Die Weihnachtsgeschichte à la Tab-Di

Es ging auch etwas der Aare entlang
Es ging auch etwas der Aare entlang

Verfasst von Dinu

Es gab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus aus ging, dass alle Welt gezählt werden sollte(Dasch im Fau dr originali Start vor Wiehnachtsgschicht, faus Di frogsch, werum mer so gschwulle schribe). So beschlossen Tabea und ich, dabei zu helfen und zählten Kilometer, Höhenmeter, Herzschläge und verbrannte Kalorien. Wir schwangen uns also am 24.12. auf unsere Bikes und zogen los, Richtung Süden. In der Gegend von Muri erblickten wir einen Stern, allerdings in der anderen Richtung, und folgten nun dem Stern. Es war offensichtlich, der Stern strahlte über Bern-Bethlehem. Vor uns lag aber noch der Gurten, welchen wir in Angriff nahmen. Unsere Beine schmerzten und WEIHRAUCHten bei einer Steigung um die 30%. Tabea schaute zwischendurch auch etwas MYRRHEisch, denn langsam waren wir hungrig und durstig von der beschwerlichen Reise. Wir schauten uns um, klopften an Häusern und fragten um Einlass. Wir hatten Glück und bekamen einen Platz im Gurtenrestaurant, das zwar offen aber recht verlassen da lag. Hier glänzten unsere Augen GOLDig, als wir uns ein Stück „Torta della Nonna“ (natürlich einer jungfräulichen Nonna Namens Maria) genehmigten. Wir liessen unsere mitgenommenen Schätze auf dem Gurten zurück und fuhren heimwärts. Nach einer rutschigen und matschigen Abfahrt waren wir bald zu Hause, wo wir unsere Stahlesel säuberten und dann in den Stall zu den Ochsen stellten.
Ihr seht, auch beim Sport kann man ganz besinnliches erleben.

Wir wünschen Euch allen schöne Weihnachten!!

Silvesterlauf 2012

Verfasst von Dinu am 16.12.

Am Sonntag fand in Zürich wieder der Silvesterlauf statt. Wie bereits in den letzten Jahren starteten Tabea und ich zuerst in der Kategorie „Sie&Er“, in welcher insgesamt 5 Runden absolviert werden müssen. Tabea absolvierte 2 Einsätze, während ich 3mal zum Einsatz kam. Wir konnten unsere Bestzeit vom letzten Jahr nochmals um 30 Sekunden unterbieten und liefen zum ersten Mal einen Schnitt von weniger als 4 Minuten pro Kilometer (wenn auch nur knapp). Das ist für uns ein tolles Resultat!
Auf der Rangliste stehen dann bei allen „Sie&Er“ Rangierten die Namen beider Läufer/innen, bei uns steht aber nur Tabea. Ich bin mir aber sicher, dass sie die 5 Runden nicht alleine absolviert hat :-)

Die knapp 2 Stunden Pause bis zum nächsten Start nutzten wir, um uns etwas zu verpflegen. Ich genoss das teuerste Himbeertörtchen, das ich je in meinem Leben gegessen habe und hoffte, dass es dafür um so stärker wirken würde. Ein Besuch mit Hunger im Sprüngli am Paradeplatz kann ordentlich ins Geld gehen, zum Glück hatten wir noch einen 2. Wettkampf und assen nur etwas Kleines.

Beim zweiten Einsatz mussten 4 etwas längere Runden absolviert werden (insgesamt 8.6km). Die Startblöcke waren nach der angegebenen Zielzeit eingeteilt worden, unser hiess „40-48 Minuten“. Da wir eine Zeit um 42 Minuten anzielten, standen wir im vordersten Teil des Startblockes ein.

Auch hier wurde ein hohes Tempo von Anfang an angeschlagen. Wir schlugen auch ein rechtes Tempo an, bei den Anstiegen nahmen wir das Tempo etwas zurück um bald darauf wieder zu steigern. Wie jedes Jahr absolvierten wir den Lauf zusammen, einmal war ich etwas am Kämpfen, dann war wieder Tabea mehr am Anschlag. Es war auf jeden Fall ein harter Lauf (wie immer, wenn wir an so kurzen Anlässen starten).
Auf der Zielgeraden hatten wir noch Energie für einen langen Endspurt, um dann erschöpft zu finishen. Nach dem Blick auf die gelaufene Zeit sagte eine enttäuschte Tabea: "Werum se die aui immer e sooo schnäu??" Ich verstand die Frage nicht ganz, da wir über 2 Minuten schneller als vor einem Jahr und fast 5 Minuten schneller als vor 2 Jahren waren (dank dem teuren Himbeertörtchen?). Am Abend zu Hause, nach einem Blick auf die Rangliste, waren die Zahlen noch Eindrücklicher. Bei den Frauen belegte Tabea Rang 227 von 2817 gestarteten Frauen – im ersten 12tel. Und bei den Männern hat sie mehr als 2/3 aller Gestarteten hinter sich gelassen, die gesteckten Ziele scheinen aber noch höher zu liegen......

Wie im letzten Jahr wollten wir nach dem Lauf wieder ein erfrischendes Bad nehmen. In der Nähe der Garderobe und Dusche hat es einen Bach (Schanzengraben) mit erfrischendem (oder saukaltem?) Wasser. Einen kurzen Sprung hinein und dann einen Spurt unter die warme Dusche.

 

Das war nun für eine Weile der letzte Wettkampf (aber keine Angst, es gibt trotzdem genügend zu berichten :-)). Dass wir aber bereits wieder schneller sind, als vor einem Jahr, stimmt uns sehr optimistisch. Wurde doch Tabea vor bald einem Jahr zuerst durch einen Ermüdungsbruch und bald darauf durch den Handgelenksbruch gebremst. Wenn sie nun durchtrainieren kann, gibt das sicher eine tolle Saison im 2013!

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Langlaufen vor der Haustüre

Verfasst am 10.12. von Dinu

Langlaufen mit Blick auf das Mittelland, Jura, die Alpen und den Bantiger – das fägt aber. Dank einem Insidertipp erfuhren wir, dass in Münchenbuchsee, wenn genügend Schnee liegt, eine Langlaufloipe präpariert wird. Und so genossen wir am Sonntag zuerst den Schnee unter den Langlaufskien, bevor wir noch eine Stunde durch den verschneiten Wald joggten. Einfach herrlich.........

Chlouse - Apéro für die Firma Recy in Worb

verfasst am 7.12.2012 von Tabea

 

Am Chlousetag durften wir im Recy in Worb ein Apéro erstellen. Mein Onkel (arbeitet im Recy) hatte uns am Geburtstagsfest meines Vaters anfragte, ob wir nicht Lust hätten, ein Apéro für 50 Personen zu machen, da ihm unsere Gebäcke so gut gefallen haben. Natürlich sagten wir sofort zu.

Diese Woche wars dann soweit und wir fingen an mit Einkaufen und Vorbereiten. Die ersten Sachen entstanden bereits am Montag Abend. Den grössten Teil erledigten wir an unserem freien Tag (Mittwoch), wobei der Sport nicht fehlen durfe. 1.5h waren wir noch auf dem Bike und am Abend luden wir meinen Bruder und Freundin und einen Kollegen zu uns nach Hause ein, um zusammen Grittibänze zu essen. Somit war unser ganzer Tag ausgefüllt, mit Sport treiben, Essen vorbereiten und abwaschen. Am Donnerstagmorgen war Dinu bereits um 6 Uhr in der Küche und Tabea ging um 5:30h ins Frühschwimmen. Nach der Arbeit (ab 14 Uhr) hiess es: Endspurt: Alle Gebäcke mussten gebacken werden. Und das waren nicht gerade wenige. Pünktlich um 17h stand dann aber das Apéro in Worb.

Wir erhielten positive Rückmeldungen und hatten Freude daran!

Bilder vom Apéro findet Ihr dieses Mal unter der Rubrik: Kochen und Essen.

Weihnachtsmarkt Einsiedeln

Kloster insiedelnVerfasst am 3.12.

Das letzte Wochenende war ein erholsames. Nach der intensiven ersten Wochenhälfte in Davos und 2 "normalen" Arbeitstagen gings am Freitag, mit Dinus Eltern, ab nach Einsiedeln. Dort wurde gut gegessen, wunderbar übernachtet (im Ferienhof am See, wir waren bereits zum 3. Mal dort), das Kloster besichtigt, eingekauft, degustiert, spaziert, die Winterlandschaft (genügend Schnee) betrachtet und einfach die Stimmung am Weihnachtsmarkt genossen. Die Fotos sind nun auch online, inkl. Kommentare. Um diese sehen zu können, einfach die Fotos anklicken.

Blick Langlaufwoche in Davos

Verfasst am 28.11. von Dinu

Vor einem Jahr waren wir zum ersten Mal an einem Blick-Langlaufplausch dabei. Damals entschuldigte sich einer der Organisatoren und erzählte, dass es in der über 30ig-jährigen Geschichte des Langlaufplausches noch nie vorgekommen sei, dass es so wenig Schnee gegeben habe, dass man nur eine kurze Loipe für den Unterricht habe präparieren können. Und so schrieben wir damals auf unserer Homepage: „Wir sind überzeugt: Wir kommen wieder! Hoffentlich dann mit Schnee“.
So meldeten wir uns auch in diesem Jahr wieder an. In der Woche vorher kam dann die Ernüchterung, als dieselbe Nachricht wie im Jahr zuvor in die Mailbox flatterte: Bitte Laufkleidung und Badesachen mitnehmen, der Schnee ist knapp......Uf em Wäg in Richtung Flüela - Sunnschiin aber ke Schne
Im Vorjahr fanden wir, als wir in Davos waren, dass wir doch besser die Bikes mitgenommen hätten. Daraus hatten wir gelernt.....
Am Samstag, direkt nach dem Schwimmtraining, starteten wir dann nach Davos. Dort wurde uns erklärt, dass nun eine doppelt so lange Loipe im Dorf präpariert sei – 1600m statt 800m. Am ersten Tag sei aber ein Alternativprogramm am Morgen angeboten (Walking oder Wandern), am Nachmittag gäbe es aber schon Unterricht.
So gings dann die ganze Woche: Am Morgen waren Tabea und ich entweder auf dem Bike (eine tolle Tour zum Flüelapass, inkl. einer Singeltrailabfahrt und eine Tour ins Sertigtal) oder den Laufschuhen (mit einem weiteren Pärchen, 2 Touren um je 16km mit einigen Höhenmetern) unterwegs, am Nachmittag gabs jeweils 1-2 Stunden Langlaufunterricht. Davon konnten wir einiges profitieren – ob wir das Erlernte beim nächsten Mal noch können, sei dahingestellt:-).
Selbstverständlich genossen wir unseren Aufenthalt auch richtig. Wir besuchten das Schwimmbad (am Abreisetag waren unsere Arme zu müde zum schwimmen) und einen Hokeymatch, genossen das tolle Essen in unserem Hotel und waren an der Party im Bolgen-Plaza.
Also wiederum ein gelungener Anlass, auch ohne Schnee (den sahen wir dann noch, am Abreisetag.....).

Die Fotos sind natürlich in der Galerie aufgeschaltet.

Langenthaler Stadtlauf und Berlin

Verfasst am 19.11. von Tabea

Der 17.11. hatte 2 Highlights in sich. Einerseits starteten wir am Langenthaler Stadtlauf, anderseits wurden ab 18 Uhr  nochmals online Startplätze für den Berlinmarathon freigegeben. Das Ganze hatte aber ein grosses Problem. Zu dieser Zeit waren wir nämlich am Runden rennen in Langenthal. Deshalb beauftragten wir 3 Kollegen, welche für uns am Compi sassen und eifrig versuchten, Startplätze für uns zu erhaschen. Wie das ausging, erfahrt ihr weiter unten. Nun zum Lauf:

Zum 2. Mal in unserer Lauf-Karriere ;-) starteten wir an diesem Lauf. Wiederum hatte es keinen Schnee und es war in etwas gleich warm wie letztes Jahr. Der einzige Unterschied machte unsere Laufkollegen aus. Denn dieses Mal war unser Laufgruppenleiter und Frau und deren Schwiegersohn und mein Bruder mit seiner Freundin dabei. Toll war, dass alle von uns in einem anderem Startfenster starteten, da einige nur 5km rennen wollten, andere 6.25km und wieder andere 7.5km. Somit konnte man die Rennenden gut anfeuern und dass mehrere Runden gemacht werden mussten, kam uns als Zuschauer auch entgegen. Um 17h startete mein Bruder, Laufgruppenleiter und Schwiegersohn. In der ersten Runde war noch mein Bruder vorne (der hat das Schnellstarten wie ich auch im Blut) doch ab der 2. Runde war er dann nicht mehr an der Front. Trotzdem legte er eine beachtliche Zeit hin, wenn man bedenkt, dass er im Vorfeld, wie immer, kaum trainiert hatte. Auch den anderen beiden gings sehr gut. Um 17.30h war dann mein Start (30min vor dem Anmelde-öffnung des Berlinmarathon). Auch ich startete schnell,obwohl ich mir vorgenommen habe, langsamer zu starten. Ich konnte die Runden mehrheitlich gleichmässig über die Runden bringen, wenn auch Pulsmässig voll am Anschlag. Aber auf 6.25km hält man das noch gerade durch. 2min vor 18Uhr oder vor dem Öffnen des Anmeldepools war ich fix und foxi im Ziel. Und dennoch glücklich trotz 1.5h Schwimmtraining am Morgen und Muskelkater (vom Krafttraining am Vortag) in den Oberschenkel einen Kilometerschnitt von 4:33 hingelegt zu haben.

Viel Zeit zum Erholen hatte ich leider nicht. Dinu startete 10min später und ich wollte ihm noch viel Glück wünschen. Punkt 18.10 startete er in seine 6 Runden. Als er in der erschten Runde bei mir vorbei rannte, sagte er nur: Berlin? Ich merkte gerade, dass ich da was ganz Wichtiges vergessen hatte..... und schaute sofort auf mein Phone. Natürlich waren da schon ein paar SMS drauf vom einen Kollege, der mich bereits anmelden konnte. Danach stürzte aber die Seite zusammen, da sich zuviele Leute gleichzeitig für den Marathon anmelden wollten. Also schrieb ich den anderen beiden Kollegen, dass sie mich nicht mehr anmelden sollten sonder nur noch Dinu. Und so kam es, dass Dinu von 2 Kollegen gleichzeitig angemeldet wurde:-). In der nächsten Runde konnte ich Dinu die froher Botschaft verkünden und durch das erhielt er einen riesen Schub und konnte sein Tempo durchhalten und gegen Schluss noch steigern. Auch er war glücklich über seinen Kilometerschnitt von 4:22. Erstaunt über diese Zeiten bin ich aber schon etwas. Denn in den letzten Wochen haben wir nur Grundlagenausdauer gemacht, d.h. sehr langsame Einheiten mit tiefem Puls. Ich hatte stark das Gefühl, dass ich im Moment nicht schneller Rennen könnte, aber dieser Lauf zeigte zum Glück das Gegenteil und sagt mir auch einmal mehr wieder: Auf das Gefühl kann man sich nicht immer verlassen.

Nach dem Lauf gings noch in die Sonne. Leider war die Sonne ein Restaurant und nicht wirklich heiss und glühend:-). Trotzdem war das Essen im Restaurant super und das Austauschen mit unseren Kollegen genial.

Und zum Schluss: Wir sind sehr happy können wir den Doppelstart in Berlin nächstes Jahr dennoch wagen. Die Flüge sind bereits gebucht:-)

Gurtenclassic

Verfasst am 5. November von Dinu

Der aller erste Bericht, den wir hier auf unserer Homepage veröffentlicht hatten, war über die Gurtenclassic (in unserem Archiv ganz zuunterst zu finden). Und nun folgt zum zweiten Mal ein Bericht über diesen Anlass in unserer Nähe. Vor einem Jahr schrieb Tabea, dass sie es genoss, noch unter der warmen Bettdecke zu liegen, während Dinu am Bikerennen startete, bevor Tabea dann auch nach Wabern reiste, damit wir gemeinsam noch den Lauf über 15km absolvieren konnten. In diesem Jahr hats Tabea aber nun auch gereizt und stand früh auf. Allerdings hatte Sie etwas Mühe am Morgen früh. Denn als wir in Wabern ankamen, merkte Tabea, dass ihr Helm noch zu Hause (unter der warmen Bettdecke?) lag. Mit einem Ersatzhelm (von Andrea Huser, der Gigathlongewinnerin dieses Jahres) standen wir, zusammen mit einem weiteren Päärchen (Cornelia und Stefan), das sich für den Doppelstart angemeldet hatte, an der Startlinie. Nochem Bike

Nach unserer Trainingspause hatten wir vorwiegend Trainings mit tiefem Puls (selten über 140) absolviert, so waren die hohen Tempis etwas ungewohnt. Wir fanden aber beide bald unseren Rhythmus und fuhren all die Anstiege hoch und die Abfahrten wieder runter. Ich hatte das Rennen ja bereits einmal absolviert, darum nutzte ich den „Heimvorteil“ und war etwas vor Tabea im Ziel. Zwar etwas langsamer als im letzten Jahr, aber damals hatte ich mich auf das Rennen vorbereitet, in diesem Jahr wars nun mehr ein Trainings- oder Testlauf. Darum waren wir beide zufrieden mit dem Rennen, obwohl die Anstiege recht anstrengend waren.

Nun fuhren wir zu viert wieder nach unten. Durch ein Missverständnis landeten wir auf der berüchtigten „Downhillstrecke“ – die Vorderste dachte: Eigentlich würde ich ja lieber aussen rum fahren, aber den anderen zuliebe fahre ich nun den Downhill“ während die anderen dachten: „Eigentlich wollten wir ja aussen rum, aber wenn sie will, fahren wir halt den Downhill“. Die meiste Zeit war die Strecke aber fahrbar, erst auf den letzten paar Metern gabs 2 kleine Stürze. Dinus Knie schmerzt heute noch und Cornelia hat sich die ganze Seite „angetätscht“ – Gute Besserung an dieser Stelle.
Viel Zeit, um uns darüber zu ärgern, hatten wir aber nicht. Das Bike rasch abspritzen, im Auto deponieren, uns umziehen, Gepäckaufgabe, Toilettenbesuch und rechtzeitig am Start stehen, musste innert kürzester Zeit abgewickelt werden.

Nach dem Startschuss begann ich das Rennen eher gemächlich. Ich startete langsam und verlor Tabea und Stefan bald aus den Augen. Mit der Zeit begann ich, das Tempo langsam zu steigern, und kurz nach dem 4. Kilometer holte ich die beiden wieder ein. Ab da mochte ich mit Tabea, die mit ungewohnt hohen Pulswerten (Beim Bikerennen Durchschnittspuls von 193, beim lauf einen Durchschnittspuls von 198 – also während fast 3 Stunden einen Puls von über 190)zu kämpfen hatte, mithalten. Sie fand zwar, mit so hohen Pulswerten sei das Rennen eh schon gelaufen und lief recht unregelmässig.

Dass wir schlussendlich aber nur etwas mehr als 5 Minuten langsamer waren, wie vor einem Jahr, freut uns dann aber doch. Trotz weniger spezifischer Vorbereitung und Tabeas erstmaligem Doppelstart nur 5 Minuten langsamer zu sein, erachten wir als gutes Resultat, der Fahrplan für den Gigathlon 2013 stimmt also.
Beim abschliessenden Zvieri im Restaurant auf dem Gurten waren dann auch die Hauptthemen der Wettkampf selber und der Gigathlon.

Der erste Saisonhöhepunkt

verfasst von Dinu am 22. Oktober 2012

 

Der erste Saisonhöhepunkt? "Geits no" werden nun wohl einige von Euch denken? "Jetzt hatten doch die beiden 4 Wochen Trainingspause, haben erst kürzlich das Training wieder begonnen und nun haben sie bereits den ersten Saisonhöhepunkt hinter sich?".

Aber wir können Euch versichern: Wir waren perfekt vorbereitet, hatten alles getan, was wir konnten, um diesen Event reibungslos über die Bühne zu bringe. Und wie immer: Es muss doch etwas verrücktes sein, damit wir überhaupt an den Start gehen :-)

Aber schön der Reihe nach. Letzten Samstag feierten wir den 60. Geburtstag von Tabea‘s Vater. Der eigentliche Geburtstag war zwar 1,5 Wochen früher, die Party stieg aber eben erst jetzt. Tabea und ich hatten uns darum gerissen, für die Verpflegung der über 30 Gäste zu sorgen. So waren wir dann am Mittwoch (unserem freien Tag, bei prächtigem Sportwetter) auf Grosseinkauf und haben bereits erste Speisen vorbereitet, welche wir einfrieren konnten. Am Donnerstag und Freitag standen wir jeweils etwas früher wie gewohnt auf, haben weiter vorbereitet und nach der Arbeit (nach besonders frühem Feierabend) gings jeweils weiter.
Am Samstag fand dann der Endspurt (vom Morgen um 7:00 bis kurz vor 16:00) statt, bevor wir um 16:00 im „Freizeithaus Lindenweidli“ in Ittigen mit dem Apéro starteten: Quittenbowle, Lachs-Meerrettichroulade, Speck- und Käsezopf, Rohschinkengebäck, Schinkengipfeli, Blätteteig-Gemüsekissen, Tomatenmozarellagebäck, Gemüsedipps, Crevettencoktail, Knoblibrot, Bruschetta und noch viel mehr – alles selbstgemacht.
Als es langsam kälter wurde, gings im Haus weiter: Nach einer spannenden Diashow gabs Salatbuffet – über 10 verschiedene Sorten, neben den „gewöhnlichen“ auch ungewohntere (Rotkrautsalat, Asiasalat mit Sprossen, Mexican), gefolgt von einer Kürbissuppe (das Schneiden des Monsterkürbisses war ein ordentliches Krafttraining) mit Amaretto-Sultaninen.
Der Hauptgang machte uns am meisten Kummer, Filet im Teig, möglichst zart und heiss, für 30 Personen gleichzeitig in einer ungewohnten Küche. Dazu gabs eine Pilzsauce, Erbsen, Rüebli (Wir haben etwa 6kg Rüebli geschält letzte Woche) und Teigwaren.
Das „Auslaufen“ war dann das Dessertbuffet, schliesslich hatten wir alles gut vorbereitet: Zuger Kirschtorte, diverse Muffins, Brownies mit weisser Schokolade, Mandelköpfpchen, Maronitorte, „Brönnti Creme“, weisses Schoggimousse, Quittensalat, eine Schwarzwäldertorte und Mandelgipfeli. Nach dem Abwaschen (Danke an alle fleissigen Helfer) erreichten wir gegen 1:00 am Morgen das Tagesziel – unser Bett.
Da Tabeas Bruder genau an dem Tag Geburtstag hatte, an dem wir den Geburtstag seines Vaters feierten, mussten wir natürlich sein Fest auch noch irgendwann feiern. Da gabs natürlich keine bessere Idee als am Sonntag gleich das nächste Fest zu organisieren, optimalerweise, ohne, dass er selber es erfährt :-) Seine Freundin organisierte alles im Geheimen und so waren am Sonntag kurz nach 12:00 wieder fast 30 Leute versammelt, um den Überraschungsgast an seiner Party willkommen zu heissen. Natürlich starteten wir wieder mit Apero, dieses Mal mit etwas Unterstützung. Danach gings bereits weiter mit Fleisch vom Grill (Danke an den Grillmeister) und diversen Salaten (selbstverständlich nicht nur die Gleichen wie am Vortag, etwas Abwechslung muss sein, z.B. mit einem Kürbissalat). Auch am Dessertbuffet hatten wir einige Erneuerungen vorgenommen (die Schwarzwälder dieses Mal in Herzform, eine fruchtige Birnentorte mit Maroni).

Wirklich 2 gelungene Feste, an denen wir unseren Beitrag leisten durften, merci, es het gfägt!
Nach dem Abwaschen, reinigen der Mietküche und dem Aufräumen war die ganze Familie Zimmermann plus die weiteren Helfer ziemlich erschöpft. So gingen wir zurück nach Hause, um da noch etwas für Ordnung zu sorgen. Und nun hatten wir endlich Zeit, das schöne Wetter doch noch etwas zu geniessen und starteten zu einer anderthalbstündigen Joggingtour.

Das tolle ist, wir wurden bereits von 2 Verwandten angefragt, ob wir auch einmal ein Apero oder ein ganzes Menu für ein Fest zubereiten möchten. Da uns dies sehr gefallen hat, werden wir sicher zusagen. Wir sind also immer zu haben, für Feste die Küche zu schmeissen. Aber ein professionelles Catering zu eröffnen, wie uns viele vorgeschlagen haben, das wäre dann doch zu viel. Aus Plausch, für Bekannte, Verwandte und Kollegen: immer gerne, aber jedes Wochenende das professionell zu betreiben – Nein Danke, da sind wir zu oft auf Achse :-)

Weitere Fotos sind in der Galerie zu sehen.

Jungfrau Marathon 2012

Verfasst von Tabea am 10.9.2012

Punkt 9:00 fiel der Startschuss. Und die ersten 10 Kilometer, welche vor allem durch Interlaken führten, hatten wir bereits in 52min, also deutlich schneller wie geplant. Andrea und ich gaben vor allem das Tempo an. Dinu wäre ändläch geits ufä!wahrscheinlich langsamer gestartet. Aber er hielt auch mit. Nach km 18 merkte ich bereits, dass ich schon einiges in den Beinen hatte und sie langsam schwerer wurden. Ab km 21 hatte ich die erste kleinere Krise. Meine hinteren Oberschenkel schmerzten unheimlich. Ich konnte mir nicht vorstellen, so noch weitere 21km zu laufen. Zum Glück gings ab km 25-30 aufwärts. Ich freute mich richtig darauf. Die Steigung war nie sehr steil und meistens waren es breite Kies- oder auch Teerwege. Kein Vergleich zum Sierre-Zinallauf, welchen ich vor einem Monat gemacht habe. Das hier war wirklich eher ein Spaziergang aufwärts - natürlich nicht zu unterschätzen, denn man hatte ja bereits 25, eher flache, Kilometer in den Beinen.
Mit jedem Schritt kam das Ziel näher, das motivierte einem sehr und lies einem fast die Schmerzen vergessen - leider nur fast. Ab km 34 hielt ich bei jedem Massagestand (von denen hatte es ca. alle 2-4km einen) an und verlangte kühlenden Spray für meine hinteren Oberschenkel. Spray in Kombination mit ein paar Bananen liessen meine Schmerzen für einen weiteren Kilometer schwinden. Ob es nur im Kopf war, oder nicht, sei dahin gestellt. Jedenfalls hatte ich ab km 35 wieder einen Schub mit Energie und konnte etwas schneller Laufen. Dinu hielt leider nicht mehr mit. Oft, wenn es wieder hinauf ging, musste ich gehen und Dinu holte mich wieder ein. Dieses Mal aber nicht mehr, denn ich konnte auch aufwärts rennen. Die letzten Kilometer über die Moräne war der absolute Wahn! Diese Aussicht auf Eiger, Mönch und co......
 Schade war, dass es eine Massenwanderung war und man nicht überholen konnte, obwohl ich etwas schneller hätte gehen können. Aber ein Überholen machte keinen Sinn, denn man hatte ja bereits wieder den nächsten vor der Nase. Der letzte Kilometer ging dann abwärts. Meine Beine schmerzten stark. Jeder Schritt war brutal. Im Wissen, dass es nur noch 1 Kilometer ging, biss ich noch ein letztes Mal auf die Zähne. Total überglücklich kam ich im Ziel an. Ein echt absolutes Highlight! Ich hatte es geschafft, obwohl ich im Vorfeld so oft daran gezweifelt hatte. Dinu war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Ziel. So wartete ich vor dem Zielbogen auf ihn. Einige Minuten später kam er mir gehend entgegen und ich lief mit ihm nochmals ins Ziel. Auch er schien glücklich aber ziemlich kaputt zu sein. Als er ein gratis Bier in die Hände bekam, war er noch glücklicher:-)
Danach gings unter die Dusche und wir liessen den Nachmittag noch auf der Scheidegg ausklingen, bevors dann auf die 3h Heimfahrt ging mit anschliessendem Pastaessen in Bern.
Am Sonntag gingen wir dann getrennte Wege. Dinu hatte eine Klassenzusammenkunft im Wallis und musste bereits früh Morgens das Haus verlassen. Ich schlief aus und machte danach noch eine knapp 2stündige Rennveloausfahrt. Aber jetzt heisst es definitiv - regenerieren - und das heisst bei uns, 3 - 4 Wochen Sportpause. Jetzt haben wir mal Zeit für alles Andere, was sonst zu kurz kommt.

Jungfraumaraton Teil 2

Verfasst von Dinu am 16.9. 

Der Jungfrau Marathon war eines unserer Hauptziele der Saison 2012.
Ich gebe zu, etwas Sorgen machte mir der Lauf zuvor ja schon. Marathons hatte ich ja schon drei beendet, einen mit über 1800 Höhenmetern aber noch nicht. Zumal mir das Bergauflaufen weniger liegt wie unserem Bergfloh Tabea.
Am Start hatte ich auch ein etwas trauriges Gefühl, schliesslich war der Jungfrau-Marathon der letzte Wettkampf vor unserer Trainingspause (aber keine Angst, während der Pause haben wir ja genügend Zeit, Texte für die Homepage zu schreiben). Schon wieder Ende der Saison, Wahnsinn, wie die Zeit vergeht…..
Der Lauf startete etwa so, wie erwartet. Tabea lief deutlich schneller los, wie sie sich zuvor vorgenommen hatte. Ich hatte aber keine grosse Mühe, mit zu halten. Als die Strecke nach 10km zu steigen anfing, zogen Tabea und Andrea davon, ich lief mein eigenes Tempo. Ab Kilometer 16 plagten mich Schmerzen in der Leistengegend und im Knie, die sich immer verstärkten, wenn die Strecke abwärts verlief. Ich machte eine Dehnungspause, die Schmerzen liessen aber nicht nach. Ich lief weiter, spielte aber mit dem Gedanken, aufzuhören, falls die Schmerzen nicht nachlassen würden. Kilometer 20 bis 26 waren flach, meine Schmerzen liessen nach (doch noch dank dem Dehnen?) und ab km 26 gings steil bergauf. Richtig steil liegt mir besser als nur leicht bergauf und so holte ich die beiden Frauen wieder auf. Ab hier liefen wir länger gemeinsam, auch bei den flacheren Teilen konnte ich gut mithalten.
Ab km 35 wurde es wechselhaft: 300m bergauf, 300m flach,…… Bergauf gingen Tabea und ich jeweils, wenn es flach wurde, begann ich, wieder zu joggen, Tabea musste ich nun 2-3mal motivieren: „Chum, probier z jogge“. Fehler – sie lief mir dann jedes Mal davon, ich konnte noch durchgehend joggen, aber nicht mehr so schnell wie sie. Irgendwann verlor ich Tabea und beschloss, eine Pinkelpause einzulegen.
Danach gings wieder besser, bis ca. zu km 39. Hier kam man auf einen engen, steilen Bergweg. Er war leider zu eng, um überholen zu können – schade, denn ich hätte gut noch etwas zulegen können. Etwa 2,5 km vor dem Ziel hatte ich plötzlich eine kleine Krise. Ich beschloss, kurz abzusitzen, die Aussicht zu geniessen und etwas zu essen. Schon wieder ein Fehler – beim Absitzen entspannte sich die Muskulatur und zog sich etwas zusammen, danach verkrampften sich meine Oberschenkel derart, dass ich bei jedem Schritt Schmerzen verspürte. So konnte ich auf den letzten 1,5km (abwärts!!!) nur noch langsam gehen, während alle um mich rum dem Ziel entgegen flogen. Ich erreichte aber auch so das Ziel, genoss den Zieleinlauf und vor allem den hervorragenden Service: Da stand doch tatsächlich eine Zapfstation im Ziel, wo jedem Läufer ein gratis Rugenbräu ausgeschenkt wurde!!
Der Jungfraumarathon ist ein toller Lauf durch schöne Landschaften, Dörfer und mit einem einmaligen Ausblick. Wir erholten uns beide tatsächlich sehr schnell von den Strapazen – am Sonntag war Tabea schon wieder auf dem Rennvelo und ich nochmals in den Bergen unterwegs. Nach einem flachen Marathon konnten wir jeweils etwa 4 Tage kaum mehr laufen! Man hat deutlich weniger Schläge wenns bergauf geht und hat darum VIEL weniger Muskelkater.

S2 Challenge 2012

verfasst von Dinu am 27.8.12

Der da, ja genau, der da auf der rechten Seite, mit dem hatten wir des öfteren zu tun dieses Wochenende.

Am Donnerstag haben wir den „Schweinehund“ selbst gebastelt, am Freitag jemandem verschenkt und am Samstag hat er uns doch noch etwas begleitet. Doch schön der Reihe nach:

Samstagmorgen kurz nach 6 waren wir mit unseren beiden Supportern auf dem Weg nach Langnau, die S2-Challenge stand auf dem Programm.
Der letzte Multisport Event des Jahres. Wir waren sehr gespannt, wie der Anlass den verlaufen würde. Im Jahr zuvor hatte ich Tabea, die mit den anderen Singelfrauen 15 Minuten vor uns gestartet war, bereits auf der Rennvelostrecke eingeholt, auf der Laufstrecke leicht distanziert und dann auf der Bikestrecke abgehängt. Die S2 schien mir also zu liegen. In diesem Jahr hatte ich noch bessere Inlines und ein leichteres Rennvelo, gute Aussichten also. Allerdings hat mich Tabea in diesem Jahr bei den meisten Wettkämpfen deutlich geschlagen, das sprach also gegen mich. Aber keiner war so lang wie die S2 – je länger, desto Dinu?

Tabea hatte Rückenschmerzen seit unserem Krafttraining am Donnerstag, und fragte sich, ob sie die Strecken überhaupt absolvieren könnte.
Das Schwimmen war, zum Glück für mich, zum Nachteil von Tabea, nur 350m im Schwimmbecken. Man startete einzeln. Ich zerriss mir kurz vor dem Start (beim Bücken) den Neopren, schwamm aber dann doch damit. Von Aussen habe man deutlich gesehen, wie ich von Meter zu Meter langsamer wurde und sich meine Wasserlage verändert habe. Ich selber hatte das Gefühl, ich sei schön gleichmässig geschwommen.
Zwischen dem Schwimmen und dem Massenstart auf den Inlines war noch genügend Zeit, so dass wir die Regenräder abmontierten und doch noch auf Trockenräder wechselten, da die Strasse abzutrocknen schien. 15 Minuten nach Tabea konnte dann auch ich auf die 22km lange Inlinestrecke gehen, meiner Lieblingsdisziplin. Es lief mir auch sehr gut und ich konnte meine Kräfte gut einteilen. Nach einem rassigen Wechsel ging’s via Moosegg und viele weitere kurze Anstiege und Abfahrten in Richtung Niederscherli. Ich traute meinen Augen kaum, als ich Tabea wieder in der selben Kurve wie im letzten Jahr einholte. „Zuefäll gets“.
Nach einigen, gemeinsamen Kilometern fuhr ich ihr wieder davon, sie fand dann aber einen anderen Windschatten und holte mich bald darauf wieder ein, so dass wir gemeinsam in die Wechselzone kamen. Da ich dort etwas länger brauchte, ging sie sogar mit Vorsprung auf die Laufstrecke. Ihre Rückenschmerzen schienen ihr, trotz Schmerzmittel, aber stark zu zusetzen, ihr Laufstil sah auf jeden Fall erbärmlich aus. Als ich sie einholte, begannen wir zusammen zu plaudern (auch über den inneren Schweinehund, der uns zwischendurch nur noch gehen und nicht mehr rennen liess), ihre Schmerzen verschwanden mit der Zeit etwas und wir absolvierten die Strecke gemeinsam.
Auf der abschliessenden Bikestrecke ging’s schon Mal zu Beginn steil aufwärts, da war ich etwas vor Tabea unterwegs und sah sie ab dann bis ins Ziel nicht mehr. Ich merkte schon, dass ich nun um die 10 Stunden bereits wach und über 7 Stunden am Sport treiben war – die Kräfte liessen nach. Die Bikestrecke hatte es aber in sich, es galt, über 1000 Höhenmeter auf 44km zu bewältigen. Es war ein stetiges auf und ab, wobei das ab meistens sehr rassig durchging, die Anstiege schier unendlich schienen. Da die Sonne schien, musste ich bei einem Bauernhof sogar einen Zwischenstopp einlegen, um meine Wasserflasche aufzufüllen.
Auf einer der letzten Abfahrten auf einem schlammigen Waldboden rutschte ich sogar kurz aus und landete am Boden, zum Glück aber unverletzt.
Bald darauf war ich überglücklich im Ziel, etwas schneller wie vor einem Jahr, etwas so schnell, wie ich zuvor geplant hatte. Etwa 20 Minuten nach mir erreichte auch Tabea das Ziel und wir stürzten uns unter die eiskalte Dusche – brrrrrr.

Und dann ging’s los, mit unseren Supportern zum Pizzaessen, was für ein Genuss.
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, am Sonntag noch in Thun am Inlinerennen (Swiss Skate Tour) zu starten, der Kollege rechts oben fand aber, ich soll gemütlich zu Hause bleiben (gemütlich?? Fahrräder putzen und ölen, Inlinekugellager wechseln, regeneratives Schwimmen) und mir die Reise nach Thun sparen – Vielleicht dann im nächsten Jahr?

Sierre-Zinal Berglauf 2012

verfasst von Tabea am 14. August 2012 

2200hm Aufstieg, 800hm Abstieg auf 31km - das sind die Eckdaten eines der schönsten Bergläufe der Welt. Er wird auch "Lauf der Fünf Viertausender" genannt (Weisshorn, Obergabelhorn, Zinalrothorn, Matterhorn und Dent Blanche).

 

So befand ich mich letzten Sonntag um 8:00h im Startgelände des Sierre-Zinal Laufes. Eine Stunde zu früh. Ich war schon recht nervös, da ich wusste, dass ein harter Brocken auf mich warten würde. Ich setzte mich an einem schönen Ort hin, um den anderen Läufern beim Aufwärmen zu zuschauen. Mir machte das fast etwas Angst, denn alle sahen top trainiert aus. Richtige Bergläufer. Irgendwie war ich da etwas fehl am Platz. Auch kannte ich niemanden, mit welchem ich ein paar Worte wechseln konnte. Hauptsächlich waren französisch sprechende Personen am Start und da ich kein französisch spreche , versuchte ich auch nicht, mit irgend jemandem in Kontakt zu kommen. Meine Kollegin Daniela war um diese Zeit schon 3h unterwegs. Denn es gab die Kategorie "Tourists", welche ohne Rangierung und mit mehr Zeitkapazität bereits um 5h morgens starten konnten. Nicht wenige nutzen diese Gelegenheit - ca. 1300 Personen. Aber auch bei unserem Start waren 1000 Männer und 300 Frauen am Start, wohlbemerkt ohne Blockstart!!!

Punkt 9:00 fiel der Startschuss und es ging die ersten und auch letzen 1000m auf einer Teerstrasse mit einer angenehmen Steigung hinauf.

Dann bog man in den ersten sehr schmalen Wanderweg ein. 

Obwohl der Wanderweg bereits von Beginn an steil wirkte, war dies nur ein lauer Vorgeschmack auf das, was folgte. Kurz darauf wurde die Strecke enger, und nun gab es tatsächlich einen Stau. Man musste immer wieder ein paar Sekunden warten, ehe man weiterlaufen konnte.

Das war recht mühsam und ich hatte schon etwas Sorge, dass es so ewigs weiter gehen würde. Doch noch etwas einem Kilometer  wurde aus den Staus eine Massenwanderung den Berg hinauf.

Es wurde immer steiler. Und dann noch steiler. Und sogar noch steiler! Zwischendurch stiegen wir auch über Treppenstufen aufwärts, die steiler als in jedem Wohnhaus sind.

Oft war es so steil, dass nur die Fußspitzen den Boden berühren. Von Stein zu Stein, von Wurzel zu Wurzel kämpften wir uns aufwärts. Trail-Schuhe mit gutem Profil waren hier sehr hilfreich. Immer wieder hörte ich Flüche, wenn jemand über eine Wurzel stolperte oder auf losem Erdboden rutschte. Meinen Kilometerschnitte auf den ersten 8 Kilometern waren zw. 15-20min. Für die ersten 10km brauchte ich ca. 2h10min. Das war nicht sehr motivierend, denn 10km waren ja erst einen Drittel der Gesamtstrecke und ich fühlte mich schon zu dieser Zeit ausgelaugt. Auch fingen zu dieser Zeit bereits Bauchkrämpfe an. Zum guten Glück hatte es genügend Bäume und Büsche um mich herum. So konnte ich immer kurz verschwinden. Ab Km 10 gings etwas flacher/coupiert, aber keinesfalles einfacher vorwärts. Die Wege verlangten immer noch höchste Konzentration. Ich konnte nicht oft die Gegend und die 4tausender anschauen, immer schaute ich auf den Weg, damit ich mich nicht auf einer Wurzel oder einem Stein vertrat. Ab Kilometer 20 und ca. 2200 m.ü.M. merkte man gut, dass die Luft viel dünner wurde und das Atem schwerer viel.  Auch hatte ich immer noch mit Bauchkrämpfen zu kämpfen. Das dumme war aber, dass es dort oben keine Büsche und Bäume mehr gSierre-Zinal 2009ab. Ein steiniger Wanderweg führte einem durch kargere Landschaft. So musste ich nach ca. jedem Kilometer, wenn die Krämpfe wieder einsetzten, kurz inne halten und warten, bis sich der Krampf löste und ich wieder etwas normal weiterlaufen konnte. Ich hoffte so sehr, dass bald wieder Wald und Büsche kommen würden, aber ich wusste auch, dass das sicherlich vor km 24 nicht der Fall sein würde. Bis dann befand man sich hoch oben in kargem Gelände. Ich wünschte mir so sehr ein Toi Toi. Aber realistisch war das überhaupt nicht. Bei Kilometer 24 hatte ich den höchsten Punkt des Laufes erreicht. Ab dann gings "nur" noch runter. Das auf den ersten Blick sehr bequeme Streckenprofil täuschte über die Anforderungen, die auch hier manche Abschnitte stellten. Man musste beim Laufen ständig aufpassen, dass man nicht über Steine oder Wurzeln stolperte, ausrutschte, mit einem Fuß umknickte... Ich wurde runter immer und immer wieder überholt. Ich war höchst konzentriert mit meinen Füssen an den richtigen Stellen zu landen. Und endlich, ab km 26 sah ich wieder Bäume. Ich liebte diese Bäume. Denn so konnte ich wieder dahinter verschwinden. Danach gings meinem Bauch blendend. Ich hatte keine Beschwerden mehr. So konnte ich die letzten Kilometer viel besser in Angriff nehmen. Aber einfacher wurde das Terrain nicht. Ich war unendlich froh, hatte ich Trailschuhe. So konnte ich ultrasteile, sandige Hänge (Skipisten)  langsam runter laufen. Langsam heisst: pro Km 7-9min. Meine OberschenkSierre-Zinal 2009el schmerzten unheimlich. Jeder weitere bremsende Schritt war ein Schlag mehr für den Muskel. Von Weitem hörte man bereits den Speaker. Also konnte es nicht mehr weit sein. Aber leider sind unter diesen Bedingungen auch 2km noch sehr lang und schmerzhaft. 800m vor dem Ziel sah ich wieder einen breiten Teerweg, welchen wir passieren durften. Kaum zu glauben, dass es das noch gab. Und unheimlich freute ich mich auch über Dinu und Danä, welche dort am Streckenrand auf mich warteten - ich hätte sie fast übersehen, denn ich war immer noch sehr konzentriert auf meine Beine, schaute weder links und nicht rechts. Und dann kam ich ins Ziel. Völlig entkräftet und mit sehr schmerzenden Beinen, aber dennoch Happy!

 

Jetzt 2 Tage später muss ich schon sagen, dass das eine echte Herausforderung war. Ich bin stolz ohne grosse Krise ins Ziel gekommen zu sein und das trotz meinen immer wiederkehrenden Bauchkrämpfen. Ich fand diesen Lauf einiges härter wie der Glacier 3000 Lauf, welchen ich schon einige Male gemacht habe. Vor allem liegt dies daran, dass der Sierre-Zinal Lauf viel steiler ist und vor allem einen langen, harten Abstieg inklusive hat, welcher so richtig schön und deftig in die Beine geht. Wer das liebt, muss diesen Lauf unbedingt mal gemacht haben:-).

Auch 2 Tage später habe ich immer noch am ganzen Körper Muskelkater - sogar die Arme sind verkatert.

 

Verfasst von Dinu am 6.8.2012

Ein wettkampffreies Wochenende? Genau, so was gibt es auch bei uns ab und zu. Und so nutzten wir das letzte Wochenende zum trainieren. Mitglieder des 3athlon Clubs Bern (wir also auch) konnten am Laufwochenende des STBs im Schwarzwald teilnehmen.

Konkret hiess das: Am Freitag bis 11:00 arbeiten, dann losfahren (inkl. 2x verfahren), das Zimmer auf der Saigerhöhe beziehen und um 14:00 an der Besammlung vor Ort zu sein.

Nach allen wichtigen Infos über das Lager gings gleich los auf eine Joggingtour mit Intervallen rund um den Titisee. Für einige (vorwiegend aus den Reihen der Triathleten) reichte es danach auch noch für einen Sprung in den See.

Danach war etwas freie Zeit vorhanden, welche Tabea und ich am See und in der Touristenstadt (überfüllt mit Touristen, alles sieht aus, wie im Europapark – sogar der riesige Parkplatz vor der Ortschaft) verbrachten.
Nach der grossen Schlacht am Buffet und einem abschliessenden Schlummertrunk gings ab ins Bett.

Der Samstag startete mit Laufschulung, danach kamen Übungen zur Kräftigung der Rumpfstabilität und danach verschwanden alle vor dem TV – der Olympia-Triathlon der Damen wurde verfolgt.
Tabea und ich fuhren wieder an den Titisee, assen dort das Mittagessen, hüpften in den See, bevor es mit einem anstrengenden Teil weiterging: ca. 400m mussten gerannt werden, danach gab es eine Wurfübung und je nach Treffsicherheit mussten danach noch 0-3 Strafrunden absolviert werden. Das immer wechselweise (Staffel) bis jeder 8 Einsätze gehabt hatte! Intervall pur.
Nach einem weiteren Hupf in den Titisee und köstlichem Eis gings wieder ans Abendessen. Vor allem der Apfelstrudel, welcher als Dessert selber vom Buffet geholt werden konnte, sollte dem einen oder anderen noch etwas länger aufliegen. Nach Schlummertrunk und kurzer Nacht standen am Sonntag Morgen das Frühstück, Zimmerräumen, Gruppenfoto und Abfahrt an den Schluchsee auf dem Programm. Hier stand ein Longjogg auf dem Programm, in knappen zwei Stunden liefen wir 18km rund um den See.

Danach etwas Erholung im Hotel-Schwimmbad, Lagerschlussbesprechung und wieder ab nach Titisee.

Bilder vom Schwarzwald findet ihr in unserer Galerie.

Ein sensationeller Megathlon

Verfasst von Tabea am 31. Juli 2012

Regen, Regen, Regen - so lauteten die Prognosen für den bevorstehenden Megathlon. Ich zerbrach mir schon mehrere Tage zuvor darüber den Kopf, wie ich wohl die Inline- und Bikestrecke bei Regen bewältigen würde. Denn in beiden Disziplinen bin ich bei Nässe nicht sonderlich stark. Aber irgendwo hatte ich immer noch Hoffnung, dass der Wetterfrosch vollkommen falsch liegen würde.

 

Sonntagmorgen: Bereits um 5:30 Uhr (1h vor dem Wecktermin) in der Früh konnte ich nicht mehr schlafen. So entschieden wir uns, aufzustehen und uns auf den Weg zum Start zu machen. Natürlich regnete es  bereits.

Punkt 8 Uhr fiel der Startschuss zum Schwimmen. Ich stand fast zuvorderst und konnte dementsprechend gut starten. Das Schwimmen lief mir, vom Gefühl her, sehr gut. Keine Wellen waren vorhanden - eine Woche zuvor waren wir ja an der Murtenseedurchquerung mit extrem vielen Wellen - so war das Schwimmen eine richtige Wohltat. Nach 26min kam ich aus dem Wasser und war sehr enttäuscht über diese Zeit. Gerechnet hätte ich mit 24min oder weniger, aber sicher nicht mit 26min. Deprimiert stieg ich aufs Rad, im Wissen, dass dies wohl ein schlechter Wettkampftag werden würde. Auf dem Rad wurde ich sogleich von vielen schnellen Radfahrern überholt. Irgendwo im Windschatten anhängen war unmöglich. So pedalte ich die ersten 12km alleine vor mich hin. Dann kam der erste (heftige) Anstieg. Immer hatte ich das Gefühl, ich sei sehr langsam unterwegs. Endlich erwischte ich eine Gruppe, welche mein Niveau fuhr, und so kam ich doch noch schneller wie letztes Jahr ins Ziel. Der Regen war glücklicherweise nicht mehr vorhanden und die Strassen trockneten teilweise sogar ab. Perfekt für die Inlinestrecke wo es mir recht gut lief. Sobald die Strassen nass waren, fuhr ich extrem langsam und unsicher, aber bei trockenen Strassen gings sehr gut. Zu dieser Zeit war ich immer mit 2 weiteren Singlefrauen unterwegs. Dies nahm ich nur so nebenbei wahr und war mir auch völlig egal. Als wir dann in die Wechselzone kamen, meinte der Speaker, dass nun die ersten 5 Frauen vom Inlinen zurück gekommen seien und sehr nahe aufeinanderliegen würden. Ich fand das toll, machte mir aber keine Hoffnung, dass ich irgendwie aufs Podest kommen würde. Denn nun stand Biken auf dem Program -nicht meine Paradedisziplin.

Das Biken ging mir gut. Die 2 Singlefrauen begleiteten mich immer noch. Mal war die Eine schneller, mal die Andere. Doch gegen Ende konnte ich nicht mehr mithalten und die beiden fuhren mir davon, Richtung Wechselzone.

Auf der abschliessenden Laufstrecke dachte ich, dass ich nun an fünfter Position liegen würde. Ich startete eher gemächlich. Die Laufstrecke bestand aus 2 Runden. Die erste Runde hatte ich in 22 min absolviert, was mich stutzig machte. Denn für 5km habe ich, unter solchen Bedingungen, nie eine so schnelle Zeit. Nach 6km sah ich eine der Singlefrauen wieder. Das motivierte mich und ich wurde etwas schneller. Auf den letzten 1.5km sah ich plötzlich eine weitere Singlefrau und ich merke, dass ich ihr immer näher kam. Und dann hatte ich sie tatsächlich eingeholt. Sie liess sich das nicht gefallen, wurde einiges schneller und ich versuchte,mein Tempo auch zu erhöhen. Ich hatte keine Ahnung, ob ich diese Pace bis ins Ziel durchziehen könnte, wollte es aber versuchen. Langsam merkte ich, dass sie nicht mehr wirklich mit mochte und abriss. Mich motivierte das umso mehr und beschleunigte nochmals. Pulsbereich: extrem anaerob. Ich wusste aber, dass ich das auch noch auf den letzten 400m weiterziehen konnte. Ich schaute immer wieder nach hinten, ob sie denn wirklich nicht mehr kam. Und sie kam nicht. Langsam freundete ich mich mit dem Gedanken an, einen Podestplatz zu erlange. Konnte das aber nicht glauben. Der Zieleinlauf war herrlich. Der Speaker sagte: Hier kommt die 2. Singlefrau. Ich glaubte ihm nicht, denn ich meinte, ich sei 3. Aber 2.? Das konnte ich fast nicht wahrhaben. Noch nie in meinem Leben war ich bei einem Ausdauerevent auf dem Podest. Und jetzt, plötzlich war ichs, ohne dass ich jemals damit gerechnet hatte. Ich war so was von Happy. Im Ziel erfuhr ich auch, dass die Schwimmstrecke um ca. 200m länger war und die Laufstrecke 1km kürzer. Dies erkärte mir einiges und ich war auch mit dem Schwimmen sehr zufrieden.

 

Die Rangverkündigung war dann sehr speziell und irgendwie auch schön. Ich genoss es sehr, obwohl ich vor der Siegerehrung fast nervöser war wie vor dem Start. Die Freude über diesen tollen Event hält bis heute noch an und ich bin sicher, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Ob Podest oder nicht, ist mir egal. Ich will einfach Spass dabei haben und wenn wieder alles so passt, wie dieses Jahr, dann nehme ich auch wieder einen Podestplatz :-)

 

Stockhornhalbmarathon und Murtenseedurchquerung

Verfasst am 23.7.2012

Im letzten Jahr kam Tabea völlig begeistert vom Stockhornhalbmarathon retour. Trotz Nebel, Regen, Kälte und rutschigen Wegen fand sie den Lauf super. Aber sie wolle ihn schon noch einmal bei gutem Wetter laufen. Und so meldeten wir uns für die diesjährige Ausgabe an.

Das Hoffen auf gutes Wetter war nutzlos und so standen wir am Samstag kurz vor 10:00 hinter der Startlinie im Regen parat. Die ersten Kilometer waren etwas wellig aber auf dem Höhenprofil noch eher flach. Schliesslich liegt das Ziel ja über 2100m.ü.m, da musste noch ordentlich was kommen. Über Asphalt-, Kies- und richtige Wanderwege führte uns der Weg ab Kilometer 7 stetig aufwärts. Tabea legte da ein recht hohes Tempo vor. Da mir dieses Terrain nicht so liegt, konnte Sie mich oft abzuschütteln.Churz vor em Ziel

Unterwegs ging die Strecke auch mehrfach abwärts, das letzte Mal sogar auf rutschigen und doch noch trickreichen Wegen. Kurz nach Kilometer 18 kam der Schlussanstieg, nochmals ein richtig steiler Wanderweg. Zum Glück konnte man im Nebel das Ziel nicht sehen, die Motivation wäre sonst wohl bald verflogen. So gingen wir Schritt für Schritt vorwärts, der Stimme mit dem Mikrofon entgegen, welche man schon lange vor dem Ziel hörte.

Da mir diese sehr steilen Anstiege besser liegen als Tabea, konnte ich auf den letzten Metern wieder zu ihr aufschliessen und wir kamen gemeinsam im Ziel an. Dort wurde einem das Finisher-Shirt, etwas zur Stärkung (wie bereits auf der Strecke - an diesem toll organisierten Lauf waren unzählige Verpflegungsposten) und das Gepäck mit trockener Kleidung gereicht. Abgetrocknet und umgezogen sassen wir kurz darauf eine Stärkung im Gipfelrestaurant (die herrliche Aussicht (min. 2 Meter) und die hohen Preise raubten uns den Atem) und waren glücklich über das erreichte. Schliesslich war Tabea über 20min schneller als vor einem Jahr und auch alle anderen an unserem Tisch waren mit ihren Leistungen zufrieden. Und wir freuten uns auf ein erholsames Wochenende: Abends grillieren, Sonntag ausschlafen und dann vorbreiten auf den Besuch, den wir zum Abendessen eingeladen hatten. Den Sportteil hatten wir ja hinter uns. So dachte ich zumindest, bis jemand am Tisch (sitze NIE mit anderen berglaufenden Multisportlern an den Tisch!!) erzählte, dass am Sonntagmorgen noch die Murtenseedurchquerung stattfinden würde. Für mich tönte das nach Anstrengung und viel Wasser – von dem hatte ich ja am Stockhorn gerade genug bekommen. Tabea war sofort Feuer und Flamme und kaum zu bremsen.

Am nächsten Morgen standen wir, kurz vor halb 10, am Murtensee, bestaunten Fachsimple vorem Schwimmstartdie Wellen, liessen uns die Schwimmstrecke erklären und bereiteten uns vor. Um halb 10 wurde erklärt, dass man erst 10 Minuten vor dem Start entscheiden könne, ob gestartet wird oder nicht. Das hänge vom Wind und den Wellen ab und ob genügend Boote zur Sicherheit anwesend seien. Im Moment seien 10 statt 25 vor Ort. Wenigstens der Speaker war toll. Er erklärte, dass diejenigen, welche mit mehr als 2 Stunden für 3km Schwimmen rechnen würden, bei dem Wetter nicht starten sollen. Und dass sich auch die guten Schwimmer, welche im Normalfall 1h bis 1h 30min für 3km bräuchten, wohl bei diesen Bedingungen auch deutlich mehr Zeit einberechnen müssten. Wow, war das ein Gefühl. In Trainings mit dem 3athlon Club bin ich immer der Langsamste. Mit meiner Schwimmzeit am Gigathlon (3,2km in etwas weniger als 1h 20min) war ich im hinteren Teil der Rangliste. Neben Tabea, die weniger als 50 Minuten für 3km braucht, komme ich mir immer brutal langsam vor. Und nun sagt da tatsächlich einer: „die guten Schwimmer, welche im Normalfall 1h bis 1h 30min für 3km bräuchten....“. Wow!!

Wir zogen nun unsere Neoprens an, gaben das Gepäck auf und erfuhren, dass der Anlass tatsächlich stattfinden würde. Knappe 5 Minuten später erfolgte auch schon der Start und wir schwammen alle unserem Ziel, dem Kirchturm am anderen Ufer des Murtensees entgegen. Die hohen Wellen und die Tatsache, dass die Strecke nur mit 3 Bojen signalisiert war, machte das Ganze etwas schwieriger. Und doch kamen wir alle (wir beide plus unser Begleiter Michael) in zufriedenstellenden Zeiten auf der anderen Seeseite an. Mit dem Kursschiff gings zurück nach Murten, wo wir uns im Gartenrestaurant mit Pommes, Apfelkuchen, Coup Dänemark und/oder einem Panaché unsere leeren Speicher auffüllten und uns auf den Rest des Sonntags freuten.

Bilder vom Wochenende gibt es in unserer Galerie .

Pässefahrt Susten-Furka-Grimsel

Verasst am 19.7.2012

 

Kurzes Intro von Dinu, bevor dann Tabea's Text startet:

 

Vor dem unten beschrieben Ausflug war Tabea recht nervös. Eine Tour mit 3 Passüberquerungen hatten wir beide noch nie absolviert. Am letzten Samstag fuhren wir zwar eine ähnlich lange Strecke, die aber etwa 1200 Höhenmetern weniger aufwies. Da kamen wir bereits recht an die Grenzen, und nun noch eine so viel längere Strecke. Würden wir die schaffen? Was tun, wenn uns am Furka die Kraft ausgeht? Würden 8 Stunden Fahrzeit reichen oder würden wir länger benötign? Mit diesen Fragen plagte sich Tabea herum und machte auch mich etwas nervös. Und nun: Viel Vergnügen bei Tabeas Text:

 

Bei schönstem Wetter konnten wir endlich unsere schon längst geplante 3

Pässefahrt durchführen. Für dieses Tour rechneten wir um die 8h

Fahrzeit, dementsprechend früh starteten wir.

 

Der Sustenpass hat uns von der Steigung her sehr entsprochen, so waren

die Steigungen selten über 10%. Auch landschaftlich war dieser Pass wunderschön. Die Abfahrt nach Wasen war genial, da die Strassen sehr übersichtlich waren und so ein hohes Tempo gefahren werden konnte. Dann kam ein eher ungemütliches Stück - die Schöllenenschlucht. Die ist immer sehr verkehrslastig und man will einfach so schnell wie möglich nach Andermatt kommen. Uns gings zu diesem Zeitpunkt noch sehr gut. Dass wir bereits einen Pass hinter uns hatten, merkte man uns kaum an. Richtung Realp wurde es mühsamer, da wir mit Gegenwind zu kämpfen hatten. Vor uns lag nun der Furkapass mit seinen vielen Serpentinen. Dies schien sehr motivierend, da man schnell an Höhe gewann. Leider gings nach den Serpentinen etwas mühsamer weiter, da es viele lange Geraden und oft auch steile Stücke darin hatte. Das Ziel Passhöhe war aber zum Glück nur noch 4km und 400Höhenmeter entfernt. Auf dem Furkapass genossen wir kurz die Aussicht.

Man sah bereits den letzten Pass, welchen wir erklimmen wollten. Viele Serpentinen führten uns nach Gletsch runter, wo dann auch gerade der Grimselpass begann. Auf uns warteten „nur“ noch 400hm und schon hatten wir das Tagesziel erreicht. Auf dem Grimsel genossen wir noch was Kühles im Restaurant, bevor wir uns dann auf die letzte lange Abfahrt begaben.

Nach ca. 5 von 20km Abfahrt fing plötzlich mein Hinterrad an zu eiern. Der Pneu hatte einen Riss und somit drückte der Schlauch raus. Da ich ein solches Problem noch nie hatte und nicht wusste, ob der Schlauch nun bald platzen würde, fuhr ich nur noch mit 30km/h hinunter. Dies ging noch 2km gut, dann gabs einen riesigen Knall und ich bremste sofort runter. Meine Radtour war somit beendet. Dinu fuhr noch ganz runter und ich kam per Autostopp auch noch nach Innertkirch.

 

Diese 3 Pässetour hat uns sehr gefallen. Wir hatten an diesem Tag beide

viel Kraft und Energie und brachten die 3600hm und 119km erstaunlich gut und schnell hinter uns. Von den zuvor geplanten 8h wurde nichts. Denn wir hatten die Tour nach 6h beendet. Auch die Gegenden waren wunderschön. Jeder Pass ist einzigartig.

Lediglich die vielen Töff- und Autofahrer waren teilweise etwas mühsam.

Fotos von dieser Tour sind wie immer in der  Galerie ersichtlich.

Wochenende im Tessin

Verfasst am 17.7.2012

Am Freitag war frühes Feierabend machen angesagt,  um direkt los zu fahren- ab in den Süden. Am Gotthard hatten wir „Glück“ (45 Minuten Wartezeit) und so konnten wir gut in Ascona in unserem Hotel einchecken bevor wir mit unseren Fahrrädern nach Locarno fuhren. Wir genossen ein leckeres Sandwich/einen leckeren Brezel und kurz darauf standen wir, ohne gross drängeln zu müssen, in der 6. Reihe am Moon and Stars, als Herbert Grönemeyer spielte. Naja, Moon and Stars ist allerdings übertrieben, passender wäre wohl „Gewitterwolken und Regentropfen“, das fast 3stündige Konzert war aber trotzdem der Hammer.

Am Samstag stand dann eine längere Rennvelotour auf dem Programm. Durchs schöne Maggiatal, durch zahlreiche, wunderschöne Tessinerdörfchen, zuerst auf eher flachen, dann auf immer wie steileren Strassen hoch zu einem Stausee (Lago del Naret auf 2310 müM), der knappe 3 km Luftlinie von Airolo entfernt liegt, aber nicht mit Airolo verbunden ist.
Die Aussicht von da oben sei wunderschön - nur lagen die Bergzüge rundum in Nebel. Wenigstens bei uns schien die Sonne ab und zu mal. Das Wetter war ein stetiger Wechsel zwischen Sonne und Wolken, aber immer trocken. Optimal für uns, denn dank dem waren die Strassen im unteren Maggaital nur wenig befahren – niemand wollte in die Maggia baden gehen.

Auf der langen Rückfahrt machten wir Halt in einem der unzähligen und wunderschönen Grottos. Es gefiel uns so gut, dass wir uns entschlossen, am Sonntag hier Abendessen zu gehen. Zuerst raAsconadelten wir aber zurück zum Hotel, um dann, frisch geduscht und bereits wieder etwas gestärkt, Ascona unsicher zu machen. Bei herrlicher Pizza und hausgemachter Lasagne (nach Salat mit Focaccia, den Damen und Herren am Nachbartisch fielen fast die Augen aus dem Kopf) planten wir den Sonntag. Nach einem Spaziergang der Front entlang, einem Schlummertrunk, einer schönen Portion hausgemachter, köstlicher Gelati ging’s dann zurück ins Hotel ins wohlverdiente Bett.

Am Sonntag fuhren wir mit dem Auto ein Stück der Maggia entlang hoch in dasselbe Tal. Wir suchten einen Parkplatz, luden die Rennräder aus und los gings in Richtung Bosco Gurin. Dies ist das höchstgelegene Tessinerdorf (1510 müM), welches das ganze Jahr bewohnt sei und eignete sich ideal als Tagesziel für uns. Wunderschöne Strassen mit Serpentinen, oft im Wald, verkehrsarm, lange Zeit einem schönen Flüsschen folgend und fast nur auf Strassen, welche auf sehr imposanten Steinmauern gebaut wurde, machen diese Auffahrt zu einem tollen Erlebnis. Das Dörfchen selber sei über 700 Jahre alt und besteht aus mehreren dieser wunderschönen Steinhäusern. 2 Hotels mit Restaurant luden zum verweilen ein, wir genossen eine kühle Erfrischung und liessen die Beine etwas hängen.

Danach ging’s rassig runter, wir verluden die Velos wieder ins Auto und suchten uns ein schönes Plätzchen an der Maggia zum Picknicken und uns im kalten Flüsschen zu erfrischen.

Auf der Fahrt nach Locarno hielten wir beim Grotto vom Vortag und genossen dort ein leckeres Abendessen.

Danach ging’s ab auf die Piazza Grande. Als „Special Gust“ spielten zuerst Sunrise Avenue, welche vor allem Dinu wieder einmal sehr gefallen haben. Und als Hauptact waren dann „Unheilig“ der letzte Höhepunkt (vor allem Tabea ist immer noch begeistert) dieses tollen Wochenendes.

Nach der Heimfahrt fielen wir, kurz nach 3:00 zurück in Ittigen, erschöpft ins Bett. Allerdings Dinu nur kurz, da er am Montag wieder zur Arbeit musste.

Das Leben kann manchmal etwas hart sein....

verfasst von Taba am 28. Juni 2012

 

Schon lange freuen wir uns auf den Gigathlon. Und morgen ist's endlich soweit - der Gigathlon ist da! Wäre da nicht dieser Muskelkater, welchen ich mir gestern Abend am Firmenlauf eingefangen habe. Aber jetzt mal von vorne.

Gestern starteten wir als Team "Insitut für Physiologie" am Firmenlauf in Bern. Natürlich wollte ich mir diesen Anlass nicht entgehen lassen, auch wenn dieser sehr ungeschickt vor dem Gigathlon gelegen war. "Nur 6.2km sind ja nichts", dachte ich mir. Man kann sich aber täuschen. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, obwohl ich das nicht so empfand. Es war sehr, sehr heiss.

Der Start verlief sehr mühsam. Viel zu viele Leute waren vor mir. Mit Stop and Go versuchte ich mich durch die Menschenmasse durchzukämpfen. Die ersten beiden Kilometer hatte ich dennoch in einem Kilometerschnitt von 4:30/4:15er Schnitt absolviert. Leider gings so nicht weiter, denn ab Km 3 machten sich meine Oberschenkel stark bemerkbar. Normalerweise habe ich diese Schmerzen nach 28km, aber nicht nach 3km. Ich überlegte mir kurz, aufzugeben, fand das aber dann doch etwas doof dem Institut gegenüber. So rannte ich weiter, wurde immer langsamer und die Schmerzen waren sehr stark. Und ich wusste schon dann, was das bedeuten würde: Muskelkater in den nächsten Tagen. Im Ziel war ich total k.o. Trotzdem hatte ich einen Kilometerdurchschnitt vom 4:42. "Immerhin" sagte ich mir.

Aber heute sieht die Welt etwas anders aus. Ich kann momentan kaum die Treppe runter laufen und hoffe trotzdem sehr fest, dass der Kater spätestens übermorgen verschwunden sein wird-auch wenn ich weiss, dass das nicht sehr realistisch ist.

Dennoch, wir hoffen das Beste und wir geben alles, damit wir diesen Anlass unfallfrei und gut überstehen werden:-)

Biennathlon, oder: Die Wette

Verfasst am 18.6.2012

„Was meinsch, wievel besch Du am Biennathlon schnäuer wie eg? Über 30 Minute?“ fragte mich Tabea am Freitag Abend. Meine Antwort war klar: „Du wersch 5 Minute schnöuer si!“ „Überlegg mou realistisch, Du besch schnöuer uf de Inlines u VÖU schnäuer bim Bike u am Schluss man i eh nümme seckle. U bis eg i däm Neopren inne be, do vergeit e Ewigkeit!“ erwiderte Tabea. Wir korrigierten noch etwas und wetteten um ein Getränk. Ich sagte, Tabea sei 10 Minuten schneller, Tabea sagte, ich sei 20min schneller.

Am Samstag ging Tabea's Schwarzmalerei dann weiter, sie habe schlecht geschlafen, die Temperatur sei zu hoch, der See zu warm, sie befürchte, den Neo nicht anziehen zu können und sie sei so nervös wie noch nie vor einem Wettkampf.

Die Wechselzone hatten wir eingerichtet, etwas Letztes, Kleines gegessen und rollten dann zum Inlinestart. Tabeas Nervosität wurde dabei nicht kleiner.

Mit wenig Verspätung ging es dann los. Kurz nach dem Inlinestart wurde ich in einer Kurve rasch von der Piste gedrängt, ansonsten liefs aber auf der ersten Teilstrecke wie geschmiert. Die kurze Pause (zwischen Zieldurchfahrt und Wechselzone wurde die Zeit neutralisiert) nutzten wir zur Verpflegung, und schon gings ab in den Neo. Kurz bevor ich zum Schwimmstart rannte, war auch Tabea bereits in der Wechselzone angelangt und sprang nur kurz nach mir ins kühle Wasser. Als ich von der Schwimmstrecke zurück kam, war Tabea's Bike schon nicht mehr in der Wechselzone, sie hatte also bereits einen beträchtlichen Vorsprung auf mich.

Die attraktive aber auch sehr anspruchsvolle Bikestrecke verlangte von uns beiden alles ab.Tabea konnte aber Ihren Vorsprung um weitere anderthalb Minuten ausbauen. Da ich in der Wechselzone noch mehr Zeit verlor, war jetzt schon recht klar, dass ich die Wette gewinnen würde.

Die Laufstrecke begann schön angenehm flach, bevor sie dann, nach ein paar Kilometern, ordentlich zu steigen begann. Auch hier schien die Sonne noch sehr stark und brachte uns ins Schwitzen. Tabea holte hier noch weitere 1,5 Minuten Vorsprung heraus und war dann insgesamt 12 Minuten schneller wie ich.

Danach hatte sie noch genügend Kraft um nochmals in den See zu hüpfen, den Handstand zu üben und noch bis weit in die Nacht zu planen, was sie in den nächsten Tagen alles anstellen wird.

Im Vergleich zu früheren Jahren waren wir an diesem Biennathlon beide deutlich besser unterwegs. Das motiviert uns sehr.

Die letzte Hauptprobe vor dem Gigathlon ist nun also geglückt, es kann los gehen.

Bilder vom Biennathlon sind in der Galerie zu besichtigen.

Doppelstart

Verfasst am 12. Juni 2012

Freitagabend, los geht’s nach Biel. Der schon fast „traditionelle“ Doppelstart steht auf dem Programm. Als erstes deponieren wir unser Auto in Aarberg und fahren mit dem ÖV nach Biel.

Dort holen wir zuerst die Startnummer für das Certina-Inline-Race und danach diejenige für den Lauf über 21,1 km, welcher im Rahmen der „Bieler-Lauftage“ stattfindet.

Danach gibt’s leckere Pasta mit viel Sauce (Merci Laura), die Inlines werden montiert und wir drehen eine Aufwärmrunde.
Kurz nach 20:00 starten wir dann zu unserem Rennen über die Langdistanz. Dinu läuft es ausgezeichnet, er ist danach sehr zufrieden mit der erreichten Zeit und dem Rang. Auch Tabea ist zufrieden, konnte sie doch all ihre Ziele (nicht Letzte zu werden, nicht die ganze Distanz alleine fahren zu müssen, Spass am skaten zu haben und Sturzfrei ins Ziel zu kommen) erreichen.

Die Rangliste vom Inlinerennen findet ihr hier: http://my2.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=9718&lang=de

Nach dem Rennen wird noch überall das Rennen analysiert, darüber diskutiert und erzählt, dann heisst es aber: Umziehen und parat machen. Um 22:00 schauen wir dem Start des 100km Laufes von Biel zu. Es ist sehr eindrücklich, wie viele Leute da teilnehmen.

Nach ein paar Übungen zum warm werden, meint Dinu: „Das wird heute wohl nichts, meine Oberschenkel brennen noch vom Inlinerennen“. Tabea spürt weniger Nachwehen (Rückenschmerzen und etwas müde Beine) vom Inlinerennen, das Rennen in der Nacht macht aber auch ihr etwas Angst. „Das schaffe ich doch nie, wie habe ich das früher nur überstanden?“ hört man sie mehrfach klagen. Aber nach einem Koffein-shot plus einem Cola zero ist Tabea wieder parat. Um 22:15 fällt dann der Startschuss. Leider ist der Platz etwas knapp, denn die Startenden aus min. 4 Kategorien (Halbmarathon, Marathon, Walker, Nordic-Walker) starten gleichzeitig und bunt gemischt.

Auf den ersten Kilometern durch das Stadtzentrum von Biel zieht sich das Feld aber bereits etwas auseinander. Die Atmosphäre in der Stadt ist toll und so startet Tabea, völlig beflügelt von den Zuschauern, mit einem hohen Tempo. Nach ca. 11km erreichen wir dann einen ersten und einzigen, längeren Anstieg. Hier machen sich Dinu‘s schwere Beine bemerkbar und Tabea muss ihr hohes Tempo alleine weiterziehen. Das gelingt ihr dann auch wahnsinnig gut. Sie ist über 3 Minuten schneller als bei ihrer bisherigen Bestzeit über die Halbmarathon Distanz – und die hatte sie doch erst kürzlich in Winterthur aufgestellt.
Dinu verliert fast eine Minute pro Kilometer auf Tabea und kommt dann deutlich später und erschöpfter im Ziel an.

Nach einer kurzen Nacht (spät ins Bett, aufgrund des Adrenalins (oder des Koffeins?) fallen die Augen auch nicht gerade zu) geht’s mit Programm am Samstag weiter. Und auch in der Nacht auf Sonntag gibt’s nur wenig Schlaf, denn wir stehen um 8:45 wieder im Einsatz. Diesmal als Streckenposten am Slow-Up in Zuchwil. Nach unserem Einsatz absolvieren wir die Runde durch den „Buechibärg“ dann auch noch. Bei all den Hügeln im Buechibärg zeigt sich unser Muskelkater immer mal wieder und wir waren immr froh, wenn es eine Verschnaufpause gab.

Slow-Ups sind einfach tolle Veranstaltungen, welche wir immer wieder gerne besuchen.

Fotos gibt es in unserer Galerie zu sehen. Nun hoffen wir, dass wir uns möglichst gut von den Strapazen erholen können, damit wir am nächsten Samstag am Biennathlon auch Vollgas geben können.

Mit dem Rennvelo durchs Graubünden ins Tessin

verfasst am 19.5.2012

Letzten Sonntag starteten ich (Tabea) und Danä (gute Kollegin) wie jedes Jahr auf eine RV-Tour durch die Schweiz. Dieses Jahr hatten wir endlich einmal Glück mit dem Wetter. Denn die letzten Jahren durften wir meistens bei Regen fahren.

Da wir am Vortag am GP starteten und nicht so fit waren, entschieden wir uns, den Zug nach Landquart zu nehmen und von dort zu starten. Ausserdem langweilte uns die Strecke "Bern-Zürich" ziemlich an.

Geplant war, dass wir die ersten 2 Nächten irgendwo in einem Hotel übernachteten. Wir hatten einen kleinen Rucksack dabei mit dem Minimum darin. Weiteres Gepäck liesen wir uns nach Lugano schicken, welches unser Reiseziel war.

Unsere ersten beiden Etappen waren noch ziemlich easy:

1. Tag: Landquart-Savognin ca. 80km und 1500hm

2. Tag: Savognin-Julierpass-Malojapass-Chiavenna ca. 85km 1600hm

Der 3. Tag kennzeichnete sich durch viele Höhenmeter und wunderschöne Gegenden. So fuhren wir an diesem Tag von Chiavenna über den Splügenpass. Dies waren bereits 1800hm auf 30km-es ging also nur einmal rauf. Dafür hatte dieser Pass x Kurven. War echt Hammer zum fahren. Die Grenze Italien/Schweiz befand sich auf dem Pass. Die Abfahrt war auch traumhaft, wunderschöne Serpentinen fanden wir vor. Nun ist klar, dass ich diesen Pass unbedingt einmal von Norden her befahren muss. Von Splügen nach Hinterrhein zog es sich recht hin. Wir waren auch nicht mehr so fit. Nach ca. 12km kamen die nächsten schönen Serpentinen, welche uns auf den San Bernardinopass brachten. Dies waren zum Glück nur noch ca. 700hm bis zum Pass. Oben angekommen war es bitter kalt. Die Sonne schien leider nicht mehr. Dies war der Grund, dass unser Fotohalt nur kurz ausfiel und wir uns schnell auf die Abfahrt nach Bellinzona machten. Eine Abfahrt von 54km!!!!!! In Bellinzona nahmen wir dann den Zug nach Lugano.

Nach ca. 8h Unterwegssein (inkl. Fotohalt, etc.), 2700hm und 120km kamen wir total erschöpft aber Happy in Lugano an.

Am 4. Tag war joggen angesagt und den Rest des Tages genossen wir in der schönen Stadt Lugano.

5. Tag: Fahrt nach Ponte-Tresa nach Varese, Como, Chiasso, Mendriso-Lugano. ca. 90km und 1000hm. Dies war mit Abstand die schlechteste Tour. Denn es war Auffahrt und ganz Italien hatte frei und war mit dem Auto unterwegs. Somit war das Fahren extrem mühsam und gefährlich. Wir kamen zimlich genervt wieder in der CH an. Highlight des Tages war dann noch den Sprung ins Kühle nass. 17 Grad hatte der See-sehr erfrischend. 

Und dann gings leider schon wieder nach Hause-mit dem Zug wohlverstanden. Natürlich haben wir die Pläne für unsere nächste Tour schon geschmiedet. Diese wird uns über den Wolfgangpass nach Davos führen, dann über den Flüelapass, Ofenpass ins Tirol. Weiter werden wir dann sehen. Die Bilder von unserer Velotour findet Ihr wie immer in unserer Galerie.

Jetz spinne mer total - oder Schwimmtraining, GP Bern, lange Inlinetouren und Velotouren an einem Wochenende

 

verfasst am 14.5.2012

Das letzte Wochenende wies ein dicht gedrängtes Programm auf. Am Samstag waren wir von 12:00 bis 13:00 im Schwimmtraining des Triathlonclubs, danach gings los zum GP, wo wir den Start von Chrigu (Tabeas Bruder), kurz darauf von Heiner (Tabeas Vater) und Andrea (die Freundin von Chrigu, dem Bruder von...) sehen wollten. Danach so schnell wie möglich zum Zieleinlauf um die drei (und viele weitere) beim Schlussspurt des Altstadt GPs anzufeuern, dann gratulieren, ab zum Auto, umziehen, Fototermin von Tabea (Ihr Arbeitsgeber unterstütz die Mitarbeiter mit einem T-Shirt und einem Gratisstartplatz) und Dinu (die Privatklinik Wyss übernimmt das Startgeld), ab auf die Toilette, nochmals zum Auto und dann ab zum Start.Churz vorem Start vom Chrigu

Dass unsere Form stimmt hatten wir ja am Sonntag zuvor in Winterthur herausgefunden. Aber ob wir die Zeit vom letzten GP unterbieten könnten, waren wir doch nicht sicher. Und ob das Schwimmtraining zuvor förderlich war, konnten wir ja auch noch nicht beurteilen.

Auf der Strecke fühlten wir uns wohl. Die Temperaturen waren angenehm kühl und auch der Regen war nicht so schlimm wie befürchtet. Rasch merkten wir, dass wir schneller unterwegs waren wie im Jahr zuvor.

Doch dass wir die Zeit um 5 Minuten verbessern würden, hatten wir nicht erhofft! Wir waren beide überglücklich, hatten aber kurz nach dem Zieleinlauf SEHR kalt und flohen an die Wärme.
Beim anschließenden Risottoessen mit der Laufgruppe (danke Chrigu fürs leckere Kochen) liessen wir den Tag ausklingen.

Am Sonntag gings gleich weiter: Dinu besichtigte mit dem Inlineclub Mittelland die 50km lange Inline-Gigathlonstrecke zwischen Olten und Altreu. Bei prächtigem Sonnenschein und Rückenwind wars ein Genuss. Danach bei Gegenwind zurück nach Solothurn war dann deutlich anstrengender. Tabea startete mit Dane zu ihren Rennveloferien. Die beiden wollen diverse Pässe im Bündnerland, in Italien und im Tessin überqueren und kommen am Freitag zurück, gerade rechtzeitig zum Inlinerennen vom 19.5. in Niederbipp.

 

Winterthurer Halbmarathon vom 6.5.2012

Verfasst am 7.5.2012

Am Start des Winterthurer Halbmarathons vom letzten Sonntag war alles irgendwie anders:

Da war Danä, die den Lauf ausgewählt hatte, die an dem Tag den 30. Geburtstag feierte! Da war der Muskelkater, da wir am Donnerstag seit langem wieder im Sypoba-Training waren und eigentlich nicht erwartet hatten, dass der Kater am Sonntag noch nicht abgeklungen sein wird. Und da war die Ungewissheit, wie fit sind wir eigentlich? Haben sich die langen Verletzungspausen von Tabea stark ausgewirkt? Zieliilouf

Und vor allem war da das Ziel, wieder einmal einen Halbmarathon zusammen zu laufen und meine Aufgabe, Tabea zu bremsen. Denn bei den letzten Veranstaltungen war Tabea auf den ersten paar Kilometern immer schneller als ich (sie lief die ersten Kilometer jeweils in ca. 4min 30sek pro Kilometer), kam aber immer deutlich später im Ziel an als ich, da ihr immer irgendwo die Luft ausging.

Das Unterfangen startete schon recht schwierig, denn bereits auf den ersten Metern schlug Tabea ein viel zu hohes Tempo an. Ich musste sie dauernd bremsen, zweimal lief sie mir sogar kurz davon.

Nach dem ersten Kilometer, den wir nach 5 Minuten und 25 Sekunden passiert hatte, meinte Tabea, dass das ja recht locker gewesen sei.

So gings auf den ersten Kilometern stets weiter: Tabea versuchte das Tempo zu erhöhen, ich bremste sie und so erreichten wir ein recht konstantes Tempo.

Die Strecke führt wunderschön der Töss entlang. Das Wetter war perfekt (kein Regen aber bewölkt und dadurch war die Temperatur sehr angenehm) und das Läuferfeld verteilte sich immer wie besser.

Ab Kilometer 12 gelang es mir nicht mehr so gut, Tabea zu bremsen und so wurden unsere Kilometerzeiten nun ca 15 Sekunden schneller. Aber zum Glück waren keine mehr unter 5 Minuten dabei.

Ab Kilometer 16 begannen sich bei Tabea die Beine wieder stärker zu melden (vom Muskelkater her) und ich hatte Mühe mit den Armen – das 1,5stündige Schwimmtraining vom Vortag mit dem Triathlonclub machte sich bemerkbar.

Bald darauf kamen 2 kurze aber etwas steilere Anstiege, welche Tabea zu schaffen machten. Da war sie stark an ihrer Grenze und sehr reizbar. Glücklicherweise gings ab Kilometer 18 dann wieder bergab, wo wir unser Tempo gut erhöhen konnten.
700m vor dem Ziel begann ich, das Tempo zu erhöhen und merkte, dass Tabea nicht folgen konnte. Aber ich weiss ja, dass sie das derart ärgern wird, dass sie auf den letzen 200 Metern noch einen gewaltigen Spurt hinlegen wird, um mich einzuholen. Was dann auch tatsächlich geschah.

Nach einer Stunde, 50 Minuten und 52 Sekunden waren wir dann im Ziel. Und was war Tabeas erste Reaktion? Vor dem Start hatte sie noch gesagt: Ich befürchte, dass ich die Strecke nicht unter 2 Stunden bewältigen kann. Und nun sagte sie: Sch..... dass es nicht für eine Zeit unter 1h 50min gereicht hat. Dass sie aber ihre bisherige Halbmarathonbestzeit um 2 Minuten verbessert hat, freute sie dann später doch noch.

Wir warteten auf das Geburtstagskind, duschten, die Mädels besuchten die Massage, wir reisten nach Zürich, wo wir mit Töbu abgemacht hatten, um den Tag in Zürich ausklingen zu lassen und mit einer „Schlacht am Buffet“ (Essen à Discrétion im Restaurant Hiltl) Dane's 30. so richtig zu feiern.

Fotos gibts in der Galerie.

Vom Tüfusschluchtlouf bis zum Slowup in Murten

Verfasst am 30.4.12

Eigentlich wollten wir von diesem Wochenende keinen Bericht online stellen. Wir fanden, es muss ja nicht wöchentlich etwas Neues auf die Homepage, sonst kommt man ja kaum nach mit lesen nach.
Nun haben uns aber unsere „Slow-Up-Begleiter“ dazu motiviert (tönt doch schön), doch was zu veröffentlichen und ein paar Bilder in die Galerie zu laden.

Aber schön von vorne:

 

Am Freitagabend fuhren wir nach dem Feierabend nach Hägendorf an den Tüfelschlucht-Berglauf. Da wir ja im Herbst am Jungfraumarathon starten wollen, müssen wir ein paar Bergläufe als Tests absolvieren.
Bei besten Voraussetzungen (angenehme Temperaturen) starteten wir zum ersten Mal an diesem wirklich perfekt organisierten Anlass.

Tabea, die sehr gerne bergauf rennt, war dann auch schneller oben im Ziel als ich. Und dies ohne körperlichen Beschwerden, was für ein toller Erfolg.

Am Samstag war dann ein etwas mühsamer Tag. Die Sonne bescherte uns herrliche Temperaturen und wir besuchten das Schwimmtraining im Hallenbad L Was sein muss, muss sein. Tabea stieg danach aber noch aufs Rennvelo, um die Sonne noch zu geniessen.

Für den Sonntag war dann aber schlechteres Wetter angesagt. Trotzdem besammelten wir uns mit einigen Kollegen und Verwandten, um am Slow-Up um den Murtensee teilzunehmen. Wie immer in den letzten Jahren (seit wohl 6 Jahren?) blieb aber Petrus gnädig. So konnten wir diesen herrlichen Event bei Sonnenschein geniessen. Auf abgesperrten Strassen skaten, plaudern, die Sonne geniessen, lecker essen (Stichwort: Gateau du Vully) und danach bei einem Apéro bei uns zu Hause den schönen Tag ausklingen lassen – Frühling fägt!

Trainingscamp Cambrils

Verfasst am 24.April 2012

Nach unserer verkorksten Wintersaison (dem Ermüdungsbruch und dem Unfall von Tabea, den Trainingspausen und dem Trainingslager mit dem Triathlonclub, welches Tabea absagen musste) wars nun endlich soweit: Am Freitag Abend (Freitag der 13.) stiegen wir in unseren Reisecar in Richtung Cambrils. Dort wurden wir von Sonnenschein und den Organisatoren bereits erwartet.
Am Samstag erkundeten wir joggend die Umgebung unseres Hotels, einer Tabea in Actionwunderschönen Strandpromenade entlang. Von Sonntag an gings Schlag auf Schlag: Meist wurde bereits um 7:00 ein erstes Training angeboten (Footing, Schwimmen, Inline-Trockenübungen), nach dem Frühstück gings dann aufs Bike (bei Tabea auch 2x aufs Rennvelo) und wir erkundeten in geführten Trainings die schöne Umgebung im Hinterland. Morgens waren die Temperaturen meistens ehr kühl, im Verlauf des Tages stiegen sie aber jeweils auf über 20 Grad an. Der kühle, recht starke Wind war etwas mühsam, aber auch daran gewöhnt mDinu im Neoan sich.
Unsere Biketouren waren jeweils so gegen 15:00 zu Ende, danach gabs Anschlussprogramm: Intensive Schwimmtrainings, Inline-Techniktrainings oder auch Koppelläufe. Zwei kurze Abstecher ins Meer (14 Grad Wassertemperaur), natürlich ohne Neopren, durften auch nicht fehlen.
Im Camp herrschte eine tolle Stimmung. Wir lernten viele neue Gesichter kennen und hörten diverse News.

Wir konnten in unserem Gigathlon-Trainingscamp sehr viel lernen. Wir konnten auch feststellen, dass wir, trotz all den Hindernissen, besser „zwäg“ sind, als wir angenommen hatten. Nun trainieren wir fleissig weiter, denn sooo weit weg ist der Gigathlon auch nicht mehr.......

Fotos findet Ihr wie immer in unserer Galerie.

OK Rollserie

Verfasst am 12. April 2012

Ende 2011 erhielt ich einen Anruf von Manuela. Für die Rollserie in Niederbipp würden noch Mitglieder gesucht, welche im OK mithelfen würden.

Da ich das 10jährige Jubiläum organisiert hatte, wollte ich mich eigentlich etwas zurücknehmen. Manuela motivierte mich aber und sagte mir, dass es keine all zu grosse Aufgabe werden würde. Ich könne den Posten als Rennchef übernehmen. Da viele Aufgaben von der Swiss-Skate-Tour (SST) übernommen würden (Anmeldung, Organisation und Koordination der Schiedsrichter, Zeitmessung etc.), sei mein Posten sehr entlastet. Ich müsse sicher nicht an allen OK-Sitzungen dabei sein, meine Aufgabe bestünde „nur“ aus der Koordination zwischen SST und unserem Vorstand.
Nach einem Tag Bedenkfrist hatte ich noch ein paar Fragen, die wir telefonisch klärten: Ich wollte wissen, ob ich denn am Bikerennen am Sonntag nach der Rollserie starten könne (das sei kein Problem). Zudem stellte ich klar, dass ich meinen Posten nur ein Jahr lang besetzen würde, da ich im 2013 am 7tägigen Gigathlon teilnehmen wolle und möglichst wenig andere Projekte verfolgen wolle.

Dies sei auch kein Problem und so sagte ich zu.

Kurz darauf fand die erste OK-Sitzung statt. Bei gutem Apéro und Russenzopf bei Nelly zu Hause wurde ich aufdatiert und merkte: Das gesamte OK um Manfred Schär wirkt sehr motiviert, tatkräftig und will einiges erreichen. Das spornt an und macht Spass.
Zugleich merkte ich schon bei der ersten Sitzung: Eine ruhige Kugel schieben kann ich nicht. Hier wartet einiges an Arbeit auf mich.
Mitlerweilen war ich an 5 OK-Sitzungen (nun immer bei der Familie Gyr, wo man kulinarisch herrlich verwöhnt wird), habe 4 Mal die Strecke besichtigen, hatte 4 weitere Treffen ausserhalb des OK's (Besprechung mit Schiedsrichter Andi Friedli, mit dem Streckenchef und dem Verantwortlichen für den Verkehr), diverse Telefonate und eine Besichtigung des „Festgeländes“. Zusätzlich hunderte Mails bearbeitet, habe Pläne erstellt, Berichte gegengelesen und habe auch immer ein Auge nach möglichen Sponsoren offen.

Als Teilnehmer warte ich oft ab, ob das Wetter mitspielt oder nicht und melde mich oft sehr kurzfristig an. Nun, wo ich im OK bin, merke ich, wie wichtig eine frühzeitige Anmeldung ist. Einiges hängt von den Teilnehmern ab: Wie gross soll das Festzelt sein? Wie sieht es mit der Getränke- und der Essensbestellung aus? Und wie sieht es mit dem Budget aus? Das alles hängt von der Teilnehmerzahl ab, und wie früher sich die Teilnehmer anmelden, umso besser lässt sich das alles kalkulieren. Gehen wir ein Risiko ein, wenn wir für die Gewinner grosse Preise organisieren? Müssen wir das Startgeld höher haben, weniger Getränke kaufen etc. Darum: Bitte meldet Euch doch für den 19.5. an. Das Wetter macht sicher mit. Hier gehts zur Anmeldung!
Ich habe mitlerweilen auch meine Einstellung geändert. Es macht Spass, etwas auf die Beine zu stellen, in der Inlineszene etwas zu verändern. Wir sind ein tolles OK, das einiges bewegt und in dem alle mitanpacken. So macht das Arbeiten Spass und so gehe ich gerne an all die Sitzungen. Dass ich das Bikerennen am Sonntag nach dem Inlinerennen abgesagt habe, ist ja wohl klar. Und mitlerweilen rede ich schon davon, was ich nächstes Jahr alles anders oder besser machen werde....

Der 29.2.2012 - ein denkwürdiges Datum

Verfasst am 5.3.2012

Der 29.2. – ein seltenes Datum. Und in diesem Jahr für Tabea ein unglückliches Datum. Aber alles schön der Reihe nach.
Herrlicher Sonnenschein, für im Februar sehr warme Temperaturen und ein paar Stunden Zeit. Also los aufs Rennvelo, eine ca. 2stündige Tour war geplant am 29.2., irgendwo in der Region Grosshöchstetten. Wir kommen flott vorwärts, auch wenn die Strecke ansteigt treten wir kräftig in die Pedale. Eingangs Grosshöchstetten beschliessen wir, rechts ab zu biegen und fahren in Richtung Schlosswil. Da es abwärts geht sind die Temperaturen etwas kälter – ich fahre etwas voraus, halte an und ziehe meine Handschuhe wieder an. Tabea erledigt das direkt auf dem Velo und fährt dann etwa 4-5 Meter vor mir durch das Dorf, vor ihr fährt ein Lieferwagen. Sie fährt um eine Kurve und rückt an Ihren Handschuhen noch etwas zurecht. Dass der Lieferwagen vor einem Engpass anhalten muss, weil ein Traktor entgegen kommt, sieht sie nicht, da die Bremslichter im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne nicht zu sehen sind.
Ich komme ein paar Sekunden nach ihr um die Kurve und kann nur noch zuschauen, wie sie mit etwa 25 km/h in den stehenden Lieferwagen knallt. Sofort bin ich bei Ihr, sie sagt zuerst nichts, versucht aber, aufzustehen. Auch der Bauer und der Lieferwagenfahrer sind sofort bei ihr. Sie steht auf, etwas benommen und sagt, dass es ihr eigentlich gut gehe, sie spüre etwas Schmerzen am Arm aber nichts Schlimmes.
Wir räumen die Unfallstelle und begleiten Tabea an ein sonniges Plätzchen. Ihre Schmerzen nehmen zu, das Handgelenk schwillt an. Sie will aber nach Hause fahren (mit dem Rennvelo!) und versucht telefonisch einen Termin bei Ihrem Arzt zu vereinbaren. Der nimmt nicht ab, seine Vertretung meint: Nach einem Velounfall: Ab ins Spital! Ein Spitalauto kommt für Tabea aber nicht in Frage, der Bauer bietet aber an, uns nach Münsingen ins Spital zu fahren, die Fahrräder lädt er dazu in einem Anhänger ein.
Um ca. 11:30 sind wir im Spital Münsingen und melden uns auf dem Notfall. Tabea wird in einen Raum gebracht, erhält ein Schmerzmedi und die Ärztin wird informiert. Ich suche in der Zwischenzeit ein Plätzchen für unsere Rennvelos, gebe am Empfang Tabeas Daten durch und informiere Tabeas Eltern per Telefon.
Es dauert eine ganze Weile, bis wir wissen, wies weitergeht: Man vermutet einen Bruch des Handgelenks, wir warten auf das Röntgen. Nach einer langen Zeit wird Tabea abgeholt, bald darauf ist sie wieder zurück. Nun warten wir wieder, dieses Mal auf die Resultate des Röntgens. Dieses bringt und auch nicht viel weiter, das Handgelenk sei sicher gebrochen. Ob es aber „nur“ gegipst oder sogar operiert werden muss ist unklar. Dazu soll ein CT (Computertomographie) gemacht werden, dies ergebe ein deutlicheres Bild. Nun warten wir wieder eine Weile bis auch dies erledigt werden kann. Gegen 15:00 ist klar: Das Handgelenk muss operiert werden. Dazu gibt es verschiedene Szenarios: Variante 1: Sie bekommt eine Schiene, wird nach ca. einer Woche operiert und kann dann am selben Tag wieder nach Hause. V2: Sie wird am selben Tag noch operiert und kann das Spital noch vor Mitternacht verlassen. V3: Sie kann das Spital nicht vor Mitternacht verlassen – dann muss sie aus unverständlichen Gründen (DRG) 2 Nächte im Spital bleiben. Da Tabea nicht noch eine Woche warten will und man ihr Hoffnung macht, dass sie noch am gleichen Tag nach Hause kann, entscheidet sie sich für die Operation am Unfalltag. Sie Im Spitalkäme am Schluss des Operationstages an die Reihe – ca. 19:00.
Weiteres Warten beginnt, während dieser Zeit erhält Tabea eine provisorische Schiene, ein Bett in einem Zweierzimmer, Besuch vom Operateur und nach einem Fehlversuch eines Pflegers (statt der Vene wurde die Arterie getroffen, ihr könnt euch das Blutbad sicher vorstellen) dann auch eine Infusion (schliesslich durfte sie seit 15:00 nichts mehr trinken, gegessen hatte sie um 10:00 zum letzten Mal). Oft warten wir einfach, Informationen erhalten wir nur spärlich. Irgendwann erfahren wir, dass eine notfallmässige Bauchoperation durchgeführt worden sei und sich darum Tabeas Termin verschiebe. Mitlerweilen ist bereits 21:00, wir warten immer noch. So gegen 21:30 wird Tabea dann endlich abgeholt, eine Stunde später ist sie zurück. Völlig aufgedreht erzählt sie, dass die Operation gut verlaufen sei und dass man das Handgelenk mit nur einer Schraube habe fixieren können. Nun trägt sie eine Schiene.
Es ist aber klar, dass sie von Mittwoch bis Freitag im Spital bleiben muss. Bis am Mittwoch (also eine Woche) darf sie keinen Sport treiben, danach darf sie langsam beginnen, aber nur Sportarten ohne Belastung des Handgelenks (kein Velo/Bike oder Schwimmen) und nur mit der Schiene. Nach 4-6 Wochen kann sie das Handgelenk wieder voll belasten. Das Trainingslager in Giverola muss sie somit absagen, bis zum gemeinsamen Lager in Cambrills ist sie aber wieder fit.
Dass Tabea sich im Spital nicht still halten konnte, ist ja wohl klar. Sie war dauernd unterwegs und erkundete ganz Münsingen. Kaum war sie am Freitag entlassen, spazierte sie am Samstag bereits auf den Bantiger und am Sonntag von Oberdorf auf den Weissenstein.

Trainingslager Sedrun

Verfasst am 16.1.12 

Am Sonntag 8. Januar reisten wir beide mit einem vollgepackten Auto nach Sedrun. Zum Glück hatten wir uns Schneeketten organisiert, ohne wären wir wohl nicht in Sedrun angekommen. Das letzte Stück bis zu unserem Lagerhaus konnten wir dann sogar mit Ketten nicht befahren - eine unserer Schneeketten zerriss sogar bei dem Versuch.

Wir räumten unseren Kofferraum leer und die Küche im schönen Lagerhaus ein - wir waren die nächsten 5 Tage zuständig für das Essen von 40 Jugendlichen und 9 hungrigen Leitern.

Das Zubereiten all der Speisen war recht stressig und anstrengend. Die Tatsache, dass Tabea mit Krücken (siehe Text vom 19.12.) unterwegs war, machte es nicht viel einfacher.

Trotzdem bezeichnen wir das Lager hier als "Trainingslager". Einerseits müssen wir ja unsere Konkurrenz etwas einschüchtern und gross auftragen - die psychologische Kriegsführung hat begonnen :-)

Andererseits waren wir im Höhentraining (Schlafen und Bewegen auf ca. 1400müM), mussten unter Extrembedingungen (eine Woche lang meistens nur 5-6 Stunden Schlaf) viel leisten (optimale Vorbereitung für den Gigathlon) und mussten als Team funktionieren. Zusätzlich trainierten wir beim schrubben, putzen, schälen und herumtragen unsere Oberarme. Und zwischendurch reichte es sogar für einen Besuch im Schwimmbad oder für Dinu für eine kurze Joggingtour.

Ihr seht also, wir nutzen jede Gelegenheit :-)

Wir genossen diese Woche mit viel Sonnenschein und starten nun wieder in den Arbeitsalltag.

Fotos findet Ihr übrigens in unserer Galerie.

An Krücken gehen will gelernt sein....

Verfasst am 19.12.11

 

Endlich hat der Winter Einzug gehalten und alles scheint langsamer vorwärts zu gehen. Auch bei mir gehts momentan langsam vorwärts. Und das sicherlich für die nächsten 6 Wochen. Denn ich erlitt einen Ermüdungsbruch am 3. Mittelfussknochen.

Für alle die nicht wissen was ein Ermüdungsbruch ist, hier die Erklärung dazu:

 

Ermüdungsbrüche, auch Stressfrakturen genannt, ereignen sich auf Grund immer wiederkehrender Belastungen, wie sie häufig bei Leistungssportlern vorkommen.

Die Schmerzen sind meist unspezifisch und werden über eine längere Zeit nicht als Bruch erkannt. Nur die Knochen des Fußskeletts, der Ober- und Unterschenkelknochen sowie in seltenen Fällen das Becken und die Arme sind von einer Stressfraktur betroffen.

Ermüdungsbrüche machen zwei Prozent der Knochenbrüche aus und sind daher im Vergleich zu anderen Frakturen recht selten. Grundsätzlich sind Sportlerinnen eher betroffen als Sportler.

 

Somit bin ich für die nächsten knapp 6 Wochen ausser Gefecht gesetzt und die Krücken sind meine ständigen Begleiter.

Glücklicherweise darf ich bereits ab dieser Woche 3x schwimmen gehen, aber leider ohne Beinschlag. Ab Anfang Januar stehen dann schon wieder ein paar Trainings im Kraftraum/beim Physio auf dem Programm bevors dann hoffentlich ab mitte Januar wieder auf den Füssen und auf den Fahrrädern weiter gehen wird:-).

Jetzt aber heisst es vorerst, wenig Belastung und schonen, wo es nur geht.

 

Dafür habe ich meinen Vorsatz fürs neue Jahr bereits gefällt:

Ich will (wieder) laufen lernen:-)))


Zürcher Silvesterlauf

Verfasst am 12.12. von Dinu

Sonntag 11. Dezember, mitten in Zürich. Ich stehe etwas hinter der Startlinie und warte auf den Startschuss zur Kategorie Sie&Er. Ein Staffellauf über 5 kleine Runden à je 1,3 km, insgesamt über 6,3km. Wir hatten uns genügend Zeit genommen zum Warmlaufen (ca. eine halbe Stunde), hatten gut geschlafen, waren entspannt angereist und hatten uns gut verpflegt. Es konnte also losgehen.

 

Wir hatten uns, wie bereits vor einem Jahr, für den vorderen der beiden Startblöcke (schneller als 30min) angemeldet. Dementsprechend gings nach dem Startschuss auch zu und her: Es wurde gerempelt und mit den Ellbogen gearbeitet, kein fröhliches, vorweihnachtliches miteinander.

Die Runde war recht anspruchsvoll und beinhaltete einen kurzen aber heftigen Anstieg. Als ich nach einer Runde den Staffelstab an Tabea überreichen durfte, war ich völlig ausser Atem.

Nach knappen 5 Minuten Verschnaufpause durfte ich zu meinem zweiten Einsatz starten. Frustrierend war ja, dass nach einer halben Runde das Spitzenmotorrad von hinten angefahren kam. Ich resignierte aber nicht und konnte bald darauf Tabea den Stab wieder überreichen.

Mein letzter Einsatz lief ähnlich ab, wie diejenigen zuvor. Ich startete auf meine Runde, wurde von ca. 7 Läuferinnen und Läufern überholt, steigerte nach und nach mein Tempo, konnte einen grossen Teil am Anstieg wieder überholen, die Restlichen konnte ich dann auf der langen Gerade kurz vor Schluss auch wieder ein- und überholen. Auf der Zielgerade wartete Tabea auf mich und sollte mich beim Zielsprint begleiten – sie war aber zu schnell für mich.

Der Blick auf die Resultate zeigte: Wir waren etwa 30 Sekunden schneller als vor einem Jahr, was uns sehr erfreute. Der Kilometerschnitt war mit 4 Minuten und 4 Sekunden für unsere Verhältnisse sehr schnell.

Nun hatten wir fast eineinhalb Stunden Zeit bis zum zweiten Start, welcher auf dem Programm stand: die „Langdistanz“ über 8,6 km. Wir wärmten uns in einem Schulhaus etwas auf und verpflegten uns. Hier trafen auch Daniela und Marcel ein, welche auch extra für diesen Lauf aus Bern angereist waren.

Am Start um 15:45 nahmen wir uns fest vor, nicht zu schnell zu starten. Schliesslich brannten unsere Beine bereits vom Staffellauf. Wir hatten abgesprochen, dass wir diesen Lauf zusammen absolvieren wollten.

Das Vorhaben gelang gut und wir konnten jede Runde noch etwas schneller laufen wie die vorherige. Dies war recht erstaunlich, da die ganze Zeit extrem viele Läufer unterwegs waren. Ein regelmässiges Laufen war fast unmöglich, das Überholen recht schwierig.

Auf der letzten Runde musste dann abgebogen und noch ein langer Zielsprint durchgezogen werden. Dies ergab dann die längere Rundenzeit auf der letzten Runde. Auch hier waren wir wieder schneller wie vor einem Jahr – um fast 2 Minuten und 30 Sekunden hatten wir uns verbessert.

Kurz nach uns kamen auch Daniela und Marcel sehr zufrieden im Ziel an.

Nun machten wir uns auf den Rückweg in Richtung Auto und Garderobe. Wir liefen dabei einem Nebenarm der Limmat (dem Schanzengraben) entlang. In der Sichtweite der Garderobe waren nasse Fussabdrücke zu erkennen. Ich hörte, wie eine Stimme sagte: „Das sind nasse Fussabdrücke von Menschen. Da waren so Spinner im kalten Wasser“. Ich befürchte sogar, dass dies meine Stimme war, die dies sagte. Sogleich war mir klar: „Oops, das war ein Fehler“. Und schon meinte Tabea: Ou, das ist eine tolle Idee, ich will auch ins Wasser. Wir können ja danach warm duschen – wer kommt mit?“. 5 Minuten später standen Tabea und ich prompt in der Unterwäsche am Ufer des Schanzengrabens während Marcel die Szene fotografierte. Wir tauchten tatsächlich kurz in das kalte Wasser, hielten es aber nicht lange aus. Ausserhalb des Wassers empfanden wir die Temperatur als angenehm warm, nur der kalte Boden war unangenehm. Darum rannten wir, so schnell wir noch konnten, ab unter die warme Dusche. So was nennt man wohl Winterduathlon?

Ich hoffe nur, dass es nächsten Winter nicht schneien wird – sonst wird der ganze Spass noch unangenehmer.

Blick Langlaufplausch

Verfasst am 5.12.2011

 

Vom Mittwoch 30.11. an waren wir in Davos. Wir hatten schon so viel über den „Blick-Langlaufplausch“ gehört, dass wir in diesem Jahr unbedingt mit dabei sein wollten. Zusätzlich hatte Manfred Schär vom Inline Club Mittelland einen Aufruf an alle Mitglieder versandt: Kommt doch mit nach Davos.

Wir kamen ja mit gemischten Gefühlen nach Davos. Eigentlich wollten wir die Langlauftechnik von Grund auf so richtig erlernen um in diesem Winter ein paar Trainings auf den langen Skiern zu absolvieren. Das Wetter (oder die Klimaerwärmung) schien uns aber einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Von Schnee war in Davos weit und breit nichts zu sehen. So kam dann auch wenige Tage vor dem Start ein Mail: Unbedingt Turnschuhe, Walkingstöcke und Badhosen einpacken!

Die Organisatoren hatten ein tolles Ersatzprogramm organisiert und sogar 3 kleinere Loipen mit Kunstschnee präpariert.

So konnten jeweils am Morgen in kleinen Gruppen ein Lauftraining absolvieren und am Nachmittag ab 15:00 durften wir die knapp 700m lange Loipe selber befahren. Da hatten wir das Glück, dass uns Manfred und sein Kollege Dani gute Tipps geben konnten.

Die geführten Joggingtouren führten uns am Donnerstag von Klosters via Wolfgangpass nach Davos, am Freitag von Davos nach Sertig, jeweils auf kleinen Waldwegen und Singeltrails durch herrliche Landschaften. Die Fotos findet Ihr in unserer Galerie.

Am Samstag war’s dann soweit, von 11:00 bis 13:30 hatten wir ein geführtes Training. Naja, statt täglich einen halben Tag Training nun nur einmal 1,5 Stunden. Dafür waren diese sehr lehrreich und wir konnten weitere Fortschritte erkennen.

Am Sonntag drehten wir noch die letzten paar Runden auf der Loipe, absolvierten einen Berglauf auf die Schatzalp (auch da: Weit und breit kein Schnee), besuchten das Hallenbad und schauten zum Abschluss der Woche ein Heimspiel des HCDs.

Auch ohne Schnee verbrachten wir eine herrliche und sehr abwechslungsreiche Woche.

Wir sind überzeugt: Wir kommen wieder! Hoffentlich dann mit Schnee.

Langenthaler Stadtlauf

verfasst am 21.11.2011

 

Am Samstag 19. November stand der Langenthaler Stadtlauf auf unserem Programm. Wir hatten schon viel über den Lauf durchs schöne Städtchen bei weihnachtlicher Beleuchtung gehört, hatten aber bisher beide noch nie teilgenommen.

Die Temperaturen waren zwar für einen November recht mild (es seien zu dem Zeitpunkt auch schon Temperaturen von 8 Grad MINUS gemessen worden), trotzdem hatten wir recht kalt, als wir uns vor dem Start mit Danä, Marcel und Tobias trafen. Wir verstauten unser Gepäck und starteten zum gemeinsamen Warmlaufen. Bald darauf standen die Damen bereits am Start zu Ihrem Rennen. 6,25 km standen auf dem Programm – für uns Ausdauerfreaks nicht gerade die bevorzugte Rennstrecke.

Tabea und Danä starteten gut in Ihr Rennen und genossen die Laufstrecke, die sie auf 5 Runden durch das Stadtzentrum führte. Die Stimmung war gut, zu welcher auch die 3 Männer ordentlich beitrugen.

Gute Photos zu schiessen war aber eine Kunst, die wir nicht so im Griff hatten. Schliesslich wars dunkel, die Beleuchtung störte und die Läuferinnen waren sehr schnell unterwegs.

Im Ziel waren Tabea und Danä sehr zufrieden mit ihren Leistungen. Tabea hatte ja über ein Jahr mit Schmerzen im hinteren Oberschenkel zu kämpfen. Dass Sie nun wieder einen schnellen Lauf (Schnitt von 4:37 pro km) ohne Schmerzen absolvieren kann, freute sie ausserordentlich.

10 Minuten später standen die 3 Männer (mit 150 weiteren) am Start für Ihre 7,5km. Marcel, als schneller Läufer bekannt, verschwand mit der Spitze, während Tobias und Dinu im hinteren Teil unterwegs waren. Beide schafften es, ein regelmässiges Tempo zu finden. Während Dinu gegen Schluss das Tempo noch steigern konnte, kämpfte Tobias mit Bauchkrämpfen und wurde dadurch leider gebremst. Dass die beiden bereits nach etwas mehr als 3 Runden von der Spitze überrundet wurden, warf sie nicht aus der Bahn.

Schlussendlich erreichten alle 3 zufrieden das Ziel.

Nach der obligatorischen kalten Dusche ging’s zum gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria in der Nähe. Die perfekte Belohnung nach dieser Anstrengung.

12.11.11

Gurtenclassic

 

Am Sonntag 6.11.11 fand wieder einmal die Gurtenclassic statt. Im letzten Jahr starteten  wir in NY am gleichzeitig stattfindenden Marathon, in diesem Jahr wollten wir aber wiederum an diesem tollen Rennen in unserer Nähe dabei sein.

Das Moto dieser Veranstaltung heisst immer "Höhenpunkt", unter anderem, weil der Start des Laufes unten in Wabern liegt und das Ziel oben auf dem Gurten ist.

 

Ich (Dinu)  hatte mir jeweils vor den Austragungen der letzten Gurtenclassics überlegt, ob ich denn einen Doppelstart (Bikerennen, Start 10:00, 16,8km und Lauf, Start 11:45, 15km) wagen sollte. Da wir die Bikestrecke nicht kannten, war es unsicher, ob die Zeit reichen sollte. In den letzten Jahren startete ich dann jeweils doch "nur" am Lauf, vor allem auch wetterbedingt. In diesem Jahr wagte ich nun den Doppelstart!

 

Kurz vor 9:00 machte ich mich mit meinem Bike auf den Weg Richtung Wabern während Tabea noch am träumen war. Auf dem Anfahrtsweg hatte es schon ein paar erste Anstiege, die mich bereits ins Schwitzen brachten. "Ob das wohl gut kommen wird?" fragte ich mich.

Vor Ort holte ich meine Startnummern, gab mein Gepäck auf (das wurde zum Ziel transportiert) und machte mir einen Wechselplatz parat. Das heisst, ich legte mir meine Laufschuhe (mit Schnellverschluss), den Trinkgurt, etwas zu Essen und die Startnummer parat, so dass ich nach dem Bikerennen keine Zeit verlieren würde. Nach dem letzten üblichen Toilettengang reihte ich mich am Start unter die 311 Bikerinnen und Biker.

Nach dem Start ging es rassig los. Von Wabern via Spiegel in die Höhe, dann wieder runter ins Gurtentäli und an den gegenüberliegenden Lölisberg. Alle Streckenpläne findet Ihr übrigens unter diesem Link.

Es gab imer wieder einige Höhenmeter zu überwinden. Die Abfahrten waren alle auf breiten Kieswegen, also technisch nicht anspruchsvoll und gut fahrbar. Da ich aber ein schlechter Abfahrer bin, haben mich immer alle in den Abfahrten überholt, die ich zuvor an den Anstiegen selber überholt hatte. Aber zum Glück war das Ziel ja oben :-)

Nach 1:04.57,2 erreichte ich das Ziel. So blieben mir noch knappe 40 Minuten Zeit  bis zum Laufstart.

Ich machte mich sofort auf die Talfahrt, die aber leider auch immer wieder kleine Anstiege enthielt. 

Unten angelangt, hatte ich noch knappe 30min Zeit. Somit begann ich mit meinem Tenuewechsel. Als ich die Turnschuhe bereits angezogen hatte, merkte ich, dass ich noch die Beinlinge trug. Da die Temperaturen seit dem Morgen deutlich gestiegen waren, wollte ich jetzt in den kurzen Hosen starten.  Es reichte, um mich  zu verpflegen und mich parat zu machen. Ich war dabei sehr froh um meine Triathlonhosen, mit denen ich das Bike- wie auch das Laufrennen bestreiten konnte. Ich entschied mich dafür,  kurzärmlig zu starten und trug nun meine neue am Vortag gekaufte Sonnenbrille mit Korrekturgläsern.

In der Zwischenzeit war auch Tabea angelangt, die schon recht nervös war. Auch sah ich immer wieder bekannte Gesichter und konnte noch mit Einigen kurz sprechen.

Nach dem Start ging es recht rasant los. Ich konnte aber Tabea mit Müh und Not knapp folgen und sie auch etwas bremsen. Wir hatten abgemacht, dass ich Sie etwas bremse, da Sie oft zu schnell startet und dann etwas einbricht. 

Meinen Beinen fehlte doch etwas die Kraft, und so musste ich Tabea am zweiten Anstieg ziehen lassen und verlor sie aus den Augen. Als es bald darauf wieder abwärts ging, wartete sie auf mich und ich konnte sie so wieder einholen. Ab da ging es mir immer wie besser und ich konnte ihr hohes Tempo mitlaufen. Somit war ich sehr glücklich, als ich mit ihr das Ziel erreichen konnte. mein Plan war aufgegangen.

Am besten erzählt Tabea nun selber ihre Eindrücke vom Lauf:

 

Wie schon gesagt, träumte ich unter der Bettdecke noch weiter, währenddessen Dinu sich auf dem Bike abgkrampfte. Punkt 11h war ich aber auch im Startgelände und wartete nervös auf meinen Start, welcher erst um 11.45h war. Da um 11.15h noch die Kurzdistanz startete, ging ich natürlich den Start zuschauen. Es war ziemlich amüsant, die Leute in der vordesten Reihe zu beobachten. Die einen waren hyper nervös, die anderen ruhig und einige sprachen miteinander. Der Speaker erklärte kurz, wer letztes Jahr gewann-jedoch nur bei den Männer. Die Frauen vergass er leider:-((. Er sprach soviel, dass er um 11.17h gebremst werden musste, weil er den Startschuss verschlafen hatte. Das war ihm wohl recht peinlich. In einer Eile fiel dann der Startschuss und die Athleten starteten durch- so schnell sollte man laufen können.....
Nun war ich gespannt, ob Dinu bereits retour war. Ich hoffte es so sehr, dass er pünktlich retour war. Und siehe da, er war retour. Er sah schon etwas abgeschlagen aus, aber ich wusste, dass er sich schon noch erholen würde um ein gutes Rennen zu laufen. Toll fand ich, dass er meinen Pace Maker spielte, da ich das mit dem Tempo nie so richtig drauf habe. Meistens starte ich zu schnell und büsse es dann bald... 
Dieses mal aber nicht. Der Startschuss fiel und wir liefen los und zwar gemütlich, obwohl ich immer das Gefühl hatte, ich sollte schneller rennen. Ich hielt mich aber an ihn, ab und zu lief ich ihm etwas weg, aber dann reduzierte ich das Tempo wieder. So lief und lief das Rennen und ich fühlte mich immer gut dabei, was ich etwas erstaunlich fand. Denn die letzten Rennen waren immer anders, ich lief immer am Limit. Dinu forcierte das Tempo ab km 12, jedoch konnte ich nicht immer mithalten. Aber für einen Zielsprint reichte es doch noch. Im Ziel angekommen, umarmte ich natürlich Dinu und dankte ihm für seinen super Einsatz. Wir holten unser Gepäck und setzten uns ins Restaurant auf dem Gurten und genossen ein feines Dessert:-).
Dass wir, trotz dem für mich "gemütlichen" Start, über 2 Minuten schneller waren als bei meiner bisherigen Bestzeit, stellte mich sehr zufrieden.

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Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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