ich noch voller Vorfreude auf meinen 3-wöchigen Guideinsatz in Cambrils. Natürlich war ich etwas nervös, denn mein letzter Einsatz als Guide lag bereits 1 Jahr zurück. Und am meisten zu schaffen machte mir, dass Dinu in diesem Jahr nicht mitkommen konnte. 3 Wochen getrennt zu sein empfand ich als sehr unangenehm und es tat mir so leid, dass ich nun 3 tolle Ferienwochen haben kann und er in der Schweiz bleiben muss um zu arbeiten. Und jetzt 3 Wochen später sitze ich bereits im Car retour in die Schweiz und schreibe diesen Text. Ich habe sehr vieles erlebt! Viele tolle Momente mit Gästen erlebt, viele Rennradkilometer in den Beinen, bin gejoggt und geschwommen, habe 2 Neoprenanzüge kaputt gemacht, Sonne getankt, viel Gelati gegessen und es mir sonst gut gehen lassen. Ich lasse nun die 3 Wochen etwas Revue passieren und erzähle ein paar Sachen daraus:

 

In der ersten Woche waren nur 13 Gäste in Cambrils bei Eitzinger Sports. Darum gab es auch nur 4 Rennradstärkegruppen. Ich hatte die 2. schnellste Gruppe, wobei die schnellste Gruppe ohne Teilnehmende blieb.

In der 1. Woche wurde ich ziemlich gefordert. Ich hatte 4 schnelle Männer in meiner Gruppe, welche von Anfang an Tempo machten. Ich war das schwächste Glied, konnte aber der Gruppe immer folgen. Jedenfalls gabs für mich in den ersten 2 Tagen Trainings im Wettkampftempo. Ich fragte mich selber, ob das schlau war, jetzt schon so am Anschlag zu fahren. 3 Wochen standen ja noch vor mir … Kann ich das Tempo halten? Oder breche ich dann irgendwann mal ein? Tag 3 war dann Ruhetag. Da das Wetter gut war, musste ich natürlich auch dann aufs Rad. Ich besuchte einer meiner Lieblingsorte - Siurana. Der Aufstieg nach Siruana ist verhältnismässig steil für spanische Verhältnisse. Da gibt’s eine ca. 3km lange Steigung von über 15%. Insgesamt kamen an dem Tag noch 96km/1600hm zusammen. Und das vor der Königsetappe am Tag 4. Die Königetappe war dann 140km/2400hm lang. Natürlich war ich wiederum mit den schnellen Männern unterwegs! Und siehe da, das Tempo wurde gedrosselt. Dies aber nicht wegen mir, sondern weil es auch ihnen zu schnell war in den ersten 2 Tagen. Einige klagten bereits über Knieschmerzen.

Die Gruppe war super, wir hatten viel Spass zusammen. Bei Steigungen oder Berghoch wurde gerne mal in die Pedale gedrückt und bergrunter konnten die Männer natürlich sehr gut Gas geben. Für mich war die 1. Woche wirklich ein Highlight, vor allem wegen der Gruppe, welche sehr gut funktionierte. Dass ich so gefordert wurde, hat mir auch gefallen. Aber nicht nur Rad bin ich gefahren, nein, natürlich gabs einige Koppelläufe und ein paar kurze Schwimmeinheiten. Das Wasser war zu Beginn bei 12 Grad. Und nach meinem 2. Neopreneinsatz hatte ich auch keinen Neo mehr, weil er mir gerissen ist. Zum Glück hatte der bereits 8 Jahre auf dem Buckel. Meinen neuen Neopren hatte ich bewusst zu Hause gelassen. Zum Glück konnte Dinu den Neopren Daniela mitgeben, welche in der 3. Woche nach Cambrils kam. So musste ich nur 1 Woche ohne Neo im kalten Wasser schwimmen. In der 2. Woche gabs dann massiv mehr Gäste. 130 Gäste hatten wir ab Ostern. Die Gruppen wurden grösser. Ich durfte auch in der 2. Woche die 2. schnellste Gruppe übernehmen, was mir viel Spass bereitete. Auch dort waren die Gäste oft sehr zackig unterwegs. Es ist aber immer das Gleiche. Am ersten Tag überpacen die Gäste oft! Sie sind alle voll fit, spüren sich schlecht oder wollen einander zeigen, wie stark sie fahren. Am 2. Tag ist dann meistens alles gesitteter. So hatte ich als Guide in der 2. Woche am ersten Tag Mühe, die Gruppe beisammen zu halten. Wenn ich vorne fuhr, gabs immer wieder solche, die mich überholten, weil es ihnen zu langsam war. Ich liess sie dann vorne fahren, aber dann kam ich mir vor, wie wenn ich die Gäste an der Leine halten und ihnen immer mal wieder sagen musste: «bitte etwas langsamer». Nach dem Mittagshalt war das Ganze meistens viel ruhiger, oft brachen genau die Leute ein, welche am Anfang zogen – ja, wirklich, immer das gleiche Szenario😊.

In der 3. Woche wechselte ich dann zum Gigathloncamp. Ich durfte mit Eva Hürlimann das Camp leiten. Das Training sah ab dann viel multisportiver aus. Am Sonntag begann das Training mit Intervallen auf den Laufschuhen. 5 x 4min Vollgas stand auf dem Programm. Meine Beine waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so fit, aber dennoch war ich überrascht, dass ich doch noch eine schnelle Zeit unter 4:00 min/km hinlegen konnte. Am Nachmittag gings dann auf eine kleine Radrunde. Am Montag gabs zuerst eine Schwimmeinheit mit einem super Schwimmlehrer. Dieser hatte einiges an meiner Technik zu beanstanden. Ich werde nun meinen Schwimmstil etwas ändern müssen. Mal schauen, ob mir das gelingt und ob ich dadurch schneller werde. Leider ging dann auch mein 2. Neopren kaputt. Als ich ihn ausziehen wollte riss er mir an der Naht. Ihr könnte euch vorstellen, wie verärgert ich war! So was ist mir noch nie passiert bei einem NEUEN Anzug! Ich hoffe, dass dies noch auf Garantie geht, denn so ein Neopren kostet schnell mal um die 700 Franken. Am Nachmittag gabs dann Intervalle am Berg auf dem Rad. 5 x 6 min mussten wir einen Berg hochfahren ehe wir dann wieder zum Ausgangspunkt zurückmussten. Das war irre hart. Meine Beine glühten. Denn meine Beine waren vom Vortag bereits verkatert (vom Laufintervall) und nun kam noch diese harte Belastung hinzu. Ich versuchte einfach im Moment zu leben und nicht zu überlegen, wie ich die restlichen Tage noch überstehen würde. Anschliessend hängten wir noch 50km mit einigen Höhenmetern an. So kaputt kam ich das letzte Mal an meinem ersten Cambrilstag zurück.

Tags darauf fand dann bereits die Königsetappe statt. Da ein Guide bei den Eitzingerradgruppen ausfiel durfte ich wiederum die Gruppe mit Pace 24-26 übernehmen. Dies machte einen riesen Spass. Die Gruppe war sehr homogen und gut unterwegs. Wir kamen mit einem Schnitt von über 26 zurück. Danach hängte ich natürlich wieder einen Koppellauf an. Im Allgemeinen gelangen mir die Koppelläufe immer sehr gut. Ich konnte oft eine gute und für mich schnelle Pace laufen, was mich immer wieder freute. Am Mittwoch wechselte ich wieder zur Gigathlongruppe. Da es regnete gab es am Morgen einen Berglauf. Mit müden und schweren Beinen schleppte ich mich auf den Berg. Es ging aber besser wie erwartet.

Am Donnerstag stand der Gigathlontag auf dem Programm. Der sah folgendermassen aus: 30min Laufen, 28km Rad, 1h Laufen (sehr zügig), 58km Rad, anschliessend gabs Gelati.

Am Freitag war leider nicht schönes Wetter. Bei Regen wollte ich im Pool schwimmen. Nach 5min wurde ich aber aus dem Wasser gepfiffen denn es blitzte und donnerte fast zeitgleich. Am Mittag boten wir dann ein Kraft-Zirkel-Training an, wovon ich natürlich Muskelkater davontrug. Am Nachmittag riss es dann doch noch auf, so dass ich mit Daniela noch eine 60km Radrunde drehen konnte. Und am Samstag, am Abreisetag, konnten wir noch 70km, leider bei Regen, abspulen und natürlich hängte ich danach noch einen 10km Koppelsteigerungslauf an. Insgesamt kamen .......km/h etc. zusammen.

 

Rückblickend muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden bin mit diesen 3 Wochen. Ich wurde sehr stark gefordert, im Vergleich zum letzten Jahr hatte ich auch viel schnellere Gruppen. Wir waren oft mit Schnitten von 25-27km/h unterwegs. Teilweise wusste ich nicht, wie ich den nächsten Tag nochmals auf ein Rad steigen sollte, aber ich war sehr oft war überrascht, dass es dann doch besser ging, wie erwartet. Ich erholte mich jeweils sehr rasch und konnte immer wieder die Gruppen gut anführen. Ich war meist selber erstaunt, wo ich die Energie hernahm. Denn am Abend war ich manchmal wirklich extrem müde.

Es gab aber auch Tage, da ging das Radfahren nur schwerfällig. Die Beine waren schwer wie Blei und müde. Da war dann vor allem mein Kopf gefragt, dass ich dennoch den erwarteten Schnitt drücken konnte oder ich liess einfach auch mal die Gäste vermehrt im Wind fahren. Natürlich hatte ich noch andere Guidejobs, ich durfte an Sitzungen teilnehmen oder andere Kleinigkeiten erledigen. Oft blieb mir sehr wenig Zeit für Privates. Natürlich nahm ich mir täglich Zeit, um mich mit Dinu auszutauschen. Es war mir da egal, ob es dann halt Mitternacht wurde. Ja, ich habe wirklich sehr viel erlebt. Es war toll, es war teilweise hart, aber mein Körper hat alles souverän mitgemacht. Es hat riesig Spass gemacht. Wäre Dinu dabei gewesen, dann wäre dieser Aufenthalt noch perfekter gewesen. In diesen 3 Wochen merkte ich stark, was mir alles fehlte und ich freute mich unglaublich, ihn wieder in die Arme zu schliessen. So ziemlich romantisch war das Wiedersehen.... schöne weisse Rosen übergab er mir und er kochte ein unglaublich tolles Essen für mich, mein Lieblingsessen.

Für mich steht nun eine Regenerationswoche an - vielleicht auch 2 Wochen…. Bilder gibts in der Galerie.

Folgende Trainingsstunden kamen zusammen:

 

Woche zwei "Dinu allein zu Haus"

Verfasst von Dinu am 8.4.

Tabea trainiert ja fleissig in Spanien. Da kann ich ja nicht gut zu Hause rumsitzen und schwang mich am Ostermontag aufs Rad. Ich düste aber nur bis nach Kiesen, wo ich als Streckenposten an einem Radrennen im Einsatz war. Das war echt krass! Es mussten 20 Runden (etwas über 100km) gefahren werden, in der ersten Runde brauste das ganze Feld an mir vorbei, es gab einen starken Windstoss!
Ich war so froh, dass ich am Streckenrand stand und nicht mitfahren musste.
Während der Arbeitswoche so das übliche Programm – dienstags am Mittag Lauftraining und am Abend durfte ich ein Training leiten. Mittwochabend durfte ich nochmals leiten.
Am Freitagabend konnte ich einen Vortrag halten. Eine Erfahrungsgruppe von Eltern von diabetischen Kindern hatte mich eingeladen und ich versuchte, aufzuzeigen, was alles möglich ist. Trotz oder eben gerade mit Diabetes. Es benötigt zwar immer viel Aufwand und eine gute Organisation aber sportlich kann man als Diabetiker (fast?) alles erreichen. Eindrucksvoll zeigte das in der noch gerade aktuellen Hockeysaison Jan Neuenschwander! Jan ist seit Kindheit Diabetiker Typ 1 (also insulinpflichtig so wie ich auch) und ist beim EHC-Biel als Spieler mitverantwortlich für die tolle Saison 17/18. Er hat viele entscheidende Tore erzielt und wurde ein echter Schlüsselspieler.
Es freut mich immer, wenn ich Leute motivieren kann! Mein Diabetes hat mir auch einiges gebracht. Man lernt früh, Verantwortung zu übernehmen, den Kopf bei der Sache zu haben, zu improvisieren und auch zu organisieren.
Am Samstag war im Haushalt und auch sonst viel zu erledigen. Am späten Nachmittag zog ich dann noch meine Laufschuhe an und machte einen Steigerungslauf. 5km im Schnitt von 5:30 – 5:45/km, 4km im 5:20er, 3km in einem 5:00/km Schnitt, 2 in je 4:45min und dann noch einen km so schnell ich konnte. Das war recht hart, entsprechend müde war ich dann am Abend.
Sonntags startete ich ab Solothurn mit einer 6er-Gruppe auf eine Fahrt rund um den Bielersee. Bei 2 gemütlichen Kaffee-Stopps genossen wir die Sonne. Wenn wir aber radelten gings ziemlich zügig vorwärts, wir legten die 90km in einem 28,8km/h-Schnitt zurück. Anschliessend joggte ich noch 3km – Koppellauf halt.
Garmin zeigte mir dann freundlicherweise, dass ich letzte Woche nur einen Bruchteil von Tabeas Radkilometern zurückgelegt habe – klar doch, ich musste ja noch arbeiten…….

 

 

Laufen und Radfahren - in 2 verschiedenen Ländern...

Verfasst am 2. April
Da war aber eine laufintensive Woche für Dinu. Letzten Samstag: Training mit Töbu, einem Kollegen aus dem solothurnischen. Normalerweise joggen wir ja etwa eine Stunde locker, letzten Sa. fand Töbu aber: «Mer chöi gärn e chli witer Jogge». Es wurden dann etwa 11km. Am Sonntag war Dinu dann am offiziellen GP-Training, wo er je einen Teil des Hin- und Retourweges joggte. Es ergaben sich 25km. Montags: Mit der Arbeitskollegin schn lange für einen Mittagslauf abgemacht, dienstags Lauftraining mit Indurance, welches sehr intensiv war, und abends dann noch eine Laufeinheit mit einer Gruppe. Das sind Mitglieder eines Fitnesscenters (Bodygym Bern), welche Dinu leitet und fit für den GP zu machen versucht.
Mittwochs wäre das Training mit dem TV Bolligen geplant, dieses wurde aber abgesagt. Stattdessen drehte Dinu dann ein paar Runden auf der 400m-Bahn im Neufeld, welche er sich auch anstrengend gestaltete.
Das waren 6 Lauftrainings in 5 Tagen, so oft und viel ist er wohl noch nie gerannt!
donnerstags durfte er die Spinninglektion von Tabea übernehmen und war zuvor doch etwas nervös. Aber von den Laufschuhen nahm er etwas Abstand. Am Freitag war er im Raum Solothurn unterwegs – Besuch bei den Eltern, eis go zieh mit einem guten Kollegen, Znacht beim Göttimeitli. Samstags schon wieder ein Lauftraining über etwa 14km.
Ansonsten wars nicht die optimale Woche für Dinu. Am Dienstagabend kam er aus seiner Praxis und wollte zum Training radeln aber sein Velo war weg – geklaut! Er rannte zurück in die Praxis, packte um und rannte dabei los. Nach dem Training halt mit dem Postauto nach Hause.
Am anderen Morgen durchsuchte er erfolglos die halbe Wohnung nach seinem Praxisschlüssel. Wo hatte er ihn bloss hingelegt? Ob er noch im Fitnesscenter liegen könnte? Normalerweise ist ja Dinu derjenige, welcher vermisste Gegenstände eher findet, nicht sucht. Doch wie sollte er bloss in die Praxis kommen? Die Zeit drängte, bald sollte der erste Patient auftauchen! Endlich erreichte er eine Arbeitskollegin, welche ihm ihren Schlüssel ausleihen konnte. In der Praxis angekommen fand er dann auch den Schlüssel – im Stress und Ärger am Vorabend hatte er ihn stecken gelassen……
Am Mittag desselben Tages musste er rasch in die Stadt und düste mit Tabeas Fahrrad los. An einer Stelle entschied er sich für eine Abkürzung übers Trottoir – in seiner Pechsträhne kostete ihn das 40 Franken und ein längeres Gespräch mit einem Polizisten…. Naja, nichts gespart.
Am Ostersonntag hatte er geplant, am Flohmarkt in der Reitschule Gegenstände aus dem Haushalt zu verkaufen. Wir hatten 4 Kisten voller Material, welches wir nicht mehr benötigen, parat. Alles war organisiert, ein Präsentierständer organisiert, der Platz reserviert und sicherheitshalber hatte Dinu beim OK abgeklärt, ob der Flohmi am Ostersonntag tatsächlich durchgeführt würde oder ob es ein 1. Aprilscherz sei. Am Vorabend kam dann aber ein Mail: Flohmarkt abgesagt, weil eine Gruppierung die Reithalle besetzt hat! Ja, tatsächlich, heutzutage besetzt man die Reithalle um zu protestieren……
So wie Dinu viel auf den Laufschuhen unterwegs war sass Tabea die ganze letzte Woche auf dem Fahrrad. Als Rennveloleiterin führt sie Gruppen durch die Umgebung und Anstiege rund um Cambrils in Spanien. Mit Durchschnittstempos von bis zu 28,5 km/h (auf Touren teilweise über 100km) war sie unterwegs – sie leitet eine der schnellsten Gruppen. Sie geniesst das Radfahren, die warmen Temperaturen und die Sonne. Dass sie zusätzlich immer wieder schwimmend und rennend unterwegs ist, versteht sich ja wohl fast von alleine 😉

 

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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