Rennradferien - Spanien - Albir

verfasst von uns Beiden am 1.1.2017            

2014 und 2015 verbrachten wir die Altjahrwoche mit Kollegen auf Mallorca, um zu radeln. Im 2016 änderte sich die Destination. Wir landeten auf dem spanischen Festland in Albir (zwischen Benidorm und Calpe). Die wichtigsten Punke haben wir hier in der Tabelle zusammengestellt:    

 

Total Rennrad-Fahrtage

5 Tage

Total Laufeinheiten

Tabea: 2x / Dinu 4x

Total Distanz/Höhenmeter

505km/8282hm

Wetter

Sonnig/bewölkt mit Temperaturen zw. 12-18 Grad

Kein Regen

Wassertemperatur

Ca. 17 Grad schätzte Dinu, welcher als einziger im Meer war und auch eine Weile drinblieb.

Gruppengrösse

5 Personen

Hotel

4* Hotel- viel weniger deutsche Pensionäre wie in Mallorca, dafür mehr Engländer und ein belgischer Nachwuchsrennradfahrer, welcher uns tolle Tourentipps geben konnte.

Essen

Die Engländer rühmten das Abendbuffet. Schweizer und Touristen aus nördlicheren Ländern fanden das Buffet nicht so toll:
kleine Auswahl, fettiges Essen, wenig Gemüse, aber es gab immer Fisch vom Grill, was super war und genügend Pasta

Hügellauf

Nach einer etwas kürzeren Radausfahrt (75km/1000hm), joggten wir zu dritt zu einem Leuchtturm. Auf dem Rückweg nach etwa 7km freuten sich alle auf das Hotel. Ausser Tabea, die fand: «Chum, mir seckle no uf dä Hügu!» Der Hügel hatte knapp 500hm und war der Hausberg von Albir. Die Sicht auf Benidorm war atemberaubend. Wir waren somit fast 1.75h joggend und teilweise gehend unterwegs (war sehr steil)

Dinus Lauftag

Dinu fand, er sei ja immer mit Abstand der langsamste der Velotruppe. Darum beschloss er, auf die längste Tour nicht mitzugehen. Stattdessen ging er knapp über 2h dem Meer entlang joggen

Platten

Keine

Fahrräder

Mieteten wir vor Ort. Wir beide hatten keinerlei Probleme, während bei den anderen drei die Schaltung ziemliche Probleme verursachte

Rätsel der Woche

In der Fussgängerzone am Strand entlang gabs einen blaumarkierten Fahrradstreifen. Darauf war weiss ein Kreis zu sehen, in welchem die Zahlen 1 und 0 standen. Was dies bedeuten soll, weiss Tabea bis heute noch nicht…..

Der Klassiker

Nach jeder Radausfahrt gingen wir noch etwas Trinken und ein Dessertessen. An der Strandpromenade gabs etwa 50 Restaurant. Wir besuchten aber immer dasselbe am anderen Ende des Strandes…..

Pechvogel der Woche

Der arme Koch, dem Tabea fast den Hals umdrehte, als er beim grillieren des Fisches zum 3x mit dem Kännchen Öl über den Fisch giessen wollte. Dass der Fisch danach am Grill festklebte, kümmerte Tabea nicht.

Landschaft

Sehr abwechslungsreich, eindrücklich und traumhaft schön

Radtouren/Topografie

Viel mehr Höhenmeter, aber viel weniger Wind wie in Mallorca

Silvestermenü

Dinu: Ein Menü mit Lachs am Flughafen, zum Dessert Oreo-Schokoloade
Tabea: Cesar-Salat mit Brötli im Flugzeug, zum Dessert Oreo-Schokolade

Silvesterprogramm

Landen in Basel: 22:40, dank Handgepäck schnell raus und per Bus zum Bahnhof. Sprint zum Ibishotel, Gepäck ins Zimmer werfen, Sprint zurück zum Bahnhof, wo der Bus um 23.33 zur Johaniterbrücke fuhr. Dort feierten wir mit einem Kollegen den Jahreswechsel und genossen um 00:30 bei eisigen Temperaturen das Feuerwerk. Das nachdem wir am Morgen noch kurzärmlig 4.5h auf dem Rad waren und Dinu am Nachmittag im Meer gebadet hatte. «Mann ist das kalt hier»

1.1.

Kein Sport. Haushalt und Fotos anschauen stand auf dem Programm

2.1.

Longjogg

3.1.

Da muss man nicht erwähnen, was man tut……Dinu überlegt es sich, in den kurzen Hosen bei der Arbeit zu erscheinen - muesch die brunbrönnte Bei jo umezeige!

 

 

Weihnachtstage

Verfasst von Dinu, 26.12., 6:15......
Auch in der Weihnachtswoche waren wir sportlich aktiv. Am Dienstag z.B. im Kraftraum. Für Dinu gabs ein 100er-Spezial-Training! Einlaufen auf dem Laufband, Tempo steigern bis 3,5min/km, dann runter, zur Beinpresse, Gewicht stemmen, bis die Knie schlottern, 10kg HINZUlegen, noch einmal stemmen (1x), zurück aufs Laufband, langsam starten, steigern bis 3,5min/km, wieder Beinpresse,……. Am Schluss kam er fast nicht mehr die Treppe runter!
Am Tag darauf gabs ein Lauftraining für Dinus Beine, judihui. Tabea entfloh am selben Tag dem Nebel und rannte auf das Stockhorn und schickte Bilder aus der Sonne!
Am 23. wurde zum ersten Mal Weihnacht gefeiert. Und am 24. gabs wie in jedem Jahr eine Biketour mit Dinus Bruder. Obwohl Regen angesagt war, wurden wir nur vom Schweiss nass!
 Nun wünschen wir Euch allen noch schöne Festtage und e guete Rutsch ins 2017! Lasst die Korken knallen und geniesst die Tage!

 

Winterzeit

Verfasst am 18.12.2016 von uns beiden

Auch in dieser Woche lief Einiges. Wir haben Beide viel trainiert – oft getrennt. Am Freitagabend war dann ein Treffen mit einer Kollegin, welche auch den 100er rennen wird. Wir haben uns über den 100er ausgetauscht– wie trainieren, wie angehen, planen, etc und haben diverse gemeinsame Trainings geplant. Das Ganze wird immer wie konkreter und ernster.
Am Samstag stand ein Schwimmtraining auf dem Programm, am Nachmittag hatten wir endlich etwas Zeit, einen Teil unserer Perufotos durchzuschauen. Darum gibt es nun endlich ein paar erste in unserer Galerie zu sehen. Weitere werden folgen.

 

Am Sonntagvormittag waren wir getrennt unterwegs. Dinu ging, wie man das halt am Sonntagmorgen so macht, in die Kirche. Sein «Göttimeitli» spielte einen Engel in der Weihnachtsgeschichte, das konnte sich Dinu nicht entgehen lassen. Tabea betete hingegen Kommandos wie «Aufstehen», «Vollgas», «mehr Widerstand» oder «Endspurt» in einer 2stündigen Spinning-Lektion herunter. Danach trafen wir uns in Bern und starteten auf einen 1,5 stündigen Dauerlauf durch Bern – fast bis auf den Gurten (Mer se nedemou uf dä ufe, Dänu, e ha auso d Wett gwunne :-))  und genossen dabei die Sonne. Herrlich, wenn sie wieder einmal scheint. Danach gab es einen Stopp in einer neuen Beiz in Bern, wo es herrliche Waffeln gibt (Fotos gibt es oben). Mit vollem Bauch joggte Tabea zurück zum Auto und Dinu nahm einen Teil des Heimwegs unter die Füsse, so dass er dann insgesamt fast 20km joggend zurückgelegt hat.
Zusätzlich haben wir die wichtigsten Eindrücke unserer Perureise hier zusammengefasst und erste Fotos gibts in der Galerie:

Eckdaten

3,5 Wochen, eine 11köpfige Reisegruppe (9 Leute aus Deutschland und wir 2), davon 3 Ehepaare, 2 Kolleginnen, 2 einzelne Männer und eine Singlefrau plus unser deutscher Reiseführer, mehrheitlich mit einem „privaten“ 16plätzigen Kleinbus unterwegs.

Reisetour

Zuerst dem Meer entlang, dann langsam steigend nach Arequipa (2 Tage auf 2300müM), Colcacanyon inkl. Wanderungen, dann zum Titicacasee, weiter nach Cuzco, von wo aus man zum Machu-Picchu gelangt, noch ein paar Tage Cuzco, dann ab in den Regenwald = 3 Tage Dschungellodge, danach ohne Reisegruppe noch 3 Tage am Strand!
Diese ganze Reise beinhaltete je eine Velo- und Biketour, mehrere Wanderungen (für Tabea stündige Spaziergänge), Ausflüge, Riverrafting, Zip-Lining/Canopy (am gespannten Stahlseil über eine Schlucht hinwegrasen, ähnlich wie im Seilpark), Tierbeobachtungen, Museen, etc.

Peru als Land

Sehr vielseitig: raue Atlantikküste mit kaltem Wasser, im Norden Strände mit warmen Meereswasser, am Meer entlang Lima als grosse Hauptstadt und mehrere kleine Fischerdörfchen/Städte, danach riesige Wüstenlandschaft, Hochebenen ab 1000müM bis weit über 3000müM und selbst auf einem Pass von über 4900müM leben noch Menschen! Weiter gibt es auf der östlichen Seite der Anden das Amazonasgebiet mit tropischen Dschungellandschaften.

Lima

Über 10 Millionen Einwohner, genaue Anzahl ist unbekannt. Wir waren nur auf einer Velotour in Lima, danach gings weiter, da Lima nicht sehr sehenswert sei!

Kultur

Diverses, was wir gesehen haben (vor allem Kirchen, Tempelanlagen, Museen, Kloster), obwohl viel von den Spaniern zerstört wurde. Für Tabea mehr als genug Kultur! Höret Mou uf, e ma nümme!

Höhepunkte

Übernachten in der Wüste (inkl. Sandboarding, Nachtessen vom Feuer, Sonnenaufgangsspaziergang, Sandbuggie fahren), Machu-Picchu, die Ballestas-Inseln (auch Klein-Galapagos genannt) mit Pelikanen, Seelöwen, Pinguinen, Krebsen, Geierarten und tausenden von Vögeln, dann das Schwimmen mit den Riesenschildkröten, das Baden in einem See mit Piranhas (beissen die wirklich nicht? Dürfen wir da wirklich rein?), das wirklich leckere essen (die peruanische Küche sei die beste Südamerikas) und noch viel mehr!

Aufstehen!

Da es früh dunkel und früh wieder hell wird, gings oft vor 21 ins Bett, los gings aber meist zwischen halb 6 und 7, einmal starteten wir sogar um 4 Uhr!

Hotels

3-4 Sterne, sowas kriegt man bei uns in der Schweiz eher selten. Eher schmuddelig, öfters unpraktisch gebaut (Abluft der Toilette und der Dusche direkt ins Schlafzimmer – bei Magenproblemen SEHR appetitlich) und altmodisch (mit Wolldecken, alten Teppichen, etc). Aber es gab auch positive Ausnahmen!

Sprache

Quechua, ab und zu spanisch, sehr selten englisch und unsere Gruppe deutsch und ähnliches.

Billigstes Essen

Suppe, Hauptgang, Dessert und Getränk für weniger als 10 Franken pro Person – und es war eines der Besten, das wir zahlen mussten. Denn teilweise war das Essen im Reisepaket mit eingeschlossen.

Teuerstes Essen

Teilweise über 20 Franken, zum Teil sogar um 30 Franken pro Person – mit Getränk und 3 Gängen.

Bevölkerung

Sehr unterschiedlich, meistens freundlich aber zurückhaltend.

Tierwelt

Lamas/Alpakas und Vicunas (kleiner Verwandter der Alpakas), diverse Vögel inkl. Kolibris, Kondore und Aras, Pinguine, Riesenschildkröten, Piranhas, Riesenotter, Taranteln, Gottesanbeterinnen, Echsen, kleine Kaimane, Capivara/ Wasserschweine, kleine Echsen und Schmetterlinge sahen wir. Aber trotzdem waren wir etwas enttäuscht, denn meistens waren es ein paar einzelne, die man per Zufall entdeckte. Leider auch keine Schlangen, nur sehr wenige Papageien, keine Wale oder Delfine.
Dinus Lieblingstier: Gottesanbeterinnen

Tabea meist gehasstes Tier: Tarantel

3,5 Wochen

Dinu war noch nie länger als 2 Wochen am Stück im Urlaub gewesen, in den letzten 10 Jahren wohl sogar noch nie länger als 1,5 Wochen! Tabea hatte da dank ihrem Australienaufenthalt schon etwas mehr Erfahrung. Obwohl wir nicht wahnsinnig viel geschlafen und oft früh aufstehen mussten, war die Erholung gewaltig. Dinu hat jetzt noch weniger Mühe mit dem frühen Aufstehen wie in früheren Wintern. Bei Tabea hat sich diesbezüglich aber der Alltag wieder etwas eingestellt.

Gesundheit

In den Reiseführern empfohlen wurde, nur Früchte/Gemüse mit Schale zu essen (wenn man sie selber schälen konnte) und auch kein Leitungswasser zu trinken. Ans Leitungswasser trinken haben wir uns beide gehalten. Tabea jedoch ass bereits ab dem 2. Tag Salat und Früchte mit Schale und dies sogar ohne zu waschen…. Auch kaufte sie ab und zu Karotten auf dem Markt, ass diese ungeschält. Die Gruppenteilnehmer schauten besorgt zu. Jedoch, wer hatte am meisten Magen-Darmprobleme? Nicht etwa Tabea, sondern alle anderen. All die, die akribisch drauf schauten, dass sie ja nicht in Berührung mit Obst und Gemüse kamen. Dinu erwischte es leider auch und sass länger auf der Toilette. Nur am zweitletzten Tag erwischte es Tabea mit Fieber und Bauchkrämpfen, denn sie hatte einen Fruchtsaft mit Eiswürfel getrunken. Die Folge war dann mehrere Tage Bauchkrämpfe, was 2 Bakterien zu verdanken war…. Dank Antibiotika war das aber schnell wieder überstanden.

Ärgerlichstes Erlebnis

Am letzten Tag mieteten wir für 3 Fr!!! für 2 Stunden ein Surfbrett. Wir können nicht surfen…. Dennoch wollten wir mal versuchen, auf so einem Ding zu stehen! Dinu wollte natürlich alles dokumentiert haben und band sich die Go-Pro Kamera ums Handgelenk. Der gefiel es dort leider nicht. Eine riesen Welle kam, Dinu oben drauf, die Welle fiel zusammen, Dinu schleuderte es irgendwo hin und die Go-Pro Kamera flog in eine andere Richtung. Nun haben wir leider keine tollen Actionfilmchen vom Biken, River-Raften, vom Zip-Lining und vom Schwimmen mit den Riesenschildkröten mehr L   

Ängste überwinden

Dinu musste in diesen Ferien oftmals seine Ängste überwinden. Er leidet an leichter Höhenangst und mag auch keine Achter-Bahnen. Bereits am 3. Tag überwand er sich, die Dünen auf dem Snowboardbrett runter zu düsen. Die Dünen waren wirklich lang und sehr steil. Auch beim Zipplinen ging er durch seine Ängste. Wirklich nicht einfach für jemand, der Höhenangst hat, denn die Schlucht war tief…. Auch das Wandern auf den Inkawegen war alles andere als easy. Die Inkas bauten ihre Wege damals in den Fels hinein. Somit konnte man immer auf einer Seite tief ins Tal schauen. Dinu schaffte auch dies.

 

Samichlousejogge, Glüehwyrun und Silvesterlauf!

 

Auch in der letzten Woche lief Einiges. Am Dienstagabend, Samichlous, machten wir spontan früher Feierabend um eine Runde zu Hause Joggen zu gehen. Uettligen steckte, wie auch Bern, im Nebel. Aber bereits nach 5 Minuten erreichten wir ein sonniges Gebiet. Den Samichlaus im Wald fanden wir aber leider nicht L Nach der Joggingtour mit anschliessendem Rumpfkrafttraining hatten wir Besuch zum Grittibänzeässe. Teig kneten und Bänze formen – ein wahres Krafttraining.
Am Mittwoch stand der obligatorische «Glüehwyrun» mit dem TV-Bolligen auf dem Programm. Von Ittigen aus rannten wir auf den Münsterplatz, genossen ein Glüewy (es soll auch Cola-Zero-Trinkerinnen dabeigehabt haben, welche danach kalt hatten) und rannten dann (oder torkelten) auf dem mehr oder weniger direktesten Weg zurück zum Start.
Samstags gabs ein Schwimmtraining und danach einen Koch- und Putzmarathon.
Am Sonntag reisten wir nach Zürich an den Silvesterlauf. Da haben wir gewisse Gewohnheiten und Traditionen. Als Erstes starten wir immer in der Kategorie «Sie & Er», wo wir abwechselnd Runden zurücklegen. Dinu dreht 3, Tabea wie immer 2 Runden. Danach starten wir im Hauptrennen über 9,7 km. Auch zur Tradition gehört das anschliessende Baden im kühle «Schanzegraben», wie der Bach heisst, der neben der Garderobe durchfliesst.
In diesem Jahr toppten wir das Ganze, in dem wir nach den ersten 2 Rennen ganz einfach nochmals in einer weiteren Kategorie (ohne Startnummer…) starten wollten, und so über 20km im Wettkampf absolvieren wollten! Schliesslich will Dinu ja an den Bieler Hunderter, der soll ja auch etwas trainieren!
In der Kategorie «Sie & Er» stand Dinu in einer der hinteren Reihe und hörte zu, wie der Speaker einen Läufer in der ersten Reihe interviewte. Der erzählte, er sei 14 Jahre alt, seine «Sie/Laufpartnerin» sei auch 14 Jahre alt, aber sie seien kein Paar! Dinu kam sich dann doch etwas fehl am Platz vor (mehr als doppelt so alt, mit der Ehefrau am Start), startete dann aber trotzdem. Wie immer wars brutal hart. Etwas mehr als einen Kilometer lang gibt man Vollgas, hat dann etwa 5 Minuten Zeit bis das «Gschpähnli» wieder auftaucht, und gibt dann wieder Vollgas. Doch alles Gas geben nützte nichts, wir waren etwa 23 Sekunden später im Ziel als vor einem Jahr! Da Dinu neu auch eine Hightech-Uhr besitzt, konnten wir vergleichen und sahen, dass Dinu, obwohl er drei Runden gedreht hatte, pro Kilometer etwa 4 Minutengebraucht hatte und Tabea 4min 10sek. Ihr könnt es Euch vorstellen: «Ich habe ja immer gesagt, ich bin nicht schnell, ich werde auch auf dem folgenden Rennen über 10 Kilometer langsamer sein als Du,…..». Bis 3 Sekunden nach dem Start zur langen Distanz, als Dinu Tabea aus den Augen verlor – weil sie davon rannte.
Bericht Dinu: Ich konnte mein Lauftempo kontinuierlich steigern, sah Tabea aber bis ins Ziel nicht mehr! Die 4 Runden, welche immer 2 kurze Anstiege beinhalteten, wurden von Mal zu Mal härter. Ich wollte aber den Trend von Langenthal (von Jahr zu Jahr langsamer werden) stoppen und legte mich kräftig ins Zeug und gab beim Schlussspurt alles. Der Blick auf die Zeit: 9 Sekunden langsamer wie im Jahr zuvor -
  aber das Kriterium für den Startblock (unter 45min) um ganze 13 Sekunden unterboten – es gibt also noch „spatzig“ fürs 2017!  Mein Gefühl beim «Sie & Er-Start» hatte sich bewahrheitet. Jemand wie ich sollte am Sonntagnachmittag zu Hause im Schaukelstuhl sitzen, zum dreihunderttausendsten Mal «Winnetou am Silbersee» reinziehen und eventuell einen Spaziergang zur Konditorei machen! Mehr nicht!
Bericht Tabea: Nach dem Sie&Er war ich recht demotiviert. Ich fragte Dinu, wie schnell er so unterwegs gewesen sei. Er warf mir KM-Schnitte von teilweise unter 4:05 entgegen. Und dazu meinte er, dass ich sicher auch solche Schnitte gemacht habe. Ich schaute dann auf meiner Uhr nach und die bestätigte mir, dass ich niemals so einen schnellen Schnitt geschafft hatte, obwohl wir nur pro Runde etwas über 1km laufen mussten. Ich war richtig verärgert über mich, dass ich nicht mal auf „Nur“ 1km schneller laufen konnte, da danach ja Pause war.… mein schnellster Km war bei 4:17….. Verärgert startete ich auf die 9.7 km. Ich hatte keine Hoffnung, diesen Lauf schneller wie letztes Jahr zu beenden. Deshalb setzte ich mir da Ziel einfach unter 45min ins Ziel zu kommen. Ich startete und auf den ersten beiden Kilometer staute es bei fast jeder Kurve. Ich musste richtig bremsen, dann wieder beschleunigen und das ärgerte mich sehr. Ich überlegte mich kurz, jetzt den Lauf einfach als Genusslauf zu machen… Als dann meine Uhr meinte, dass ich den ersten Kilometer doch in 4:25 gelaufen bin, wollte ich dran bleiben. Auf der 2. Runde konnte ich recht gut laufen, die Läufer hatten sich verteilt. Es gab weitere Schnitte von 4:37, 4:17, 4:20, selbst auf der letzten Runde konnte ich die Kilometer in ca. 4:25 laufen. Ich kam dann mit einem 4:25er Schnitt ins Ziel und war absolut happy, denn ich war ca. 40 Sekunden schneller wie letztes Jahr. Das traurige daran ist, dass ich ähnlich schnell lief wie bei der Kategorie Sie&Er (Anmerkung Dinu: da sind dann doch über 10 Sekunden pro Kilometer Unterschied!), und ich musste nun 9.7km hinlegen…. Spassfaktor des Rennens war gemischt. Die ersten 2 Runden konnte ich noch etwas geniessen, danach wars harte Arbeit um den Schnitt nicht zu verlieren.
Apropos Geniessen: Gefühlte 3 Sekunden nach dem Zieleinlauf rannten wir wieder in Richtung Start (500m entfernt) und überquerten die Startlinie. Denn etwa 3 Minuten vorher war die Kategorie «45-50 Minuten» auf den Rundkurs gestartet. Wir rannten nun zusammen und hatten etwa 5 Minuten pro Kilometer, also etwa 23 Sekunden (Dinu) oder 36 Sekunden (Tabea) langsamer wie im Hauptrennen. In der 2. Runde holten wir tatsächlich erste Läufer ein! Nach der dritten (also fast 8km zusätzlich) hatten wir dann genug! So waren wir insgesamt über 20km im Wettkampftempo unterwegs – und noch ein und ausgejoggt! Ein super Training für den 100er……
Dafür konnten wir auf den letzten Kilometern die Weihnachtsbeleuchtung bestaunen. Es war wunderschön durch die beleuchtenden Strassen zu joggen, ohne Stress, einfach joggen und geniessen!
Die Analyse zu Hause brachte dann noch erstaunliches zu Tage: Tabea war auf der langen Distanz ganze 2min und 4sek schneller wie Dinu – von wegen «Du bist schneller wie ich». Somit wird der Unterschied zwischen uns immer wie grösser, denn vor einem Jahr waren es noch 1min und 14sek!
Die Pulsuhren zeigten, dass Tabea pro Minuten 160 Schritte macht, Dinu hingegen über 190! Er macht also deutlich mehr Schritte aber leider zu kurze. Nun weiss er, was er zu tun hat: «Mach doch s nöchste Mou eifach schnöueri Schritt, de besch grad VÖU schnäuer!».
Und wie geht’s weiter? Tabea geht heute ins Schwimmen und leitet Spinning, Morgen steht auch Spinning geben und Rumpfkrafttraining auf dem Programm, Mittwoch macht sie Ruhetag und am Donnerstag wird sie ins Sypoba gehen und 2h Spinning geben. Dinu macht Ruehetage und geht dann am Donnerstag mit ins Sypoba. Und jammert dann wieder rum, dass er immer langsamer wird – logo, fast ohne Training!
Ah, genau, dass wir anschliessend im eiskalten Flüsschen baden gingen, ist doch sonnenklar?

Weekend in Basel

verfasst am 5.12. von Dinu

In dieser Woche lief wiedermal so einiges. Dinu verbrachte 2 Tage geschäftlich in Zürich. Am Dienstagabend besuchte er darum zuerst den Weihnachtsmarkt in Zürich und ging dann 1h 45min joggen.

Am 30.12. kam dann ein Highlight für Tabea – sie erhielt von Dinu einen Adventskalender. Fast ein so tolles Highlight erhielten wir per Post. Wir haben von der Firma Olo Marzipan wieder haufenweise Leckereien erhalten. Wir danken Olo Marzipan auf diesem Weg recht herzlich für die gesponserten Mandeln und die herrlichen Haselnusslebkuchen, welche uns im Training und Wettkampf immer gutschmeckende Energie liefern!

Am Freitag gings wieder ins Schwimmtraining, dieses Mal aber in dasjenige des 3athlon Clubs. Da konnte Dinu besser mitschwimmen und wurde nicht dauernd abgehängt.

 

Am Samstag musste noch einiges erledigt werden, bevor wir nach Basel reisten. Da hatte ein Kollege uns einen Tag in Basel organisiert. Eine weihnachtliche Stadtführung, ein kurzer Besuch am Weihnachtsmarkt (vor allem am Glühweinstand), Abendessen im Fonduezelt und bei einem Asiaten, Schlummertrunk in einer tollen Bar und zum Abschluss das Konzert der „Schmutzkis“ in der Kaserne. Wir übernachteten in Basel um dann am Sonntagmorgen auf eine Joggingtour zu starten. In 1h 45min legten wir 16km zurück und rannten dabei über 2 Hügel.

Danach gings noch in die Stadt. Wobei, gehen, naja……. Tabea hatte kalt und versuchte, möglichst schnell zu gehen. Dabei überholte sie haufenweise Fussgänger und sogar eine Joggerin – Dinu fand den Spaziergang anstrengender wie die Joggingtour zuvor. Wobei er natürlich von der Tour erschöpft war, während Tabea das Joggen sehr gemütlich empfunden hatte.

Das widerspiegelte sich auch auf den Pulsuhren! Dinu hatte am Sonntagmorgen als „Vorweihnachtsgeschenk“ (es passe jetzt besser) von Tabea eine Pulsuhr geschenkt bekommen. Nach der Joggingtour zeigte Tabeas Uhr an: Erholungszeit: 27 Stunden, Dinus Uhr zeigte: 46 Stunden Erholungszeit.

Indoor Cycling, Steinhölzlilauf und Ziebeleschwimmen

verfasst von uns Beiden am Ziebelemärit

 

Tabea: Am Samstag nahm ich mit einer Kollegin und deren Freund am 12h Indoorcycling-Event in Schüpfen teil. Um 10 Uhr gings los. Die 12h sind aufgeteilt in 12 Lektionen à je 50min. Danach gibts jeweils 10 min Pause, um Wasser aufzufüllen und/oder sich zu verpflegen. Jede Stunde hat ein neues Thema und wird durch einen anderen Instruktor geleitet. Somit gibts es immer viel Abwechslung. So auch dieses Jahr. Wir fuhren zuerst gerade 5 Lektionen am Stück, danach legten wir 1h Pause ein und verpflegten uns mit Pasta und einem Stück Kuchen. Danach setzten wir uns nochmals 2 Lektionen aufs Bike. Nach 7 Lektionen hatten wir aber dann doch genug und wir verschwanden unter die Dusche. Denn wir hatten einen Tisch in einem tollen Restaurant reserviert, wo man sehr gut Wild essen kann, wobei Niemand von uns Wild ass, sondern nur die Wildbeilagen. Aber auch die sind dort sehr gut.

 

Am Sonntag stand dann der Steinhölzlilauf auf dem Programm. Meine Beine waren noch recht müde vom Vortag und vom Vorvortag, wo ich mit einer Kollegin einen längeren Lauf auf den Gurten gemacht hatte (1h45). Beim Steinhölzlilauf muss man 4 Runden absolvieren. Insgesamt kommen 10.5 km zusammen. Startschuss war um 12.30. Gemächlich lief ich los. Ich wollte nichts überstürzen. Auf jeder Runde gabs eine Steigung im Wald, dann wieder runter, dann nochmals hoch, ehe man dann ca. 1.5 km runter und flach laufen konnte. Auf den ersten beiden Runden ging das noch recht gut. Ab Runde 3 wurde es aber für mich sehr hart. Runde 4 biss ich richtig auf die Zähne und kam dann nach ca. 49min ins Ziel. Ich war zufrieden mit dem Resultat, in Anbetracht meines Zustandes. Ausserdem hätte ich nicht gedacht, dass dieser Lauf so coupiert sein würde....

 

Wir hatten danach gerade mal 30min Zeit um von Köniz zum Schönausteg zu kommen... denn dort wartete der nächste Event auf uns - Das Ziebeleschwimmen.

 

Dinu: Die schlechten Nachrichten vorneweg: Wir hatten immer noch keine Zeit, die Perufotos anzuschauen, ihr müsst also auch noch Geduld üben. Aber die vom „Zibeleschwümme“ sind bereits in der Galerie zu finden!

Keine Zeit hatten wir, weil wir immer etwas los haben. Das Wochenende z.B.: Freitagabend, Feierabend, los geht’s, nach Bern ins Schwimmtraining. Ausnahmsweise nicht mit dem 3athlon-Club sondern vom Unisport. Ich hatte am Vorabend Tabea 2x gefragt, ob dort das Niveau nicht zu hoch sei. Antwort: „Neinein, es hat 2 Leistungsgruppen, und du könntest sogar bei der schnelleren Gruppe mitschwimmen“. Vor Ort sah das so aus: Es hat zu viele von der schnellen Gruppe, darum gehen einige zur langsamen Gruppe auf die Bahn, da sind ja nur 3 Leute! Genau, darunter ich. Aufgabe: 6x100m Schwimmen, Abgang 1min 45sek. Das bedeutet: Man schaut auf die Uhr, startet, schwimmt 100m, schaut auf die Uhr und startet 1min 45 nach dem letzten Start wieder! Für Leute, die locker in 1min 35 zurück sind, geht das super! Ich komme aber nach 1min 43sek ausser Atem an und soll zum 2. Mal starten. Da habe ich dann 1min 46sek und sollte schon unterwegs sein, etc.

Beim 2. Durchgang hiess es dann: Abgang 1min 40 sek – SUPER…

Vor lauter Stress hatte ich das halbe Bald leergetrunken und ordentlich brennende Armen – das erste Schwimmtraining seit der Trainingspause war also vollauf gelungen! Danach gings an ein Konzert nach Mühleturnen, das war echt toll.

Am Samstag lieferte ich Tabea bei einer Turnhalle ab, die wollte sich da etwas austoben. 7h auf einem Velo sitzen, das sich nicht bewegt – die spinning ja! Ich erledigte zu Hause diverse Computerarbeiten, ging einkaufen, räumte endlich die Herbstdeko im und vor der Wohnung weg und konnte die Weihnachtsdekos nach vorne holen und fuhr dann an die HV eines Inlineclubs (ich bin ja in dreien Mitglied…..).

Am Sonntagmorgen klagte Tabea über schwere Beine, da musste ich Ausgleich schaffen! Also schnürte ich meine Turnschuhe und rannte an den Start des Steinhölzlilaufs, wo Tabea meine Startnummer abgeholt hatte. Danach wollte Tabea einjoggen – also bin ich mit. Vor dem Startschuss das Übliche: Ich habe schwere Beine – ich habe schwerere Beine, ich bin heute müde…. Dann meine Fehleinschätzung: 10km können wir zwischenzeitlich in unter 48min rennen, somit sollten wir die 10,5km in weniger als 50min absolvieren? Naja, als ich dann nach etwa 900m um eine Kurve rannte und den Anstieg vor mir sah, da wurde mir klar: Das wird nichts. Ich hatte eine flachere Strecke erwartet! Egal, Vollgas weiter. Die ersten 3 Runden gingen recht gut, für die Vierte hatte ich dann aber deutlich länger, nicht einmal mehr ein Endspurt ging mehr – Flasche leer. Das lag wohl doch daran, dass ich insgesamt fast 19 km gerannt war an dem Tag.

Zur Erholung steigt Usain Bolt ja jeweils ins Eisbad, das wollten wir ihm gleichtun und fuhren zum traditionellen „Zibeleschwümme“. Die 350m in der Aare gehören bei uns auch schon fast dazu, es war auch schon die dritte Teilnahme bei dem tollen Anlass!

 

Um Euch die Wartezeit auf unsere Perubilder zu verkürzen, erzählen wir Euch heute eine Anekdote, die man uns im Dschungel von Peru erzählt hat. Zufällige Ähnlichkeiten zu zufällig lebenden Personen sind rein zufällig!

Es sig e 11chöpfigi Reisegruppe plus ehre Guide i Dschungu ufbroche. Direkt vor dranne sig e witeri Gruppe gstartet. Bim ne Brüggli ( 1 gwagglige Boumstamm) hets d Gruppe trennt. 4 se vorus, die angere 7 mit em Guide hinge dri. Bi re Verzweigig (nach 15min) hei de die Vordere gwartet. Emu 3 drvo, nume 1 Touristin (e jungi Dame wo ned gärn wartet, mit zapplige u schnäue Bei) esch witer. Die hingere 10 (inkl dr Ehema vom Nr 11) hei sech de überleit: Was macht s Nummero 11? Geit si mit dr vordere Gruppe mit? Gö die a glich Ort häre? Oder wartet si nöime? Evtl nöime wo mer ned düre chöme? Finge mer s Nr 11 je weder?  Nach öppe knapp 90 min hei die hingere s Nummer 11 iighout. Se esch mit em ne Häufer ungerwägs gse, wo a däm Tag zur Gruppe drzuecho esch. Nume hei das die hingere ned gwüsst, die hei dänkt dä ghöri zu re angere Gruppe.

So Geschichten erzählen die im Dschungel!

 

Die Erholung nach so einem Wochenende sieht bei uns folgendermassen aus: Um 3 Uhr 30 klingelt der Wecker und wir gehen an den Zibelemäret!

Norseman: NO, Celtman: NO, Swissman: YES

verfasst am 20.11.2016 von uns Beiden

Wir sind immer noch daran, uns anzuklimatisieren. Von den Fotos aus Peru haben wir noch keine 10% angeschaut. Wir können somit noch keine hochladen. Wir waren seit wir zurück sind aber mehrfach joggen, Tabea schon öfters Schwimmen, im Krafttraining und natürlich gab sie auch schon wieder Spinning.

Am Samstag Nachmittag unternahmen wir einen Spaziergang nach Bern, um dort einiges zu erledigen und bestaunten unterwegs den herrlichen Herbstwald.

Am Sonntagnachmittag drehten wir eine Runde durch die Wälder mit dem Bike. Das reichte uns natürlich noch nicht. So hüpften wir während der Biketour noch kurz in den Wohlensee - wir müssen ja fürs Zibeleschwimmen üben. Auch nicht fehlen durfte ein anschliessendes 10min Lauftraining und zum Abschluss ein Rumpf-quäldichmitTabea-Training. Am Sonntagabend rundeten wir das gelungene Weekend mit einem Kinobesuch ab. Beim anschliessenden Abendessen gabs nur ein Thema: "Ha i iz ä Startplatz am Swissman?" Und die erlösende Antwort kam per Mail um 20:45: JAWOHL, Tabea darf auch im 2017 am Swissman mit dabei sein. Denn nach den Absagen von Norseman und Celtman (bei beiden werden die ca. 200 Startplätze per Verlosung verteilt) war der Optimismus weit unten im Keller gelandet. Nun strahlt Tabea wieder glücklich und plant den kommenden Sommer.

Wir sind wieder da!

verfasst am 13.11.2016 von uns Beiden.

Und wie wir wieder da sind! Am Mittwochmorgen genossen wir noch die Sonne bei etwa 30 Grad in Peru am Strand. Tabea war nicht ganz so fit, weil sie am Vortag mit Fieber im Bett lag. Am Donnerstag Abend kurz nach 18 Uhr landeten wir in Zürich und genossen auch hier das Prachtswetter;-). Bis wir dann zu Hause waren und die Koffern ausgepackt hatten, verging dann doch noch einige Zeit. So erschienen wir am Freitag Morgen vielleicht etwas zerknittert bei der Arbeit. Am Samstagvormittag standen dann Aufräumen, Waschen und ein Besuch bei Dinu's Eltern auf dem Programm. Und wie angekündet starteten wir danach wie in letzten Jahren auch am Langenthaler Stadtlauf. Wir beide fühlten uns nicht sonderlich fit, dennoch wollten wir unser Bestes am Lauf geben. Wir wollten herausfinden, was drin liegen würde, nach einer 4 wöchtigen Trainingspause und Jetlag. Im Vorjahr war der Langenthaler Stadtlauf der erste Wettkampf gewesen, an dem Dinu mehrere Sekunden auf seine letztjährige Zeit verloren hatte. Tabea meinte damals lächelnd, dass dies mit dem Alter komme;-). In diesem Jahr war Dinu tatsächlich nochmals etwa 20 Sekunden langsamer wie im Jahr zuvor. Diesmals lautete der Spruch: "Typisch Mannä, die lö säch nach dr Hochzit la go". Bei Tabea lief es wie immer, wenn sie haufenweise Gründe hat, warum sie nicht schneller sein kann, dann läuft sie ohne Druck zu Turbozeiten. Sie verbesserte ihre Bestzeit um ca. 13 Sekunden und brauchte für die 6.25 km 25:40min (Schnitt 4:15 min/km). Tabea konnte somit ihre Form der Saison 2016 hervorragend konservieren.

Der grosse Schock kam aber dann am Sonntag. In 14 Tagen findet das Ziebeleschwimmen statt. Und auch dafür muss trainiert werden, wenn auch die Trainingszeit extrem kurz ist. Da wir uns an Wassertemperaturen von über 20 Grad gewöhnt hatten, war unser Aareschwumm doppelt hart. Die Aaretemperatur betrug unter 10 Grad, die Lufttemperatur fühlte sich an wie im tiefsten Winter.

PERU

verfasst von uns Beiden am 6.11.2016

Das haben wir hier ja bisher verschwiegen: Wir verbringen unsere Trainingspause in Peru! Unsere Hochzeitsreise hatten wir ja auf den Herbst angesetzt und sie so gelegt, dass wir währenddessen unsere „Off-Season“ geniessen. Was wir in Peru so erleben (oder vor allem erlebt haben, denn wir sind schon so gut wie auf dem Heimweg) ist im Internet zu sehen. Unter www.viventura.de/reisebericht/51514 schaltet Super Guide Arno fast täglich Fotos von unserer Gruppenrundreise hoch. Ihr seht Fotos von der ganzen Gruppe, teilweise von einzelnen Mitgliedern oder auch von der Landschaft, der Natur oder von Tieren.

Den genauen Reisebeschrieb gibt es übrigens hier zum Nachlesen!Hiermit möchten wir natürlich auch allen nochmals danken, die sich als Hochzeitsgeschenk an dieser Reise finanziell beteiligt haben! Ohne Euch wäre diese traumhafte Reise für uns nicht möglich gewesen! MERCI!Viel Spass beim Fotos anschauen wünschen Euch Ruegge’s von der Hochzeitsreise

Ausblick

verfasst von uns Beiden am 29.10.2016 

Wie Ihr bemerkt habt, nutzen wir die Trainingspause für eine Standortbestimmung. Da gehörte letzte Woche der Rückblick hinzu, nun aber auch ein Blick in die Zukunft. Wir sind im Moment dran, uns zu überlegen, was wir alles so unternehmen werden. Im Winter sind wir ja immer an kleinen, schnellen Wettkämpfen gestartet – das ist gut fürs Tempo, denn so hart wie man an einem Wettkampf mit sich ist, so hart ist man im Training nie. Somit trifft man uns sicher wieder am Langenthaler Stadtlauf, am Silvesterlauf in Zürich und an der Unterlandstafette.

Sicher wird 1-2 Trainingslager auf dem Programm stehen, Tabea spielt im Moment sogar mit dem Gedanken, als Guide 3 Wochen im Süden zu verweilen! Dass wir danach erste Wettkämpfe, wie z.B. der GP, als Standortbestimmung verwenden, gehört zur Tradition. Dann gilt es aber Ernst. Dinu hat sich ein sehr hohes Ziel gesetzt, er will am Bieler 100er starten. Und wer Dinu kennt, kann fast davon ausgehen, dass er auch irgendwie im Ziel ankommen wird. Ob er viel mehr trainieren wird wie im 2016 kann zwar bezweifelt werden. Er wird aber sicher häufiger die Lauf- anstelle der Rennveloschuhe montieren! Ansonsten hat er keine grossen Ziele, denn nach dem 100er wird er sich wohl eine Weile erholen müssen!

Tabea hatte in diesem Jahr wunderbare Erlebnisse am Swissman und will sich wieder anmelden. Falls sie an der Verlosung Glück hat, ist so ein erstes Ziel gesteckt. Wobei es auch sein könnte, dass für sie der Swissman, einer der wohl härtesten Wettkämpfe der Schweiz, nur ein Training sein wird. Denn sie spielt mit dem Gedanken, am Vorbild des Swissmans zu starten – am Norseman (Siehe Video unten - der offizielle Rückblick des Norsemans auf die Austragung 2016. Der Start ist doch der Hammer?). Die Distanzen sind etwa die gleichen, Höhenmeter hats viel mehr und die Wassertemperatur bei dem legendären Rennen in Norwegen sei meistens zwischen 11 und 15 Grad – na dann: Viel Vergnügen.

Dann ist Tabea am Moment noch am Überlegen, ob sie den Inferno mal gegen die Tortur austauschen möchte. Eine gute Kollegin hat Interesse bekundet, mit ihr im Couple dieses Velorennen über 1000km zu absolvieren. Entscheiden werden sie sich aber erst im Januar, ob Inferno oder Tortur.

 

Höchst wahrscheinlich hat bei dieser Planung der Gigathlon keinen Platz in unserem Jahresprogramm. Aber alles geht leider nicht.

 

Was wir dann im Herbst noch anstreben, ist unklar. Das kommt dann darauf an, wie wir uns von den Strapazen erholt haben. Am Megathlon könnte Tabea, falls sie sich tatsächlich für den Norseman anmelden und dann auch einen Startplatz erhalten würde, nicht starten, da die beiden Anlässe fast gleichzeitig stattfinden. Dinus geliebte S2-Challenge wird leider nicht mehr durchgeführt. Dass er stattdessen am Inferno starten wird, darf bezweifelt werden. Aber vielleich am Jungfraumarathon? Nochmals am Napf? Oder am Heidelbergmarathon? Oder wieder einmal der Doppelstart in Berlin?  Oder vielleicht hat er nach dem 100er die Schnauze voll vom Laufen (das könnte ihm noch zu zutrauen sein) und wir starten an einem Bikemarathon? Alles noch unklar….. Das Einzige, das sicher ist: Wir werden Euch auf dem Laufenden halten!

 

Saisonrückblick

 

verfasst von uns Beiden am 20.10.2016

Die Saison ist nun zu Ende, jedenfalls was den Sport anbelangt. Dieses Jahr hatten wir einen riesen Haufen an tollen Erlebnissen. Das grösste Highlight war ganz klar unsere Hochzeit am 21.5. Dieses Fest übertrumpfte alles und kann einfach nicht getoppt werden. Auch das Wetter war genau an diesem Wochenende brillant – denn die Wochen zuvor und danach regnete es die meiste Zeit, nur am 21.5. gabs eine Regenpause. MERCI an alle Beteiligten!

 

Nach dem Höhenflug wurden wir sehr rasch, genauer genommen 3 Tage später, wieder auf den Boden geholt, als wir am Check-in bei American Airlines standen und nach NY fliegen wollten und Dinu keinen dafür gültigen Pass hatte. Der Fall war tief, die Enttäuschung enorm. Immerhin klappte es ein paar Tage später doch noch mit unserem NY Trip. Drei Tage nach der Retourreise von NY standen wir als Couple mit dem Namen „Ruegges Flitterwochen“ am Gigathlon parat. Der Jetlag stets an unserer Seite, versuchten wir trotzdem unser Bestes zu geben. Der Gigathlon stand dieses Jahr im Zeichen des Regens. Wir wurden nass und noch nässer. Dadurch war es auch sehr hart und kalt. Dinu hatte am Gigathlon-Sonntag ein riesiges Hoch, Tabea eher ein Tief und kam nicht richtig in die Gänge. Nach dem Gigathlon gabs für Tabea 2 lockere Wochen. Denn der Swissman, ihr Saisonziel, stand auf dem Programm. Wiederum war Regen angesagt. Das Schwimmen wurde aufgrund eines riesigen Gewitters gecancelt. Sie war 14.75h mehrheitlich im Regen unterwegs und war absolut zufrieden mit ihrem 4. Rang von 21 gestarteten Frauen. Dinu war als Supporter im Einsatz.

 

Danach erholte sich Tabea von den Strapazen. Ende Juli stand dann der Megathlon auf dem Programm. Tabea hatte etwas Druck, weil sie das letzte Mal (vor ein paar Jahren) den Megathlon gewonnen hatte. Dass sie den Megathlon wieder gewinnen würde, mit dem hatte sie nicht gerechnet. Auch Dinu startete am Megathlon und finishte und war mit seiner Leistung mehr als zufrieden. 2 Wochen später war Tabea’s Geburtstag. Da dieser genau auf den Tag des Glacier 3000 fiel, war klar, dass dies ihr Geburtstagswettkampf werden würde. Dinu war so lieb und startete auch und das, obwohl er Bergläufe nicht sehr mag (Beinahe Freiwillig, oder so). Und dann stand schon der Inferno an. Tabea war im Einsatz als Athletin, Dinu als Supporter. Den Inferno finishte sie sehr gut und das erst noch 20 Minuten schneller wie im Vorjahr. Zwei Wochen später standen wir beide im Einsatz an der S2-Challenge. Tabea war noch etwas müde vom Inferno, wollte aber an der letzten S2-Ausführung dabei sein. Dinu hingegen war recht erholt und lieferte ein super Rennen ab. Tabea machte es ihm gleich und erreichte sogar den 3. Podestplatz bei den Frauen. „Was für ein Saisonabschluss“ postete sie damals auf Facebook. Der September war dann ein ruhiger Monat. Es gab keine Wettkämpfe. Wir erholten uns von der strengen Saison, trainierten aber fleissig weiter. Ab und zu rannten „wir“ auf einen Berg hoch, vor allem der Niesen musste bei Tabea immer mal wieder dran glauben. Und der Saisonabschluss bildete dann der Napfmarathon, welche beide in einer guten Zeit finishten.

 

Wir sind mit unserer Saison wirklich sehr zufrieden. Wir haben uns beide wiederum steigern können und sind verletzungsfrei durch die Saison gekommen. Wir hoffen, dass wir die nächste Saison mit all unseren Zielen genau gleich gut beenden können. Nun geniessen wir unsere Trainingspause und füllen die Batterien für das Wintertraining!

 

Endspurt bis zur Trainingspause

verfasst am 16.10.2016 von uns beiden

Dinu:

Nach dem Napfmarathon konnte ich im Allgemeinen noch recht gut gehen, beim Treppenrunterlaufen hatte ich aber starke Schmerzen. Montags gings noch einigermassen. Dienstags wars dann schlimmer (ist bei uns meistens so, der 2. Tag ist der Schlimmste……..).
Und was stand auf dem Programm der Laufgruppe, die ich Dienstags leite? Treppenlauf! Tolle Sache, ständig hoch und runter. Am Mittwoch: Wieder mehr Schmerzen – ich scheine tatsächlich darauf zu stehen? Am Mittwochabend ein längeres Lauftraining mit unserer Laufgruppe, stetig hoch und runter, aber zu Glück keine Treppen mehr.
Am Samstag war der Niesenrun mit anschliessendem Abendessen auf dem Niesen mit der Laufgruppe geplant. Da hätte ich länger arbeiten müssen und dann mit der Bahn hochfahren sollen, während Tabea mit der Gruppe hochrennen sollte. So lautete der Plan. Wegen schlechtem Wetter wurde der Niesenrun abgesagt. Stattdessen gabs einen Trailrun rund um Uettligen. Tabea meldete sich ab. Nun war ich also doch im Einsatz, die Beine fühlten sich gut an.
Am Samstag gabs zu Hause einiges zu tun (Balkon winterfest machen, putzen, Parkplatz jäten), ich konnte mich so vor sportlichen Aktivitäten drücken. Und Sonntags begann nun endlich und offiziell unsere 4 wöchige Trainingspause, die wir mit dem Start am Langenthaler Stadtlauf beenden werden. Aber keine Angst, uns wird es GARANTIERT nicht langweilig! Und auch auf der Homepage wird weiterhin einiges laufen – und ja, das halten wir beide durch! Die 4wöchige Pause zelebrieren wir seit Jahren und die tut uns gut! Beiden! Ja Tabea, uns beiden! Ja, auch Dir ;-) Genau, wie letztes Jahr! Punkt!
Ach ja, da haben wir noch einen Diskussionspunkt. Ich sagte, dass sich unsere Peperonis noch verfärben würden, wahrscheinlich rot, ich sei mir nicht sicher. Tabea fand: «Das gloubi ned». Nun sind sie gelb und wir beide haben das Gefühl, der andere habe nicht recht gehabt!

 

Tabea:

Auch ich spürte den Napfmarathon ziemlich arg in den Beinen. Am Montag konnte ich kaum gehen. Ich ging zu meinem Lieblingsmasseur und liess mich durchkneten. Ich bin immer wieder fasziniert, wie gut er mir helfen kann. Jedenfalls gings mir am Dienstag deutlich besser. Ich schaltete an diesem Tag nochmals einen Ruhetag ein, im Gegensatz zu Dinu. Am Mittwoch ging ich aber auch mit in die Laufgruppe und dort spürte ich meine Beine noch immer – wenn auch nicht so stark. Genau an diesem Tag kam mir der Gedanke, am Samstag einen Halbmarathon zu laufen, wenn man sich noch spontan Nachmelden konnte. Ich prüfte das rasch und sah erstens, dass man sich Nachmelden konnte und zweitens, dass ich sogar noch die Auswahl zwischen dem Brienzersee- oder Hallwilerseehalbmarathon hatte. Mein Vorhaben teilte ich zuerst niemandem mit. Denn ich wusste, dass ich sicherlich auf Unverständnis stossen würde. Am Donnerstag tastete ich mal bei Dinu ab, um zu schauen, was er dazu meinte und ob er mitkommen würde. Natürlich schüttelte er nur den Kopf und verneinte. Somit stand ich vor der Wahl, alleine zu gehen oder auf ihn zu hören und dies nicht zu tun. Da meine Beine am Donnerstag schon wieder recht gut waren, entschied ich mich am Abend, mich für den Hallwilerseelauf anzumelden. Ich wählte diesen Halbmarathon, weil die Strecke oft auf Naturstrassen verläuft, während dem der Brienzersselauf eher auf Teer ist. Ich erhoffte mir, weniger Beschwerden auf Naturstrassen wie auf Teer. Am Freitag erzählte ich ein paar Leuten von meinem Vorhaben. Alle waren mehrheitlich der gleichen Meinung, dass dies keine gute Idee sein könnte – 6 Tage nach einem Marathon noch einen halben zu laufen. Natürlich schwappte dieser Pessimismus auch auf mich rüber und plötzlich kam ich ins Zweifeln und ich hinterfragte meine Entscheidung. Ich beruhigte mich dann damit, einfach keine Bestzeit zu laufen und den Lauf einfach zu geniessen. Ich blieb aber der Meinung, dass ich gut auf meinen Körper gehört habe, dass ich keine Schmerzen mehr verspürte und somit das Experiment wagen konnte. Am Samstagmorgen fuhr ich dann mit dem Zug nach Beinwil am See.  Bei der Anmeldung musste man eine Zielzeit angeben. Euphorisch gab ich 1h35 an. Ich wusste aber, dass ich das nie und nimmer erreichen würde, denn meine Bestzeit im Halbmarathon war bisher um die 1h42. Ich meldete mich so schnell an, weil ich so früh wie möglich im Ziel sein musste, damit es mir auf den Zug für nach Hause reichte, da wir noch Programm hatten. Somit konnte ich sichergehen, dass ich in einem der vordersten Startblöcke starten würde. Denn der erste Start war um 13.35 und der letzte um ca. 14.15. Und ich war dann tatsächlich im Startblock A eingeteilt. «Heilige Scheisse» dachte ich. Ich war im Startblock A, wo auch die Elite mit Tadese Abraham startete….Zum guten Glück gabs eine Nettozeitmessung, d.h. dass ich auch zu hinterst im Startblock starten konnte und dennoch meine Nettozeit erhalten würde. Somit war das mein Plan. Ich stand zu hinterst ein, um niemand zu behindern und dann erfolgte der Startschuss. Und das war krass, die starteten wie die Irren…. Ich war sehr schnell die Letzte des Blocks. Ich liess mich aber nicht entmutigen, denn ich wusste ja zuvor bereits, dass das so sein würde. Und so joggte ich in meinem Tempo die ersten 4km zum See runter. Dann überholte ich doch noch ein paar vom Startblock A, was mich freute. Schon bald kamen die Schnellsten vom Startblock B, welche 5min hinter uns gestartet war. Ab da wusste man sowieso nicht mehr, wer wo gestartet war. Meine Beine fühlten sich recht gut an. Ich hatte nicht das Gefühl, kürzlich einen Marathon gelaufen zu sein. Und so zog ich mein Tempo ziemlich gleichmässig durch und kam nach 1h38 im Ziel an, was sogleich meine beste Halbmarathon-Zeit war. Ich war unglaublich stolz auf diese Leistung, vor allem aber auch, dass ich mein Ding durchzog, obwohl viele nur den Kopf schüttelten.

 

Jetzt aber stehen 4 Wochen Trainingspause an. Ich finde diese Zeit wirklich sehr wichtig. Der Körper muss sich von all den Strapazen erholen können! Und mir gelingt das eigentlich immer sehr gut, mal ein paar Wochen nicht zu biken, rennradfahren, schwimmen (beim Schwimmen bin ich zwar schon seit Ende August in der Pause) und zu joggen.

 

 

Napfmarathon

verfasst von uns beiden am 9.10.2016

Am vergangenen Wochenende starteten wir zum ersten Mal am Napfmarathon. Der Napfmarathon zählt als harter Trailmarathon und wurde dieses Jahr als Schweizermeisterschaft im Trailmarathon gewertet. Start und Ziel sind in Trubschachen. Somit geht es genau gleich viel runter wie es hoch ging (1500hm). Hier die beiden Erlebnisberichte:

 

Geschrieben von Tabea:
In den letzten paar Jahren war es üblich für mich, die Saison mit einem Marathon abzuschliessen. Dies, weil ein Marathon meistens eine längere Erholungszeit braucht und somit kurz vor der Saison-/ Trainingspause perfekt reinpasst. Und wie jedes Jahr gabs keine grosse, marathonspezifische Vorbereitung. Ich nahm ihn eher noch, um zu schauen, was ende Saison noch drin liegt. Von meiner Ausdauer her reicht es sicher für einen Marathon, aber der grosse Nachteil ist, dass ich halt dann oft schon nach km 21 Schmerzen habe und es dann meistens eine Tortur wird. Aber wenn man das weiss, dann ist es auch nicht weiterhin tragisch.

 

Den Napfmarathon kannte ich nur vom Sagen her. Ein paar Triathlonkollegen äusserten sich über den Napfmarathon, dass dieser sehr hart und extrem technisch sei. Folge dessen hatte ich natürlich recht Respekt vor diesem Lauf… Untypischerweise ging ich dieses Jahr aber wirklich sehr locker an den Marathon ran. Am Vorabend machte ich in Punkto Ernährung alles falsch betr. optimaler Marathonvorbereitung. Wahrscheinlich weil ich fand, ich hätte mich sowieso nicht gut vorbereitet, dann kommt es auch nicht darauf an, ob ich noch vernünftig esse mit Pasta und so;-)). Somit sah unser Abendessen ziemlich ballaststoffreich aus. Es gab eine Pilzsosse (wer mich kennt, weiss, wie viele Pilze ich in die Sosse «schmeisse»), dann eine schöne Portion Vollkornreis und das Gemüse war dann ein grosser Kürbis. Dinu machte nur halb mit und überliess die ganze Pilzsosse mir und meinte kopfschüttelnd: Aber doch nicht 1 Tag vor dem Marathon. Mit einem etwas schlechten Gewissen und etwas Angst am Napfmarathon nun Probleme deswegen zu bekommen, ging ich ins Bett.
Am Morgen ging es mir deswegen noch nicht besser. Ich hatte ein enormes Völlegefühl und war sicher, dass ich nun unterwegs üble Bauchkrämpfe bekommen würde….aber da wäre ich ja wirklich selberschuld gewesen. Um 9:20 fiel dann der Startschuss. Zögerlich lief ich los. Schon bald gings hoch, genau genommen 7km und das auf Teer.. Mein Puls war hoch. Höher wie sonst…. Klar, die Schuld schob ich den Pilzen und dem Kürbis in die Schuhe. Nach ca. Kilometer 7 war Schluss mit Teer, Trails folgten. Ein ständiges auf und ab. Abwärts war ich oft kaum schneller wie aufwärts. Ab km 20 begannen dann auch meine Beine zu Schmerzen. Dann kam das Knie, die Hüfte und der Fuss dazu. Aber das war ja zu erwarten. Ab km 25 gings mehrheitlich runter, aber immer wieder wurde dies durch steile Gegensteigungen unterbrochen. Im Vergleich zu anderen Marathons konnte ich aber die meiste Zeit rennen und musste nie gehen. Aufwärts konnte ich oft Einige überholen, abwärts und in der Fläche wurde ich überholt. Ein riesen Highlight waren die Verpflegungsposten ab km 25. Ich entdeckte neben den Riegeln noch Kamblyguetzli. Ich stopfte mir eine handvoll Guetzli in den Mund.  Beim nächsten Verpflegungsposten wurde es noch besser. Es gab Zitronencake. Ich war im 7. Himmel und flog auf den nächsten Metern nur so dahin.
Ich war sehr happy, als ich nach 42km und 4h49 ins Ziel kam. Mit so einer Zeit hätte ich nie und nimmer gerechnet. Ich fand den Napfmarathon nicht so schlimm, wie ich im Vorfeld befürchtet hatte. Ich denke, ich habe mir den Napfmarathon aufgrund der Erzählungen extrem krass vorgestellt und somit war es eigentlich klar, dass ich dann überrascht sein würde.  Aber ganz klar ist, man macht auf den 1500hm abwärts nicht allzu viel Zeit gut. Häufig ist man langsamer unterwegs wie aufwärts. Die Napfgegend soll wunderschön sein - leider haben wir davon nicht allzu viel mitbekommen, da wir die meiste Zeit bei bewölktem Wetter und Nebel unterwegs waren.

 

Wie es nicht anders sein kann, wir als Touristen in der Napfgegend, besuchten danach noch die Kamblyfabrik und stopften uns die Mägen mit den feinen Guetzlis voll. Anschliessend füllten wir die Speicher bei einem Italiener um die Ecke.

 

 

Geschrieben von Dinu:

 

Auch Dinu lief es am Napfmarathon hervorragend. Er startete eher langsam und konnte das Tempo auf den letzten paar Kilometern richtig steigern. Er hatte unterwegs keine grossen Krisen. Dass er nur knapp 20min auf dieser anspruchsvollen Strecke auf Tabea verlor, hätten wir wohl beide nicht so erwartet. Nach dem Rennen hatte er auch deutlich weniger Mühe mit Laufen, wie Tabea.

 

Seine Highlights vom Rennen:

  • Bei km 7 lief lautstark Francine Jordi mit dem Jodlerclub Wiesenberg mit dem Stück: "Feyer vor Sehnsucht" mit der Textpassage: Mängisch gspürsch du ou Schmääärzäää…..
  • Bei km 8 meinte ein Helfer: Auf dem Napf scheint die Sonne. Bei km 20, auf dem Napf angekommen, stellte Dinu fest, dass stockdicker Nebel herrscht. Dinu überlegte sich kurz, umzudrehen und dem blöden Helfer bei km 8 ordentlich die Meinung zu sagen. Er liess es dann aber zum Glück sein.
  • Bei ca. km 35 war lauter Technobeat zu hören, der von lauten Wortfetzen durchbrochen wurde: «Isch das dr Fuessballer Moldowan gsi?» Dass das noch jemand hört…….
  • Dinu beendete seinen ersten Marathon vor recht genau 10 Jahren in New York in etwa 5 Stunden und 9 Minuten. Nun läuft er an einem Bergtrailmarathon schneller als damals an dem Städtemarathon....
  • Nein, wir haben keinen Hund! Der gehört Werner, der uns überhaupt auf die tolle Idee gebracht hat, am Napfmarathon zu starten!

Saisonausklang

 

verfasst von uns Beiden am 2.10.2016

Zum Saisonende läuft Tabea jeweils gefühlte 10x "ein letztes Mal" auf den Niesen. So auch letzten Mittwoch, als sie mit einem Triathlonkollegen versuchte, den Niesen so schnell wie noch nie hochzulaufen. Denn die letzten Male war sie jeweils mit dem Rennrad bei Hitze hingeradelt, danach hochgelaufen und frustriert nach Hause gekommen, weil sie so langsam gewesen war (meistens 10min schneller wie Dinu’s persönliche Bestzeit). Jetzt sollte alles anders werden und sie fuhren am früheren (9Uhr) Morgen nach Mühlenen. Beide waren unglaublich nervös, wie wenn es ein Wettkampf gewesen wäre. Dabei gings um praktisch nichts…. Mit einem fantastischen Lauf verbesserten beide wie angestrebt ihre PB (persönliche Bestzeit). Am selben Tag hatte Dinu ein Lauftraining mit dem TV Bolligen. Auf dem Programm stand aber der Besuch einer Kunstausstellung mit der Runninggruppe. Auffallend war als beim Treffpunkt alle Sportklamotten trugen! Es handelte sich um Kunstobjekte, welche im ganzen Worbental verteilt sind und eine Verbindung zur Umgebung aufbauen soll. So joggte die Gruppe zu den verschiedenen Kunstwerkenn und konnte zwischendurch herrlich über die Kunstwerke philosophieren.

 

Am Samstag hatten wir ein getrenntes Programm. Tabea fuhr mit Danä per Zug nach Visp. Mit dabei waren natürlich die Rennräder. Im Visier hatten sie die Rennradstrecke vom Gigathlon im Wallis. Von Visp radelteten sie bis nach Sierre und dann gings ab in ein Seitental und zurück. Insgesamt kamen 2000hm auf knapp 110km zusammen.
Dinu kümmerte sich zu Hause um seine Stärken und ging danach noch kurz joggen und füllte seine Kohlenhydratspeicher auf. Das ging hervorragend während einem Klassenzusammenkunft der Oberstufe. Vor allem die flüssigen Kohlenhydrate blieben nicht zu kurz.
Am Sonntag wollen wir beide an einem Paarzeitfahren über 12.5km starten. Am Morgen, als wir zum Fenster rausschauten und es in Strömen regnete, beschlossen wir nicht zu gehen. Stattdessen gabs eine 2h Biketour durch den Regen. Dinu wollte eigentlich den kurzen Wettkampf durch ein kurzes Training ersetzen, daraus wurde aber dann doch nichts.

Roti Rösli im Garte, Maieriesli im Wald….

verfasst von Tabea und Dinu am 26.9.2016

Nein, Rösli haben wir keine im Garten, aber sonst allerlei! Obwohl wir ja eigentlich gar keinen Garten haben, sondern „nur“ einen Balkon. Aber was da alles wächst, ihr würdet staunen.
Der Garten ist Dinus Hobby. Ich frage mich zwar immer, was das soll? Ist es ihm im Alltag zu langweilig? Sollte ich ihn wohl etwas mehr fordern? Neue Touren und Ausflüge aushecken? Dass der noch Zeit und Lust in so etwas  stecken mag? Ob das gut ist? Er behauptet sogar, der „Garten“ tue ihm gut, sei entspannend und bereite ihm Freude. So ein paar Pflanzen??? Ich verstehe es nicht.
Da hat er Lilien, die sind grösser als er selbst und wachsen jedes Jahr wieder! Er hat Zitronenmelisse und kocht daraus Tee – der schmeckt herrlich. Goldmelisse hat er auch, da kocht er Sirup oder trocknet die um im Winter daraus Tee kochen zu können.
Die Melisse hat er in so einem typischen, rechteckigen Geranien-Balkontopf aus Kunststoff. In solchen hat er übrigens auch schon im Frühling Kartoffeln „verbuddelt“, welche zu lange in unserem Kühlschrank lagen und zu keimen begonnen hatten! Und im Herbst gab es dann 2 Bratpfannen voller herrlicher Bratkartoffeln – aus so einem niedrigen Topf! Etwas Ähnliches hat er in diesem Jahr probiert – er hat eine Knoblauchzehe vergraben, welche auch am keimen war. Und nun haben wir Knoblauch aus dem eigenen Garten. Salat gibt es sowieso immer, etwa 6 Köpfe pro Saison, wobei die teilweise nachwachsen, wenn er sie richtig abschneidet.
In einem grösseren hat er Kräuter – Peterli, Schnittlauch, Basilikum, Thymian. Und in der Mitte des Topfs wachsen Peperonis – eine Staude mit etwa 10, im Moment noch grünen Peperonis. Grösser wie eine Faust. Er behauptet ja, dass die noch rot werden – ich zweifle daran. Cherrytomätchen hat er auch, ganze 3 Stauden! Ich finde fast jeden Morgen ein Tupperli bei meinem Gepäck, wos so 3-5 rote Tomätli drin hat – ein Aperohäppli.
Aber am meisten erstaunt war ich ja, als ich am Wochenende auf dem Balkon stand und mit dem Nachbarn plauderte (für sowas braucht man einen Balkon!). Da entdecke ich doch bei meinen Füssen ein Rüebli! Ich bin sofort rein und rufe: „Hey, Dinu, do hets es Rüebli ufem Balkon!“ Er lachte mich aus, fragte, ob das wohl hingeweht wurde und ob ich sicher sei, dass da nur eines sei. Nach einem Moment suchen fand ich einen weiteren Topf, der voll war mit Rüeblikraut! Der hat doch tatsächlich Sämlinge von Karotten vergraben und die wachsen nun bei uns auf dem Balkon, in Blumentöpfen! Ich musste sogleich eines auszupfen und probieren, leider sind sie noch nicht viel grösser als ein Finger.

Er gibt aber endlich zu, dass dieses weitere Hobby (neben Sport, Kino, Konzerte, Ausflüge, essen und kochen) zu zeitaufwendig und doch auch anstrengend ist, darum ist er daran, ein paar Töpfe zu verschenken und die Mengen aufs nächste Jahr zu reduzieren. Ich wusste ja schon immer – an die Freude, die man beim Sporttreiben verspürt, kommt keine Beschäftigung heran!

 

Apropos Sport: In dieser Woche stand natürlich auch Einiges an! Am Mittwoch rannte ich vom Harder aufs Augstmatthorn. Die Aussicht war leider schlecht – es herrschte dichter Nebel. Aber eine ganze Horde Steinböcke (mit etwas Winterspeck an den Hüften) konnte ich mit meinem Kollegen Dänu aus unmittelbarster Nähe beobachten! Am Donnerstag hatte Dinu einen Vortrag in Hunzenschwil bei Aarau – da sind wir mit den Rennrädern hin geradelt. Obwohl ich vom Vortag noch ordentlich Muskelkater hatte. Nicht nur in den Beinen von den steilen Anstiegen (und vom runterlaufen) vom Vortag. Nein auch in den Armen und Schultern, da ich Dänus Stöcke zeitweise ausleihen durfte. Freitags standen Rumpftraining und Spinning auf dem Programm, die Beine taten immer noch weh.  Am Samstag rannten wir dann von Schernelz ob Ligerz auf den Chasseral, 22km und knapp 1000 Höhenmeter. Unterwegs spürte ich meine müden Beine, ich befürchtete, den Chasseral nicht zu erreichen! Nach einer Pause im Restaurant oben rannten wir wieder zurück nach Schernelz, die Schläge beim hinunterrennen taten nicht besonders gut. Ach, ja, genau, dass es Dinu nicht wieder langweilig wird, waren wir ja mit den Rennrädern hingefahren – Ihr dachtet aber nicht etwa, dass wir mit dem Auto hingefahren sind???? So mussten wir mit den nun SEHR schmerzenden Beinen heimradeln. Wir hatten das Gefühl, kaum mehr vom Fleck zu kommen!
Am Sonntagmorgen tat das Aufstehen weh. Eigentlich hatte ich ja mit einem Kollegen auf eine Tour durch den Jura starten wollen mit über 170km! Dinu hatte von Anfang an gesagt, dass er nicht mitkommen wolle – warum wohl auch wieder? Naja, ich musste nun wohl oder übel auch verzichten, das wäre wohl definitiv zu viel gewesen. Stattdessen drehten wir eine Runde mit den Bikes durch die Wälder rund um Bern, machten einen Mittagshalt in einem Tenniscenter in Ostermundigen und genossen ein herrliches Bad im Wohlensee.

Niesen, SRF, Iso und vieles mehr

verfasst von Dinu am 19.9.2016

«Hey, Dinu, Tabea ist ja mittlerweile in allen Disziplinen VIEL stärker wie Du – wie kannst Du damit umgehen?» «Schnauze Du A…..»

 

Nein, ich wurde in den letzten 2 Jahren immer wieder darauf angesprochen, wie ich damit umgehen würde. Denn angefangen hatte das ja ganz anders. Am ersten Gigathlon (damals im 5er-Team) war Tabea in der Mitte der Woche ein Häufchen Elend, das nicht daran glaubte, finishen zu können. Auch an anderen Wettkämpfen hatte sie Mühe, solche langen Leistungen durchstehen zu können und ich musste sie immer motivieren. Viele Läufe haben wir jeweils auch zu zweit gefinisht, dadurch, dass ich mein Tempo angepasst habe.
Nun ist es anders, Tabea ist viel stärker (da ist sie zwar anderer Meinung, aber die Ranglisten unterstützen meine These!) und so tauchen die Fragen auf. Ich habe aber echt keine Mühe damit. Wenn es umgekehrt wäre, hätte ich mehr Mühe! Denn Tabeas und mein Trainingsaufwand unterscheiden sich deutlich.
Schauen wir doch die vergangene Woche an:
Nach dem Bikeweekend brauchte ich etwas Erholung. Am Montagabend hatte ich zum Glück eine Sitzung in Bern (in meiner Praxis), somit reichte es nicht für Sport. Tabea und ihr Bruder, die früher beide aktive Turmspringer waren, schauten im Wyler-Bad, ob sie die Sprünge von früher noch draufhaben. Tabea fand zwar, das sei kein Training, hatte aber am Dienstag Muskelkater im Rumpfbereich. Und für die Koordination (z.B. auf den Inlines/dem Bike) war das Training sicher auch genial.
Am Dienstag hatten wir zum zivilen Hochzeit von Tabeas Eltern Tickets für eine Emil-Vorstellung in Basel erhalten. Nach der Arbeit reiste ich mit Tabeas Eltern per Auto nach Basel – Tabea fuhr die 100km bei brütender Hitze selbstverständlich mit dem Rennvelo. Wir spazierten alle zusammen noch dem Rhein entlang etwas hoch um danach runter zu schwimmen – so hatte ich auch etwas Bewegung.
Mittwochs war Tabea dann etwas müde vom Vortag, das hinderte sie nicht daran, am Nachmittag (Vormittags hatte sie, wie auch am Dienstagmorgen, gearbeitet) mit dem Rennrad zum Niesen zu radeln, hoch zu rennen und danach wieder zurück ins Marzili zu radeln. Dort traf ich sie nach der Arbeit. Wir spazierten bis zum Schönausteg und liessen uns in der Aare runtertreiben. So hatte ich auch etwas Bewegung.
Am Donnerstagabend war ich an einer Weiterbildung in Bern. Tabea machte auch einen sportarmen Tag. Am Freitag hatten wir am Abend Besuch, darum war ich zu Hause um alles vorzubereiten, während Tabea den Besuch abholte. Zuvor war sie noch im Spinning (inklusive Rumpfkrafttraining), ich war beim Staubsaugen auch ins Schwitzen gekommen. Am Samstag «wanderte» Tabea mit dem Besuch nochmals auf den Niesen, dieses Mal allerdings bei deutlich schlechterem Wetter während ich zu Hause allerlei erledigte (Coiffure, diesen Text verfassen, «glette», etc.) um dann noch 50 Minuten zu joggen, wo Tabea mich auf dem Rennrad begleitete.
Am Sonntagmorgen gings früh los, wir mussten um 9:15 in Zürich sein. Denn dort war ein Event für frühere Opinionleader von Isostar geplant. Es stand eine Art „Olympiade“ auf dem Programm. Diverse Spiele/Aufgaben mussten in 3 grossen Teams erledigt werden. Jedem Team standen 1-2 prominente Sportler (Viktor Röthlin, Ariella Käslin, Lukas Flückiger und Florin Salvisberg). Tabea und ich waren im selben Team, welchem auch Dario Cologna angehörte. Der Tag verlief so sehr kurzweilig, am Nachmittag gabs dann noch Trainingstipps inklusive praktischer Übungen von den Profis.  Bei den Übungen am Morgen gab ich vollgas. Gerade beim allerersten Posten ging es darum, an Stangen in der Höhe sich vorwärts zu „hangeln“ ohne mit den Füssen den Boden zu berühren. Das Resultat meines Einsatzes seht ihr im Bild in der Galerie.
 Nach all den Aktivitäten gab es die Rangverkündigung (Team Dario wurde 2.), danach wurden wir nach Zürich ins SRF-Studio geführt. Als Gäste der Livesendung „Sportaktuell“ durften wir einen Blick hinter die Kulisse werfen. Das war ein spannender Tag – danke Isostar! Danach gabs einen kleinen Imbiss in den Fernsehstudios. Da wir aber ordentlich Hunger hatten, reichten uns die Portiönchen nicht und wir landeten bald darauf in einem Kebap-Laden.
Ihr seht, Tabeas Trainingsstunden in der letzten Woche waren über 12 Stunden an 6 Tagen (wobei sie natürlich die Wanderung und das Wasserspringen und den Isostartag nicht zählen würde) während sich mein Trainingsumfang auf Samstag und Sonntag bezog. Klar, das ist eher eine Ausnahme, normalerweise trainieren wir schon etwas mehr wie in der vergangenen Woche – BEIDE trainieren mehr….. Aber das Verhältnis bleibt ähnlich!  Darum hätte ich mehr Mühe damit, wenn ich stärker wäre als Tabea, denn das würde nicht dem Trainingsaufwand entsprechen!

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Kommentare: 2
  • #1

    Karin (Montag, 19 September 2016 20:45)

    Häsch Blase vom Staubsuuge gholt Dinu :-)

  • #2

    Dinu (Dienstag, 20 September 2016 08:21)

    Hallo Karin
    Jo, me chöntis meine, esch aber de am Sunntig passiert, wo mer üs a Stange überem Bode hei müesse vorwärtshangle :-)
    E liebe Gruess

Bikeweekend Laax

verfasst von Dinu am 12.9.2016

Montagmorgen, Dinu wacht auf, müde, Kratzer und kleine Wunden an den Beinen und Armen, leichter Muskelkater in den Armen, Schultern, Rücken und Beinen. Tabea wacht auf, fühlt sich unwohl, da sie am Wochenende zu wenig Sport getrieben hat. Was ist passiert? Hat Dinu einen wilden Wettkampf absolviert und Tabea musste supporten? Oder zu Hause den Haushalt machen? Neinnein, aber beginnen wir doch schön der Reihe nach:

 

Am Gigathlon hatten wir einen Wettbewerbstalon ausgefüllt und tatsächlich ein Bikewochenende in Laax gewonnen. Leider genau an dem Wochenende, an dem wir bereits Startplätze für den Engadininlinemarathon hatten. Naja, chasch ned aues ha, und so fuhren wir am Freitagabend nach Laax, assen ein leckeres Abendessen und hörten danach die ersten Infos der Organisatoren. Etwas über 20 Teilnehmende, aufgeteilt in „Downhiller“, welche auch Übungen machen und sich vor allem auf den Singletrails tummeln würden und in „Tourenfahrer“.
Am Samstagmorgen, etwa um 9:30, wurde dann in die Gruppen aufgeteilt, danach gings los! 200m! Bis zur Gondelbahntalstation! Tabea mit Bike, eingesperrt in einer Gondelbahn! Ihr hättet sie sehen sollen. Die Gondel katapultierte uns auf über 2000m.ü.m. Als wir oben ankamen gabs noch mehr Infos zur Strecke. Danach durften wir endlich losfahren, aufwärts, etwa 2km. Da wurde angehalten um die Gruppe nochmals zu trennen. Da war schon klar: Aufwärts ist Tabea, ausser der 3 superfitten Guides, die Stärkste der Gruppe. Ab da gings weiter hoch (ca.1km), mit 2 kleinen Stopps, bis zu einer Bergstation einer weiteren Gondel. Ab da ging es erstmals abwärts. Das Abwärtsfahren war für uns völlig ungewohnt. Hohe Tritte, Steine, Felsen, loses Geröll und Schiefer sind für uns ungewohntes Terrain. So trugen wir beide unsere Bikes immer mal wieder den Berg hinunter:- (. Der Weg führte einmal auf- und dann wieder abwärts, für uns aber mehrheitlich nicht fahrbar. Dazwischen immer mal wieder eine kürzere und 3x eine längere Pause – überhaupt nicht nach Tabeas Gusto…… Die Gegend war einfach nur traumhaft, echt empfehlenswert! Wir fuhren sogar durch ein Unesco-Welterbe, den Segnesboden, direkt unter den Tschingelhörnern und dem Martinsloch (Nein, Dinu hat nichts kaputt gemacht). Doch das machte das Ganze nicht einfacher!

Dinu hatte 2 Stürze zu verzeichnen, nichts Schlimmes, aber sicherlich spektakulär (einmal kopfvoran über den Lenker…..), Tabea einen: Stehend, vor der ganzen Gruppe und dem Restaurant, machte sie Gleichgewichtsübungen – und verlor (das Gleichgewicht). Dabei knallte sie seitwärts zu Boden, ein paar blaue Flecken nahm sie davon mit nach Hause.
Wir hatte nun eine schöne Rundreise hinter uns und waren immer noch etwa auf der Höhe, wo wir mit der Gondel angekommen waren. Nun gings abwärts, auch hier trugen wir unsere Bikes mehrheitlich. Die Gruppe hatte zum Glück Geduld mit uns. Und die beiden Leiter erst! Die hatten eine wahre Engelsgeduld und trotteten hinter uns her und verzichteten aufs runterdüsen. Das war echt toll. Wir bekamen auch haufenweise Tipps. Die Angst wurde aber nicht viel kleiner. Danach gings auf einen künstlich angelegten Biketrail – den „Runcatrail“. Da kamen wir nun deutlich zügiger vorwärts! In Flims angekommen fuhr ein Teil der Gruppe zurück ins Hotel, ein Teil mit der Bahn nochmals hoch, und 2 Spinner fuhren mit dem Rad nochmals etwa 500 Höhenmeter aufwärts. Ihr könnt es Euch ja sicher ausmalen, wer noch etwas „Bewegung“ und „Sport“ brauchte. Wir waren bis dahin ja nur am Biketragen, Runterdüsen und Gondelbahnfahren, das zählt ja nicht…..
Tag 2 begann ähnlich – mit der Gondelbahn hoch, 20-30min aufwärtsfahren (Tabea weit voraus), Pause. Danach auf einem Höhenweg der Kuppe entlang (Traumhafte Aussicht) aber bald einmal abwärts. Dinu wurde immer wie mutiger und fuhr am 2. Tag deutlich mehr wie am 1. Auch da stieg er 2x etwas unsanft vom Velo aber er fühlte sich doch deutlich sicherer. Tabea war aber verkrampfter als am Vortag (und wohl etwas unmotiviert, weil sie wieder Gondelbahnfahren musste) und musste wieder einige Strecken das Bike abwärts tragen. Vielleicht lag es auch daran, dass in der Nacht im Bündnerland geregnet hatte und das Gelände teilweise rutschig war?
 Mit der Zeit wechselte aber das Terrain auf Wurzelwege, wo wir uns beide deutlich sicherer fühlten. Unten im Tal ging es ab Ilanz dem Rhein entlang abwärts. Das Terrain aber auch wieder voller Wurzeln und Steinen – recht anstrengend (fand Dinu….). Da trennte sich die Gruppe. Der grösste Teil fuhr direkt zurück zum Hotel, während wir beide mit einem Guide eine kurze Pause machten um danach einen grösseren Umweg zu fahren. Über einen zusätzlichen Hügel landeten wir Eingangs Laax. Da erklärte uns der Guide, wie wir zu einem Badesee kommen würden (eine längere Abfahrt), wo wir dann hindüsten. Eine herrliche Abkühlung, danach gings wieder hoch, zurück nach Laax wo man sich verabschiedete. Nach einem Zwischenstopp in der Linthebene und einem erfrischenden Bad in der Linth kamen wir dann am späten Abend zu Hause an.

S2 Challenge - beide Single - Erlebnisberichte

verfast von uns beiden am 6.9.2016

 

Erlebnisbericht Dinu

Jahr für Jahr war die S2-Challenge „mein“ Rennen! Ich hatte noch nie eine grössere Krise, bin für meine Verhältnisse jeweils recht gut klassiert, überhole plötzlich Leute, denen ich sonst nie nach mag und verliere auf Tabea nicht gefühlte 2 Tage! Ob es daran liegt, dass nur 350m geschwommen werden müssen, daran, dass danach eine Pause ist und es einen Massenstart auf den Inlines gibt oder ob der Zeitpunkt so spät für mich optimal ist (dank vielen Wettkämpfen nun endlich in Form…) weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass es sich auch in diesem Jahr wieder bestätigt hat!

 

Zum Schwimmen (Einzelstart, 350m, im Becken) gibt’s nicht viel zu erzählen ausser, dass  Schwimmen (wie meistens an der S2) laut Rangliste meine 2. Beste Disziplin sei…… Meine 2. Beste Disziplin – unglaublich.
Auf den Inlines kam ich gut weg und landete am Schluss der Spitzengruppe. Ich merkte aber, dass ich das Tempo wohl besser nicht mitgehen sollte und verabschiedete mich nach hinten. Zuerst kam eine kleine 3er Gruppe, wo ich kurz anhängte, die aber bald darauf von einem grösseren Feld aufgeholt wurde. Ich konnte gut mithalten, nur der Vordermann machte mir etwas Angst. Beim Aufsetzen des Schuhs hörte ich jedes Mal ein „Klack“. „Klack“ – das tönt, als ob die Schiene nicht fest am Schuh montiert ist „Klack“ hoffentlich löst sich die nicht noch ganz „Klack“ hoffentlich fällt der nicht um „Klack“ soll ich es ihm sagen „Klack“ aber vielleicht täusche ich mich ja und er bremst und verliert die Gruppe „Klack“ aber wenn er umfällt „Klack“ direkt vor mir „Klack“ und ich über ihn stürze „Klack“ aber hinten in der Gruppe ist es sicher unruhiger „Klack“ hoffentlich passiert einfach nichts „Klack“……..
Wir kamen beide, mit der ganzen Gruppe, heil im Ziel an und wechselten aufs Rennrad. Teilweise in kleineren Gruppen, teilweise alleine legte ich die ganze Strecke zurück. Trotz warmen Temperaturen fühlte ich mich gut und war zufrieden mit der Leistung.

 

Ich bin ja bekannt, dass ich bei Rennen mal jemandem helfe – es wäre ja nicht das erste Mal. Es scheint aber auch ansteckend zu sein, denn in der Wechselzone zum Bike nahm mich Tabeas Supporter in Empfang, mein Helfer helfe gerade einer Kollegin, deren Supporter gerade nicht hier sei….. Es klappte jedenfalls alles reibungslos – perfekt!

 

Die Bikestrecke war komplett neu und sehr anspruchsvoll. Nicht wegen den Abfahrten sondern wegen den teilweise SEHR steilen Anstiegen, auf Kieswegen an der brennenden Sonne. Es gab mehrere Orte, an denen ich das Bike hochschob – und alles andere als der Einzige war, der am Schieben war. Etwa bei km 22 war eine tolle Abfahrt, durch mehrere kleine Dörfer mit weiten Kurven. Etwa 10m vor mir fuhr ein schneller Biker runter und ich versuchte, ihn im Blickfeld zu behalten. Wenn ich sah, dass er zur Kurve hinaus beschleunigte, wusste ich, dass ich vor der Kurve nicht bremsen musste, sondern es „tschädere“ lassen konnte. So waren wir zügig unterwegs bis irgendwo ein Biker entgegen kam: „Seit ihr sicher, dass es hier durchgeht?“ Weiter unten sah man noch 2 weitere Biker, von oben stiessen noch 3 dazu. Wir orientierten uns und sahen die Bikestrecke etwa 400m weiter hinten. Ich fuhr auf einem Kiesweg in die Richtung und hörte dann, wie der Rest der Gruppe aufwärts umkehrte. Kurz danach stand ich vor einem grossen Metalltor, das sich nicht öffnen liess. Ich kletterte rüber, fuhr über ein Feld und musste noch über einen Weidezaun klettern, um auf die Strecke zurück zu kommen. Da kamen gerade die Anderen, welche umgekehrt waren, von oben angesaust. Ich hatte also keine Abkürzung gefunden.
Etwa 5km später holte ich eine Kollegin ein, die ich bei km 5 schon einmal eingeholt hatte. Sowas passiert halt, wenn man Umwege fährt. Ich erklärte ihr, dass ich falsch abgebogen sei, und darum nun wieder von Hinten komme. „Aber jetz passi uf, dass mer so öppis ned nomou passiert, einisch längt völlig!“ Und was passiert? Etwa 2 Minuten später stehe ich, mit dieser Kollegin und 2 weiteren, bei einer Verzweigung, wo uns ein Mann erklärt, dass wir hier falsch seien, umkehren müssten und dann die Strecke bald wieder finden würden! „Aber der set ned die erste, es se scho öppe 10 Lüt do gse…..“. Super, also, umkehren und zurück.
Ab da kam ich dann ohne Umwege zur Wechselzone, aber ich denke schon, dass ich da so 10-15 Minuten verloren habe :-)
Nach dem Wechsel laufe ich los, auf den Ausgang zu. Da steht ein Helferin, die sagt: „Do dürft Der ned düre, der müesst hinge dure go chehre!“ Gut, so kehre ich um, laufe in die andere Richtung los. Da ruft sie: „Ned der, dä hinge dra!“. Bin ich nun der „hinge“ oder der „vornedra“, frage ich mich, halte an, drehe mich um und schaue sie fragend an. Sie winkt mir zu und nun starte ich los. Zu Beginn etwas harzig aber mit der Zeit komme ich gut in Schwung. Ohne grosse Krisen und mit einer, für meine Verhältnisse recht guten Zeit komme ich erschöpft im Ziel an. Weder mein Supporter noch Tabeas Supporter noch Tabea sind zu sehen. Aber ich bekomme mit, wie gerade die 2. Platzierte der Singles-Damen (die Gewinnerin des Gigathlons) aufs Podest klettert, da ruft der Speaker: „Und auf dem 3. Rang: Tabea Ruegge“. Eigentlich wäre ich ja erschöpft, möchte irgendwo hinlegen, aber was tue ich? Ich sprinte los, kämpfe mich durchs Publikum und stehe in der 1. Reihe. Ich laufe vorne durch, Tabea schaut mich an, aber sie scheint in einem eigenen Film zu sein und erkennt mich nicht. Ich gehe bis zu meinem Supporter (Tabeas Vater), der in der 1. Reihe steht und fötelet. Was für ein toller Augenblick Tabea bei so einem grossen Multisportanlass wie der S2-Challenge auf dem Podest zu sehen! Wahnsinn!!! Ich bin mega happy, stolz auf sie, glücklich selber gefinisht zu haben, ein Gefühlschaos!

 

Nach einer Begrüssung geht’s ab unter die Dusche. Unterwegs habe ich geschwitzt und mehrfach gedacht: So ein eiskalte Bach zum Baden wäre nun traumhaft! Aber am Schluss, völlig ausgepowert unter der EISKALTEN Dusche zu stehen ist dann doch nicht so das, was ich mir erhofft hatte.
Ich war mehr als zufrieden („nur" 45min langsamer wie Tabea, wohl das erste Mal  in der vorderen Hälfte der Rangliste (Rang 36 von 78 gestarteten) bei einem grösseren Multisportevent) und freute mich auf das abschliessende Essen mit unseren Helfern. Die Beiden hatten einen genialen Job gemacht und unsere Resultate überhaupt ermöglicht – MERCI!!!!!
Danach so das Übliche, 22:45 im Bett, hinlegen, schon fast weg. Tabea hat da noch eine Frage, will nur kurz wissen, ob ich denn schon schlafe, kurz erzählen, was sie heute noch gesehen hat, wälzt sich hin und her und kann nicht schlafen. Sie ist, wie immer, völlig aufgedreht und ich, wie immer, todmüde. Eine tolle Kombination……
Der Sonntag verlief eher ruhig, am Morgen so das übliche, was ein Dinu an einem Sonntag so macht (emu ned usschlofe, pflegen der Stärken), danach in Solothurn Brunchen (mit Tabea, meinen Eltern und meinem Bruder und dessen Freundin) und danach auf eine längere Biketour (über 45km, aber flacher wie am Vortag) inkl. einem kurzen Besuch auf dem Pumptrack in Grenchen (echt zu empfehlen).

 

Erlebnisbericht Tabea

Seit dem Jahr 2012 habe ich die S2-Challenge nie mehr alleine bestritten. Dies, weil ich ab 2012 immer am Inferno startete und die S2 Challenge immer eine Woche danach war. So startete ich dann meistens in einem Zweierteam/Couple. Nur dieses Jahr war es anders und die S2 war 2 Wochen nach dem Inferno. Somit dachte ich mir, dass ich es wagen könnte, als Single zu starten. Die 2 Wochen dazwischen sind zwar etwas zu wenig für die Erholung nach dem Inferno, aber ich sagte mir einfach, dass ich nicht zu viel erwarten dürfte und diesen Wettkampf mehr als Plausch machen möchte - ohne Druck. Ich hatte die S2 im 2010 das erste Mal alleine gemacht. Damals bin ich völlig eingebrochen und wurde bei den Frauen letzte mit einer Zeit von 10h20. Auch die Jahre drauf, also im 2011 und 2012, versuchte ich mich als Single durchzukämpfen. Ich wurde zwar nie mehr letzte, aber war immer noch auf den letzten Plätzen rangiert. Ich dachte mir damals, die S2 ist einfach nicht mein Wettkampf. Die Bikestrecke zu coupiert und zu hart…. Damals war das Biken noch am Schluss.
Für dieses Jahr wurde dies geändert und die Reihenfolge war dann: Schwimmen im Becken, Inline, Rennrad, Bike, Laufen. Dies entsprach mir viel mehr.
Am Samstagmorgen fühlte ich mich wie immer vor einem Wettkampf, alles andere als gut. Ich hatte Respekt vor dem Wetter. Es wurde sehr heiss gemeldet und dies mag ich gar nicht. Um 7:30 Uhr mussten alle Singlefrauen die 350m Schwimmen im Pool absolvieren. Man startet nacheinander im Abstand von 15s. Ich entschied mich, keinen Neopren anzuziehen. Ich war der Meinung, dass der mich auch nicht viel schneller machen würde. So schwamm ich die 350m in 5min25s. Ich war sehr enttäuscht, denn im letzten Jahr (da war ich im Couple gestartet) hatte ich 5min05s. Aber damals schwamm ich mit Neopren. Jetzt wusste ich, dass der Neopren auch bei mir einiges ausmacht. Lustigerweise war ich mit dieser Schwimmzeit trotzdem die schnellste Schwimmzeit aller Frauen geschwommen. Danach hatten wir gut eine Stunde Zeit, um uns parat zu machen für den Inlinestart. Ich war immer noch recht nervös und wünschte mir, bereits auf dem Rennrad zu sitzen. Punkt 9:00 konnten wir Frauen mit den Inlines auf die 22km starten. Ich hatte ein kleines Grüppchen gefunden und wir wechselten schön regelmässig ab. Das Tempo war nicht zu hoch, also überpacte ich nicht. Nach 47min kam ich wieder in der Wechselzone an und hatte die 6. schnellste Inlinezeit gefahren aller Singlefrauen. Damit war ich zufrieden. Der Wechsel aufs Rennrad verlief sehr schnell. Und ich fuhr Richtung Moosegg. Bei einer Abzweigung zur Moosegg stand ein Polizist, welcher gerade mit den Autos beschäftigt war. Er schaute also nicht, wohin ich fuhr. Anstatt links abzuzweigen, fuhr ich rechts weg. Ich dachte mir dann schon, irgendwie komisch, da durch bin ich doch noch nie gefahren?! Ich fuhr weiter, bis eine Hauptstrasse kam, wo Verkehrskadetten den Verkehr regelten. Ich fragte die schreiend, wohin ich müsse? Sie antworteten mir lediglich: «keine Ahnung, jedenfalls nicht hier durch». Wütend kehrte ich um und fuhr zum Polizisten retour, welchem ich alle Schande austeilte! Ich war einfach in diesem Moment so wütend, dass ich mich gerade sehr schwer unter Kontrolle halten konnte. Mind. 4min habe ich so eingebüsst und einige Singlefrauen haben mich dadurch überholt. Immer noch wütend fuhr ich die Moosegg hoch. Ich fand keinen Rhythmus,  und haderte damit, wie man so doof sein kann und falsch abzuzweigen. Ich bin die Strecke ja schon x Mal gefahren (über 10mal). Zu allem Pech überholte mich dann noch eine weitere Singlefrau in einem irren Tempo und es war die Bestätigung für mich, dass ich langsam unterwegs war. Auf der Moosegg angekommen, gings bald  runter. Letztes Jahr hatte ich bereits dort guten Windschatten. Dieses Jahr leider nicht. Ich fuhr alleine die Abfahrt runter und das ganze schöne flache Stück unten auch. Ich wusste, letztes Jahr bin ich da alles in einem super schnellen Tempo hindurchgefahren, weil ich eine grosse Gruppe hatte. Dieses Mal war weit und breit kein Knochen unterwegs. Dies halt auch, weil wir Singlefrauen 15min vor den Männern gestartet sind. Somit hatten wir das Pech, praktisch alles alleine zu fahren oder jedenfalls nicht von schnellen Windschätten zu profitieren. Kurz vor Grosshöchstetten holte ich eine Singlefrau ein. Wir fuhren dann zusammen weiter bis wir noch eine 3. Frau aufgabelten. Zu dritt wechselten wir immer schön ab. Das war ja schon mal gut, aber nie so gut, wie letztes Jahr. Denn wir 3 Frauen waren alle etwa gleich schnell. Somit wars im Windschatten zu gemütlich, wenn man aber vorne fuhr, war man auch nicht schneller wie die anderen beiden Frauen. Somit tümpelten wir Richtung Wichtrach. Ab und zu überholte uns eine irreschnelle Männergruppe, welche aber alle zu schnell waren. Plötzlich kam ein Tritahlonkollege von hinten angerast, welchem ich dann anhängen konnte für ca. 3km. Das war super! Sein Tempo hätte ich nie und nimmer fahren können, aber im Windschatten kam ich so halbwegs mit. Genau das wäre es gewesen, was ich mir gewünscht hätte auf der Radstrecke, einen schnellen Windschatten. Dummerweise musste ich wegen einem Auto reissen lassen, welches mich ausbremste. Ab dann fuhr ich wieder mit den 3 Frauen bis zum Anstieg zum Riggisberg. Den Berg fuhr ich gut hoch. Dann folgte der Rüeggisberg, welchen ich immer als den härtesten Teil der Strecke empfinde. Danach gings praktisch nur noch runter und flach und ich kam nach 2h43 in Niederscherli an. Der Wechsel aufs Bike ging wieder sehr rasch, dank meinem Supporter. Auf das Biken freute ich mich nicht wahnsinnig. Denn als ich im Vorfeld das Höhenprofil studierte, war für mich klar, dass dies nicht meine Lieblingsstrecke sein würde. Ein ewiges hoch und runter erwartet mich, insgesamt 1200hm auf 42km, aber selten mal mehr als 300hm am Stück. Und ich kam zu hören, wenn es hoch gehen würde, dass es immer sehr steil sei…. Da war ich nun doch etwas gespannt auf die Strecke. Mit bereits müden Beinen nahm ich die Strecke unter die Räder. Auf den ersten 3km hatte ich starke Rückenschmerzen. So befasste ich mich in dieser Zeit mit dehnen, aufstehen etc. bis es besser wurde. Die ersten Steigungen waren noch human und ich dachte mir, ob das mit «steil» gemeint war? Doch plötzlich stand ich vor einer Rampe mit über 25% Steigung. Ich schluckte leer und dachte: Heilige Sch…. da hoch muss ich?!? Und das auch noch an der prallen Sonne. Nicht verwunderlich, dass einige Athleten das Bike schoben. Ich jedenfalls nahm mir vor, das Bike nicht zu schieben und drückte mich die Steigung hoch und merkte, dass da doch noch viel Kraft vorhanden war. Dann gings wieder runter und bald mal wieder sehr steil hoch. Wirklich, ab dann ging es selten human hoch, sondern immer extrem steil. Plötzlich sah ich eine weitere Singlefrau vor mir, welche das Bike immer schob, wenn es steil hoch ging. Das motivierte mich natürlich, weil ich wusste, dass ich das fahren konnte und durch das auch schneller unterwegs war. So überholte ich sie, kurz darauf sah ich eine weitere Singlefrau auch bikeschiebend und ich überholte sie. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt null Ahnung, wo ich von der Rangierung her sein könnte. Ein Zuschauer rief mir dann mal zu, ich sei Dritte. Und ich dachte nur, dass das ja toll sei, aber das dies nur vorübergehend so sein würde. Denn harte 15km laufen standen noch vor mir. Hoch und runter ging es auf dem Bike weiter. Die Hitze teilweise unerträglich. Denn vieles war nicht im Wald sondern super toll an der Sonne ausgesetzt. Laut meiner Garmin-GPS Uhr hatte ich die Höhenmeter bereits alle beisammen, trotzdem gings bis zum Schluss immer mal wieder steil hoch. Nach 2h43 (exakt gleich lang wie auf dem Rennrad) kam ich in der Wechselzone in Schwarzenburg an. Ich hatte keine Ahnung, wie ich nun noch laufen sollte. Der Wechsel ging auch wieder zügig voran. Mein Supporter duschte mich mit kaltem Wasser, das war echt super. Dann marschierte ich los – in einer Hand eine 5dl Petwasserflasche, in der anderen Hand einen Schwamm. Langsam ging ich in joggen rüber und konnte das recht gut durchziehen. Wenn es hoch ging und es an der Sonne war, marschierte ich meistens. Flach und bergab war joggen angesagt. Zu dieser Zeit glaubte ich noch nicht, dass ich dritte bleiben würde. Ich erwartete, dass bald mal eine Singlefrau kommen würde und mir souverän den 3. Platz wegschnappen würde. Ich sagte mir, wenn ich bei km 11 immer noch 3. bin, dann will ich 3.werden. Km 11 kam und ich war immer noch auf Podestkurs. Ab dann strengte ich mich wirklich sehr an, nicht zu langsam zu laufen sondern zügig vorwärts zu kommen. Ich schaute auch immer mal wieder nach hinten, um Ausschau zu halten, ob da sich mir jemand näherte… Doch weit und breit war niemand.  Und dann kam der letzte KM und mein Supporter war da und meinte, es sei nicht mehr weit, nur noch um das Feld und dann gehe es runter. Dies motivierte mich sehr und ich zog das Tempo durch und erreichte das Ziel als 3. Platzierte Singlefrau. Ich war überglücklich. Es ist natürlich unglaublich schön, wenn man nicht mit Podest rechnet und dann das plötzlich erreicht. Es ist viel schöner wie wenn man damit rechnen würde! Da ich neu bei Bigfriends im Athletenteam bin, wollte ich natürlich schon ein Shirt von ihnen für die Siegerehrung anziehen. Natürlich hatte ich keines dabei. So fragte ich den 1. Platzierten von den Männern, welcher auch Bigfriendsathlet ist, ob er mir noch ein Shirt hätte. Er fragte dann erstaunt, warum ich keines dabei hätte? Ich sagte dann: «weil ich nicht mit Podest rechnete, warum sollte ich eines mitnehmen» Er erwiderte: « man geht doch immer an den Start, um zu gewinnen» Diesen Satz habe ich mir nicht mehr aus dem Kopf gebracht… Man geht doch immer an den Start, um zu gewinnen…… Ich war echt überrascht über diese Aussage. Denn ich musste zugeben, dass ich noch nie mit dem Gedanken an einen Wettkampf gegangen bin! Noch nie…..
Jedenfalls konnte er mir dann doch ein Shirt borgen und ich genoss die Siegerehrung. Die S2 Challenge fand dieses Jahr zum letzten Mal statt. Wirklich schade um diesen tollen Wettkampf!
Ich bin im Moment überglücklich über meinen Saisonverlauf. Alle meine Ziele habe ich erreicht und dies immer sehr zufriedenstellend. Ich war 2x auf dem Podest und habe nie damit gerechnet und ich habe den Swissman als 4. Frau beendet. Was will man mehr? Und neben bei hatte ich dieses Jahr noch den schönsten Tag meines Lebens: unsere Hochzeit! In den nächsten Wochen geht es nun ruhiger zu und her. Grosses steht nicht mehr an. Im Oktober planen wir noch den Napfmarathon zu machen, wenn die Form und das Wetter noch stimmen sollte

Mittelland rollt

verfasst am 29.8. von uns Beiden

 

Am Donnerstag fuhr Tabea mit dem Rennrad nach Basel, wo Dinu ein Referat halten durfte. Die Hitze machte ihr brutal zu schaffen, sie war völlig erschöpft danach. So fanden wir, dass wir am Freitag-Abend nicht wie geplant am "Waberelouf" starten würden. Übers Ersatzprogramm waren wir uns zuerst nicht einig, Dinu wollte den Abend zu Hause verbringen und mit dem Kuchenbacken für Sonntag starten, Tabea zogs ins kühle Nass. So landeten wir dann auch am und im Wohlensee (wo Tabea noch eine Joggingrunde drehte, für Dinu reichte es leider nicht mehr, da er lange arbeiten musste).

 

Am Samstag stand Dinu dann sehr früh auf. Er hatte noch Einiges zu erledigen und wollte und auch noch kurz Joggen gehen. Danach hatte er mit seinen Kolleginnen aus der Praxis abgemacht. Ein Praxisausflug stand an. Und wo geht man mit 3 Frauen hin? Logo, Shoppingmeile Lyssach :-). Nein, die Praxis braucht neue Stühle, und die wurden am Samstag ausgewählt, während Tabea noch am Schlafen war. Sie holte danach Dinu in Kirchberg ab um an eine Hochzeit in der Ostschweiz zu fahren. Herrlich, einem Hochzeit so entspannt beizuwohnen. Aber auch eindrücklich, wie viele Gefühle einem da wieder hochkommen!

 

Am Sonntag fand das Inlinerennen in Ökingen statt. Es wurde von unserem Verein organisiert und deshalb mussten wir auch helfen beim Auf- und Abbau des ganzen Villages. Dinu musste bereits beim Aufbau helfen, Tabea hatte etwas mehr Glück und war erst beim Abbau eingetragen. So fuhr Dinu am Morgen schon wieder recht früh los (nachdem er seinen Russenzopf gebacken und glasiert und all sein Material gepackt hatte). Tabea schlief aus, erledigte noch ein paar Dinge im Haushalt und reiste dann nach Oekingen.

 

Natürlich durften wir auch das Inlinerennen fahren. 33km standen an, aufgeteilt in 4 Runden. Der Start erfolgte zur heissesten Zeit, um 13:45. Der Startschuss fiel, Tabea fuhr los und Dinu hinten her. Es ging gerade in einen Anstieg rein und Dinu überholte Tabea und wartete dann netterweise immer auf sie. So konnten wir die erste Runde gemeinsam fahren, wenn auch Dinu etwas Tempo rausnehmen musste. Wobei Tabea bergauf immer eine Spur schneller war, sobald es aber flach war und in den Abfahrten war Dinu deutlich schneller.
Auf der 2. Runde wurde Dinu plötzlich langsamer. In den Steigungen hatte er mehr Mühe. Tabea nahm Tempo raus und wartete immer wieder auf ihn. So fuhren wir die 2. Runde zusammen, wobei Dinu immer meinte, Tabea soll alleine weiter fahren. Sie weigerte sich und wartete auf ihn. Erst bei Runde 3 hatte er es geschafft, Tabea abzuwimmeln und sie fuhr weiter. Denn in der dritten Runde ging bei Dinu gar nichts mehr. Es war ihm leicht schwindlig und er fand, er würde sich am liebsten hinlegen. Ob es an der Hitze, der Anstrengung oder dem wenigen Schlafen war, ist schwer zu sagen. Er machte auf jeden Fall in der 3. Runde eine Pause, in der er in den Schatten stand und einen Koffeinshot zu sich nahm. Danach quälte er sich über die dritte Runde, weiterhin nicht recht vorwärtskommend. Wie angeschossen fühlte er sich zu Beginn der 4. Runde wieder viel besser und fuhr die Anstiege wieder in einem ähnlichen Tempo wie in der 1. Runde. Die Energie war zurück, seine Aufholjagd kam aber zu spät, mit seiner Pause und Krise in der 3. Runde hatte er zu viel Zeit verloren.
Tabea war da schon längst im Ziel. Sie musste zwar den Rest der Strecke alleine zurücklegen, kam aber trotzdem noch gut ins Ziel.
Nach einem erfrischenden Bad beim Grosi von Dinus Gottemeitli, welche am Strassenrand mitgefiebert hatte, standen wir nochmals als Helfer (nun beim Abbau) im Einsatz.
Nach einem Besuch bei Dinus Eltern, welche am Rennen auch mitgeholfen hatten, gabs ein leckeres Abendessen bevor wir müde und total erschöpft ins Bett gefallen sind. 

Von Tabeas Inferno und Dinus Standschäden.....

Verfasst am 21. und 22.8.2016 von uns beiden

Dinus Bericht 

Ich stand das ganze Wochenende nur blöd rum (Anmerkung Tabea: Das ist ja nichts Neues). Am Freitag standen mir die Haare zu Berge, als bei der Arbeit einiges drunter und drüber lief und ich bis um 19 Uhr bei der Arbeit bleiben musste. Zum Glück hatte Tabea frei für die Inferno-Vorbereitungen und war rechtzeitig zu Hause ohne im Stau stehen zu müssen. So konnte sie in der Küche stehen und etwas zaubern, so dass ein leckeres Abendessen auf dem Tisch stand, als ich nach Hause kam. Das stellte mich gleich auf. Nach einer kurzen Nacht standen wir früh auf, um nach Thun zu reisen. Der Inferno stand ja auf dem Programm. Um 6:15 fuhr das Schiff nach Oberhofen, damit ich rechtzeitig beim Schwimmausstieg stehen konnte und Tabea ihr Smartphone in die Finger drücken konnte. Nach einem kurzen Zwischensprint stand ich auch nach der Wechselzone nochmals da, um Tabea nochmals anfeuern zu können. Leider stand meine Kamera auf der Leitung. Danach musste ich mich etwas bewegen, damit ich keine Standschäden abbekommen würde. Und so joggte ich von Oberhofen retour in das St(r)andbad Thun. Ab dort sollte ich mit dem Auto nach Grindelwald reisen. Ich hatte aber noch einen Auftrag. Tabea fand: «Du hesch ja gnueg Zit, du chasch ja sicher no go ikoufe». So schaute ich nach, was auf der Einkaufsliste stand und kaufte ein. Als nächstes stand ich dann in Grindelwald, um Tabea’s Rennrad entgegen zu nehmen. Das verstand Tabea nicht ganz, denn sie brauste an mir vorbei und schnappte sich lediglich das Weggli, welches ich für sie parat hielt. Mit einem Zwischensprint meinerseits, schaffte ich es dann doch, dass ich nicht mit leeren Händen da stand. Als nächstes stand die Weiterfahrt nach Stechelberg an. Kaum sass ich im Auto (ich konnte ja nicht den ganzen Tag rumstehen, darum musste ich mal absitzen), begann es zu regnen. Was für ein tolles Timing. Ich beneidete Tabea überhaupt nicht. Als nächstes stand ich also in Stechelberg und wartete auf Tabea. Dieses Mal klappte es und ich konnte mir ihr Bike schnappen. Für die Weiterfahrt nach Mürren, musste ich die Gondel nehmen. Leider musste ich dort lange anstehen. Sitzplätze hatte es leider nicht in der Gondel. So musste ich auch da stehen, wie auch in Mürren. Denn dort erwartete ich Tabea das nächste Mal. Nach dem ich sie auch dort anfeuern konnte, reiste ich nach Birg, wo es leider neblig war. Ich musste zum Glück nicht allzu lange rumstehen, bis Tabea dann auftauchte. Vor 4 Jahren hatte ich sie damit überrascht, dass ich mit ihr den letzten 2 Kilometer hochgerannt bin. Mittlerweile erwartete sie es. Dass ich nicht mitlaufen würde, stand ausser Frage. Und so kam doch noch etwas Bewegung in die ganze Sache. Sie war mehr als zufrieden und so neigte sich mein Tag dem Ende zu. Doch die allergrösste Herausforderung stand noch an. Nach 19 Uhr bei etwas tieferen Lufttemperaturen und leichtem Regen stand noch ein Bad im Thunersee an.
Ich möchte mich noch bei allen bedanken, die mir geholfen haben, den Samstag zu überstehen. Egal, wo ich gerade stand, ich traf ein paar Leute aus unserem Umfeld zum Plaudern. So war es doch VIEL schöner, das alle durchzustehen!

Am Sonntag konnte ich etwas länger schlafen. Und doch musste ich deutlich früher aufstehen wie Tabea. Ich hatte einen Einsatz als Schiedsrichter am Inlinerennen und was hatte ich dort zu tun: Ich stand in einer Kurve und schaute, dass alles mit rechten Dingen vor sich geht. Zur Belohnung gabs danach eine Erfrischung im Wohlensee, wobei der so frisch war, dass sonst nur Standup-Paddler (die müssten nicht ins Wasser, die können auf ihren Brettern stehen) unterwegs waren. Nun freue ich mich auf die Arbeit am Montag, denn dann kann ich endlich wieder sitzen.

Falls ihr das Gefühl habt, nun etwas im Schilf zu stehen, dürft ihr also ruhig nachzählen, wie oft ich das Wort «stehen» verwendet habe….

 

 

Bericht Tabea

Bereits zum 4. Mal startete ich an meinem Lieblingswettkampf, dem Inferno. Dieses Jahr wurde im Vorfeld ziemlich schlechtes Wetter für den Anlass gemeldet, was mich doch etwas beunruhigte. Je näher aber der Inferno rückte, desto besser wurden die Prognosen. Es sah sogar danach aus, dass ich bis nach dem Rennradfahren trocken bleiben würde…. Trotzdem packte ich unglaublich viele Kleider ein. So nach dem Motto „besser zu viel als zu wenig dabei“. Denn ich hatte dieses Jahr bereits 2 Regenwettkämpfe hinter mir – den Gigathlon und den Swissman. Somit wusste ich, was es heisst, kalt zu haben. Dieses Mal war ich besser vorbereitet!
Der Wecker ging um 4:55. Das Gefühl, wenn man aufwacht und weiss, wie lange und hart der Tag sein wird, ist unbeschreiblich. Da geht einem alles durch den Kopf. Von Freude, Angst, etc.
Dinu, mein Supporter (Anmerkung Dinu: Und Ehemann…..), und ich schwangen uns dann um 5:15 ins Auto und fuhren nach Thun. Unterwegs verdrückte ich mit keinem Hunger ein Becherli Milchreis. Pünktlich um 5:45 waren wir vor Ort wie bereits viele andere auch. Wie immer sah man viele bekannte Gesichter, man wünschte sich viel Glück und fachsimpelte über dies und das. Ein Kollege meinte dann: Heute könnte es etwas länger dauern mit Schwimmen, es habe Wellen und Gegenströmung. Das hätte ich lieber nicht hören wollen. In mir stieg kurz Panik auf… warum weiss ich auch nicht genau. Schwimmen gehört ja eigentlich zu meiner besten Disziplin. Mich störte wohl
 einfach, dass ich dieses Jahr wohl meine Schwimmzeit nicht unterbieten könnte…. Wir standen dann alle im Wasser und warteten auf das Startsignal. Ich prüfte meine Schwimmbrille, ob sie auch wirklich dicht war. Ich bemerkte, dass ich kaum aus der Brille sah. Sie lief immer wieder an und war am Glasrand ziemlich unklar. Wie konnte mir das während meine vielen Trainings nicht aufgefallen sein??? Ich ärgerte mich. Warum habe ich meine Brille zuvor nicht noch mit meinem Antifog Spray behandelt? Ich spukte in die Brille, um so etwas Besserung zu erlangen (das solle scheinbar helfen). Leider half es nichts. Und dann, pünktlich um 6:30 erfolgte der Start. Das Wasser war angenehme 19 Grad warm. Perfekt für mich. Wenn man zu diesem Zeitpunkt noch nicht wach war, dann war man es nun. Denn die ersten 300m waren geprägt von Schläge abbekommen, Schläge austeilen (Anmerkung Dinu: Ich stelle mir gerade Tabea beim Boxen vor…..) und dann endlich seinen Rhythmus finden. Ich versuchte mich zu orientieren. Leider sah ich, wie befürchtet, gar rein nichts. Ich schwamm blindlings  
vor mich hin. Meine einzige Möglichkeit war, den anderen zu vertrauen und nachzuschwimmen. Ich hatte dann unglaubliches Glück und fand eine Schwimmerin, welche mind. 2km neben mir schwamm. Ich hielt mich an sie. Ich bemerkte, dass sie sich immer wieder orientierte und so konnte ich sicher gehen, dass wir richtig schwammen. Ab und zu versuchte ich auch zu schauen, wo wir sind, aber wie gesagt, ich sah keinen Meter weit. Alles war dunkel und verschwommen. Ewig kam mir das vor. Ab und zu schwamm wieder eine Boje vorbei und ich wusste, dass meine Schwimmpartnerin eine super Orientierung hatte. Dann endlich, ca. 100 m vor dem Ziel sah ich das Ziel auch. Ich stieg aus dem Wasser und schaute auf meine Uhr und mich traf der Schlag: 55min für die 3.1km. Letztes Jahr hatte ich 48min. Ich hoffte einfach, dass wirklich Gegenströmung war und es den anderen auch schlechter lief. Ich lief in die Wechselzone. Dinu übergab mir vor der Wechselzone noch mein Smartphone. Dann hiess es Neopren ausziehen, Trikot überstülpen, Socken und Rennradschuhe anziehen, Helm aufsetzen. Dieser Wechsel dauerte mind. 4min. Dann schob ich mein Rad aus der Wechselzone und Dinu war bereits wieder am Streckenrand und sagte als aller erstes, dass alle langsamer waren, ich sei als 6 Singlefrau aus dem Wasser gekommen. „Huch“ dachte ich „dann ist ja alles gut und erklärbar“. Woher er wohl wieder wusste, dass ich mich gerade mit dem Thema beschäftigte?
Lange konnte ich sowieso nicht mehr über das Schwimmen nachdenken, denn nach ca. 500m am See entlang rollen, gings auch schon hoch Richtung Beatenberg. Von 0 auf 100 steigt es plötzlich unglaublich steil an. So kam es mir jedenfalls vor. Die Beine brannten und mein Puls wurde hoch katapultiert. Ich empfand es als sehr schwierig den Rhythmus zu finden. Das Problem ist immer, da ich beim Schwimmen so weit vorne bin, dass ich dann am Anfang nur überholt werde. Da ich nur überholt wurde, nahm ich automatisch ein höheres Tempo an und fuhr am Anfang über meinen Verhältnissen. Irgendwann merkte ich aber, dass dies keinen Sinn machen würde und reduzierte die Geschwindigkeit und schlich so den Berg hoch und ass gemütlich einen Riegel und danach noch einen Winforce-Gel. Endlich hatte ich den Beatenberg geschafft und ich hoffte, dass es mir nun besser gehen würde. Denn bis jetzt hatte ich noch nicht ein gutes Wettkampfgefühl. Es lief eher harzig wie gut. Die Abfahrt vom Beatenberg nach Interlaken war schnell und übersichtlich. Ich hatte auch das Glück, kein Postauto vor mir zu haben. Dann kam der mühsame Teil. In Interlaken mussten wir, wie immer, eine Schlaufe anhängen, welche nach Unterseen an den See führte und dann gings erst an den Brienzersee. Diese Teilstrecke (ca. 30km) mag ich eigentlich nicht. Sie ist eher flach mit ein paar Coupierungen und man darf nicht Windschatten fahren. Erholen konnte man sich dort auch nicht. Man drückte einfach mehr in die Pedale, so dass man so schnell wie möglich in Meiringen eintrifft. Kurz vor Meiringen stärkte ich mich noch mit einer trockenen Nussrolle für die Grosse Scheidegg. Ungefähr 1h30min standen nun vor mir bis auf die Passhöhe. Die Scheidegg ist alles andere als flach. Am Anfang geht es mit ca. 10-12% Steigung noch gemütlich zu und her. Ich versuchte diesen Pass nicht zu schnell zu fahren, um so viel Kraft wie möglich zu sparen. Plötzlich kam Jan (Sportskollege) von hinten angedüst. Wir plauderten kurz und dann zog ich davon. Er hatte Magenprobleme und musste auf sich schauen. Dann endlich kam die Schwarzwaldalp. Endlich wurde es steiler! Über 20% Steigung erwartete mich. Zum Glück kannte ich die Strecke, denn so wurde ich nicht überrascht. Im Schneckentempo schlich ich dort hoch. Danach zog es sich noch ziemlich hin bis auf die Passhöhe. Unterwegs sprach ich Dinu eine Nachricht, dass ich bald eintreffen würde und es mir den Umständen entsprechend gut gehe (Anmerkung Dinu: Sie sagte, sie brauche MINDESTENS noch eine Stunde und sie käme nicht vom Fleck und es sei alles brutal und grauenhaft….). Oben auf der Passhöhe angekommen nahm ich sogleich die Abfahrt ins Visier. Ich wollte keine Sekunde verlieren und zog auch kein Jäckli an, was kein Fehler war. Auch wenn es bewölkt war, war es dennoch angenehm von den Temperaturen her. Die Abfahrt war super. Ich überholte viele Athleten. Dabei würde ich das runterfahren nicht unbedingt zu meinen Stärken zählen. Unglaublich viele Athleten standen mit einer Platte am Strassenrand. Eine Singleathletin war leider gestürzt…. Und so nahm ich dann plötzlich auch wieder Tempo raus. Denn einen Sturz durfte ich mir nicht leisten. Dummerweise bekam ich auf dieser Abfahrt Hunger. Dabei wollte ich genau das immer vermeiden. Aber wie soll man auf der Abfahrt, wo man beide Hände an den Bremsen hat, noch essen? Ich verhungerte sozusagen vor meinem Fresstäschli….  Ca. 5min schneller wie im Vorjahr kam ich dann in Grindelwald an. Dinu stand vor der Wechselzone und drückte mir, wie abgemacht ein Weggli in die Hände. Im Gegenzug hätte ich ihm mein Rennrad geben sollen, was ich aber gerade vergessen hatte. Ich düste an ihm vorbei. Kurz vor dem Holzbalken, wo man ab dem Rad steigen musste, merkte ich mein Malheur. Ich drehte mich um und rief zu ihm, dass ich das Rennrad hier hinlege, er soll es einfach holen. Zum Glück waren die Helfer nicht zu streng, denn normalerweise darf man das nicht. Das Rad muss deutlich vor der Wechselzone übergeben werden… Der Wechsel aufs Bike verlief problemlos. Ich fühlte mich im Vergleich zum Vorjahr einiges besser. Ich hatte weder Rücken-, noch Knieschmerzen. So nahm ich den Aufstieg auf die Kleine Scheidegg in Angriff. Genüsslich verdrückte ich mein Weggli, während dem es steil hoch ging. Dabei entdeckte ich, dass Dinu mir ins Wegglisäckli ein Mandelbäri gesteckt hatte. Das war eine super Überraschung und ich steckte dies in mein Trikot für irgendwann, falls ich Hunger bekommen sollte.
 
Letztes Jahr war es dort sehr heiss. Dieses Mal begann es gerade zu regnen. Auch wenn ich eigentlich die Sonne lieber mag, fand ich heute den Regen besser. Je länger das Biken dauerte, desto müder wurden meine Beine. Ich musste mich immer aktiv motivieren, nicht im langsamen Trott zu verharren, sondern aktiv in die Pedale zu treten. Denn langsam fahren war angenehm, schon nur 1km/h schneller fahren bedeutet, dass es viel härter war. Die letzten 10min bis auf die Kleine Scheidegg musste das Bike wie immer geschoben werden. Ich freute mich auf diesen Abschnitt, denn so konnte ich endlich mal eine andere Position einnehmen. Sehr langsam schob ich mein Bike auf die Kleine Scheidegg. Kurz davor warf ich noch einen Activator-Shot ein, um vom Koffein geweckt zu werden und die bevorstehende Abfahrt gut über die Runde zu bringen. Oben auf der Scheidegg nahm ich vom Verpflegungsposten nur eine Reihe Ovoschoggi und düste die Abfahrt runter. Auch dort konnte ich wieder einige überholen. Nur beim technischsten Teil, bei welchem ich vom Bike abstieg, musste ich ein paar Mal auf die Seite stehen, da ein paar in einem irren Tempo vorbeidüsten. Ich lief diesen Teil  vorsichtig mit dem Bike runter – wie jedes Jahr. Ich war sehr froh, dass ich heil in Lauterbrunnen angekommen war und nun die letzten 6 km nach Stechelberg in Angriff nehmen konnte. Insgesamt 5min schneller wie im Vorjahr war ich. Kurz vor der Wechselzone übergab ich Dinu mein Bike. Denn sobald das Bike in der Wechselzone drin war, durfte es der Supporter nicht mehr rausholen. Ich ging ins Wechselzelt, zog ein anderes Trikot an und lief zum Verpflegungsposten. Ich schnappte mir Schoggi und ein Biberli und joggte langsam los. Dinu begleitete mich ca. 600m joggend (Anmerkung Dinu: Also beim Schild „1km“ joggte ich mit ihr noch vorbei, aber bald darauf konnte ich ihr nicht mehr folgen!) und erkundete sich, nach meinem Wohlbefinden. 5 km standen nun bis Lauterbrunnen auf dem Programm. 5km die mehrheitlich flach sind. Ich konnte die in einem 4:45-4:50min/km laufen. Das war mind. 30s pro Km schneller wie letztes Jahr. Meine Beine fühlten sich sehr gut an, schon fast locker. Ab km 5 ging es dann endlich hoch nach Mürren. Die Steigung beginnt gemächlich. Und da merkte ich, dass meine Beine doch schon sehr beschädigt waren. Sie waren müde und alles andere als locker. Dennoch konnte ich recht viel auf den nächsten 10km joggen. Ab km 13 gings flach nach Mürren. Dies war sogleich der letzte Teil, welcher gut zu joggen war. In Mürren traf ich wiederum Dinu. Auch hier lief er kurz neben mir her und gab mir noch was zu essen. Und dann, ja dann kam das härteste Stück. Eine etwa 2stündige Bergwanderung stand vor mir. Es ging steil hoch, sehr steil. Teilweise wusste ich nicht mehr, wie ich das schaffen sollte, so steil war es. Ich nahm Schritt für Schritt und so kam ich vorwärts. Auf der ganzen Strecke hat es sehr regelmässig Verpflegungsposten. Es gab fast immer Ovoschoggi und Brot. Jedesmal griff ich genüsslich zu und steckte mir Schoggi und Brot in den Mund. Selbst zum Kauen war ich zu müde und so ass ich jeweils immer nur den inneren Teil des Brotes. Der Rand war zu hart. Bei km 18 warf ich den zweiten Activator-Shot ein. Der wirkte wie immer ein paar Minuten, leider nicht mehr so lange wie der erste. Ich schaute ab und zu auf die Uhr und merkte, dass ich doch um einiges schneller unterwegs war, wie im letzten Jahr. Ich überholte noch eine Singlefrau. Ab dann war ich nur noch unter Männern. Keine Frauen sah ich weit und breit. Kilometer um Kilometer gingen durch. Plötzlich war ich bei km 23, wo Dinu extra von der Birg her, runtergelaufen ist, um mich anzufeuern. Ein paar Meter lief er mit mir mit und wollte mir noch zu essen geben, was ich aber verneinte. Ich hätte gerade was gegessen, war meine Antwort. Da die Strecke nun enger wurde, lief Dinu ein Stück voraus, um weder mich noch andere Sportler zu bremsen, aber auch um Fotos schiessen zu können. 
Dann kam der letzte Kilometer, welcher brutal steil hoch geht. Teilweise geht man auf allen Vieren hoch. Von einem Meter zum anderen bekam ich plötzlich irren Hunger…. Kein Verpflegungsposten war zu sehen und Dinu weit voraus und ich ärgerte mich, warum ich sein Essensangebot 5min zuvor verweigert hatte. Ich brach ziemlich ein und dies auf den letzten Metern. Da kam ein Geistesblitz: Das Mandelbärli im Trikot. Ich griff nach hinten, riss das Plastik auf und steckte mir das ganze Ding in den Mund. Ich sog die Energie richtig raus. Und ein paar Minuten später ging es mir wieder viel besser und hatte etwas mehr Kraft wie zuvor. Leider hatte ich nun wahnsinnig Durst. Da hatte ich aber Glück, dass noch ein Wasserstand kam kurz vor dem Ziel. Und so konnte ich das Ziel glücklich und zufrieden erreichen. Auf der Laufstrecke war ich 15min schneller wie letztes Jahr. Insgesamt war ich 20min schneller und dies, obwohl ich 6min langsamer geschwommen bin. Dass ich sogar noch in die Top 10 lief, erfreute mich noch mehr. Gestartet sind 56 Frauen. Ich empfand den Inferno wie immer als hart. Ich habe aber unterwegs eigentlich nie eine grosse Krise gehabt. Ich konnte die ganze Zeit unglaublich gut und viel essen, was mir sicherlich auch half, dass ich mich im Ziel so gut fühlte. Das war in den letzten Jahren nicht immer der Fall. Nach meiner persönlichen Meinung empfand
  ich den Inferno etwas härter wie der Swissman. Dies liegt wohl an den steilen Steigungen, welche einem mehr kaputt machen, wie wenn man einen Pass fährt mit einer Durchschnittssteigung von 8-9%.

Nach einer Stunde waren wir dann auch schon wieder in Stechelberg und fuhren in Richtung Thunersee los. Damit wir nicht ganz so stinkig in der Pizzeria eintreffen würden, nahmen wir noch ein Bad im See. Danach liessen wir den Tag mit einer Pizza und Dessert ausklingen.
Am Sonntag fühlte ich mich bereits wieder recht gut, so dass ich eine Rennradtour über 90km in Richtung Basel unternahm, wo Dinu seinen Einsatz hatte.

Wettkämpfe, Wettkämpfe....und ein sonniges Wochenende

verfasst von Dinu am 14.8.2016

 

Nach einem strengen Wochenende (Samstags Glacier 3000, Sonntags Ursenbachtrophy / Tabea auf einer Velotour plus Geburtstag feiern) stand ich am Montagabend mit doch etwas müden Beinen unten am Gurten - schon wieder hinter einer Startlinie! Der Bärner Berglaufcup stand auf dem Programm, an dem man während einer Woche an jedem Abend auf einen Berg (Tabea sagt „Hügeli“) in der Region Bern rennen kann. Danach werden die besten 4 Resultate der Woche zusammengezählt und als Cup gewertet.
Am Gurten gings zuerst sehr steil hoch, hatte zwischendurch auch etwas flachere Abschnitte aber auch immer wieder brutal steile Abschnitte. Unterwegs überholte mich ein Junge (Blick auf die Rangliste: Jahrgang 2004!), ein anderer Läufer meinte zu ihm: „Klar besch Du so schnäu, besch jo öppe 40 kg liechter!“ Seine Antwort: „Du hättsch aber 40 Johr me Zyt gha zum trainiere!“ Zack, do weisch es :-)
Oben angekommen legte ich mich völlig ausser Atem ins Gras, während Tabea, schon lange oben, bald fragte, ob wir nicht langsam runter gehen könnten. Gehen = ich musste Gas geben, dass ich ihr nach kam.
Am Dienstag musste ich länger arbeiten und konnte somit nicht auf die Bütschuegg hochrennen, dafür im Haushalt nach der Arbeit mich noch austoben. Tabea rannte hoch, kam irgendwann total erschöpft nach Hause und meinte: Eg wott nume no go dusche und go schlofe! Ich hatte ihr einen Pouletcurrysalat gekocht und in einem schönen Melonenstern angerichtet, so konnte ich sie dann doch noch zum Essen und etwas länger wach bleiben motivieren…..
Mittwochs starteten wir beide nicht am Berglaufcup, wir genossen im Rahmen der Magic Night auf dem Heitere Konzerte von Hannery Amman, der Blues Brothers Original Band, Texas (einfach immer wieder genial) und Foreigner. Dass wir den Shuttlebus auf den „Heitere“ NICHT benutzt haben, ist wohl selbstverständlich?
Am Donnerstag stand der Lauf auf den Bantiger auf dem Programm, wo ich von der kurzen Nacht etwas müde war, dafür die Beine umso frischer waren und ich ein deutlich besseres Resultat als am Montag erzielen konnte. Auch am Freitag beim Lauf auf den Ulmizberg hatte ich recht gute Beine, nur die flachen Zwischenstücke machten wir zu schaffen. Danach gabs einen Abschluss-Pastaplausch mit Siegerehrung und zusätzlicher Preisverlosung.
Samstags waren wir unterschiedlicher Meinung. Ich fand, dass wir am Wochenende zuvor ja weg waren und während der Woche auch kaum zu Hause waren, so wäre es doch wirklich an der Zeit, sich um die Wohnung zu kümmern. Tabea fand, da wir ja nie zu Hause waren gebe es ja auch keinen Dreck und das Wetter sei VIEL zu schön um drinnen zu bleiben. Sie würde sich dann während der Woche an einem Regentag um den Haushalt kümmern, wenn ich bei der Arbeit (sie arbeitet ja „nur“ 90%) sei. So machte sie eine längere Radtour über den Balmberg und Weissenstein und ich kümmerte mich um meine Stärken (Hey, Priska, mittlerweile ist aus dem Spruch damals ein Running-Gag geworden, welcher auch in anderen Familien verwendet wird! Da sagt man auch nicht mehr, „Mer sette weder Mou hushaute“ sondern: „Mer sette zu üsne Sterchine luege“). Ich nahm mir dann aber auch die Zeit, um etwas mehr als eine Stunde Joggen zu gehen um danach mit Tabea ein erfrischendes Bad zu nehmen.
Am Abend hatten wir 3 Feste auf dem Programm, beim Geburtstagsfest von einem 3athlon-Kollegen-Paar blieben wir aber viel länger als geplant und liessen Fest Nr 2 ausfallen. Das dritte, das Gässlifest, fand direkt unter unserem Balkon statt, so sind wir da dann spät abends auch noch etwas geblieben.
Sonntags war aber alles andere als ein Ruhetag auf dem Programm! Am Morgen los nach Wilderswil, Auto parkieren und per Autostopp hoch nach Grindelwald. Ab da hochrennen – Bort – Waldspitz – Bachalpsee – Faulhorn – Schynige Platte. Ich hatte noch vorgeschlagen, dass wir mit der Gondelbahn bis zur First hochfahren (oder doch zumindest bis zur Mittelstation, Tabea fand aber, dass wir ja gar nicht zur First hoch müssten, wir joggten (Tabea) oder wanderten (Ich) ja zum Bachalpsee!
Wir verbrachten somit den Sonntag mehrheitlich getrennt zusammen J Tabea wartete immer mal wieder auf mich, verschwand dann aber auch gerade wieder. Und ich kämpfte mich stetig aufwärts. Nach etwa einer Stunde, schon recht heruntergekämpft, hörte ich einen riesigen Lärm! Was war da los?? Ich war auf einem Trail unterwegs, was würde mich da erwarten? Super, ein paar Meter oberhalb fuhr ein Postauto auf einem breiten Kiesweg hoch! Bis zum Waldspitz, wo wir auch durchrannten!! Toll, wenn ich DAS gewusst hätte!
Unten hatte Tabea noch erzählt, wir würden im Bachalpsee baden gehen. Als ich mich tatsächlich bis da hoch geschleppt hatte, ans Ufer ging, die Hand in den herrlich klaren See hielt und begann, meine Laufschuhe auszuziehen hörte ich Tabea: Huhu, do beni! Klar, super, nichts wurde aus der Erfrischung, es ging weiter. Da es zu dieser Zeit bewölkt war und gerade nicht mehr sehr warm, entschieden wir uns gegen das baden.  Wie ein Bergfloh rannte sie wieder davon, um dann im Restaurant auf dem Faulhorn zu warten. Unglaublich, wie fit sie war, obwohl ich die Woche 2 Ruhetage gehabt hatte und sie keinen einzigen….. Und zwischen den Bergläufen ja noch mehrfach mit dem Rad unterwegs war oder ein Schwimmtraining absolviert hatte!
Vom Faulhorn zur Schynige Platte gings mehrfach runter, hatte aber auch steile Gegenanstiege dazwischen! Nach dem ich bei einem steilen, gerölligen Stück etwas ausgerutscht und auf dem „Füdle“ gelandet war, nahm ich das Tempo noch etwas mehr raus. Es war ja kein Wettkampf, warum sollte ich da etwas riskieren. Tabea fand das dann nicht mehr so lustig, sie fand, wenn sie immer wieder 10 Minuten warten müsse habe sie danach Mühe, wieder in Gang zu kommen, ihr Rhythmus werde so unterbrochen. So habe ich mich dann doch wieder beeilt. Der Höhepunkt waren dann 4 Wanderer unterwegs: „Hopphopp, d Frou esch scho lang dure!“. Da kam mir der Spruch vom Gurten in den Sinn: „Die esch jo ou fasch 20kg liechter wie eg!“Für was trainieret de Der?“ „Se füre Inferno, eg für nüt“. „Ah, de esch klar, de würd egs ou so gmüetlech näh wie Du!“ Super, gemütlich, ich mit brennenden Oberschenkeln, hochrotem Kopf, Zunge fast am Boden und die Lunge überfordert! Egal, irgendwann kam ich dann auch am Ziel an. Die Umgebung war wunderschön (konnte ich hier endlich feststellen, unterwegs musste ich mich ja auf den Weg konzentrieren), und ich hatte ja sogar etwas zum mit heimbringen! Blasen an den Füssen und den „Wolf“. 21km und 1800hm war das Resultat.
Es war aber trotzdem ein herrlicher Tag bei traumhaftem Wetter!
Auf der Fahrt mit dem Bähnli runter (ein richtiges Nostalgiebähnli) beichtete Tabea dann, dass sie die Tour vor allem auch als Testlauf absolviert hatte, denn wir waren alles auf der Route des Eigertrails gerannt. Sie wollte sich einmal einen Teil der Strecke anschauen, um zu wissen, ob sie sich das im 2017 eventuell zutrauen kann.
Nach einem herrlichen Bad im Thunersee und einem leckeren Abendessen in einer Pizzeria schlossen wir das Wochenende dann noch gemütlich ab!

Glacier 3000 und Ursenbachtrophy

Verfasst von uns beiden am 8.8.16
Bericht Tabea
Endlich war der Glacier 3000 (Wettkampf über 26km mit ca. 2000 Höhenmetern, Start in Gstaad) wieder an meinem Geburtstag. Was gibt es schöneres als diesen Lauf am Geburtstag zu machen? Ich konnte sogar Dinu motivieren mitzukommen, obwohl ich überrascht war, dass er starten würde. Dieses Jahr lief mir der Glacier wirklich gut. Die ersten 16km waren noch immer nicht meine Kilometer, jedoch lief es mir bedeutend besser wie letztes Jahr, als es so heiss war. Ich konnte daher die ersten 16km in einem für mich guten Schnitt absolvieren und dies immer schön unter meiner anaeroben Schwelle. Ich war also ganze 4min schneller auf dieser Teilstrecke wie im letzten Jahr. Ab km 16 geht es praktisch nur noch hoch. Dieses Mal hatte ich noch immer gute Beine und konnte auch am Anfang noch viel joggen, wo die meisten schon gingen. Das Wetter war super, die Temperaturen perfekt. Letztes Jahr war es zu heiss…. Nach 3h32, ganze 12min schneller wie im Vorjahr, kam ich völlig zufrieden im Ziel an. Ich war nicht ausgekotzt. Es ging mir richtig gut. Ich konnte also den ganzen Lauf gut einteilen und mein Ziel, mich nicht völlig zu verausgaben, perfekt einhalten. Ich habe dann mal die Zeiten aus den vergangen Jahren angeschaut und war doch noch sehr überrascht. Meinen ersten Glacier 3000 Run absolvierte ich im 2009 mit 4h24, 2 Jahr drauf, also im 2011 konnte ich mich auf 4h14 steigern. Dann gabs mehrere Jahre Pause und ich startete erst wieder im 2015 mit einer Zeit von 3h44. Und nun dieses Jahr gabs nochmals eine schöne Steigerung auf 3h32. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Jahr aussehen wird. Potenzial zum schneller werden habe ich ganz klar noch, aber so grosse Sprünge wird es wohl ganz klar nicht mehr geben. Mein Geburtstag hätte nicht besser sein können. Einen tollen Lauf unter tollen Bedingungen, tolle Begleitung und am Abend ein leckeres Essen mit meinem Mann und guten Kollegen. Einfach ein super toller Tag war das.

 

 

 

Bericht Dinu
Dass Tabea eine Bergläuferin ist, ist ja nichts neues. Dass ich Bergläufe weniger mag, iist auch bekannt. Aus dem Grund vermeide ich den Glacier 3000 eher. Wenn der Glacier 3000 aber auf den 6. August fällt, also Tabea’s Geburtstag, wünscht sie sich jeweils doch, dass ich mitkommen solle. Sie war in diesem Jahr auch gnädig und fand, ich dürfe auch nur zuschauen kommen. Einfach am Freitag anreisen, übernachten und dann zuschauen. Wie näher der Wettkampf rückte, umso mehr wurde ich gefragt: „Hast du dich jetzt angemeldet? Die Anmeldefrist läuft bald ab“.  Ich habe es mir dann gut überlegt und fand dann: Ja, ich starte, so kann ich ihr eine zusätzliche Freude machen. Da sie fand, sie hätte Freude, wenn ich starte, meldete ich mich an. Von ins Ziel kommen hatte sie ja nichts gesagt…..
So wusste ich effektiv bis kurz vor dem Start nicht, ob ich nur starte und dann aufhöre oder bis ins Ziel renne.
Beim Start habe ich, wie mir empfohlen wurde, langsam begonnen und immer mehr aufgedreht. So war ich im flachen Stück eher daran, Leute zu überhole,n als überholt zu werden. Das zahlte sich auf den nächsten km aus, als die Steigung begann aber der Weg auf angenehmen Kieswegen aufwärts führte. Ich konnte immer wieder längere Teilstücke joggen, während viele Leute bereits am Gehen waren.
An einem Punkt wechselt die Topographie aber merklich. Die breiten Kieswege münden in schmale Wege, welche sehr steil und steinig sind. Ein joggen war da für mich praktisch nicht mehr möglich. Da merkte ich, dass mir die Kraft doch etwas fehlte und mir 2-3x etwas schwindlig wurde. Ich kämpfte mich die letzten paar Kilometer hoch, was doch recht anstrengend war. Im Ziel angekommen war ich völlig erschöpft aber doch auch glücklich, es geschafft zu haben.  Das schlimmste Stück stand aber noch bevor. Eine Hängebrücke oben auf dem Gipfel, welche Tabea mit ein paar Kollegen noch beschreiten wollte. Ich mit meiner Höhenangst – na Bravo, da es mir sonst schon schwindlig war, war dies eine tolle Herausforderung.  Rechts und links am Geländer festkrallend habe ich es wirklich geschafft, diese Brücke hinüber zu wandern. Drüber wurde mir aber erklärt, dass ich wieder zurück auf demselben Weg müsste. Na bravo….. Nach dem anschliessenden obligaten Kuchen im Restaurant gings retour nach unten via einem kurzen Bad im Thunersee und einem leckeren Abendessen dann ab nach Hause. Am Sonntag war dann die Auswahl, ob ich an der Ursenbachtrophy starten will, was ich mir eigentlich schon lange vorgenommen hatte, oder ob ich mit Tabea ca. 3h aufs Rennvelo gehen würde. Ich entschied mich für die Trophy, weil diese deutlich kürzer war. An der Ursenbachtrophy war ich im Vorjahr auch gestartet und in einem harten Kampf Dritter geworden. In diesem Jahr war das Starterfeld aber etwas grösser. Es waren 8 Einzelsportler, welche 4.9km Laufen, 7km Inline, 11km Biken und zum Abschluss nochmals 4.9km laufen musste. Bei der ersten Disziplin merkte ich den schmerzenden Füssen vom Vortag. Ich hatte mehrere Blasen beim Berghochlaufen aufgelesen. Die Oberschenkel fühlten sich etwas müde aber doch recht gut an. Und so konnte ich ein gutes Tempo gehen, sah aber wie fast alle Einzelsportler mir davon liefen. Ein ganzer Pulk von 4 Einzelstartern sah ich am Anfang noch, am Schluss der Laufstrecke waren sie aber aus meinem Blickfeld verschwunden. 2 davon kannte ich vom letzten Jahr. Da hatte ich sie nach der Laufstrecke noch im Blickwinkel.  Dasselbe auf der Inlinestrecke. Im letzten Jahr sah ich die 2 noch, in diesem Jahr konnte ich die vierer Gruppe überhaupt nicht mehr sehen und merkte dann bald, dass einer der Gruppe einer sogar von hinten angebraust kam, da wir 4 Runden zu absolvieren hatten. Nach der Inlinestrecke wechselte ich aufs Bike, wo ich im letzten Jahr einige Einzelsportler ein- und überholt hatte. Auch in diesem Jahr war es wieder so, dass ich nach etwa 2km einen einholte, was mich doch sehr überraschte, da der Abstand nach dem Laufen recht gross war. Ich gab Vollgas auf der Bike-Strecke, sah aber keinen Einzelsportler mehr bis zum letzten Schlussanstieg, da sah ich plötzlich wieder 2 vor mir und konnte tatsächlich noch einen bis zum Bikeziel einholen. Der Blick auf die Disziplinen Rangliste am Schluss war dann überraschend. Ich wurde 11. aller 29 Biker (inkl. aller Teamsportler), obwohl bei mir die Wechselzeit von den Inline (Inlineschoner und Inline ausziehen; Bikeschuhe anziehen inklusive) aufs Bike auch dazugerechnet wurde, währendem die Teamstartet direkt aufs Bike starten konnten. Der Bikerang war wirklich hervorragend.  Ich wechselte sehr rasch, da Tabea, welche mit dem Rennrad hindüste, mir helfen konnte. So konnte ich schnell auf die Laufschuhe wechseln und sah den vor mir liegenden Einzelstartet sehr dicht vor mir.  Doch wie auf der ersten Laufstrecke nahm er mir auch auf der zweiten Laufstrecke einiges ab sobald es hoch ging.  Ich konnte ihn leider nicht mehr einholen. So merkte ich bald, dass ich in diesem Jahr vierter werden würde und keine Chance mehr haben würde, ihn einzuholen. So drosselte ich das Tempo und kam kontrolliert ins Ziel. Ich war sehr zufrieden – erst recht, als ich auf der Rangliste entdeckte, dass ich in 2 Disziplinen schneller gewesen war als im Vorjahr und das mit dem Glacier-3000 in den Beinen. Nach einem leckeren Abendessen und einem Bad im Murtensee liessen wir den Abend gemütlich ausklingen. Die bevorstehende Woche wird recht hart werden. Der Berner Bergcup steht bevor.


Und hier noch was zur Fremd- und Selbstwahrnehmung:
Es ist immer wieder spannend, wie dieselben Dinge völlig unterschiedlich wahrgenommen werden. Am letzten Wochenende konnte ich gleich mehrere solche Beispiele beobachten:

 

 

Fremdwahrnehmung:

Selbstwahrnehmung:

Dinu, Du wirst auf den unteren, flachen 16km. des Glaciers sicher schneller sein wie ich, und je nach dem werde ich den Vorsprung nicht ganz einholen bis oben.

Nach 16km hatte ich erst 7min Rückstand, im Ziel dann weit mehr als 30 Minuten!

Zuschauer, der meint, mich mit seinem Zuruf motivieren zu können: Jetzt geht es nur noch etwa 200m so steil aufwärts, dann wird es flacher!

200m? Soo steil? Da brauche im Moment, in dem Tempo mit dem ich vorwärts komme, etwa einen halben Tag!!!!

Zuschauer, der meint, mich mit seinem Zuruf motivieren zu können: In etwa 40 Minuten bist Du im Ziel!

Noch 40 Minuten??? Ich mag doch nicht mehr!!

Hey, Dinu, gäu dä Louf esch traumhaft!

Traumhaft? Die Beine brennen, die Luft wird knapp und wenn man die schöne Gegend betrachten will, hats fast immer rundum Nebel oder man stolpert über einen Stein oder den Vordermann. Also schön brav sich auf die Füsse konzentrieren! Die Aussicht könnte man bei einer gemütlichen Bergwanderung sicher VIEL besser geniessen!

Nume no e churze Ändspurt u Du hesch es gschafft!

Es ging noch 3 steile Treppen hoch, nach dem ich schon fast 2000 Höhenmeter überwunden hatte!!

Es esch nümme wit, Du hesch es gli gschafft!

Ein Klassiker! Bei einem Bergluaf, wo Du pro Kilometer über 20 Minuten brauchst, da ist das „nümme wit“ eine kleine Ewigkeit!

Dinu, Du wirst auf den unteren, flachen 16km. des Glaciers sicher schneller sein wie ich,….

Flach?? Auf den ersten 16km überwindet man 400 Höhenmeter, zum Teil auf recht Steilen wegen! 400m Höhenunterschied – im Berner Berglaufcup zählen 400m Höhenunterschied als ein Berg!!

 

Megathlon

verfasst am 1.8.2016 von uns Beiden

Das Megathlonwochenende begann bereits am Donnerstag, als wir mit unseren Rennrädern zu Kollegen in die Gegend von Liestal fuhren. Tabea hatte unterwegs das Gefühl, sie habe weniger Kraft in den Beinen wie Dinu, was sie veranlasste, am Triathlon Grillabend am Freitagabend zu erzählen, dass sie am Megathlon keine Chance gegen Dinu haben werde. Denn der Megathlon sei ja völlig flach und somit nicht ihr Terrain. Am Samstag das übliche Programm. Zuerst Haushalt, packen und dann ab nach Radolfzell am Bodensee. Bei unserem letzten Start am Megathlon vor 3 Jahren war Tabea die schnellste aller Singlefrauen. Bei der Anreise erklärte sie Dinu, dass die Damenkonkurrenz in diesem Jahr VIEL stärker sei, wie im 2013 und ein Podestplatz wohl nicht drin liegen würde. Nach einem leckeren zNacht und guten Gesprächen mit Sportkollegen gings dann ab ins Bett. Denn am Sonntagmorgen um 8Uhr sollte der Schwimmstart erfolgen und die ganze Wechselzone bereits eingerichtet sein.

Erlebnisbericht Dinu
Ob man die 1.5km mit oder Neopren schwimmen wollte, war jedem selber überlassen. Für mich war die Entscheidung pro Neopren selbstverständlich. Dass das Schwimmen nicht meine Stärke ist, war auch mit Neopren klar. Da sich der Bodensee aber erst nach 39min verlassen würde, hatte ich zuvor dann doch nicht erwartet. Nun musste ich auch Gas geben, um die Schnellschwimmerin Tabea einholen zu können, wie sie ja zuvor erzählt hatte. Also drückte auf der Rennradstrecke aufs Gaspedal. Insgesamt waren auf der 42km langen Radstrecke vier Anstiege und somit 4 Abfahrten zu bewältigen. Insgesamt waren es 600 Höhenmeter.  Das bezeichnete Tabea also als flach. Mit bereits etwas müden Beinen kam ich in die Wechselzone, wo mir eine Kollegin berichtete, dass sich Tabea auf Platz 1 der Damenkonkurrenz befände und etwa 30min Vorsprung auf mich hätte – also etwa so, wie sie es vorausgesagt hatte…. Aber nun kam ja meine Stärke, das Inline Skaten, und sie hatte im Voraus gesagt, dass ich sie wohl auf den Inlines einholen würde. Ob ich auf den 20km die 30min wettmachen würde? Ich gab mir jedenfalls alle Mühe, war aber oft ohne Windschatte unterwegs. Ich konnte unterwegs aber erstaunlich viele 5er-Teams und Singles einholen. Dies überraschte mich auf der Inlinestrecke nicht sehr, als es aber auf der Bikestrecke so weiter ging, merkte ich, dass ich wohl doch ziemlich flott unterwegs sein musste. So startete ich auf die abschliessenden 2 Laufrunden über insgesamt 10km sehr motiviert. Als nach etwa nach 500m mir aber bereits Tabea entgegenrannte, die kurz vor dem Zieleinlauf war, musste ich feststellen, dass ich wohl keine Chance mehr hätte, sie einzuholen. Trotzdem konnte ich, auch die letzte Disziplin in einer Zeit zurücklegen, mit der ich durchaus zufrieden bin.

Erlebnisbericht Tabea
Natürlich habe ich nun ein schlechtes Gewissen, so habe ich doch am 3athlon Abend völligen Mist erzählt….. An diesem Abend aber, glaubte ich fest an meine Aussagen….. Es kam dann aber doch alles anders. Wobei zu erwähnen ist, dass ich weit vorne im Feld ganz klar viel schnellere Windschatten hatte, wie Dinu im hinteren Feld. Aber nun von vorne.
Ich war recht nervös vor dem Start, obwohl es ja eigentlich um nichts ging. Schuld daran waren aber auch die anderen Leute. Oft wurde ich gefragt, ob ich den Podestplatz vom 2013 verteidigen würde? Ich war klar der Ansicht, dass ich das nicht versuchen würde, denn unter den Singlefrauen waren schon ein paar recht starke Frauen. Ich konnte mir zwar vorstellen, den 2. oder 3. Rang zu erreichen, aber ganz zu gewinnen, das konnte ich mir wirklich nicht vorstellen, auch wenn ich mir das natürlich wünschte.
Ich entschied mich, zum Schwimmen ohne Neopren zu starten. Ich liess mich nicht verunsichern durch all die neoprentragenden Menschen. Aber auf 1.5km mit Neo bin ich höchstens ein paar Sekunden schneller, dafür langsamer beim Wechseln. Ausserdem war der See 22 Grad warm. Also für mich ganz klar zu warm, um mit dem Neo zu schwimmen. Nach 27min Schwimmzeit stieg ich enttäuscht aus dem Wasser. 27min für 1.5km? Was für eine schlechte Schwimmzeit das für mich ist (Anmerkung des Dinus: Ob es doch am „OhneNeoschwimmen“ lag?).
Ich dachte nur: „selberschuld, in der letzten Zeit bin ich praktisch nichts mehr geschwommen…..“ Ich liess mich aber nicht entmutigen und sagte mir, dass ich zuerst auf der Uhr gucken wollte, wie viele Meter es wirklich waren. Ganze 200m sind wir mehr geschwommen als ausgeschrieben. Daher bin ich mit der Zeit nun doch zufrieden. Zu dieser Zeit war ich 4 Frau in der Wechselzone rangiert. Mein Wechsel auf das Rad ging natürlich sehr schnell. Auf dem Rad bereits nach 4km holte ich eine Singlefrau ein. Nun war ich also auf Platz 3. Nach ca. 10km überholte ich schon wieder eine Frau und ich war auf Platz 2 und die Platz 1 Frau holte ich im Aufstieg auch noch ein. Ich war überrascht und war gespannt, wie lange es gehen würde, bis mich eine Singlefrau überholen würde. Da ich so weit vorne war, hatte ich natürlich auch oft guten Windschatten – leider oft auch zu schnelle und ich liess abreissen…. Auf den letzten 10km wurde ich dann doch noch von einer Singlefrau überholt. Ich versuchte kurz anzuhängen, merkte aber, dass sie einen Tick zu schnell war und so riss ich los und fuhr mein Tempo weiter. Ich erhoffte mir, dass sie vielleicht nicht so gut inlinen würde… Als 2. Frau kam ich dann in die Wechselzone und wechselte auf die Inlines. Nach ca. 2km überholte ich tatsächlich die Frau, welche im Moment auf Platz 1 war. Sie war ziemlich langsam unterwegs und verlor schlussendlich auf mich fast 12min. Ich konnte ein gutes Tempo bis in die Wechselzone durchziehen. Dann gings ab aufs Bike. Auch dort konnte ich gut Tempo machen. Ich spielte noch nicht mit dem Gedanken, wie es wäre, zu gewinnen, denn für das war es aus meiner Sicht noch zu früh. Beim Laufen würde sichs dann entscheiden – meiner schlechtesten Disziplin. Auch nach dem Biken war ich noch auf Platz 1. Leider hatte ich keine Ahnung, wo die 2. platzierte Frau war. War sie nur 2min hinter mir? Oder doch länger? Ich wechselte auf die Laufschuhe und trottete los. Schnell gings nicht mehr (Anmerkung Dinu: Sagt sie bei einem Schnitt unter 5min/km….). Mein Puls war derart hoch, dass ich nicht schneller konnte. Es war zu heiss, fast unerträglich. Natürlich malte ich mir nun aus, wie es sein könnte, wenn ich nun siegen würde. Nun wollte ich den Platz nicht mehr verlieren. Ich setzte mich ziemlich unter Druck, schneller zu laufen, auch wenn das praktisch nicht mehr ging. Nach der 1. Runde fragte ich mal ein paar Zuschauer, wo sich die 2. platzierte Frau befände. Ich bekam zu hören: Sehr weit hinter mir. Ach, ob ich dem glauben sollte? Irgendwie tat ich es und ich wurde etwas langsamer. Und so kam ich immer näher dem Ziel entgegen. Die letzten Meter meines Zieleinlaufens versuchte ich voll zu geniessen. Ich nahm das Tempo raus und genoss es. Es war grandios. So viele Zuschauer klatschten und jubelten. Und ich lief durch diese Menge hindurch. Nach 4h51 war ich im Ziel, ca. 15min schneller wie die zweitschnellste Frau. Ich war mit meiner Leistung wirklich sehr zufrieden. Als ich nun meine Zeiten und Disziplinenränge anschaute, war ich schon noch erstaunt. Meine schlechteste Disziplin war mit Rang 4 das Schwimmen. Die schnellsten waren MTB und Inlinen mit Rang 1 und Rennrad und Laufen mit Rang 2.

Wie ging es dann weiter:
Wir liessen den Rest des Tages gemütlich am See und anschliessend in einem leckeren Restaurant ausklingen. Denn wir hatten eine weitere Nacht in Radolfzell gebucht.
Bei der Hinfahrt hatte Dinu  zu Tabea gesagt, sie solle doch bitte nicht wieder einen Gutschein gewinnen, den man in einem 30km entfernten Geschäft von Radolfzell einlösen musste. Tabeas Antwort lautete: „ bei dem starken Singlefeld, musst du keine Angst haben“. Und was haben wir am Montag gemacht? Wir fuhren 30km, um einen Gutschein einzulösen…… Danach gings ans andere Ende des Bodensee’s ins österreichische nach Bezau. Bezau liegt, wen wunderts, direkt neben Bizau…..
Wir hatten einen Gutschein gewonnen (Dinu, bei einem Wettbewerb, wo man ein Gedicht schreiben muss. Ihr habt ja letzte Woche gelesen, wie Dinu seine Preise gewinnt…) in einem Wellnesshotel für 3 Nächte inkl. Abendessen. Das Hotel bezeichnete sich als Geniesser und Kuschelhotel. Man versuchte uns überall zu entschleunigen. Bei der Anreise durften wir nicht einchecken, sondern mussten in der Gartenwirtschaft einen Drink geniessen. Aber so nicht mit uns. Wir entflohen dem ganzen „Enschleunigungszeugs“ am Dienstag und fuhren mit den Rennrädern eine Tour über das Furkajoch und noch über einen zweiten Pass. Das entsprach genau Dinu’s Vorstellung von Erholung! Natürlich gabs nach der Tour einen Besuch im Wellnessbereich, bevor wir uns durch den herrlichen 6 Gänger assen. Für den Mittwoch hatten wir uns eine 25km lange Biketour aus einem Katalog ausgepickt, waren aber bereits nach der 20km langen Anfahrt bis zum Tourstart über 2 „kleine Hügel“ recht müde. Ausserdem blitze und donnerte es rund um uns herum. So kürzten wir die Tour etwas ab und genossen stattdessen einen Kaiserschmarrn (von dem Tabea etwa seit 3 Tagen träumte und bis dahin keinen bekommen hatte).  Am Donnerstag stand bereits die Abreise auf dem Programm. Zuvor absolvierten wir einen Berglauf auf den Hausberg von Bezau, um danach mit der Gondelbahn wieder runter zu fahren. Natürlich gabs nochmals einen Kaiserschmarn. Wir reisten mehr oder weniger erholt zurück nach Hause, um am Freitag topfit bei der Arbeit zu erscheinen. Am Freitag und am Samstagabend besuchten wir diverse Konzerte am Openair in Etziken, trainingsmässig reichte es am Samstag zu einem Rumpfkrafttraining. Am Sonntag wollten wir an Bruce Springsteenkonzert und fuhren mit den Rennrädern hin. Obwohl schlechtes Wetter gemeldet war (und wir lange nicht wussten, ob wir wirklich mit dem Rad starten sollen) hatten wir bis Rothrist trockene Strassen, ab da waren nur die Strassen nass, zu regnen begann es erst etwa 30km vor Zürich. Ab da dafür um so heftiger.
Tabea wusste nicht, dass Dinu eine Übernachtung in einem Hotel in der Nähe des Letzigrundes reserviert hatte. Die warme Dusche kam nach dem Regen umso gelegener.

Nach dem tollen Konzert und der Übernachtung gings heimwärts. Tabea konnte es kaum erwarten und riss Dinu früh aus dem Schlaf (kurz nach 9) - er hatte auf ausschlafen gehofft, da er am Sa. und So. Morgen zu Hause früh aufgestanden war - sich um seine Stärken kümmern (das wird e Runninggag, Priska), womit aber nicht das langsame Radfahren gemeint ist.

Aber Tabea wollte einen weiteren Weg mit viel mehr Höhenmeter (130km, 16000 Höhenmeter) zurückradeln....... Und wir wollten zum Znacht zurück in Bern sein!

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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