Ein paar Anektoten zum Gigathlon

verfasst von Dinu am 01.08.2022

 

An einem Gigahtlon läuft natürlich nicht immer alles so, wie es muss. Es gehört schon fast dazu, dass einem schon kurz nach dem Start zugerufen wird: «Es geit nümme wit!». Ein paar weitere Anekdoten kommen nun. Einige davon hat Dinu schon auf Facebook gepostet – aber sicher nicht alle!

 

  • Tabea übergibt nach dem Schwimmen auf Rang 2 liegend an Dinu, nach der Laufdisziplin sind wir dann auf Rang 11! Nach Tabeas Rennradeinsatz liegen wir auf Zwischenrang 8, nach ihrer Biketour sogar auf Rang 6! Dinus rutscht auf dem Traillauf auf Rang 8 ab – wobei wir als 11klassiert werden, da 10 Couples alles an einem Tag absolviert haben, zeitlich aber langsamer waren. Also Tabea hat immer verbessert, Dinu verschlechtert – ihr könnt Euch vorstellen, wer völlig zufrieden war mit seinem Einsatz und wer fand, es sei schlecht gelaufen…
  • Dinu ist immer noch der Meinung, ein Gigathlon ohne Inlineskaten sei kein Gigathlon. Darum trug er dann auf der Laufstrecke ein T-Shirt auf welchem stand: «skate – eat – sleep – repeat» - ein politischer Aktivist 😊
  • Ar Loufstrecki stöh 4 Lüt, se rüefe: "No es paar Meter, de hesch dr höchst Punkt und es geit abe"! De secklisch 500m abe, um ne Egge, de geits 500m flach u Du steisch vore Rampi wo s Gfüeu hesch, du brüchisch Stigise...... E ha nume churz überleit, öb i söu umchehre u die söu go houe - aber se wäre z viert und eg scho rächt müed gse.
  • Auf der Laufstrecke, an einem Haus steht gross: «Tabletten». Dinu überlegt sich, ob das wohl extra für den Gigahtlon angeschrieben wurde? Eine Dopingfirma? Scheinbar nicht, denn das Haus lag an der Tablettenstrasse in Horgen – Sache gets!
  • Wächsuzone Bike/Trailouf, David amüsiert sech im Gras, irgendwenn werd er unruehig. Eg be parat zum starte u nime ne zu mer, är wird ruehig. Plötzlech wird mini Hand nass, dr David fot a gränne wie am Spiess. Het er mi jetz aabislet? Sini Hose nass, d Windle aber troche - het er näbeusebislet? Se sitze aber guet. E versueche ne z beruehige, loufe mit ehm ume. Nomou s gliche, e wirde nass, gseh no grad - klari Flüssigkeit (somit het er sicher ned kötzlet) u es füeut sech chaut a???? Sicherheitshauber wickle (hoffentlech chunt d Tabea jetz ned) u de weder tröste, är weder am schreie. Suber aagleit lüpfi ne uf - de chunt e Nachricht vor Tabea: Be i re Minute do!!! Auso dr schreiend David churz a Bode legge - Mami chunt grad, u losseckle wenn d Tabea chunt!Ungerwägs merki plötzlech, dass i eim vo mine 2 Fläschli (e ha so weichi, wo me cha drücke u de cha me drinke) im Trailrucksack fasch nüt me dinne esch...... Zum Glück i däm mit Wasser u ned i däm mir Iso, schüsch wär der David ned nume nass sondern ou chläbrig worde E ha dä armi bim a me drücke nass gsprützt ohni z merke
  • Ou ir Wächsuzone Bike/Traillouf, aber dr David no völlig happy. Är liegt ufem Buch, het Chopf, Arme u Bei glüpft u macht Schwümmbewegige. Es esch jo toll, wott är üs aus Couple häufe - aber d Reihefoug vo de Sportarte het er äuä noni verstange.
  • Was denkt ihr, was Julia im Ziel spielen wollte? Wettrennen! Dinu musste nach dem Traillauf gefühlte 100x an der brennenden Sonne mit Julia um den Spielplatz beim Ziel rennen – Julia kreischte abwechselnd: «No meh» oder «schnäuer Papi»! Er wusste am Montag also nicht, woher der Muskelkater kommt – vom Traillauf oder vom Julia-Intervall?
  • Tabea berichtete nach dem Gigathlon, dass sie auf der Rennradstrecke im Flachen gut mithalten konnte, als es aber zum Kerenzerberg hoch ging, habe sie nur mit Mühe mithalten können! Als dann die offiziellen Fotos kamen, musste Dinu etwas schmunzeln:

Gigathlon

verfasst von uns Beiden am 25.07.2022

Erste Eindrücke vom Gigathlon hatten wir ja schon vor 2 Wochen geschrieben, darauf bauen wir heute auf:

 

Bericht Dinu:

 

Ich liebe den Song «If you can dream it, you can do it» von Betty Legler, dem Gigathlonsong, welchen sie diesmal bei aufgehender Sonne live auf einem Steg in den See spielte. Mit diesem begann der Gigathlon 2022, nach dem letzten Ton starteten die Singles und Couples zum Gigathlon. Nach dem emotionalen Schwimmstart suchte ich unsere sieben Sachen zusammen und marschierte mit David, via Abstecher zum Auto, zum Laufstart. In den Wechselzonen für die Singles und Couples herrschte schon ein wenig Betrieb. Ich wusste aber, dass die 5er Teams 50min nach uns starten würden – genauso lange rechnete Tabea für die 3 km schwimmen. Also suchte ich uns ein gemütliches Plätzchen mit etwas Schatten (Um halb sieben wars zwar noch nicht so heiss, aber für David sicher sinnvoll) in der Wechselzone der 5er-Teams! In Ruhe bereiteten wir uns vor – nur der WC-Gang war mit David etwas komplizierter als ohne. Ich wurde natürlich auf unseren lebendigen «Staffelstab» mehrfach angesprochen – ob ich ihn denn mitnehmen würde?

 

Tabea kam etwas früher wie erwartet, ich hatte aber David an einem sicheren Plätzchen hingelegt und wir wechselten. Tabea blieb bei David und ich startete auf die Laufstrecke. Zuerst gings flach um das Bad, dann um eine Ecke und ich rannte auf eine lange, steile Treppe zu! Laut Streckenbeschrieb sollten die ersten Kilometer flowig ansteigen, um dann so ab der Hälfte heftig anzusteigen und dann die letzten 3km abwärts zu laufen. Und nun so eine Treppe – auf geht’s! Danach führte die Strecke durch schöne Quartiere und dann an die Sihl. Hier war eine wunderschöne und doch abwechslungsreiche Strecke ausgewählt worden. Ich fand einen guten Rhythmus, wurde aber regelmässig überholt. Tabea war natürlich weit vorne im Feld rangiert – sie schwamm die zweitschnellste Zeit aller Mixed-couples – und darum düsten nun alle schnellen LäuferInnen von hinten an mir vorbei.

 

Noch schlimmer wurde es ab der Hälfte der Strecke. In der Kategorie Flow konnte man die Laufstrecke aufteilen – nun rannten also frische SportlerInnen um mich herum. Ich hatte aber weiterhin gute Beine und einen erstaunlich stabilen Blutzucker, so dass ich auch aufwärts meinen Rhythmus beibehalten konnte. Die Strecke führte hoch bis nach Hirzel, ab da war die Strecke stetig auf- oder abwärts. Die letzten 3km abwärts waren dann eine rechte Herausforderung – soll ich möglichst schnell runterrennen und riskieren, Morgen mehr Muskelkater zu haben? Oder langsam und wertvolle Zeit verlieren? Ich wählte eine Mittelvariante und konnte dabei andere LäuferInnen, die nun marschierten, überholen, wurde aber auch von solchen überholt, die es einfach «tschädere» liessen. Dann gings um ein paar Ecken und kam auf einen riesigen Sportplatz mit einer überfüllten Wechselzone! Gigathlon, da sind wir! Einchecken am Vortag bei Temposport, keine Eröffnungszeremonie am Vorabend, kein Abendessen im Festzelt am Vorabend – bisher war keine Gigathlonstimmung aufgekommen. Aber hier war sie - herrlich!

 

Ich wurde von Kollegen zu Tabea gelotst, welche den Chip übernahm und sagte: «Dr David esch dört äne!» Ich ging ihn suchen und fand ihn, umgeben von etwa 5 Gigathleten, die ihn bespassten 😊 Gigathlon pur! Wo ich das Auto finden würde, hatte sie mir per Sprachnachricht in etwa erklärt. Nun spürte ich meine müden Beine und trank ein Regishake. Ein Blick auf die Rangliste zeigte, dass ich den Lauf wohl gut eingeteilt hatte. Auf der ersten Streckenhälfte lief ich die 13. schnellste Zeit unserer Kategorie, auf dem zweiten Teil (der mir ja weniger liegt) dann die 9. schnellste! Insgesamt waren wir aber vom 2. auf den 11. Zwischenrang abgestürzt ☹. Ich genoss noch etwas die Stimmung, plauderte etwas und machte mich mit David auf den Weiterweg. Ich nahm noch eine Couplesportlerin mit – ihre Supporter steckten im Verkehrschaos, ihr Partner sei, viel zu spät, mit dem Rennrad in die Wechselzone gefahren. Da hatten wir wohl Glück mit dem Verkehr!

 

Wir steuerten Landquart an, wo es Mittagessen vom Gigathlon gab und wo Tabea durch eine Wechselzone kommen (und kurz absteigen musste) würde. Dort trafen dann auch Tabeas Eltern mit Julia ein, die mich freudig begrüssten. Nach dem wir Tabea kurz anfeuerten (sie regte sich auf, dass sie absteigen musste – sie hatte die Streckenbeschreibung somit nicht gelesen 😊) fuhren wir (mit Schoppenhalt für David) nach Savognin. Julia, David und ich suchten uns ein Plätzchen am Schatten, Tabeas Eltern waren noch auf die Lenzerheide gefahren, um Tabea anzufeuern.

 

Als Tabea Savognin erreichte, rannten wir mit ihr die letzten Meter bis ins Ziel.

 

Wir waren um 15:36 in Savognin, wer vor 16:00 dort war, durfte ja den Gigathlon an einem Tag beenden. Da kurzfristig die Limite sogar auf 17:00 erhöht wurde, hätte es uns locker gereicht. Aber wir hatten ja unser Hotel in der Nähe von Savognin und wollten noch Zeit mit den Kids verbringen. An einem herrlichen Badesee konnten wir uns alle abkühlen. Am Abend erreichten uns dann besorgte Nachrichten – Tabea war wohl mit dem Zeitmesschip über die Matte gelaufen, welche die Biker überqueren mussten, die sich auf die Strecke machten. So sah man im Livetracking, dass Tabea als Bikerin Savognin verlassen hätte, den nächsten Kontrollpunkt aber nicht erreicht habe – während wir den Badesee genossen. Tabea hatte dann Angst, dass wir darum nicht richtig gewertet wurde, telefonierte mehrfach herum und konnte kaum schlafen……

 

Am nächsten Morgen fuhren wieder Tabea, David und ich nach Savognin, wo Tabea sich auf die Bikestrecke machte. In 1min Abständen konnte man starten, Tabea ging eher spät los. Ich fuhr mit David zum letzten Wechselort (und organisierte unterwegs noch einen Proteindrink und eine Cola Zero für Tabea) wo wir leider sehr weit entfernt parkieren mussten. Mit haufenweise Gepäck (für David, mich, zum Duschen, für Tabea,…) kämpfte ich mich zur Wechselzone, welche in einem kleinen, herzigen Bergdorf war. Gleich beim Eingang fanden wir ein tolles Plätzchen, wo ich mich mit David breit machen konnte. Wir trafen viele KolleginInnen und so war ich die meiste Zeit am Plaudern. Als ich David wickelte kam die Nachricht von Tabea: «Ich bin gleich da». Ich wickelte David fertig (er war unzufrieden und schrie, begrüsste Tabea und startete auf meine Strecke. 24km, 1000hm, Traillauf! Voll mein Ding 😊 Auf den ersten 4km mussten etwa 400-500 hm bereits zurückgelegt werden. In glühender Sonne war eine Kolonne von GigathletInnen auf einem Weg aufwärts unterwegs, viele waren bereits am Marschieren. Ich schloss mich 2 anderen an, welche ein angenehmes Tempo angeschlagen hatten. Wir wurden überholt, konnten aber auch überholen. Zuoberst gings wellig auf einem Hochplateau weiter, bevor die Strecke steil runter führte. Das mag ich überhaupt nicht, da renne ich jeweils sehr vorsichtig und machte dann auch immer wieder Platz für Schnellere, die von hinten angestürmt kamen. Auf der ersten Hälfte belegte ich auch die 21 schlechteste Zeit aller Couplesteilnehmenden. Ich verpflegte mich gründlich in der «Wechselzone» und dann gings aufwärts ins Ziel. 12km, mehrheitlich steigend, öfters an der Sonne – ein harter letzter Teil Gigathlon. Bei jedem Brunnen kühlte ich mich ab und trank viel! Insgesamt lief es mir aber besser wie auf dem ersten Teil. Das belegt auch der 14. Rang, den ich nun belegte.

 

Meine Pulsuhr piepste – 22km! Ich schickte Tabea und meinen Betreuern eine Nachricht – noch 2km, wenns weiterhin so bergaufgeht bin ich in etwa 15-20min im Ziel. Dann gings um eine Ecke – da stand das Schild: 1km. Bis ins Ziel. Nochmals eine Nachricht: Noch ein Kilometer. Ab da gings abwärts, und nach etwa 700m überquerte ich die Zeitmessmatte, das Ziel war dann etwa 200m weiter. Ich rief nun Tabea an und sagte, dass ich nun da wäre – sie antwortete, sie kämen gleich. Sie kamen herangerannt, was Julia natürlich nicht so freute. Wir probierten, gemeinsam über die Ziellinie zu rennen, was eher ein Kampf war. So endete der Gigathlon etwas turbulent und nicht ganz so, wie erhofft. Ich war aber erschöpft und zufrieden!

 

Erlebnisbericht Tabea

 

Gespannt wartete ich auf den Startschuss zum Schwimmen. Ich freute mich, wie Dinu, auf den Startschusssong, war dann aber ziemlich enttäuscht, weil ich praktisch nichts davon hörte. Rechts neben mir hatte einer Panik und wusste nicht, wo er durchschwimmen müsste. Er fragte wie wild die anderen, wo er denn durchschwimmen müsste. Am liebsten hätte ich ihm eine gewischt;- ). Vom Song habe ich daher nichts mitbekommen, aber den Start habe ich nicht verpasst. Denn plötzlich rannten alle ins Wasser, ich rannte mit. Wie in einer Waschmaschine fühlte ich mich. Ich versuchte so bald wie möglich in einen Rhythmus zu kommen. Wir mussten 2 Runden absolvieren mit einem kurzen Ausstieg. Auf der 2. Runde war ich phasenweise ziemlich allein unterwegs. Erst auf den letzten 700m fand ich einen tollen Wasserschatten, welcher mich ins Ziel zog. Mit der Schwimmzeit von 48min war ich äusserst zufrieden! In der Wechselzone übernahm ich David, kleidete mich an und suchte das Auto und los gings nach Wollerau.

 

In der Wechselzone hatte ich einiges zu tun. Ich musste den ganzen Wechselplatz einrichten. David war gerade nicht sehr ruhig, daher musste ich mehrmals laufen, da ich ihn nicht einfach am Boden platzieren konnte…. Dann gings noch aufs Toitoi. Eine Frau nahm mir ohne zu fragen David ab und ich konnte ins WC rein. Ansonsten hätte ich ihn wohl vor dem Toi Toi kurz deponiert😊. Dann gings zurück zum Wechselplatz, Dinu schrieb mir, er käme gleich. Ich deponierte David an seinem Plätzchen und so klappte es mit der Übergabe bestens. Ich fuhr mit dem Rennrad los. Es stieg zuerst an. Dann gings wellig weiter und dann nach Lachen runter. Die ersten 30km waren nicht toll. Viel Verkehr, viel stop and go… Ich dachte mir: hoffentlich geht das so nicht die ganze Zeit. Doch dann verliessen wir langsam, aber sicher den Zürichsee und fuhren richtig Kerenzerberg. Ich hatte mittlerweile eine recht grosse Gruppe gefunden. Ich fuhr meistens weit vorne mit, weil ich eher Angst habe, in grossen Gruppen zu fahren. Ich fühle mich daher vorne wohler. Dafür musste ich mehr Führungsarbeit leisten. Die Gruppe war schnell unterwegs. Phasenweise musste ich kämpfen, um dranzubleiben. Aber die Alternative «Reissen zu lassen» bestand nicht, denn so wäre ich alleine im Gegenwind gewesen. Ziemlich schnell kamen wir dann in Landquart an, wo ich mich über Dinu, Julia, David und meine Eltern freute. Ich hatte aber nur ein paar Sekunden Zeit, um ihnen zuzurufen. Es ging weiter nach Chur und dann die Lenzerheide hoch. Es war heiss und meine Beine waren nicht mehr sehr frisch, aber ich kam dennoch gut hoch. Und dann gings runter nach Tiefencastel und dann auf einer Nebenstrasse hoch nach Savognin. Natürlich gings nicht direkt nach Savognin, es wäre ja sonst nicht Gigathlon…., Die Strasse führte uns oberhalb von Savognin durch, ehe man dann runter stechen konnte. Mit meiner Radzeit war ich äusserst zufrieden.

 

Am Sonntag gings dann mit dem Bikestart los. Da ich eher spät startete, konnte ich auf den ersten Kilometern sehr viele Biker überholen. Es ging ca. 20km hoch nach Bivio. Mir lief es super. Ich hatte gute Beine, konnte gut in die Pedale drücken. In Bivio gings dann weiter hoch über den Serpentienpass. Ich wusste, dass ich bis dorthin so schnell wie möglich kommen muss, weil ich dann bei der Abfahrt viel Zeit verlieren würde. Mir wurde gesagt, dass die Abfahrt äusserst technisch sei und man viel laufen müsste. Und es war dann auch so. 30min war ich am Runterwandern. Selbst das Runterwandern war schwierig. Ich hatte rutschige Bikeschuhe an und konnte nur ganz langsam runter gehen. Da ich recht weit vorne war, überholten mich nun sehr viele Biker, welche technisch viel besser fuhren. Ich fluchte…. Ich wurde massenweise überholt…. Ich wurde müde im Kopf, ich musste mich so stark konzentrieren, dass ich nicht ausrutschte… und ich war ja nicht mal auf dem Rad…sondern auf meinen Füssen unterwegs. Irgendwie kam ich dann doch noch im Ziel, etwas enttäuscht über meine Abfahrtperformance. Als ich dann die Rangliste anschaute, war ich doch noch überrascht. Ein paar, welche mir erzählten, dass sie alles runtergefahren seien, hatten eine ähnliche Bikezeit wie ich…. Dies erklärt sich so, dass ich in der Tat sehr gut den Berg hochkam, die anderen, welche super runterfahren konnte, etwas weniger schnell auf dem Berg waren, dafür konnten sie es «la tschätere» abwärts.

TourdeBerne

 

verfasst am 10.07.2022 von Tabea

 

Tour de Berne

 

Am vergangenen Sonntag fand ein Frauen-Rad-Rennen in Bern statt. Ich fand das eine super Idee und meldete mich sogleich an. Über 200 Frauen waren am Start. Die Strecke führte von Bolligen über Dieterswald nach Utzigen und dann via Dentenberg nach Bern, wo der Zieleinlauf auf dem Bundesplatz war. Insgesamt kamen so 800hm auf 42km zusammen – also kurz und knackig.
Bewusst habe ich mich in der vergangenen Woche nicht geschont. Wir haben zwar nach dem Gigathlon Familyferien gemacht. Dennoch konnte ich am Donnerstag eine längere Velotour von Menaggio (wo wir die ersten paar Tage am Comersee verbracht hatten) via Monte Ceneri auf den Gotthardpass (135km/2700hm) geniessen und Samstags joggte ich auf den Rigi (da wir noch 2 Nächte in Weggis genossen). Daher fühlten sich meine Beine alles andere als erholt an. Am Sonntagmorgen rollte ich mit dem Rennrad von Urtenen an den Start in Bolligen. Meine Beine fühlten sich nicht spritzig an und ich war mir schon fast sicher, dass ich langsam fahren würde. In Bolligen trag ich dann Teamkolleginnen vom Ladies Tri-Team. Wir quatschten noch und dann gings an den Start. Ich reihte mich in der Mitte ein… Und dann gings los und zwar direkt in den 1. Anstieg. Ich überholte da schon viele Frauen und war überrascht, dass es mir so gut ging. Danach ging die Strecke runter ins Krauchthal, ehe dann die nächste Steigung kam. Auch dort konnte ich ein paar Frauen abhängen und nach der Abfahrt war ich mit 2 weiteren Frauen unterwegs, wobei die eine bald mal nicht mehr mithalten konnte. Und so fuhren wir zu zweit das Rennen weiter. Beim letzten Anstieg auf den Dentenberg holten wir noch eine Ukrainerin ein, welche sich dann uns anhängte. Zu dritt fuhren wir bis Bern, die Ukrainerin immer schön im Windschatten – die Arbeit hatten wir anderen Beide. Auf der letzten Geraden ins Ziel kam sie dann aber plötzlich nach vorne gesprintet und überholte uns natürlich kurz vor der Ziellinie…. Wir waren beide etwas verblüfft…. Da die Ukrainerin aber beim Start zuvorderst startete und ich weiterhinten, bin ich trotzdem vor ihr rangiert😊 Ich wurde insgesamt 6.und war damit mehr als zufrieden!
Danach rollten wir mit dem Ladies Tri-Team inkl. Dinu auf dem E-Bike und unseren Kids im Anhänger nach Thun, um am Ironman zuzuschauen. Nach Hause gings dann natürlich auch wieder per Rad, dieses Mal etwas mühsamer mit viel Gegenwind.

 

Rangliste Tour de Berne
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Gigathlon

Der Gigathlon ist der Sportanlass, an dem wir schon soooo viel erlebt hat und unsere Ausdauerkarrieren oder -leidenschaft so richtig begann. Als kommuniziert wurde, dass im 2022 der letzte stattfinden sollte, war klar, dass wir nochmals starten würden. Dinu hatte die letzten Ausgaben boykotiert, seit Inlineskating aus dem Wettkampfformat gestrichen wurde. Aber zum Abschluss wollte er über seinen Schatten springen!
In diesem Jahr gabs die Option, nach 3 Disziplinen in Savognin zu übernachten und die andern zwei am Sonntag zu absolvieren. Wenn man vor 16:00 in Savognin ankam, durfte man weiter, nach 16:00 musste man in Savognin bleiben (was vor Ort auf 17:00 angepasst wurde). Wir waren um 15:40 vor Ort, hatten aber von Anfang an gesagt, dass wirs auf 2 Tage aufteilen. Wir wollten in Savognin Zeit mit den Kids verbringen können.
Wir waren so organisiert, dass Julia an beiden Tagen bei den Grosseltern im Hotel (1. Tag in Zürich, 2. Tag in Bivio) schlief und wir die ersten Wechsel mit David (als lebendiger Übergabestab
😊) absolvierten. So startete Tabea in Zürich mit einem sehr schnellen Schwimmen, Dinu hatte super Beine und lief die 33km und 500 Höhenmeter in einer für ihn schnellen Zeit und Tabea hatte eine tolle Radgruppe und konnte vom Windschatten profitieren. Wir waren immer auf Rang 8-11 von 37 angemeldeten Couples in unserer Kategorie.
In Savognin genossen wir die Zeit bei der Wechselzone (Julia auf dem Spielplatz gleich daneben, wir plauderten mit vielen Bekannten) und genossen ein Bad im angenehmen Badesee in der Nähe (unsere Badenixe Julia wollte kaum weg) – so hatten wir uns das vorgestellt!
Da Tabea nach der Geburt noch nicht so weit rennen kann, musste Dinu auch am 2. Tag auf die Laufstrecke – Trailrunning. Aber zuerst musste Tabea über den Sepentinerpass. Aufwärts ging gut, sie war eher spät (Zeitfenster 7:00 bis 7:30, sie gegen 7:15) gestartet und überholte die ganze Zeit Leute. Die Abfahrt führte über viel Geröll und lose Steine – sie musste etwa 30min ihr Bike abwärts schieben. Das frustete sie sehr, denn viele Biker/innen um sie fuhren teilweise über diese Streckenabschnitte. Dies führte dazu, dass sie ziemlich enttäuscht im Ziel ankam. Dinu hatte schwere Beine vom Vortag. Auf den ersten 4km stieg die Strecke etwas über 400 Höhenmeter an, er war aber mit vielen Leuten unterwegs, die teilweise wenig schneller oder wenig langsamer als er waren. Dann gings etwa 900 Höhenmeter runter auf etwa 8km – auf technisch schwierigen Trails mit hohen Felsabschnitten. Da wurde er andauernd überholt und liess auch immer wieder andere Gigathleten vor. Dann gings zurück zum Start – weitere 12km und etwa 500 Höhenmeter (insgesamt 1’000hm hoch und auch runter) und kam recht erschöpft aber zufrieden im Ziel an. Beide fanden, am ersten Tag seis besser gelaufen. Die Rangliste unterteil in «am ersten Tag im Ziel» und «am zweiten Tag im Ziel». Beim zweiten waren wir die Schnellsten, insgesamt wären wir wohl auf Rang 8 oder 9 gelandet. Darüber sind wir sehr stolz und zufrieden!!
Wir bleiben noch lange auf dem Zielgelände – allerdings wollte Julia nun die ganze Zeit herumrennen (zwischen tausenden von Personen, meistens Dinu hinterher
😊), was doch recht anstrengend war.
Ausführliche Berichte und Fotos folgen dann wohl nächste Woche!

Vergangene Aktivitäten

 

verfasst von Dinu am 28.06.2022

Wir haben von Pfingsten noch gar nicht viel erzählt. Am Wochenende vorher waren ja die beiden Pechstage mit Tabeas Sturz und der Geschichte mit der RBS/Slow-Up (unten nachzulesen). Es ging dann ähnlich weiter, Montags und Dienstags erhielten wir schlechte Nachrichten aus dem Umfeld (alles wieder i.O.), am Mittwoch musste Julia plötzlich mehrfach erbrechen und war nur noch ein Häufchen Elend. Am Donnerstag wars dann eindrücklich anzusehen – zwischen einer schlaffen Julia, die so heiss war, dass man sie kaum berühren konnte ohne dass es einem die Finger fast verbrannte zu «Sunne schiint, wei mer usego?» konnten 5 Minuten liegen!!

Am Donnerstagabend sagte Dinu «E luege Morn spontan, was s Wätter macht und entscheide, öbi übere Mittag go go jogge». Am Freitagmorgen stand Dinu auf, ging ins Bad und danach legte er sich todmüde aufs Sofa! Kurz darauf mehrfach Durchfall – er musste sich krankmelden. Dinu und Tabea verbrachten den ganzen Tag auf dem Sofa, schliefen fast ununterbrochen und hatten Fieber/Temperatur. Tabea gings etwas besser, sie konnte noch ein paar Dinge erledigen, jedenfalls in der 1. Tageshälfte. In der 2. Tageshälft verzog sie sich ins Schlafzimmer und schlief. Dementsprechend schwach fühlten wir uns dann am Samstag, zumal Julia etwa 8 x in der Nacht aufwachte und nach uns rief ☹ .

 

Coronatests waren alle negativ, es sei der Adenovirus meinte der Kinderarzt, welcher in der Region in den Spielgruppen und Kindergärten unterwegs sei.

Sonntags gings Dinu etwas besser, Sport trieben wir am Dienstag nach Pfingsten wieder wenig. Allerdings nur sehr locker.

Eigentlich hatten wir aber geplant, ab Samstag bis Donnerstag mit den Velos und Anhängern durch die Schweiz zu radeln – Dinu hatte frei genommen. Als es uns langsam besser ging waren dann aber die Wetterprognosen so schlecht, dass wir keine Velotouren unternehmen konnten. Wir unternahmen dann teilweise etwas kleinere, dem Wetter und der Verfassung angepasste Ausflüge. Immer mit etwas Sport, aber nicht übertrieben, da uns allen ein Husten zurückblieb. Wir beschlossen z.B. einen Tagesausflug auf die Tschentenalp zu machen. Tabea wollte mit dem Rennrad hin und dann hochlaufen. Aufs Hochlaufen verzichtete sie dann aber. Auch Dinu wollte eigentlich von der Alp ins Kiental joggen, fühlte sich aber noch zu wenig erholt und genoss die Zeit mit der Familie um so mehr. Er schaffte es aber auf 4 Laufeinheiten in dieser Woche – überdurchschnittlich viel. Tabea schadete es auch nicht, etwas weniger zu trainieren, denn am Wochenende war ja dann die Alpenchallenge in der Lenzerheide – aber davon hatten wir ja bereits berichtet!

Am Donnerstag in dieser Woche spielten Imagine Dragons im Wankdorfstadion in Bern. Tabea hatte ein Ticket und wollte ans Konzert, Dinu hatte von Anfang an gesagt, dass er nicht mitgehen wollte. Der Kollege, der mit Tabea mitwollte, erkrankte 2 Tage vor dem Konzert an Corona. Tabea fragte im Umfeld, ob Jemand mitkommen würde – oder ob Jemand auf die Kids aufpassen könnte….. Schlussendlich ging Dinu ans Konzert. Er fand dann, das Konzert sei viel besser gewesen, als erwartet! So wurde aus Pech (Absage vom Kollegen) ein guter Abend. Das war dann auch der Abschluss von unseren «Pechpfingsten» - Freitags musste Dinu wieder arbeiten und danach gings ja in die Lenzerheide!

Seitdem haben wir auch noch viel erlebt und unternommen:

  • Gleichzeitig mit der Alpenchallenge fand in der Lenzerheide ein Motorsportevent mit alten Autos statt!
  • David und Julia waren das erste Mal beim Coiffure
  • Wir übernachteten in Deutschland und besuchten den Europapark. Diesmal mit Fokus auf die Kinderbahnen statt auf die actionreichen! So machts auch sehr viel Spass! Dafür hatte Tabea etwas pech. Sie schlug ihren kleinen Zeh an einer Mauer an. Der schwoll dann dermassen an und wurde blau/violett, normales Gehen war nur noch unter Schmerzen möglich. Ob er gebrochen ist oder nicht, ist nicht klar. Jedefalls tut er bis heute noch weh.
  • Dinus Geburtstag feierten wir mit einem «Bräteln» an der Emme, Baden in der Emme (wo eine 90cm lange Schlange unterwegs war und für Aufruhr sorgte) und dem Besuch des Ärztekonzerts in Thun.
  • Dem bereits berichteten Belpathlon
  • Einen Ausflug mit den Rädern zu Dinus Götti nach Etziken, wo wir den Kirschenbaum plündern durften und königlich bewirtet wurden.
  • Dinu durfte einen Workshop am Typ-1-Diabetes-Tag in Olten durchführen.
  • Tabea war letzte Woche wiedermal am Pässefahren - wie jedes Jahr fuhr sie die 5 Pässe: Grimsel, Nufenen, Gotthard, Furka und Grimsel bei guten Wetterbedingungen.

Wir hoffen, nächste Woche ein paar Fotos von all den Events hochladen zu können!

 

Belpathlon

Verfasst von uns Beiden am 19. und 20.6.

Vor einigen Jahren sind wir das letzte Mal am Belpathlon gestartet – damals in der Kategorie Single. Dieses Jahr fand der Belpathlon im Rahmen der Swissskatetour statt und wir entschieden uns, in der Kategorie Couple zu starten. Tabea hätte zwar gerne Single gemacht, aber sie läuft aktuell noch nicht, daher war ein Couple die perfekte Lösung. Dinu startete um 10.10 mit den Inline. 2 Runden a 7,5km  mussten absolviert werden….
Dinu war alleine angereist und konnte vor dem Start die Runde schon einmal abfahren. Der Start erfolgte an einem Anstieg, was Dinu ja liegen sollte. Er fuhr aber kurz nach dem Start ein kleines Loch zu und verbrauchte unnötig Kräfte, so dass er kurz darauf die Spitzengruppe ziehen lassen musste. Er fand aber Unterschlupf in einer grösseren Gruppe der Swissskatetour Kategorie «Langdistanz», welche zuvor gestartet waren. Er konnte dort im Windschatten gut mitrollen und kam zufrieden im Ziel an.

Danach war Pause und es ging mit dem Massenstart Bike weiter. Tabea hatte die beiden Disziplinen Bike und Rennvelo, Dinu Inline und Laufen. Wir hatten auch die beiden Kids dabei und somit noch eine weitere Disziplin zu bewältigen😊.

Der Start war erst um 11.30, genau zu der grössten Hitze.

 

Bericht Tabea: Ich startete eher vorne im Bikefeld. Es ging sogleich nach dem Startschuss ab wie die Post. Ich kam kaum hinterher, ich hatte das Gefühl, im Feld stehen zu bleiben. Ich fuhr wie in eine Wand. Zu schnell war der Start für mich. Es war mir zu heiss. Es war höllisch heiss – fand ich. Es ging aber rasch in den Wald. Aber ich empfand die Hitze dort als nicht weniger schlimm. Es blieb von A-Z ein Kampf gegen die Hitze. Mein Puls stieg auf 195, aber meine Leistung war tief. Es war sehr demotivierend so zu fahren. Es ging nicht. Mein Körper wollte/konnte nicht wie normal arbeiten. Zuerst ging es am Belpberg hoch. Danach folgte einen schönen Singletrail herunter. Aber auch da fuhr ich sehr vorsichtig. Ich überlegte mir die ganze Zeit, aufzuhören. Ich fand, dass es so keinen Sinn macht. Aber irgendwie fuhr ich dann doch immer weiter. Die 2. Runde ging nicht besser. Dann kam ich völlig überhitzt in der Wechselzone an. Ich stieg langsam aufs Rennvelo. Alles in Zeitlupe, aber es war mir völlig egal….. Dann fuhr ich los mit dem Rennrad. Die Streckenposten führten mich ganz komisch um die Wechselzone rum. Ich reklamierte dann, dass ich erst auf der ersten Rennradrunde sei und daher nicht «hier» durchmüsse….. Ich dachte, dass die mich falsch führen würden….. Daher fuhr ich dann wie in den letzten Jahren durch den Torbogen und los auf die Strecke und hörte nicht auf die Streckenposten. Hinterher erfuhr ich, dass dies falsch gewesen ist….. Aber nach etwa einem Kilometer kam ich dann auf die offizielle Strecke.
Ich fuhr praktisch alles allein. Fast niemand sah ich auf dem Rad. Der Aufstieg auf den Belpberg war brutal heiss. 2x musste diese Runde absolviert werden. Ich kam ein 2. Mal in die Wechselzone. Ich fuhr wiederum durch die Wechselzone, weil ich meinte, die Streckenposten führten mich so….. Das war wiederum ein Irrtum, was sich im Nachhinein herausstellte. Ich nahm dann auch noch die falsche Abzweigung gerade nach der Wechselzone und landete auf einem Kiesweg… Ich wusste aber, wenn ich dem Kiesweg folge, dass ich wieder auf die Strecke kommen würde…. Aber dies war natürlich nicht der schnellste Weg….. Die 2. Runde ging vielleicht ein wenig besser. Aber ich war froh, schlussendlich im Ziel angekommen zu sein. Ich war sehr unzufrieden mit meiner Leistung. Vor allem auf dem Rennrad hätte ich deutlich schneller sein können. Aber mit den diversen Umwegen in der Wechselzone, dann der langsame Wechsel und die Hitze auf der Strecke, ergaben meine schlechte Rennvelozeit…..
(Anmerkung Dinu: Wenn man die Zeiten aller anderen anschaut, waren die Meisten langsamer wie in anderen Jahren oder auch langsamer, wie sie erwartet hatten. Nur Tabea kams halt sehr langsam vor und hatte Mühe damit, dies zu akzeptieren).
Dinu hatte in der Zwischenzeit die Kinder unterhalten – mit Hilfe von diversen Mitgliedern des Inlinecubs. Teilweise am Schatten, teilweise auch an der Sonne. Mit seinem Bruder, der auf David aufpasste, wartete er nun in der Wechselzone bis Tabea von der Rennradstrecke zurückkam. Seine Eindrücke:
Ich übernahm den Zeitmesschip von Tabea und rannte los. Durch ein Häuserquartier auf einen Feldweg ohne Schatten. Es fühlte sich an, als wäre ich sehr schnell unterwegs (so 4:30min pro Kilometer), der Blick auf die Pulsuhr sagte aber: 5:30min pro Kilometer! Das ist ein Trainingstempo – aber doch kein Wettkampftempo? Aber da ich kurz darauf 2 Läuferinnen überholte war mir klar: Die Hitze bremst uns alle aus.
Die Laufstrecke führte mehrfach wirklich steil aufwärts, es ging eigentlich fast nur auf- oder abwärts. Einen schönen Laufrhythmus finden? Keine Chance! Mit 270 Höhenmetern auf 11km auch wirklich nicht flach! Auch das Laufen führte über 2 Runden, an mehreren Orten an der Strecke gabs Abkühlung (Schwämme, Gartenschläuche, Rasensprenger,……). Ich versuchte, möglichst zügig zu laufen und kam recht erschöpft im Ziel an. Meine Beine sagen heute auch, dass es gestern anstrengend war!
Wieder einmal einen Wettkampf als Couple zu bestreiten war cool, die Kinder dabei zu haben war auch schön (mit einer Wechselzone auf einem Schulhausplatz geht das auch gut, wir waren mehrheitlich auf dem Spielplatz 😊)! Der Belpathlon fägt!

Erlebnisbericht Alpenchallenge Lenzerheide

Verfasst von Tabea am 13. Juni

 

Diesen Sonntag durfte ich meinen ersten Wettkampf seit der Geburt bestreiten. Aber viel hätte nicht gefehlt und ich hätte nicht starten können…. Vor genau 2 Wochen bin ich mit dem Rennrad gestürzt. Ich hatte diverse Prellungen am Knie/Ellenbogen/Schulter, welche mir bis heute noch etwas zu schaffen machen. Dazu kam, dass kurz darauf wir alle am Adonevirus erkrankten – Erkältung plus Magendarm. Wir lagen also alle zusammen zu Hause herum. Dieser Virus dauert im Schnitt um die 14 Tage. Ich und Dinu hatten das Ganze etwas weniger lange, die Kinder aber länger. Daher konnte ich letzte Woche sehr wenig trainieren. Ich war am Montag auf dem Rad und da ging es noch überhaupt nicht gut. Auf Grund dessen bin ich dann die ganze Woche nicht mehr aufs Rad gestiegen, dafür war ich noch 2 x Schwimmen. Ich wollte mir etwas Zeit geben, dass ich mich hoffentlich bis am Sonntag noch voll erholen würde. Und es ging von Tag zu Tag besser. Lediglich die Rücken/Gesässschmerzen, welche mich immer wieder auf dem Rad plagen, waren noch vorhanden.
Die Wetterprognosen für Sonntag waren traumhaft. So entschied ich mich, zu starten. Wir reisten am Freitag gegen Abend in die Lenzerheide. Am Samstagmorgen konnte Dinu noch einen 2-stündigen Longjogg absolvieren, währenddem ich die Kinder unterhielt. Danach verbrachten wir den Tag gemütlich am Heidsee an einem Spielplatz mit picknicken und Gelati-Essen.
Am Abend holten wir dann die Startunterlagen ab. Ich war aber nicht so in Wettkampflaune. Den ganzen Tag spürte ich meinen Rücken/Gesäss, es wurde eher noch schlimmer, wie besser und dies, obwohl ich mich die ganze Woche geschont habe. Aber am Samstag trug ich David oft herum, was dann auch nicht gerade optimal war. Die Nacht auf Sonntag war dann auch eher Horror - David machte Intervall! Er meldete sich jede Stunde…. Nie konnte ich richtig schlafen und dies ausgerechnet in der Nacht, bevor ich am Morgen an der Alpenchallenge starten wollte. Um 6 Uhr stand ich auf. Ich brauchte keinen Wecker, denn dieser befand sich die ganze Nacht direkt neben mir…. Ich war echt gespannt, wie dieses Radrennen für mich ablaufen würde. 193km/4600hm standen auf der Menükarte. Normalerweise liebe ich solche Distanzen. Aber an diesem Morgen hatte ich nur Zweifel. Dennoch startete ich. Und es ging – wer hätte das gedacht – besser als erwartet. Zuerst mussten wir neutralisiert von der Lenzerheide nach Tiefencastel herunterrollen. Ich als Angsthase war eher defensiv weit hinten unterwegs. Ich wollte keinen Sturz riskieren. Ab Tiefencastel ging es leicht wellig weiter bis dann der Anstieg zum Albulapass kam. Ich überholte sehr viele, dies, weil ich schlecht heruntergefahren bin. Meinen Rücken spürte ich lustigerweise erst auf den letzten Metern zur Passhöhe, was mich dann doch recht erstaunte. Bei der Abfahrt fuhr ich wieder sehr vorsichtig runter. Kurz bevor ich unten ankam, hielt ich an und zog meine Jacke aus und fuhr dann weiter. 400m weiter musste ich aber wieder stoppen. Die Barriere ging runter. Satte 4min mussten wir dort warten, dafür waren wir danach eine riesige Truppe und wir kamen sehr gut das Engadin hoch. Danach gings über den Malojapass runter nach Chiavenna. Da ich eher schlecht herunterfahre, habe ich die tolle Gruppe verloren und bin fast alles alleine nach Chiavenna gerollt. Dies hat mich schon etwas gewurmt, weil es eine 30km lange Abfahrt war und teilweise war das Gefälle nicht sehr stark - Windschatten wäre ideal gewesen. In Chiavenna angekommen erwarteten uns über 30 Grad. Danach gings den Splügenpass hoch: 30km und 1800hm standen bei brutaler Hitze an. Es war sehr hart. Nach ca. 10km gabs einen Getränkeposten. Dort nahm ich 4 dl Cola und sonst noch was zu essen. Danach hatte ich plötzlich keine Rückenschmerzen mehr. Keine Ahnung was in der Cola war – mich freute es. Aber die Beine wurden doch langsam sehr müde. Danach führte die Abfahrt vom Splügen via Viamala-Schlucht nach Thusis. Die restlichen km von Thusis nach Tiefencastel und dann hoch in die Lenzerheide waren für mich höllisch. Höllisch, weil es brutal heiss war. Am Morgen früh hatten wir 4 Grad und nun waren es um die 30 Grad! Nach genau 8h32min kam ich im Ziel an. Ich war so was von Happy, konnte ich das Rennen finishen. Dass ich dann noch auf dem 6. Rang gelandet war (von 30 Frauen), freute mich umso mehr. Und vor allem freute es mich, dass mein Rücken/Gesäss so gut mitgemacht haben. 

Rückblick zur Auffahrt

verfasst am 6. Juni 2022

 

Vor lauter Action am letzten Wochenende haben wir ja gar nichts von unserer Auffahrt-Ausfahrt erzählt. Wir durften die Kids am Auffahrtsdonnerstag bei Dinus Eltern abgeben, um von Zuchwil aus auf eine längere Radtour zu starten. Eine Tour durch den Jura war geplant – zuerst flach bis kurz vor Aarau und dann ab in die Jurahügel. Wir bogen ab in Richtung Barmelweid/Saalhöhe und überquerten diese. Das war ein Anstieg für Dinu – meistens nur leicht ansteigend. Einen Teil der Strecke waren wir mit dem Mountainbike am Gigathlon Aarau schon hochgefahren, wie wir unterwegs feststellten.
Nach dem ersten Anstieg erklärte Tabea, dass nun etwa 7 kleinere Anstiege folgen würden, welche immer etwa ähnlich seien, bevor der Schlussanstieg nochmals so viele Höhenmeter wie der Erste beinhalte. Der erste der 7 Folgenden empfand Dinu als recht locker und freute sich auf die Nächsten. Doch der Zweite war deutlich steiler und länger als der Erste – Dinus Motivation sank. Die Nächsten Anstiege wurden immer härter – einige enthielten kurze, aber steile Rampen. Ihr könnt es Euch vorstellen – Tabea, die zu Hause der Meinung war, Dinu sei sicher fitter (Schwangerschaftsfolgen…) fuhr bergauf weit voraus, Dinu kam fluchend und jammernd hinterher.
Der Schlussanstieg war ja nochmals deutlich länger als die Kurzen dazwischen – aber nun deutlich steiler wie der Erste. Das überraschte aber Niemand mehr so wirklich.
Wir durchsuchten noch etwa 3 Dörfer nach einer Bäckerei und landeten schlussendlich in einer Gelateria in Solothurn. Mit 117,9km und 1791 Höhenmetern hatte Dinu eine witzige Zahlenkombination auf dem Display – und sass wohl schon lange nicht mehr für eine so weite Strecke auf dem Rennrad.
Seit unserem Unglückswochenende gabs bei Tabea noch ein paar wenige Trainings. Sie musste sich eher ruhig halten wegen ihren Sturz-Blessuren. Am Freitagmorgen vor Pfingsten lag dann aber die ganze Familie krank zu Hause. Julia hatte am Mittwoch erbrochen und war am Freitag den ganzen Tag müde, Dinu hatte Durchfall und verbrachte den Tag mit Julia auf dem Sofa (und beim Kinderarzt – Adenoviren), Tabea hatte auch Durchfall, Übelkeit und Kopfschmerzen – selbst sie schlief den halben Tag. Auch David erwischte es... Wir wollten eigentlich am Pfingstsamstag mit den Rädern und Anhängern aufbrechen auf eine Tour durch die Schweiz. Wir mussten den Plan aber beiseitelegen, da es die Gesundheit nicht zuliess. Nun geht’s uns etwas besser und wir unternehmen Tagesausflüge je nach Wetter!

 

 

Pure Action am vergangenen Wochenende

 

Verfasst von Tabea am 29.5.2022
Am Samstag hatten wir mit Julia’s Götti in Hinterarni zu einem Spaziergang abgemacht. So wie wir sind verbinden wir solche Ausflüge mit Sport, d.h. einer von uns (meistens Tabea) fährt mit dem Rad hin, Dinu und Kids kommen mit dem Auto. Tabea hatte somit eine 4-stündige Tour durchs Emmental nach Langnau, um dann schlussendlich via Lüderen nach Hinterarni zu gelangen, geplant. Sie fühlte sich an diesem Tag sehr müde, sie hatte in der letzten Zeit nicht sehr gute Nächte. Trotzdem startete sie auf ihre Tour. In Langnau endete die Tour aber unsanft. Sie stürzte auf einer kleinen Nebenstrasse. Ein Kanaldeckel war schuld, obwohl dieser nicht tief in den Boden versenkt war. Aus eher unerklärlichen Gründen (fehlende Konzentration?) rutschte ihr der Lenker aus der Hand und sie stürzte auf die rechte Seite. Ein nettes Ehepaar kümmerte sich um sie und brachte sie ins Spital auf den Notfall. Sie hatte grössere Schürfwunden/Prellungen am Knie, Ellenbogen und Schulter. Geröntgt wurde auch noch, um sicher zu gehen, dass nichts gebrochen war. Und ja, alles war noch ganz – zum Glück. Jetzt erholt sie sich von den Pressuren und hofft, dass sie bald wieder Schwimmen etc. kann. Dinu reiste mit den Kids somit statt nach Hinterarni nach Langnau ins Spital. Da lief dann etwas….. Ungewohnt: Im Spital Langnau herrscht noch Maskenpflicht.
Am Sonntag ging die Action weiter. Dinu wurde als Referent an einem CAS in Sporternährung engagiert. Daher war Tabea mit den Kids allein. Sie fuhr mit dem E-Bike und dem Anhänger an den Slowup Buechiberg. In Solothurn nahm sie dann am Schluss den Zug nach Jegenstorf. Sie koppelte den Anhänger vom Rad ab, um besser in den Zug zu kommen. 3 andere Fahrräder waren auch noch drin, welche aber alle nach Bern sollten. In Jegenstorf mussten dann alle Räder rausgestellt werden, damit Tabea den Anhänger und ihr Rad aus dem Zug fahren konnte. Schon bei den 3 Fahrrädern ging die Tür immer wieder zu. Sie drückten die Türe immer wieder auf. Den Anhänger inkl. Kids stellte sie auch aufs Perron, um am Schluss noch das Rad rauszunehmen. Die Tür ging aber bereits wieder zu, Tabea und andere wollten sie wieder aufdrücken. Dieses Mal ging das aber nicht. Der Zug fuhr los, die Kinder waren beide draussen geblieben. Tabea konnte es kaum fassen, was da gerade passierte. Der Zug fuhr nach Bern, die Kinder sassen im Wagen in Jegenstorf. Im Zug versuchte sie, leicht unter Panik, den Zug zum Stoppen zu bringen. Sie drückte bestimmt 100x auf den SOS-Knopf. Niemand meldete sich. Sie betätigte den Notfall-Tür-Öffner. Auch da geschah nichts. Unglaublich, wie hilflos man in so einem Moment ist. Man kann nichts tun, es gab keine Möglichkeit in Kontakt mit der RBS zu treten oder den Lokomotivführer zu erreichen. Glücklicherweise war Dinu gerade nach Hause gekommen. Sie rief ihn an und er fuhr 2 Sekunden später mit dem Auto nach Jegenstorf. Als er ankam sassen die Kids fröhlich im Anhänger, betreut von Passanten. Sie haben vom ganzen praktisch nichts mitbekommen. Für uns wars aber ein Schock und wir sind noch immer erstaunt, dass so was bei der RBS passieren kann…. Aus unserer Sicht müsste es möglich sein, im Notfall jemanden kontaktieren zu können, vor allem wenn man den SOS Knopf drückt….

Viel Baden

verfasst von Dinu am 23.05.2022

 

In der vorderen Woche hatte für uns auch die Badisaison begonnen. Dass Tabea im Freibad war, hatten wir ja schon erzählt, dass wir am vorderen Donnerstag aber bereits in der Aare waren, noch nicht.

In dieser Woche waren wir nun fast täglich im Moossee, einmal im Thunersee und 1x in der Aare.

Sportlich sahs bei Dinu bis und mit Mittwoch für Dinu nicht so rosig aus. Er hatte oft noch Sitzungen oder Weiterbildungen am Abend, so dass es erst am Freitag für etwas Bewegung reichte. Er hatte am Freitag frei (da er am Donnerstag an einer Weiterbildung war) und wir wollten auf den Niesen. Jedes von uns nahm ein Kind an den Rücken (Tragegurt/Tragerucksack) und wir marschierten los. Tabea war, wie immer am Niesen, deutlich schneller unterwegs (sie trug aber auch David). Dinus Passagierin meldete sich auch bald einmal und sagte: «Gross gnue, säuber loufe!». An einem flachen Teilstück lud er also Julia aus und liess sie marschieren. Der Weg bog bald darauf in einen steilen Singeltrail ein, wo Dinu davon ausging, dass er nun wieder tragen kann. Weit gefehlt – Julia marschierte weiter und nahm nun auch die Hände zu Hilfe, um über Wurzeln und grosse Steine zu klettern. Zwischendurch stand sie irgendwo, schaute hoch und sagte: «Wie söui dört ufe cho», um dann gleich wieder los zu klettern. Irgendwann durfte Dinu Julia aber wieder einladen und weiter gings. Bei der Mittelstation wartete Tabea, Julia war im Rucksack zwischenzeitlich eingeschlafen (nach der Anstrengung), Tabea empfahl, «no es chlises Stückli z loufe» bis zum Mittagshalt. Nun wechselten wir – Dinu trug David und Tabea übernahm Julia. Dinus Beine waren müde und er hatte Hunger, aber «es churzes Stückli» sollte ja noch drin liegen. Tabea fand es brutal mit Julia am Rücken und war froh, dass die Pause sehr bald kam. Über einen Kilometer weiter und eine halbe Stunde (also ein sehr kurzes Stückchen) später kamen wir bei einem wunderbaren Plätzchen an, wo wir Mittagshalt machten. Danach gabs noch das letzte Stück bis hoch zum Niesen. Dinu trug wieder Julia, wobei sie die letzten ca. 400m. wieder selber wanderte. Leider hatten wir oben nicht lange Zeit, weil wir noch zum Znacht abgemacht hatten.

Am Samstag startete Tabea bereits um 8:00 auf eine Radtour über die Scheidegg. Dinu, die Kinder und Dinus Eltern fuhren zur Rosenlauischlucht und begannen dort die «Wanderung» durch die Schlucht. Tabea erreichte die Schlucht kurze Zeit später und komplettierte den Familienausflug. Wobei Tabea und Julia den Weg fast hoch rannten und oben auf den Rest wartete. Aber wir finden uns immer wieder, so kommen alle auf ihre Kosten! Nach einem Mittagshalt gings zurück zu den Fahrzeugen und wir steuerten die Giessbachfälle an. Tabea mit dem Rad war überrascht, wie viele Höhenmeter sie noch zurücklegen musste. Nun war ihre Radtour zu Ende, sie fuhr per Auto nach Brienz, der Rest nahm das Schiff.

Nach einem Bad im Thunersee liessen wir unseren Hochzeitstag in einer tollen Pizzeria am See ausklingen.

Sonntags gabs eine Ausfahrt mit den Rädern und zwei Anhängern ins Marzili. So konnten wir beide je einmal kurz in die Aare, während der oder die Andere zu den Kids schaute. Wobei Julia den Sandkasten bevorzugte und nicht ins Planschbecken wollte.

Mit der Retourfahrt waren wir dann fast 2,

Organisieren/alles unter einen HUT bringen, das können wir:-)

verfasst von uns Beiden am 16.5.2022

Wenn es wärmer wird, schaut Tabea regelmässig auf den Webcams nach, wie es auf dem Niesen so aussieht. Sobald die Niesenbahn fährt, fragt sie sich oft: Hats noch viel Schnee? So wie sie am Ende der Saison mehrfach «ein letztes Mal für diese Saison auf den Niesen» rennt, kann sie es im Frühling kaum erwarten dies wieder zu tun. Mittlerweile kann man Julia fragen, was das sei und auf irgendeinen Berg zeigen, sie antwortet «Niesen» - ich glaube, für sie ist Niesen die Bezeichnung für Berge😊.

So überrascht es wohl Niemand, dass Tabea letzte Woche bereits mit einem Kollegen per Rennrad zum Niesen fuhr und dann hoch gerannt ist. Flach joggen muss sie immer noch (Beckenboden nach Geburt) vermeiden, bergauf geht aber gut.

Am Wochenende haben wir wieder einmal versucht, einiges unter einen Hut zu bringen. So ging Dinu am Samstagmorgen, als alle andern noch schliefen, joggen. Danach war grosses Duschen und baden für ihn und Julia angesagt, während Tabea ein Rennrad-Intervall-Training absolvierte. Danach gings ab in die Küche. Dinu hatte versprochen, für am Sonntag einen Kuchen zu backen.

Chic herausgeputzt fuhren wir danach nach Blumenstein, wo Julias Gotti heiratete. Julia hielt uns nach der Trauung auf Trab! Sie wollte immer beim Gotti sein und crashte mehrfach ein Foto. Foto mit ArbeitskollegInnen – Julia mit drauf. Foto mit der Familie – Julia mit drauf,…. Wir suchten ein Plätzchen, wo wir möglichst weit vom Fotopunkt entfernt waren. Dazwischen lag das ganze Apérobuffet und noch ein Stück Weg. Aber jedesmal, wenn wir uns hinsetzten und etwas essen wollten, marschierte Julia wieder los. Man wartet kurz und schaut, ob sie zum Buffet marschiert. Nein, nebendurch, in Richtung Foto. Sie hat keine Probleme zwischen all den Apérogästen durchzurennen – wir mussten aber viel mehr aufpassen, um niemandem den Weisswein aus den Fingern zu schlagen…. Und so war Julia immer wieder schneller als wir.
Wie gesagt, Julia ist fast auf allen Fotos. Als aber ausgerufen wurde: "Jetzt gibt es ein Foto mit allen Gotti/Göttikindern, da fand Julia "Wott nümme Foto"....

 

Es war ein wunderbares Fest, welches wir alle sehr genossen.
Spät heim und früh los war dann das weitere Moto für das Wochenende. Dinu hatte am Vortag nicht einfach einen normalen Kuchen gebacken – nein, einen Kokoskuchen, welchen er am Sonntagmorgen noch mit einer Füllung versehen musste.

Um 9:30 musste Dinu in Niederbipp parat stehen und zuvor: Die Füllung herstellen und den Kuchen füllen, Julia parat machen, Tabea machte David parat, beide packten alles und dann gings mit der ganzen Familie nach Zuchwil los, die Kinder bei den Eltern abgeben, Tabea nach Wangen an der Aare bringen und den Kuchen am Buffet abgeben.

 

Um 9:30 hatte er Instruktion – er war als Streckenposten am Inlinerennen (Swisskatteour) im Einsatz. Danach half er beim Abbau, bevor er die Kids abholen ging.
Nach dem Foto gehts weiter: 

Tabea hatte einen Trainingstag mit dem Ladies-Tri-Team. Nach einem Schwimmtraining (Freibad) und einem Velotraining über die Schmiedematt nahm Tabea noch einen kleinen Umweg über den Weissenstein unter die Räder und kam kurz nach 18:00 zu Hause an. Sie redete Dinu eine Sprachnachricht und sagte: «Eg be gli deheime, de chasch Du no go jogge». Nach einem Tag bei einem Inlinerennen hatte Dinu keine Lust auf Joggen – er zog die Inlines an und genoss eine Fahrt an einem wunderbaren (Frühlings? Sommer?) -abend.

Tessin

verfasst von Dinu am 09.05.2022

 

Letzten Samstag fuhren wir mit dem Auto wieder in den Süden – ins Tessin. Wir hatten eine Woche Ferien zusammen mit Tabeas Eltern geplant. In einer gemieteten Wohnung in der Nähe des Bahnhofs Locarno (aber doch ruhig gelegen) wollten wir das Tessin geniessen. Der Stau hielt sich in Grenzen und so kamen wir zeitig an, so dass wir vor Ort die Sonne noch etwas geniessen konnten. Am Sonntag gabs bereits den ersten Ausflug auf den Monte Tamaro. Wir beiden marschierten/joggten den Berg hoch während die anderen 4 die Bahn nahmen. Oben genossen wir die Aussicht, hatten Fun auf der Rodelbahn und dem Spielplatz, assen, beobachteten Kröten, inspizierten das Bottagebäude und machten noch einen Spaziergang.

Am Montag war eine Radfahrt mit Tabeas Vater (er mit E-Bike) auf dem Programm – Tabeas Mutter schaute zu den Kids. Nach 2 Anstiegen war noch der Aufstieg zur Alpe di Neggia geplant, welchen Tabea sich nicht entgehen lassen wollte. Dinu und Tabeas Vater fuhren dem See nach zurück nach Locarno. Mit 98km wars Dinu längste Radfahrt seit einer gefühlten Ewigkeit – im Jahr 2022 hatte er wohl noch gar keine Rennradkilometer gesammelt. Im 2020 führte Dinus längste Velostrecke (in der Zusammenfassung von Strava am Ende des Jahres) über 101km – mit Bike und Anhänger. Das hat er nun ja fast auch erreicht.

Am Mittwochmorgen waren die Strassen nass und es nieselte leicht. Trotzdem brachen wir beide auf in Richtung Cardada/Cimetta. Über viele Treppen legten wir zu Fuss schon viele Höhenmeter zurück. Auf einer ersten Anhöhe trennten wir uns – Dinu drehte eine Runde auf schönen Trails und rannte zurück zur Wohnung, Tabea nahm den Anstieg bis ganz oben noch unter die Füsse. Oben angekommen lief der Sessellift nicht, obwohl im Internet stand, dass die Bahn geöffnet wäre. Sie erfuhr dann, dass die Bahn nur Mittagspause hätte….. So was gibt wohl auch nur im Tessin;-). Den Rest des Tages verbrachten wir mit einem Spaziergang von Locarno nach Tenero mit einem Glacehalt (das Wetter wurde besser) und einer langen Pause auf einem Spielplatz.

Donnerstagmorgen: Die Wetterprognosen wieder schlecht, Dinu drehte am Morgen früh eine Runde auf den Laufschuhen. Tabea ging danach 90min schwimmen. Dinu kam mit den Kids später nach, um das Bad gemeinsam zu geniessen.

Freitag: Tabea rannte nochmals hoch nach Cardada, wo Dinu, David und Julia den Spielplatz unsicher machten (sie kamen per Bahn hoch). Danach trug jedes von uns ein Kind hoch nach Cimetta, der Spitze, wo man danach mit einem altmodischen, offenen seitwärts Sessellift runterfahren konnte. Tabea verlor aber beim Hochtragen ihr Natel – so konnte sie nochmals ein Stück runter und wieder hochlaufen.

Am Samstag fuhren wir per Auto zurück. Da die Prognosen nicht so toll waren, verzichtete Tabea darauf, einen Teil per Rennrad zu fahren.

Muttertag: Tabea fuhr etwa 5h Rennrad, der Rest der Familie amüsierte sich zu Hause (Gschänkli verpacken und bemalen, baden, Spielplatz,….). Danach ging Dinu mit seinem Bruder und einem Kollegen noch 1h joggen – und schloss so nun seine intensive Trainingswoche ab.

Es waren sehr tolle Ferien, obwohl Tabea noch mehr Rennradtouren geplant hatte. Das Wetter machte uns etwas einen Strich durch die Rechnung, wir machten aber das Beste daraus und hatten trotzdem eine tolle Woche.

Slowup Murtensee

 

verfasst von Dinu am 25.04.2022

 

Am Dienstag hatte Dinu ja noch frei – er fuhr mit dem Bike und Anhänger nach Zuchwil zu seinen Eltern. Tabea fuhr auch nach Zuchwil – mit dem Rennrad via Chasseral. Dinu durfte am Abend noch ein Lauftraining in Bern leiten, darum übernahm er Tabeas neues Rennrad und fuhr mit dem nach Hause, während Tabea den Anhänger nach Hause zog.
Am Mittwoch besuchte Dinu ein Inlinetraining – er will wohl seine Inlineform behalten. Am Samstag ging er nach Bätterkinden um dort mit seinem Bruder und einem Kollegen ein 11km langes Lauftraining zu absolvieren. Tabea machte zuvor ein hartes Intervalltraining auf dem Rennrad.
Am Sonntag war Slow-Up-Tag. Murtensee Slow-Up, ein Event, an welchem wir schon x-fach teilgenommen haben. Die Vorbereitung dazu dauerte eine ganze Weile. Es begann mit der Frage nach dem «Wie». Dinu schlug vor, dass er das Bike nehme (um die Kinder zu ziehen) und Tabea die Inlines. Sie hingegen fand, dass doch beide die Skates nehmen sollten. Dinu fand, dass die Anstiege am Murtensee mit 2 Kindern im Anhänger doch recht happig seien, gab dann aber nach.
Dann kam die Wetterfrage – regnet es oder regnet es nicht? Wir wollten mit Tabeas Eltern an den Slowup und waren mehrfach im Kontakt. Samstagabend fanden alle: «Wir gehen nicht!». Sonntagmorgen, Prognosen wieder besser, Strassen am trocknen: Tab-Di’s mit den Kids gehen, aber ohne Eltern.
Der erste Teil rund um den See war Gegenwind, Dinu (der mehrheitlich den Anhänger schob) hatte zu kämpfen. Auf der anderen Seeseite genossen wir dann aber den Rückenwind – herrlich. Dank den schlechten Prognosen (oder Coronanachwirkungen?) hatte es recht wenig Leute auf der Runde, so dass wir gut fahren konnten. Julia hatte Freude, dass rundum so viel läuft (Velofahrer, Inliner, Kinder auf Velos, Musik, Stände, See,…….) und David ist im Anhänger eh meistens wohl.
Nach ¾ der Runde machten wir einen Restauranthalt, während der Pause begann es nun doch, zu regnen. Vielleicht wären wir nicht nass geworden, wenn wir die Pause nicht gemacht hätten – aber ein Murtensee-Slow-Up ohne «Nidlechueche» ist kein Murtensee-Slow-Up!
Auf dem letzten Teilstück war zwar die Stresse nass, da es aber nicht mehr regnete, wars auch nicht so tragisch! Wir haben den Ausflug sehr genossen. 

 

 

Trainingslager Cardano al Campo und Ostertage

Verfasst von Tabea am 18.4.
Schon 2 x wurde das Inline-Trainingslager des Inlineclubs-Mittelland wegen Corona verschoben. Nun aber war es endlich soweit und das Trainingslager konnte durchgeführt werden. Das Lager fand in Italien statt, etwas oberhalb von Milano. Wir waren sehr gespannt auf dieses Inline-Lager. Einerseits, weil es die ersten Ferien zu viert waren und anderseits, weil Dinu dieses Jahr nie auf den Speedskates gestanden war und somit nicht genau wusste, wie es um seine Inlineform steht. Auch Tabea war gespannt, denn es waren die ersten Sportferien nach der Geburt von David. Für uns war das Inline-Trainingslager das perfekte Format, dass beide trainieren konnten. Denn die Inliner trainierten jeweils am Morgen und am Nachmittag 2.5h auf einer Inlinebahn. Dinu konnte so die Morgeneinheit absolvieren und Tabea durfte ab 12 Uhr aufs Rennrad. So hatten beide eine sportliche Aktivität, aber jeweils auch viel Zeit mit den Kids. Aber nun von vorne:
Tabea wollte ursprünglich mit dem Rennrad nach Italien fahren, wir planten daher, bereits am Freitag mit dem Auto (Dinu) und Tabea mit dem Rennrad in Richtung Italien zu fahren. Die Ferien starteten aber anders. Tabea war leicht erkältet und das Wetter war sehr schlecht. So entschieden wir uns, mit dem Auto nach Bellinzona zu fahren und dort zu übernachten. So konnten wir den ersten Osterstau am Gotthard hinter uns bringen und mussten nicht die ganze Distanz bis Italien in einem Ruck durchziehen. Am Samstag startete Tabea dann mit dem Rennrad ab Bellinzona via Alpe die Neggia nach Cardano il Campo, wo das Lager stattfand. Sie musste dabei ca. 110km und knapp 2000hm bewältigen. Pünktlich um 14Uhr war Tabea vor Ort. Dinu war bereit für das erste Inlinetraining. Die Inlinetrainings fanden alle auf einer Anlage mit drei Rundbahn/-kursen statt, welche extra fürs Inlinen gemacht wurde. Nach dem Training konnten wir im Hotel, welches fast direkt neben der Inlinebahn lag, einchecken. Das Hotel hatte einen tollen Whirlpool mit sehr warmem Wasser, welchen wir ein paar Mal genossen. Beim Einchecken wurde Dinu nach der ID gefragt (Tabea war noch unterwegs), die Dame an der Reception suchte und suchte. Irgendwann erklärte sie, dass da 3 Ruegges auf der Liste seien, aber kein Martin. Eine Tabea, ein Tomas (Dinus Bruder war als Leiter mit dabei) und ein Dinu…… Aber kein Martin
😊
Am Montag gabs einen Ausflug nach Milano, welchen wir uns nicht entgehen lassen wollten. An den restlichen Tagen fuhr Tabea meistens in der Gegend von Varese Rennrad. Die Strassen waren eher schlecht und es hatte auch viel Verkehr. Erst im Hinterland von Varese war es mit dem Verkehr besser, aber die Strassenverhältnisse blieben eher schlecht. Dinu trainierte täglich auf der Inlinebahn mit seinen Vereinskollegen. Vor allem an der Technik wurde geschliffen. Das Highlight war dann aber das Training mit einem lokalen Klub. Das Tempo war hoch, das Gruppenfahren konnte so sehr gut geübt werden. So konnten alle das Gelernte umsetzen und hatten viel Spass dabei.
Am Gründonnerstag war das Trainingscamp dann zu Ende. Dinu konnte viel profitieren. Die Trainings waren gut aufeinander abgestimmt, verschiedene, aufbauende Technikblocks und Umsetzungsübungen liessen die Zeit wie im Fluge vergehen. Es war eine tolle Truppe vor Ort und engagierte Trainer - so machts Spass!
Dinu hatte kaum Blasen an den Füssen, weil an den Trainingstagen sehr konzentriert gearbeitet wurde und er dadurch sauber auf dem Schuh stand. Er kam so nur auf wenige Kilometer aber wäre nun technisch parat für die Inlinesaison...... Aber wann er wohl zum nächsten Mal die Inlines anziehen wird??
Wir hatten geplant, unseren Urlaub bis zum Ostermontag zu verlängern. Wir wussten nur noch nicht, wohin wir gehen wollten. Nun war aber das Problem, dass die meisten Hotel in der Region Lago Maggiore ausgebucht oder uns zu teuer waren. So verbrachten wir einige Tage zuvor mit täglichem Checken von Booking.com und hofften, dass irgendjemand eine Hotelreservation annulliert. Am Mittwoch fand Tabea dann glücklicherweise ein Hotel – und zwar in der Region Verbania auf einem Camping Platz. Dort gibt es festinstallierten Häuschen. Wir verbrachten dort die Ostertage. Tabea konnte 2 x eine Rennradausfahrt machen. 1x besuchten wir den Markt von Intra und am Ostermontag waren wir in einem Oster-Zoo in der Nähe unserer Bleibe. Ausserdem assen wir tolle Pizzas und Gelatis. Am Montag verliessen wir dann leider Italien. Dinu fuhr mit dem Auto über den Simplonpass. Tabea nahm den Pass mit dem Rennrad unter die Räder. In Brig stieg sie dann auch ins Auto und wir fuhren alle zusammen via Goppenstein nach Hause – ohne Stau! Dinu hat beim Skaten sehr viele Fotos gemacht - wir hoffen, dass wir bis nächsten Montag etwas ausmisten und dann hochladen können!

Ausflug ins Berner Oberland

Verfasst von uns Beiden am 27.03.2022

 

Wir freuten uns seit ein paar Tagen auf unser Wochenende im Oberland mit Snowpenairbesuch. Am Samstagvormittag übergaben wir Julia ihren Grosseltern. Sie hatte sich sehr aufs Übernachten bei ihnen gefreut und mehrere Täschchen mit Spielzeug gefüllt/eingepackt. Aber irgendwie ist es doch immer wieder emotional, sie dort zulassen. Danach fuhren wir nach Wilderswil, wo wir das Auto bei unserem Hotel abstellten und mit dem Zug nach Grindelwald fuhren. Wir genossen die Konzerte von Patent Ochsner und Sunrise Avenue. Den Abend liessen wir dann in einem tollen Restaurant in Wilderswil ausklingen. Am Sonntag starteten wir mit einem Ausflug in Richtung Hardergrat. Dieser Ausflug waren diverse Diskussionen vorausgegangen. Es war klar, dass wir irgendwas sportliches unternehmen wollten, Tabea aber nicht zu lange runterlaufen sollte (Runterrennen sollte sie noch nicht, so wie sie auch noch nicht joggen darf – gegen zügiges wandern ist aber nichts einzuwenden). Die meisten Bergbahnen in der Region sind im Moment in Revision. Dinu schlug den Beatenberg vor, von wo man mit dem Postauto wieder herunterfahren kann. Tabea hatte dies aber zu wenig Höhenmeter. Dinu schlug dann eine Route via Harder und dann nach Habkern runter vor. Er fand aber, dass dies wohl auf Grund des Schnees nicht gehen würde. Tabea schaute die Webcam vom Harder am Folgetag an und schrieb Dinu: "Juhui, wir können gehen, in der Webcam sieht man keinen Schnee". Dinu entgegnete, dass der Harder auch zuvorderst an der Sonne liegt. Wie die Verhältnisse in den schattigen Passagen ist, sieht man da ja nicht! Tabea fand, dass der ganze Grat ganz oben an der Sonne sei und es nur wenig Schnee haben würde. Am Samstag gegen Abend zeigte sie nochmals hoch und sagte: «Lueg wie schön, dört obe schint dSunne, i freue mi uf morn». Am Sonntag wars in Wilderswil recht frisch. In Interlaken schien bereits die Sonne und die Temperaturen waren so angenehm, dass wir kurzärmlig starten konnten. Wir wählen einen für uns unbekannten Weg, der bereits hinter dem Harder auf dem Grat kommen sollte. Der Aufstieg war steil und anstrengend aber schneefrei. Auch auf dem Grat kamen wir zuerst gut vorwärts. Danach gabs aber immer wie mehr bedeckte Stellen, die wir passieren mussten. Teilweise waren die Stellen etwas ausgesetzt, so dass sich Dinu mit seiner Höhenangst auf allen vieren durch den Schnee vorwärtsbewegte. Er fluchte, dass er keine Handschuhe dabei hatte. Seine Hände froren fast ab. Irgendwann sagte Tabea: «Mis Buchgfüehl seit mir, mir sette umchehre». Dies wohl vor allem, weil sie befürchtete, dass es noch ewigs dauern würde und wir so zu spät wieder zu Hause wären. Dinu zögerte kurz und überlegte und erwiderte: «wenn du wosch umchehre, si mir entweder derewäg im SCH…., dass gar nüd meh geit, oder äs isch gschider, mir gö witer». Die Idee umzukehren war für ihn keine tolle Option, da er fand, dass die Stellen, die wir zuvor runtergerutscht und geklettert waren, in die andere Richtung noch viel schwieriger passierbar seien. Ausserdem hatten wir für den vergangenen Kilometer 30 Minuten gebraucht (also etwas 3x so lange wie ohne Schnee)….. Also marschierten wir im Schneckentempo weiter. Witzigerweise kam aber ab da keine so sehr ausgesetzte Stelle mehr. Wir stapften nur noch eine gefühlte Ewigkeit durch den Schnee in Richtung Habkern. Die Wege waren da breiter, viel flacher und nicht mehr so ausgesetzt. Irgendwann kamen wir dann auf einer Teerstrasse an, welche wir abwärts marschierten. Wir hatten von Anfang an geplant, dass wir unser Glück mit Autostopp versuchen würden, da die Busse sehr sporadisch fuhren. Ausserdem waren wir noch weit oberhalb von Habkern und hätten bis zur nächsten Busstation noch eine ganze Weile gebraucht. Tatsächlich nahm uns ein Auto mit, welches uns nach Interlaken führte. Wiederum war diese Autostopp-Fahrt äusserst interessant. Solche kurzen Bekanntschaften geben oft recht spannende Einblicke in die Leben anderer Personen – Wir fuhren mit einem Ehepaar, er Amerikaner, sie Mexikanerin, welche sich in Malaysia kennengelernt haben und in der Schweiz vor ca. 30 niedergelassen haben. Schade war die Autofahrt nur so kurz. Wir hätten gerne noch weitergeplaudert. Nach einem Kuchenhalt in Interlaken an der warmen Sonne gings dann wieder heimwärts.

Wettkampffeeling und Schlafmangel

 Verfasst am 14.3.

Am Samstag genossen wir einen tollen Wanderausflug vom von Thun auf die Heiligenschwende. Julia genoss es, von ihrem Gotti, welche auch mitkam, die ganze Zeit getragen zu werden. Oben hatte es einen tollen Spielplatz, danach gings per Bus wieder runter (das findet sie sowieso toll) und mit einem Stück leckeren Kuchen am Thunersee war der Tag sowieso perfekt!

 

Der Höhepunkt der letzten Woche war dann aber der Sonntag. Wettkampfstag! Wir standen am Start eines kleinen, spannenden Wettkampfs. Ein Läufer aus unserer Region organisiert im Moment viele tolle Anlässe. Am letzten Wochenende war eine Runde von 10,5km ausgeschildert und mit Zeitmessung versehen worden. Man konnte die Runde 1 oder 2x mit dem Bike oder zu Fuss zurücklegen – an dem Zeitpunkt, an dem man wollte. Wir beschlossen, am Sonntagmorgen teil zu nehmen. Tabea fuhr kurz nach 11:00 von uns zu Hause mit Dinus Bike los, um in Jegenstorf zu starten. Etwa 20min fuhr dann Dinu mit dem E Bike und Anhänger auch bei uns los, um nach etwa 800m anzuhalten. Da waren er und die beiden Kids bereits an der Strecke, auf welcher Tabea nach etwa 2min schon angebraust kam. Wir konnten neben ihr herfahren – Julia war am Jubilieren hinten im Anhänger und Mami gab Gas! An einer Verzweigung warteten Dinu und die Kids während Tabea zu Start/Ziel zurückfuhr und auf die 2. Runde startete. Sie wurde wieder während etwa 500m begleitet und lautstark angefeuert.

Danach musste sie den Rest der Runde allein fahren und wurde dann im Ziel nochmals lautstark in Empfang genommen. Tabea fand es toll, wieder einmal eine Startnummer tragen zu können. Auch wenn sie weiss, dass es noch einen Moment dauern wird, bis sie wieder voll in Form sein wird, hatte sie Freude, wieder einmal starten zu können. Und so sagt Dinu, war die Zeit, welche sie auf einem «fremden» (Dinus) Bike fuhr doch recht schnell.

Nun übernahm Dinu das Bike und startete auch auf die 2 Runden – also 21km. Er fuhr zügig und war zufrieden. Danach verpflegte er sich von seinen mitgebrachten Lebensmitteln – wobei vor Ort ein halber Gabentisch (Schoggi, Gebäck, Süssigkeiten, Iso, Sirup, Tee – Wahnsinn!!!!!) vorhanden gewesen wäre.

Nun zog er die Laufschuhe an und verabschiedete sich vom Rest der Familie. Die drei hatten ein neues Ziel: «Spielplatz». Es gibt einen tollen in Jegenstorf – einen mit Bach 😊 Zum Glück waren es nur die Schuhe und Socken, welche Julia nass machte – sie hätte ja auch ganz hineinliegen könne 😉

Dinu hatte von Anfang an das Gefühl: «Es läuft ganz gut, aber es sollte doch noch etwas mehr drin liegen? Der Puls war konstant etwa 3-5 Schläge tiefer als im Januar am Limited Edition Run – und der war ja auch über 16km. Ok, der jetzt hatte erstaunlich viele Höhenmeter (246m), aber das sollte ja nicht so einen grossen Einfluss haben. Trotzdem versuchte er, jeden Kilometer möglichst unter 5min zu laufen, was ihm auch gelang. Kurz vor der ersten Start-/Zielpassage geht’s lang leicht berghoch. Die Schritte werden etwas kürzer, monoton. Da merkte Dinu plötzlich «Mist, meine Augen fallen fast zu». Am liebsten wäre er gleich hingelegen und hatte das Gefühl, rennend einzuschlafen. Das hatte er bisher 2x im Leben so gefühlt – am Bieler 100er. Aber nicht an einem Halbmarathon!? Adrenalin? Keine 2h unterwegs?? Er überlegte sich, ob er nach der ersten Runde aufhören soll oder die zweite auch noch absolvieren will. Er entschloss sich zum Durchziehen denn er hatte sich in weiser Voraussicht einen Koffeinshot beim Start und Ziel parat gestellt. Er startete auf die 2. Runde – nun war jeder Kilometer um die 30 Sekunden langsamer als auf der ersten Runde. Bei jedem Bänkli und jeder grünen Wiese überlegte er sich, hinzulegen. Irgendwo marschierte er einen Hügel hoch – da rennt er teilweise mit dem Babyjogger mit Julia hoch. Nun war er am Marschieren! Und kämpfte, dass die Augen nicht zufallen.

So kämpfte er sich ins Ziel. Die Beine hatten genügend Energie, er denkt auch, dass er weder zu schnell gestartet war noch, dass die Bikerunden (50min) zu viel gewesen seien. Es fehlt im halt einfach etwas Schlaf in der letzten Zeit 😊

Tabea mit Anhänger begleitete ihn auf den letzten 1,5km und probierte, ihn zu motivieren. «Chum, no das Högerli ufe, das chasch no sprinte – nachhär geits nume no abe» oder «Chum, no Vougas die letschte 400m» - aber es nützte alles nichts!

Er lief eine gute Zeit (1h 48min für 20,8km) aber er war unzufrieden. Die erste Hälfte hatte er in 51min zurückgelegt, die zweite dann in 57min! Die Zeit ist weniger wichtig, das Gefühl dabei ist entscheidend. Auch die Tatsache, dass er der schnellste von 8 Bikern und der zweitschnellste von 5 Läufern war, machte es nicht besser. Aber er ist stolz, dass er es zu Ende gebracht hat – das motiviert für längere Projekte……

Nun ja, dass man gut ausgeschlafen zu einem Wettkampf gehen sollte ist ja nichts Neues 😊 Aber manchmal kann man nicht alles steuern – und wir sind ja sehr glücklich mit dem Grund des weniger Schlafens – aber es ärgert dann halt doch auch ein wenig…… 

Zu Viert seit dem 9.2.

Verfasst von uns Beiden am 14.2.

 

Am Montag erfuhren wir, dass Tabea am Dienstagabend ins Lindenhofspital eintreten soll, um die Geburt einzuleiten. Der Geburtstermin vom 30.1. war nun zu lange her, so dass man nicht mehr länger warten wollte.

Am Dienstagvormittag drehte Tabea nochmals eine Abschiedsrunde (leider im wortwörtlichen Sinn) auf dem Crossbike. Sie genoss die Sonne und die Bewegung – in den nächsten paar Wochen wird sie keinen Sport mehr betreiben können (bis der Beckenboden wieder dicht ist).

Sie fuhr in die Stadt, wo Dinu und Julia warteten, danach mit dem Auto und Julia nach Hause, während Dinu zur Arbeit fuhr. Am Abend, als Dinu zu Tabea radeln wollte, war das schöne Crossvelo aber leider nicht mehr vor der Türe seiner Praxis ☹. Doch es bleib wenig Zeit, um uns darüber zu ärgern. Schliesslich sollte ja unser Sohn bald auf die Welt kommen!
Lustigerweise war eine ehemalige Schulkollegin von Tabea am gleichen Abend auch zum Einleiten im Lindenhof. Kurz vor Mitternacht sassen wir dann alle zusammen im Aufenthaltsraum und witzelten darüber, wer wann wohl Eltern werden würde.

Kurz nach Mitternacht konnten wir (also Dinu, Tabea hat kein Auge zugemacht) noch etwa 2h schlafen – so gut das halt ging. Bald darauf gins dann aber los – Blasensprung, immer stärker werdende Wehen, Wechsel in den Gebärsaal. David kam dann um 5:32, nach 2.5h mit brutalen Schmerzen, auf die Welt. Bis er dann aber David hiess, vergingen nochmals fast 4h! Wir konnten uns ja zuvor nicht zwischen Tim, Elias und David entscheiden. Tim war eigentlich der Favorit – zumal Julia immer sagte, das Baby im Bauch heisse Tim! Da wir uns nicht entscheiden konnten, hofften wir, dass es sofort klar sein würde, wenn er dann da ist! Dem war aber nicht so! Wir probierten alle Namen aus, er reagierte nie wirklich. Und keiner stach hervor. Danach legten wir alle 3 Namen mit «Chräueli», was auch nicht half. Wir fragten 3 Hebammen. Eine empfahl Elias, die anderen 2 fanden, sie müssten ihn noch etwas beobachten. Als eine ihn dann irgendwann (nach 8:00) von der Seite beobachtete, fand sie «Jetz wüssti, wie eg ehn würd toufe». Wir fragten nach und sie sagte «David», was die Dritte dann bestätigte. In dem Augenblick kam David zu seinem Namen – ohne die Beiden wären wir wohl immer noch am Diskutieren.

Tabea erfuhr dann, dass sie in ein 3 Bettzimmer kommen würde. Es hätte ca. 12 Zwei-Bettzimmer gehabt und ein 3 Bettzimmer! Sie hatte das Glück, in das einzige 3-Bettzimmer zu kommen…. Für sie war dann ganz klar: da bleibt sie nicht, sie will nach Hause. Die Hebamme sagte, dass dies kein Problem sei, sie könne 6h nach der Geburt nach Hause. Gesagt getan, am Abend war Tabea mit David bereits zu Hause. Die Entscheidung war bis heute die Richtige. In den letzten Tagen stand dann das Kennenlernen des kleinen neuen Erdenbürgers auf dem Programm. Er ist äusserst ruhig, wir sind fast etwas überrascht, dass er so wenig weint. Wir sind uns da anderes gewohnt. Wird sich das noch ändern? Wir sind gespannt. In der Nacht ist er aber deutlich aktiver, so dass Tabea im Moment nicht zu viel Schlaf kommt. Sie ist sich im Moment noch am Erholen von der Geburt, es geht ihr aber den Umständen entsprechend recht gut.

 

Noch ein paar Funfacts:

- Tabeas Grossmutters (selig) Geburtstag war der 9.2.22, Davids Geburtstag ist nun auch der 9.2.22. Sie mit Jahrgang 1922, er mit 2022 – nun wissen wir, warum David so lange gewartet hat!

- Davids Grossmütter sind Fisch und Wassermann von Sternzeichen, David ist auch Wassermann, Julia ist «Meer»jungfrau – eine kleine Wasserfamilie 😊 Das passt!

 

Wann ist es soweit?

Verfasst von Tabea am 6.2.

 

Seit gut 2 Wochen sind wir am Warten auf unseren Nachwuchs. Der errechnete Geburtstermin lag irgendwo in der letzten Zeit und es hätte schliesslich gut sein können, dass der Kleine zu früh kommt. Aber wie schon Julia gefällt es wohl dem Kleinen einfach zu sehr in Mama's Bauch. Es eilt ihm nicht und nimmts gemütlich. Und ich, wo das schwanger sein so sehr geniesse, freue mich natürlich, länger schwanger sein zu dürfen, wie bis zum errechneten Geburtstermin. Nein, Scherz bei Seite: Ich habe es langsam satt, schwanger zu sein. Ich war nie sehr gerne schwanger.
Man darf dies aber nicht falsch verstehen. Das kleine Wesen im Bauch ist eine unglaublich schöne Angelegenheit. Zu spüren, wie es strampelt, ist ein grosses Wunder und ein Geschenk. Das werde ich nie vergessen.  Aber es bräuchte nach meiner Ansicht, keine Schwangerschaft dazu, oder sagen wir es so, nur eine ganz kurze Zeit. Ich weiss, es gibt Frauen, die lieben den Schwangerschaftszustand. Sie gehen richtiggehend darin auf. Dies war bei mir nie der Fall. Ich fand dies aber auch immer ok, dass dies bei mir so ist. Ich kenne auch andere, die sehen es genau gleich wie ich. Aber irgendwie wird schon zu wenig darüber gesprochen und man hat oft das Gefühl, dass die meisten es lieben, schwanger zu sein und es nicht ganz ok ist, dies anders zu sehen.

 

So 40 Wochen ziehen sich hin…. Und wollen nicht enden…. Mittlerweile habe ich sogar das Privileg in der 42. Schwangerschaftswoche zu sein 😉. Es hätte ja auch sein können, dass ich bereits in der 38 Woche erlöst worden wäre von der SS…😉 Die 1. Schwangerschaft war auch um einiges "leichter" als diese, obwohl ich mich nicht viel anders verhalten habe. Vielleicht liegts daran, dass dieses Mal ein Junge im Bauch sitzt oder halt einfach auch, weil jede SS anders ist. Für mich waren diese beiden Schwangerschaften wie Tag und Nacht. Bei Julia gabs kaum Beschwerden - bei dieser jetzt etwas mehr. Dies liegt sicher auch daran, dass ich mehr Gewicht rumschleppen muss, daher auch mehr Probleme mit Gelenken/Muskeln etc. habe. Aber nur klagen kann ich auch nicht, schwimmen geht noch hervorragend. Radfahren geht auch noch, wenn auch der Spassfaktor eher gering ist. Aber Hauptsache bewegen ist mein Motto. Wandern oder herumgehen fühlt sich nicht mehr geschmeidig an, daher habe ich auch das ziemlich minimiert. Ja, viele "Bräschteli" gibts im Moment. Ich weiss auch nicht, wie schnell ich mich davon erholen werde. Bei Julia gings "auf einen Chlapf". Jetzt befürchte ich, dass alles länger gehen wird und hat ihre sportlichen Ziele fürs 2022 bereits ziemlich nach unten geschraubt. Vielleicht gibt es auch einfach mal ein Jahr ohne Wettkämpfe, dafür länger erholen und Sport treiben nach Lust und Laune (was ja auch cool ist). Der Körper wird es mir wohl bald zeigen, in welche Richtung es gehen wird. Natürlich hoffe ich darauf, dass alles besser geht, wie im Moment befürchtet.

 

Jetzt warten wir aber mal auf den Startschuss, wo unser Wunder die Welt erblicken wird. Aber bis dahin, gibt’s wohl noch etwas Arbeit und braucht noch ein wenig Geduld.

 

 

3h Lauf in Jegenstorf (Startschussrun)

Verfasst von Dinu am 30.1.

Ich hatte gesehen, dass in Jegenstorf ein spezieller Event durchgeführt wird. Ein Stundenlauf – man konnte also 3,6 oder 12h auf einer 1,7km. langen Runde joggen und schauen, wie weit man kommt. Ich kannte ein paar Leute, die dort starten wollten und dachte, ich würde mit Julia hin joggen, um anzufeuern und zuzuschauen. Schliesslich ist das ja in unserem Nachbardorf.
Als der Event, der nun am Samstag stattfand, näherkam, begann ich mit dem Gedanken zu spielen, teil zu nehmen. Nicht 6 oder 12h. Denn wenn die Geburt losgehen würde und ich nicht mehr gehen könnte, wäre ich eher ein Hindernis als eine Hilfe. Aber 3h sollten doch drin liegen?
Ich wollte mich erst vor Ort nachmelden, denn ich hatte gelesen, was die Nachmeldegebühr kostet. Sicherheitshalber habe ich dann nochmals nachgefragt und erfahren, dass es doch keine Nachmeldung geben würde. Ich konnte mich aber am Donnerstag, während wir auf dem Gurten am Schlitteln waren, noch nachmelden. So habe ich es geschafft, den «Teamnamen» falsch aufzuschreiben….
Der Samstagmorgen war dann recht hektisch. Tabea startete auf eine kurze Radtour während ich mit Julias Hilfe am Packen war. Sie wollte überhaupt nicht los – während dem wickeln, zu einer Uhrzeit wo ich schon losfahren wollte, versuchte sie sich ununterbrochen auf den Bauch zu drehen, die Jacke wollte sie auf keinen Fall anziehen, etc. Irgendwann sass sie dann im Anhänger und ich fuhr so schnell ich konnte nach Jegenstorf. Gerade rechtzeitig, um die Startnummer abzuholen. Es gab ein kurzes Briefing, ein letzter Gang aufs WC und schon fiel der Startschuss. Meine Verpflegung hatte ich irgendwo am Rand hingestellt – nicht so, wie ich es geplant hatte, aber sie war da. Zum nervös werden hatte ich gar keine Zeit – was ich als sehr positiv empfand. Ich startete eher hinten, kam gut vorwärts und war schon bald eher vorne im Feld anzutreffen. Ganz zu vorderst rannte einer allein in einem wahnsinnigen Tempo davon, dahinter eine Gruppe von 5 Läufern, danach noch ein Einzelner, welchem ich mich anschloss. Er rannte recht schnell (unter 5min/km) aber schön gleichmässig. Etwas später überholte uns ein weiterer Läufer, noch einer kam zu uns und joggte vor mir zusammen mit dem Anderen. Die Beiden kannten und unterhielten sich, ich lief immer etwas dahinter. Die Strecke führte zu erst etwas abwärts, dann gabs eine lange Gerade mit Rückenwind, dann gegen den Wind zurück, etwas aufwärts zu Start und Ziel, wo es um ein paar mühsame Ecken ging – stetiges abbremsen und beschleunigen. Ich trank und ass in fast jeder Runde etwas von meinen eigenen Lebensmitteln und Getränken, das funktionierte recht gut. Tabea, Julia und eine befreundete Familie aus 3 Generationen feuerten mich in jeder Runde 2x an, das motivierte mich richtig. Irgendwann kam ich dann ins Gespräch mit den anderen zwei Läufern – einer rannte 6h, der andere sogar 12h! Und ich fand, dass es eher zügig sei, Wahnsinn. Bald überrundeten wir andere Läufer, aber auch wir wurden von den Schnellsten überrundet! Die ersten 1,5h vergingen wie im Fluge. Nun verabschiedeten sich Tabea und Julia. Nach etwa 2h begannen die andern 2 Läufer das Tempo ganz leicht zu erhöhen (Laut Rangliste um etwa 5 Sekunden pro Runde) und ich wurde etwas langsamer. Hinterher erfuhr ich, dass der Eine dann Sieger über 6h und der andere der Sieger über 12h wurde. Ich war also mit 2 Stars der Szene unterwegs, wusste es aber nicht 😊
Meine Füsse taten nun etwas weh, die Oberschenkel brannten. Vielleicht hätte ich doch etwas längere Trainingseinheiten absolvieren sollen? Das letzte Mal über 20km war ich im Juni 21 gerannt…
Aber nur noch 1h! Das sollte doch möglich sein! Nach 2h hatte ich etwas mehr als 24km, also ganz leicht unter einem 5min/km Schnitt. Sollte ich das Tempo halten können, würde ich 36km rennen können! Also versuchte ich, das Tempo hochzuhalten. Und doch war da auch der Gedanke «Es ist kein Marathon, wo Du schneller fertig bist, wenn Du schneller rennst!».
Es ging so einigermassen, ich rannte etwa 5 Sekunden pro Runde (also pro 1,7km) langsamer und war am Schluss bei 35,896km laut Rangliste. Damit war ich mehr als zufrieden. Ich hatte mich ja nicht speziell darauf vorbereitet und habe noch keinerlei Erfahrung mit solchen Events. Ich war aber froh, nun zurück zum Ziel marschieren zu können und sah, wie viele noch am Weiterlaufen waren!
Insgesamt wurde ich 4. von 7 Männern, die auch 3h gerannt waren. Meine schnellste Runde hatte ich in 8min und 11 Sekunden absolviert, die Langsamste in 8min und 35 Sekunden – also wirklich sehr gleichmässig. Wenn ich z.B. denjenigen auf dem 3. Rang anschaue, so lief er seine ersten 13 Runden alle zwischen 7:30 und 7:55, danach wurde er langsamer, die letzten 8 alle über 8min, die letzten 3 sogar in mehr als 9:30min!
Ich fands einen echt tollen Event – dank dem strahlenden Sonnenschein erst recht. Wenn ich mir vorstellen, dass es auch hätte schneien können…..

Limited Edition Run

2 Wettkämpfe innerhalb einer Woche – so viel gabs schon lange nicht mehr! Eine Woche nach dem Walk&run startete Dinu dann am Limited Edition Run. Dies ist ein Laufformat, bei welchem man die Startnummer zugeschickt erhält und dann zu einem beliebigen Zeitpunkt im Januar in Jegenstorf durch den Start rennen, der ausgeschilderten Strecke folgen und unter dem Zielbogen beim Schloss Landshut laufen kann. Dinu war im 2020 bereits 2x gestartet, Tabea damals auch einmal. Nun, ein Jahr später, wurde dieser Lauf wieder angeboten. Dinu hatte mit einem Laufkollegen abgemacht und startete dann am vorderen Sonntagmorgen. Die Bedingungen waren ideal – es war trocken, der Boden gefroren aber ohne Eisflächen und es wehte nur ein leichter Wind.
Ich wusste, dass ich weniger trainiert hatte wie vor einem Jahr. Weniger oft, wenn, dann meistens auch kürzer und im Sommer hatte ich ja noch pausiert, wegen einer Verletzung. Ich wusste also nicht so recht, was ich erwarten konnte. Ich probierte, den Puls nicht zu hoch steigen zu lassen und mich nicht aufs Tempo zu konzentrieren. Das gelang so einigermassen, ich sah aber bei der Hälfte, dass ich etwa 40sek. Langsamer war wie im Vorjahr. Damals war ich ja 2x gestartet und 2x in fast der gleichen Zeit (21 Sekunden auseinander) ins Ziel gekommen. Den Rückstand aufzuholen konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, zumal es auf dem zweitletzten Kilometer eine neue Streckenführung gab. Trotzdem probierte ich, das Tempo so hoch wie möglich zu halten. Tabea und Julia feuerten mich mehrfach am Streckenrand an.
Im Ziel war ich recht erschöpft – das zeigte, dass ich alles gegeben habe.  Die Zeit zeigte, dass ich knapp über 1min langsamer war wie im Vorjahr. Das ist fast schneller, als ich erwartet hatte (aber man hofft ja dann doch immer auf den optimalen Tag). Damit bin ich recht zufrieden. Nun wird fleissig weiter trainiert – und auf den Nachwuchs Nr. 2 gewartet 😊

Run and Walk Bern

Verfasst von Dinu am 16.1.

Am letzten Sonntag fand der Rund&Walk in Bern statt. Dies ist ein Lauf, bei dem zwar Spitzenzeiten gelaufen werden (weils der erste Lauf der Saison ist, kommen viele Läufer danach auf die nationale Jahresbestzeitenliste), aber der Fun im Vordergrund stehen wird.

Bei seiner Erstaustragung war ich als Helfer auf der Augutbrücke im Einsatz und fand: «Do wett i ou Mou starte».

Dann hatte ich noch Glück – ich gewann an einem Wettbewerb in der Coopzeitung (da Tabea keine Preise mehr an Wettkämpfen gewinnt, habe ich dieses Ressort übernommen. Im Dezember hatte ich bereits einen Laufschuh inkl. Beratung im SportX/Ryffelrunning gewonnen) einen Startplatz.

Da ich einen Grossteil meiner Trainings mit Julia absolviere, fand ich: «Mer starte zäme». Die Prognosen liessen aber Dauerregen erwarten. Obwohl wir auch im Training bei Regen unterwegs sind, fand ich das dann doch nicht sinnvoll. Denn fürs Training kann ich sie im Trockenen in den Wagen setzen und schliessen. Aber vom Auto bei Dauerregen in den Wagen – Nein, das dann lieber nicht. Am Morgen zeigten die Prognosen aber Aufhellungen – somit stand nichts im Weg. Julia musste ungewohnt früh (um etwa 8:45!) aufstehen. In Urtenen regnete es, gegen Thun zu sah man aber die Sonne scheinen. In Bern regnete es tatsächlich nicht mehr.

Julia ist es sich gewohnt, im Wagen unterwegs zu sein. Im Sommer liegen Velotouren bis etwa 2,5h problemlos drin (Vielleicht auch länger, Papi mag nicht länger ziehen). Aber im Winter reklamiert sie jeweils, wenn wir das Verdeck runterziehen. Da es aber nicht regnete, joggten wir mit offenem Verdeck zum Start beim Schönausteg – das gefiel ihr natürlich besonders gut! Tabea hatte am Vortag unsere Startnummer (also die für mich und Julia) abgeholt. Es gab etwa 5 Startblöcke, welche im Abstand von 10min auf die Strecke geschickt wurden. Die Zeitmessung startete etwa 200m nach dem Startbogen. Julia und ich standen ganz zuhinterst im Startblock, wir wollten Niemandem im Weg sein. Wir warteten dann auch ein paar Minuten, bis wir über die Startmatte joggten. Dann gings los, in flottem Tempo rannte ich los. Aber bereits nach 1,5km hatte ich die Hintersten unseres Startblockes eingeholt. Da die Wege eher eng waren, boten sich nicht allzu viele Überholmöglichkeiten. Ab und zu klappte es aber doch! Julia hatte ihre wahre Freude – sie war die ganze Zeit am plaudern «Da Ma jogge, da Frou jogge, Hallo, dä Ma loufe,…….». Kurz vor der Augutbrücke wartete Tabea. Ab der Augutbrücke geht’s zurück zum Dällhölzli – allerdings hats direkt nach der Brücke zwei kurze Anstiege. Da hatte ich etwas zu kämpfen – obwohl ich Julia ab und zu im Training auch einen Hügel hochschiebe.

Etwa bei km 8 merkte ich, dass Julia nicht mehr am Plaudern war – sie war eingeschlafen. Das ist schon länger nicht mehr passiert. Obs daran lag, dass sie so viel gesehen hatte oder weil sie so früh aufstehen musste?

Ich weckte sie, schliesslich sollte sie den Zieleinlauf nicht verschlafen. Tabea wartete ja im Ziel!

Es war ein echt toller Lauf – einfach aber gut. Mit unserer Zeit knapp unter 50min für 10km mit Julia bin ich auch sehr zufrieden.

Nein, es ist nicht mein Ziel, Julia zu Wettkämpfen zwingen/motivieren/»dra häre füehre». Aber sie begleitet mich oft beim Joggen, warum nicht an so einem Event? Da läuft viel mehr – so macht das "Wägelifahre" noch viel mehr Spass!

Gestern war Dinu noch am Limited Edition Run - davon berichten wir dann nächste Woche.

Rück- und Ausblick

Verfasst von uns Beiden am 9.1.

Nun machen wir auch noch einen Jahresrückblick. Naja, Ende 2020 schrieb Dinu: Fürs 2021 hoffe ich, diesmal am Gantrischtrail starten zu können, und ein paar Inlinerennen sollten auch wieder drin liegen. Und ansonsten einmal schauen, was das Jahr so bringt.
Inlinerennen hat er ein paar bestritten und eines sogar kommentiert, dazu auch ein paar Läufe (Mehrere Teilnahmen am Limited-Edition-Run, Berglaufcup, Weissensteinlauf, Bremgartenlauf) und hat einige Kilometer zu Fuss oder auf allerlei Rädern zurückgelegt. Aus dem Gantrischtrail wurde leider dieses Jahr nichts.
Er hatte anfangs Jahr auch angefangen, beim Projekt 2021 mitzumachen – 20x21km zu laufen. Das ging lange recht gut, bis zu seinem Misstritt in Spanien, seither ist er nie mehr soweit gelaufen und hat das Projekt nicht abschliessen können. Er hatte im Juni aber bereits etwa 8x 21km zurückgelegt.
 
Im neuen Jahr ist er wieder für den Limited Edition Run von Jegenstorf zum Schloss Landshut angemeldet. Gestern startete er zusammen mit Julia am Rund&Walk in Bern – aber dazu nächste Woche mehr. Wir spielen mit dem Gedanken, als Couple am Gigathlon zu starten – so wäre immer Jemand von uns bei den Kids. Aber dazu müssen wir zuerst schauen, wie alles funktioniert als 4köpfige Familie. Das wird wohl die grösste Challenge. Ein paar Inlinerennen wird er bestimmt wieder bestreiten, dazu sicher auch wieder ein paar Läufe.
Tabea schrieb vor einem Jahr, dass sie diesmal weniger plane, da die Situation mit Corona zu unsicher sei. Sie musste im Jahr 2020 ja sehr viel absagen, darum plante sie fürs neue Jahr deutlich weniger. Als die Situation aber gut aussah, hat sie sich ja für einen Xtreme-Triathlon in Spanien angemeldet, für welchen wir ja nach Spanien fuhren. Ein paar Tage vor dem Start erfuhr sie aber, dass sie schwanger ist. Da war klar, dass sie nicht teilnehmen würde. So wurde, ausser der zweimaligen Teilnahme am Limited Edition Run im Januar und einem Zeitfahrrennen im Krauchthal nichts aus ihrer Wettkampfsaison. Sie freut sich auf die Geburt Ende Januar, ist sehr gespannt auf das Leben zu viert. Im Jahr 2021 war sie bereits angemeldet für den Inferno und das Radrennen Chasing Cancellara Bern – Andermatt. Diese beiden Startplätze konnte sie aufs 2022 übertragen. Somit ist sie bereits für 2 Rennen angemeldet für nach der Geburt. Ob sie dort starten kann, das wird sich irgendwann mal im Frühling zeigen. Zuerst will sie schauen, wie die Geburt verläuft, wie das danach mit dem kleinen Wunder wird und vor allem, wie schnell sich ihr Körper von den Strapazen erholen wird. Die 2. Schwangerschaft hat nämlich deutlich mehr Spuren hinterlassen, wie die 1. Daher kommt sie nicht darum herum, mal zu schauen, wie die Erholungszeit (wenn man dem so sagen kann mit zwei Kindern) verläuft.
Zusammen haben wir auch viel erlebt und unternommen – Ferien in Spanien, dem Südtirol und in Seefeld, wir waren Langlaufen an verschiedenen Orten, radelten zu zweit oder mit Anhänger und erlebten auf Wanderungen (z.B. aufs Brienzer Rothorn von Sörenberg)so Einiges. 
Fotos von Freiburg i.B. sind nun in der Galerie

Es guets Nöiis

Verfasst von uns Beiden am 3.1.

Wir wünschen Euch allen zuerst ein gutes Neues Jahr. Wir hoffen, ihr seid alle gut gerutscht.

Wir hatten im Sommer beschlossen, dass wir über Silvester ein letztes Mal Urlaub zu Dritt machen möchten. Die Coronalage war damals sehr entspannt, so dass wir von einem Trip nach Venedig sprachen. Wie näher nun Silvester kam, desto sicherer wurden wir, dass wir uns von der Venedigidee verabschieden müssen. Lange Zeit schauten wir vorwiegend Hotels in der Schweiz an, welche uns aber alle zu teuer waren, da wir nach einem Wellnesshotel suchten. Erst etwa eine Woche vorher begannen wir Hotels im Schwarzwald abzuklappern. Auch von der Wellnessidee lösten wir uns, da wir fanden, dass ein günstiges Hotel und eine grosse Therme in der Nähe wohl schlussendlich günstiger ist wie ein reines Wellnesshotel. Und so fuhren wir dann letzten Mittwoch für 4 Nächte nach Freiburg in Breisgau. Wir hatten dort ein tolles Hotel für 200fr (4 Nächte, 2 Personen inkl. Babybett) gefunden. Und es war wirklich kein Reinfall. Die Zimmer sauber, modern und 2.5km von der Altstadt Freiburg entfernt. Wir staunten….

Auf der Hinreise besuchten wir in Bad Krotzingen eine Therme. Am folgenden Tag erkundeten wir Freiburg und die nähere Umgebung. Die meiste Zeit verbrachten wir auf dem Schlossberg und in der Altstadt. Am Freitag, Silvester, wanderten wir auf den «Schauinsland» - ein etwas grösserer Berg ca. 15min von Freiburg entfernt. Die Wanderzeit betrug etwa 1.5h und dabei bewältigten wir 900hm. Die Temperaturen waren frühlingshaft warm, so dass wir kurzärmlig unterwegs waren. Julia verkürzte Dinu die Wanderzeit, in dem sie nonstopp plauderte oder Lieder sang. Tabea bekam von dem alles nicht viel mit, da sie bereits oben war. Die Aussicht oben war herrlich da unten teilweise noch Nebel lag. Am Abend waren wir so müde, so dass wir bereits um 23 Uhr, trotz Silvester, im Bett lagen. Am Neujahrstag gings in den Tierpark. Aus den erwartenden 2h Aufenthaltsdauer wurden dann 5h – wir bestaunten viele Tiere, es gab 3 Spielplätze und wir genossen die Sonne!

Sonntagmorgen erkundete Dinu die Umgebung noch joggend, bevor wir dann die Koffer packten und zum Abschied noch einen schönen See mit Aussichtsturm besuchten. Danach gings leider wieder nach Hause.

Die Entscheidung nach Freiburg zu gehen, erwies sich als Glücksfall. Wir haben viel gesehen und erlebt und mussten nie weit herumreisen. Selbst die Anreise ist ja kürzer wie wenn wir an den Bodensee fahren würden. Wir assen immer sehr lecker und laut Prognosen noch besseres Wetter wie in der Schweiz und deutlich besseres Wetter wie in Venedig.

Ein paar Anekdoten:

-          Aus dem Plan ein Hotel zu nehmen, wo wir täglich baden können, wurde der Plan, ein günstiges Hotel und täglich eine Therme besuchen. Die Realität: Bei Temperaturen bis 16 Grad hatten wir keine Lust auf warmes Wasser und waren schlussendlich nur bei der Hinfahrt baden.

-          Julia stand in der Hotelrezeption vor einem grossen Tannenbaum und sagte: «Pizza». Dinu fragte nach: «Wo siehst du eine Pizza?» Doch Julia erwiderte nur: «Pizza». Dinu fragte nochmals nach und nun zeigte Julia auf ganz oben am Tannenbaum… Sie meinte: Spitze. Sie hatte Freude an der silbern glänzenden Spitze…

-          Auf Facebook kamen immer wieder Erinnerungen. Da stand am 1.1. einen Bericht vor 2 Jahren, als die noch ganz kleine Julia am 1.1. zwei Mal erbrechen musste. Dies las Dinu am Morgen und dachte, zum Glück haben wir sowas schon länger nicht mehr erlebt. Am Nachmittag war Julia in der begehbaren Dusche am «chosle» und rief auf einmal: «Gagga gmacht». Naja, man kann das dann ja nicht einfach runterspülen – willkommen im neuen Jahr, das war einmal ein Start….

-         Das einzige Handicap am Hotelzimmer: Es hatte keine Minibar/Kühlschrank. Um Julias Milch und unser Frühstück zu kühlen, stellten wir eine Kühltasche auf die Fensterbank. Dazu mussten wir über eine Ablage klettern, das Fenster öffnen und dann die Kühltasche draussen etwa 1m. nach unten auf den Sims stellen. Runter ging ja noch, zum hochholen nahmen wir dann Julias Regenschirm und zogen die Tasche wieder hoch. Wir hatten dabei jeweils Zuschauer – unten Raucher auf dem Vorplatz und drinnen Julia, welche kommentierte «Ned abeheie!». Ob sie dabei uns oder ihre Milch meinte, wissen wir leider nicht 😊

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

40'000 Besucher vom 11.11.11-31.12.16

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