Eva's Hilly Loop und Niesentraining

verfasst am 14. Juni 2020 von uns Beiden
Eva’s Hilly Loop; so hiess unser erster Wettkampf nach der Lockdown Zeit. Dieser Event wurde ziemlich kurzfristig ins Leben gerufen, wir erfuhren davon via Social Media. Die Challenge hatte es, mit 300hm auf 9.6km, ordentlich in sich. Es war eine Runde zu absolvieren, man startete einzeln, all 60 Sekunden wurde Jemand auf die Strecke geschickt.
Für uns war sofort klar, dass wir an diesem kleinen Event teilnehmen werden. Denn uns gefallen kleine familiäre Läufe. Ausserdem kennen wir das Organisationsteam rund um Eva Hürlimann und finden diesen Lauf eine sehr geniale Idee. Wir haben den Lauf einfach aus dem Training raus gemacht, just for fun, ohne Ambitionen.
Tabea hatte vom Tag zuvor einer langen Velotour in den Beinen. Ihr kennt sie ja, am Samstagabend erklärte sie, dass sie den Lauf wohl nicht absolvieren könne, ihre Beine seien so müde.
Sie fuhr am Samstag mit ihrer Kollegin von Bern via Brünigpass, Glaubenbergpass und Albis nach Zürich. Das Ziel war das Restaurant Hiltl. Das Abendessen musste also verdient werden mit 205km und 3100hm. Sie hatten ziemliches Wetterglück, bis auf den Gegenwind, welcher sie immer mal wieder zu ermüden versuchte. Ihre Kollegin nahm in Emmen den Zug nach Zürich, Tabea fuhr die Tour allein zu Ende. Tabea fand die Ausfahrt am Schluss recht hart. Der Wind und auch die warmen Temperaturen haben ihr zu schaffen gemacht. 8h sass sie im Sattel bevor sie um 17.30 Uhr in den Zürichsee hüpfen konnte. 30min später kam das Gewitter, aber es reichte ihnen perfekt, trocken ins Restaurant zu kommen. Sie schlugen sich die Mägen voll am wunderbaren Hiltl à la discretion Buffet. Dinu hatte den ganzen Tag Julia-Hütedienst. Sein Tag war recht anstrengend, aber auch schön und ganz klar abwechslungsreich. Die beiden waren unter anderem im Wald unterwegs, um Holunderblüten für Sirup zu sammeln.

 

So stand Tabea am Sonntag um 10:58 mit müden Beinen an der Startlinie zum Hilly Loop. Die ersten 2km gingen sehr steil einen Hügel hoch (Steigung bis über 25%). Danach gings runter, wellig weiter und am Schluss noch 1.5km flach bis ins Ziel. Tabea vergass unterwegs schnell, dass sie müde Beine hatte. Es lief ihr sogar recht gut. Nach 46min und 46sekunden kam sie als 3. Frau von 14 im Ziel an und war damit sehr zufrieden.
Dinu startete auch am Lauf, allerdings unter erschwerten Bedingungen. Er liess sich von Julia begleiten, was nichts anderes hiess, den Joggingwagen vor sich her zustossen. Hart wars, aber beide kamen zufrieden im Ziel an. Das war somit Julias erste Wettkampfteilnahme 😉 Spannend waren die Reaktionen auf das Duo. Von: «Du schpinnsch» über «Dä het sicher es Motörli drinne für ufe» bis zu «Hoger ab sitzt er sicher ou i Waage» war alles zu hören.

 

Tabea legt nun eine 2wöchige Trainingspause ein, was bedeutet, dass sie in dieser Zeit nur sehr wenig trainiert. Das Ziel ist es, danach erholt in die 2. Jahreshälfte zu starten, wo sie nun doch einige längere Radrennen bestreiten wird.

Was sonst noch so lief diese Woche: Tabea lief am Mittwoch mit Kollegen das erste Mal in dieser Saison auf den Niesen. Zu ihrer Überraschung lag oben Neu-Schnee. Ansonsten waren es optimale Laufbedingungen, denn es war nicht heiss.

P wie Planen, Prüfungen, Pfingsten und "Puh ben eg froh esch aues geuet gange"

Verfasst von uns Beiden am 2.6.2020
Mittwochnachmittag, der Bundesrat verkündet die nächsten Lockerungsschritte. Für die Durchführung diverser Sportanlässe sind nun die Möglichkeiten gegeben, was vielerorts für Freude sorgt.
Mittwochnacht, kurz nach 23:00, in unserem Schlafzimmer: «Dinu, e cha ned schlofe» «Wieso ned?» «Eg be mer die ganzi  Zyt am überlegge, weli Wettkämpf dass i i däm Johr no söu mache. E wetts jo ned übertribe, aber es gubti so vel cooli Sache! Vogulisi-Bärglouf, Glacier 3000, Ventouxman, Icon extreme-Triathlon (wurde in der Zwischenzeit abgesagt), Stockhornhalbmarathon, Bärner Bärgloufcup, Tortour «Kurzdistanz» als Single, Chasing Cancellara (Zürich-Zermatt mit dem Rennrad)…..» «Wart doch bis Morn Morge u de luegs i Rueh am PC a?» «Nei, d Date hani jetz aui scho am Smartphone aagluegt (Jetzt verstand ich, warum sie nicht schlafen konnte, beim Herumdrücken am Smartphone schlafe ich auch nie ein!) u weiss d Date fasch uswändig, jetz beni aber am grüble, weli dass i wie söu kombiniere..»
In der Zwischenzeit ist unsere Agenda gut gefüllt!
Ansonsten waren meine Highlights das Schreiben meiner Prüfung am Dienstag (das Bauchgefühl ist nicht ganz eindeutig aber ich hoffe, dass es gereicht hat) – nun steht noch das Verfassen einer Abschlussarbeit an. Dann habe ich natürlich auch meinen Anteil am #onemillionrun geleistet und bin am Samstag mit Julia etwas über 15km gerannt während Tabea am Radfahren war. Und am Sonntag gabs eine Radfahrt mit einem befreundeten Paar mit um die 80km – mit Anhänger, Julia und viel Wind aber wunderbarem Kuchenhalt!
Tabea hat am Mittwoch und Samstag je eine längere Radfahrt getätigt und viel erlebt:
Am Mittwoch war ich mit einer Kollegin im Jura unterwegs. Ein stetiges Auf und Ab und bald mal waren 160km und 3000hm zusammen. Während dieser Fahrt überlegte ich mir, am Samstag im Berner Oberland ein paar Pässe zu fahren, denn scheinbar sollten Grimsel, Furka und Gotthard geöffnet sein. Noch von unterwegs schickte ich Dinu eine Sprachnachricht, wo ich ihm meine Idee ankündigte – er hat sich bestimmt riesig gefreut! Vor einer Woche habe ich auf Strava beobachtet, dass eine Rennradkollegin auch über den Sustenpass gefahren ist, obwohl der noch geschlossen war. Somit sollte dieser befahrbar sein. Einzig beim Nufenen war ich mir nicht sicher, aber auch da schrieb mir eine Kollegin, dass sie gerade oben war. Er sei zwar gesperrt und es lägen viele Steine herum, aber man komme rüber. Somit war der Plan klar. Ich wollte, Grimsel, Nufenen, Gotthard und Susten fahren. Beim Sustenpass hörte ich aber noch, dass im Tunnel zuoberst gebaut und man nicht durchkommen würde… Dies verunsicherte mich dann schon etwas.
Als ich am Samstagmorgen mit dem Auto nach Innertkirchen fuhr und die Dame im Radio über die Wetterprognosen erzählte, wusste ich, dass ich wohl zu wenig warme Kleider mitgenommen hatte. Das letzte Mal schaute ich am Vortag die Prognosen an und damals war gut gemeldet. Aber jetzt sollte es am Nachmittag regnen. Ich hatte leider nur Ärmlinge und eine kurze Windweste eingepackt. Kurz vor 8 Uhr startete ich. Der Himmel war in Richtung Grimselpass sehr dunkel. Kurz vor 10 Uhr war ich oben angekommen. Es war eiskalt, windig und definitiv alles andere als gemütlich. Schnell stürzte ich mich in die Abfahrt nach Ulrichen und dort gabs einen Halt in einem Velogeschäft. Ich kaufte mir ein paar Handschuhe…. Im Geschäft erzählte ich von meinem Plan mit dem Sustenpass. Der Verkäufer sagte: «Dort kommt man nicht durch – Der Tunnel wird umgebaut – keine Chance«.  Okay dachte ich mir, dann fahre ich halt nach dem Gotthard via Furka, Grimsel retour. Nun gings ber zuerst an den Nufenenpass. Wie gesagt, die Barriere war unten. Dennoch fuhr ich durch wie ein paar andere Radfahrer auch. Bald mal lagen ganz viele grosse Steine/Felsbrocken auf der Strasse, jetzt wusste ich, warum der gesperrt war. Da aber noch einige andere Radfahrer unterwegs waren, fuhr ich auch hoch. Oben angekommen unterhielt ich mich kurz mit einem anderen Radfahrer, welcher auch am Überlegen war, über den Susten zu fahren. Er meinte, er mache es! Ich war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher, hatte aber auch noch mind. 2h Zeit, mir das gründlich zu überlegen. Auf dem Nufenenpass kam dann das erste Mal kurz die Sonne. Trotzdem brauchte ich die Handschuhe beim Runterfahren.

Die Tremola hoch war wie immer schön und holprig. Oben angekommen war es wieder sehr kalt und windig. Ich fuhr schnell runter und ich hatte mich entschieden, das Risiko mit dem Susten einzugehen. Nun fing es auch noch an zu Tröpfeln…. Super, dachte ich mir , dabei  hatte ich ja keine Jacke bei mir. Dennoch gabs einen kurzen Stopp in einer Bäckerei in Andermatt und kurz darauf rollte ich nach Wassen, es tröpfelte immer noch. Der Aufstieg auf den Susten ging problemlos, bis plötzlich ein Knall ertönte. Mein Schlauch am Hinterrad war geplatzt und dies ca. 200m vor der Schranke, wo man nicht mehr durchdurfte. Folglich hatte es auch keine anderen Leute dort oben. Ich war mutterseelen alleine, mit Platte und 2 Patronen und einem neuen Schlauch. Schnell merkte ich, dass der Pneu einen grösseren Riss hatte. Da ich mal gelernt hatte, dass man in diesem Fall ein Riegelpapier darunterlegen musste, führte ich diesen Schritt aus. Die Luft von der Patrone ging halb daneben, halb rein. Daher fuhr ich danach mit ca. 3 Bar (anstelle 8) weiter. Die letzte Patrone wollte ich noch aufbewahren…man weiss ja nie….. Ich passierte die Schranke. Ab jetzt wars illegal. Mir war definitiv nicht mehr zum Lachen zu Mute. Noch 200hm musste ich hoch bis zum Tunnel. Was würde ich machen, wenn der Schlauch noch mal platzen würde?! Ich hätte kein Ersatzmaterial und dass irgendwelche Autofahrer da durchkommen würden, war ganz klar unmöglich. Dann kamen mir doch noch 2 Rennradfahrer entgegen, welche ich kurz stoppte und nach einer Pumpe fragte und ob man oben durchs Tunnel kommen würde. Sie meinten, dass man auf dem Wanderweg neben dem Tunnel gehen muss, es sei recht schwierig und es hätte ein Schneefeld, aber es sei möglich! Und sie gaben mir eine weitere Patrone. Ich pumpte den Schlauch voll auf und fuhr weiter. Dann eierte mein Hinterrad plötzlich. Ich hielt an, um zu schauen, was ich nicht korrekt gemacht hätte. Und siehe da, der Pneu war nicht über der Felge, der Schlauch drückte raus. Sofort liess ich Luft raus und stülpte den Pneu in die Felge und dann kam meine letzte Patrone zum Einsatz. Dieses Mal war ich bereits geübt und die Luft ging rein. Immer noch hatte ich riesen Angst, dass der Schlauch wieder platzen würde. Denn das wäre sehr unangenehm, denn es war immer noch sehr kalt und es regnete leicht und es war auch schon kurz nach 16 Uhr. Und dann kam ich zum Tunnel. Ich sah den Wanderweg und mir war klar, dort gehe ich nicht durch mit meinen Veloschuhen. Viel zu gefährlich. Und auch das Schneefeld sah sehr steil aus, welches ich horizontal queren musste. Im Tunnel wurde gebaggert. So entschied ich mich für die Tunnel-Hindurch-Variante. Der Strassenbelag war weg, grosse Steine lagen rum. Ich lief 100m bis zum Bagger und als die Herren mich dort sahen, wurde ich ziemlich angeschrien, ich solle den Tunnel blitzartig verlassen…. So kehrte ich retour auf die falsche Seite des Tunnels…. Und so musste ich nun doch den Wanderweg nehmen. Es war sehr schwierig – wie gedacht. Und das Schneefeld brutal rutschig. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal eine solche Angst hatte.. Ich war so froh, als ich auf der Bernerseite heil ankam. Ab jetzt musste noch der Pneu halten. Als ich ca. 4km runtergefahren war, kam die Barriere, ab dort war ich auf legalem Grund – ich war sogleich 1000 Kilo leichter! Ab jetzt gabs auch wieder Menschen unterwegs, welche mir hätten helfen können. Aber deren Hilfe brauchte ich glücklicherweise nicht. Ich kam kurz vor 18Uhr mit ca. 1.5h Verspätung in Innertkirchen an. Was für ein Tag – Was für ein Erlebnis…. Ja, es war etwas fahrlässig von mir, das muss ich heute auch sagen. Ob ich es wiedermachen würde? Ja, aber nur, wenn nicht gebaut wird im Tunnel😊 Der Sustenpass wäre abgesehen von der Baustelle problemlos befahrbar gewesen.

4. Hochzeitstag

verfasst von uns beiden am 24.05.2020

Am 21.5. feierten wir unseren 4. Hochzeitstag - zum ersten Mal feierten wir ihn nun zu dritt. Daher sollte es ein spezielles Programm geben – zumal unser Hochzeitstag in diesem Jahr auf Auffahrt fiel.

Tabea fand, wir könnten einen Ausflug mit einem Abendessen kombinieren, so schlug Dinu vor, das dem Auto irgendwo oberhalb von Magglingen zu parkieren, in Richtung Chasseral zu biken und dort auf die Laufschuhe zu wechseln und zum Gipfel zu rennen/laufen.

Tabea optimierte die Tour und fuhr bereits von zu Hause aus nach Biel per Bike und fand, dass wir uns am Bielersee treffen könnten – das get e chli meh Höhemeter mit em Ahänger!

Dinu nahm das Auto und parkierte am Bielersee. Von dort aus fuhren wir gemeinsam Richtung Chasseral. Mit dem Anhänger die Steigung nach Nods hoch war sehr hart. Tabea nahm den Anhänger auf den ersten 2km. Danach durfte Dinu ran – so viel zum Thema «das get e chli meh Höhemeter mit em Ahänger» . Er zog ihn bis kurz nach Nods. Dort wollten wir auf die Laufschuhe wechseln und den Chasseral so erklimmen. Doch Tabea hatte vergessen ihre Schuhe einzupacken. Daher mussten wir spontan umplanen. Dinu opferte sich, mit dem Velo und Anhänger hoch zum Chasseral zu fahren. Tabea konnte so mit seinen Laufschuhen hochlaufen. Dinu ist sozusagen fast den ganzen Berg mit dem Anhänger hochgefahren - was ein riesen Kraftakt ist..... Bis Nods waren wir auf Nebenstrassen unterwegs, die letzten Kilometer alleine mit Julia gabs aber nur noch eine Strasse hoch zum Chasseral. Da herrschte Verkehr wie auf einer Autobahn! An Auffahrt auf den Chasseral – doofe Idee!

Oben angekommen war er nicht wirklich erstaunt, dass noch haufenweise andere Leute oben waren.... Darum blieben wir nur kurz und fuhren/rannten runter an den See, wo wir ein kurzes Bad genossen bevor wir in Wingreis ein feines Abendessen im Restaurant Engelberg genossen.

 

Ansonsten absolvierte Tabea diese Woche seit längerem wieder Mal ein Schwimmtraining im Becken. Das Wylerbad öffnete nämlich vergangenen Montag das Freibad. Dummerweise war das Wasser nur 17 Grad warm und sie hatte keinen Neo dabei. Trotzdem zog sie 1h durch. Sie erzählte, dass sie bereits nach 30min ungemütlich kalt hatte, aber sie das ganze durchziehen wollte.... Danach brauchte sie mindestens 2h bis sie wieder aufgetaut war, trotz heizen im Auto etc. Am Mittwoch war sie dann mit ihrem Vater (er auf seinem E-Bike) über die Grosse Scheidegg geradelt. Am Samstag gabs für sie mal wieder den Gurnigel von Schwarzenburg aus, bevor der grosse Regen kam.

 

Dinu hingegen musste diese Woche viel lernen, denn am kommenden Dienstag steht die Abschlussprüfung im CAS Sporternährung auf dem Programm. Daher hatte er nicht viel Zeit zum Trainieren - ausser sein Gehirn😉. Er sagt, dass er noch nie in seinem Leben so viel gelernt hat für eine Prüfung wie für diese – aber noch nie ein so schlechtes Bauchgefühl. Ob das am Alter liegt?

 

Grosse Scheidegg

verfasst von Tabea am 18.05.2020

Ein kleiner Ausschnitt aus Tabea's Trainingswoche.
Am Mittwoch stand auf ihrem Trainingsplan: 6h Grundlagen Ausfahrt auf dem Rennrad. Es war nicht gerade Rennrad-Wetter gemeldet, aber die Prognosen wechselten stündlich.
Tabea stand am Mittwoch-Morgen auf und sah kurz die Prognosen an. Um 11 Uhr sollte es für eine Stunde regnen, ansonsten mehrheitlich trocken. So entschied sie sich, zu starten. Kurz vor Biel war sie das erste Mal im Regen unterwegs. Von Tavannes bis Moutier dann eher trocken und ab dort nur noch Regen.... In Gänsbrunnen hätte sie eigentlich direkt über den Balmberg fahren können, aber nein, sie entschied sich trotzdem noch den Aufstieg auf die Tannmatt zu machen. Dies waren nochmals 450hm und man kommt dann runter nach Herbertswil. Völlig durchnässt nahm sie den nächsten Anstieg über die Schmiedenmatt unter die Räder. Dann gings im Regen zurück nach Bern. Nach 140km und 2600hm und ca. 6h unterwegs sein, war sie dann doch froh, zu Hause angekommen zu sein. Insgesamt war sie über 4h im Regen unterwegs. Gedachte hatte sie im Vorfeld, 2h Regen, 4h Trockenheit
.

 

Am Donnerstag gabs Hügelläufe. 5x 3min schnelles hochlaufen am Gurten. Vor allem vom runterlaufen hatte Tabea bis am Samstag noch Muskelkater!
Am Freitag gings zu dritt weiter. Dinu nahm Julia im Anhänger mit und so joggten wir 60min gemütlich durch die Gegend. Nach 60min fing Julia an zu singen...warum? Weil wir das Tempo erhöhten und die letzten 5km in einem 4:30er Schnitt liefen.... Und Dinu schob in dem Tempo tapfer den Wagen....Julia hat immer Freude, wenns schneller wird!
Am Samstag hatte Tabea ein strenges Intervall (4x 4min mit sehr viel Kraft aufwärts) am Berg und entschied sich für den Frienisberg. Dinu mit Julia im Schlepptau kam auch mit, wählte aber eine etwas kürzere Strecke. Oben angelangt meinte Tabea: „Gäu das Intervall esch h….. ert gse?“ Dinus fand, mit einem Anhänger den Frienisberg hoch machst Du Dir nicht noch Gedanken, ob und wann Du ein Intervall fahren kannst! Du krampfst Dich hoch und überlegst, ob Du nun absteigen und zu Fuss hoch sollst oder im Sattel bleiben willst!  

 

Am Sonntag startete Tabea mit einem Kollegen auf eine Tour über die Grosse Scheidegg. Von Urtenen nach Thun, dann nach Brienz-Meiringen bevor es dann hoch auf die Scheidegg ging. Sie erreichte ihre persönliche Bestzeit beim Aufstieg und war sehr zufrieden. Dann gings runter nach Grindelwald und ab da gabs nur noch Gegenwind. Die letzten 30km waren sehr hart. Der Wind gehört immer noch nicht zu ihrer Stärke. Dinu war auch sportlich aktiv. Der fuhr mit dem Rennrad und Julia im Schlepptau via Limpachtal und Gegenwind nach Solothurn und zurück. Das Ziel waren seine Eltern – oder Julias Grosseltern. Im Garten erhielt er dann eine Nachricht von Tabea, in der stand, dass sie so schnell wie noch nie auf die Scheidegg geradelt sei. Dinu fand, sie sei eine Maschine – er hat das Gefühl, sie sei so fit wie noch nie! Im Moment macht sie viele harte Intervalle und hat auch bei der Ernährung noch Optimierungsschritte vorgenommen, das alles zahlt sich nun aus! Tabeas Antwort: „Blablabla“!
Tabea ist in den Beinen so fit wie noch nie. Am Vertrauen arbeitet sie noch.

 

FTP Test

verfasst am Muttertag von Tabea

Die Woche war sportlich gesehen eher ruhig. Tabea hatte eine Ruhewoche. Das heisst, sie trainierte ca. 50% weniger als sonst. Am Mittwoch gabs aber dennoch eine 6 stündige Radtour durchs Emmental. Vor ca 3 Wochen "musste" sie mit einem Kollegen auf eine Tour durchs Emmental und fand "Das längwilige Ämmitau gäng". Seither war sie etwa 4x im "längwilige Ämmitau" und entdeckt andauernd neue, wunderschöne Flecken. So schnell kann man seine Meinung ändern.
Danach war wieder Erholung angesagt bis zum Samstag. Denn dann durfte sie, wie alle 2 Monate, den FTP Test auf dem Rad durchführen. Kurze Erkärung zu: Was ist ein FTP Test:

 

 

FTP und FTHR stehen für „Functional Threshold Power“ bzw. „Funtional Threshold Hearth Rate“. Diese Werte stellen die derzeit maximal mögliche Dauerleistung über eine Stunde dar, entweder in Watt (FTP) oder als Pulswert (FTHP) angegeben. Sie sind ein guter Vergleichswert für Deine aktuelle Leistungsfähigkeit. Das bedeutet: je höher der FTP-Wert, desto höher ist auch die Leistungsfähigkeit. 

Damit man nicht eine Stunde vollgas fahren muss, wird der Test nur 20 Minuten gemacht – also, 20 Minuten so schnell man während dieser Zeit kann eine Steigung hochfahren. Oder das Ganze zu Hause auf der Rolle. Anschliessend schaut man, wie viele Watt man in diesen 20 Minuten durchschnittlich gedrückt hat und zieht noch 5% davon ab, damit man den FTP-Wert bekommt. Und dieser sagt dann eben, dass man die Leistung übere eine Stunde erbringen kann – und danach ist man fix und foxi…

 

 

Tabea machte diesen Test am Grenchenberg, da sie dort 20min ungestört eine relativ konstanten Steigung hochfahren kann. Sie fand, das sei mindestens genau so brutal wie auf der Rolle, wo sie die letzten 2x den test ausgeführt hatte. Mit dem Ergebnis war sie dann äusserst zufrieden, 20 Watt mehr konnte sie drücken wie beim letzten Test im Februar. Danach gabs ein Bad im Wohlensee zur Abrundung.

 

Ab ufä Güsche

verfasst von uns Beiden am 03.05.2020
In Tabea's Trainingsplan stand am Sonntag: so wit seckle,wie no nie ime Training gsecklet bissch. Sowas muss man Tabea nicht 2x sagen und schickte Dinu einen Vorschlag: Mir seckle uf Solothurn u derte ufä Wissestei u de mitm Öv retour. Dinu meinte: " Die Strecke sei doch etwas zu weit, die Gondelbahn beim Weissenstein, coronabedingt nicht fahre und so die Gesamtstrecke etwas zu weit sei. Tabea willigte schlussendlich auf einen Kompromiss ein, welcher lautete:Ab ufä Güsche. Von zu Hause, der Aare entlang nach Kersatz und dann hoch auf den Gurten und anschliessen runter zur Gelaterie im Monbijou, lautete der Plan. Dass wir auf dieser Strecke nicht zu zweit waren, ist ja logisch. Wie immer war auch Julia mit dabei. Dinu opferte sich, den Wagen mehrheitlich zu schieben, denn er trainiert regelmässig mit dem Wagen und ist auch weniger verletzungsanfällig beim Laufen, wie Tabea. Dinu hätte eher eine Strecke an den Wohlensee gewählt, um weniger Leuten zu begegnen, aber Tabea musste schon beim 1. Vorschlag Kompromisse eingehen..... Nach km 27 waren wir dann auf dem Gurten, wo wir Julia kurz eine "Schnaggitour" machen liessen bevor wir dann herunter liefen bis zur Gelaterie, bei Kilometer 31.

Martin Ruegge und Tabea Zimmermann

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Chris Herzog - unser Hochzeitsfotograf
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