Verfasst von Tabea am 21.12.
Es ist zwar schon eine Woche her, aber ich möchte trotzdem kurz vom 100x100m-Schwimm-Event erzählen. Ich weiss nicht mehr, wie oft ich bereits an diesem Schwimmevent gestartet bin. Ich würde
sagen, es sind mehr als 6x. Aber jedes Mal ist es wieder etwas Spezielles. Denn ich schwimme höchstens einmal im Jahr 10km. Normalerweise schwimme ich 5km in einem Training, daher sind 10km dann
schon deutlich mehr.
Um 7 Uhr war der Start in Zuchwil. Wie immer meldete ich mich bei der 2min Bahn an, d.h. man schwimmt all 2min los auf die nächsten 100m. Ich habe so meistens 25sek Pause, bis es wieder losgeht
auf die nächsten 100m. Auf meiner Bahn war noch eine schnelle Schwimmerin und 6 weitere, welche ähnlich oder etwas langsamer waren wie ich. Ich schwamm die ersten 20x hinter der Kollegin her. Das
Tempo war hoch, der Wasserschatten für mich eher gering, obwohl ich hinter ihr schwamm - bis jetzt ist es mir schleierhaft, warum das so war. Denn normalerweise kann man um die 5 sek pro 100m
schneller schwimmen, wenn man direkt hinter jemandem im Wasserschatten schwimmt. Wir schwammen also die ersten 20x in einer Pace von 1min33sek pro 100m. Danach war ich 10x100m vorne und schwamm
genau gleich schnell. Danach war wieder die Kollegin, dann wieder ich. Die ersten 5km vergingen daher recht schnell. Mental hatte ich keine grosse Krise, aber ich fühlte mich auch schon besser im
Wasser. Bei km 7 nahm ich dann mal auf 500m die Flossen, um etwas Abwechslung zu schaffen. Ab km 8 wurden meine Armen müde und schwer, aber ich konnte trotzdem noch mit 1min35 schwimmen. Und dann
habe ich es wieder geschafft. 10km in einem Schnitt von 1:34sek. pro 100m da war ich äusserst zufrieden🙂 Danke an die OrganisatorInnen und alle, die dabei waren!
Dinus Steigerungslauf wurde nun beendet - in 3 Lauftrainings kam er zusammen auf 16km...... Er hatte sonst zu viel um die Ohren.
Verfasst von Dinu am 14.12.
Dinu Steigerungslauf hält an. Von zuerst 14km in einer Woche zu 18km und zuletzt knapp über 20km diese Woche sogar 31km! ER hatte einerseits am Dienstagmorgen Zeit für ein Lauftraining, dann kam
am Donnerstag der legendäre Glühweinrun mit dem TV Bolligen und am Wochenende kam er tatsächlich auch jeden Tag zu einer Laufeinheit. Nur an der Distanz sollte er nun langsam schrauben – die
längste Einheit war bei 8,5km. In den vergangenen Wintern war er oft eine Stunde pro Training unterwegs, also etwas über 10km. Dazu reichte in der letzten Zeit die Zeit einfach nicht. Aber das
wird sich bestimmt noch einpendeln.
Beim Glühweinrun rennen wir jedes Jahr nach Bern auf den Münsterplatz, geniessen Glühwein und rennen dann zurück.
Unser Adventsfenster war echt toll. Es gab zwar zuvor einiges an Arbeit, aber es kamen diesmal wirklich viele Leute vorbei. Auch viele, welche wir nicht direkt eingeladen hatten, was uns sehr
freute. Und phasenweise hatten wir einen riesen Haufen Kinder bei uns in der Wohnung. Ihr könnt Euch den Lärmpegel vorstellen! Zum Glück kam ein Grossteil unserer direkten NachbarInnen auch
vorbei 😊
Wir hatten verschiedene gefüllte Brote, Pilzschnitten (warm), Flammkuchen mit Lachs, Pizzaschnecken, Muffins, Wiehnachtschrömli, Früchtetee, Glühwein, Suppe, Würstchen,.... Das volle Programm ;-)
Daneben hatten wir schon zwei Weihnachtsfeiern mit Gotti/Gottekindern – es fängt so langsam an. Die Kids hatten eine Rundfahrt durch Bern mit dem Märlitram, wovon sie begeistert zurückkamen. Und Tabea fuhr mit den Velos mehrfach über die Nebelgrenze.
Tabeas Bericht von der Radfahrt nach Zürich wird noch folgen – jetzt fehlt noch ein zweiter Bericht! Derjenige vom 100x100m-Schwimmen in Zuchwil. Sie war auf jeden Fall wieder happy, es geschafft zu haben. Da sie in Trainings immer mal wieder bis 5km schwimmt, sind die ersten 5-6km gut machbar, danach komme der etwas mühsamere Teil – gefolgt vom Endspurt über die letzten 1-2km 😊
Verfasst von Dinu am 16.11.
Seit dem Traillauf ist Dinu wieder ruhiger geworden. In den 14 Tagen danach ist er knappe 26km gerannt – sprich in 2 Wochen weniger als da am Event. Wobei wir im Herbst ja immer etwas reduzieren. Dafür war gerade am letzten Wochenende wieder Einiges los (vor allem bei Dinu). Am Samstag durfte er am Diabetikertag in Aarau zum Thema Sport, Diabetes und Ernährung referieren. Er brachte sogar 2 Folien, auf denen er vom Gantrischtrail etwas erklärte. Die Organisatoren schätzen, dass etwas über 300 Leute im Hörsaal gesessen seien. Tabea war 2 Abende zuvor sehr hilfreich, indem sie meinte: «Besch Du eigentlech ned nervös? E chönt gloub nümme schlofe vor somene Event….» Wie es dann sein musste, war Julia am Freitagabend krank. Und so schlief sie dann im Elternbett und Dinu in Julias Kinderbett – für einen Erwachsenen etwas unbequem. Und so fühlte er sich am Samstagmorgen, als er etwas vor 7:00 in Richtung RBS losmarschierte, nicht so fit. Der Vortrag gelang ihm dann aber erstaunlich gut. Am Samstagabend genoss er dann ein Konzert von Fiddler’s Green im Kofmehl in Solothurn. Am Sonntag folgte dann gleich das nächste Konzert in Solothurn. Als Familie besuchten wir den Auftritt der Schwiizer Goofe und kamen alle begeistert zurück!
Verfasst von Dinu am 9.11.
Kaum war der Muskelkater von der Gurtenclassic verflogen, stand ich schon wieder an einer Startlinie. Wie immer bei mir – monatelang keine Wettkämpfe und dann mehrere innert kürzester Zeit. Diesmal stand der Gantrischtrail auf dem Programm, letzten Sonntag. 35km und 1500 Höhenmeter hiess es, als ich mich angemeldet hatte, 36km und 1'600 Höhenmeter hiess es dann kurz vor dem Start, weil die Strecke etwas angepasst worden war.
Ich reiste am Morgen per Zug und Postauto an und bereitete mich vor Ort vor. Die Prognosen waren klar: Es sollte die ganze Zeit regnen. Ich war entsprechend ausgerüstet, über meiner Regenjacke trug ich den vorgeschriebenen Trailrucksack mit den Pflichtgegenständen (und eher etwas zu viel als zu wenig). Kurz vor dem Start hörte es sogar einmal auf zu regnen, das liess etwas hoffen. Und dann gings los. In einem zügigen Tempo, zu Beginn etwas flach und dann immer wieder auf und ab. Schon kurz nach dem Start ging es eine Kuhweide in der Falllinie hoch. Da ich keiner der Vordersten bin, war natürlich die oberste Grasschicht schon etwas abgeschabt. Entsprechend rutschte ich bei jedem Schritt etwas ab und musste gut schauen, wo ich durchlaufe. Bei einer der ersten Abwärtspassagen rutsche ich auf dem linken Fuss etwas ab, der rechte war in der Luft. Als der linke Fuss wieder Griff bekam (auf einem Stein) merkte ich einen Schlag im linken Oberschenkel, aber ohne Nachwirkungen. Ich nahm mir aber vor, noch vorsichtiger abwärtszulaufen. Obwohl ich sonst schon einer der langsamsten abwärts war/bin.
Vor dem Start hatte ich gehofft, nach etwa 4h 25min im Ziel sein zu können – genau dann, wenn David zu seinem Rennen starten sollte. Aber da rechnete ich mir nun keine Chancen mehr aus.
Auf den 36km gabs drei Haupthügel zu erklimmen, wobei es immer wieder einmal auch kurz abwärts ging. Nach etwa 13km waren wir auf dem ersten Hügel, hier wehte ein kräftiger Wind. Ich kramte meine Handschuhe und das Stirnband hervor und rannte weiter. Abwärts gings auf einem breiten Kiesweg, herrlich. Dachte ich…. Und genau als ich den Satz zu Ende gedacht hatte, bog die Strecke nach rechts in einen Trail ab. Es gab verschiedenste Abwärtspassagen – solche, mit gutem Halt, solche, auf denen man versuchte, rechts und links vom Weg selbst einen Weg zu finden – weil auf dem Haupt-Trail hätte man gut auf dem Hinterteil runterrutschen können. Braun und matschig. Teilweise anspruchsvoll über Stock, Stein und Wurzeln. Also perfekt für einen Traillauf im Herbst! Auf einem Abwärtsstück hatte ich mächtig Glück, all etwa 1m war aus Stein eine kleine Treppenstufe, dazwischen Rasen. Auf einem Rasenstück rutschte ich aus und flog auf Po und Rücken. Zum Glück aber weder mit dem Kopf noch mit dem Rücken auf einem Tritt.
Die Gegend wirkte wunderschön, es gab auch Ausblick aufs Mittelland. Es gab aber auch etwas Nebel, kurz Hagel, viel Regen und etwas Kälte. Vor allem bei der zweiten Abwärtspassage fror ich. Die Handschuhe und das Stirnband waren völlig durchnässt, die halfen auch nichts mehr. Irgendwo durften wir auch einen Bach durchqueren. Die meisten, die da ankamen, hielten zuerst einmal an und schauten sich fragend um. Aber da auf der anderen Seite Fähnchen waren, wurde es rasch klar: Da muss man durch. Das Wasser war leider nicht sehr klar, so wusste man nie genau, wo man abstehen konnte. Ich war sicher bis etwas über die Knie im Wasser. Eine Läuferin vor mir rutschte etwas aus und stand dann etwa 3m weiter unten. Aber klar kamen alle auf der anderen Seite an – ein bleibendes Erlebnis.
Ich war erstaunt, dass ich auch beim dritten Anstieg rennen konnte, das freute mich doch! Längere Strecken war ich schon länger nicht mehr gerannt. Und länger wäre bei mir, mit Ausnahme der Gurtenclassic, Strecken über 10-12km.
Die letzte Abwärtsstrecke war aber einfacher als die vorherigen, so kam ich zügiger vorwärts. Und einen kleinen Moment hoffte ich doch noch, Davids oder zumindest Julias Start sehen zu können. Dann kam das Ortschild Riggisberg, die Ortschaft sah ich vor mir, es fehlten aber noch etwa 2km. Sollten es doch nur 15km sein? Ich begann zu hoffen. Doch dann führte der Weg recht ab der Strasse auf einen Kiesweg, dann wieder rechts – also der vorherigen Strecke entgegen. Und dann kreuz und quer über Feld, nochmals richtig heavy für den Kopf. Irgendwo sass dann auch noch ein Fotograf, in einem kleinen Zelt, und schaute gerade auf seiner Kamera etwas nach. Als ich vorbeirannt meinte er «Ou Mist». Ich fragte noch nach, ob ich nochmals umkehren sollte. Aber liess es dann bleiben, denn ich sah ein Stück hinter mir noch 2 weitere TeilnehmerInnen. Ich kam dann nach 4h 35min im Ziel an und sah noch gerade, wie die letzten aus Julias Kategorie ins Ziel rannten. Meine Familie fand ich erst etwa 5min später. Ich war sehr happy, dass ich eigentlich ohne grosse Krise oder Einbruch durchgekommen war. Insgesamt kamen 70 Männer ins Ziel, ich hatte 4h 35min – und der Nächste kam knappe 40 Sekunden nach mir an.
Unterwegs stand 3x derselbe Typ am Streckenrand (er begleitete wohl Jemand kurz hinter mir) und feuerte mich an mit den Worten «Gli gets e warmi Duschi». Wisst ihr, wie ich den verflucht habe, als ich dann unter der KALTEN Dusche stand????
Der Gantrischtrail ist echt empfehlenswert. Er stand schon sehr lange auf meiner To-Do-Liste! Aber mehrfach kamen Ferien, andere Events oder Anderes in die Quere. Und vor ein paar Jahren war ich
angemeldet und sicher besser in Form als jetzt – und da mussten sie einen Tag zuvor den Event absagen, weil Coronamassnahmen kurzfristig verschärft wurden….. Umso glücklicher bin ich nun, ihn
endlich gefinisht zu haben! Ich denke nicht zum letzten Mal – aber vielleicht einmal bei Sonnenschein?
Verfasst von Dinu am 3.11.
Nun folgt noch mein Bericht von der Gurtenclassic. Wobei, so klassisch war sie auch wieder nicht. Wir haben ja schon verschiedene Varianten erlebt – mit Biken als Zusatz, mit Bikerennen als Doppelstart gewertet,…. Und in diesem Jahr wars somit «nur» der Lauf, und das auch noch auf einer völlig neuen Strecke. Ich reiste mit den Kids an die Strecke, um Tabea anzufeuern. Wir parkierten bei der Haltestelle Gurten-Gartenstadt und marschierten dann zur Talstation der Gurtenbahn. Dort konnte ich die Kids einem Kollegen übergeben, welcher mit ihnen auf den Gurten hochfuhr, wo Tabea bald im Ziel ankommen sollte. Nun ging ich zur Startnummerausgabe, um meine Nummer abzuholen. Ich entschloss mich dazu, die Armteile meiner Zippjacke auszuziehen und somit in T-Shirt und Gilet zu rennen. Nun musste ich noch auf die Toilette. Zuerst einmal: Anstehen, dann konnte ich endlich aufs WC. Gerade als ich es mir so schön gemütlich gemacht hatte, merke ich: Da hats kein WC-Papier. Glück gehabt, noch gerade rechtzeitig! Ich schaue, ob ich irgendwo sonst noch Papier finde – Fehlanzeige. Also raus, beim Händewaschen Papier zum Trocknen nehmen – leider auch keines da. Nach mir hat es keine Schlange mehr – Murpys Law halt. Ich frage beim WC daneben nach, auch er hat kein Papier. Super….. Ah, da kam mir in den Sinn, dass es draussen doch Toitois hatte? Also ab nach draussen, hier hats wieder eine Schlange. Murpy nervt…. Ich bin an der Reihe, schaue als erstes zum Toilettenpapier. Das ist eine grosse Rolle, super! Also Platz nehmen und das Ganze genauer anschauen. Da kommt kein WC-Papier unten raus sondern vorne, durch ein kleines Löchlein. Käme….. Das wurde scheinbar nicht eingefädelt. Hier hat es also eine riesige Rolle, aber an die komme ich nicht ran. Oben hat es ein Schloss, welches sich nicht aushebeln lässt. Ich wieder raus, da steht nur noch eine Person, keine Schlange mehr. Murphy….. Er brauche nur WC-Papier, er wolle nur die Nase schnäuzen, sonst müsse er nicht aufs WC…Wir warten, eine Türe öffnet sich, eine volle Rolle hinter einer Plexiglasscheibe, vorne nicht eingefädelt. Nochmals warten, nun gehen zwei Türen auf, ich in die eine rein – das gleiche Bild!!!!! Ich mach bald in die Hose und kanns dann nicht einmal aufwischen!!! Wieder raus, der andere ging in die andere Box und kommt mit Papier raus! Da wurde der Papierspender mit Gewalt aufgebrochen, da war wohl Jemand ähnlich in Not wie ich. Hinterher fühlte ich mich erleichtert! Und die Nervosität hatte ich vergessen, erst jetzt, als ich realisierte, dass es hier fast keine Leute mehr hatte. In etwa 5 Minuten sollte der Startschuss ertönen, ich ging trotzdem noch kurz einlaufen. Danach stand ich etwas hinter der Mitte ein. Ich habe im Herbst noch etwas weniger trainiert wie sonst, meistens zwischen 10 und 25 Laufkilometer pro Woche. Seit dem Berglaufcup im August war ich auch nie mehr an der Startlinie eines Rennens gestanden und die neue Strecke kannte ich noch nicht. Aber ich freute mich darauf und hatte ein gutes Gefühl. Ich startete nicht zu zügig, sehr schnell kam schon der erste Anstieg – wohl einer der steilsten dieses Rennens. Danach gings flach weiter, wo ich schon ein paar Leute überholen konnte. Dann ging es runter ins Gurtentäli, da wurde ich mehrfach überholt. In den flachen Teilen oder bergauf war ich aber am Überholen. Bei der Hälfte der Strecke merkte ich, dass die Zeit, welche Tabea mir am Morgen berechnet/prognostiziert hatte, wohl etwas zu langsam war, ich schätzte, dass ich etwa 5min schneller sein werde. Ich machte also eine Sprachnachricht an Tabea, kurz darauf (Natel schon verräumt) kam die Antwort: «Me verstoht ned, was gseit hesch». Also schrieb ich nochmals, dass ich wohl etwa 5min früher im Ziel sein werde, wie «berechnet». Ich kenne den Gurten eigentlich recht gut, ich wusste aber trotzdem nicht immer, wo es durchgeht. Aber die letzten 1,5km waren klar. Ich gab nochmals Gas und rannte in Richtung Ziel. 100m vor dem Ziel stand meine Familie, ich hielt noch kurz an. Danach kam ich sehr zufrieden im Ziel an. Ich war recht zügig gelaufen, war mit der Zeit zufrieden und hatte mich auch gepusht. Die Strecke war sehr schön, abwechslungsreich und auch das Wetter hatte mitgemacht. Nun standen noch die Rennen der Kids an – ich durfte mit David mitrennen. Da machten meine müden Beine nur widerwillig mit. Ob ich darum noch drei Tage später leichten Muskelkater verspürte?
Ich sah es als gutes Training für den Gantrischtrail eine Woche später (also gestern). Davon schreibe ich dann nächste Woche, ich bin ja bekanntlich nicht so der Schnellste....
Verfasst von Tabea am 26.10.
Zum xten Mal stand ich am Start des Gurtenclassic-Velorennens, von welchem übrigens einer unserer allerersten Texte auf Tab-Di handelte. Damals gab es dort die Läufe und das Bikerennen und noch kein Rennradrennen. Dieses Mal war es aber besonders cool, denn die ganze Familie hatte einen sportlichen Einsatz: Dinu absolvierte den «langen» Lauf über 15km, Julia den Kidsrun 900m und David versuchte sich mit den 300m. Auch mit dabei waren Dane (welche immer wieder auf mehrtägige Touren und in Trainingslager mitkommt) und ihr Partner. Sie startete am Radrennen. Sein Einsatz war: unsere Kids auf den Gurten zu Mami zu bringen. Warum? Der Start des Rennradrennens war um 10.20, Dinus Start um 12.00. Ich rechnete knapp 1h30 für mein Rennen mit Ziel oben auf dem Gurtet und es reichte einfach nicht, um pünktlich zu Dinu's Start wieder unten zu sein, um die Kids zu übernehmen. Daher waren wir sehr dankbar, dass er unsere Kinder hoch auf den Gurten begleitete.
Aber jetzt zu meinem Rennen. Wie bereits in den letzten Jahren war ich schon wieder nicht 100% fit am Start. 2 Tage vorher fing es an mit Bauchrumpeln und Appetitlosigkeit. Ich konnte zwar alles erledigen, aber war müder wie sonst und ich hatte Sorge, dass ich noch ganz krank werden würde. Am Sonntag morgen fuhr ich dann sehr gemütlich mit dem Rennrad von zu Hause aus an den Start der Gurtenclassic in Wabern. Schon beim Einfahren war mein Puls erhöht. War dies die Nervosität? Oder ist da wirklich irgendein Käfer in mir? Ich wusste es nicht genau. Daher stand ich pünktlich am Start und war sehr gespannt, wie es laufen würde. Ich stand zwar relativ weit vorne ein, es wäre aber wohl noch etwas besser gewesen, etwas weiter vorne zu stehen. Und dann gings los. Wie in den letzten Jahren - BRUTAL SCHNELL. Bereits nach 700, gings in den 1. Anstieg. Meine Beine glühten. Es fühlte sich an, wie wenn ich kaum vom Fleck kommen würde.... Irgendwie kam ich oben an, schnappte nach Luft und versuchte, an einer Gruppe dranzubleiben. Aber schon bald gings runter nach Köniz. Die Strassen waren noch nass und es hatte viele Blätter drauf. Daher bremste ich eher mehr als normal. Dann gings weiter, coupiert, und ich hatte eine riesige Gruppe. Es fuhr sich gut, vom Gegenwind bekam ich nicht viel mit - die Vordersten aber bestimmt - denn es wehte kräftig gegen uns. Zu dieser Zeit war noch eine andere Frau bei mir in der Gruppe, aber irgendwann verriss es die Gruppe und ich konnte mitgehen und die andere Frau nicht. Ab dann war ich in der Männergruppe alleine unterwegs. Dann gings nach Borisried hoch. Die Anstiege konnte ich sehr gut raufdrücken und überholte jeweils viele Männer. Es brachte leider nicht viel, weil ich dann im flachen retourüberholt und beim Runterfahren noch mehr überholte wurde. Oben auf dem Berg in Borisried war der Bergpreis. Dort fuhr ich als 3. Frau rüber, dies wusste ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht. Danach verpasste ich eine grosse Gruppe und war nur mit 2 Männern unterwegs - dummerweise auf dem Teilstück, wo es ca. 4km leicht runter nach Kehrsatz ging. Es lief nicht so schnell, wie ich erhofft hatte, aber immer noch schneller, wie wenn ich allein unterwegs gewesen wäre. Der letzte Anstieg auf den Gurten ging mir recht gut, es war aber hart. Ich kam dann als 3. Frau overall und 2. in meiner Altersklasse und 3. beim Bergpreis im Ziel an. Ich brauchte 1h28:05. Ich war zuerst etwas enttäuscht, als ich diese Zeit sah, denn letztes Jahr hatte ich 1:27 und das Jahr vorher 1:26. Aber dieses Jahr gabs ein grosses ABER, wir hatten viel Wind und durch die nassen Strassen, welche oft mit Blättern übersäht waren, waren die Abfahrten langsamer wie sonst. Daher bin ich sehr zufrieden, vor allem auch, weil ich zuvor dachte, dass es heute nicht werden würde, da ich mich wieder einmal nicht so gut fühlte🙂.
Auch Julia und David liefen ein super Rennen. David war bei den ganz Kleinen dabei und konnte seine 300m locker abspulen. Er matte mega Spass dabei. Auch Julia war motiviert bei der Sache. Sie gab so richtig Gas und hatte eine superschnelle Zeit erreicht. Und last but not least: Dinu, der mit seinem geringen Trainingsumsatz eine zufriedenstellende Zeit lief.
Verfasst von Tabea am 19.10.
Am Samstag startete ich zum dritten Mal am Ride&Race Gravel-Rennen in Bern. Das Wetter war perfekt gemeldet, kühl, sonnig und nicht nass. Ich fuhr am Morgen von zu Hause an den Start in der Länggasse. Neu war der Start beim Von-Roll-Areal und nicht mehr beim Weyermannshaus. Daher wurde die Strecke auch geändert und war nun ca. 4km länger.
Ich holte die Startnummer ab und war noch 1h zu früh vor Ort. Daher begab ich mich in den Bremgartenwald zum Einfahren. Die Handschuhe hatte ich nicht mehr angezogen, weil ich dachte, es sei warm genug ohne. Fehlannahme. Schon ziemlich bald waren meine Hände eiskalt denn die Sonne, die bei der Hinfahrt schien, war nun verschwunden.
Beim Einfahren hatte ich noch fast einen doofen Unfall. Eine Brücke führt über die Autobahn. Von einem Kiesweg bog ich rechts auf die Brücke ein und beschleunigte dabei, um zu schauen, wie viel es verträgt auf dem Kies. Und prompt kam von der anderen Seite auch ein Gravelfahrer und wollte genau das Gleiche tun, einfach in umgekehrter Richtung. Wir beide rissen eine Vollbremsung und die Räder touchierten sich. Mit grossen Augen schaute ich dem Typen in die Augen, er war genauso geschockt.... Daher liess ich danach das Einfahren und ging mich im WC aufwärmen. Punkt 12 Uhr war dann der Start. Ca. 800 Leute waren am Start. Ich war im 1. Startblock eingeteilt und hielt mich dort im hinteren Drittel auf. Und dann gings los. Irre schnell wie immer, irre schnell wurde auch wieder gebremst und man musste aufpassen, dass man nicht eine Kollision hatte. Dann gings in den Bremgartenwald. Mal rechts, mal links, immer anders, es gab nicht allzu lange gerade Strecken, es wechselte immer. Nach jeder Kurve musste ich den anderen wieder nachsprinten, weil ich zu stark bremste. Es war sehr unruhig zu fahren, es waren auch viele Leute auf der Strecke. Nach ca. 10km verzog sich das Feld etwas. Es ging auch runter zur Aare, ich bremste wie immer eher viel und wurde ständig überholt. Ich glaube, ich habe nie jemanden überholt beim Runterfahren…. Dafür sah es anders aus, sobald es hoch ging. Dort konnte ich all jene stehen lassen, welche mich abwärts überholten. Folglich waren wir irgendwie immer zusammen unterwegs, wenns flach war. Frauen hatte ich nie um mich rum. Die Kilometer vergingen wie im Fluge! Die Strecke war sehr schön, meistens waren es Kieswege, manchmal auch enge Pfade/Trails. Technisch anspruchsvoll war es zum Glück eigentlich nie. Nach genau 2h kam ich glücklich im Ziel an. Ich wurde 1. Frau in meiner Altersklasse. Es gab euch noch eine Kategorie: Lizenzierte Fahrerinnen. Dort starteten 18 Frauen. Ich wäre dort 13. geworden, was mich freute. Es lief mir hervorragend und es machte Spass!
Unsere Kids hatten dann auch noch ihren Start. Sie waren am Morgen noch am Hol&Bringtag in Urtenen-Schönbühl und waren dann zu meinem Start angereist. Sie standen zweimal an der Strecke, um mich anzufeuern. Danach dauerte es über 4 Stunden, bis auch sie starten konnten. Aber es hatte viele tolle Stände, sie holten ihre Startnummern ab, es gab diverse Spielmöglichkeiten für die Kids, sie sahen meine Zieleinfahrt, assen Zmittag, waren bei meiner Siegerehrung mit dabei und wollten ihre Rennstrecken schon einmal abfahren.
Julia startete auf der 1.7km Runde und hatte auch viel Freude dabei. Krass wie schnell auch dort schon gefahren wird. David durfte auf der 500m Runde fahren. Er wurde 2. in seinem Jahrgang - ja, kein Wunder, viele im Jahrgang 22 fahren noch Like-a-Bike oder sind neu mit einem Fahrrad unterwegs. David fährt schon über 1 Jahr Rad und hat daher Vorteile🙂
Seit längerem haben Petra Eggenschwiler und ich ein Datum definiert, am dem wir mit dem Rad ins Tessin fahren wollten. Mit den Rennrädern! Das Ziel war: Eine Pizza in Lugano essen gehen. Dieses
Datum war der letzte Mittwoch. Ein paar Tage zuvor meldets sich Petra bei mir und meinte, dass die Tour doch zu lang sein könnte, weil sie am Sonntag am Brienzerseelauf starten wolle. Somit
schauten wir für eine kürzere Tour, welche aber auch 180km/3500hm beinhaltete. Um 16 Uhr am Tag zuvor kam die Whatsappnachricht von ihr: «Mir chöi im Fau süsch glich nach Lugano.....» Ich
überlegte kurz.... Und bejahte. Ich zweifelte aber sehr daran, ob ich das schaffen würde. Denn ich war gerade etwas weniger fit, da ich noch erkältet war, plus 1 Woche pausierte während den
Ferien. Ausserdem meldete sich immer wieder mal eine Sehne am Gesässansatz, vor allem bei längeren Fahrten.... Dennoch sagte ich zu. Weil ich wollte ja auch nach Lugano! Ach ja, in der
Whatsapp-Nachricht hiess es auch noch: «I weiss, du wirsch mi hassä! Mir treffe üs um 4.30 Uhr in Zell!» Ja, echt, ich dachte, das sei ein Witz!!! 5.30 Uhr in Zell, das hiess für mich, um 04.00
loszufahren, somit um 03.45 aufzustehen. Juhee! Und das bei sommerlichen Temperaturen um die 5 Grad😉. Gesagt, getan, so radelte ich pünktlich los. Dicke Handschuhe, ein Windstopper und ein dünnes
Windjäcken mussten reichen, um die Kälte auszuhalten. Stockdunkel wars. Ich fuhr über die Lueg. Mein Licht hatte ich nicht gut montiert, der Scheinwerfer strahlte immer wieder in die Luft. In
Huttwil hatte ich das erste Mal richtig kalt, vor allem waren die Füsse kalt. Daher stoppte ich bei einem Robidog-Eimer und zog zwei Robidogsäcke über meine Füsse. Pünktlich war ich um 5.30 in
Zell. Wir radelten dann gemütlich nach Luzern, danach am Vierwaldstättersee entlang. Um 7.30 wurde es dann heller, aber leider waren viele Wolken vorhanden und es war immer noch frisch. Uns kam
dann in den Sinn, dass da irgendwas war mit der Axenstrasse.... Wir googelten kurz: So ein Mist, diese sollte gesperrt sein für Velofahrer! Ein Shuttlebus verkehrte für die Velofahrer. Wer uns
aber kennt, weiss, dass wir zuerst selbst schauen gehen, ob das wirklich so ist. Und dann war da in der Tat ein Verbotschild für Velofahrer. Aber auf dem Troittoir konnte man weiterfahren. Wir
fuhren gemütlich weiter und wir kamen in der Tat durch die Axenstrasse ohne Shuttle. In Wassen nach knapp 6h machten wir unseren ersten längeren Stopp. Die Sonne kam gerade noch nicht dorthin,
daher war es immernoch recht kalt. Daher wärmten wir uns noch in einem Restaurant mit einem Tee/Kaffee und fuhren anschliessen auf den Gotthardpass. Auf dem Gotthardpass musste ich noch 2 kleine
Plüschtierli für die Kids shoppen. Petra schaute mich mit grossen Augen an und dachte wohl, dass "Tabea spinnt" (wer nicht??). Sie fragte dann: «Wo wosch die anedue? hesch doch ke Platz?» Sie
hatte recht, aber irgendwie fand ich dann doch noch Platz. Ein Bidonhalter musste daran glauben und wurde als Gepäckablage benutzt. Noch 100km trennten uns von Lugano. Die Beine waren bereits
müde, aber irgendwie gings. Mein Gesässansatz spürte ich nun. In Bellinzona gabs nochmals einen letzten Halt, ehe es den Monte Ceneri hoch ging. Die letzten 20km gingen dann mehrheitlich runter.
Nach 285km und 3800hm waren wir dann in Lugano angekommen. Happy und müde. Wir suchten uns eine Pizzeria und füllten unsere Mägen. Und dann gings auf die lange Retourfahrt... 3.5h im Zug.
Daneben gabs diverse Ausflüge mit den Kids (Bantiger, Hirsche suchen im Justistal (erfolglos im Hochnebel), Wandern in der Region Saanenland, Wasserspiele in Thun und Biketrail.
Verfasst von Dinu am 5.10.
Vom Dienstag 23. bis Dienstag, 30. September waren wir in der Türkei. Zusammen mit einer Nachbarsfamilie durften wir noch ein paar Tage Sonnenschein und viel warmes Wasser geniessen. Wir hatten ein Hotel mit einem grossen Wasserpark gebucht und waren mehrfach auf den tollen Rutschbahnen anzutreffen. Einer der Bademeister fand, er habe noch nie einen so kleinen Jungen so mutig ins Wasser hüpfen sehen wie David. Die Kids hatten ein Paradies – ihre besten KollegInnen mit dabei, viele Kinderaktivitäten und jeden Abend Minidisco! Klar blieben wir nie einen ganzen Tag in der Hotelanlage – wir besuchten die Nachbarstädte Kusadasi, Selcuk und das malerische Bergdorf Sirince. Wir fuhren mit einem Piratenschiff, entdeckten Höhlen, schnorchelten und bauten Sandburgen. Tabea war 2x schwimmen und machte einen «Spaziergang» auf einen Hügel. Dinu war 2x Joggen, einmal am Strand und einmal ins Landesinnere – inkl. Treffen mit einem Rudel streunender Hunde. Und Rumpftrainings standen auch auf dem Programm. Nun sind wir aber bald wieder eine Woche zurück, arbeiten fleissig, Julia besuchte 2 Angebote vom Fäger/Ferienpass und wir waren auf dem Biketrail und dem Pumptrack.
Verfasst von Tabea am 7.9.
Seit längerer Zeit (da spreche ich von Monaten) habe ich Schmerzen in der Ferse. Ich hatte es lange im
Griff, so dass ich trotzdem joggen und ein paar coole Triathlons finishen konnte. Leider wurden jetzt die Schmerzen zunehmend stärker. Vorletzte Woche absolvierte ich noch ein Bahntraining,
rannte 10x400m so schnell es ging. Währenddessen hatte ich keinerlei Beschwerden. Danach sah es dann aber komplett anders aus. Ich humpelte durch die Gegend, konnte kaum mehr auf dem Fuss stehen.
Da ich am folgenden Tag sowieso gerade einen Arzttermin hatte, fragte ich ihn, ob man nicht ein MRT machen könnte. Ich vermutete stark, dass es wieder eine Plantar Fascilitis ist. Vor ca. 8
Jahren hatte ich damit über 3 Jahre zu kämpfen.... Das MRT konnte ich dann letzte Woche machen. Und ja, es ist leider eine Plantar Fascilitis plus noch eine weitere entzündete Sehne, an der
Innenseite des Fusses - wie wenn eine Sehne nicht schon genug wäre..... Somit ist jetzt leider eine längere Laufpause angesagt. Ich hoffe, dass dieses Mal die Regeneration dieser Sehne schneller
geht, wie vor 8 Jahren..... Der Optimismus fehlt im Moment gerade noch.
Wie gerne wäre ich auch am Jungfraumarathon gestartet, der diesen Samstag bei bestem Wetter stattfand.... Stattdessen entschied ich mich spontan, am Velorennen Brienz-Axalp teilzunehmen. 9km und
900hm müssen dabei erklommen werden. Als «warm Up» diente mir die Hinfahrt mit dem Rad von zu Hause nach Brienz - 3h und 86km. So hatte ich bereits vor dem Start müde Beine. Dies war aber bewusst
so gedacht. Ich wollte schauen, wie schnell ich unter dieser Vorbelastung da hochfahren kann. Es ist ein kleines Rennen. Die Teilnehmenden sind sehr gut trainiert und somit schnell. 6 Frauen
waren am Start. Punkt 14 Uhr fiel der Startschuss. Und es ging Vollgas los. Ich konzentrierte mich nur auf mich. Die ersten 30min konnte ich meine Watt hochhalten, dann wurde es hart. Meine Watt
fielen zusammen, ich versuchte aber immer wieder zu pushen. Nach 45min54sek kam ich im Ziel an. Ich war zufrieden. Ohne Vorbelastung wäre es bestimmt besser gegangen. Aber ich wurde auch so 2.
Frau. Overall wurde ich 30. von 44. Da sieht man, wie stark das Teilnehmerfeld war!!!!
Verfasst von Dinu in den letzten Monaten.....
Der Stone-Xtreme-Triathlon ist ja schon eine Weile her. Tabea hatte damals einen Bericht verfasst und ich habe auch begonnen, ein «paar» Zeilen zu schreiben. Hier kommen endlich meine Eindrücke: So ein Tag als Supporter startet ja auch um 2:00, 15min bevor der Wecker klingelt, und dauert auch bis am späten Abend. Da erlebt man auch genügend, um etwas zu erzählen:
- Ihr könnt Euch ja vorstellen, was wir dann so früh (wenn man, wie erwähnt, weit vor dem Weckerklingeln aufsteht) vor Ort gemacht haben, bis das Schiff mit Tabea um 3:20 losfuhr? Nervös werden 😊
- Wobei, Storys gibt’s ja auch noch von vorher, da war z.B. die Anreise! Kurz nach der Grenze hielten wir in der Nähe von Como an, um ein Mittagessen für Tabea zu kaufen. Ich wollte danach am Gomersee essen und evtl. kurz baden, Tabea hatte Angst, wir kämen dann zu spät vor Ort an. Wir könnten ja dann auch im Lago d’Iseo baden gehen. Also assen wir im Auto. Vor Ort regnete es dann aber – nix mehr mit baden, auch wenn die Zeit gut gereicht hätte!
- Fr.: Check-In, Tabea fährt mit dem Rennrad hin (mit Umwegen), im Renndress. Und geht dann so zum Check-In – Barfuss im Renndress. Wenn Sie jeweils andere in dem Outfit sieht, findet sie, dass die so sportlich aussehen und sie nervös machen würden. Nun also umgekehrt.
- Italien, das Raceoffice zum Check-in macht selbstverständlich erst etwa 5min nach der offiziellen Öffnungszeit auf. Vor der Türe warten ÖsterreicherInnen, Deutsche und Tabea und ich 😊 Aber sicher noch keine Einheimischen 😊
- Sie hat somit als eine der ersten eingecheckt und am Folgetag als eine der Ersten wieder ausgecheckt 😊
- Nach dem Tabea mit dem Schiff losgefahren war, überlegte ich, ob ich nochmals zurück zum Hotel fahren sollte (ich hätte mich gut noch 50min hinlegen können), entschied mich aber fürs Warten und lauschte dem Plätschern des Sees und dem Betreuungsteam (etwa 7 Personen!!!) eines Deutschen, welches über ein anderes deutsches Team lästerten – und sich nicht überlegten, dass ich ihre Sprache evtl. auch verstehen könnte 😊
- Auf der Rennradstrecke hielt ich einmal an, um einem Teilnehmer beim Flicken seines Hinterrades zu helfen und, da ich eine Pumpe im Auto hatte, vor allem zu pumpen.
- Als ich das Tabea erzählte, hatte sie keine Freude – schliesslich konnte ich ihr ja nicht helfen, als sie einen Platten hatte. Diesen hatte sie diesen ja in einer Fussgängerzone, in die ich nicht gut mit dem Auto reinfahren konnte.
- Einmal wünschte sie sich ein Cola. Perfekt, vis-a-vis stand eine Bar mit Touris-Material, da steuerte ich hinein. Sie hatten Cola im Glasfläschchen und ColaZero in Dosen. Sie wollte Cola, aber Glas war ungeeignet zum Abgeben während der Fahrt. Also raus, eine Rivella blau (meines) in einen Bidon umfüllen, hinein und das Cola in das Rivellafläschchen und los. Als ich das Tabea abgeben konnte, fand sie: «Das esch vöu zwenig, e bruche meh!»
- Es war noch Morgenfrüh, im letzten Dorf hatten alle grösseren Läden noch geschlossen – woher ein grosses Cola nehmen?? Google hilft, zeigt geöffnete Läden in der Umgebung, losdüsen und mit 5dl Cola zurückbringen.
- Das Rennrad war während der Nacht verregnet worden. Die Kette quietschte entsprechend, was Tabea hasst. Ich durfte also Öl organisieren. Ich fand, etwas abseits, ein Geschäft von STIHL (Fachgeschäft für motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Garten- und Landschaftspflege und die Bauwirtschaft) – ab, hinein, etwas von «Olio per Bicicletta» faseln und warten. Nummer 1 verstand mich nicht, Nr. 2 holte eine Spühdose und verkaufte sie mir für 8 Euro 50cents. Ab damit zu Tabea, die mir erzählt, dass ihr ein anderer Supporter mit ausgeholfen hat…..
- Wohl zum Glück, als ich die Dose anschaute (siehe Fotos in der Galerie) hiess es da etwas von Silicon darauf…..
- Ich organsierte alles das, was oben stand, füllte Bidons auf, reichte Gel und essen, hielt in einer Bäckerei um Brot zu kaufen, verfuhr mich 2x kurz, beobachtete die Rangliste, das Wetter, die verbleibende Distanz, hielt die Daheimgebliebenen auf dem Laufenden, überredete Tabea dazu, eine Jacke für die erste Abfahrt anzuziehen (e ha grad warm – und unten schlotterte sie trotz Jacke), pumpte ihren Pneu und half beim Flicken eines andern und schaute, was sie für den 2. Anstieg brauchte, da ich sie dort nicht begleiten durfte.
- Zu Hause hatte Tabea gesagt, der Einsatz würde easy, ich hätte nicht viel zu tun, ich könnte sicher einmal selbst noch etwas Sport treiben 😊 Ich glaube, sie war noch nie Supporterin 😊
- Wechselzone aufs Laufen: Ich richte alles ein im «Changing-Room» für die Damen. Inkl. verschiedener Getränke und Essen. Das Material wird kontrolliert (Haben sie alles dabei? Dann ist ok 😊), ich bin parat. Auf dem Platz ist kein Internet verfügbar, also gehe ich etwa 20m hoch, warte 10 Sek., aktualisiere den Tracker, sehe, Tabea ist kurz vor dem Gipfel, bald fährt sie runter. Ich gehe runter, warte. Wieder hoch, Internet, noch etwa 10km, eher abwärts, also nicht mehr soo lange. Beim nächsten Check: Noch 5km, kurz darauf wieder hoch – Shit, der Tracker zeigt, sie ist in der Wechselzone. Vollgas runter, da steht sie, verloren und findet, sie warte MINDESTENS schon 10min hier (obwohl sie 2min zuvor noch nicht da war…)!
- Nach dem Wechsel, sie hat Mühe zu Rennen. Ich organisiere allerlei zu Essen und Trinken und begleite sie auf den ersten Metern, aus denen dann über 1km wird. Ich in den Sandalen und vollen Händen, sie wird immer wie schneller……
- Sie wünscht beim nächsten Treffen M&Ms! Ich war in drei Geschäften, bis ich M&Ms erhalten habe! Drei Lebensmittelgeschäfte!!!!
- Danach zurück, die Damengarderobe aufräumen (zuerst darf ich nicht rein, es gibt noch eine Kurzdistanz, und da wechselt gerade eine Frau im Zelt…..), Velo mitnehmen (die Helfer wollen mich zuerst nicht rauslassen mit dem Velo), danach das neue Hotel beziehen, Gepäck hoch in den 3. Stock, Neopren und nasse Sachen aufhängen, Veloschuhe auslüften, etc und dann wieder weiter.
- Blick auf den Tracker, Tabea ist bei km 5, bei km 10 kommt sie in ein Dorf, wo ich zu ihr hinkann – also los, Strecke suchen, Parkplatz und mich parat machen. Blick auf den Tracker: Sie ist noch oben im Wald, ich habe noch Zeit. Ich laufe ihr etwas entgegen, feure andere Teilnehmende und wart ungeduldig. Ich schaue den Tracker an – hmmm, sie ist immer noch etwa am gleichen Ort. Was ist wohl los? Ein paar Minuten später schaue ich genauer – man kann für mehr Informationen klicken. Da steht, dass der angezeigt Punkt der letzte Standort sei, man aber von Tabeas Tracker seit 40min kein Signal mehr empfangen hat. Der Standort ist etwa 4km entfernt – ist sie nun hier schon durchgekommen oder kommt sie noch? Wenn sie weitergetrottet ist wohl nicht. Ich versuche, anzurufen – sie scheint keinen Empfang zu haben. Ich frage den nächsten Teilnehmer: «Tabea? Die ist schnell, die ist sicher schon fast im Ziel» erklärt er auf italienisch. Ich sehe: «Tabea ist bekannt 😊».
- Die Ortschaft, in der ich wartete, hiess übrigens Temu! Ich wartete oberhalb, es hatte aber auch Supporter unten im Dorf und assen Gelati. Gelati von Temu – ob das gut kommt?
- Nun aber schnell los: Ab, zurück nach Ponte die Legno, dort war Tabea auf die Laufstrecke gestartet und kam sie nach 21km wieder durch. Parkplatz suchen und ab auf die Laufstrecke, mit meinen Sandalen entgegenlaufen, um dann irgendwo an einem Schattenplätzchen zu warten. Mittlerweile brennt die Sonne. Immer wieder versuchen, ob ich Tabea erreiche und den Tracker beobachten. Alle anderen Tracker sind aktiv, nur der von Tabea steht nun seit über einer Stunde…. Nach und nach kommen sie Teilnehmer, die ich von der Radstrecke kenne. Seit über einer Stunde kein Empfang für den Tracker, seit über 30min weder per Whatsapp, Telefon noch SMS erreichbar? Da kann etwas nicht stimmen! Ich suche die Telefonnummer des Zuständigen des Events - ich weiss noch, wo die im Reglement steht, welches ausgedruckt im Auto liegt, ich online aber nicht finde ☹
- Da!! Da kommt Tabea anmarschiert, ich traue meinen Augen nicht – man war ich erleichtert!
- Das Natel, das funktioniere seit etwa 1,5 Stunden nicht mehr….. Ob sie es mal neu gestartet habe, frage ich. Nö, wieso….. Danach hatte sie wieder Empfang……
- Wir kommen auf dem grossen Platz in Ponte di Legno wieder vorbei, dort, wo sie auf die Schuhe gewechselt und zuvor auch ihre Platte hatte. Ich muss schauen, dass man sie nicht wieder auf den ersten Teil der Laufstrecke schickt (passierte andern, ich hatte interveniert) und nehme den Tracker und suche Helfer während Tabea weiterjoggt. Währenddem drücke ich am Tracker rum, eine Frau sucht überall nach Verantwortlichen, zwei, die sie findet, sagen, dass Niemand da ist. Als dann einer kommt will ich ihm auf dem App zeigen, dass Tabea seit 90min still steht – aber nun läuft der Tracker wieder, da ich rumgedrückt hatte….. Zurück zum Auto, Tabea nach, den Tracker bringen. Ich rufe sie an, ich brauche ihren Standort – möglichst rasch, weil die nächsten 8km ist sie auf Trails in den Bergen unterwegs…… Klappt!
- Organisieren, aufräumen, etwas zu trinken organisieren und auf.
- Etwa bei Kilometer 29 sehe ich sie wieder, sie hat haufenweise Fragen (geht’s da hoch? Wie weit bis….) da ich mich hier wohl gut auskenne?
- Nun zum nächsten Checkpoint, ab da renne ich mit. Der Point ist 1km von der Bergbahn, mit welcher wir am Schluss runterkommen werden, entfernt. Wo soll ich parkieren? Bei der Bahn, da wir am Schluss sicher erschöpft sind? Nö, oben beim Checkpoint, falls etwas fehlt, ist es gut, wenns Auto da ist!
- Meinen Laufrucksack befüllen, umziehen (Trail mit Sandalen? Keine gute Idee….) und ihr entgegen laufe. Sie hat etwas Verspätung – sie musste seit Stunden das erste Mal die Blase entleeren, der Darm ist zum Glück ruhig!
- Man sieht den Gipfel, auf den wir hochmüssen, der Weg führt aber rund um den Berg rum und von hinten hoch – gefühlt weg vom Ziel! Zuerst noch abwärts – und Tabea hat nonstop Angst, dass wir falsch laufen.
- Obwohl die Frau auf Rang zwei bei der letzten offiziellen Zwischenzeit etwa eine Stunde hinter Tabea lag (Und das erst vor kurzem gemessen wurde) musste ich all 3-5min bitte einmal schauen, ob eine Frau von hinten kommen würde.
- Wobei: Herumschauen lohnte sich, die Umgebung war wunderschön!
- Am Vortag ein «kurzes» Trailtraining zu absolvieren war eine doofe Idee. Meine Beine schmerzten bei jedem Schritt. Aber sicher weniger wie die von Tabea.
- Irgendwann kamen wir oben an – gewaltig! Tabea war überglücklich, im Ziel zu sein und den Druck los zu sein. Und ich war sehr stolz auf sie!!
Das "Öl":
Verfasst von Tabea am 17.8.2025
Das war mein Inferno-Triathlon 2025:
Es war ein voller Erfolg. Gestartet bin ich mässig gut, es wurde aber dann immer besser. Aber nun von vorne.
9 Tage vor dem Wettkampf begann David zu husten. Ich hatte schon Panik, dass es mich nun auch erwischen würde. Ich versuchte, so gut es ging, seinen Hustenattacken
auszuweichen und wir waren zum Glück fast nur draussen unterwegs. Daher war die Ansteckungsgefahr etwas tiefer. 5 Tage vor dem Event hatte David 40 Grad Fieber! Nochmals kam Panik in mir auf!
Wenn ich mich jetzt anstecke, dann wird es keinen Inferno Triathlon geben, dachte ich! Ich hatte seit Montag vor dem Wettkampf täglich Bauchschmerzen und Übelkeit am Morgen. Hatte ich auch einen
Infekt? Ich fühlte mich deswegen auch nicht fit. Am Freitag legte ich mich tagsüber sogar hin, weil ich mich unwohl fühlte. Und das 1 Tag vor dem Inferno Triathlon. Ich entschied mich dann
trotzdem, am Freitag das ganze Rennmaterial im Berner Oberland zu verteilen. Ich hatte bereits alles mit den Kids organisiert – David war in der Spielgruppe, Julia im Kindergarten und beide
mussten danach irgendwie betreut werden…. Es war nicht einfach dies zu organisieren, da meine Eltern nicht da waren. Unsere Nachbarn halfen aber – Danke!
Das Einchecken ging gut vonstatten. Eigentlich hätte ich danach noch Ruhe benötigt, aber selbstverständlich ging das nicht mit unseren Kids. Wir gingen noch in die Badi, assen dort Abendessen und
kamen gegen 21 Uhr nach Hause. Bald legte ich mich dann hin, denn um 04.30 klingelte bereits der Wecker. (Anmerkung Dinu: Zwei Tage zuvor meinte Tabea: 5:15 losfahren reicht, evtl. sogar etwas
später. Am Abend zuvor lautete der Plan: „Am 5i zur Wohnig us u zum Auto abe loufe“. Und am Morgen um 4:50 sagte Tabea „Was besch no am mache, mer sette öppe los!“ Somit fuhren wir dann um 5:00
los – und hatten Einiges zu Hause vergessen…..).
Diese Nacht, von Freitag auf Samstag war sehr speziell. Ich hatte die halbe Nacht Bauchweh. Plötzlich um 03.00 Uhr hörte es auf. Nichts war mehr da! Kein Bauchweh, nichts. Ganz komische Sache war
das – ich traute dem aber nicht wirklich.
Schlafend nahmen wir die Kids ins Auto. Sicherheitshalber hatten wir den Thule mit dabei, falls die Kids beim Schwimmstart immer noch schlafen sollten…Und so war es dann auch. Sie waren noch
dösend unterwegs und bekamen von meinem Abgang gar nicht viel mit.
Ich ass noch ein Milchreis und drückte ein Brötli runter – mehr widerwillig, aber was sein muss, muss sein. Und dann zog ich den Neoprenanzug an und quatschte noch mit vielen Leuten. Man kennt am Inferno Triathlon immer viele – das ist wirklich toll.
Als ich zum See rausschaute, wurde mir komisch zu Mute. Viele Wellen und Wind. Ich freute mich nicht gerade auf diesen Schwimmausflug und noch weniger freute ich mich auf die bevorstehende Hitze auf dem Rad/Laufen. Aber dann gings los.
Swim: enttäuschende Zeit. Ca. 6min langsamer, wegen Wellen und Strömung - aber dies ging allen so daher war meine Zeit dann doch ok. Aber mein Schwimmgefühl war echt schlecht. 2x wurde ich von einem Kanu angehalten, da ich zu weit rechts schwimmen würde. Das stimmte aber aus meiner Sicht nicht. Daher versuchte ich es halt nochmals und wurde wieder nach links geschickt. Ich war verunsichert, ob ich tatsächlich so falsch lag…
Roadbike: 1. Anstieg auf Beatenberg ging super. Ich hatte viel Kraft in den Beinen und konnte gut den Berg hochdrücken. Auf dem Beatenberg hatte ich dann leider Bauchkrämpfe und musste ca. 5min WC-Pause machen... (Anmerkung Dinu: Sie behauptet, das liege am Adrenalin, und sicher nicht am Falaffelburger mit Salat am Vorabend…) Zum Glück wars dann wieder gut. Unten am Brienzersee musste ich wegen einer roten Ampel anhalten, was mich nochmals 1 Minute kostete. Beim Aufstieg zur grossen Scheidegg überholte ich eine andere Singlefrau. Auf den letzten 5km kam aber eine weitere Singlefrau von hinten näher, wobei sie mich nicht ganz aufholen konnte. Es gab neu eine Neutralisation in Grindelwald, damit man nicht zu schnell durch das Dort fahren würde. Diese Zeit nutze ich für ein Bad in einem Brunnen, um mich abzukühlen und ich konnte in aller Ruhe mit meiner Family sprechen und mein Rad übergeben.
Bike: Dank meiner Brunnenaktion bin ich gut gekühlt aufs Bike gestartet. Bei der Abfahrt im technischen Teil schob ich mein Bike und wurde von der starken Singlefrau Leonie Baumgartner überholt. Ihr anzuhängen lohnte sich aus meiner Sicht nicht, da ich wusste, dass sie sowieso viel schneller laufen würde.
Run: Bis Mürren liefs nicht gut. Meine Hamstrings machten sich übel bemerkbar, daher konnte ich den flachen Teil nur langsam laufen. Aber ab Mürren gings dann los. Aufholjagd war angesagt. Es lief mir super. Überraschenderweise konnte ich Leonie Baumgartner schon bald überholen. Ich konnte sehr viel joggen, daher kam ich gut vorwärts. Regen und Kälte kamen dazu-ich fands aber super, besser als Hitze. 500m vor dem Ziel sah ich plötzlich eine weitere Singlefrau – eine Holländerin. Ich mobilisierte alle meine Kräfte und überholte sie gefühlt 300m vor dem Ziel... ärgerlich für sie...Glück für mich. Und dazu kam: Dies war meine persönliche Bestzeit am Inferno!!!!
Glück auch: Ich durfte aufs Schilthorn hoch, kurz nach mir wurde dies wegen Gewittern gesperrt. Ja, es war übel dort oben auf dem Schilthorn – der Entscheid war absolut nachvollziehbar.
Mit meinem 4. Rang Overall und 2. In meiner Altersklasse bin ich mehr als zufrieden. Bei diesem strak besetzten Feld hätte ich eher einen Rang zwischen 6 und 10 als realistisch erachtet. Und PB #sub11h. Mir ist es egal, dass ich knapp neben dem Podest vorbei geschrammt bin. Ja, es war wirklich knapp. Ca. 3min trennten mich vom 3. Platz – habe ich aber erst viel später realisiert. Mein 4. Platz fühlt sich für mich wie ein 1. Platz an. Ich bin nur super happy damit!
Übrigens: meine ganze Family war als Supporterteam dabei. Die Kids hatten riesige Freude mich jeweils zu sehen, auch wenns nur kurz war. Dinu und die Kids managten
den Support 1A!
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Und Dinu? Der hatte ja in der Vorwoche dank dem Berglaufcup an 4 von 5 Tagen eine sportliche Einheit (Zusammengezählt aber doch nur 2h Sport….), diese Woche ging er es etwas gemütlicher an. Am Dienstag eine Joggingrunde mit Startschussrunning, damit hatte es sich auch schon. Am Donnerstag hatte er eine zweite Einheit geplant. Er hatte aber am Vormittag einen Velounfall auf dem Weg zum Musizieren mit David: Er wollte gerade mit E-Bike und Thule, also nicht sehr schnell, einen andern Velofahrer (mit Kopfhörern) überholen, als dieser, ohne zurückzuschauen oder ein Handzeichen zu geben, nach links abbog. Dinu versuchte noch zu bremsen, wurde dann aber vor allem vom andern, nun seitwärtsfahrenden, Velo gebremst. Dinu flog über sein und das andere Velo und landete unsanft auf der Seite. Er fragte rasch: «David, aus ir Ornig bi Der?», worauf die Antwort kam: «Jo……. Nume schrocke!...... aber bitte jez witerfahre, musiziere!».
Das Velo ist nun beim Mech, Dinu hat Schmerzen an der Hüfte, Rücken, Schulter, Nacken, Unterarm (Elle/Speiche), Fussgelenk und Ellbogen. Er geht aber davon aus, dass dies Prellungen durch die Landung sind und nichts gebrochen ist. Mal abwarten. Zum Supporten am Samstag reichte es, für die angedachte Joggingtour mit den Kids im Thule leider nicht. Am Sonntag ging er dann noch 45min Joggen.
Verfasst von uns Beiden am10.8.
Letzte Woche stand der «Bärner Bärgloufcup» auf dem Programm. Da findet von Mo.-Fr. jeden Abend ein Rennen auf einen Hügel rund um Bern statt. Die Ziele sind auf dem Gurten, der Bütschelegg, dem Belpberg, dem Bantiger und am Schlussabend auf dem Ulmizberg. Gestartet wird jeweils unten im Tal, die Distanzen betragen zwischen 3,5km und 5km. Mehrheitlich führen die Strecken aufwärts mit teilweise flachen Abschnitten oder auch kurzen Teilen abwärts. Wir starten seit Jahren immer wieder gerne am Bärgloufcup. Wer an min. 4 der 5 Rennen teilnimmt, kann sich für die Cupwertung anmelden, wer 5x startet hat ein Streichresultat. Dinu startete am ersten Tag mit Muskelkater von der Ursenbachtrophy, am Dienstag mit Kater von der Trophy und vom Montag 😊
Am Montag fuhr Julias Götti und seine Frau mit unseren Kids auf den Gurten, so konnten wir beide starten und anschliessend oben Picknicken. Am Dienstag machte Tabea bereits Pause, Dinu betreute dann am Mittwoch die Kids, während Tabea startete. Der Grund für diese Reihenfolge war Tabeas Geburtstag, sie wollte natürlich an ihrem Festtag auch starten und nicht zuschauen!
Freitags durften wir die Kids bei den Grosseltern in Ittigen abgeben, der Bantiger liegt da vor der Haustüre. Und am Freitag kamen die Grosseltern dann mit nach Köniz (Ulmizer). So war alles geregelt.
Die Strecken sind für uns, die lieber länger unterwegs sind, brutal. Man kämpft von Anfang bis am Ende. Und trotzdem macht das Ganze Spass, wir kennen viele Leute am Start, die Rennen sind in der Nähe und im Ziel ist man jeweils happy. Und schlussendlich sind es auch gute Trainingsreize.
Bei Dinu zog es sich durch die ganze Woche, dass er zwischen 1 und 3 Minuten langsamer ist wie noch vor einem Jahr. Aber seine Trainings in der letzten Zeit waren sicher weniger hart, umfangreich und laufspezifisch wie im letzten Jahr. Nach dem Ruhetag am Mittwoch liefs ihm am Donnerstag besser als Anfangs Woche, was sich auch im Rang etwas widerspiegelte. Und der Freitag war rangmässig mit Abstand der Beste! Das kennen wir von Dinu, er brauch ein paar Wettkämpfe um in Form zu kommen….
Tabea hatte mit dem tollen Abschneiden vom letzten Jahr zu kämpfen. Damals war sie in der Gesamtwertung des Cups auf das Podest gelaufen und hatte ihre Alterskategorie gewonnen. In
diesem Jahr hat sie aber deutlich weniger Laufkilometer in den Beinen, während die Konkurrentinnen einerseits besser trainiert hatten wie im Vorjahr und es andererseits auch mehr schnelle
Bergläuferinnen am Start hatte. Sie wurde aber trotzdem an den Resultaten vom Vorjahr gemessen – und orientierte sich auch selber etwas daran.
Und was macht Tabea am Samstag? Als Training für den Inferno fuhr sie mit dem Rennrad über Jurahügel um danach, mit den mitgenommenen Laufschuhen, noch auf einen Jurahügel (etwa höher wie am
Berglaufcup :-) ) zu rennen :-)
Tabea’s Bärnerberglaufcup
Ich war sehr gespannt auf den Laufcup. Es war schwer einzuschätzen für mich, ob ich die letztjährigen Zeiten erreichen würde oder nicht. Eigentlich war es klar, dieses Jahr hatte ich massiv weniger Laufkilometer und konnte auch sehr wenige Intervalle machen, weil ich sehr oft mit Beschwerden beim Laufen kämpfte. Daher gab es oft nur kurze Läufe, an Intervalle war nicht zu denken. Aktuell geht es diesbezüglich etwas besser, aber die Kilometer fehlten. Und dies widerspiegelte sich ganz klar bei meinen Resultaten.
Der 1. Lauf am Gurten war wie immer ungewöhnlich hart. Ich war es mir nicht gewohnt, 20 Minuten am Stück vollgas zu geben beim Laufen. Daher litt ich mich ins Ziel. 30Sekunden langsamer wie letztes Jahr, war das Resultat. Am nächsten Tag pausierte ich bereits, weil ich die Kids hütete. Dafür hatte Dinu seinen Einsatz. Am Mittwoch gings mit dem Belpberg weiter. Ich versuchte bewusst, den 1.km nicht all out zu laufen. Dies gelang mir. Es wurde erst nach km2 richtig hart. Die 4.7km fühlten sich soooo lange an. Ich hatte Mühe bis am Schluss das Tempo halten zu können. Zudem hatte ich auch keine Frau um mich rum, mit welcher ich noch fighten konnte… Daher war ich mehrheitlich mit mir am kämpfen. Mein Kopf sagte immer, ich muss Gas geben, aber mein Gefühl sagte, ich muss langsamer, ich sterbe fast. Daher gabs ein Mischmasch. Phasenweise pushte ich, phasenweise gab ich der 2. Stimme etwas nach…. Daher war ich dann ca. 1 Minute langsamer. Da dies mein Geburilauf war, war ich sehr zufrieden. Dinu war mit den Kids oben im Ziel, weil er an diesem Tag pausierte. Ich wurde wiederum 2. In meiner AK und 7. Overall. Danach gingen wir essen im Chutzen. Am nächsten Tag hatte ich üblen Wadenkater. Ich fühlte mich auch nicht wirklich erholt. Und so stand der Bantiger auf dem Programm. Ab dem 1. Meter lief es mir nicht. Ich wurde von Frauen überholt, welche ich an den letzten Tagen geschlagen habe. Es war sehr heiss. Am liebsten wäre ich auf den Boden gesessen und nicht weitergerannt. Aber natürlich lies das mein Kopf nicht zu. Ich überholte dann doch noch ein paar Frauen und wurde wieder Zweite in meiner AK, overall 8. Von meiner Leistung her war dies der schlechteste Lauf. Mein Durchschnittspuls war so tief wie selten an einem solchen harten Lauf… Dies zeigte, dass es nicht mein Tag war – müde, Kater und zu heiss. Der Ulmizer war der letzte Lauf. Die Kids waren mit meinen Eltern auch vor Ort, die warteten auf dem Spielplatz beim Schulhaus. Und ich rannte, so schnell es ging hoch. Auch hier wieder das Gleiche. Die ersten 2km gingen ok, dann wurde es irre hart. Ich wurde 6. Overall und 2. AK und ich war ca. 50 Sekunden langsamer wie letztes Jahr. Damit war ich zufrieden. Was ich aus diesem Berglaufcup mitnehme: Wenn ich die Zeiten vom 2024 wieder laufen möchte, dann muss ich mehr Laufkilometer plus Intervalle machen. Es nützt nichts, alles auf dem Rad zu machen…. Mit dem kann ich nicht gleich schnell laufen😊. Ich wurde bei der Gesamtwertung CUP 2. in meiner AK und 5. Overall. Damit bin ich zufrieden. Reminder an mich: Nächstes Jahr pausiere ich beim Bantiger😊
Verfasst von Dinu am 3.8.
Ursprünglich wollte Tabea am Alpe d’Huez-Triathlon starten, nachdem sie aber spontan am Grandfondo
Gottardo in Airolo war, verzichtete sie auf die Reise nach Frankreich. Wir hatten aber geplant, als Familie fast die ganze Woche (Montags noch arbeiten) nach Alpe d’Huez zu reisen. Nun überlegten
wir spontan eine Alternative. Nachdem Dinu und die Kids neulich unser Zelt in der Wohnung aufgestellt hatten, war Zelten ein Thema. Mal ausprobieren, 1-2 Nächte war das Thema. Aber finde so
spontan noch einen Platz! Auf vielen Homepages stand, dass sie ausgebucht sind, während den Sommermonaten nur für min 7 Nächte Plätze vergeben oder man spontan am Morgen vorbeikommen könne und
nachfragen könne – man mache keine Reservationen für Zelte. Wir informierten uns für Plätze am Thuner- oder Brienzersee oder in der französischen Schweiz. Einfach so, dass wir den Platz mit Thule
und dank Zelt (Gigathlonzelt, wohl weit über 10 Jahre alt?), Matten, Schlafsäcken etc fast schwerer beladen wie auf unserer Deutschlandtour, gut erreichen konnten. Also packten wir unsere sieben
Sachen am Dienstag und fuhren los, denn wir hatten einen Platz in Avenches im Camping am See reserviert. Für drei Nächte…..
Das Wetter war die vier Tage ok, es regnete nur einmal kurz und wir waren mehrfach täglich baden. Die Kinder hatten viel Freude auf dem Camping – es gab 2x täglich ein Kinderprogramm, einen
tollen Spielplatz, ein Karussell und ein Bungee-Trampolin und viel Sand und Seezugang. An einem Tag wanderten wir auf einem dünnen Trampelpfad inkl. «Fluss»durchquerung nach Faoug, fuhren mit dem
Schiff nach Murten, mieteten ein Pedalo und genossen Murten, bevor wir mit dem Zug zurückfuhren.
Am 1.8, wollten wir mit den Rädern, via Mont Vully, zurückfahren. Unsere Nachbarn von Urtenen meinten, sie würden wohl in Murten das Feuerwerk schauen gehen. Als wir im Camp hörten, dass es viel
Unterhaltung (Spielolympiade, Gratiskarussell, Kindertatoo, Lampionumzug, etc) geben würde und man das Feuerwerk auch gut sehen könne, planten wir um. Tabea düste auf dem direktesten Weg (also
via Chasseral
😊) nach Hause und kam mit dem Auto wieder zurück. Dinu und die Kids genossen den Tag im Camping und
bauten das Zelt ab. Gemeinsam verluden wir alles im Auto und begrüssten unsere Nachbarn von zu Hause im Camping. Was für ein toller Abschluss dieser Campingtage!
Da wir am Wochenende nun zu Hause waren, freute sich Dinu. Er meldete sich für die Ursenbachtrophy an. Bei diesem Anlass gilt es, 4,9km zu rennen, 5,4 Runden auf den Inlines zu absolvieren, 11km zu biken und nochmals 4,8km zu
rennen. Er war schon mehrfach als Single dort gestartet und findet dies einen tollen Event. So fuhr er am Sonntagmorgen mit dem Auto nach Ursenbach.
Dinu:
Etwa 1,5h vor dem Start kam ich vor Ort an. Die Wege sind recht kurz, so ging es nicht lange, bis ich mein Material verteilt hatte (und nachgefragt, ob es so richtig sei, mein letzter Start war
im 2022). Kurz vor 11:00 setzte ich mich in den Schatten und erfuhr, dass der Start um ca. 15min verschoben wurde, man wartete, bis die Plausch- und Schülerkategorie vorbei war. Als das so weit
war, gab es noch ein kurzes Briefing – die Lauf- und Bikestrecke waren verändert worden (etwas weiter und etwas mehr Höhenmeter).
Am Start wussten wir, dass es drei Männer und eine Frau (Kollegin vom Inlineclub) starten würden, es sollte also für einen Podestplatz reichen
😊.
Ich startete recht gut und hatte gute Beine. Den ersten Anstieg meisterte ich recht gut und lief in einer Gruppe mit 3 Frauen. Bergab und flach konnte ich mithalten, beim zweiten Anstieg und
einer kniffligen Rasenpartie musste ich die drei aber ziehen lassen. Kurz vor der ersten Zielpassage holte mich meine Kollegin ein. Ich hatte meinen Helm etwas vor der Wechselzone platziert –
aber er war weg! Ich rannte in die Wechselzone und konnte ihn nicht finden. Zurück, dorthin wo er sein sollte, herum schauen und rufen (Vielleicht hatte ihn ja Jemand weggeräumt?) halfen nichts.
Aber nun entdeckte ich ihn in der Nähe! Also aufsetzen und nochmals in die Wechselzone. Ich zog die kompletten Schoner an und wollte die Inlines anziehen. Aber was war das? Ich hatte vergessen,
die Inlines parat zu machen, die beiden obersten Ösenpaare an jedem Schuh waren nicht eingefädelt. Läuft heute alles schief? Einige Momente später startete ich auf die Inlines, meine Kollegin war
schon lange weg, der dritte Einzelstarter (der vorderste war soeben auf die 2. Inlinerunde gestartet) war noch am Inlines anziehen. Drei Runden gab es zu absolvieren, insgesamt etwa 5km. Ich kam
gut vorwärts, auf der dritten Runde konnte ich sogar eine Inlinerin über- und meine Kollegin einholen. In der Wechselzone verhäderte sich mein Bändel, ich bekam meine Inlines erst mit Hilfe eines
Anwesenden vom Fuss. Wechseln war heute nicht meine Disziplin. Ich spürte nun meine Beine und meinen Rücken, düste aber zügig los. Etwa nach einem Kilometer konnte ich meine Kollegin einholen,
den Drittplatzierten meiner Kategorie konnte ich hinter mir nicht sehen. Die Bikestrecke führte über etwas mehr als 11km und war abwechslungsreich. Mehrheitlich auf- oder abwärts, auf Rasen,
Kieswegen, Teer und Trails. Ich kam gut vorwärts, in den Anstiegen holte ich 2x einen Teambiker ein, der mich abwärts jeweils abhängte. Mit 318 Höhenmeter auf den 11km war die Strecke def. nicht
flach. Kurz vor der Zieldurchfahrt sah ich meine Kollegin und den dritten Singleman. Ich musste also Gas geben, um Rang zwei verteidigen zu können. Nun sah ich Tabea und die Kids, welche mit dem
Thule angereist waren.
Ich wechselte auf die Laufstrecke und konnte kaum noch gehen. Ich marschierte ein paar Schritte und begann dann zu rennen. Nach und nach kam ich in einen besseren Rhythmus, da war meine Kollegin
aber schon an mir vorbeigedüst. Den Single hinter mir sah ich immer wieder, ich versuchte, das Tempo einigermassen hochzuhalten. Das war ein stetiger Wechsel – möglichst zügig laufen, schwere
Beine, langsamer werden, mich wieder pushen. Aber es reichte, das Ziel kam immer näher und er nicht mehr wirklich. Kurz vor dem Ziel stand David, ich wollte mit ihm einlaufen, er wollte aber
nicht. So kam ich dann als Zweitplatzierter in meiner Kategorie an. Die Zeiten sind nicht sehr aussagekräftig da die Wechsel mit dazu zählen und die Strecken verändert waren. Das Ganze lief heute
irgendwie nicht recht rund, am Schluss war es ein rechter Murks. Aber trotzdem bin ich zufrieden insgesamt auf die Leistung und meinen zweiten Rang. Und die Ursenbachertrophy war auch diesmal
wieder ein echt toll organisierter Event!!!
Verfasst von Tabea am 20.7.
Petra Eggenschwiler fragte mich vor gut einer Woche, ob ich ans Granfondo San Gottardo Radrennen kommen würde. Dies ist ein Radrennen,
an dem nur die Anstiege gezählt werden. Man fährt den Gotthard-, Furka-, und den Nufenenpass hoch und runter (aber gestoppt wird nur aufwärts), total 3000hm auf 123km – also ein perfektes Rennen
für mich, weil ich nicht so gerne schnell runterfahre. Und da wir als Familie an diesem Weekend in der Tat kein Programm hatten, war Dinu damit einverstanden, dass ich dieses Rennen fahren kann.
Ich motivierte noch einen Kollegen dazu, auch mitzumachen, dafür entschied sich dann Petra gegen das Rennen. Ich packte meine Sachen, legte eine Matratze ins Auto und nahm mein Duvet auch noch
mit. Denn ich fuhr am Samstagabend nach Ambri (dort war der Start des Rennens) und übernachtete im Auto. Man konnte gerade auf dem Flugplatz übernachten, wo das Rennen startete. Das war echt
praktisch, denn so konnte ich bis kurz vor dem Start im Bett im Auto liegen. Es war gemütlich warm im Auto. Um 09 Uhr war der Start. Es ging gemütlich los, denn der erste Anstieg startete erst in
Airolo – 7km nach dem Start in Ambri. Ich fuhr wirklich äusserst gemütlich los. Und dann gings los in den 1. Anstieg. Ich gab Gas. Es lief gut. Die letzten 10 Minuten waren aber dann sehr hart
und die Watt, die ich am Anfang drückte, konnte ich nicht durchziehen. Nach 55min war ich oben. Dort gabs einen tollen Verpflegungsposten mit ganz vielen Leckereien. Ich schlug mir den Bauch
voll. Dann folgte die Abfahrt vom Gotthardpass und wir mussten nach Realp fahren. Auch das erfolgte in einem gemütlichen Tempo, da die Zeit da nicht zählte. Der nächste Anstieg war dann von Realp
auf den Furkapass. Das Spiel wiederholte sich identisch. Mit viel Gas los, gegen oben fehlte dann etwas die Kraft, dennoch war ich in 54 Minuten oben und war sehr zufrieden. Auch dort stand
wieder ein Verpflegungsposten. Meine Beine waren mittlerweile sehr müde. Gemütlich rollte ich den Pass runter bis nach Ulrichen, wo der letzte Anstieg auf mich wartete. Ich warf einen Koffeingel
ein plus einen Activatorkoffeinshot und dann gings nochmals so richtig zur Sache. Ich konnte gut drücken, kam gut vorwärts, aber auf dem letzten Drittel kippte es wieder und es wurde sehr
anstrengend. Eine Frau überholte mich noch und ich versuchte, anzuhängen - erfolglos. Nach 1h07min kam ich oben an, kaputt und müde, aber zufrieden. Insgesamt hatte ich 2h55min. Damit war ich
äusserst zufrieden. In den letzten Jahren hätte ich mit dieser Zeit einen Podestplatz geholt. Dieses Jahr wars anders. 4 Frauen waren schneller als ich. Die Schnellste brauchte nur 2h30min…
Krass!!!!!! Und die anderen beiden waren auch unter 2h45!!!
Allerdings nur gerade 5 Sekunden verlor ich auf die 4. Frau. In meiner Altersklasse wurde ich 2. Ich bin/war sehr zufrieden mit meiner Leistung. Vor allem waren etwa 83 Frauen am Start, da ist
der 5. Rang doch toll!
Ich fand das Rennformat genial. Es war ein entspanntes Rennen. Man wusste nie, wo man sich rangmäßig aufhielt, man musste stets das Beste geben, denn jede Sekunde zählt unter Umständen.
Unter der Woche war auch viel los - wir schauten im Public Viewing das EM Spiel, waren am Wohlensee, im Marzili (David war begeistert von der Aare), am Thunersee und machten am Sa. einen Ausflug
mit den Inlines und den Velos an den Murtensee (tolle Höhlen bestaunen). Und kaum war Tabea aus dem Haus (ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse...) stand da ein Zelt in unserer Wohnung -
am Sonntagabend war dies aber schon wieder weg! Und Dinu und die Kids besuchten am Sonntag einen Mittelaltermarkt mit Musik und Workshops und Märchen und.......
Bilder: In der Galerie!
Verfasst von Tabea am 6.7.
Seit 9 Monaten stand in der Agenda: „05. Juli 2025 stone xtreme Triathlon“. Dieser fand in Italien in der Region Brescia statt. So hatte ich mir das damals notiert. Lange stand das Vorhaben dort zu starten auf der Kippe. Da ich im Jahr 2025 sehr wenig Laufen trainieren konnte (Schmerzen beim Laufen), schob ich den Entscheid, ob ich starten will, vor mich hin. Ende Mai entschied ich dann, mich anzumelden. Da die Laufstrecke eher trailig ist und es viel hoch und runter geht, erhoffte ich mir, dies doch zu schaffen. Doch dann, als ich mich anmelden wollte, stand auf der Homepage: Anmeldung geschlossen! Ich konnte es kaum fassen. Endlich hatte ich mich dazu entschieden zu starten und dann das. Somit machte ich eine Mail an die Verantwortlichen, ob sie mich noch zulassen würden. Und siehe da: es kam ein JA. Für mich war dann klar, dass es so sein musste und ich starten sollte.
Die Woche vor dem Wettkampf war wie immer mühsam. Ich fühlte mich nicht gut. David begann, 4 Tage vor dem Event, zu husten und ich
hatte Angst, mich auch anzustecken. Mir war übel und ich hatte einen komischen Bauch. Aber vielleicht lag das auch an der Hitze, beruhigte ich mich.
Am Donnerstag gings dann los. Die Kinder konnten wir nicht mitnehmen, weil Julia noch in den Kindergarten musste. Daher waren die beiden bei den Grosseltern untergebracht. Wir waren also kaum
zurück aus unseren Veloferien in Deutschland, noch nicht alles weggeräumt, und schon gings wieder los 😊
Am Donnerstagabend kamen wir an und schauten uns das herzige Städtchen ISEO an. Am Freitag musste ich zum Check-in. Die ganzen Startunterlagen mussten abgeholt werden und das Pflichtmaterial wurde gecheckt. Man konnte auch schon das Rad einchecken in der Wechselzone. Es war Mittag und 37 Grad heiss. Ein Rad bei dieser Hitze an die Sonne zu stellen, war die blödeste Idee. Die Schläuche könnten wegen der Hitze platzen. Daher liess ich ziemlich viel Luft raus und so konnte ich mein Rad mit ruhigem Gewissen, aber etwas Angst (kann ich das Morgen pumpen?) abstellen. Danach versuchte ich Ordnun,g zu schaffen. Laufmaterial zu Laufmaterial, Velomaterial zu Velomaterial. Den Startnummerhalter hatte ich vergessen. Mit Nadeln die Startnummer zu befestigen, fand ich nicht gut, da ich einen Triathlondress anhatte und so nicht mehr aufs WC hätte gehen können. Zum Glück gabs da noch das Umhängeband meines Smartphones. Den funktionierte ich um in einen Startnummerhalter. Den Rest des Tages verbrachten wir mit x-Mal baden, shoppen, Gelati essen und nervös sein. Vor allem, als es zu regnen begann – mein armes Fahrrad stand nun im Regen ☹ Um 21 Uhr waren wir dann im Bett.
Raceday:
Um 01.50 klingelte bereits der Wecker. Geschlafen hatte ich nicht viel. Vielleicht 1h. Nach dem Räumen des Zimmers gings zum Schwimmstart. Es war das übliche Gewusel vor Ort. Ich ging zu meinem Rad, Dinu pumpte mir die Pneus. Ich legte mich alles zu Recht und stülpte das Neopren über. Es war 27 Grad und daher schon recht heiss. Jeder Schwimmer bekam eine Schwimmboje mit Licht, welche man mitziehen musste beim Schwimmen. Jemand von den Straff zeigte mir, wie ich die am besten befestigen sollte. Somit war die Boje eng um mich geknüpft. Der Schwimmstart war um 4 Uhr. Wir wurden mit dem Schiff auf die andere Seite des Sees gefahren. Danach durften wir die 3.8km zurückschwimmen. Ein Scheinwerfer am Ziel zeigte uns den Weg. Das Schwimmen war schwierig. Das Wasser zu warm (Neopren), ich sah teilweise den Scheinwerfer nicht und musste mich daher oft mittels Brustschwimmens orientieren, es hatte Wellen und die Schwimmboje kam mir bei jedem Armzug in die Quere. Entspanntes Schwimmen sieht anders aus. Ich war happy, dass ich die erste Disziplin hinter mir hatte. Mit der Schwimmzeit an sich war ich nicht zufrieden. So langsam war ich schon lange nicht mehr geschwommen. Aber zum Glück gabs gute Gründe dafür. Dinu half mir beim Wechseln aufs Rad.
Rennrad, 175km/4200hm:
Um 05:20 sass ich auf dem Sattel. Zuerst gings 30km eher flach Richtung Berge. Man sah die Regenfront, in welche wir fuhren. Dann
waren wir mitten im Gewitter unterwegs. Es blitze/donnerte in der Ferne. Ich fühlte mich teilweise etwas unsicher, ob es nicht zu gefährlich sei. Nach 2h kamen dann Bauchkrämpfe dazu. 2 x hielt
ich an, um hinter den Busch zu gehen. Beim 3. Mal gab mir Dinu ein Bioflorin. Dann liefs wieder gut.
Wir waren im strömenden Regen unterwegs, teilweise steil aufwärts, teilweise auch bei dichtem Nebel. Die Abfahrt vom Mortirolo war eisig kalt und ich fuhr super slow runter. Zum Glück hatte mich
Dinu, welcher mich mit dem Auto begleitete, kurz vor der Passhöhe dazu „motiviert“, eine Regenjacke anzuziehen… Bei km 140 waren wir in Ponte di Legno, ein schönes Bergdorf. Die Strecke führte
durch die Fussgängerzone zu einem Verpflegungsposten, Dinu musste das Dorf umfahren. Just in diesem Moment hatte ich eine Platte. Zum Glück bekam ich bald Hilfe. Ich verlor aber trotzdem Einiges
an Zeit. Auch die Helfer waren nicht schnelle „Plattenflicker“ – so wie ich. Dinu kam mir dann noch etwas entgegen, um den Schlauch auf die nötigen Bar aufzupumpen. Danach gings nach 1500m hoch
zum Gaviapass. Die Kräfte waren nicht mehr da, ich war müde und ausgelaugt von der Kälte. Aber tapfer strampelte ich auf die 2700 m ü.M.
Oben angekommen machte mir mein Kreislauf zu schaffen. Ich zog Handschuhe und Jacke an, die ich am Vortag auf den Pass schicken konnte. Den die Supporter durften nicht auf den Gaviapass mit hoch.
Zitternd fuhr ich im Schneckentempo den Berg runter. Ich hatte etwas Angst, dass ich plötzlich vom Rad fallen könnte, weil mir schwindlig war. Wie sollte ich nun so noch 39km/2350hm laufen
können? Ein grosses Fragezeichen war das für mich. Ich kam zum Glück heil in der Wechselzone an. Doch von Dinu war keine Spur. Ich wurde schnell ungeduldig. Mein Supporter fehlte und somit auch
mein ganzes Laufmaterial. Ein paar Augenblicke später stand er da, im Zelt für die Frauen lag alles für den Wechsel für mich parat. Für mich fühlte es sich wie eine halbe Ewigkeit an, die ich
warten musste.
Run: Dinu begleitete mich auf dem 1.Kilometer, da es mir noch nicht so gut ging. 15 Minuten brauchte ich dafür. Nach ca. 30min beruhigte sich mein Kreislauf und ich joggte vor mich hin. Langsam. Aber ich versuchte, auch wenn es hochging, zu joggen. Denn ich sah da die einzige Möglichkeit, etwas schneller wie die anderen vorwärtszukommen. Denn die meisten Athleten marschierten, wenn es hochging. Dafür war mein Tempo in der Fläche und abwärts gemütlich. Die Kilometer verflogen. Ich hatte, lustigerweise, während den ersten 20km nie eine mentale Krise – was ich sonst so von mir kenne, dass ich das Gefühl habe, dass ich nie ankommen werde. Auf den ersten 22km machte wir ca. 1000hm hoch und runter. Trainiert hatte ich das Abwärts nie. Dementsprechend zerstört waren meine Beine. Die Strecke war sehr abwechslungsreich. Auch meine Problembereiche beim Laufen waren nicht so schlimm, wie erwartet. Nach diesen 22km war ich wieder in Ponte di Legno, wir hatten also eine Schlaufe gedreht. Dann folgten noch 18km und 1300hm. Die letzten 7km musste Dinu mit mir hochlaufen. Der Weg war hoch spektakulär, der Zieleinlauf phänomenal. Dass ich über 1h15 Minuten Vorsprung auf die 2. Frau hatte, war genial. Ohne meinen Supporter hätte ich diese Leistung nie vollbringen können. Ich bin so dankbar dafür.
Verfasst vor längere Zeit von Dinu, veröffentlicht am 27.7.:
Wenn man so unterwegs ist, erlebt man auch immer wieder einmal etwas zum Schmunzeln. Wie z.B.:
- Dinu belud seinen Thule mit Sachen mehrheitlich für ihn (sein Diabetesmaterial braucht schon Platz, die Reiseapotheke wie auch das «Necessaire» (also Sonnencreme, Zahnbürsten, Zahnpasta, Salbe bei wunder Haut, Rasierer, Haarbürste)) und Tabea dann mit Gepäck für sich und die beiden Kids. Und wir spotteten darum immer wieder darüber, was das Andere alles dabei hatte. Dinu z.B. 2 verschiedene T-Shirts, Tabea etwa 4 Röcke, 3 Oberteile,….. Dinu nur ein Radtrikot und Hosen (wusch er fast täglich), Tabea 3 Radtrikots und passende Velohosen,…..
- Für die Kinder hatten wir etwas mehr Kleider dabei, aber die weissen Hosen von David (gute Idee…..) sind nun auch nach dem Waschen in der Maschine noch braun-grau.
- Wie oben beschrieben, war das Ziel, möglichst wenig dabei zu haben! Tabea fielen fast die Augen aus dem Kopf, als sie sah, dass Dinu etwa ähnliches wie Tennisschläger (leichter, kleiner) inkl.
Ball und dann auch noch "Hüetli" um einen Slalom (für die Kids auf den Velos) dabei hatte.....
- Ravensburgerland: Pfingstmontag (wir haben 16 Tage Zeit, tolles Timing) und wir merkten: Wenn wir nicht lange Strecken fahren, sind wir dann Samstags in Tripsdrill im zweiten Park. Kein besseres Timing – darum dann die 2 langen Fahrten nach Ulm und von da weiter, um freitags im Park sein zu können! Und dann merkten wir plötzlich: Wir werden an Fronleichnam, an dem halb Deutschland und die halbe Schweiz frei haben, im Europapark sein…Unsere Planung….
- Wir überlegten darum 2 Tage vorher, ob wir an einem Tag über 100km fahren wollen, um am Mittwoch im Europapark sein zu können. Wir beschlossen, das nicht zu tun und dafür zwei gemütlichere Fahrtage zu geniessen – zum Glück, der Tag darauf war dann der mit der Baustelle, den gebrochenen Speichen, der Suche nach einem Velomech,…. an dem wir dann spät am Abend ankamen…. Der gemütliche, kurze Tag!
- Das Elsass ist bekannt für seine Störche. In Colmar hats überall Souvenirs mit Störchen, sie sind gezeichnet an Häuserwänden, als Deko etc. überall zu sehen. Nur einen echten haben wir in den 2 Tagen in Frankreich keinen gesehen. Etwa einen Kilometer nach der Grenze in Deutschland stand dann wieder einer – einer von sehr vielen, die wir unterwegs gesehen haben…..
- Wir hatten 3 Zahlenschlösser zum Abschliessen mit dabei. Ale drei hatten den gleichen Zahlencode – mega sicher 😊
- Tabea rechnete Dinu am 2. Tag vor, dass sie etwa eine Stunde insgesamt auf ihn gewartet habe er solle doch etwas schneller fahren… Und das nennt sie Ferien 😊
- David beginnt so langsam, trocken zu werden. Da muss man ihn Ernst nehmen, wenn er «Alarm» gibt! Und so haben Dinu und David viel zusammen erlebt! Etwa 6 Zwischenstopps auf 45km Fahrdistanz (es tröpfelte jedes Mal etwas raus), 2 Gaggihalt ink. Reinigen (wie bei den Hunden, man kann ja den Output nicht einfach liegen lassen) pro Tag und einen mega stolzen David, der dann Mami noch vorführen musste, dass er nun stehend wie ein Mann pinkeln kann 😊 Für Unterhaltung war gesorgt…..
- Eine echt gute Idee war es, die Eckdaten unserer Route am Thule anzuschreiben. Daraus ergaben sich viele sehr spannende Gespräche!
- David muss aufs WC, ich halte an und realisiere: Wir stehen unter einem Kirschenbaum mit leckeren Kirschen. Also probiere ich ein paar – mega lecker (während David den Baum «giesst» - fairer Tausch?). Als er fertig ist, gebe ich ihm auch ein paar. Er findet aber: «Du klauet, Du Gfängnis!» und hatte ab da jedes Mal Angst, wenn wir ein Martinshorn hörten (was extrem selten war, erst recht im Vergleich zu Italien).
- Apropos Kirschen, später auf der Strecke gab es Orte, an denen man auf dem Bike sitzen bleiben konnte und die Kirschen direkt vom Veloweg aus ablesen konnte – wie im Paradies, fast mit offenem Mund durch den Kirschenbaum 😊
- Wir hatten in einem einzigen Hotel (Tripsdrill) das Frühstück inbegriffen. Da die Kids nicht so grossen Hunger hatten, schnappten wir Ihnen 2 Brötchen fürs Znüni und machten ein Sandwich für David zum Zmittag (Julia mag kein Sandwich). Strafe kommt sofort – der «Kulturbeutel» mit den Feuchttüchern, ein paar Windeln und den Brötchen/Sandwich blieb dort liegen……
- Apropos, wir hinterliessen wohl eine Spur durch Deutschland, es fehlt ein Ärmling, ein Kabel, wohl mehrere Pack Feuchttücher, ein Kaffeelöffel (mit einem Joghurt weggeworfen) eine fettende Creme, und der oben erwähnte Beutel. Und wohl noch mehr, portiönchenweise in Deutschland verteilt.
- Wenn wir vereinbarten, dass wir einmal 45min fahren und dann Frühstück essen, wusste ich, dass es etwa nach 1h 15min Frühstück geben würde 😉
- 16 Tage, gesundheitlich war alles ok. Am ersten Tag zu Hause schlägt David seinen Kopf in der Badi so stark an, dass er zum Arzt muss, die Wunde geklebt werden muss und er, während der
Hitzeperiode Ende Juni, eine Woche lang den Kopf nicht unter Wasser halten sollte...
Und dann kam der 17.6.:
Kurz nach dem Start fuhren wir auf eine Baustelle vor der einzigen Brücke in der Umgebung zu, der Rennradfahrer hinter uns meinte „Da kommt man nicht durch“ und bog auf die Umleitung ab. Wir
natürlich nicht! Wir haben es auf etwa 3 Varianten versucht und auch Google befragt. Wir fuhren durch einen Grasweg und landeten abschließend bei den Bauarbeitern, welche uns erklärten, dass die
Umleitung klar signalisiert sei (so wie der Rennvelofahrer 30min zuvor abgebogen war….)! Also retour und der Umleitung nach. Also assen wir dann Zmorge bei einem Spielplatz nach 12 gefahrenen
Kilometern und Luftlinie etwa 3km vom Hotel entfernt. Doch danach gings erst richtig los. Etwa bei km 5 begann Dinus Thule zu schwingen. Zwei Speichen standen heraus, weitere waren locker. Er zog
sie von Hand an, fuhr 500m und sie standen wieder raus. Ein Velofahrer half uns mit Speichenflickzeug aus, Tabea googelte und telefonierte mit mehreren Velomechanikern und überlegte sich 100
Horrorszenarien und beendete geistig (und auch lautstark :-)) unsere Ferien.
David fuhr nun mit seinem Velo, so war das Thule-Rad entlastet und wir konnten etwas fahre. Wir nahmen eine Fähre – ein Highlight für die Kids. Auf einem Spielplatz in der Nähe schmiedeten wir
einen Plan: Ein Uberfahrer transportierte den Thule (da sich das Rad nicht abmontieren liess) zu einem Velomech - zurück in Karlsruhe, Tabea raste mit ihrem Gravelvelo auch dorthin und Dinu
belud den zweiten, ganzen Thule mit 2 Kindern und dem Gepäck von uns allen und fuhr auch zum Mech! Der Mech fand zuerst, das Rad lasse sich nicht ausbauen und sei wohl nicht wirklich reparierbar
😥 Der Thule somit so gut wie nicht mehr brauchbar. Tabea suchte schon einen Ersatz in der
Nähe auf Ebay. Schlussendlich konnte der Mech das Rad doch noch irgendwie ausbauen, die Speichen anziehen und das Rad stabilisieren! Juhu! Nun waren wir aber tatsächlich etwa 1km vom letzten
Hotel entfernt! Nach etwa 30 gefahrenen Kilometern! Das nächste aber, was wir gebucht hatten, lag auf dem schnellsten Weg 45km weg! Also los, kurz nach 16:00 endlich Mittagessen auf dem Parkplatz
beim Mech. Und dann endlich los. Wir kamen gut voran, nach etwa 40km gabs einen Kebap/Curry/Spielplatzhalt zum Znacht und kurz vor 22:00 erreichten wir das Hotel. Ziemlich erschöpft für einen
lockeren Tag….
Am Tag danach sollte es wieder einen lockeren Tag geben. Wir starteten aber beim Coiffure vis-a-vis. Wir wollten schon die ganzen Ferien David die Haare schneiden lassen. Der Coiffure fragte
Dinu: „Sie auch?“ was Dinu verneinte. Aber 20min waren später auch seine Haare weg… Die Route war dann mit 65km zwar schon kurz, mit über 300 Höhenmetern aber doch noch fordernd. Wir genossen ein
tolles Seebad mit grosser Rutschbahn bei Offenburg und erreichten am Abend Ringsheim bei Rust. Am Abend wollten wir gut essen, der Tag, Dinus Geburtstag, musste schliesslich gefeiert
werden. Zuerst gings zu einem Resti mit deutscher und asiatischer Küche. Zu nah an der Hauptstraße. Dann zum Asiaten. Zu teuer. Langsam hatten alle Kohldampf! Wir landeten an einem genialen
italienischen Buffet, welches wir mit Heißhunger plünderten….
Am Tag danach genossen wir den Europapark bis 19:30, als er schloss. Wir assen in der direkten Umgebung ein gutes Abendessen, auf der 10min Rückfahrt zum Hotel schlief David happy ein.
Am Freitag radelten wir nach Colmar – ursprünglich wollten wir nach Freiburg, fanden aber keine günstigen Unterkünfte mehr. Wir fuhren über den Texaspass, der auf 385m.ü.M liegt. Der Aufstieg war
grenzwertig. Und: Er lag nicht am Weg, wir fuhren einen Umweg dafür!!! Es war steil, es war sehr hart. Steigungen mit 15%…. Aber es lohnt sich. Tolle Aussicht!!!!!! Danach fuhren wir zu einem
tollen Badi (auch David fuhr ein Stück, wir haben ja auch die Velos der Kids dabei), wo wir den Nachmittag genossen. Dann gings weiter, über die Grenze. In Frankreich sind die Velowege deutlich
schmaler, ungepflegter und wir waren bald auf Kieswegen und später auf befahrenen Autostraßen unterwegs. Dank Gegenwind konnten wir die Top-Bedingungen etwas länger genießen, bis wir Colmar
erreichten. Am Samstag startete Tabea um 6:30 Uhr auf eine 5-stündige Radtour über 2 Pässe (110km/1800hm). Dinu und die Kids starten gemütlicher: länger schlafen, einkaufen, frühstücken und
dann einen Ausflug zur Freiheitsstatue, einem Denkmal in Colmar. Danach gings in eine tolle Badi, zu welcher Tabea auch kam. Dinu ging ab dort eine Stunde joggen und musste danach nochmals
Eintritt bezahlen. Raus und wieder rein wurde nicht akzeptiert
☹ Danach fuhren wir nach KleinVenedig in Colmar. Da an dem Tag in ganz Frankreich „Fete de la musique“ war, genossen wir mehrere Konzerte in der Altstadt zu Take-Away-Essen.
Am Sonntag gings auf direkten Wegen (lieber etwas weiter… dafür weg von den französischen Velowegen 😃) nach Neuenburg am Rhein. Die einzigen Gegenspieler waren der Wind und die Hitze. Der Wind bliess
nonstop gegen uns!!!
Und dann kam schon die letzte Etappe, am Montag nach Basel! Der Wind bliess wiederum gegen uns. Daher brauchten wir länger wie gedacht für die 42km. In Weil am Rhein erledigten wir noch Einkäufe
und dann gings in Basel auf den Zug. Wir waren happy, dass wir es schlussendlich geschafft haben und alles gut gegangen ist!
Verfasst von Dinu am 29.6.
Wie wir nach St. Gallen gekommen sind, hatten wir ja bereits berichtet und die Eckdaten unserer Tour auch bekannt gegeben.
Am 2. Tag war Ravensburg das Ziel. Frühstück gabs am Bodensee, eingekauft in einem Tankstellenshop. Die Kinder liebten es, Frühstück auf einem Spielplatz zu essen, das haben wir fast die ganzen
zwei Wochen durchgezogen. Mittagshalt gabs dann auf der Halbinsel Lindau, hier regnete es tatsächlich nochmals kurz. So assen wir Gelati in einem Museum :-)
Die Fahrt bis nach Ravensburg zog sich in die Länge, aber irgendwann erreichten wir unser Hotel. Abendessen gabs auf dem Hauptplatz in der Altstadt, etwa 1,5km vom Hotel entfernt - zu Fuss,
Velofahren mochten wir nicht mehr. Am Folgetag war der Besuch im Ravensburger Spieleland auf dem Programm - etwa 11km (die 8km Morn chöi mer doch guet häre jogge?)entfernt. Wir rannten hin und
schoben abwechselnd einen Thule. Mit einem Gartenschlauch beim Campingplatz wuschen wir den Schweiss ab, bevor es ins Ravensburgerland ging. Pfingstmontag, ideal ausgesucht..... Aber trotzdem:
Ein erstes Highlight! Am Abend stiessen Tabeas Eltern zu uns. Sie waren mit dem Auto angereist und würden die nächsten paar Tage mit uns unterwegs sein.
Sie starteten gleich mit der Königsetappe: 90km bis nach Ulm! Wir starteten etwas früher wie "normal" und frühstückten erst nach etwa 1,5h. Kurz vor Ulm war ein Teil des Radwegs gesperrt, es gab
eine Umleitung, auf welcher wir uns verfuhren ☹ Dank einem Einheimischen fanden wir dann aber einen fahrbaren Weg an unser Tagesziel. Ulm gehörte zu den schönsten Orten, die wir unterwegs
besuchten (Esslingen gefiel uns auf den ersten Blick noch besser, dort fuhren wir aber leider nur durch. Der Akku der beiden E-Bikes hielt durch! Und die beiden Kids fuhren heute auch je einen
Teil der Etappe selber, schliesslich hatten Tabeas Eltern die Velos der Kids mitgebracht!
Wir hatten im Hotel die Wahl, unsere Thules draussen in der Altstadt abgeschlossen stehen zu lassen oder in den ersten Stock zu tragen – wozu wir uns dann entschlossen!
Am Tag darauf genossen wir in Ulm noch einen tollen Spielplatz. Tabea plante dann spontan die Route um, damit wir ab Spielplatz losradeln konnten. Die ersten 3km gings aufwärts, da erreichten wir
die Originalroute, die Tabea auf dem Navi am Lenkrad hatte. Wir konnten nun dem Navi folgen – abwärts. Tabea hielt kurz an, da das Navi nicht aktiv navigierte, sondern nur die Route anzeigte. Sie
liess Dinu auf das Navi schauen, der bestätigte: Wir sind auf der Route! An der nächsten Kreuzung, wieder unten in Ulm, schaute Dinu auf dem Natel nach und merkte: «Mer se scho uf dr Route, nume
fahre mer zrugg zum Startpunkt bim Hotel statt zum Ziel» Also umkehren und nochmals hoch – ideal bei einer 80km Etappe! Die Zeit reichte aber trotzdem, für einen Halt bei Märklin (Fabrikgelände,
inkl. fahrender Minizüge und einer riesigen Dampflock) – zumindest für Dinu und David, die andern zwei (Tabea und Julia) waren etwa 45min zuvor einfacher bei Märklin durchgefahren. Mittagshalt
gab es bei einem tollen Abenteuerspielplatz inkl. Pumptracks – zum Glück hatten wir die Velos dabei. Wir übernachteten in Altbach, das einen wunderschönen Park recht zentral im Dorf
hat.
Heute stand eine „kürzere“ Etappe auf dem Programm, weil unser Ziel klar war und es bis dorthin nur noch 65km waren (wobei am Morgen von 55km gesprochen wurde - wir finden immer ein paar Umwege).
Daher stand Tabea um 6:30 Uhr auf und ging noch 11km joggen. Um 9.30 Uhr starteten wir dann auf die ersten 1,5h bis zum Frühstückshalt. Anschliessend fuhren wir in der Hitze weitere 33km bis zu
einem Badi – mit der längsten Rutschbahn Süddeutschlands! Dort vergnügten wir uns für 2h. Danach standen noch die letzten 11km bis zum Apartment an. Leider gings hoch! Und das bei größerer
Hitze.
Am Tag darauf fuhren wir 6km zum Vergnügungspark Tripsdrill bei Cleebronn. Wir hatten einen Gutschein zum Schlafen im angrenzenden Resort in einem Baumhaus. Den ganzen Tag genossen wir den
Freizeitpark. Und wir hatten ein riesiges Glück! Der Park schloss um 18:00, öffnete um 19:00 aber nochmals gewisse Teile für Gäste des Ressorts und Saisonkarteninhaber. Tabeas Eltern
blieben schliefen nochmals in Apartment und fuhren dann am Tag darauf nach Heilbronn, um ab da per Zug und Auto die Heimreise anzutreten – die tolle Begleitung in den Tagen hatten wir sehr
genossen.
Das Frühstück gabs im angrenzenden Tierpark – mit Wolfsgeheul!
Ursprünglich wollten wir einer schönen Route entlang des Neckars innert 2 Tage Heidelberg erreichen. Da aber für Sonntag Regen angesagt war, planten wir um und radelten 75km nach Heidelberg. Dort
mussten wir feststellen, dass unser Hotel etwa 8km vom Stadtzentrum entfernt war. Dafür in einem tollen Park mit Spielmöglichkeiten, in dem wir eine leckere Pizza assen.
Sonntags gabs Sightseeing in Heidelberg, teilweise mit Regen, teilweise trocken. Selbstverständlich musste es auf der kurzen Hin- wie auch Retourfahrt kurz regnen…. Dass Tabea am Morgen noch 15km
joggen ging, auf den Kaiserstuhl, den Hausberg, ist ja wohl klar?
Über 83km führte uns die nächste Etappe nach Karlsruhe. Die war extrem flach und führte teilweise wunderschön dem Neckar entlang – in dem das Baden leider nicht empfohlen wird. Darum fuhren wir
irgendwo über den Neckar und verliessen unsere Route, um zu einem Bagger-Badesee zu fahren! Da gab es in dieser Umgebung mehrere! Den ersten, mit aufgeschüttetem weissem Sand und Beachbar schon
nach etwa einem Kilometer. Aber nein, wir fuhren etwa NEUN Kilometer weiter weg von unserer Route zum Baden!!!! Also Tabea voraus und Dinu dann eine halbe Stunde später, er ist jeweils weit
hinter ihr unterwegs.
Danach rollten wir noch zu unserem Hotel am Rand von Karlsruhe.
Verfasst von Dinu am 22.6.
Am Freitag vor Pfingsten hatte Dinu seinen Vortrag vor etwa 100 Leuten, am Abend war noch Packen angesagt. Am Samstag gings dann per Velo an den Bahnhof
und dann mit dem Zug nach Winterthur. Wir koppelten die Thules an unsere Fahrräder, luden alles Gepäck auf, schnallten die Kinder an und dann fuhren wir auf den Bahnhofsplatz. Genau zu diesem
Zeitpunkt begann es zu schütten! Ein Mann neben Dinu sagte: «E gloub, e go grad weder zrugg» was Dinu dann an Tabea weiterleitete und als gute Idee befand. Sie nicht – also Regenschutz
anziehen und los, wir wollten am ersten Tag bis nach Winterthur radeln!
Dinu checkte nach ein paar Kilometern die Wetterprognosen – die nächsten 45min starker Regen, danach Aufhellungen. Er schlug Tabea vor, eine Pause in einem Restaurant zu machen, bis die
Aufhellungen kommen. Tabea dachte aber, dann würde es zu knapp mit Hotels suchen (wir hatten noch nichts gebucht) und noch Essen zu gehen.
So sind wir in unser Veloabenteuer gestartet. Ursprünglich wollten wir mal der Rhone entlang ans Meer, da wir aber einen Gutschein für eine Übernachtung in einem Baumhaus im Freizeitpark
Tripsdrill (Nähe Heilbronn) hatten, entschieden wir uns für eine Deutschlandtour! Wir wollten fast 3 Wochen unterwegs sein, für einen Event im Kindergarten kürzten wir aber auf 16 Tagee. Wir
wollen am Montagabend wieder zu Hause sein!
Die Tour durch Italien im letzten Jahr hatte uns halt so gefallen, dass wir wieder Ferien mit den Velos verbringen wollten.
Unterschiede zu Italien: Weniger Pizzas (damals ja fast jeden Abend), weniger Gelatis, weniger Alarmanlagen in Autos (nur einmal in Frankreich….), VIEL besser ausgebaute Fahrradwege (ein ganzes
Netz, teilweise fast stundenlang keine Autos auf Top Wegen), viel mehr Spielplätze (jedes Frühstück, jedes Mittagessen und auch ein paar Abendessen auf Spielplätzen), weniger Meer/baden (wir
waren etwa 6x in einem Schwimmbad) und viel mehr Freizeitparks (wir besuchten neben Tripsdrill auch das Ravensburger Spieleland und den Europapark). Gleich: Wir haben die Hotels meist am Tag der
Ankunft gebucht und hatten keine Probleme, die Kids hatten Spass an diesen Ferien, wir hatten wieder fast keine Regentage (am Starttag und einen Tag in Heidelbarg, an dem wir nicht weiterfuhren),
trotzdem fast keinen Sonnenbrand, VIEL Essen/Kalorien, viel Spass, unglaublich viele Eindrücke und tausende Fotos zum Ausmisten 😊
In Zahlen: Total 858km und 4379 Höhenmeter in 11 Fahrtagen, ca. 78km im Durchschnitt pro Etappe + 110km/1900hm zusätzlich auf einer Runde an einem "freien" Tag von Tabea. Und 2 (Dinu) resp. 1
(Tabea) Lauftraining und ein kurzes Schwimmtraining.
Nächste Woche berichten wir dann noch detaillierter aus unseren Ferien!
Verfasst von Tabea am 16.6.
Nods-Chasseral Velorennen
Vor etwas mehr als 2 Wochen startete ich am Donnerstagabend am Velorennen von Nods auf den Chasseral. Dort müssen 8.5km und 500hm überwunden werden. Es ist ein ziemliches «Vollgas-Rennen». Leider war sehr schlechtes Wetter gemeldet. Mein Plan war eigentlich, dass ich mit dem Rad gemütlich nach Nods einrollen wollte (also von zu Hause aus). Leider wurde nichts daraus, da zu viel Regen gemeldet wurde. Daher fuhr ich nach dem Feierabend mit dem Auto auf den Chasseral. Ich parkierte das Auto im Ziel. Ich zog mir Regenhosen an und warme Kleider inkl. dicker Handschuhe. Dann rollte ich die 8.5km runter zum Start. Zitternd kam ich unten an und war 45min zu früh vor Ort. Ich holte meine Startnummer ab. Es war nur ein kleines Zelt aufgestellt, man konnte also nirgends unterstehen. Zum Glück hörte es auf zu regnen und so konnte ich etwas hin und her marschieren, so dass ich einigermassen warm bekam. Kurz darauf kam meine Kollegin Petra Eggenschwiler mit dem Auto angedüst. Sie parkierte ihr Auto im Startgelände. Ich konnte kurz zu ihr ins Auto sitzen und mich aufwärmen. 15min vor dem Start fuhren wir noch etwas ein. Nun regnete es wieder. Dann begaben wir uns an den Start. Nun regnete es in Strömen. Mir war das aber mittlerweile egal, denn ich fands besser als 40 Grad. Mein Körper kann besser mit kühlen Temperaturen umgehen wie mit Hitze. Und dann gings los. Ich stand etwas zu weit hinten im Feld ein. Und ich konnte nicht einklicken. Ein paar Sekunden vergingen, ich versuchte noch immer einzuklicken in die Pedale. Dann endlich klappte es. Viele waren bereits vor mir losgedüst. Somit konnte ich starten mit Aufholen. Ich überholte viele Frauen. Das war äusserst motivierend. Ich gab Gas - so viel es ging. Petra Eggenschwiler war bereits über alle Berge.... Doch plötzlich, nach 4km sah ich weit vorne Petra. Ich kam ihr immer wie näher, was mich dann doch sehr erstaunte. Ich drückte und drückte. Es war sehr hart. Und dann auf der Zielgerade gab ich nochmal alles, was ich hatte und kam ca. 15 Sekunden hinter Petra ins Ziel. Ich war sehr zufrieden mit meinem Rennen. Ich wurde 5 Frau in einem starkbesetzen Frauenfeld und in meiner AK wurde ich 2. Dies war ein super Rennen denn es lief mir hervorragend, worauf ich stolz war.
verfasst von Dinu am 06.06.2025
Dinu hatte nach der Velofahrt inkl. Koppellauf (2,5km) am Auffahrtsdonnerstag nicht mehr trainiert (es hätte Möglichkeiten gegeben, er wollte aber auch länger liegen bleiben am Morgen). Und diese
Woche? Da ging es ähnlich weiter: Mo. viel Arbeit und am Abend Geburtstagsfest (und Zuvor Ausstellung der Abschlussarbeiten) des Göttimeitli – inkl. Kids. Dienstag auch viel Arbeit, am Abend
Ausflug mit dem Göttimeitli als Konfgeschenk. Mittwoch wieder viel Arbeit und am Abend essen mit ehemaligen Nachbarn, die nach Spanien ausgewandert sind und nun zu Besuch sind. Am
Donnerstagnachmittag startete er auf die obligatorische Schlafrunde für David, etwa 50min. Er berichtete, es habe sich richtig schrecklich angefühlt. Er hatte das Gefühl, zügig zu laufen,
probierte auch mehrfach, das Tempo zu erhöhen – Durchschnittstempo 6min 10sek pro Kilometer. Ja, die letzten Wochen pro Woche eigentlich nie mehr als 1h gejoggt, mehrfach auf 2-3 Trainings
aufgeteilt, weils zeitlich aktuell nicht reicht. Und Tabea fragte diese Woche, ob er am Blackyard starten wird. Er antwortete mit einem klaren «Nein»! Freitags: Dinu war an einer Weiterbildung in
Olten, an welcher er wieder mal einen Vortrag zu Diabetes Typ 1, Sport und Ernährung halten durfte!
Tabea hatte sicher das Niesenkoppeltraining als Highlight diese Woche: Mit dem Rennrad hinfahren, dann hochrennen und mit dem Velo zurück. Sie erreichte die beste Laufzeit in Kombination mit
Radfahren! Sie ist also wirklich in Form auf dem Velo und beim Aufwärtslaufen!
Und die Kinder? Da jagten sich die Highlights! Julia hatte Projektwoche – sie besuchte in gemischten Gruppen andere Schulgebäude in Urtenen und «bereiste» Länder! Sie hatte «Ausflüge nach China,
Italien,……» auf dem Programm. Am Mittwoch gabs am Nachmittag auch einen Ausflug für Tabea und die Kids zu den Beatushöhlen. Und sie wollte schon länger einmal einen Verkaufsstand eröffnen. Am
Donnerstag stellte Dinu einen Tisch an die Strasse, Julia sammelte Spielsachen, welche sie nicht wollte, Dinu spendete 2 Glas Holundergelee und 2 Flaschen Sirup (bei welchen Julia mitgesammelt
hatte – inkl. Klamaukeinlage: Dinu hob Julia hoch zum Holunderablesen, rutschte im nassen Gras aus und landete auf dem Hinterteil. Julia weich in seinen Armen kugelte sich vor Lachen….) dazu und
los gings. Zuerst mussten ein paar Dinge gerettet werden, welche David noch behalten wollte – beim Sirup gabs aber kein Erweichen von Dinu (David wollte den Sirup behalten 😊). Julia, sonst so
schüchtern, sprach nach anfänglichem Zögern plötzlich fremde Leute an! Klar, die ersten paar Leute wurden von David angesprochen: «Duuuuuu öppis chouf i mine Lade?» - aber er verlor bald die
Motivation und verschwand auf den Spielplatz. Und nun sprach Julia die Leute an! Vielleicht auch besser, David hatte doch recht oft gesagt: «Du ou choufe ohni Gäud, du lieb!».
Am Schluss war alles verkauft (herzlichen Dank auch an viele Nachbarn, die Einiges abgekauft hatten) und Julia hatte einen Hut voll Kleingeld! Tabea wollte ihr das Umwechseln in EINE Note – klar
hat da Julia nicht mitgemacht! Obwohl Tabea ja aufgerundet hätte……
Verfasst von Dinu am 1.6.
Das Auffahrtswochenende war wieder einmal eine logistische Kniffelaktion. Wobei die ganze Woche wieder einmal viel zu viel los war. Dinu hatte sehr dicht gedrängte Arbeitstage mit Überzeit,
Teamsitzungen, Treffen in der Ernährungsberatung MonBijou mit Ärzten und einer Akkupunkturpraxis, Tabea rannte einmal am Morgen noch rasch auf den
Niesen, wollte aufs Erdbeerfeld (mit den Kids), hatte auch strenge Arbeitstage inkl. Prüfungen, hatte Treffen mit Kolleginnen und Termine bei der Physio und die Nachbarskinder kamen am
Montagabend zum Znacht.
Dinu reichte es immerhin für 1x 15min und 1x 30min Joggen.
Donnerstag, Auffahrt. Tabea stand früh «Auf» (das war zwar nicht gemeint mit Auffahrt, aber egal) und fuhr mit dem Rennrad nach Brig – natürlich über den Grimselpass. Dinu belud das Auto fertig
und fuhr mit den Kids nach Spiez, wo er sein Rennrad am Bahnhof ankettete. 2 WC-Stopps später standen die 3 am Lötschberg, wo sie etwas Pech hatten – sie waren das vorderste Fahrzeug, als der Zug
davor voll war. Naja, auf die paar Minuten kommt es nicht an. Und so hatten sie ja die Poleposition für die Abfahrt danach 😊
In Brig übergab Dinu das Auto mit den Kids an Tabea. Die drei fuhren nun nach Mergozzo, wo wir mit der Nachbarsfamilie ein Häuschen gemietet haben. Dinu fuhr mit dem Zug nach Spiez und schwang
sich aufs Rennrad. Via Stockental (Tabea hatte ihm noch den Zwieselberg ans Herz gelegt, er fuhr (ignorant) links weiter, immer Bern zu. Es kamen etwa 55km in etwas mehr als 2 Stunden zusammen –
mit konstantem Gegenwind. Zu Hause zog er die Laufschuhe an und drehte noch eine Runde, bevor er sich um die volle Wasch- und Abwaschmaschine kümmerte. Und er genoss natürlich die Ruhe in der
leeren Wohnung. Am Freitag musste er arbeiten, am Nahmittag fuhr er dann per Zug auch nach Mergozzo, wo die zwei Familien einen schönen Ausflug auf einen Berg in der Nähe und danach an den See
(baden und Gelati) genossen hatten.
Am Samstagmorgen wieder ein ähnliches Szenario, nach dem Frühstück startete Tabea auf eine Radtour auf den Monte Mottarone, auf welchen kurz darauf die restlichen sieben (Nachbarsfamilie und Dinu
und die Kids) aufbrachen. Mit Zwischenstopp im Supermarkt – Mittagessen einkaufen. Oben hatte es eine tolle Rodelbahn und eine gute Aussicht, mit welcher wir unser Picknick genossen. Danach
gings nach Stresa – Spielplatz, Gelati und Baden standen auf dem Programm. Am Sonntag nicht anders – Hausputzen nach dem Frühstück, danach Tabea ab aufs Rennrad, Dinu und die Kids ins nahe
gelegene Einkaufszentrum, welches Sonntags auch geöffnet hat. Und danach über den Simplon, Tabea kurz nach Visp einladen und dann via Lötschberg (keine wirkliche Wartezeit) nach Thun zum Baden
und dann nach Hause – auspacken und aufräumen. Um parat zu sein, für eine weitere strenge Arbeitswoche 😊
Am vorderen Wochenende waren wir ja in Lauterbrunnen, wir berichteten ja schon kurz davon im Bericht von Tabea letzte Woche. Bis Dinu seinen Bericht geschrieben hat, dauerte es wieder einmal
etwas länger:
Ich hatte am Mittwochmorgen spontan Zeit für ein Lauftraining und fühlte mich super. Also lief ich ein härteres Intervall und kam mit einem tollen Gefühl zurück. Entsprechend müde fühlten sich
die Beine am Donnerstag an. Da hatte ich sowieso vor, nur eine kleine Runde mit David zu drehen, da mir Freitag/Samstag schon etwas Angst machten. Zum Glück schlief er im Thule auch nicht so
rasch ein wie sonst, so machten wir nach 2km Pause an einem Spielplatz am Moossee.
Freitags arbeitete ich dann, die Beine fühlten sich besser an. Ich machte früh Feierabend und war etwas vor 17:00 in Lauterbrunnen. Da wartete Tabea bereits – sie war von zu Hause mit dem Rennrad
via Scheidegg/Grindelwald nach Lauterbrunnen gefahren. Nun zogen wir uns um und starteten kurz darauf auf den Laufschuhen in Richtung Grütschalp/Winteregg. Es ergab eine Tour von 4,5km – aber mit
754Höhenmeter. Frau «E ma hüt ned, nach dere Velotour u däm schlimme Louf vorgester» sah ich nur jeweils bei Verzweigungen, da ich ihr nicht nachrennen mochte.
Auf der Grütschalp war es recht kalt, wir genossen die Aussicht und warteten auf die Gondelbahn. Es war weit und breit kein Mensch zu sehen – wer will schon am Freitagabend um diese Zeit in die
Berge? Aber kurz bevor die Gondelbahn nach Lauterbrunnen fahren sollte, kam eine überfüllte Bahn her aus Mürren und Schwupps waren wir umringt von haufenweise anderen Touristen – ähnlich
sportlich gekleidet wie wir, nur weniger verschwitzt… Danach genossen wir ein Abendessen in Ruhe und gingen früh zu Bett. Es ist schön, einen Abend ohne die Kinder zu verbringen – und doch fehlen
sie einem immer.
Samstagmorgen, nach dem Frühstück fuhren wir in Richtung Zweilütschinen – Tabea per Velo und ich mit dem Auto, welches ich parkierte und nun mein Rennrad parat machte. Ich hatte es zu Hause
gepumpt – es waren noch je 2 Bar im Reifen. Nicht, weil die Reifen nicht mehr dicht sind, nein, weil ich das Rennvelo so lange nicht mehr gebraucht hatte. Nun gings los in Richtung Grindelwald
und dann die Scheidegg. Tabea und ich starteten zusammen, bald einmal gab sie mir dann markante Streckenorte durch und die aktuelle Zeit. So wusste ich, dass ich zuerst einmal 2, später 8, dann
16 und auf der Scheidegg etwa 25min nach ihr ankam. Da es recht kalt war, hatte Tabea oben nicht gewartet sondern war runter gedüst in Richtung Meiringen. Mein Passfoto liess ich also von einem
anderen Radfahrer schiessen, ich allein auf der Scheidegg – dummerweise liess ich das Foto ohne Rennrad schiessen. Egal, ihr glaubt mir ja sicher, dass ich hochgefahren bin? Unten auf der
Hauptstrasse wartete Tabea. Nun gings aber nicht links in Richtung Meiringen/Interlaken, nein, wir fuhren rechts, weiter bergab. Um dann in Richtung Sustenpass wieder aufwärts zu strampeln.
Gefühlt kurz vor der Passhöhe gings dann links weg – etwas steiler als die Passstrasse. Aber bald darauf so in die selbe Richtung, aus der vorhin hergekommen waren, einfach höher oben. Bis wir
dann beim Hotel Wagenkehr, inkl. Passschild, ankamen. Aber nein, unsere Fahrräder kehrten wir nicht. Und obwohl die Strasse nun abwärts führte, erklärte mir Tabea, die diesmal «oben» gewartet
hatte, dass wir nun noch etwa 200hm bis nach Hasliberg erklimmen müssten. Und dass die Zeit für den versprochenen Haslikuchen nun leider doch nicht reichen würde, wir mussten ja die Kids
pünktlich abholen.
Wir fuhren dann tatsächlich am Hotel, an dem wir auch schon Haslikuchen genossen haben, vorbei. Aber Ausgangs Dorf hatte Tabea dann doch Mitleid mit mir und wir machten einen, kurzen!,
Kuchen-Stopp. Danach RUNTER auf den Brünig, ab dort via Ballenberg direkt an den Brienzersee. Und dann, gegen den Wind, bis nach Interlaken, wo mich Tabea verliess. Sie wollte noch kurz nach
Aeschi bei Spiez fahren – ich schleppte mich zurück zum Auto, lud mein Rennrad auf und fuhr dann dem See entlang nach Spiez, wo Tabea bereits auf mich wartete. Und beim nach vorne fahren war ich
so froh, dass ich nicht mit dem Rennrad nach Spiez (und erst recht nicht via Aeschi) fahren musste!
Am Sonntag fuhr ich mit den Inlines am Slow-Up, aber da Julia die ganze Strecke mehr oder weniger mit dem Velo zurücklegten, war das Tempo recht human (das wird in ein paar Jahren wohl anders
aussehen….). Montag musste ich mich erholen, Dienstags sicherheitshalber auch (und ich hatte am Abend eine Sitzung), Mittwochs feierten wir Hochzeitstag – ich machte früher Feierabend, wir
schauten (Schlechtwetterprogramm, bei trockenen Bedingungen wären wir auf den Weissenstein gewandert und hätten dort gegessen) zu Hause zu Viert einen Trickfilm und gingen dann essen, am
Donnerstag kurbelte ich während 35min zu Hause auf dem Indorvelo während Tabea an einem Velorennen startete (davon berichtet sie dann in einer Woche), Freitags klappte es auch nicht und am
Samstag standen einkaufen, Jubiläum der Kinderkleiderbörse im Nachbarsdorf inkl. Ponyreiten) und ein Ausflug in die Siky-Ranch (Tabea mit dem Velo) auf dem Programm. Am Sonntagmorgen reichte es
für mich für eine kurze Laufrunde (knappe 35min) bevor wir uns parat machten - mein Göttimeitli wurde konfirmiert.
Also erholt bin ich in der Zwischenzeit - knapp 70min Training letzte Woche 😉
Verfasst von Tabea am 18.5.
Nach der Bärner Rundfahrt war Tabea recht kaputt. Das Velorennen forderte sie recht. Danach folge eine Erkältung. Am Mittwoch stand aber bereits der Gempenberglauf in der Agenda. Sie wollte dort starten. Sie liess sich aber bis ein paar Stunden vor dem Start offen, ob sie wirklich gehen würde. Sie fühlte sich am Mittwoch etwas besser, daher nahm sie den Weg nach Dornach in Kauf, um an diesem Lauf zu starten. Und dann gings los. Sie nahm sich vor, viel langsamer zu starten wie am Teufelschluchtlauf. Sie schaute weder rechts noch links auf die anderen Teilnehmer, sondern konzentrierte sich auf sich. Sie startete 15 Sekunden langsamer auf den ersten Kilometer wie das Jahr zuvor. Ihr Puls war aber viel höher wie damals! Bereits nach 6min war der Puls in der 200er Region. Es war hart. Die 8km wollten und wollten nicht zu Ende gehen.... Aufgeben war aber keine Option. Totkaputt kam sie 3.5 Minuten langsamer als letztes Jahr im Ziel an. Sie war sehr enttäuscht. Der Durchschnittspuls war bei 197, auch dieser war um 5 Schläge höher wie letztes Jahr. Alles in allem schnitt sie schlechter ab wie im Jahr zuvor. Im Nachhinein ist ihr einiges klarer, warum sie so viel schlechter war. Sie war 1. noch nicht erholt von der Berner Rundfahrt, 2. war sie leicht erkältet und 3. waren die Laufkilometer in diesem Jahr sehr tief. Sie lief nur halb so viel wie letztes Jahr und auch letztes Jahr waren es selten mehr als 2 Lauftrainings in der Woche.... Dies erklärt dich schlecht Performance. Da sie im Moment noch immer mit diversen Beschwerden zu kämpfen hat, wird sich die Laufperformance auch nicht kurzfristig ändern.
Tabea hatte am letztjährigen Inferno-Run eine Übernachtung in Lauterbrunnen gewonnen, welche wir von Freitag auf Samstag einlösten. Logischerweise fuhr Tabea mit dem Rennrad hin (mit einem Umweg), Dinu fuhr erst gegen Abend, nach der Arbeit, hoch. Für einen kurzen Berglauf zu zweit reichte es aber dennoch.
Am Samstag gings dann aufs Rennvelo, eine herrliche Tour durchs Oberland.
Am Sonntag waren wir dann mit den Kids am Slow-Up Buechibärg – aktive Erholung?
Verfasst von Tabea am 11.5.2025
Vor genau einer Woche fragte mich Petra Eggenschwiler (per Whats App), ob ich an die Berner Rundfahrt käme. Meine Antwort kam sehr schnell und äusserst klar: „Spinnsch!!!! Nie i mim Läbä wird i die Fahre!!! Weisch wie gfährläch!!!!! Die fahre derte wie blöd abä!!! U ig bi ä riese Schisshas….
2h später und etlichen Gedanken schrieb ich ihr wieder, dass ich meine Meinung etwas revidiert habe, dass ich es mir vielleicht vorstellen könnte…. 2 Tage später meldete ich mich für das Race 3 an, Petra auch, jedoch meldete sie sich bei der Elite an und ich bei der Fun-Kategorie. Fun-Kategorie ist irgendwie der falsche Name dafür…. Denn es ging so richtig zur Sache in dieser Kategorie. Beim Race 3 fährt man 3x eine Runde von 32km/450hm – drei Mal über den Frienisberg… einem schnen Anstieg….
Am Tag x wachte ich mit Bauchschmerzen und Übelkeit auf. Nein, dachte ich, nicht schon wieder was…. Ich zweifelte, ob ich starten sollte…. Ich fühlte mich alles andere als energiegeladen (Anmerkung Dinu: Ausnahmsweise?). Dennoch rollte ich nach Lyss. Mein Puls war die ganze Zeit eher hoch und ich fuhr nur locker hin…. Ob das gut geht, fragte ich mich…. Ich war 1h15 vor meinem Start bei der Startnummernausgabe. Man erhielt einen Chip. Einen Chip??? Wo sollte ich den befestigen?? Natürlich musste ich nachfragen, die Dame hinter der Theke schaute mich mit grossen Augen an…. Wie wenn meine Frage eine sehr komische Frage wäre…Den Chip musste man am Rad befestigen…. Es war halt eines meiner ersten so richtigen Radrennen…Die Erfahrung fehlt. Dann begegnete ich noch Kollegen, welche das Rennen schon oft gefahren sind. Mir wurde gesagt, du musst einfach schauen, dass du die erste Runde mithältst. Es geht richtig zur Sache…. Dann würde es einfacher…. Petra lief ich auch noch über den Weg. Sie hatte das Rennen gerade hinter sich. Sie erzählte mir, wie krass es war. Viele seien gestürzt…. Meine Augen wurden immer grösser und ich sagte ihr: „Weisch was, i ga iz hie wäg u fahre nid! Das isch nüd für mi……“ Sie beruhigte mich dann etwas und ich stand dann kurz vor dem Start in einem riesigen Feld von Startenden. Ca. 220 Fahrer waren da, davon ca. 20 Frauen. Und dann gings los. Die ersten 2km waren neutralisiert. Ich empfand das Tempo aber alles andere als easy. Teilweise wurde sehr stark gebremst, wenn es auf einen Kreisel zu ging. Alle Schrien dann: ACHTUNG, BREMSEN!!!! Und dann wurde die Neutralisation aufgebhoben. Ab da ging es richtig los. Es stürzte gerade jemand kurz vor mir. Ich konnte zum Glück ausweichen. Der erste Anstieg kam sogleich. Ich drückte hoch. Es war sehr hart. Ich erinnerte mich an die Worte: einfach durchbeißen auf der 1. Runde…. Oben auf dem Frienisberg angekommen, wurde es nicht wirklich entspannter. Es ging wellig weiter, dann kam die steile Abfahrt, danach wurde es wieder flach, ging nochmals kurz hoch und dann kam die längste Abfahrt, auch mit Kurven versehen. Ich bin technisch nicht sehr gut, daher musste ich nach jeder gröberen Kurve wieder nachsprinten. Dies gelang mir immer, aber es kostete viel Energie. Ich hatte die 1. Runde in einer Gruppe mit ca. 8 Leuten (1 Frau war noch dabei) fahren können. Die 2. Runde konnte ich mit der gleichen Gruppe fahren. Bei der 3. Runde war dann fertig lustig. Beim Anstieg zum Frienisberg konnte ich nicht mehr an der Frau dranbleiben. Ich riss ab. Es war mir irgendwie auch egal. Ich wollte nur noch heil im Ziel ankommen. Wir waren ab dort nur noch zu zweit unterwegs. Ich und ein Mann…. Wir verloren leider etwas Zeit, da wir nicht mehr schnell unterwegs waren. Es war für mich auch die mit Abstand langsamste Runde….Kurz vor der längeren Abfahrt nach Aarberg kam eine weitere Gruppe von hinten. Auch dort war eine Frau drin. Ich liess die Gruppe nicht ziehen. Ich versuchte mit letzter Kraft dranzubleibe, was mir auch gelang. Auf der Zielgerade hatte ich einen Fight mit dieser Frau! Einen Schlusssprint über 30Sekunden mit über 500 Watt! Ich verlor diesen. Totkaputt, aber doch sehr glücklich kam ich mit dem 5. Rang overall und 2. Alterskategorie an. Die erste Runde fuhr ich in ca. 54minuten, die zweite Runde in 56min und die letzte Runde in knapp unter einer Stunde…. Man sieht also gut meinen Einbruch.
Es war aber trotz allem ein tolles Erlebnis.
Danach gings weiter mit dem Kidsrace. Julia und David starteten dort. David war bei der Jüngsten Kategorie und Julia bei der 2. Jüngsten. Beide musste 1.8km absolvieren. Julia wurde 5.und hatte ein super tolles Rennen. David hatte zwar einen Sturz mit seinem Rad, wurde aber dennoch noch 3. Was für ein Resultat!! Mit 3 Jahren konnte er das erste Mal auf dem Podest sein 😊
verfasst am 28.04.2025
Etwas mehr als ein Kilometer vor dem Ziel, 2 Frauen, etwa 15sek. auseinander, beide gehen, machen kleine Schritte. Die Hintere, mit welcher ich unterwegs bin, sagt: «Se esch z schnäu, aber es fuchst mi scho». «Chum scho, no chli jöggerle, chlini, schnäui Schrittli, das schaffsch no». Und sie startet tatsächlich und kommt der Vorderen näher. «Ned ufhöre, abgrächnet werd dobe», sage ich und motiviere sie weiter zum Dranbleiben. Und so vergehen ein paar Minuten, bis wir wirklich kurz vor dem Ziel sind. Der Abstand ist etwas kürzer geworden, aber es reichte nicht mehr, der Abstand beträgt auf der Rangliste knappe 8,1 Sekunden. In dem Moment, als die zweite der Beiden über die Ziellinie läuft, fragt mich die dritte Frau, die mit uns unterwegs ist (sie trägt einen Rucksack mit Besen) ob ich schon im Ziel gewesen sei, was ich verneine. Da sagt sie, dass sie somit warten müsse – sie dürfe nicht vor mir ins Ziel.
Wo und was das war, fragt ihr Euch vielleicht? Das war der Zieleinlauf der Kategorie W70 am Teufelsschluchtlauf, Rang 1 und 2 der Frauen, welche über 70ig sind. Ich fands mega spannend, wie da noch gefightet wird, mit einem gesunden Ehrgeiz, nicht Verbissen aber doch noch mit viel Einsatz! Und warum ich da mittendrin dabei war? Naja, ich war normal gestartet, eher etwas zu weit hinten (nicht neu bei mir) und hatte schon einige andere Teilnehmenden überholt. In der Schlucht selber war das etwas schwieriger geworden, ich lief also im Tempo der Person vor mir hoch und wartete auf eine breitere Stelle. Und irgendwo nach Kilometer 5 kam mir eine Läuferin entgegen und sagte «E go abe Dinu, es esch aues guet». Ich blickte zurück und realisierte, dass dies Tabea gewesen sein muss. «Hmm, wenn sie runterläuft ist garantiert nicht «alles gut», dachte ich und kehrte auch um. Ich wollte aber die Wettkämpferinnen und -kämpferinnen» nicht behindern und lief nur vorsichtig, Stück für Stück runter. Irgendwo kreuzte ich die drei oben erwähnten Frauen (die beiden Wettkämpferinnen und sie mit dem Besen) und dann erreichte ich irgendwo Tabea. Sie hatte einen schlechten Tag und das war nun der Gipfel des Ganzen. Am Morgen hatte David zum ersten Mal Bauernhofspielgruppe im Nachbarsdorf – und kurz zuvor realisierte Tabea, dass sie den Autoschlüssel nicht findet. Dann mit E-Bike und Thule mit David in die Spielgruppe, mit dem E-Bike zu mir zur Arbeit und meinen Autoschlüssel holen, zu Hause realisieren, dass ihr Schlüssel im Auto ist (das ich dann geschlossen hatte, aber davon nichts wusste), Flüge für die Winterferien buchen (weil deutlich günstiger wie am Vorabend – Marketing 😊) und dabei einen Flug buchen können, beim zweiten funktioniert die Kreditkarte nicht mehr, dann mich bei der Arbeit anrufen um meine Kreditkartendaten via Telefon, während einer Ernährungsberatung, abfragen was auch nicht half, mit ihrem Vater und später der Fluggesellschaft telefonieren (die sagt, auch die erste Buchung sehen sie nicht), irgendwann klappts – und dann zu realisieren, dass sie einen Tag früher angeklickt hat, wie geplant und wir nun halt am 25.12. in die Ferien fliegen statt am 26., dann zu spät los zu David (abholen Spielgruppe), nach Hause, Julia kommt 2min danach schon vom Kinzgi, kochen, mit Julia ins Turnen, noch 2 Dinge erledigen, mit 68 im 50er geblitzt werden, die Kids an Julias Gotti übergeben (die durften bei ihr schlafen), dann zum Treffpunkt mit mir – ich rufe an und sage, dass ich erst etwa 10min später Feierabend machen kann, auf der Autobahn viel Stau sei und Google die Ausweichroute empfiehlt und Tabea darum schon losdüsen soll – ich käme dann mit dem Zug, im Stress sein, ob es reicht, pünktlich vor Ort, alles erledigen und merken, dass sie den ganzen Tag wohl viel zu wenig getrunken hat, nach 2km starke Muskelschmerzen in den vorderen Oberschenkel zu spüren (se hei zue gmacht), und dann, als es endlich hoch ging die Muskelatur sich anfühlte, wie wenn sie beim Marathon bei Km 35 wäre, kaum vorwärts zu kommen und stetig überholt zu werden. Da war es dann einfach zu viel und sie hörte bei km 5.3 auf und setzte sich auf den Boden.
Und darum ging sie nun retour nach unten und ich rannte hoch – unser Gepäck abholen. Ziemlich zügig, aber schon mit einem Schmunzeln, als beim Schild «km6» meine Uhr bereits 7,68km anzeigte 😊 Ich erreichte dann etwas mehr als ein Kilometer vor dem Ziel die drei bereits erwähnten Damen und war so fasziniert, dass ich nun nicht mehr aufwärts raste, sondern gemütlich beobachtete und anfeuerte.
Am Samstag gingen die Kids und Julias Gotti auf den Kugeliweg in Spiez – und wir klinkten uns auch ein. Und am Sonntag waren wir am Slow-Up. Julia fuhr die ganze Runde von über 30km auf dem Velo – und David mehr als die Hälfte der Runde, mit etwas Unterstützung, auch auf dem Velo! Wir waren etwa 6h unterwegs und am Abend alle erschöpft, aber happy.
verfasst von Dinu am Ostermontag
Wir hatten im letzten Sommer mit Tabeas Eltern abgemacht, dass wir diesen Frühling zusammen in die Ferien gehen wollten. Eine Wohnung für 6 Personen zu finden ist nicht so einfach, idealerweise
mit 2 Badzimmern. Darum haben wir dann im Sommer bereits gebucht, eine Woche im Tessin bis und mit Ostersamstag. Da die Prognosen aber schlecht waren im Tessin, blieben wir Vier noch zwei Tage
länger im Norden und genossen das schöne Wetter, während Tabeas Eltern im Süden das Haus in Ruhe geniessen konnten. Am Montagmorgen düste Tabea schon früh los in Richtung Schallenberg, das Ziel
war, dass wir uns kurz nach Luzern treffen würden. Dinu und die Kids erledigten noch ein paar Dinge zu Hause als Tabea anrief: «E ha ne Platte zoberst ufm Chuderhüsi u cha das schndufbuidbfuiheu
Ding ned flicke ☹. E ha scho e ersti Patrone düreglo u ha ke zwöiti, es esch wit u breit ke Velofahrer ume u am Mänti hei fasch keni Velomeche offe ☹». Dinu beschloss also, Tabea in der
Region oberhalb Thun abzuholen. Etwa 4 Telefonate und 3x Autostopps später landete Tabea im Decathlon in Heimberg und fuhr dann doch weiter wieder hoch zum Schallenberg. Dinu fuhr dann auch los –
er und die Kinder waren dann etwas früher dran und besuchten den Fabrikladen von Hug in Malters. Dort traf dann etwas später auch Tabea ein. Ihr Rennrad brauchte sie dann noch für ein Intervall
(trotz Regen) und am Abreisetag, sie konnte aber noch einmal schwimmen und 2x auf einen Berg rennen. Wir unternahmen viele Indooraktivitäten und hatten trotz viel Regen sehr viel Spass.
Am Abreisetag fuhr Tabea wieder früh los, während der Rest in Ruhe Zmorge und das Haus nochmals genossen, danach gings los in Richtung Norden. Es hatte bereits eine Stunde Stau, so kamen diesmal
Dinu und die Kids später am Treffpunkt in der Autobahnraststätte direkt vor dem Gotthard an. Tabea war total verfroren - zitterte am ganzen Körper, ihre Eltern hatten ihr aber bereits eine Jacke
zum Aufwärmen gebracht. Denn Tabea fuhr mit dem Rad von Ascona nach Airolo, selbstverständlich nicht auf direktem Weg. In Faido bog sie rechts ab und fuhr einen Berg hoch. 900hm bei Regen und
Nebel, waren es, und sie hatte keine Handschuhe dabei. Die Abfahrt war dann ein kleines Desaster - es war eisig kalt....Zum Glück waren die Eltern etwas vor uns bei der Raststätt und hatten den
Stau noch etwas kürzer angetroffen.
Insgesamt waren es sehr schöne Ferien, auch wenn es jeden Tag geregnet hat – Mal mehr, mal weniger.
Verfasst von Dinu am 13.4.2025
Montagmorgen, die Uhrzeit, um die wir normalerweise unseren Bericht hochladen und wohl am Meisten Leute unsere Texte lesen – und Tabea sitzt auf dem Rennrad. Richtung Luzern ist das Ziel – leider
sind der Glaubenbielen und der Glaubenberg noch gesperrt, darum nur via Schallenberg und noch 1-2 Hügel…..
Aber zum Rückblick auf letzte Woche, da war das Highlight für Tabea und die Kids eine kurzfristige Tour nach Yverdon. Julia hat ja Kindergartenferien, sie hatten am Mittwoch mit einer Kollegin
abgemacht. Als diese absagte, beschloss Tabea, sie fahre am Dienstagmorgen mit dem Velo und Thule los, übernachte auswärts und fahre am Mittwoch zurück. Da starker Wind wehte, entschloss sie
sich, in die Welschschweiz zu fahren und den Rückenwind zu nutzen. Ob es bis nach Yverdon reichen würden (die Kids waren nun nie mehr länger als etwa 2h im Thule) war sie sich nicht sicher. Auch
2 Kinder so weit zu ziehen ist doch auch recht anstrengend – und sie werden jedes Jahr schwerer…
Aber mit mehreren Pausen gings problemlos. Eine Idee war, am Mittwoch noch weiter in den Westen zu fahren, da der Wind aber etwas nachgelassen hatte, fuhr sie tatsächlich zurück. Dinu, am
Arbeiten, erhielt immer mal wieder Fotos aufs Handy….
Sonst war eine Radtour mit ihrem Vater ein zweites Highlight – durch die Umgebung von Bern, inkl. Intervallen (für sie, er fuhr mit dem E-Bike in seinem Tempo. Dinu kam auf Lauftrainings (eines
17km – Dienstagabend, die Familie in Yverdon) und eine Radtour mit Anhänger (Die Kids mussten am Donnerstag schon wieder Thule fahren, hatten aber nichts dagegen).
Am Samstag waren wir in Zollikofen bei "Emmas Hoftour" - Tabea per Rennvelo und vielen Umwegen - Dinu und die Kids mit Velo und Thule :-)
Verfasst von Tabea am 30.3.
Diese Woche gabs ein paar knackige Trainings. Tabea hatte am Freitag ein Intervall mit dem Rad in der Fläche. Sie musste dabei 6x5min etwas oberhalb der Schwelle fahren. Dies war sehr
anspruchsvoll für sie. Sie fährt lieber bergauf, in der Fläche hart und konstant zu drücken gehört nicht zu ihren Lieblingsdisziplinen.
Am Sonntag startete sie mit 2 Kollegen auf eine 4.5h Velotour. Sie fuhren um den Bielersee und selbstverständlich noch auf den Chasseral.
Bei Dinu reichte es während der Woche nur für ein Lauftraining mit David im Thule am Donnerstag. Am Wochenende startete er aber an beiden Tagen auf eine Laufeinheit zwischen 50min und 1h
10min.Dafür erlebte er einen riesigen Schockmoment, als er mit den Kjndern den Tag der offenen Türe der Musikschule in Jegenstorf besuchte. Als sie zurück kamen, wies das Auto hinten eine riesige
Beule auf. Irgendjemand ist in unser Auto gefahren und ist dann weiter, ohne eine Nachricht zu hinterlassen :-(
Verfasst von Tabea am 23.3.
In der vergangenen Woche konnte Tabea eine tolle Radtour durch den Jura drehen. Sie war 6h unterwegs und kam sehr müde nach Hause. Dort gab es natürlich keine Erholung, sondern sie musste gerade weiter, nur duschen lag noch drin. Sie nahm an einer Studie in Bern teil und musste daher noch zum Haus raus. Todmüde kam sie danach nach Hause und am nächsten Morgen gings bereits wieder früh los. David hatte Spielgruppe, Julia Kindergarten. Beide Kids parat machen und pünktlich abliefern ist jeweils das Motto am Freitagmorgen. In der danach folgenden freien Zeit hat Tabea jeweils ein Intervall auf dem Rad. Es graute ihr davor, denn mit ihren müden Beinen wusste sie nicht, wie sie diese Watt fahren sollte. 5x6min über der Schwelle plus 20min etwas unter Halb der anaeroben Schwelle war das Thema. Glücklicherweise gings dann trotzdem recht gut. Aber sie war froh, dass am Weekend keine krassen Trainings geplant waren. Das Weekend verlief ruhig. Tabea hatte am Samstag nur ein kurzes Lauftraining plus danach 1h Kraft auf dem Plan. Dinu war den ganzen Tag an einer Weiterbildung. Daher unternahm Tabea mit den Kids und den Nachbarn einen Ausflug auf den Bantiger. Sie fuhren mit dem E-Bike und Anhänger durch teilweise für unser E-Bike nicht geeignete Wege auf den Bantiger. Sie parkierten die Räder absichtlich etwas unterhalb, damit die Kids den Schluss noch hochlaufen konnten. Es war ein wirklich gelungener Ausflug mit schönstem Wetter. Am Sonntag gabs für Tabea einen Ruhetag. Etwas atypisch fuhren wir als ganze Familie mit dem Auto nach Grenchen, um auf dem Pumptrack Spass zu haben.
Dinu konnte dann am Schluss des Tages noch einen Teil des Weges nach Hause joggen. Sein persönliches Highlight hatte er am Donnerstag, an dem Julia ausnahmsweise "Chinzgifrei" hatte. Er fuhr mit beiden Kindern und seinen Eltern (mit dem Auto) ins Papiliorama - schon wieder nach Kerzers :-)
Verfasst von Dinu am 16.3.
Am Sonntag und Montag hatte David Durchfall, Kopf- und Bauchweh und wirkte fiebrig. Am Dienstag klagte Tabea dann über Durchfall und die nächsten zwei
Tage über Kopf- und Gliederschmerzen. Und am Mittwochabend musste Julia erbrechen, am andern Morgen war sie aber wieder fit wie immer. Ich ahnte böses, so wie ich mein Glück kenne, rechnete ich
damit, dass es mich dann am Wochenende erwischt. Am Samstag, an dem ich am Kerzerslauf starten wollte.
Doch ich hatte Glück! Am Samstagmorgen fühlte ich mich zwar etwas müde, als der Wecker klingelte, aber gesund. Ich machte mit den Kids alles parat, danach fuhren wir mit den Nachbars-Kindern und
deren Papi nach Alterswil ins VaKi-Turnen. Das findet einmal im Monat statt und organisiert ein Kollege von uns. Kurz vor 12:00 düsten wir danach weiter nach Kerzers. Eigentlich hätte ich um
12:10 starten müssen, hatte aber per Mail angefragt, ob ich später starten könne, was kein Problem war. In Kerzers suchte ich einen Parkplatz. Nun kamen Tabea und das Mami der Nachbarsfamilie
auch in Kerzers an. Ich konnte die Kids übergeben, packte meine Sachen und düste los. Ich deponierte meine Tasche in der Garderobe, ging kurz aufs WC und joggte zum Start. Dort hiess es, dass der
letzte Block mit Läufern in 3 Minuten starten würde – perfekt. Ich kletterte über die Absperrung und stand nun mitten in meinem Startblock. Die späteren Kategorien starten an einem anderen Ort,
es ging zuerst bergab. Nach etwa 500m war ich bereits an der dritten Position, kurz darauf überholte ich die Zweite, nur den Vordersten sah ich nur von weitem. Bei km. 1 war ich alleine
unterwegs, nach etwa 7min lief ich bereits auf den vor mir gestarteten Startblock auf. Ich kam aber gut vorwärts und fühlte mich gut. Der Blick auf die Uhr ergab aber, dass ich km 3-5 alle so
10-20 Sekunden langsamer rannte wie im Vorjahr. Ich hatte schon erwartet, dass ich evtl. etwas langsamer sein könnte wie im Vorjahr, weil ich nicht so viele schnelle Intervalle absolviert hatte.
Aber wenn ich nun rechnete (geht gut beim Laufen…..), im Schnitt etwa 15sek. pro Kilometer langsamer zu sein wie im Vorjahr, würde eine Zeit gegen 1h 16min ergeben. Das freute mich nicht gerade.
Die weiteren Kilometer wusste ich nicht mehr so genau. Ich wusste nur noch denjenigen am Golatenstutz – da war ich letztes Jahr mit 5:57min knapp unter 6min geblieben. Auch dieses Jahr
marschierte ich mit grossen Schritten den Anstieg hoch und begann oben sofort wieder zu rennen. Dies ging sehr gut und ich sah, dass ich schneller war wie im Vorjahr. Nun kam die Motivation
zurück und ich begann, nochmals richtig Gas zu geben. Die letzten 5km gehen mehrheitlich abwärts und ich rannte an vielen anderen Teilnehmenden vorbei. Überhaupt hatte ich unterwegs sehr viele
Leute überholt. Die letzten zwei Kilometer flogen nur so vorbei, ich hatte einmal 4min10sek und einmal 4:03min pro Kilometer. In der Zielkurve standen Tabea und die Kinder, ich habe kurz
angemeldet zum «Hallo» zu sagen und setzte meinen Sprint fort. Ich war überglücklich, da ich realisierte, dass ich wohl ähnlich lange hatte wie im Vorjahr, obwohl ich am Anfang langsamer
unterwegs war. Sofort kam das SMS von Datasport, das meine Vermutung bestätigte: ich war genau 1 Sekunde (auf die Zehntelssekunde genau!) langsamer als im Vorjahr. Ich war irgendwie ungläubig –
ich war doch auf den ersten Kilometern so viel langsamer gewesen wie im Vorjahr? Wie ging denn das? Aber scheinbar hatte ich auf den letzten Kilometern viel Zeit gutgemacht. Ich war sehr
zufrieden mit dem Resultat. Nun gings ab unter die Dusche und dann ans legendäre Kuchenbuffet zusammen mit der Familie (auch in diesem Jahr wollte Julia lieber Pommes vor ihrem Lauf als
Kuchen).
Bald darauf hatten dann auch unsere beiden Kleinen ihren Start. Bei David musste noch jemand Erwachsenes mitrennen, er bestand aber darauf, dass er die 300m selbst rennen wolle und nicht Mama die
Hand geben wolle. Wie immer waren beide danach sehr stolz auf ihre Medaillen!
Am Sonntag gabs für mich einen Ruhetag, wir gingen nochmals an die Fasnacht – an den Umzug in Münchenbuchsee.
Tabea war an beiden Tagen auf der Indoorrolle. Am Samstag gabs 2h und am Sonntag 1.5h. Alles im Grundlagenbereich. Nächste Woche gibts dann wieder ein paar Intervalle.
Bilder findet Ihr in der Galerie.
Verfasst von Dinu am 9.2.
In der vergangenen Woche kam ich fast etwas in einen Laufflow 😊 Am Dienstag hatte ich wenig Arbeit (das ist als Selbstständigerwerbender zwar nicht so toll, wenn aber viele in der Umgebung Skiferien haben, ist das verständlich) und so konnte ich am Nachmittag auf eine etwas längerer Laufrunde (etwas über 15km) starten – bei herrlichem Sonnenschein! Am Mittwoch hatte ich Glück, es reichte ganz knapp (ok, mit 5min Verspätung) in das Lauftraining des TV Bolligen. Am Donnerstag drehte ich die obligatorische Nachmittags-Einschlafrunde mit David und am Freitag hatte ich über den Mittag mit einer Arbeitskollegin und einem Arbeitskollegen zum Joggen abgemacht. Das ergab ganze 4 Lauftrainings in Serie und insgesamt knapp 40km. Das ist für meine Verhältnisse schon recht viel, obwohl ich an Wettkämpfen auch mal soweit an einem Tag laufe 😊
Daneben lief aber ein Küchenmarathon! Den Donnerstag verbrachten David und ich (und nach den zwei Chinzgiterminen auch Julia) mehrheitlich in der Küche. Er liebt es, zu helfen und natürlich auch zu probieren 😊. Wir backten einen Kuchen (und den gerade doppelt und machten zusätzlich noch Muffins aus dem gleichen Teig), einen Kuchenboden, salzige Scones (die wir am Samstag dann befüllten und mit Lachs belegten), kochten Salzkartoffeln, Apfelmus, Rotkraut, Tee und noch ein Zmittag. Das grosse Highlight für die Beiden war aber das Dekorieren der Muffins – das lieben sie!
Am Freitag brachte David dann die Muffins in die Spielgruppe und am Nachmittag hatte er (und Julia und Tabea) Besuch von seinen Kollegen – der erste Kuchen wurde gegessen. Als ich von der Arbeit nach Hause kam, war die Party in vollem Gange. Kurz nach 18:00 verschwanden dann alle – ja, wirklich alle, auch Tabea, Julia und David, schliesslich hatte er Schwimmkurs. Ich begann, das Chaos (5 Jungs, 3 Mädchen, zwischen 2 und 3h bei uns zu Hause………..) aufzuräumen, zu putzen und für Samstag weiter vorzubereiten. Denn am Samstag wollte ich mit den Kids am Morgen ins Vaki-Turnen. Das organisiert ein Kollege von mir, ist immer mega toll – leider aber in Alterswil, also 40min von uns weg! Danach gings ab nach Hause, zum weiter vorbereiten (wo Tabea in der Zwischenzeit auch viel vorbereitet hatte und dann bis am Abend auch noch dran war). Denn am Abend waren die Großeltern und das Gotti von David mit Familie eingeladen! Es gab Flammkuchen mit Rotkraut, Maroni und Nüssen belegt (und mit Käse überbacken, sehr lecker) und die Scones als Apero, danach Älplermaccaronen mit Apfelmus und Salat und 2 Torten zum Dessert! Um 22.30 war dann diese Party auch vorbei. Tabea putzte noch am Abend die Wohnung, Dinu räumte in der Küche auf. So waren wir dann um Mitternacht auch im Bett.
Am Sonntag, Davids tatsächlichem Geburtstag, feierten wir zu Hause noch etwas (und räumten auf und schauten die WM-Abfahrt) und besuchten dann den Kiddy-Dome in Röthenbach – ein weiteres Highlight für unsere Kids 😊. Tabea hatte auch wieder begonnen mit Trainings, denn sie war ja die Woche zuvor krank. Es stand am Mittwoch wieder ein Radintervall auf dem Programm. Sie litt ordentlich.
Verfasst von Dinu
Seit mindestens 2015 versuchen wir, als Teilnehmende an die Unterlandstafette (ULS) in der Region Bülach zu gehen. Dieser Anlass, an welchem man 6 Disziplinen (Eislaufen, Schwimmen, rennen,
Rennrad fahren, Inline-Skaten und Mountainbike) allein, zu zweit oder in einer Gruppe im Januar bestreiten kann, ist uns sehr ans Herz gewachsen. In diesem Jahr standen die Vorzeichen aber
schlecht. Tabea ist nun seit etwa 10 Tagen am Kränkeln. Eine Grippe quält sie, mal mehr, mal etwas weniger (dass auch Mal ein Training drin lag und Hoffnung auf einen Start aufkeimte). Ab
Montag ging es leider auch Julia schlecht, auch bei ihr mit Hochs und Tiefs.
Am Mittwoch und Freitag konnte Tabea zur Ärztin, da sich die Blutwerte innert drei Tagen verbessert hatten, konnte eine Lungenentzündung ausgeschlossen werden. Die Ärztin sprach aber ein
Sportverbot aus, so dass Tabea schweren Herzens die ULS begraben musste. Somit war der Plan, dass Dinu am Samstagabend nach Bülach fährt und am Sonntagmorgen starten würde.
Bei Julia wurde am Donnerstag dann eine Mittelohrentzündung festgestellt und wurde therapiert. In der Nacht auf Samstag wachte Julia etwa eine Stunde nach dem zu Bett gehen wieder auf und war
dann unruhig und schlief nicht wirklich bis gegen 3 Uhr. Dinu verbrachte die Nacht bei ihr und fand, dass er am Samstagabend nicht gehen würde, falls sich der Zustand nicht verbesserte. Die Nacht
auf Sonntag verlief zwar besser, gegen 3 Uhr weckte uns Julia aber trotzdem. Dinu konnte kaum mehr einschlafen. Als sein Wecker dann um 5:15 klingelte, überlegte er sich nochmals lange, ob
er wirklich gehen sollte.
Bericht:
Danach fuhr ich mit dem Auto nach Bülach, wo ich kurz nach 7:00 auf dem Eis stand und die 20 Runden (2,4km) zurücklegte. Danach gings ins Schwimmbad für 600m! Wie jedes Jahr schwamm ich einen
Teil der Distanz auf dem Rücken, ich glaube, ich bin so nicht viel langsamer! Sagt übrigens auch die Pulsuhr, die zeigt auf, welche Teilstrecken ich auf dem Rücken geschwommen bin – und das sind
tendenziell die schnelleren der 25m.
Nach den ersten 2 Disziplinen wechselt man zur Kaserne, wo die Singles ihre Wechselzone einrichten. Kurz vor 11:00 wird im Jagdstart auf die Laufstrecke (7,9km) gestartet, das heisst, der oder
die Führenden nach den ersten zwei Disziplinen starten als Erstes, alle weiteren starten in den Zeitabständen, die sie in den ersten Disziplinen langsamer waren.
Im Schwimmen und Eislaufen war ich einmal 7sek. und 1x 9 Sekunden schneller als im Vorjahr. Auf der Laufstrecke gings ähnlich weiter – 6 Sekunden schneller als im Vorjahr
😊. Auf dem Rennrad war ich 16sek. langsamer wie im Jahr zuvor, obwohl die Strecke etwas verkürzt worden war (aber eine enge Kurvenkombination und einen Engpass neu beinhaltete) aber dafür
ein starker Wind wehte. Auf der Inlinestrecke war ich in diesem Jahr fast 1,5min langsamer als im Jahr zuvor, allerdings war der Boden stellenweise noch nass und dadurch rutschig, Auf der
abschliessenden Bikestrecke konnte ich das Gravelvelo von Tabea auslehnen. Damit war zu erwarten, dass ich etwas schneller sein würde... Zumal im 2024 Jemand einen Pfeil der Streckenmarkierung
entfernt hatte und ich darum mit einigen anderen einen Moment im Wald herumgeirrt war. Das passierte mir in diesem Jahr zum Glück nicht mehr! Der Boden war auch weniger matschig wie im letzten
Jahr, trotzdem gabs auch in diesem Jahr wieder viele Pfützen und mein Hinterrad drehte einmal durch. Nach etwa 2/3 der Bikestrecke kam mir plötzlich in den Sinn, dass ich im letzten Jahr 3h und
59sek. für die gesamte Unterlandstafette gebraucht hatte und im Nachhinein mich schon etwas über die 59sek. geärgert hatte. Also drückte ich nochmals alles in die Pedale, um unter 3 Stunden zu
bleiben. Bei der Zieleinfahrt schaute ich auf die Uhr und wusste, dass ich das geschafft habe! Ich war sehr happy im Ziel und froh, dass ich teilnehmen konnte. Es war vor allem auch für den Kopf
gut, etwas weg gewesen zu sein.
Im letzten Jahr hatte ich nach der ULS geschrieben: «Ich halte sportlich etwas weniger gut mit, also wechsle ich jetzt schneller» - im Jahr 2025 war die Wechselzeit nochmals 1min und 14sek.
schneller als im Vorjahr! Zusammen mit der Bikestrecke, auf der ich über 2min schneller war wie im Vorjahr, und der schlechteren Inlinezeit habe ich mich um über 2min verbessert! Aber die Anlässe
zu vergleichen, ist eh schwierig, wie gesagt, die nasse Inlinestrecke hat ja auch alles verändert.
Nun wusch ich das Gravelbike kurz ab (es war ordentlich dreckig geworden), ging duschen, trug unter 3x mein ganzes Material wieder zum Auto (es waren immer noch Teams auf der Strecke, das gibt
einem auch irgendwie ein gutes Gefühl, nicht ganz zuhinterst gewesen zu sein. Denn in diesem Jahr war das Niveau extrem hoch. Mit der langsameren Zeit war ich im Vorjahr auf Rang 5 von 10, also
im Mittelfeld. In diesem Jahr reichte es mit der schnelleren Zeit für Rang 6 von 7 – also am Schluss der Rangliste.
So schnell ich konnte, düste ich nach Hause. Tabea freute sich auf einen Spaziergang an der Sonne! Sie war am Morgen zwar schon auf einer Runde, aber mit den Kids im Thule. Und am Nachmittag war
sie mit David am Fasnachtsumzug, während ihre Mutter zu Julia schaute. Aber nun freute sie sich auf eine Runde in Ruhe, während ich mich auf die Kinder freute!
Verfasst von Dinu am 12.1.2025
In Jegenstorf starten im Januar immer viele SportlerInnen zu einem Lauf, an welchem man entweder 3h, 6h oder 12h auf einer 1,7km langen Runde laufen kann. Organisiert wird der Lauf von Marco
Jaeggi und dem Startschussrunning-Team, welches auch den Backyard im Herbst organisiert. Im 2022 war ich 3h unterwegs, Tabea stand hochschwanger am Strassenrand und ich wusste, dass ich jederzeit
mit ihr in Richtung Spital losdüsen müsste, falls Wehen einsetzen sollten. Im Jahr darauf, 2023, stand ich todmüde am Start, ich weiss noch, wie ich nach etwa 1h20min nur noch vor mich hin
trottete und mit den zufallenden Augen kämpfte. David hielt uns damals nächtelang wach, was ich unterwegs merkte. Im 2024 startete ich zum 6h-Lauf und in diesem Jahr nun wieder zu 3h. Die 6h
hätten mich auch wieder gereizt, lagen aber vom Tagesablauf nicht drin:
Am Morgen auf (als der Wecker klingelte, kam ich kaum zum Bett raus und dacht «öb das hüt guet chunt?»), packen, Kinder parat machen und ab nach Utzenstorf zur Hauptprobe von Julia’s Turnshow.
Danach in Jegenstorf meine Tasche in der Nähe des Starts deponieren und wieder nach Hause. Kinder und Auto an Tabea, die in der Zwischenzeit joggen war, abgeben und mit dem E-Bike zum Start. Ich
kam etwa 35min vor dem Start an – dummerweise gab es aber 15min vor dem Start noch ein obligatorisches Briefing. Startnummer abholen, komplett umziehen, Jacke mit Essen befüllen, Getränkeflaschen
auffüllen und mit vielen Bekannten kurz reden. Denn an diesen Events trifft man immer die ähnlichen Leute, was echt schön ist! Nach den Infos kurz aufs WC und schon gings los. Zum nervös werden
hatte ich heute keine Zeit. Ich stand eher weit vorne ein und startete in einem Tempo, das etwas zügig war, ich aber hoffte, es sicher einen Moment durchstehen zu können. Da die Strecke aber
nicht ganz flach ist, sind die Kilometerzeiten aber nicht vergleichbar. Und es gab einen Teil der Strecke, in der eisiger Gegenwind bliess und sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt noch
kälter anfühlten. Und es gab Teile der Strecke mit Rückenwind und Gegenden, wo kein Wind bliess, aber die Sonne schien. Ich zog aber Runde für Runde etwas aus – Halstuch, Handschuhe,
Ärmlinge unter der Jacke und zuletzt mein Stirnband und warf es zu meinem E-Bike. Am Streckenrand stand eine Flasche von mir mit Isostar, von welchem ich in fast jeder Runde etwas trank. Dazu
hatte ich diverses zu Essen in meiner Jacke und es gab eine Verpflegungsposten mit einem genialen Angebot – was typisch ist für ein Anlass von Marco Jaeggi! Klar wurde ich nach etwas mehr als
90min etwas langsamer, war für mich aber völlig ok und darf ja auch sein! Ich musste aber nie Gehen, hielt nie wirklich an und konnte es mehr oder weniger durchziehen. Dass meine Familie mich auf
den letzten paar Runden jeweils anfeuerte, wenn ich bei Start und Ziel vorbeirannte, motivierte mich zusätzlich! Wie immer wusste ich zuvor nicht recht, was ich erwarten kann, denn länger als
12km bin ich Mitte November zum letzten Mal gerannt! Als der laute Signalton erklang zeigte meine Uhr eine Gesamtdistanz von 35,68km und ein Durchschnittstempo von 5:04min/km, die Rangliste eine
Distanz von 35,939km (wenn ich das gewusst hätte….). Bei meiner bisherigen Bestleistung im 2022 war ich auch in dem Bereich (Rangliste 35,896, Uhr 36,06km) – also etwa gleich (Laut Rangliste also
in diesem Jahr 40m mehr wie 2022 – nach 3h)!!!! Danach gings ab unter die Dusche, die Siegerehrung mitverfolgen (Ich wurde 5. Von 13 Männern), kurz nach Hause und dann nach Utzenstorf an die
Turnshow, an welcher Julia mitturnte! Es war zum Glück sehr abwechslungsreich, so musste ich nicht mit dem Schlaf kämpfen!
Ich bin happy mit der gelaufenen Distanz und dem durchgehaltenen Tempo, das zeigt, dass ich etwa auf dem gleichen Niveau geblieben bin.
Die Rangliste findet Ihr unter diesem Link: https://my.raceresult.com/288755/#1_A717A4
Verfasst von Tabea am 3.1.2025
Endlich war ich wieder mal dabei!!! Wie jedes Jahr flogen ein paar Kollegen jeweils in der letzten Woche des Jahres nach Mallorca zum Rennradfahren. Ich war schon oft dabei - das letzte Mal im 2018. Damals wusste ich seit 2 Wochen dass ich schwanger war (mit Julia) – niemand anders vor Ort wusste dies. Dementsprechend war ich sportlich eher vorsichtig unterwegs, damit ich mich nicht zu fest überanstrengte. Dieses Jahr war das natürlich ganz anders. Ich freute mich enorm auf diese 6 Velotage. Umso dümmer wars, dass ich am 24.12. mit Übelkeit und Unwohlsein aufwachte. Den ganzen Tag verbrachte ich im Bett. Am Abend feierte ich dann doch noch Weihnachten, einfach mit wenig Hunger. Am 25.12. gings mit bedeutend besser, ich war wieder senkrecht unterwegs, aber ich fühlte mich immer noch, wie 10 Lastwagen über mich gefahren wären. Ich hoffte so fest, dass ich am Tag drauf wieder fitter sein würde. Denn das Flugzeug startete am 26.12. um 06.20 Uhr ab Basel. Am Vorabend feierten wir in Solothurn noch Weihnachten und kamen erst gegeben 23 Uhr ins Bett. Eine kurze Nacht folgte. Denn Dinu und die Kids brachten mich um 03.30 zum Flughafen (er hat bereits im Text von letzter Woche darüber berichtet). Dieses Jahr nahm ich mein Rad selbst mit. Das war einerseits praktisch, da ich mit Handgepäck reisen konnte, anderseits hatte ich ein Rad, auf welchem ich wohl bin. Um 08.00 Uhr landeten wir in Mallorca. Die Räder waren sofort vor Ort – ich war erstaunt, wie ultraschnell das ging. Um 8.20 saßen wir bereits im Taxi für zum Hotel, um 8.30 waren wir bereits beim Hotel! 2 Kollegen waren bereits einen Tag früher angereist, sie waren gerade beim Frühstücken. Um 11 Uhr starteten wir dann auf die 1. Velotour mit 115km und 1400hm. Mir lief es mässig, aber besser als erwartet. Am nächsten Tag gings ins Hinterland, 132km/2400hm standen an. Wir starteten jeweils um 10 Uhr. Um diese Zeit war es noch frisch – ca. 4 Grad warm. Es wurde aber schnell wärmer. Ab 12 Uhr war es dann um die 17 Grad. Im Hinterland in den Bergen blieb es aber teilweise recht kühl, da es schattiger war. An diesem Tag kam ich mit sehr müden Beinen retour, aber doch glücklich, dass es so gut lief. Tags darauf gings etwas flacher weiter. Wir fuhren quer durch die Insel ans Cap Formentor. Dort steht ein schöner Leuchtturm. Mir gefiel es dort sehr. Auf dem Retourweg gabs noch einen Kuchenhalt. Als ich danach wieder weiterfahren wollte, ging meine Schaltung nicht mehr. Ich konnte nur noch 2 Gänge schalten und dummerweise waren es die härtesten beiden. Die Schaltung war aber vollgeladen, an der Batterie lag es also nicht. Mir war es ein Rätsel, was in der Pause passiert ist mit meiner Schaltung. Mich ärgerte es sehr, denn ich musste nun 70km so retour fahren. Velogeschäfte hatten am Samstag im Inland keine offen. So nahmen wir die flachste Route für nach Hause. Nach genau 180km und 1700hm waren wir wieder beim Hotel, dort hatte auch ein Velogschäft offen, welches ich natürlich gerade ansteuerte Kaum zu glauben, er nahm mein Rad in die Hand, schaltete und es ging!!!! Dabei habe ich 1000x ausprobiert, als ich retour fuhr, ob es doch noch gehen würde – aber es ging nicht. Bis heute ist es mir ein Rätsel, was da passiert war. Am folgenden Tag gabs eine kurze Route ins Hinterland auf den Orient. 112km und 1400hm gabs. Die Königsetappe stand am letzten langen Fahrtag an. Sa Calobra stand auf dem Plan mit 150km/2900hm. Wir starteten bereits um 09.00 Uhr. Es war sehr kalt und es wurde nicht wärmer, weil wir wieder zu den Bergen fuhren. Der 1. Berg war aber in der Sonne – jedenfalls die Auffahrt (Soller Pass). Die Abfahrt war eiskalt. Dann ging über den Puig Major, welcher auf ca. 900m.ü.M liegt und dann gings endlich runter nach Sa Calobra. Dies ist eine Strasse mit vielen Serpentinen, welche runter ans Meer führt (700hm runter). Dies ist zugleich auch ein touristisches Ziel. Zum Glück aber nicht im Winter. Unten angekommen freute ich mich auf mein mitgebrachtes Twix. Ich ass es und nahm noch einen Koffeinshot zu mir und dann ging die Post ab. Die 700hm hoch nach Sa Calobra flog ich richtig hoch, ich drückte in die Pedale und es fühlte sich richtig gut an. Oben angekommen musste ich dann eine Zeitlang auf die anderen warten. Die abschließenden 50km waren für mich äußerst easy und ich hatte auch noch 150km/2900hm noch großartige Beine. Am Abreisetag hatten wir nur noch bis 11.30 Zeit, um Rad zu fahren. Denn der Flieger ging um 15.45. So machte ich noch eine „kurze“ Tour, 67km/1000hm. Ich fuhr 2-mal einen Berg zügig hoch. Danach hiess es Abschied nehmen von der Insel. Es war eine super tolle Woche mit tollen Leuten. 750km und 10‘300hm gabs an diesen 5.5 Fahrtagen. Müde und glücklich kam ich dann an Silvesterabend um 19 Uhr zu Hause an. Die Kids und Dinu begrüssten mich und dann ging die Post ab mit Silvester feiern. Wir hatten eine Familie mit 2 Kids eingeladen und Dinu kochte für uns einen 6 Gänger! Ich war überwältigt, so viel Aufwand hatte er. Sowieso war ich dankbar, dass er mir diese „Ferien“ ermöglicht hat.