Mit einem Gruss vom heutigem Silvesterschwimmen im 3.5 Grad warmen Moossee verabschieden wir uns vom 2014. Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch und alles Gute im 2015.

Der Bericht über den Silvesterlauf aus Dinu's Sicht

verfasst von Dinu am 19.12.12

Am letzten Wochenende stand wieder einmal der Zürcher Silvesterlauf auf dem Programm – die Zürcher feiern ja Silvester etwa 3 Wochen zu früh, um dann sagen zu können sie seien überall etwas schneller…..

Wir waren dafür am Tag zuvor auf einer 1,5 stündigen Biketour – damit wir bei den Zürchern dann nicht zu schnell sind.

Wie ihr in Tabea’s Text gelesen habt, starteten wir zuerst in der Kategorie „Sie&Er“, danach kam die „Langdistanz“ – 10km wieder in einem recht hohen Tempo.

In diesem Jahr waren wir ja im aller vordersten Startblock von mehreren, welche in grossen, zeitlichen Abständen (45min nach unserem Start wurde der nächste Block auf die Strecke geschickt) starteten.

Nach etwa 500m hörte ich, wie ein Zuschauer zum Anderen meinte: „Ja, man merkt, nun kommen die Langsamen!“ „Dankeschön“, dachte ich. Das ist doch herrliche Motivation! Kurz darauf (nach knapp einem Kilometer) konnte ich Tabea’s Tempo auch nicht mehr mithalten, ich wurde wohl noch langsamer…..  Nach fast 3 Runden (also ca 7 Kilometern) holte ich sie wieder ein und konnte sie sogar leicht überholen. Beim kurzen Plauderstündchen meinte sie, sie sei völlig am Anschlag und würde nun langsamer – um dann das Tempo wieder anzuziehen und mich abzuhängen. Ähnliches Spiel etwa 700m vor dem Ziel, ich laufe zu Tabea auf und motiviere sie, mir zu folgen. Sie ächzt und stöhnt: „E stirbe jetz de grad u ma nümme!!“, um dann doch mitzurennen und etwa 400m vor dem Ziel noch einen wahnsinnigen Zielsprint hinzulegen…… 

Das anschliessende Bad im „Schanzegrabe“ war keine Herausforderung mehr – so warm waren weder die Luft noch das Wasser in den vergangenen Jahren jemals gewesen! Als wir dann auf der Heimfahrt eine Whatsappnachricht (ach, was das praktisch, als man einfach SMS schreiben konnte) erhielten, von jemandem, die von der tollen Stimmung dank der Weihnachtsbeleuchtung schwärmte, realisierten wir erst, dass wir aufgrund des vorderen Startblocks alles bei Tageslicht gerannt waren und die tolle Beleuchtung verpasst hatten.

Silvesterlauf

verfasst von Tabea am 15.12.14
Die vergangene Woche kennzeichnete sich bei mir durch viel Pech und Ärger. Ich werde aber jetzt nicht näher darauf eingehen. Der Silvesterlauf war dann endlich das Ende dieser Pechsträhne, obwohl ich das am frühen Morgen (Anmerkung Dinu: Wenn Tabea von frühem Morgen schreibt, war ich mind. schon 2 Stunden auf den Beinen....) nicht erwartet hätte. Mein Knie schmerzte immer noch wenig, da ich dies am Mittwoch im Geräteturnen eine dumme Prellung zugezogen hatte, wonach der Silvesterlauf ziemlich auf der Kippe stand. Durch viel schonen, kühlen und salben gings dann doch täglich besser, so dass ich am Sonntagmorgen verantworten konnte, zu starten. Wir fuhren bei Zeiten per Auto nach Zürich. Wie es sich gehörte, besuchten wir noch kurz die Sport-Messe. Und das war der Beginn meiner Glückssträhne. In einer Wühlkiste wühlte ich kurz und hoffte, ein paar günstige Laufhose zu ergattern. Ich zog zu unterst aus der Kiste eine schöne Winter-Laufhose, leider ohne Preis. Denn die Kiste war angeschrieben mit: ab 35Fr. Ich ging davon aus, dass diese Hose noch locker 100fr. kosten würde. Ich fragte den Verkäufer nach dem Preis. Der Verkäufer war überrascht, dass die Hose in der Kiste war, denn diese Hose war im normalen Sortiment auch noch zu finden. Er fragte den Chef-Verkäufer und der meinte, doch doch, diese Hose gehört in die Kiste. Es sei ein Muster gewesen! Sage und schreibe 35 Fr. musste ich bezahlen für eine Hose, die sonst 170 Fr. kostet. Ich war total happy und montierte die Hose gerade für den Lauf:-).
Dinu und ich startete wie in den letzten Jahren auch zuerst in der Kategorie Sie & Er. Dabei sind ca. 6.25km zu absolvieren, aufgeteilt in 5 Runden. Man rennt diese als Stafette. Dinu durfte aus Tradition 3 Runden laufen und ich zwei. Eine Runde war ca. 1.25km lang. Wir starteten in der schnellsten Kategorie - Zielzeit unter 30min. Somit waren in dieser Kategorie viele Cracks. Wir waren ganz klar bei den langsameren. Dennoch zogen wir diese paar km in einem Schnitt von 4:10 min/km durch.  Wie immer, sehr hart, wir gaben echt vollgas auf jeder Runde! Die Runden waren nicht flach. Es hat in jeder Runde einen fiesen "Stutz" drin.  Mit unseren 26.5 min erreichten wir doch noch Rang 160 von 479. Danach gabs eine Stunde Pause bevor der Startschuss zum 10km Lauf fiel. Auch dort gabs verschiedene Kategorien. Wir meldeten uns bewusst in der schnellsten Kategorie an, welche mit "unter 45min" für diese 10km gekennzeichnet waren. Vor zwei Jahren waren wir in der nächst "weniger schnellen" Kategorie gestartet und mehrfach im Stau gestanden. Nun hofften wir, problemlos laufen zu können. 
Ich rechnete selber nicht damit, dass ich diese 10km unter 45min laufen würde, denn auch auf diesen 4 Runden hat es immer einen "Stutz" drin. Zudem waren unsere Beine bereits müde vom Sie&Er. Natürlich setzte ich mir dennoch ein Ziel und zwar einen Schnitt auf die 10km von 4:45min/km zu laufen. Dinu und ich starteten gemeinsam. Auf den flachen Passagen und aufwärts war ich meistens etwas vor ihm, beim abwärts laufen überholte er mich, dafür konnte ich dann auf den flacheren Passagen wieder aufschliessen. Die letzte Runde war nur noch Kopfsache mit dem Ziel, nicht langsamer zu werden, das Tempo zu behalten und durchzubeissen. Mir gelang das ganz gut trotz müden Beinen und wir kamen dann nach 45min und 20 Sekunden gemeinsam ins Ziel! Total happy, diese 10km in einem Schnitt von 4:32 hinter uns gebracht zu haben. Naja, leider stellte sich im nachhinein raus (dank meiner tollen Garmin-Uhr), dass die Strecke nur 9.75km lang war und nicht 10km. Somit war der Schnitt etwas weniger schnell, aber immer noch mind. 8s pro km schneller wie beim letzten Start letztes Jahr.
Ich denke, wenn ein "Nicht-Sportler" diesen Text liest, fragt der/die sich wohl über meine Berechnungen in Sekunden - als belanglos würde er/sie dies einstufen. Ein Sportler aber sieht das meistens anders, der rechnet in Sekunden. Jede Sekunde, die man schneller ist, ist ein Erfolg! 2 Sekunden auf einen Kilometer schneller zu sein, das ist eine starke Leistung. 2 Sekunden auf einen Kilometer schneller zu sein, bedeutet, auf 10km 20s schneller zu sein. Jemand, der viel Sport mache, weiss, wie hart es ist, so viel schneller zu werden, auch wenn im ersten Moment 20 Sekunden nicht nach viel anhören.....
Glücklich und zufrieden marschierten wir danach zu der Garderobe. Zur Tradition gehört es, dass wir jeweils mit den Sportklamotten noch in den 8 Grad warmen Fluss springen, welcher neben der Garderobe durchfliesst (er heisst Schanzengraben). Danach gings endlich unter die heisse Dusche.

12h Indoor Cycling Event in Schüpfen

verfasst am 17.11. von Tabea
Am Samstag stand mein erster Indoor-Cycling-Event auf dem Programm– Indoor Cycling, auch bekannt unter dem Namen Spinning , bei welchem man auf einem speziellen Hometrainer sitzt und macht, wozu einem der Instruktor auffordert.
Viele Menschen verwenden heutzutage noch den Namen Spinning - obwohl dies eigentlich die Marke des Velos ist. Man kann es vergleichen mit dem Inline Skaten. Oft höre ich, dass Leute von Rollerbladen sprechen....obwohl sie damit Inline Skaten meinen. Sie nennen also die Marke des Sportgerätes. Oder habt ihr schon jemals jemanden davon erzählen hören, dass er/sie heute powersliden (ist auch eine Inlinemarke) war? Genau gleich verhält es sich mit der Marke Spinning.  Es gibt noch andere Marken wie Schwinn, Tomahawk, Life Fitness etc. Man sagt ja nicht; ich gehe heute Schwinnen:-)
Ich war ziemlich gespannt, was mich dort erwarten würde. Ich hatte etwas Angst, dass es ein eintöniger Tag würde - vielleicht sogar etwas langweilig? Klar war für mich, dass es wohl eine ziemlich mentale Sache ist, so lange auf einem Velo zu sitzen, welches nicht vom "Fleck" kommt.
Die 12h wurden in 12 Lektionen unterteilt. Jede Lektion wurde von einem anderen Instruktor geleitet, somit war gewährleistet, dass es viel Abwechslung geben würde.
Geplant war, dass ich mit einer Kollegin das Ganze im Couple machte. Das hiess, ich fahre 6h und sie fährt 6h. Da meine Kollegin aber kurzfristig um den Mittag gehen musste, hatte ich den Rest alleine zu bestreiten.
Was wir zuvor nicht wussten, aber ziemlich rasch erfuhren: Wenn Velos nicht besetzt waren, durfte diese von jemand anderem benutzt werden. So fuhren ich und meine Kollegin gemeinsam die ersten 4h am Stück, da viele Velos frei standen. Meine Kollegin hängte noch eine Stunde an und verschwand dann. Ich selber gönnte mir die erste Pause, da ich plötzlich "anfallsweise" extremen Hunger verspürte.
Danach setzte ich mich nochmals eine Stunde aufs Rad und machte danach nochmals Pause. Es war bereits 18 Uhr, als dann auch noch Dinu dazu stiess. Er ersetzte sozusagen die Kollegin. Wir fuhren dann gemeinsam 2 weitere Stunden, legten dann eine kurze Pastapause ein und fuhren die restlichen 1.5h auch noch durch. Für mich gabs somit insgesamt 8.5, welche ich im Sattel verbracht hatte.
Es war für mich eine grosse Herausforderung. Nicht die 8,5h in Bewegung sein, denn die Kondition dazu habe ich, sondern eher der mentale Bereich. Ich musste mich schon ein paar Mal motivieren, weiter zu machen, denn mit der Zeit wird es einfach lang und es ist immer etwas das Gleiche.... Klar, die Musik und die Instruktoren wechseln andauernd. Aber es ist nun mal so, dass die Bewegungsabläufe auf dem Indoorvelo ziemlich beschränkt sind. Die Variationen bestanden daraus: Aufstehen, Absitzen, etwas mehr in die Pedale drücken, mit Widerstand arbeiten.
Die Musik war wirklich sehr mitreissend, wenn auch eher elektronischer Natur. Es gab absolut tolle Instruktoren und natürlich auch weniger tolle, wo die Zeit weniger schnell verging.
Jedenfalls um 22Uhr waren meine Beine müde. Ich war sehr erstaunt, wie schnell 12h durch gingen. Das Zeitgefühl verlor ich in der dunklen Turnhalle völlig. Man rechnete in Lektionen, Lektion 5, 6, 7. Die Zeit war kein Faktor. Um 22Uhr waren dann aber 12h durch und das klang in meine Ohren nach einer unglaublich langen Zeit... aber das Gefühl war anders und nicht lang und schon gar nicht langweilig!
Am Sonntag stand dann eher ein lockerer Tag auf dem Programm. Ausschlafen, vorbereiten für den Besuch am Abend, 1h joggen, putzen und vorbereiten und dann genissen:-).

Gurtenclassic - Teil 2

verfasst von Dinu am 10.11.2014

Nach 6 Wochen Trainingslager (mit Ausnahme einer Inlineausfahrt und eines Lauftrainings) fand ich während meinen Ferien in Dubai: „Jetzt solltest Du einmal etwas Sport treiben, damit Dein Körper merkt, dass es fertig ist mit der Erholung. Sonst wird das nichts mit dem Gurten-Duathlon!“ Und so vergnügte ich mich etwa 30 Minute im Hotel-Fitnessraum (Laufband) mit Blick auf Dubai und eine Meeresbucht.

Das war am Freitag, in der Nacht auf Samstag schlief ich dann knappe 4 Stunden (Rückflug). Am Samstag hatten wir ein vollgepacktes Programm: Ich musste mich hardcore-akklimatisieren (in die 13 Grad warme Aare – das Meer in Dubai war genau DOPPELT so warm!), das Material für den Duathlon musste parat gemacht werden, die Koffer ausgepackt werden und so nebenbei bereiteten wir ein Apero für den Sonntag vor und machten einen Abstecher auf Zuchwil.

Wir kamen eher spät ins Bett, dafür stand ich etwas früher auf, um fürs Apero noch einiges vorzubereiten.

Beim Bikerennen hatte ich in den letzten Jahren immer Mühe, gut wegzukommen. In diesem Jahr gelang mir das aber sehr gut, ich startete gut. Konnte einige FahrerInnen überholen und fühlte mich gut dabei, die ausgeruhten Beine zahlten sich aus. Nach aber einem knappen Kilometer sah ich weit vor mir, dass jemand am Boden lag. Als ich näher kam, sah ich, dass es eine Kollegin von uns war, die mitten auf der Strasse sass. Sie war gestürzt und stand unter Schock, so dass sie nicht realisierte, dass sie möglichst rasch ab der Rennstrecke musste. Also hielt ich an, fragte, wie es ihr gehe, stützte sie um mit ihr an den Strassenrand zu gehen. Sie fand, dass alles in Ordnung sei und wäre wohl am liebsten weitergefahren – obwohl ihr Bike nicht mehr fahrtüchtig war, ihr Helm einen Spalt aufwies, sie selber leichte Kopfschmerzen hatte und völlig durch den Wind war. Ich beruhigte sie und sprach eine Weile mit ihr. Sie fand mehrfach, dass ich doch weiterfahren solle, was ich erst tat, als sie mir versprach, sich beim Spital visavis auf dem Notfall zu melden.

Nun trat ich also zum zweiten Teil des Rennens an. Ich war mittlerweile zuhinterst, die Strecke war nicht mehr abgesperrt und ich musste mich zwischen Bussen und Autos durchkämpfen. Nach dem ersten Anstieg hatte ich die letzte Fahrerin überholt und kämpfte mich im Feld vorwärts. Unterwegs spielte ich auch Bote (Hey, Dinu, sag Michle dort vorne e Gruess)  und arbeitete mich langsam aber sicher vorwärts. An einem weiteren Aufstieg traf ich wieder einen Kollegen an. Dieser sass wenigstens auf der Strecke sondern war am Rand am Fluchen. Irgendetwas stimme mit der Kette nicht, da blockiere etwas. Ich hielt natürlich an und schaute, ob ich helfen kann. Er musste wohl einen Schlag an den Wechsler erhalten haben, denn dieser war schräg und hing zwischen den Speichen des Hinterrades fest. Mit etwas Gewalt konnten wir den wieder zurechtrücken und kurz darauf gings weiter, diesmal ohne Unterbruch bis ins Ziel.

Insgesamt war ich auf dem Bike 1 Minute und 6 Sekunden langsamer wie vor zwei  Jahren, als die Strecke auch trocken war. Mit all den Umständen sicherlich zufriedenstellend. Tabea war 1 Minute und 4 Sekunden schneller als ich – ich werde mich revanchieren J

Auf der Laufstrecke war dann aber nichts mit Revanche. Ich hatte mich wohl auf dem bike zu stark verausgabt, so war mir das Tempo, welches Tabea anschlug, von Anfang an zu hoch. Ohne Stürze und Unfälle kam ich zwar irgendwann im Ziel an. Ich hatte aber wohl zu viel Kraft auf der Bikestrecke verloren. Ich war zwar fast 2 Minuten schneller als vor einem Jahr, aber 4,5 Minuten langsamer als Tabea.
Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden. Erstens hab ich meine Zeiten stabil behalten oder verbessert und das lässt hoffen. Und zweitens wars ein toller Anlass bei prächtigstem Herbstwetter.

Gurtenclassic - Teil 1

verfasst von Tabea am 3.11.14
Am Samstag Morgen kam Dinu von seinen Dubai Ferien nach Hause. Auspacken war angesagt und bald darauf waren wir im Marzili in der schönen Aare am baden. Wir genossen die Sonne und die Zeit verstrich. Gegen den späten Nachmittag kehrten wir in unsere vier Wände zurück um das Apéro, welches am Sonntag bei uns nach dem Gurtenlauf stattfand, vorzubereiten.
Sonntag Morgen früh gings dann los an den Duathlon (16km Bike und 15km Laufen). Irgendwie war ich an diesem Tag nicht wirklich in Wettkampflaune. Ich ging einfach hin, weil ich angemeldet war. Dann das übliche Prozedere: Startnummern holen, mit Leute quatschen usw. und schwupsdipubs war bereits 9.45 und wir starteten auf die 16km lang Bikestrecke. Dieses Rennen geht jedesmal extrem schnell los. Am ersten Anstieg überholt man dann aber bereits viele Biker,welche wohl etwas zu schnell gestartet waren. Man fährt einen Teil Richtung Gurten hoch und dann runter ins Köniztal. Dann in Richtung Ulmizer und wieder ins Köniztal ehe es dann zum Schlussanstieg auf den Gurten geht. 8min schneller als letztes Jahr kam ich an diesem Tag ins Ziel. Ich war sehr zufrieden mit diesem Rennen. Danach rollten wir den Berg runter, denn eine Stunde später fiel der Startschuss zum 15km Gurtenlauf. Müde Beine hatte ich bereits und war gespannt, was drin liegen würde nach meiner Trainingspause und dem wenigen Lauftraining, welches ich in den Beinen hatte. Dinu hängte ich bereits kurz nach dem Start ab. Ich zog dann allein von dannen. Ich teilte mein Rennen gut ein. Ich versuchte oft an der Schwelle zu laufen und nur bei den Anstiegen war ich im aneroben Bereich. Dies bewährte sich gut, so dass ich am Schluss mit fast maximalem Puls ins Ziel rannte und 5min schneller war wie letztes Jahr. Ich konnte es kaum glauben dass ich so viel schneller war. Das war wirklich ein gelungener Tag und Wettkampf! Danach gings ins Ausflugsrestaurant auf dem Gurten wo wir es uns gut gehen liessen. Kurz darauf hüpften wir wieder in die Aare. Dann retour nach Hause, schliesslich waren die Apérogäste  schon im Anmarsch. Teilnehmer waren die Kollegen, mit welchen wir im Frühling im Trainingslager waren und unsere neuen Gigathlonsupporter waren auch dabei. Praktisch alle waren auch am Gurtenclassic-Lauf oder Duathlon gestartet. Wir liessen den Abend gemütlich ausklingen bei viel Essen und tollem Getränk - Eigenkreation von Dinu. Als dann alle gegeangen waren (2 hartnäckige wurden wir fast nicht mehr los ;-)), gings in der Küche weiter. Aufräumen, putzen etc. und kurz vor Mitternacht langen wir im Bett.

Trainingspause ≠ Sportpause

verfasst von Tabea am 31.10.2014

Wie ihr ja jetzt bereits wisst, machen wir einmal im Jahr eine Sport- oder Trainingspause. In dieser Phase lassen wir Velo, Laufschuhe und Schwimmbrille im Schrank und machen alles, was während dem Jahr etwas zu kurz gekommen ist. Wir sind überzeugt davon, dass diese Pause sehr wichtig ist für den Körper. Denn der Körper ist durch das Jahr hindurch vielen Strapazen ausgesetzt. So hat er es mal verdient, sich etwas länger zu erholen. Und jetzt fragt ihr euch sicher, wie wir das schaffen, ein paar Wochen ohne Sport auszukommen? Zuder noch einen kurzen Text aus dem Buch: Trainingsbibel für Triathleten:

Wirklich erstaunlich fand ich die Gespräche mit Trainingskolleginnen, wenn wir über diese Pause diskutierten. Unisono war der Tenor: Das könnten sie nie. 4 Wochen ohne Sport, das sei ja verrückt! Sie brauchen die Bewegung, ohne Bewegung gehen sie die Wände hoch und da ist ja noch das mit dem Gewicht. 4 Wochen ohne Sport würde eine Gewichtszunahme bedingen, was die Frauen (und auch Männer) natürlich nicht wollen (Wir lassen aber dieses Thema mal beiseite…..). Ein paar meinten dann aber auch, sie machen auch Trainingspause einmal im Jahr. Als ich fragte, wie die denn aussehe, bakam ich als Antwort, dass sie einfach nicht mehr so lange trainieren. Anstelle 2h Laufen, nur noch 1h. Oder nur noch gaaaanz locker auf dem Rad fahren. Das nennt sich Trainingspause? Ja, man kann darüber philosophieren, was denn genau eine Trainingspause ist. Eine Trainingspause scheint mir keine Sportpause zu sein. Jedenfalls ist das die Ansicht vieler anderer Sportler. Ich war wirklich erstaunt, wie viele Leute Mühe haben, mal 4 Wochen ohne Sport durchzukommen. Ich dachte zuvor, ich stehe wohl mit diesem Problem alleine da. Aber es scheint mir, da gibt es Menschen, die haben noch viel grössere Probleme damit wie ich. Wobei, für diese Personen ist das wohl kein Problem, weil sie sich dem Problem Sportpause nicht stellen. Dabei ist es gar nicht so schwer, 4 Wochen ohne Sport durchzuhalten. Es ist, wie bei so vielem, reine Kopfsache. Ich weiss bereits 1 Jahr zuvor, dass ich am Ende der Saison 4 Woche Pause einlegen muss. Ich stelle mich also 365 Tage auf diese Pause ein. Ich rede mir gut zu und sage mir, diese Pause ist wichtig, der Körper braucht sie. Ich will ja auch noch in 20 Jahren gut Sport treiben können. Mit dieser Einstellung gelingt es mir dann auch, diese vier Wochen hinter mich zu bringen. Das soll jetzt nicht heissen, dass die 4 Wochen Pause immer einfach sind. Vor allem ab Woche 3 wird’s meistens recht schwierig, der Bewegungsdrang wird immer wie grösser und der Kopf muss gegen diesen Drang kämpfen! Aber eben, ich bleibe der Meinung, wenn man etwas will, dann schafft man es auch durchzuziehen. Also, eine  Trainingspause ist eine reine Willenssache! Nichts anderes!!Und ganz wichtig, man darf weder links noch rechts schauen, d.h. man darf nicht auf die Kommentare der anderen Menschen hören, sondern man muss sein eigenes Ding durchziehen.  

Diabetes Typ 1

verfasst von Dinu am 23.10.2014

Seit ich zweieinhalb Jahre alt bin habe ich Diabetes Typ 1. Diesen therapiere ich mit einer sogenannten Insulinpumpe - die versorgt mich rund um die Uhr mit Insulin. Ein kleiner Computer, welcher versucht, eine „natürliche“ Bauchspeicheldrüse nach zu ahmen.

Der Diabetes ist sicher einer der Gründe, warum ich die Ausbildung zum dipl. Ernährungsberater HF gewählt habe.

Als diabetischer Ernährungsberater, der viel Sport treibt, darf ich immer wieder einmal Vorträge halten – wie z.B. immer wieder einmal bei der Elterngruppe „Zuckersüss“. Bei solchen Vorträgen werde ich immer wieder gefragt, wie ich das denn schaffe, so viel Sport trotz oder mit meinem Diabetes zu treiben. Das will ich heute am Beispiel meines Saisonhöhepunktes (Wettkampf über die Ironmandistanz in Roth, Berichte über den Anlass findet ihr in unserem Menupunkt unter Aktuelles/Archiv) einmal aufzeigen:

Eigentlich hilft mir ja der Sport, meinen Diabetes im Griff zu haben. Denn ich weiss, wie besser ich meinen Blutzuckerspiegel im Griff habe, desto leistungsfähiger bin ich. Also motivieren mich sportliche Ziele, auch auf den Diabetes zu achten.

Aber zurück nach Roth. Kurz vor unserer Abfahrt nach Roth durfte ich ein  High-Tech-Gerät in Empfang nehmen. Das besteht aus einem Schläuchlein, das man sich mit Hilfe einer Nadel in den Körper steckt, einen Sensor, der via Schläuchlein den Zuckergehalt in meinem Körper misst und die Daten an einen Empfänger (leider noch kein Smartphone) sendet. Dort sehe ich jederzeit, ob mein Blutzucker im gewünschten Bereich unterwegs ist und ob eine Tendenz nach oben oder unten des Blutzuckers zu erwarten ist. Und dies, ohne mich mehrfach täglich in den Finger stechen zu müssen - und dies während 7 Tagen, nach dem ich die Nadel „gesteckt“ habe. Zusätzlich kann ich gewisse Grenzwerte einstellen. Wenn mein Blutzucker die eingegebenen Werte über- oder unterschreitet, dann gibt das Gerät Alarm, was beim Sport oder in der Nacht ein Vorteil sein kann.

Naja, wie es halt so ist, ich hatte das Gerät erst neu, fand aber, dass ich es nach Roth mitnehme. Als ich mir die Nadel dann 2 Tage vor dem Rennen stecken wollte, musste ich die Bedienungsanleitung hervorholen. Ein wichtiger Schritt hiess: den Sensor desinfizieren, um eine hohe Messgenauigkeit erreichen zu können. Genau, etwas zum desinfizieren (nö, da war gemeint, mit einem sterilen Tupfer abwischen und nicht in Alkohol einlegen) lag zu Hause, ich war aber bereits in Deutschland.

 

«Das wird kein Problem sein» dachte ich und montierte den Sensor halt einfach so. Selbstverständlich mass er dann falsche Werte. Also habe ich den Sensor nochmals abmontiert, an einem Badetuch gründlich gerieben (ich hatte immer noch nichts zum desinfizieren)  und dann wieder montiert. Und ab nun funktionierte er einwandfrei. Der Sensor ist praktisch, so muss ich beim Autofahren z.B. nicht anhalten und den Blutzuckermessen (sowas würde ich ja nie beim Autofahren tun) sondern kann Tabea fragen. Die schaut dann den aktuellen Wert auf dem Empfänger nach. Auch Pastapartys, Spaziergänge auf dem Messegelände (inkl. Degustationen) und die allabendliche Gelati hatte ich so NOCH besser im Griff!

Ich konnte in der letzten Nacht vor dem „Ironman“ dadurch auch um Welten besser schlafen - Naja, wie es halt so geht, vor lauter Nervosität und dem Wissen, dass der Wecker vor 4:00 klingeln wird. Ich wusste zumindest, dass ich keine Unter- oder Überzuckerung verschlafen würde. Denn so eine hat am Folgetag eine deutliche Leistungseinbusse zur Folge.

Allerdings zeigte mein Empfänger doch einen leicht erhöhten Wert als ich am Morgen einen Blick darauf warf. Durchs Aufstehen, Packen, etwas essen und durch die Nervosität stieg der Blutzucker leider noch weiter an. Ich versuchte, mit Insulin etwas zu korrigieren, was aber längere Zeit erfolglos blieb. Aber klar, wie näher der Schwimmstart rückte, desto weiter fiel der Blutzucker ab. Ich begann also, mich zu verpflegen, um dem Trend etwas entgegen halten zu können. Meine Insulinzufuhr hatte ich etwa 1,5 Stunden vor dem Start bereits reduziert.

In Roth ist es toll, dass man bis kurz vor dem Schwimmstart noch zu seinem Fahrrad kann. So deponierte ich den Empfänger (und meine Insulinpumpe) so spät wie möglich bei meinem Fahrrad. Während dem Schwimmen hatte ich also die „Messnadel“ unter meinem Neopren dabei, die Werte wurden aber nirgends gespeichert.

Beim Schwimmen habe ich immer Gel unter meinem Neopren dabei, dass ich im Notfall meinen Blutzucker etwas anheben könnte. Wobei eine Unterzuckerung im Wasser sehr schwer spürbar ist. Erst, wenn ich deutlich langsamer werde, merke ich, dass da wohl etwas nicht stimmt. In Roth musste ich aber nie auf den Gel zurückgreifen.

Nach dem Schwimmen kommt man in ein Zelt, wo man sich umziehen kann. Die meisten deponieren da nur den Neo und ziehen evt. Schuhe und Socken an (die Profis haben die Schuhe am Fahrrad montiert und verzichten auf die Socken), alles andere (Helm, Brille) ziehen sie auf dem Fahrrad an. Da ich meine Insulinpumpe nach dem Schwimmen wieder montieren muss, trage ich unter dem Neopren nicht einen Einteiler. Somit montiere ich die Pumpe und ziehe ein Trikot an, welches ich mit haufenweise Esswaren fülle. Danach gings ab zum Rennrad (ihr mögt Euch an den Kartoffelacker erinnern?), wo der Empfänger bald die aktuellen Daten empfangen würde. Er zeigte, dass der Blutzucker nun noch weiter abgefallen war und ich begann sofort, mich zu verpflegen. Energiegel, Weissbrot und isotonisches Getränk standen auf meinem Speisezettel.

Obwohl ich andauernd am Essen und Trinken war, erholte sich der Blutzucker erst nach etwa einer Stunde. Dafür stieg er dann kontinuierlich an. Dank meinem Messgerät hatte ich aber meinen Blutzucker immer im Auge und konnte mit Insulin leicht korrigieren. Ohne dieses System hätte ich mir immer wieder in den Finger stechen müssen, um den Blutzucker kontrollieren zu können. So gings viel einfacher, schneller und angenehmer.
Nach einem ersten Höhenflug sank der Blutzucker wieder nach unten, um kurz darauf wieder anzusteigen – leider ein stetes auf und ab statt einem konstanten Spiegel.

Auf der Laufstrecke begann der Blutzucker wieder zu fallen. Ich habe versucht, an jedem Getränkeposten mich zu verpflegen, das reichte aber leider nicht und das Signal ertönte, welches mir sagte, dass mein Blutzucker wieder zu tief sei.

Ich nahm aus meinem Vorrat, den ich immer mittrug, ein paar Traubenzucker. Danach schwieg mein Sensor.
Ich traute der Ruhe nicht und warf einen Blick auf den Empfänger, der einen Fehler anzeigte. Also schaute ich, ob mein Sensor ein Problem hatte – und der Sensor war weg! Durch die Belastung, die Feuchtigkeit beim Schwimmen und vom Schwitzen hatte sich der Klebstoff gelöst und der Sensor fiel ab. Naja, ich hatte ja mit dem ersten Sensor ein paar Tests (Schwimmtraining, Sport, etc.) durchgeführt und der Kleber hielt die 7 Tage problemlos. Nun war er nach 2,5 Tagen weg (ich fand ihn, er klebte nun an meinem T-Shirt), aber doch unter extremen Belastungen. Das nächste Mal würde ich den Sensor aber mit einem Tape befestigen.

Zum Glück hatte ich zur Reserve ein normales Messgerät bei mir und so brachte ich die letzten 25km auf der Laufstrecke auch noch über die Runde.

In Zukunft werde ich mich also somit mehr an die Vorschriften halten und den Sensor besser befestigen.
Normalerweise bin ich an Wettkämpfen vom Blutzucker her deutlich stabiler, ich denke aber, dass die Nervosität bei so einem grossen Anlass doch eine wichtige Rolle spielt.

Saisonrückblick

verfasst von Tabea am 13.10.2014

Im Moment stecken wir in der sportfreien Zeit, genannt Trainingspause, und haben Zeit auf die vergangen Saison retour zu blicken. Alle Saisonziele haben wir erfolgreich erreicht. Auch die Gesundheit machte fast immer mit. Tabea muss war immer noch sehr stark auf ihre Füsse schauen, da diese schnell reagieren, wenn sie zu viel läuft. Aber nichtsdestotrotz konnte auch sie ein paar Laufeinheiten absolvieren. Dinu konnte sich über eine stabile Gesundheit erfreuen und hatte keinerlei grösseren Probleme. 

Dass wir nochmal erwähnt haben: Unser Haupt-Saisonziel war der Triathlon über die Ironmandistanz in Roth. Danach kamen als Zweites Ziel  für Tabea der Inferno als Single und für Dinu die S2 als Single.


Hier die Übersicht auf unsere Saison 2014:

Im April waren wir eine Woche in Tossa (Spanien) in einem Trainingslager. Wir spulten etliche Kilometer auf dem Rad ab und daneben gabs noch Schwimm- und Laufeinheiten. Kurz darauf fand der erste Wettkampf, GP Bern, statt. Dieser Wettkampf ging leider sprichwörtlich in die Hose.
Wir liessen uns aber nicht demotivieren  und schauten nach vorne. Denn der Belpathlon, an welchem wir als Single starteten stand schon an. Beide konnten dort einen tollen Wettkampf bestreiten. Für Tabea gings dann gerade am nachfolgenden Tag weiter mit dem Blüemlisalplauf, welche sie schneller wie das letzte Mal finishte. Dinu war am selben Tag an einem Inlinerennen in Sempach, wo sich Tabea nach dem Blüemlisalplauf auch noch dazugesellte und auch noch am Inlinerennen startete – nur Just for fun. Das Wochenende drauf standen wir am Bantiger Triathlon am Start. Dieses Mal gabs einen Doppelstart. Zuerst den Start am Triathlon und danach noch am Bikerennen. Tabea konnte an diesem Tag zwei Mal aufs Podest – Triathlon: 3. Rang; Bikerennen: 3. Rang.
Über Pfingsten stand dann die  „Pfft-Tour“ an. Dinu und ich waren mit dem Rad und Gepäck von zu Hause ins Wallis gefahren und fuhren am 2. Tag an den Genfer-See. Unterwegs hatten wir viele Platten und kaputte Pneus.
Gerade anschliessend an diesen Kurztrip startete Tabea mit einer Kollegin in die alljährlichen Rennradferien – Pässefahrt durch die Schweiz/teilweise Italien. Flüela-, Albula-, Julier-, Ofenpass, Stelvio, grosser St. Bernhard und viele mehr wurden in 5 Tagen befahren. Danach hatte ich definitiv eine tolle Velo-Form.

Die Woche drauf stand dann der Biennathlon auf dem Programm. Wir starteten im 5er Team, jeder in seiner stärksten  Disziplin – Tabea: Schwimmen, Dinu: Inline. Wir konnten einen Rang unter den ersten 10 erreichen und waren damit äusserst zufrieden. Am nächsten Weekend stand dann endlich das langersehnte 300km Velorennen (Swiss Cycling Radmarathon), welches wir mit 2 Kollegen auf uns nehmen wollten, auf dem Programm. Start war in Ittigen und wir radelten an den Genfersee und dann via Neuenburger- und Bielersee wieder nach Hause. Dies war eine grandiose Erfahrung und sozusagen die Hauptprobe für den Ironman. Wir wussten ab dann, dass wir die 180km Rennvelo am Ironman ohne Probleme meistern würden.
Die Woche drauf, wir steckten bereits mitten im Juli, holten wir uns den letzten Feinschliff im Chemeribodenbad. Dort übernachteten wir und spulten daneben einige Km und HM ab, obwohl letzteres an einem Ironman nicht wirklich gefragt war. Nach diesem Weekend blieben uns noch genau 2 Wochen bis Roth. Die Uhr tickte hörbar ziemlich laut! Mit allen möglichen an Gefühlen fuhren wir 3 Tage vor dem Triathlon über die Ironmandistanz nach Roth. Wir wollten uns frühzeitig akklimatisieren und genug Zeit haben, um die Startunterlagen etc. abzuholen. Der Wettkampftag rückte immer wie näher und plötzlich war Sonntagmorgen früh! 12h12min nach dem Start kam Tabea unglaublich happy ins Ziel, Dinu nur wenig später. Unser Saisonziel hatten wir also geschafft! Geplant war danach noch ein paar Tage in Nürnberg zu bleiben und anschliessend nach Heidelberg zu fahren. Für Dinu waren diese Ferien eher eine Tortur als Erholung. Er verbrachte die meiste Zeit auf dem Klo und war alles andere als fit. Mehrere Kilos leichter kam er (ich natürlich nicht...) dann wieder zu Hause an.
Die nächsten 3 Wochen bis zum Inferno waren dann geprägt von Erholung, Krankheit und nur noch sehr wenigen Trainings. Doch der Inferno stand vor der Tür und am Vortag wurde bekanntgegeben, dass das Schwimmen abgesagt wurde, weil die Seetemperatur zu kalt war. Für Tabea war das überhaupt kein Vorteil und sie ärgerte sich über diese Entscheidung. Dennoch startete sie am Inferno und kam nach 12h12min  auf dem Schilthorn an. Dinu war den ganzen Tag als Supporter im Einsatz und erledigte seinen Job souverän. Dafür konnte er die Woche drauf an der S2 challenge als Single starten. Tabea startete mit einem Kollege im Couple. Dinu konnte die S2 erfolgreich finishen, auch Tabea erging es fantastisch bei ihren zwei Disziplinen. Eigentlich wäre die Saison mit diesem Wettkampf abgeschlossen gewesen – mit Betonung auf Eigentlich! Wäre da nicht noch dieser Gemmi-Triathlon gewesen. Tabea startete also die Woche nach der S2 noch am Gemmi-Tri und konnte diesen auf dem 4. Rang  erfolgreich finishen. Wie immer schwärmte sie von diesem Anlass und sie wird wohl auch nächstes Jahr wieder im Wallis anzutreffen zu sein.

Aber damit war dann wirklich Schluss. Wir haben diese Saison viel erreicht. Wir konnten unsere Leistungsfähigkeit verbessern, lernten einmal mehr, wo unsere körperlichen Grenzen sind und wissen nun, woran wir im 2015 arbeiten können. Jetzt in der Trainingspause können wir uns viele Gedanken machen, was wir in Zukunft in sportlicher Hinsicht noch erreichen möchten. Unser grosses Ziel für nächstes Jahr ist aber bereits gesetzt: Der Gigathlon als Single! Weitere kleiner Höhenpunkte werden sicherlich noch dazu stossen. Ihr werdet fortlaufend davon lesen.

Nun lassen wir Bilder sprechen. Eine kleine Präsentation unserer Saison 2014 findet ihr hier:

 

 

Twannbachschlucht

verfasst von Dinu am 6.10.2014

Trainingspause!? Also keinerlei Sport? Naja, Jein, eigentlich schon…..

Es hat sich bei uns so eingebürgert, dass wir im Herbst, nach der Saison, einen Monat nicht trainieren! Wir planen meistens ein paar Ferientage in die trainingsfreie Zeit (in diesem Jahr war wenigstens Tabea ein paar Tage in Marseille) und geniessen die freie Zeit um Leute einzuladen, ins Kino zu gehen, etc.
Aber dass wir nicht still herumsitzen können, ist wohl klar. So starteten wir am vergangenen Wochenende zu einer Wanderung.
Wir starteten unser „Abenteuer“ in Biel, wo wir es mit Autostopp versuchten. Die topmotivierte (es war ihre Idee mit dem Autostopp) begann zu zweifeln, ob uns denn tatsächlich jemand mitnehmen würde, nachdem die ersten DREI Autos nicht angehalten hatten! Es wurde nicht besser, als nach 5 Minuten immer noch kein Auto angehalten hatte, Tabea gab die Hoffnung schon fast auf! Doch nach etwa 7 Minuten hielt ein älterer Herr an und fuhr uns nach Twann. Das tolle Städtchen sah einladend aus, doch wir stiegen die Treppen in Richtung Schlucht hoch. Beim Eingang bezahlt man eine kleine Gebühr und taucht in eine herrliche Schlucht hinein. Entlang eines schönen Bächleins führte uns der Weg stetig aufwärts. Wir trafen auf ein paar Wanderer, die meisten waren aber in der anderen Richtung unterwegs.

Nach der Schlucht gings weiter aufwärts, bis auf den Twannberg. Die meiste Zeit lief Tabea vor mir her – obwohl ich sehr zügig unterwegs war, war sie deutlich schneller.
Auf dem Twannberg gibt’s zwei Trampolins, die man benutzen kann. Zum Glück hatte es nicht viele Leute vor Ort, so dass sich Tabea richtig austoben und Saltos üben konnte.
Danach ging die Wanderung weiter in Richtung Magglingen. Unterwegs gabs Mittagshalt am Waldrand bei Sonnenschein. Klar, dass wir danach nicht das Bähnli zurück nach Biel nahmen sondern hinunter liefen.
Und dann kam endlich der Sprung in den Bielersee, welcher angenehm warm war. Naja, auf jeden Fall nicht extrem kalt (ca. 17 Grad). Nach etwa 5 Minuten schwimmen im See entdeckten wir ein Seil, das an einem Baum angebunden war. Man konnte sich mit dem von einer erhöhten Mauer hinunterschwingen und sich in den See fallen lassen. War das ein Plausch. Naja, mit Fotos schiessen, immer wieder hineinschwingen etc. waren wir eine ganze Weile im Wasser und mussten im Auto auf der Rückfahrt ordentlich heizen.
Sonntags hatten wir Besuch zum Znacht, so blieb nicht viel Zeit für Aktivitäten. Aber die Zeit reichte, um mit dem Alltags-Fahrrad an den Wohlensee (5min) zu fahren und kurz einen Sprung ins Wasser zu wagen.

Ach ja, wir trainieren doch etwas,  trotz trainingsfreier Phase. Aber nichts anstrengendes (dafür Unangenehmes): Wir wollen in diesem Winter bim „Zibeleschwümme“ mitmachen. Darum probieren wir, so oft es geht in kühlem Gewässer zu trainieren – nur schade, ist es momentan immer so war.

Iso-Weekend

verfasst von Dinu am 2. Oktober 2014

Trainingspause bedeutet auch, Zeit zu haben, offene Pendenzen ab zu arbeiten. Bei mir ist noch ein Erlebnisbericht offen:  Am Wochenende vom 6. und 7.9. startete Tabea bekanntlich am Gemmi-Triathlon, besuchte mit Ihrem Bruder das Energy-Air-Konzert und fuhr mit dem Rennvelo am Sonntag nach Sarnen, wo sie mich traf. Ich war bereits am Samstagnachmittag mit dem Auto nach Sarnen gereist, um am „Isostar-Weekend“ teilzunehmen (Ich entschuldige mich jetzt schon für die vielen Markennamen, die ich heute benutzen werde ;-) ). Ich bin ja in diesem Jahr Isostar-Opinionleader und darf z.B. jeweils neue Produkte testen, kann verbilligt/gratis Produkte beziehen und wurde eben zu dem Weekend eingeladen.
Am Samstag, nach dem Begrüssungsapero, gings sportlich los. Man hatte sich für uns Opinionleader (das waren SportlerInnen aus unterschiedlichsten Sportarten) einiges einfallen lassen. In mehreren Gruppen gab es Posten, die man besuchen durfte. Wir bekamen Schwimmunterricht von Lukas Salvisberg, lernten oder repetierten das Lauf-ABC und machten Laufübungen und durften zu einem Rollskikurs mit den Topathleten Toni Livers und Dario Cologna. Naja, die Stöcke waren ungewohnt und übersetzen konnte ich mit den Rollski leider auch nicht... Aber gfägt hets!

Nach dem  Beziehen der Hotelzimmer (und abklären, ob die jeweiligen Zimmernachbarn schnarchen – ich hatte Glück und durfte das Zimmer mit Marcel teilen, der sehr angenehm war!) wurden wir mit „Büslis“ abgeholt. Über eine holprige Piste gings ab in die Höhe – zum Teil an schroffen Abgründen vorbei. Ziel war die Älggialp (die werdet ihr doch wohl kennen!?) – der geografische Mittelpunkt der Schweiz. Hier gab es Fotoshootings mit Dario Cologna und Viktor Röthlin.
Beim Abendessen hatte ich die Ehre, direkt neben Dario essen zu dürfen. Aber auch dieser tolle Abend ging vorbei, und nach einem Schlummertrunk an der Hotelbar (ausnahmsweise kein Isostar)  gings ab ins Bett. Denn am Tag darauf gabs einiges zu tun. Die meisten der Teilnehmenden starteten am Sonntag am Lauf um den Sarnersee – dem Abschiedsrennen von Viktor Röthlin. Ich hatte mich gegen den Start am Lauf entschieden und war als Helfer bei einem Verpflegungsposten eingeteilt. Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie viel Einsatz diese Helfer da leisten, damit die „Becherli“ mit Getränken bereit stehen. Ich hatte das Gefühl, wir kamen mehr ins Schwitzen als all die Läufer. Es war aber auch eindrücklich zu sehen, wie rücksichtslos einige Läufer vorgehen (umschütten von haufenweise Bechern, um ja keine Sekunde zu verlieren, den Kopf in eine Becken stecken, das eigentlich mit Trinkwasser gefüllt wäre,….).
Alles in allem war es eine lehrreiche Erfahrung, das Geschehen einmal von dieser Seite aus zu sehen. Und da neben mir als freiwillige Helfer der lokale Damenturnverein eingeteilt war, durfte ich die ganze Zeit nur mit Frauen verbringen (die Helene Fischers „Atemlos“ lautstark in der Endlosschlaufe abspielten).
Nach meinem Helfereinsatz stand die grosse Abschiedsfeier für Viktor auf dem Programm, der seine Laufschuhe wortwörtlich an den Nagel hängte. Zu dieser Feier kam auch Tabea vorbei. Zuvor musste ich aber noch kurz in den Sarnersee – es hatte mich mehr als ein Läufer mit Isostar geduscht……

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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