Run and Walk Bern

Verfasst von Dinu am 16.1.

Am letzten Sonntag fand der Rund&Walk in Bern statt. Dies ist ein Lauf, bei dem zwar Spitzenzeiten gelaufen werden (weils der erste Lauf der Saison ist, kommen viele Läufer danach auf die nationale Jahresbestzeitenliste), aber der Fun im Vordergrund stehen wird.

Bei seiner Erstaustragung war ich als Helfer auf der Augutbrücke im Einsatz und fand: «Do wett i ou Mou starte».

Dann hatte ich noch Glück – ich gewann an einem Wettbewerb in der Coopzeitung (da Tabea keine Preise mehr an Wettkämpfen gewinnt, habe ich dieses Ressort übernommen. Im Dezember hatte ich bereits einen Laufschuh inkl. Beratung im SportX/Ryffelrunning gewonnen) einen Startplatz.

Da ich einen Grossteil meiner Trainings mit Julia absolviere, fand ich: «Mer starte zäme». Die Prognosen liessen aber Dauerregen erwarten. Obwohl wir auch im Training bei Regen unterwegs sind, fand ich das dann doch nicht sinnvoll. Denn fürs Training kann ich sie im Trockenen in den Wagen setzen und schliessen. Aber vom Auto bei Dauerregen in den Wagen – Nein, das dann lieber nicht. Am Morgen zeigten die Prognosen aber Aufhellungen – somit stand nichts im Weg. Julia musste ungewohnt früh (um etwa 8:45!) aufstehen. In Urtenen regnete es, gegen Thun zu sah man aber die Sonne scheinen. In Bern regnete es tatsächlich nicht mehr.

Julia ist es sich gewohnt, im Wagen unterwegs zu sein. Im Sommer liegen Velotouren bis etwa 2,5h problemlos drin (Vielleicht auch länger, Papi mag nicht länger ziehen). Aber im Winter reklamiert sie jeweils, wenn wir das Verdeck runterziehen. Da es aber nicht regnete, joggten wir mit offenem Verdeck zum Start beim Schönausteg – das gefiel ihr natürlich besonders gut! Tabea hatte am Vortag unsere Startnummer (also die für mich und Julia) abgeholt. Es gab etwa 5 Startblöcke, welche im Abstand von 10min auf die Strecke geschickt wurden. Die Zeitmessung startete etwa 200m nach dem Startbogen. Julia und ich standen ganz zuhinterst im Startblock, wir wollten Niemandem im Weg sein. Wir warteten dann auch ein paar Minuten, bis wir über die Startmatte joggten. Dann gings los, in flottem Tempo rannte ich los. Aber bereits nach 1,5km hatte ich die Hintersten unseres Startblockes eingeholt. Da die Wege eher eng waren, boten sich nicht allzu viele Überholmöglichkeiten. Ab und zu klappte es aber doch! Julia hatte ihre wahre Freude – sie war die ganze Zeit am plaudern «Da Ma jogge, da Frou jogge, Hallo, dä Ma loufe,…….». Kurz vor der Augutbrücke wartete Tabea. Ab der Augutbrücke geht’s zurück zum Dällhölzli – allerdings hats direkt nach der Brücke zwei kurze Anstiege. Da hatte ich etwas zu kämpfen – obwohl ich Julia ab und zu im Training auch einen Hügel hochschiebe.

Etwa bei km 8 merkte ich, dass Julia nicht mehr am Plaudern war – sie war eingeschlafen. Das ist schon länger nicht mehr passiert. Obs daran lag, dass sie so viel gesehen hatte oder weil sie so früh aufstehen musste?

Ich weckte sie, schliesslich sollte sie den Zieleinlauf nicht verschlafen. Tabea wartete ja im Ziel!

Es war ein echt toller Lauf – einfach aber gut. Mit unserer Zeit knapp unter 50min für 10km mit Julia bin ich auch sehr zufrieden.

Nein, es ist nicht mein Ziel, Julia zu Wettkämpfen zwingen/motivieren/»dra häre füehre». Aber sie begleitet mich oft beim Joggen, warum nicht an so einem Event? Da läuft viel mehr – so macht das "Wägelifahre" noch viel mehr Spass!

Gestern war Dinu noch am Limited Edition Run - davon berichten wir dann nächste Woche.

Rück- und Ausblick

Verfasst von uns Beiden am 9.1.

Nun machen wir auch noch einen Jahresrückblick. Naja, Ende 2020 schrieb Dinu: Fürs 2021 hoffe ich, diesmal am Gantrischtrail starten zu können, und ein paar Inlinerennen sollten auch wieder drin liegen. Und ansonsten einmal schauen, was das Jahr so bringt.
Inlinerennen hat er ein paar bestritten und eines sogar kommentiert, dazu auch ein paar Läufe (Mehrere Teilnahmen am Limited-Edition-Run, Berglaufcup, Weissensteinlauf, Bremgartenlauf) und hat einige Kilometer zu Fuss oder auf allerlei Rädern zurückgelegt. Aus dem Gantrischtrail wurde leider dieses Jahr nichts.
Er hatte anfangs Jahr auch angefangen, beim Projekt 2021 mitzumachen – 20x21km zu laufen. Das ging lange recht gut, bis zu seinem Misstritt in Spanien, seither ist er nie mehr soweit gelaufen und hat das Projekt nicht abschliessen können. Er hatte im Juni aber bereits etwa 8x 21km zurückgelegt.
 
Im neuen Jahr ist er wieder für den Limited Edition Run von Jegenstorf zum Schloss Landshut angemeldet. Gestern startete er zusammen mit Julia am Rund&Walk in Bern – aber dazu nächste Woche mehr. Wir spielen mit dem Gedanken, als Couple am Gigathlon zu starten – so wäre immer Jemand von uns bei den Kids. Aber dazu müssen wir zuerst schauen, wie alles funktioniert als 4köpfige Familie. Das wird wohl die grösste Challenge. Ein paar Inlinerennen wird er bestimmt wieder bestreiten, dazu sicher auch wieder ein paar Läufe.
Tabea schrieb vor einem Jahr, dass sie diesmal weniger plane, da die Situation mit Corona zu unsicher sei. Sie musste im Jahr 2020 ja sehr viel absagen, darum plante sie fürs neue Jahr deutlich weniger. Als die Situation aber gut aussah, hat sie sich ja für einen Xtreme-Triathlon in Spanien angemeldet, für welchen wir ja nach Spanien fuhren. Ein paar Tage vor dem Start erfuhr sie aber, dass sie schwanger ist. Da war klar, dass sie nicht teilnehmen würde. So wurde, ausser der zweimaligen Teilnahme am Limited Edition Run im Januar und einem Zeitfahrrennen im Krauchthal nichts aus ihrer Wettkampfsaison. Sie freut sich auf die Geburt Ende Januar, ist sehr gespannt auf das Leben zu viert. Im Jahr 2021 war sie bereits angemeldet für den Inferno und das Radrennen Chasing Cancellara Bern – Andermatt. Diese beiden Startplätze konnte sie aufs 2022 übertragen. Somit ist sie bereits für 2 Rennen angemeldet für nach der Geburt. Ob sie dort starten kann, das wird sich irgendwann mal im Frühling zeigen. Zuerst will sie schauen, wie die Geburt verläuft, wie das danach mit dem kleinen Wunder wird und vor allem, wie schnell sich ihr Körper von den Strapazen erholen wird. Die 2. Schwangerschaft hat nämlich deutlich mehr Spuren hinterlassen, wie die 1. Daher kommt sie nicht darum herum, mal zu schauen, wie die Erholungszeit (wenn man dem so sagen kann mit zwei Kindern) verläuft.
Zusammen haben wir auch viel erlebt und unternommen – Ferien in Spanien, dem Südtirol und in Seefeld, wir waren Langlaufen an verschiedenen Orten, radelten zu zweit oder mit Anhänger und erlebten auf Wanderungen (z.B. aufs Brienzer Rothorn von Sörenberg)so Einiges. 
Fotos von Freiburg i.B. sind nun in der Galerie

Es guets Nöiis

Verfasst von uns Beiden am 3.1.

Wir wünschen Euch allen zuerst ein gutes Neues Jahr. Wir hoffen, ihr seid alle gut gerutscht.

Wir hatten im Sommer beschlossen, dass wir über Silvester ein letztes Mal Urlaub zu Dritt machen möchten. Die Coronalage war damals sehr entspannt, so dass wir von einem Trip nach Venedig sprachen. Wie näher nun Silvester kam, desto sicherer wurden wir, dass wir uns von der Venedigidee verabschieden müssen. Lange Zeit schauten wir vorwiegend Hotels in der Schweiz an, welche uns aber alle zu teuer waren, da wir nach einem Wellnesshotel suchten. Erst etwa eine Woche vorher begannen wir Hotels im Schwarzwald abzuklappern. Auch von der Wellnessidee lösten wir uns, da wir fanden, dass ein günstiges Hotel und eine grosse Therme in der Nähe wohl schlussendlich günstiger ist wie ein reines Wellnesshotel. Und so fuhren wir dann letzten Mittwoch für 4 Nächte nach Freiburg in Breisgau. Wir hatten dort ein tolles Hotel für 200fr (4 Nächte, 2 Personen inkl. Babybett) gefunden. Und es war wirklich kein Reinfall. Die Zimmer sauber, modern und 2.5km von der Altstadt Freiburg entfernt. Wir staunten….

Auf der Hinreise besuchten wir in Bad Krotzingen eine Therme. Am folgenden Tag erkundeten wir Freiburg und die nähere Umgebung. Die meiste Zeit verbrachten wir auf dem Schlossberg und in der Altstadt. Am Freitag, Silvester, wanderten wir auf den «Schauinsland» - ein etwas grösserer Berg ca. 15min von Freiburg entfernt. Die Wanderzeit betrug etwa 1.5h und dabei bewältigten wir 900hm. Die Temperaturen waren frühlingshaft warm, so dass wir kurzärmlig unterwegs waren. Julia verkürzte Dinu die Wanderzeit, in dem sie nonstopp plauderte oder Lieder sang. Tabea bekam von dem alles nicht viel mit, da sie bereits oben war. Die Aussicht oben war herrlich da unten teilweise noch Nebel lag. Am Abend waren wir so müde, so dass wir bereits um 23 Uhr, trotz Silvester, im Bett lagen. Am Neujahrstag gings in den Tierpark. Aus den erwartenden 2h Aufenthaltsdauer wurden dann 5h – wir bestaunten viele Tiere, es gab 3 Spielplätze und wir genossen die Sonne!

Sonntagmorgen erkundete Dinu die Umgebung noch joggend, bevor wir dann die Koffer packten und zum Abschied noch einen schönen See mit Aussichtsturm besuchten. Danach gings leider wieder nach Hause.

Die Entscheidung nach Freiburg zu gehen, erwies sich als Glücksfall. Wir haben viel gesehen und erlebt und mussten nie weit herumreisen. Selbst die Anreise ist ja kürzer wie wenn wir an den Bodensee fahren würden. Wir assen immer sehr lecker und laut Prognosen noch besseres Wetter wie in der Schweiz und deutlich besseres Wetter wie in Venedig.

Ein paar Anekdoten:

-          Aus dem Plan ein Hotel zu nehmen, wo wir täglich baden können, wurde der Plan, ein günstiges Hotel und täglich eine Therme besuchen. Die Realität: Bei Temperaturen bis 16 Grad hatten wir keine Lust auf warmes Wasser und waren schlussendlich nur bei der Hinfahrt baden.

-          Julia stand in der Hotelrezeption vor einem grossen Tannenbaum und sagte: «Pizza». Dinu fragte nach: «Wo siehst du eine Pizza?» Doch Julia erwiderte nur: «Pizza». Dinu fragte nochmals nach und nun zeigte Julia auf ganz oben am Tannenbaum… Sie meinte: Spitze. Sie hatte Freude an der silbern glänzenden Spitze…

-          Auf Facebook kamen immer wieder Erinnerungen. Da stand am 1.1. einen Bericht vor 2 Jahren, als die noch ganz kleine Julia am 1.1. zwei Mal erbrechen musste. Dies las Dinu am Morgen und dachte, zum Glück haben wir sowas schon länger nicht mehr erlebt. Am Nachmittag war Julia in der begehbaren Dusche am «chosle» und rief auf einmal: «Gagga gmacht». Naja, man kann das dann ja nicht einfach runterspülen – willkommen im neuen Jahr, das war einmal ein Start….

-         Das einzige Handicap am Hotelzimmer: Es hatte keine Minibar/Kühlschrank. Um Julias Milch und unser Frühstück zu kühlen, stellten wir eine Kühltasche auf die Fensterbank. Dazu mussten wir über eine Ablage klettern, das Fenster öffnen und dann die Kühltasche draussen etwa 1m. nach unten auf den Sims stellen. Runter ging ja noch, zum hochholen nahmen wir dann Julias Regenschirm und zogen die Tasche wieder hoch. Wir hatten dabei jeweils Zuschauer – unten Raucher auf dem Vorplatz und drinnen Julia, welche kommentierte «Ned abeheie!». Ob sie dabei uns oder ihre Milch meinte, wissen wir leider nicht 😊

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

40'000 Besucher vom 11.11.11-31.12.16

Besucher ab 4.1.2017: